Das kleine Helferlein

13. August 2012
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Wer nicht hysterisch über Kunst und neue Medien sprechen will, braucht nicht in einen naiven Realismus zu verfallen. Es gibt dazu eine Alternative, die nicht minder rational ist: die medienarchäologisch genaue Analyse jener Änderungen der Wahrnehmung, die sich auf dem Weg von den einstige Analogmedien wie Rundfunk, Forokopiergerät oder Telefon zum Digitalmedium Computer ereignet haben.

Die Geschichte der Fotokopie begann mit der Geschichte der Foto­grafie. Um i906 wurden zwei Fotokopierer auf den Markt gebracht. Diese Geräte wurden unabhängig voneinander auf den Markt gebracht, das eine war das Fotostatgerät, das andere das Rektigraphgerät. Den Weg vom automatischen Fotokopierer zur Elektrografie, die künstlerischen Anwendung als Copygraphy, Copy art + Electrography, die Differenz zwischen analogen und digitalen Bildern, beschreibt dieser Hörfilm in der Reihe MetaPhon.

In der Rückschau auf die Elektrografie lassen sich diese Entwicklungslinien nachzeichnen. Mit dem Kopierer wurde in den 1990-ern die Textur der Elektronik erkundet und sich auf die Suche nach Bildern begeben, die man sich selbst nie hätte ausdenken können. Gerade aus Unfällen entstand vieles, was sich erst im Netz durchgesetzt hat. Nicht der Mensch ist kreativ, sondern die Fusion aus Mensch/Maschine fin­det wie von selbst ihre Bilder und ihre Sprache. Den Abschied vom Schöpfergenius haben Copy-Art-Künstler wie Klaus Urbons vorweg gedacht.

Die Aufnahme ist in HiFi-Stereo-Qualität erhältlich über: info@tonstudio-an-der-ruhr.de

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