{"id":98739,"date":"2022-02-19T00:01:30","date_gmt":"2022-02-18T23:01:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=98739"},"modified":"2022-02-20T13:51:57","modified_gmt":"2022-02-20T12:51:57","slug":"vorrede","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2022\/02\/19\/vorrede\/","title":{"rendered":"Vorrede"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Vorrede zu dem nachfolgenden Buche, um welche ich ersucht worden, kleid\u2019 ich vielleicht mit Vortheil in eine Rezension ein, besonders, da die eigenen Vorreden der Verfasser ordentlicher Weise nichts sind, als offene Selberrezensionen. Auch dem Hrn. Verfasser dieses Werks wird es gefallen, da\u00df auf diesem Wege die Rezension fast noch fr\u00fcher \u2013 vielleicht um neun und mehrere Bl\u00e4tter fr\u00fcher \u2013 erscheint, als das Buch selber, w\u00e4hrend andere Autoren Gott und den Literaturzeitungen schon danken, wenn die Rezensionen endlich eintreffen, nachdem die B\u00fccher l\u00e4ngst abgegangen, entweder mit Tod, oder <span id=\"VIII\" class=\"pagenum\" title=\"Seite:Hoffmann Fantasiest\u00fccke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf\/8\"> <span class=\"pagenumber noprint\">[<b><a title=\"Seite:Hoffmann Fantasiest\u00fccke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf\/8\" href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Seite%3AHoffmann_Fantasiest%C3%BCcke_in_Callots_Manier_Bd.1_1819.pdf\/8\">VIII<\/a><\/b>]<\/span> <\/span>durch Absatz. Hier ist nun die Rezension selber abzuschreiben.<\/p>\n<p><center><tt><\/tt><tt><b>Jenaische<\/b><br \/>\n<\/tt><b>Allgemeine Literaturzeitung.<\/b><br \/>\nDecember 1823.<\/center><tt>Sch\u00f6ne Wissenschaften.<\/tt><\/p>\n<dl>\n<dd><b>Fantasiest\u00fccke in Callot\u2019s Manier. Mit einer Vorrede von Jean Paul. 8\u00b0 Bamberg, bei C. F. Kunz. 2 Theile.<\/b><\/dd>\n<\/dl>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir wollen die Versp\u00e4tung unserer Anzeige nicht weitl\u00e4ufig entschuldigen, denn wer das Buch gelesen, dem hat sie nichts geschadet, und er bekommt jetzo nur zu seinem Urtheile ein fremdes dazu; wer es aber nicht gelesen, kann nun froh seyn, da\u00df wir ihn zum Lesen bringen und zwingen. Deutsche Literaturzeitungen und Bl\u00e4tter d\u00fcrften \u00fcberhaupt etwas treuer das Gesetz im Auge <span id=\"IX\" class=\"pagenum\" title=\"Seite:Hoffmann Fantasiest\u00fccke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf\/9\"> <span class=\"pagenumber noprint\">[<b><a title=\"Seite:Hoffmann Fantasiest\u00fccke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf\/9\" href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Seite%3AHoffmann_Fantasiest%C3%BCcke_in_Callots_Manier_Bd.1_1819.pdf\/9\">IX<\/a><\/b>]<\/span> <\/span>haben, \u2013 wie Autoren mit der Herausgabe ihrer Werke, \u2013 eben so mit der Anzeige zur\u00fcckzuhalten, wenn auch nicht immer Horazische neun Jahre.<sup id=\"cite_ref-1\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Vorrede_von_Jean_Paul#cite_note-1\">[a 1]<\/a><\/sup> Was das deutsche Publikum dabei gewinnt, wei\u00df es selber am besten, und schl\u00e4gt die Verzug-Zinsen an. Gute Schriftsteller, die l\u00e4ngst vergessen, lernt es kennen bei solcher Gelegenheit auf der kritischen <tt>Poste restante<\/tt>,<sup id=\"cite_ref-2\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Vorrede_von_Jean_Paul#cite_note-2\">[a 2]<\/a><\/sup> und vergi\u00dft sie nicht mehr; denn wenn nach D\u2019Alembert<sup id=\"cite_ref-3\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Vorrede_von_Jean_Paul#cite_note-3\">[a 3]<\/a><\/sup> das leichte Behalten der Verse ein Zeichen von deren G\u00fcte, so noch mehr das Behalten eines ganzen Buches, in dem weniger eisernen als quecksilbernen Ged\u00e4chtnisse des Publikums. Dieses l\u00e4\u00dft fast, wie Cicero von C\u00e4sar r\u00fchmt, da\u00df er nichts vergesse, au\u00dfer Beleidigungen, auf eine \u00e4hnliche sch\u00f6ne Weise nichts so leicht aus dem Ged\u00e4chtni\u00df fahren, als B\u00fccher; eben als die wahren Beleidigungen, <span id=\"X\" class=\"pagenum\" title=\"Seite:Hoffmann Fantasiest\u00fccke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf\/10\"> <span class=\"pagenumber noprint\">[<b><a title=\"Seite:Hoffmann Fantasiest\u00fccke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf\/10\" href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Seite%3AHoffmann_Fantasiest%C3%BCcke_in_Callots_Manier_Bd.1_1819.pdf\/10\">X<\/a><\/b>]<\/span> <\/span>welche so viele hundert Schreiber j\u00e4hrlich zwei Mal dem Publikum anthun. Ueberhaupt werden wenige Menschen so oft beleidigt, als recht viele auf ein Mal; und ein Volk h\u00e4ufiger und gr\u00f6ber, als dessen F\u00fcrst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um aber