{"id":9774,"date":"2012-12-05T00:06:17","date_gmt":"2012-12-04T23:06:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=9774"},"modified":"2018-03-12T17:14:54","modified_gmt":"2018-03-12T16:14:54","slug":"ein-held-ist-der-aus-einem-feind-einen-freund-macht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/12\/05\/ein-held-ist-der-aus-einem-feind-einen-freund-macht\/","title":{"rendered":"Ein Held ist, der aus einem Feind einen Freund macht"},"content":{"rendered":"<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000080;\">Zu den Weisheitsspr\u00fcchen des Rabbi Natan<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 4. November 2012 gedachte man wieder des Todestags Jizchak Rabins. In die Lobeshymnen f\u00fcr den von einem rechtsradikalen Israeli Ermordeten mischten sich auch kritische Stimmen. War er wirklich \u203ader Mann des Friedens\u2039, jemand, der\u00a0<em>aus seinem Feind einen Freund<\/em>\u00a0 macht?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bill Clinton, der ehemalige Pr\u00e4sident USA, muss das geglaubt haben, zumindest 1994 als Gastgeber des israelischen Ministerpr\u00e4sidenten Jizchak Rabin und des jordanischen K\u00f6nigs Hussein. Vor der Unterzeichnung eines \u203aGrundsatzabkommens\u2039 im Wei\u00dfen Haus bezeichnete Clinton seine G\u00e4ste als <em>vision\u00e4re Staatsm\u00e4nner<\/em>, und er schloss seine Begr\u00fc\u00dfungsrede mit einem Weisheitsspruch aus dem Talmud ab: <em>Der Talmud lehrt uns: \u203aJener ist ein Held, der aus seinem Feind einen Freund machen kann\u2039<\/em>. <em>Vor uns stehen heute Freunde \u2013 und Helden.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wo fand der \u203aTalmudgelehrte\u2039 Clinton (bzw. sein Berater) im umfangreichen talmudischen Werk diesen Ausspruch? Vielleicht musste er gar nicht suchen. Vielleicht ist ihm in Erinnerung geblieben, dass dieser Ausspruch schon einmal bei einem Friedensabkommen auf amerikanischem Boden geh\u00f6rt wurde, n\u00e4mlich bei den durch Amtsvorg\u00e4nger Jimmy Carter vermittelten Rahmenabkommen, unterzeichnet vom israelischen Ministerpr\u00e4sidenten Begin und dem \u00e4gyptischen Pr\u00e4sidenten Sadat. In Camp David war es Begin, der auf den Spruch hinwies:\u00a0<em>In der j\u00fcdischen Tradition gibt es die Lehre, dass der gr\u00f6\u00dfte Verdienst eines Menschen ist, aus seinem Feind einen Freund zu machen<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000080;\">Awot de-Rabbi Natan<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vielleicht hatte Bill Clinton auch eine der neueren \u00fcbersetzten Einzelausgaben des <em>Awot de-Rabbi Natan<\/em> zur Hand, in der sich der zitierte Ausspruch im 23. Kapitel leicht finden l\u00e4sst. Im Gesamtwerk des Talmud h\u00e4tte er wohl einige Schwierigkeiten gehabt. In traditionellen Talmud-Ausgaben findet sich der Traktat <em>Awot de-Rabbi-Natan<\/em> mit dem genannten Ausspruch au\u00dferhalb der kanonisierten Traktate unter den\u00a0<em>Kleineren Traktaten<\/em>, in \u00fcbersetzten Ausgaben fehlt er oft ganz. Wie kommt das \u00fcber Jahrhunderte gelesene Werk zu seinem talmudischen Schattenplatz? Gab es Streitigkeiten unter den Herausgebern? War man sich eher Feind als Freund?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der Schrift <em>Awot de-Rabbi Natan<\/em> sind viele mysteri\u00f6se Fragen verbunden, die bis heute nicht klar und eindeutig beantwortet werden k\u00f6nnen. Wie ist ihr Verh\u00e4ltnis zu dem verwandten\u00a0 Traktat <em>Pirke Awot<\/em><em style=\"text-align: justify;\"> \/ Spr\u00fcche der V\u00e4ter<\/em>, der in das Basiswerk des Talmud \u2013 die Mischna\u00a0\u2013 aufgenommen wurde? Wann wurde das Werk verfasst oder herausgegeben? Wer ist der Herausgeber?