{"id":982,"date":"2020-12-20T00:01:51","date_gmt":"2020-12-19T23:01:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=982"},"modified":"2022-02-19T09:50:38","modified_gmt":"2022-02-19T08:50:38","slug":"andeutungssplitter","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/12\/20\/andeutungssplitter\/","title":{"rendered":"So lesen wir \u00b7 So leben wir \u00b7 Andeutungssplitter nicht blo\u00df zum Vergessen"},"content":{"rendered":"<address style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #808080;\"><em>Die wirkliche Welt war immer<\/em><\/span><\/address>\n<address style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #808080;\"><em>nur der Film, das Buch, das Bild<\/em><\/span><\/address>\n<address style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #808080;\"><em>oder der einst ber\u00fchmte Satz,<\/em><\/span><\/address>\n<address style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #808080;\"><em>all das, was sich abgelagert hat und darauf wartete<\/em><\/span><\/address>\n<address style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #808080;\"><em>wieder aufzutauchen.<\/em><\/span><\/address>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #808080;\">Zvonko Makovi\u0107 \u00b7 <em>l\u00fcgen. warum nicht?<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><em>Ich schreibe im Moment nicht<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/ein-dichter-erlebt-das-chaos-im-kopf.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1034\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/ein-dichter-erlebt-das-chaos-im-kopf-300x208.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"208\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/ein-dichter-erlebt-das-chaos-im-kopf-300x208.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/ein-dichter-erlebt-das-chaos-im-kopf-1024x712.jpg 1024w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/ein-dichter-erlebt-das-chaos-im-kopf.jpg 1681w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Hei\u00dft denn lesen, <strong>grund<\/strong>s\u00e4tzlich, auch vergessen? (Klar und nat\u00fcrlich hei\u00dft es das \u2013 leben hei\u00dft schlie\u00dflich auch vergessen. Und \u203aleben\u2039, \u203alesen\u2039 sind gerade mal einen, einen einzigen Buchstaben voneinander entfernt, geh\u00f6ren so eng zusammen, da\u00df ich sie gern zusammenlese \u2013 m\/ein Leben: ein einziges Dechiffrieren.) Rettet das Ver\u00adgessen den Leser, be\u00adwahrt es davor, da\u00df einem der Kopf platzt oder man geistig gek\u00f6pft wird, wie es in Gottfried Kellers Roman <em>Der Gr\u00fcne Hein\u00adrich<\/em> (in anderem Zusammenhang) hei\u00dft? <em>The deformation of memory.<\/em> (Caroline Duttlinger) Wie viele kleine Tode erlebe ich, bevor ich dem gro\u00ad\u00dfen Tod begegne? <em>Ich schreibe im Moment nicht. Es ist einfach vollkommen unm\u00f6glich, denn Schrei\u00adben treibt mich immer ins Sterben hinein, in diesen permanenten Schmerz<\/em>, schreibt je\u00admand in ei\u00adnem aus\u00adf\u00fchrlichen, auf differenzierte Weise in die Tiefe gehenden, bildhaft fein for\u00admulierten elektroni\u00adschen Brief. Friederike Mayr\u00f6ckers Prosa <em>Das Herzzerrei\u00dfende der Dinge<\/em> lese ich am 29. Januar 2012: <em>ich kann mich nicht mehr erinnern an mich, wozu auch, mit meiner Vorstellungskraft\u00a0 und bei allen Gelegenheiten schein es zur Neige zu gehen \u2026 <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><em>You forget what you want to remember<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Drei Textstellen \u2013 gelesen bei John Burnside, Jan R\u00f6hnert und Peer Trilcke \u2013 wollen in diesen Tagen nicht aus dem Kopf, obwohl ich l\u00e4ngst in anderen Texten schm\u00f6kre, knurren und murren und surren und wollen einfach nicht weichen: <em>You forget what you want to remember