das Versp\u00e4ten der Rezension nicht durch die Rechtfertigung desselben noch l\u00e4nger fortzusetzen, machen wir sogleich \u00fcber den Titel die Bemerkung, da\u00df er richtiger seyn k\u00f6nnte. Bestimmter w\u00fcrde er <b>Kunstnovellen<\/b><sup id=\"cite_ref-4\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Vorrede_von_Jean_Paul#cite_note-4\">[1]<\/a><\/sup><sup id=\"cite_ref-5\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Vorrede_von_Jean_Paul#cite_note-5\">[a 4]<\/a><\/sup> hei\u00dfen; denn Callot\u2019s Maler- oder vielmehr Dicht-Manier herrscht weder mit ihren Fehlern, noch, einige Stellen ausgenommen, mit ihren Gr\u00f6\u00dfen im Buche. Der Verfasser hat selber im ersten Aufsatze am sch\u00f6nsten <span id=\"XI\" class=\"pagenum\" title=\"Seite:Hoffmann Fantasiest\u00fccke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf\/11\"> <span class=\"pagenumber noprint\">[<b><a title=\"Seite:Hoffmann Fantasiest\u00fccke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf\/11\" href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Seite%3AHoffmann_Fantasiest%C3%BCcke_in_Callots_Manier_Bd.1_1819.pdf\/11\">XI<\/a><\/b>]<\/span> <\/span>\u00fcber diesen malenden Gozzi<sup id=\"cite_ref-6\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Vorrede_von_Jean_Paul#cite_note-6\">[a 5]<\/a><\/sup> und Farben-Leibgeber<sup id=\"cite_ref-7\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Vorrede_von_Jean_Paul#cite_note-7\">[a 6]<\/a><\/sup> gesprochen; und Callot scheint \u2013 wie Humor \u00fcber dem Scherze \u2013 so \u00fcber dem prosaischen Hogarth,<sup id=\"cite_ref-8\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Vorrede_von_Jean_Paul#cite_note-8\">[a 7]<\/a><\/sup> als poetischer Zerrbildner und romantischer Anagrammatiker der Natur zu stehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unserem Verfasser d\u00fcrfen wir ein Lob anderer Gattung ertheilen. In seiner dunkeln Kammer (<tt>camera obscura<\/tt>)<sup id=\"cite_ref-9\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Vorrede_von_Jean_Paul#cite_note-9\">[a 8]<\/a><\/sup> bewegen sich an den W\u00e4nden heftig und farben\u00e4cht die koketten Kleister- und Essigaale<sup id=\"cite_ref-10\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Vorrede_von_Jean_Paul#cite_note-10\">[a 9]<\/a><\/sup> der Kunst gegen einander, und beschreiben schnalzend ihre Kreise. In rein-ironischer und launiger Verkleinerung sind die ekeln Kunstliebeleien mit K\u00fcnsten und Kunstliebhabern zugleich gemalt; der Umri\u00df ist scharf, die Farben sind warm, und das ganze voll Seele und Freiheit. Am dichtesten l\u00e4\u00dft der Verfasser seinen satirischen Feuerregen auf die musikalische Sch\u00f6nthuerei <span id=\"XII\" class=\"pagenum\" title=\"Seite:Hoffmann Fantasiest\u00fccke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf\/12\"> <span class=\"pagenumber noprint\">[<b><a title=\"Seite:Hoffmann Fantasiest\u00fccke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf\/12\" href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Seite%3AHoffmann_Fantasiest%C3%BCcke_in_Callots_Manier_Bd.1_1819.pdf\/12\">XII<\/a><\/b>]<\/span> <\/span>niederfallen, zumal in der trefflichen <a title=\"Gedanken \u00fcber den hohen Werth der Musik\" href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Gedanken_%C3%BCber_den_hohen_Werth_der_Musik\">Nro. III. <b>Kreisleriana<\/b><\/a>. Da die Musik eigentlich die allgemeinste Kunst und Volkskunst ist, und Jeder wenigstens singt, z.\u00a0B. in der Kirche und als Bettler, die einzige ins Thierreich hin\u00fcbersteigende \u2013 und da man diese Kunst, wenn man seine Kehle oder seine Finger bei sich f\u00fchrt, in jedem Besuchzimmer in jeder Minute auspacken kann, um durch seine Kunstausstellung auf eigne Hand die Preise aller derer zu gewinnen, welche Thee mittrinken: so ist keine Narrheit nat\u00fcrlicher, verzeihlicher und h\u00e4ufiger als die, da\u00df die Gefallsucht, besonders die weibliche, ihre musikalischen Pfauenr\u00e4der in Modest\u00e4dten vor Jedem schl\u00e4gt, der Augen hat zu sehen, wie Kunst und K\u00fcnstlerinn zu Einer Sch\u00f6nheit verschmelzen. Was den wahren Virtuosen, wie hier den Kapellmeister Kreisler, dabei so ingrimmig auf dieses <span id=\"XIII\" class=\"pagenum\" title=\"Seite:Hoffmann Fantasiest\u00fccke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf\/13\"> <span class=\"pagenumber noprint\">[<b><a title=\"Seite:Hoffmann Fantasiest\u00fccke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf\/13\" href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Seite%3AHoffmann_Fantasiest%C3%BCcke_in_Callots_Manier_Bd.1_1819.pdf\/13\">XIII<\/a><\/b>]<\/span> <\/span>Stuben-Chariwari<sup id=\"cite_ref-11\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Vorrede_von_Jean_Paul#cite_note-11\">[a 