Verdiente Ungerechtigkeiten

 

Es gibt in jedem Land läufige Meinungen.

 

 

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Verdiente Ungerechtigkeiten, 101 Aphorismen von Tobias Grüterich. Edition Azur 2005

„Grüterichs große Fähigkeit liegt darin, viel Wahrheit in noch weniger Worten zu sagen, als es sonst der Aphorismus vermag“, lautete ein Diktum der Jury des Marburger Literaturpreises, den Grüterich im Jahr 2000 zugesprochen bekam.

Tobias Grüterich gibt dem Aphorismus die gedankliche Schärfe zurück, die einst dessen aufklärerisches Renommè begründete.

Seine „Verdienten Ungerechtigkeiten“ scheuen nicht die Provokation; vielmehr entziehen sie sich der kalkulierten Unbedenklichkeit von Kalenderspüchen und befreien so das aphoristische Genre aus der Geiselhaft harmloser ‚Humoristen‘.

Weiterführend → ein Essay über die neue Literaturgattung Twitteratur, sowie ein Recap des Hungertuchpreises.