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was wir mit Sicherheit sagen k\u00f6nnen, ist, dass Rabbi Natan weder der Verfasser noch der Herausgeber des nach ihm benannten Traktats ist. Zu verschieden ist der Charakter der in ihm enthaltenen Schriftst\u00fccke, die aus verschiedenen Quellen und Zeiten zu stammen scheinen und die \u00fcberdies Pers\u00f6nlichkeiten benennen, die erst nach jenem Rabbi Natan gelebt haben, der im zweiten Jahrhundert unserer Zeitrechnung Stellvertreter des Patriarchen und Vorsitzender des Obersten Gerichtshofs in Pal\u00e4stina war. Rabbi Natan soll auch an der Redaktion der Mischna in erheblichem Ma\u00dfe beteiligt gewesen sein. Doch gilt der j\u00fcngere Patriarch, Rabbi Jehuda ha-Nassi, als Endredaktor dieser ersten umfangreichen Gesetzessammlung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" style=\"border: 1px solid black;\" src=\"https:\/\/encrypted-tbn0.gstatic.com\/images?q=tbn:ANd9GcSSDZXK89PZ0r2dllUdftSDBd5-JGkEALzalRHJ6BVg4gAIqQPDHA\" alt=\"\" width=\"173\" height=\"237\" \/><\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000080;\">Pirke Awot<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">In diese Sammlung also ist <em>Pirke Awot<\/em>, obwohl kein einziges Gesetz enthaltend, als Traktat der Mischna aufgenommen. Es handelt sich um eine Sammlung von Weisheitsspr\u00fcchen hervorragender Toragelehrter, die vor allem die ethischen Anschauungen des pharis\u00e4isch-rabbinischen Judentums vermitteln. Dagegen bereitet die Charakterisierung des <em>Awot de-Rabbi Natan<\/em> gro\u00dfe Probleme. Es gibt wohl keine rabbinische Literaturgattung, die nicht schon f\u00fcr dieses r\u00e4tselhafte Werk vorgeschlagen wurde. Die einen sprechen von einem Kommentar zur Mischna, einer Art Gemara, andere von Tosefta oder Baraita, wieder andere sehen in ihm einen Midrasch. Es w\u00fcrde zu weit f\u00fchren, die einzelnen Gattungen zu erl\u00e4utern. Aber woher kommt die Verwirrung, die Unstimmigkeit? Vielleicht hilft hier ein kurzer Vergleich dieser beiden Sammlungen\u00a0<em>der V\u00e4ter<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Pirke Awot<\/em> f\u00fchrt eine Reihe von Namen weiser Toragelehrter auf, denen ein Weisheitsspruch zugeordnet ist. Die Spr\u00fcche werden nicht als vereinzelt stehende Aphorismen pr\u00e4sentiert, sondern inhaltlich und chronologisch verbunden. Gelegentlich werden die Hinweise zu einer ethischen Lebensf\u00fchrung gegen\u00fcber Gott, den Mitmenschen und sich selbst mit einem kleinen Kommentar versehen oder durch einen Bibelvers untermauert. Ein Beispiel aus <em>Pirke Awot<\/em>, vierter Abschnitt:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 30px;\"><em>Ben Soma sagt: Wer ist weise? Wer von jedermann lernt; denn es ist gesagt (Psalm 119,99): Von allen, die mich belehrten, habe ich Einsicht erworben, denn dein Zeugnis finde ich im Gespr\u00e4ch. Wer ist ein Held? Wer seine Leidenschaft bezwingt; denn es ist gesagt (Spr\u00fcche 16, 32) &#8230;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der gleiche Text ist in <em>Awot de-Rabbi Natan <\/em>enthalten. Hier aber gibt es Erg\u00e4nzungen, darunter findet sich der Spruch, der viel zitiert wurde, eben auch von Staatsm\u00e4nnern.\u00a0 <em>Awot de-Rabbi Natan <\/em>f\u00fcgt hinzu<em>: Und einige sagen, es ist jemand, der aus seinem Feind einen Freund macht.<\/em><\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000080;\">Manche meinen<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer aber sind <em>einige?