10]<\/a><\/sup> macht, ist vielleicht weniger die Beleidigung der Kunst, als die des K\u00fcnstlers selber, welchen man in vornehmen Residenzh\u00e4usern als Musikdirektor zum Platzkommandanten musikalischer <b>Abc<\/b>-Sch\u00fctzen<sup id=\"cite_ref-12\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Vorrede_von_Jean_Paul#cite_note-12\">[a 11]<\/a><\/sup> anstellt. \u201eK\u00f6nnte man nicht\u201c,<sup id=\"cite_ref-13\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Vorrede_von_Jean_Paul#cite_note-13\">[a 12]<\/a><\/sup> denkt der zum Freudenmeister heruntergesetzte Musikmeister laut genug, und schreibt es vielleicht hin, \u201eohne Kosten meiner Ohren vielen Hohen und Sch\u00f6nen schmeicheln? Und soll\u201c, f\u00e4hrt er noch hitziger fort, \u201evon weiblichen Paradiesv\u00f6geln den M\u00e4nnern noch das Kunstparadies entf\u00fchrt, oder verspottet<sup id=\"cite_ref-14\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Vorrede_von_Jean_Paul#cite_note-14\">[a 13]<\/a><\/sup> werden, und sie stellen sich dann als Engel davor und bewachen es treu? O Teufel und deren Gro\u00dfmutter!\u201c beschlie\u00dft er dann wild genug. Ein K\u00fcnstler kann leicht genug \u2013 Beispiels halber sei es unser Verfasser \u2013 aus Kunstliebe in Menschenha\u00df gerathen, und die Rosenkr\u00e4nze der <span id=\"XIV\" class=\"pagenum\" title=\"Seite:Hoffmann Fantasiest\u00fccke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf\/14\"> <span class=\"pagenumber noprint\">[<b><a title=\"Seite:Hoffmann Fantasiest\u00fccke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf\/14\" href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Seite%3AHoffmann_Fantasiest%C3%BCcke_in_Callots_Manier_Bd.1_1819.pdf\/14\">XIV<\/a><\/b>]<\/span> <\/span>Kunst als Dornenkronen und Stachelg\u00fcrtel zum Z\u00fcchtigen verbrauchen. Inzwischen bedenk\u2019 er doch sich und die Sache! Die durch Kunstliebe einb\u00fc\u00dfende Menschenliebe r\u00e4cht sich stark durch Erk\u00e4ltung der Kunst selber; denn Liebe kann wol der Me\u00dfk\u00fcnstler, Denkk\u00fcnstler, Wappenk\u00fcnstler entbehren, aber nicht der K\u00fcnstler selber, er sei einer in welchem Sch\u00f6nen er\u2019s wolle. Liebe und Kunst leben gegenseitig in einander, wie Gehirn und Herz, beide einander zur Wechsel-St\u00e4rkung eingeimpft. Manches jetzige Kunstpantheon ist deshalb ein durchsichtiger, reiner, blinkender Eispallast \u2013 mit allen erdenklichen Ger\u00e4thschaften aus Eis versehen \u2013 sogar mit einem Brautbett und Ofen, in welchem letzten gar ein Naphtafl\u00e4mmchen<sup id=\"cite_ref-15\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Vorrede_von_Jean_Paul#cite_note-15\">[a 14]<\/a><\/sup> ohne Schaden der Eiskacheln brennt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span id=\"XV\" class=\"pagenum\" title=\"Seite:Hoffmann Fantasiest\u00fccke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf\/15\"> <span class=\"pagenumber noprint\">[<b><a title=\"Seite:Hoffmann Fantasiest\u00fccke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf\/15\" href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Seite%3AHoffmann_Fantasiest%C3%BCcke_in_Callots_Manier_Bd.1_1819.pdf\/15\">XV<\/a><\/b>]<\/span> <\/span>Wir kehren zu unserem Verfasser, den wir mit dem Vorigen nun sattsam ge\u00e4rgert, und zu seinem Zorne \u00fcber die schreienden S\u00fcnden an der Tonkunst zur\u00fcck, und gehen mit ihm zu den stummen der Leibkunst<sup id=\"cite_ref-16\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Vorrede_von_Jean_Paul#cite_note-16\">[a 15]<\/a><\/sup> der neueren historischen und mythologischen Gliederm\u00e4nninnen \u00fcber, welche ihre Figur zu einem Wachsfigurenkabinet aus einander zu pr\u00e4gen wissen, um ihre Leiber noch vor der Auferstehung zu verkl\u00e4ren. Gegen solche, in sofern sie den Zauberschawl nur zu Schminklappen verwenden, und die Sch\u00f6pferinn mit dem Gesch\u00f6pfe anputzen, ist der Herr Verf. in <a title=\"Nachricht von den neuesten Schicksalen des Hundes Berganza\" href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Nachricht_von_den_neuesten_Schicksalen_des_Hundes_Berganza\">Nro. V.<\/a> gut genug auf- und lo\u00dfgefahren. Sein Feuereifer gegen gemi\u00dfbrauchte Kunst ist recht; das Sch\u00f6ne und Ewige sey nie Schminke des Unsch\u00f6nen und Zeitlichen, und das Heiligenbild verziere keinen unheiligen K\u00f6rper. Der Gefallsucht verzeiht man <span id=\"XVI\" class=\"pagenum\" title=\"Seite:Hoffmann Fantasiest\u00fccke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf\/16\"> <span class=\"pagenumber noprint\">[<b><a title=\"Seite:Hoffmann Fantasiest\u00fccke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf\/16\" href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Seite%3AHoffmann_Fantasiest%C3%BCcke_in_Callots_Manier_Bd.1_1819.pdf\/16\">XVI<\/a><\/b>]<\/span> <\/span>lieber eine sch\u00f6ne Flucherinn, als eine sch\u00f6ne Beterinn, denn mit dem Teufel kann man spa\u00dfen, aber nicht mit Gott.