Dr. Lund and Mrs. Bohr

29. Januar 2012
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Die Bildhauerin Pia Bohr schält das Holz mit einem Stechbeitel, welcher auf direktem Wege das Geheimnis freilegt. Sie bearbeitet das Material mit einer erotisch grundierten Spiritualität wie den Apfel der Liebe oder den Pfirsich der Lust. Analog zu ihrer Arbeit als Musikerin lauscht sie in das Material hinein, als sei es ein Gefäß, in dem sich die Energien bereits gesammelt haben. Statt zu predigen, läßt Bohr mit jener Passivität, die ihre Form weiblicher Hingabe darstellt, die Welt durch sich hindurch sprechen.

Das Heilige und das Obszöne liegen in ihrem Schaffen dicht beieinander. In ihrem neuen Video lernen wir die Doppelbegabung einer Sirene zu schätzen. Einem Song von Pia Lund mit vollem Herzen zu lauschen, erfordert eine gewisse Leidensbereitschaft. Es ist fast so, als ob man sich ein Tattoo stechen läßt: es kribbelt, es brennt, die Stiche gehen unter die Haut, aber diese Schmerzen gehören zum Preis der Schönheit.

Ihr Skulpturen sind noch bis zum 4. Februar in der Werkstattgalerie Der Bogen zu sehen.

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Im Rückspiegel

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