Ich liebe den Hund meiner
Freundin. Er kann so schön
»ja« sagen. Er sagt »ja«, wenn
man ihn vergißt. Er verdammt
keinen, der sich mit ihm vergleicht.
Wo er hinkommt, da kehrt der
Frühling ein. Weint er, verliert
die Natur ihre Federn. Ist er
hingegen wohlgelaunt, schiebt
er mit viel Geschick die Hand zum
Mund, um ihm seine tiefsten
Geheimnisse abzulauschen.
Wie jeder brave Mann hat er
zwei Seelen in jeder Brust,
fünfundzwanzig an Händen und Füßen.
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Husch, husch, der schönste Vokal entleert sich. Gedichte von Meret Oppenheim. Berlin (edition suhrkamp 2703).
Dieses Buch stellt die Sprach-Künstlerin Oppenheim vor und epfoiehlt das Buch Husch, husch, der schönste Vokal entleert sich. Er vereinigt die Gedichte aus den Jahren 1933–1980. Neben den Gedichten lenken Zeichnungen und Skizzen die Aufmerksamkeit auf die Herausforderung des Queren, Vorläufigen und Bizarren im Werk von Meret Openheim.
Weiterführend → Poesie zählt für KUNO weiterhin zu den identitäts- und identifikationstiftenden Elementen einer Kultur, dies bezeugte auch der Versuch einer poetologischen Positionsbestimmung.