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht ohne Vergn\u00fcgen haben wir auch in diesem Werke wieder wahrgenommen, da\u00df seit einigen Jahrzehenden die deutsche Satire und Ironie und Laune, ja der Humor h\u00e4ufiger den brittischen Weg einschl\u00e4gt, und da\u00df Swifts<sup id=\"cite_ref-17\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Vorrede_von_Jean_Paul#cite_note-17\">[a 16]<\/a><\/sup> und Sterne\u2019s<sup id=\"cite_ref-18\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Vorrede_von_Jean_Paul#cite_note-18\">[a 17]<\/a><\/sup> her\u00fcbergetragne Loretto-H\u00e4uschen<sup id=\"cite_ref-19\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Vorrede_von_Jean_Paul#cite_note-19\">[a 18]<\/a><\/sup> oder Studierzimmer zu Gradierh\u00e4usern<sup id=\"cite_ref-20\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Vorrede_von_Jean_Paul#cite_note-20\">[a 19]<\/a><\/sup> unsers komischen Salzes geworden. Den jetzigen Salzgeist, auch in den Flug- und Tagbl\u00e4ttern, in den Aufs\u00e4tzen des Morgenblattes,<sup id=\"cite_ref-21\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Vorrede_von_Jean_Paul#cite_note-21\">[a 20]<\/a><\/sup> der eleganten Zeitung,<sup id=\"cite_ref-22\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Vorrede_von_Jean_Paul#cite_note-22\">[a 21]<\/a><\/sup> der Heidelberger Jahrb\u00fccher,<sup id=\"cite_ref-23\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Vorrede_von_Jean_Paul#cite_note-23\">[a 22]<\/a><\/sup> der Literaturzeitungen etc. w\u00fcrden wir schwerlich gegen die breiten dicken Salzpfannen der Bahrdte<sup id=\"cite_ref-24\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Vorrede_von_Jean_Paul#cite_note-24\">[a 23]<\/a><\/sup> mit ihren Ketzeralmanachen, der Kriegsrath Kranze,<sup id=\"cite_ref-25\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Vorrede_von_Jean_Paul#cite_note-25\">[a 24]<\/a><\/sup> der Vademekumer,<sup id=\"cite_ref-26\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Vorrede_von_Jean_Paul#cite_note-26\">[a 25]<\/a><\/sup> der Wetzel,<sup id=\"cite_ref-27\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Vorrede_von_Jean_Paul#cite_note-27\">[a 26]<\/a><\/sup> der allg. deutsch. <span id=\"XVII\" class=\"pagenum\" title=\"Seite:Hoffmann Fantasiest\u00fccke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf\/17\"> <span class=\"pagenumber noprint\">[<b><a title=\"Seite:Hoffmann Fantasiest\u00fccke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf\/17\" href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Seite%3AHoffmann_Fantasiest%C3%BCcke_in_Callots_Manier_Bd.1_1819.pdf\/17\">XVII<\/a><\/b>]<\/span> <\/span>Bibliothekare<sup id=\"cite_ref-28\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Vorrede_von_Jean_Paul#cite_note-28\">[a 27]<\/a><\/sup> u. s. w. vertauschen wollen. Aber nat\u00fcrlicher Weise ist das Lichten des komischen Stils darum noch nicht zugleich Anwuchs des komischen Witzes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei Nro. V. <b><a title=\"Nachricht von den neuesten Schicksalen des Hundes Berganza\" href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Nachricht_von_den_neuesten_Schicksalen_des_Hundes_Berganza\">\u201eNachricht von den neuesten Schicksalen des Hundes Berganza,\u201c<\/a><\/b> merkt der Herr Verf. blo\u00df an, da\u00df er eine Fortsetzung der beiden Hunde Szipio und Berganza in Cervantes Erz\u00e4hlungen<sup id=\"cite_ref-29\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Vorrede_von_Jean_Paul#cite_note-29\">[a 28]<\/a><\/sup> gebe. Er giebt etwas Gutes, und seinen Hund ben\u00fctzt er zum Gespr\u00e4che mit einem Menschen, oft humoristischer als selber Cervantes. Sein Hund f\u00e4llt, richtig geleitet und angehetzt, tief genug in die verschiedenen Waden der Schauspielherren (<tt>Regisseurs<\/tt>), welche den Dichter verst\u00fcmmeln, um die Spieler (ja die H\u00f6rer) zu erg\u00e4nzen, und die an ihren Gestalten, wie die T\u00fcrken von den Bilds\u00e4ulen, die Nasen abschlagen, damit sie nicht lebendig werden. <span id=\"XVIII\" class=\"pagenum\" title=\"Seite:Hoffmann Fantasiest\u00fccke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf\/18\"> <span class=\"pagenumber noprint\">[<b><a title=\"Seite:Hoffmann Fantasiest\u00fccke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf\/18\" href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Seite%3AHoffmann_Fantasiest%C3%BCcke_in_Callots_Manier_Bd.1_1819.pdf\/18\">XVIII<\/a><\/b>]<\/span> <\/span>Wer nicht