and you remember what you want to forget<\/em>. (Cormack McCarthy \u00b7 <em>The Road<\/em>)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In John Burnsides Roman <em>A Lie About My Father<\/em> lese ich kurz vor Schlu\u00df:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 30px;\"><em>There are psychologists who believe that we record every word we ever read, every picture we see, every event, however small, every window in every house on every street we ever walk in a lifetime of books and streets and pictures. We record it all and file it away, awaiting for it to be recollected: the vast disordered encyclopaedia of one human existence. At some point, when they are most needed, we recover images we never knew we had, and make of them what we can: a story, a lie, a dream, a life.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Peer Trilckes Monographie <em>Historisches Rauschen. Das geschichtslyrische Werk Thomas Klings<\/em> hei\u00dft es:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 30px;\"><em>Zu dieser Zeit gegenw\u00e4rtige Autoren \u2013 die bereits damals \u00e4ltere Generation wie Hans Magnus Enzensberger oder Peter R\u00fchmkorf einmal beiseite gelassen \u2013 also Autoren wie etwa Rolf Dieter Brinkmann und die diesem folgenden, die diesen umgebenden Autoren der Neuen Subjektivit\u00e4t spielen keinerlei Rolle f\u00fcr Kling; und das obwohl gerade die Neue Subjektivit\u00e4t zu dieser Zeit im nahe gelegenen K\u00f6ln (Kling lebte zun\u00e4chst in Krefeld, dann in D\u00fcsseldorf) einen ihrer literarischen Brennpunkte hatte.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jan R\u00f6hnert vermerkt in <em>Deutschsprachige Lyriker des 20. Jahrhunderts<\/em> (2006 herausgegeben von Peter Geist und Ursula Heukenkamp):<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 30px;\"><em>Auf eine Weise jedoch haben die Gedichte Brinkmanns auch nach dem Tod ihres Sch\u00f6pfers \u00bbweiter\u00adgemacht\u00ab: Beim Leserpublikum und einer Vielzahl von Lyrikern, die sich durch Brinkmann zu \u2013 mehr oder weniger gelungenen \u2013 eigenen Versuchen inspirieren lie\u00dfen. Seine Anregungen scheinen jeweils dort am fruchtbarsten aufgehoben zu sein, wo sie innerhalb eines wiederum selbst\u00e4ndi\u00adgen Dichtungsentwurfs neue Gestalt gewinnen. Etwa f\u00fcr den \u00bbKad\u00addish\u00ab-Zyklus von Brinkmanns Genera\u00adtions\u00adkollegen Paulus B\u00f6hmer, die Lyrik der rum\u00e4niendeutschen Dichter Werner S\u00f6ll\u00adner (\u00bbKopfland. Passagen\u00ab) oder Richard Wagner (\u00bbHotel California\u00ab) ist Brinkmanns Lyrik ein fester Bezugs\u00adpunkt, aber auch f\u00fcr das Selbstverst\u00e4ndnis ostdeutscher Lyriker wie Uwe Kolbe, Thomas B\u00f6hme oder Michael W\u00fcstefeld spielte Brinkmann eine wich\u00adtige Rolle; auch aus den fr\u00fchen Gedichtb\u00e4nden Thomas Klings \u00bbge\u00adschmacksverst\u00e4rker\u00ab und Durs Gr\u00fcnbeins \u00bbGrauzone morgens\u00ab ist Brink\u00admanns Stimme herauszu\u00adh\u00f6ren.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Eins, zwei, drei, vier Eckstein<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 150px; text-align: right;\" align=\"right\"><span style=\"color: #808080;\"><em>Die Dichtung entspringt dem Datenstrom, ist, gelingt sie, funktioniert sie, gesteuerter Datenstrom und l\u00f6st einen solchen im Leser aus.