<\/em> Nach einer talmudischen Erz\u00e4hlung hat es zwischen Rabbi Natan und dem Patriarchen Schimeon Ben Gamaliel, dem Vater des Rabbi Jehuda Ha-Nassi und Endredaktor der Mischna, ein Zerw\u00fcrfnis gegeben, in dessen Folge Rabbi Natan den Vorsitz im Sanhedrin (dem Obersten Gerichtshof) verlor. Sp\u00e4ter wurde er wieder aufgenommen, aber seine Lehrmeinungen sollten nur noch anonym weitergegeben werden. Anstatt <em style=\"text-align: justify;\">Rabbi Natan<\/em> solle gesagt werden, <em style=\"text-align: justify;\">Manche meinen<\/em>. Wenn auch die historische\u00a0 Glaubw\u00fcrdigkeit der Erz\u00e4hlung angezweifelt wird, ist es durchaus denkbar, dass der viel zitierte Spruch von Rabbi Natan stammt. Letztlich\u00a0 bleibt die Frage unbeantwortet, genauso wie die nach dem oder den Herausgebern dieser Sammlung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vielleicht kann eine Analyse des Inhalts kl\u00e4rend beitragen. Im Ganzen gesehen setzt sich <em>Awot de Rabbi Natan<\/em> folgenderma\u00dfen zusammen: Das Werk enth\u00e4lt einen gro\u00dfen Teil der Weisheitsspr\u00fcche aus <em>Pirke Awot, <\/em>die durchweg mit einem weiteren Kommentar versehen sind. Zus\u00e4tzlich sind in das Werk Spr\u00fcche aufgenommen, die nicht in <em>Pirke Awot<\/em> enthalten sind und dar\u00fcber hinaus Geschichten \u00fcber biblische Gestalten und \u00fcber einige Weise wie Rabbi Aqiba oder Rabbi Jochanan Ben Sakkay. Dabei handelt es sich bei den l\u00e4ngeren Geschichten \u00fcber die Weisen um eine v\u00f6llige Neueinf\u00fchrung eines literarischen Genres in die j\u00fcdische Literatur, aus der unterschiedliche Anschauungen unter den Herausgebern der beiden verwandten Werke am ehesten sichtbar werden. In <em>Awot de-Rabbi Natan<\/em> wird dem Tora-Studium eine gr\u00f6\u00dfere Bedeutung beigemessen und auch ein erfolgreiches Studium im Alter anerkannt. W\u00e4hrend sich <em>Pirque Awot<\/em> an Individuen richtet, ist <em>Awot de-Rabbi Natan<\/em> vornehmlich an die Gemeinschaft Israels adressiert. W\u00e4hrend <em>Pirque Awot <\/em>dem individuellen\u00a0 Lehrer oder Sch\u00fcler\u00a0 durch gute Lebensf\u00fchrung ein Leben in der jenseitigen Welt verspricht, erscheint die kommende Welt des <em>Awot de-Rabbi Natan<\/em> diesseitsgerichtet.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000080;\">Chronologisch<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anders als <em>Pirke Awot<\/em> h\u00e4lt <em>Awot de-Rabbi Natan <\/em>konsequent die richtige chronologische Reihenfolge in der Auff\u00fchrung der Weisen nach ihren Lebensdaten bei. Es fehlen hier die Sentenzen des Patriarchenhauses, Rabbi Jehuda Ha-Nassi und seiner direkten Vorfahren. In der Endausgabe des Patriarchen erscheinen sie eingeschoben zwischen den Ausspr\u00fcchen der beiden gro\u00dfen Gelehrten Hillel und Jochanan ben Sakkaj. Nur Schimeon Ben-Gamaliel, der Vater und Vorg\u00e4nger des Patriarchen, findet in Rabbi Natans <em>Awot <\/em>Erw\u00e4hnung mit dem Schuldbekenntnis seines s\u00fcndhaften Stolzes. Die Auswahl der Beitr\u00e4ge in den verwandten Ausgaben l\u00e4sst eine Polemik zwischen den Gelehrtenh\u00e4usern erahnen; eine Polemik, der sich\u00a0 in den vergangenen Jahrhunderten nicht sonderlich gewidmet wurde\u00a0\u2013 war doch der Patriarch, Rabbi Jehuda ha-Nassi, in voller W\u00fcrdigung seiner Autorit\u00e4t auch nur <em>Rabbi<\/em> genannt, und der den Beinamen\u00a0<em>der Heilige<\/em> erhielt, Redaktor der Mischna, dem angesehensten Werk des Judentums nach der Bibel. Wer diese Autorit\u00e4t kritisiert, r\u00fchrt m\u00f6glicherweise auch an dem von seinem Hause niedergelegten ideellen religionsgesetzlichen Ger\u00fcst des Judentums, der Halacha.