verl\u00e4ngern k\u00f6nnte, sollte nicht zu verk\u00fcrzen wagen; kaum ein G\u00f6the w\u00fcrde Schillern durch Nehmen zu geben suchen; hingegen die Verschnittenen der Kunst verschneiden keck die K\u00fcnstler, und lassen unversch\u00e4mt die B\u00fchne zwischen Kanzel und Pranger des Genius wechseln. Wir gestehen, w\u00e4ren wir selber Trauer- oder Lustspielschreiber, \u00e4rger als jeden Nachdrucker w\u00fcrden wir theatralische Umdrucker und Sabbathsch\u00e4nder unserer heiligsten Sonntags- und Musenstunden verfolgen und beschimpfen, mit welchen letzten wir so sch\u00f6n und wohlthuend auf die Nachwelt in Parterre und Paradies einzugreifen rechnen gedurft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">H\u00f6flich w\u00e4r\u2019 es vom Herrn Verfasser gewesen, wenn er die Anspielungen auf Cervantes Erz\u00e4hlung, wenigstens nur mit Einer Note, h\u00e4tte erkl\u00e4ren wollen. Aber Verfasser <span id=\"XIX\" class=\"pagenum\" title=\"Seite:Hoffmann Fantasiest\u00fccke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf\/19\"> <span class=\"pagenumber noprint\">[<b><a title=\"Seite:Hoffmann Fantasiest\u00fccke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf\/19\" href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Seite%3AHoffmann_Fantasiest%C3%BCcke_in_Callots_Manier_Bd.1_1819.pdf\/19\">XIX<\/a><\/b>]<\/span> <\/span>sind jetzo nicht h\u00f6flich. Denn weil G\u00f6the zuweilen seine Mitwelt f\u00fcr eine Nachwelt ansieht, um deren k\u00fcnftige Unwissenheit sich ein Unsterblicher nicht zu bek\u00fcmmern braucht, so wie Horaz sich nicht <tt>ad usum Delphini<\/tt> mit <tt>notis variorum<\/tt><sup id=\"cite_ref-30\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Vorrede_von_Jean_Paul#cite_note-30\">[a 29]<\/a><\/sup> ans Licht stellte: so wollen ihn die \u00fcbrigen G\u00f6thes (wir d\u00fcrfen ihre Anzahl r\u00fchmen) darin nichts zuvorlassen, sondern tausend Dinge voraussetzen, wie z. B. Tieck<sup id=\"cite_ref-31\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Vorrede_von_Jean_Paul#cite_note-31\">[a 30]<\/a><\/sup> die n\u00f6thigsten Erkl\u00e4rungen in seinem altdeutschen Roman: <b>Frauendienst<\/b>. Ueberhaupt ist man jetzo grob gegen die halbe Welt, wenn anders die Lesewelt so gro\u00df ist; Verzeichnisse des Inhalts \u2013 (oft der Druckfehler) \u2013 Kapitel \u2013 erl\u00e4uternde Noten \u2013 Anf\u00fchrungen nach Seitenzahlen \u2013 Registerfache ohnehin \u2013 auch Vorreden (z. B. diesem Buche) und Abs\u00e4tze (wie hier) fehlen neuerer <span id=\"XX\" class=\"pagenum\" title=\"Seite:Hoffmann Fantasiest\u00fccke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf\/20\"> <span class=\"pagenumber noprint\">[<b><a title=\"Seite:Hoffmann Fantasiest\u00fccke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf\/20\" href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Seite%3AHoffmann_Fantasiest%C3%BCcke_in_Callots_Manier_Bd.1_1819.pdf\/20\">XX<\/a><\/b>]<\/span> <\/span>Zeiten gew\u00f6hnlich, und der Leser helfe sich selber, denn sein Autor ist grob.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da die Gr\u00e4nzen des Instituts jedes ausf\u00fchrlichere Urtheil uns verbieten: so tragen wir nur fl\u00fcchtig das N\u00f6thigste nach. Nach dem gew\u00f6hnlichen kritischen Herkommen, welchem zufolge der namenlose Rezensent den Namen jedes Autors anzugeben hat, der seinen verschwiegen, berichten wir denn, da\u00df der Herr Verfasser <b>Hoffmann<\/b> hei\u00dft,<sup id=\"cite_ref-32\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Vorrede_von_Jean_Paul#cite_note-32\">[a 31]<\/a><\/sup> und Musikdirektor in Dresden ist. Kenner und Freunde desselben, und die musikalische Kenntni\u00df und Begeisterung im Buche selber, versprechen und versichern von ihm die Erscheinung eines hohen Tonk\u00fcnstlers. Desto besser und desto seltener! denn bisher warf immer der Sonnengott die Dichtgabe mit der Rechten und die Tongabe mit der Linken zwei so weit aus einander stehenden Menschen zu, da\u00df <span id=\"XXI\" class=\"pagenum\" title=\"Seite:Hoffmann Fantasiest\u00fccke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf\/21\"> <span class=\"pagenumber noprint\">[<b><a title=\"Seite:Hoffmann Fantasiest\u00fccke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf\/21\" href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Seite%3AHoffmann_Fantasiest%C3%BCcke_in_Callots_Manier_Bd.1_1819.pdf\/21\">XXI<\/a><\/b>]<\/span> <\/span>wir noch bis diesen Augenblick auf den Mann harren, der eine \u00e4chte Oper zugleich dichtet und setzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weiter hinzuzuthun haben wir schlie\u00dflich nichts, als da\u00df die Vorrede zum Buche von fremder, inde\u00df bekannter Hand gefertigt worden; doch wollen wir \u00fcber sie aus R\u00fccksichten, welche jeder Zarte von selber err\u00e4th, nichts sagen, als nur die\u00df: Die Manier ihres Verfassers ist bekannt genug.