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\" align=\"right\"><span style=\"color: #808080;\">Thomas Kling<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nehme ich <em>Zvonko Makovi\u0107s <\/em>als Motto \u00fcber diesen Essay gestelltes Zitat hinzu, so schallt es in einem Hirnraum immerzu aus allen vier Ecken: Permanent wiederholen die vier Sprecher den von ihnen verfa\u00dften Text, rufen ihn regungslos, ruhig in den Raum hinein, und so erlebe ich seit Tagen diesen W\u00f6rtertumult, ein Tohuwabohu, dem ich mich nicht entziehen kann\/will: <em>Zu dieser Zeit gegenw\u00e4rtige Autoren \/ der einst ber\u00fchmte Satz \/ There are psychologists who believe \/ Die wirkliche Welt war immer \/ Auf eine Weise \/ keinerlei Rolle \/ Brink\u00admanns Stimme herauszu\u00adh\u00f6ren \/ a story, a lie, a dream, a life \u2026<\/em> Unmerklich r\u00fccken drei Stimmen n\u00e4her zueinander, Millimeter f\u00fcr Millimeter entfernen sie sich naturgem\u00e4\u00df von der einen Stimme, die trotzdem weiterhin h\u00f6rbar bleibt. In der vergangenen Nacht tr\u00e4ume ich den Schrei des Schmetterlings, und eine kafkaeske Stimme ruft mir zu: <em>Gibs auf<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><em>Der Rest ist s\u00fc\u00dfe Amnesie<\/em><\/strong><\/p>\n<address style=\"padding-left: 240px; text-align: right;\"><span style=\"color: #808080;\"><em>In den Einstiegluken zur Wahrheit beten die Sp\u00fcrger\u00e4te,<\/em><\/span><\/address>\n<address style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #808080;\">Paul Celan<\/span><\/address>\n<p style=\"text-align: justify;\">Welches Wort vom, sagen wir, innerhalb eines Jahres Gelesenen bleibt, in welcher Form auch immer, lebendig und welches schleicht sich, irgendwo in graue Hirnzellen auf Nimmerwiedersehn, fort? Von wegen <em>Der Rest ist s\u00fc\u00dfe Amnesie<\/em>, wie ich in Harald Hartungs Sonett <em>Ein Doppelg\u00e4nger<\/em> als Antwort auf die Frage <em>So w\u00e4r dies Lesen nichts als Vor\u00adbereitung \/ aufs blanke Nichts<\/em>? erfahre, mir die Augen reibe, die Verse noch einmal lese und fest\u00adstelle, da\u00df ich unbewu\u00dft ein Paragramm (herrlich die von G\u00fcnter Vallaster herausgegebene An\u00adthologie <em>Paragramme<\/em>, die ich September lesen werde) gebaut habe: \u203aLesen\u2039 statt <em>Leben<\/em>. Wo w\u00e4re in diesen Ta\u00adgen der Unterschied? Das wurde ja eingangs bereits gekl\u00e4rt,<em> und weil ich alles immer wieder vergesse, mu\u00df ich es immer aufs neue erwerben<\/em>, erinnere ich Friederike Mayr\u00f6cker \u2013 oder John Burnside: <em>This is where the future begins: in the forgotten, in what is lost<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><em>Einfach weg<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jedenfalls machen sich in mir mulmige Gef\u00fchle breit, wenn ich B\u00fccher, von denen ich sicher bin, sie mit zumindest einer gewissen Portion Lust und Laune gele\u00adsen zu haben, auf eine Art zu ver\u00adgessen scheine, die es mir nicht mehr m\u00f6glich macht, H\u00f6hepunkte, spezifische Merk\u00admale, Verlauf u.a. zu erinnern oder gar wiederzugeben. (Waren da etwa keinerlei tiefgreifend widerhakende Merkmale, die das Erinnern m\u00f6glich machen? Bin ich Blendern auf den Leim gegangen? <em>Der Ma\u00adler malt das Vergessen<\/em>, erinnere ich einen Vers Heiner M\u00fcllers.) Wie das wilde Kind Mowgli am Ende des <em>Dschungelbuchs<\/em> verschwinden sie in einem anderen Teil des Da\u00adseins, ohne sich wenigs\u00adtens noch einmal umzudrehn und zum Ab\u00adschied zu winken: Ver\u00adgi\u00df mich nicht \u2026 <em>Einfach weg<\/em>, bedau\u00adert B\u00e4r Balu \u2013 um Mowgli im n\u00e4chsten Augenblick selbst schon zu vergessen, w\u00e4hrend er mit Panther Baghira fr\u00f6hlich singend heim\u00adw\u00e4rts stapft, der n\u00e4chsten Dschungelpatrouille ent\u00adgegen: <em>Probier\u2019s mal mit Gem\u00fctlichkeit<\/em> \u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>So lesen wir \u00b7 So leben wir<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 120px;\"><span style=\"color: #808080;\"><em>[\u2026] du mu\u00dft wieder lesen lernen, nein nicht nur leben lernen, lesen lernen : dieses r\u00e4tselvolle Lesenk\u00f6nnen, da\u00df nicht die Zeile, die man eben gelesen, dahingleitet in einer Phantasie, ich meine dieser Tr\u00f6del von Spuren, solche rare Kulisse einer mich durchdringenden Aufmerksamkeit.