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und dennoch hat es immer Stimmen gegeben, wie auch der Talmud bezeugt, die sich kritisch zu Jehuda ha-Nassi \u00e4u\u00dferten. Der Patriarch war ein \u00e4u\u00dferst wohlhabender Aristokrat, der intensive Anstrengungen unternahm, seine Machtstellung innerhalb des politischen Judentums zu st\u00e4rken. Mit dem archaischen Titel\u00a0<em>Nassi<\/em> \/ <em>F\u00fcrst<\/em> hielt er f\u00fcr seine Anh\u00e4nger den Glanz vergangener Zeiten mit einem j\u00fcdischen Staatswesen aufrecht. Politisch arrangierte er sich mit Rom. Der Reichtum und die politische Ausrichtung des in Galil\u00e4a waltenden Aristokraten d\u00fcrfte nicht allen Bewohnern des geplagten Jud\u00e4as gefallen haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" style=\"border: 1px solid black;\" src=\"https:\/\/encrypted-tbn1.gstatic.com\/images?q=tbn:ANd9GcTP2a2T0-HfU5oT_b5tNO2SY45o6of2-Qy8viEPVPZteRcy3gKS0g\" alt=\"\" width=\"143\" height=\"226\" \/><\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000080;\">Verschiedene Fassungen<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erstaunlich ist, dass der auf ein Nebengleis gestellte Traktat <em>Awot de-Rabbi Natan <\/em>jahrhundertelang seine Beliebtheit bewahrt hat. Er wurde immer und immer wieder abgeschrieben. Das hat dazu gef\u00fchrt, dass heute neben der erstmals gedruckten Ausgabe von 1550 viele uneinheitliche Fassungen als Manuskript vorliegen. Forscher sahen sich veranlasst, durch Textvergleich einer m\u00f6glichen Urfassung der Spr\u00fcchesammlung auf die Spur zu kommen. Das ist nicht gelungen. Eher \u00fcberwiegt der Eindruck, dass aus einer F\u00fclle von tradierten Texten unterschiedliche Redaktionsprozesse\u00a0 entstanden sind. Nicht in allen Redaktionen ist \u203aunser\u2039 Weisheitsspruch zu finden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Trotz aller ungel\u00f6sten R\u00e4tsel hat sich mit <em>Awot de-Rabbi Natan <\/em>ein Werk mit einem gro\u00dfen Reichtum an homiletischem, biografischem, historischem und legend\u00e4rem Material erhalten. Sein Studium kann uns eine f\u00fcr seine Entstehungsgeschichte ausschlaggebende Epoche\u00a0 \u2013 die Zeit der Aufst\u00e4nde,\u00a0 Rivalit\u00e4ten, Hungersn\u00f6te, messianischer Erwartungen und Kriege mit Hunderttausenden von Toten\u00a0\u2013 in seiner Tragik und Traurigkeit lebendig werden lassen. Und sie kann helfen, die Folgegeschichte mit ihrer Tendenz zu Festsetzung und Vereinheitlichung aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Seine Lehrspr\u00fcche sind lebendig geblieben, und einer der am meisten zitierten ist der mit der Frage nach dem <em>Helden<\/em> <em>\/ <\/em><em style=\"text-align: justify;\">gibor<\/em>, der aus seinem <em>Feind<\/em> <em>\/ <\/em><em>sson&#8217;o<\/em> \/ <em>den<\/em> <em>ihn Hassenden<\/em> einen <em>Freund<\/em> <em>\/<\/em><em style=\"text-align: justify;\"> ohawo \/ den ihn Liebenden<\/em> macht.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000080;\">Lebendig<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" style=\"border: 1px solid black;\" src=\"https:\/\/encrypted-tbn3.gstatic.com\/images?q=tbn:ANd9GcSbj1qbyPq_bv_OndJvrdggqJ6Y7TgTcm5Y0Mc9WZaMU08EdCu9pQ\" alt=\"\" width=\"158\" height=\"238\" \/>War Jizchak Rabin (1922 \u2013 1995) ein solcher Held? Er war gewiss ein Held, indem er den ihn bedr\u00e4ngenden Str\u00f6mungen politischer und religi\u00f6ser Fanatiker kurz vor seinem Tod widerstand und die Warnungen des Sicherheitsdienstes zu einem m\u00f6glicherweise bevorstehenden Attentat ignorierte. Die Frage des <em style=\"text-align: justify;\">Rabbi Natan<\/em>, an die Gemeinschaft Israels gerichtet, ist lebendig geblieben. Zum Beispiel bei den Rabbinern f\u00fcr Menschenrechte, die den Zweig des \u00d6lbaums hochhalten als\u00a0\u2013 so Rabbiner Arik Ascherman\u00a0\u2013\u00a0<em>ein Symbol der Identifizierung mit jenen Israelis und Pal\u00e4sitinensern, die alles in ihrer Macht Stehende f\u00fcr einen Wandel\u00a0 tun um\u00a0\u2013 nach Pirke Awot de-Rabbi Natan\u00a0\u2013 aus Feinden Freunde zu machen<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Hoffnung bleibt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu den Weisheitsspr\u00fcchen des Rabbi Natan Am 4. 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