<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\" align=\"right\"><tt><b>Frip.<\/b><\/tt><sup id=\"cite_ref-33\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Vorrede_von_Jean_Paul#cite_note-33\">[a 32]<\/a><\/sup><\/div>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch ich wei\u00df nichts weiter hinzuzuthun, als den Wunsch, da\u00df ich m\u00f6ge eine solche Vorrede geliefert haben, wie <tt>Frip<\/tt> eine Rezension; und dann kann die Welt zufrieden <span id=\"XXII\" class=\"pagenum\" title=\"Seite:Hoffmann Fantasiest\u00fccke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf\/22\"> <span class=\"pagenumber noprint\">[<b><a title=\"Seite:Hoffmann Fantasiest\u00fccke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf\/22\" href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Seite%3AHoffmann_Fantasiest%C3%BCcke_in_Callots_Manier_Bd.1_1819.pdf\/22\">XXII<\/a><\/b>]<\/span> <\/span>seyn. Ihr und mir w\u00fcnsch\u2019 ich noch die versprochene baldige Fortsetzung in Callot\u2019s k\u00fchnster Manier.<\/p>\n<dl>\n<dd>Baireuth, den 24. Nov. 1813.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dd>\n<dl>\n<dd><b>Jean Paul Friedr. Richter.<\/b><\/dd>\n<\/dl>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<div id=\"attachment_13674\" style=\"width: 230px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/220px-RichterJP.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13674\" class=\"size-full wp-image-13674\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/220px-RichterJP.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"288\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-13674\" class=\"wp-caption-text\">Jean Paul, Gem\u00e4lde von Heinrich Pfenninger, 1798<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend\u00a0<\/strong><strong>\u2192\u00a0<\/strong>ein Essay \u00fcber die neue Literaturgattung <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=22423\"><em>Twitteratur<\/em><\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lesen Sie sowohl den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=14142\">Essay <\/a>\u00fcber Jean Paul auf KUNO, als auch feinstes <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15875\">Rezensionsfeuilleton <\/a>von Wolfgang Schlott.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Anmerkungen<\/p>\n<div>\n<ol class=\"references\">\n<li id=\"cite_note-1\"><\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<ul>\n<li id=\"cite_note-1\"><span class=\"reference-text\">In seiner Epistel <i>De arte poetica<\/i> (Vers 388-89) fordert <a class=\"extiw\" title=\"w:Horaz\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Horaz\">Horaz<\/a>: \u201eNonumque prematur in annum \/ membranis intus postis\u201c \u2013 Neun Jahre halt es unsichtbar und lass die Handschrift eingeschlossen ruhen.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite_note-2\"><\/li>\n<li id=\"cite_note-2\"><span class=\"reference-text\"><a class=\"extiw\" title=\"w:Postlagernd\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Postlagernd\">Postlagernd<\/a><\/span><\/li>\n<li id=\"cite_note-3\"><\/li>\n<li id=\"cite_note-3\"><span class=\"reference-text\"><a class=\"extiw\" title=\"w:Jean-Baptiste le Rond d\u2019Alembert\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jean-Baptiste_le_Rond_d%E2%80%99Alembert\">Jean-Baptiste le Rond d\u2019Alembert<\/a> (1717-1783) in seiner <i>R\u00e9flexions sur l\u2019Ode<\/i> (1753).<\/span><\/li>\n<li id=\"cite_note-5\"><\/li>\n<li id=\"cite_note-5\"><span class=\"reference-text\">in Jean Pauls Handschrift: Bestimmter w\u00fcrde er <b>Kunstnovellen<\/b> hei\u00dfen oder am bestimmtesten Tonkunstnovellen; denn\u2026<\/span><\/li>\n<li id=\"cite_note-6\"><\/li>\n<li id=\"cite_note-6\"><span class=\"reference-text\"><a class=\"extiw\" title=\"w:Carlo Gozzi\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Carlo_Gozzi\">Carlo Gozzi<\/a> (1720-1806), italienischer Theaterdichter.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite_note-7\"><\/li>\n<li id=\"cite_note-7\"><span class=\"reference-text\">Jean Paul kannte Callots schwarz-wei\u00df-Graphiken wohl nicht aus eigener Anschauung. Leibgeber ist der ironische Gelegenheitssilhouettenschneider aus <i><a class=\"extiw\" title=\"w:Siebenk\u00e4s\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Siebenk%C3%A4s\">Siebenk\u00e4s<\/a><\/i>.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite_note-8\"><\/li>\n<li id=\"cite_note-8\"><span class=\"reference-text\"><a class=\"extiw\" title=\"w:William Hogarth\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/William_Hogarth\">William Hogarth<\/a> (1697\u20131764), sozialkritischer englischer Maler und Graphiker.