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\" align=\"right\"><span style=\"color: #808080;\">Friederike Mayr\u00f6cker<em> \u00b7 Requiem f\u00fcr Ernst Jandl<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dabei h\u00e4lt sich die seit vielen Jahren gereifte (und in diesen Tagen von drei Stimmen plausibel beglaubigte) bildhafte Vorstellung, da\u00df die Lekt\u00fcre jedes Wortes ihre Rolle im Zusam\u00admen\u00adhang des ganzen geistigen Humusbodens spielt, der durch Lesen gebildet wird. Kurz gesagt: Auch das, was ich als wenig\/er gegl\u00fcckt empfinde, ist gut, kann es doch (beispielsweise in schwa\u00adchen Mo\u00admenten, wenn ich als Schreibender gleichsam Unterst\u00fctzung, Hilfe, Warnsignale von au\u00dfen ben\u00f6\u00adtige) als abschreckendes Beispiel dienen. <em>Die Geschichte des Vergessens ist noch sehr viel weniger erforscht als die Geschichte des Erinnerns. Erinnern ist eine komplizierte Sache, aber das Vergessen und wie das Vergessen funktioniert und weshalb wir vergessen und ob es uns guttut oder nicht, das sind sehr komplizierte Zusammenh\u00e4nge. F\u00fcr das Ged\u00e4chtnis gibt es kein wirkliches Gegenteil. Das Vergessen selbst w\u00e4re das. Und ich glaube, da\u00df es sehr wichtig ist, da\u00df sich das Vergessene auch im Text materialisiert, da\u00df es seine materiellen Entsprechungen hat in diesen Verliesen und in diesen Gef\u00e4ngnisr\u00e4umen.<\/em> (W. G. Sebald im Gespr\u00e4ch mit Jean-Pierre Rondas \u00b7 2001) \u2013 Dieser Tage fahre ich, viele Stunden lang, mit Schos\u00adtakowitsch auf den Ohren, in Richard Doves weltweitr\u00e4umiger <em>Stra\u00dfenbahn, Hiroshima<\/em> und lese, im <em>Polnotsch<\/em> benannten f\u00fcnften Abteil gelandet, Ossip Mandelstams Worte <em>Alle B\u00fccher, die guten wie die schlechten, sind Br\u00fcder<\/em>. \u00bbSo lesen wir, so leben wir \/ Vergessen alle Tage\u00ab \u2013 oder wie hei\u00dft es doch gleich bei \u2013 \u2013 \u2013 Hugo Ball?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">* * *<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend<\/strong> <strong>\u2192<\/strong> Ein Essay \u00fcber den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/12\/26\/lauschender-leser-und-redender-schreiber-2\/\">Lyrikvermittler<\/a> Theo Breuer.<\/p>\n<div id=\"attachment_44595\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-44595\" class=\"wp-image-44595 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/der-lyrik-eine-bresche-fuer-ein-gedicht-je-ausgabe-einer-zeitung_1505748323-1-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/der-lyrik-eine-bresche-fuer-ein-gedicht-je-ausgabe-einer-zeitung_1505748323-1-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/der-lyrik-eine-bresche-fuer-ein-gedicht-je-ausgabe-einer-zeitung_1505748323-1.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-44595\" class=\"wp-caption-text\">Poesie z\u00e4hlt f\u00fcr KUNO zu den identit\u00e4ts- und identifikationstiftenden Elementen der Kultur<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2192<\/strong> Poesie z\u00e4hlt f\u00fcr KUNO zu den identit\u00e4ts- und identifikationstiftenden Elementen einer Kultur, dies bezeugt der Versuch einer <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25630\">poetologischen Positionsbestimmung<\/a>. Um den Widerstand gegen die gepolsterte Gegenwartslyrik ein wenig anzufachen schickte <span data-offset-key=\"d96ve-1-0\">Wolfgang Schlott<\/span><span data-offset-key=\"d96ve-2-0\"> dieses\u00a0 post-dadaistische <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2016\/02\/03\/handwerkliche-anleitungen-zur-ueberwindung-von-schreibblockaden\/\">Manifest<\/a>. Warum<\/span> Lyrik wieder in die Zeitungen geh\u00f6rt <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/10\/07\/der-dichtung-eine-bresche-schlagen\/\">begr\u00fcndete<\/a> Walther Stonet, diese Forderung hat nichts an Aktualit\u00e4t verloren. Lesen Sie auch Maximilian Zanders <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=5418\">Essay <\/a>\u00fcber Lyrik und ein R\u00fcckblick auf den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/01\/08\/lyrik-katalog-bundesrepublik\/\"><em>Lyrik-Katalog Bundesrepublik<\/em><\/a>. KUNO sch\u00e4tzt den minuti\u00f6sen Selbstinszenierungsprozess des lyrischen Dichter-Ichs von Ulrich Bergmann in der Reihe <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=27947\">Keine Bojen auf hoher See, nur Sterne \u2026 und Schwerkraft. Gedanken \u00fcber das lyrische Schreiben<\/a>. Lesen Sie ein <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=22835\">Portr\u00e4t <\/a>\u00fcber die interdisziplin\u00e4re T\u00e4tigkeit von Angelika Janz, sowie einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=29450\">Essay<\/a> der <em>Fragmenttexterin.<\/em> Ein Portr\u00e4t von Sophie Reyer findet sich\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/10\/08\/von-sappho-zu-sophie\/\">hier<\/a>, ein Essay fasst das transmediale Projekt<em> &#8222;<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/04\/14\/bi-textualitaet\/\">Wortspielhalle<\/a>&#8220; <\/em>zusammen<em>. <\/em>Auf KUNO lesen Sie u.a. Rezensionsessays von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/06\/17\/beschwoerungszauber\/\">Holger Benkel<\/a> \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15175\">Andr\u00e9 Schinkel<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/11\/12\/mit-deutschen-untertiteln\/\">Ralph Pordzik<\/a>,\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2018\/12\/20\/wohnraeume-der-poesie\/\">Friederike Mayr\u00f6cker<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/03\/19\/welten-gegenwelten\/\">Werner Weimar-Mazur<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2019\/06\/26\/wohnraeume-der-poesie-2\/\">Peter Engstler<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15177\">Birgitt Lieberwirth<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2019\/08\/17\/der-grill-auf-der-hauswiese-der-welt\/\">Linda Vilhj\u00e1lmsd\u00f3ttir<\/a>, und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/09\/17\/rettungsversuche-der-literatur-im-digitalen-raum\/\">A.J. Weigoni<\/a>. Lesenswert auch die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/05\/16\/verseschmied-und-lyrikfischer\/\">Gratulation<\/a> von Axel Kutsch durch Markus Peters zum 75. Geburtstag. Nicht zu vergessen eine Empfehlung der kristallklaren Lyrik von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/01\/19\/die-lyrikerin-ines-hagemeyer\/\">Ines Hagemeyer<\/a>. Diese Betrachtungen versammeln sich in der Tradition von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2000\/04\/04\/vauo\/\">V.O. Stomps<\/a>, dem Klassiker des Andersseins, dem <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/09\/24\/erinnerungen\/\">Bottroper Literaturrocker<\/a> &#8222;Biby&#8220; Wintjes und Hadayatullah H\u00fcbsch, dem Urvater des <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/06\/30\/wie-was-social-beat-ist-und-warum-und-warum-nicht\/\"><em>Social-Beat<\/em><\/a>, im KUNO-Online-Archiv. Wir empfehlen f\u00fcr Neulinge als Einstieg in das weite Feld der nonkonformistischen Literatur <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/04\/01\/nonkonformistische-literatur\/\">diesem Hinweis<\/a> zu folgen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die wirkliche Welt war immer nur der Film, das Buch, das Bild oder der einst ber\u00fchmte Satz, all das, was sich abgelagert hat und darauf wartete wieder aufzutauchen. Zvonko Makovi\u0107 \u00b7 l\u00fcgen. warum nicht? 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