raumlose menge

 

noch bleibt das niemandsland unaufgespürt

meine augenblicke suchen nur bekannte augen

fremdenführer bestreiken die rechtgläubigen

 

nehme mal wieder schweigend zur kenntnis

flüchtige ausländer die anderen und mich

in hohlräumen wispert das echo normal  bekannter

 

allgemeine leere lässt allgemein alles verhallen

und käme mir ein hilfeschrei zur hilfe

mein gelächter wäre es sicher nicht

 

***

Versnetze_acht, Deutschsprachige Lyrik der Gegenwart, Hg. Axel Kutsch, Verlag Ralf Liebe, Weilerswist.

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Lesen Sie auch die Gratulation von Markus Peters zum 70. Geburtstag auf KUNO. Eine  Würdigung des Herausgebers und Lyrikers Axel Kutsch im Kreise von Autoren aus Metropole und Hinterland hier.

Von Axel Kutsch zu empfehlen ist der neue Band Versflug, der ausgewählte Gedichte aus den Jahren 1974 bis 2015 enthält. Neben neuen Gedichten, die zum Teil in Literaturzeitschriften (u. a. Das Gedicht, Matrix) und Anthologien wie „Jahrbuch der Lyrik“ veröffentlicht wurden, enthält dieser „Versflug“ durch rund vierzig Jahre ausgewählte Gedichte aus Kutschs bisherigen Lyrikbänden.

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