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite_note-9\"><\/li>\n<li id=\"cite_note-9\"><span class=\"reference-text\"><a class=\"extiw\" title=\"w:Camera obscura\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Camera_obscura\">Camera obscura<\/a>, eine optische Vorrichtung, urspr\u00fcnglich zur Beobachtung einer Sonnenfinsternis konstruiert.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite_note-10\"><\/li>\n<li id=\"cite_note-10\"><span class=\"reference-text\"><a class=\"extiw\" title=\"w:Infusorien\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Infusorien\">Infusorien<\/a>, eine h\u00e4ufig von Jean Paul gebrauchte Metapher.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite_note-11\"><\/li>\n<li id=\"cite_note-11\"><span class=\"reference-text\"><a class=\"extiw\" title=\"w:Katzenmusik\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Katzenmusik\">Charivari<\/a>, eine \u201eKatzenmusik\u201c, die mehr l\u00e4rmt als klingt.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite_note-12\"><\/li>\n<li id=\"cite_note-12\"><span class=\"reference-text\">Jean Paul schrieb \u201eAbhc-Sch\u00fctzen\u201c, eine Anspielung auf das Musikalische Alphabet.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite_note-13\"><\/li>\n<li id=\"cite_note-13\"><span class=\"reference-text\">Hier, wie im Folgenden An- und Abf\u00fchrungszeichen erg\u00e4nzt.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite_note-14\"><\/li>\n<li id=\"cite_note-14\"><span class=\"reference-text\">in der Handschrift Jean Pauls: verschattet.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite_note-15\"><\/li>\n<li id=\"cite_note-15\"><span class=\"reference-text\"><a class=\"extiw\" title=\"w:Naphtha\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Naphtha\">Naphtha<\/a>, ein leicht entz\u00fcndlicher Erd\u00f6l-Bestandteil.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite_note-16\"><\/li>\n<li id=\"cite_note-16\"><span class=\"reference-text\"><a class=\"extiw\" title=\"w:Tableaux vivants\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tableaux_vivants\">Tableaux vivants<\/a> oder \u201eLebende Bilder\u201c, ein damals beliebtes Gesellschaftsspiel, Gem\u00e4lde durch Personen nachzustellen.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite_note-17\"><\/li>\n<li id=\"cite_note-17\"><span class=\"reference-text\"><a title=\"Jonathan Swift\" href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Jonathan_Swift\">Jonathan Swift<\/a> (1667-1745), englisch-irischer Satiriker.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite_note-18\"><\/li>\n<li id=\"cite_note-18\"><span class=\"reference-text\"><a title=\"Laurence Sterne\" href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Laurence_Sterne\">Laurence Sterne<\/a> (1713-1778), englischer Schriftsteller.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite_note-19\"><\/li>\n<li id=\"cite_note-19\"><span class=\"reference-text\"><a class=\"extiw\" title=\"w:Loretokapelle\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Loretokapelle\">Loretokapelle<\/a>, das Wohnhaus der Heiligen Familie, das der Sage nach 1259 von Engeln aus Nazareth nach Loreto gebracht worden sein soll.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite_note-20\"><\/li>\n<li id=\"cite_note-20\"><span class=\"reference-text\"><a class=\"extiw\" title=\"w:Gradierwerk\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gradierwerk\">gradieren<\/a> = Salz aus einer Sole konzentrieren.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite_note-21\"><\/li>\n<li id=\"cite_note-21\"><span class=\"reference-text\"><a class=\"extiw\" title=\"w:Morgenblatt f\u00fcr gebildete St\u00e4nde\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Morgenblatt_f%C3%BCr_gebildete_St%C3%A4nde\">Morgenblatt f\u00fcr gebildete St\u00e4nde<\/a><\/span><\/li>\n<li id=\"cite_note-22\"><\/li>\n<li id=\"cite_note-22\"><span class=\"reference-text\"><a class=\"extiw\" title=\"w:Zeitung f\u00fcr die elegante Welt\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zeitung_f%C3%BCr_die_elegante_Welt\">Zeitung f\u00fcr die elegante Welt<\/a><\/span><\/li>\n<li id=\"cite_note-23\"><\/li>\n<li id=\"cite_note-23\"><span class=\"reference-text\"><a title=\"Zeitschriften (Literatur)\" href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Zeitschriften_(Literatur)#HJdL\"><i>Heidelbergische Jahrb\u00fccher der Literatur<\/i><\/a><\/span><\/li>\n<li id=\"cite_note-24\"><\/li>\n<li id=\"cite_note-24\"><span class=\"reference-text\"><a title=\"Carl Friedrich Bahrdt\" href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Carl_Friedrich_Bahrdt\">Carl Friedrich Bahrdt<\/a> (1740-1792), Schriftsteller der Aufkl\u00e4rung. Ihm wurde ein kristalliner, \u201eeingedampfter\u201c Stil zugeschrieben; schrieb den bissigen <i>Kirchen- und Ketzeralmanach aufs Jahr 1781 H\u00e4resiopol<\/i>.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite_note-25\"><\/li>\n<li id=\"cite_note-25\"><span class=\"reference-text\"><a title=\"ADB:Cranz, August Friedrich\" href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/ADB:Cranz,_August_Friedrich\">August Friedrich Cranz<\/a> (1737-1801), Verfasser satirischer Aufs\u00e4tze und zeitweilig Kriegsrat in Kleve.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite_note-26\"><\/li>\n<li id=\"cite_note-26\"><span class=\"reference-text\"><i>Vademecum f\u00fcr lustige Leute<\/i>, 1764-92 bei Mylius, Berlin, in 10 Lieferungen erschienen. Teil 8-9 enthalten die ersten Erz\u00e4hlungen von <a title=\"Karl Leberecht Immermann\" href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Karl_Leberecht_Immermann\">Immermanns<\/a> <i>M\u00fcnchhausen<\/i>.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite_note-27\"><\/li>\n<li id=\"cite_note-27\"><span class=\"reference-text\"><a title=\"ADB:Wezel, Johann Karl\" href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/ADB:Wezel,_Johann_Karl\">Johann Karl Wezel<\/a> (1747-1819), satirischer Schriftsteller.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite_note-28\"><\/li>\n<li id=\"cite_note-28\"><span class=\"reference-text\"><a class=\"extiw\" title=\"w:Allgemeine Deutsche Bibliothek\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Allgemeine_Deutsche_Bibliothek\">Allgemeine Deutsche Bibliothek<\/a><\/span><\/li>\n<li id=\"cite_note-29\"><\/li>\n<li id=\"cite_note-29\"><span class=\"reference-text\">den <i>Novelas ejemplares<\/i> (1613) von <a class=\"extiw\" title=\"w:Miguel de Cervantes\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Miguel_de_Cervantes\">Miguel de Cervantes<\/a> (1547-1616), dort das satirische <i>Zwiegespr\u00e4ch zweier Hunde<\/i>.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite_note-30\"><\/li>\n<li id=\"cite_note-30\"><span class=\"reference-text\">in etwa: \u201azum Gebrauch der lernenden Jugend\u2018 (aus: \u201azum Gebrauch des Dauphins\u2018, des Thronnachfolgers), also abgemildert, zensiert und mit \u201averschiedenen Anmerkungen\u2018 versehen.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite_note-31\"><\/li>\n<li id=\"cite_note-31\"><span class=\"reference-text\"><a class=\"extiw\" title=\"w:Ludwig Tieck\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ludwig_Tieck\">Ludwig Tieck<\/a> (1773-1853), gab 1812 das Versgedicht <i>Frauendienst, oder: Geschichte und Liebe des Ritters und S\u00e4ngers <a class=\"extiw\" title=\"w:Ulrich von Liechtenstein\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ulrich_von_Liechtenstein\">Ulrich von Liechtenstein<\/a><\/i> mit Kommentaren heraus.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite_note-32\"><\/li>\n<li id=\"cite_note-32\"><span class=\"reference-text\">Die erste Auflage der <i>Fantasiest\u00fccke<\/i> erschien anonym.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite_note-33\"><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"mw-parser-output\">\n<div>\n<div>\n<ol class=\"references\">\n<li id=\"cite_note-33\" value=\"32\"><span class=\"reference-text\">Ein Akronym von: Jean Paul Friedrich Richter<\/span><\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"my-ss\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Diese Vorrede zu dem nachfolgenden Buche, um welche ich ersucht worden, kleid\u2019 ich vielleicht mit Vortheil in eine Rezension ein, besonders, da die eigenen Vorreden der Verfasser ordentlicher Weise nichts sind, als offene Selberrezensionen. Auch dem Hrn. Verfasser dieses&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2022\/02\/19\/vorrede\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":83,"featured_media":98737,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[1131],"class_list":["post-98739","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-jean-paul"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/98739","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/83"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=98739"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/98739\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":98749,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/98739\/revisions\/98749"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/98737"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=98739"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=98739"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=98739"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}