{"id":96987,"date":"2022-12-10T00:01:56","date_gmt":"2022-12-09T23:01:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=96987"},"modified":"2022-02-27T17:27:30","modified_gmt":"2022-02-27T16:27:30","slug":"tausendsassa","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2022\/12\/10\/tausendsassa\/","title":{"rendered":"Der Tausendsassa aus Temeswar"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Traian Pop Traian, der seit 1990 in Deutschland lebt, war in der literarischen Szene Rum\u00e4niens kein Unbekannter, geh\u00f6rte Anfang der achtziger Jahre zu jener Generation junger Lyriker, die von der rum\u00e4nischen Literaturkritik in Anlehnung an die Beat Generation in den USA als Generation 80 bezeichnet wurde.<br \/>\n<\/em>Johann Lippet<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da sie sich aus Temeswar kannten, wies die Autorin <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/04\/20\/versuch-der-selbstbewahrung\/\">Ioona Rauschan<\/a> die KUNO-Redaktion schon fr\u00fchzeitig auf diesen Tausendsassa hin. Es ist erfrischend, da\u00df Traian Pop nicht in einem Literaturinstitut verbildet wurde, sondern \u00fcber einen anderen Lebenslauf verf\u00fcgt. Nach dem Abitur studierte er Elektrotechnik an der Polytechnischen Universit\u00e4t Timi\u0219oara (Temeswar). Schon w\u00e4hrend des Studiums in den 1970er Jahren, das er mit dem Ingenieursdiplom abschloss, war er als Toningenieur, Texter und B\u00fchnenarbeiter bei Rock- und Jazz-Bands sowie am Deutschen Staatstheater Temeswar t\u00e4tig und ver\u00f6ffentlichte &#8211; unter dem Pseudonym <em>Traian Pop Traian<\/em>, das er als Autor seitdem beibehalten hat &#8211; systemkritische Texte in studentischen und anderen Kultur- und Literaturzeitschriften. Er ist ein Mensch, der sich das Zaudern und Zweifeln, die renitente Weigerung zu radikaler Parteinahme und das Unbehagen vor Umbr\u00fcchen leisten konnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Verleger und Schriftsteller Traian Pop Traian f\u00fchlte sich irgendwann dazu verpflichtet, Gedichte wie das folgende zu\u00a0 schreiben:<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">\u201e\u2026du weiterhin die Blicke deiner Kollegen pr\u00fcftest der Arbeiter \/in deren Mitte du dich nicht sicher f\u00fchlen zu k\u00f6nnen glaubtest \/ gel\u00e4hmt von der Angst einen Fehler zu machen \/ Verwirrung bei einem noch nicht abgeschlossenen Projekt \/ zu stiften \/\/ weshalb dich \/ ein Gef\u00fchl der Unruhe beschleicht \/ wenn deine Hand eine Zange einen Schraubenzieher packt \/ deine Hand die sch\u00f6ne Namen f\u00fcr Frauen M\u00e4nner Kinder und V\u00f6gel zu formen wei\u00df \/ deine Hand die heimlich von einer Revolution des Schreibens \/ tr\u00e4umt\u201c<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">(Traian Pop Traian, 1989)<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anf\u00e4nglich ist in Pops Lyrik noch eine affirmative Geste gegen\u00fcber dem Sozialismus lesbar, die sogar von utopisch-\u00fcberschw\u00e4nglichen Z\u00fcgen nicht frei war. 1984 erschien der erste Gedichtband <em>Timp interior<\/em> <em>(<\/em>dt.: <em>Innere Zeit<\/em>) beim Facla Verlag in Temeswar, dem weitere Einzeltitel folgten. Es deutet sich in diesen Gedichten bereits an, was wir in <em>Die 53. Woche<\/em> wiederfinden, es b\u00fcndelt sich in dieser Lyrik: Mensch und Masse, Ideologie- und Utopiekritik, Melancholie und Altern, Schreiben und Lesen, und anderes mehr. Das 1989 verfasste Theaterst\u00fcck <em>Minciunica \u00een orasul piticotilor mincinosi<\/em> (dt.: <em>Minciunica in der Stadt der L\u00fcgenzwerge<\/em>) in der Dramatisierung f\u00fcr das Puppentheater Temeswar wurde nach zehn Vorstellungen verboten. Traian Pop sieht die Risse in der sozialen Tektonik und beschreibt die Zerfallsprozesse einer Gesellschaft, die sich auf das F\u00e4lschen ihrer Wirklichkeit verlegt hat, er <em>gilt ohne Vorbehalt als \u203aRebell\u2039 der achtziger Jahre, als \u203aZorniger\u2039, wenn nicht als R\u00e4delsf\u00fchrer unter den rum\u00e4nischen Poeten im Widerstand gegen die Diktatur.<\/em> (Georg Scherg) Pop und seine Kollegen interessierten sich f\u00fcr unterschiedliche Wissensbereiche und insbesondere f\u00fcr Literatur, sie veranstalteten Theaterauff\u00fchrungen und lebten in einem st\u00e4ndigen kulturellen Enthusiasmus. Nach dem Sturz des Diktators Nicolae Ceau\u0219escu war er von Ende 1989 bis Anfang 1990 Mitglied des ersten Redaktionsteams der neugegr\u00fcndeten Tageszeitung <em>Cotidianul Timi\u0219oara.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><span style=\"color: #999999;\">Traian Pop, ein aufbegehrender Schriftsteller der Generation \u201980, der Lyrik, Prosa, \u203azornige\u2039 Dramen und Anti-Ceau\u0219escu-Texte verfasst hat, meldet sich nun zur\u00fcck nach einer Weile der Abwesenheit, die wir schmerzlich empfunden haben \u2013 wir alle, die Zeugen seines fulminanten Eintretens in die literarische Arena gewesen sind. Damals, in den Jahren des jungen Temeswarer Geistes. <\/span><\/em><br \/>\n<em><span style=\"color: #999999;\">Cornel Ungureanu<\/span> <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a class=\"image-anchor\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/PopCover.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-8402 size-full alignright\" title=\"PopCover\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/PopCover.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"218\" \/><\/a>Nichts, was in der Poesie von Traian Pop keinen Platz f\u00e4nde: die eigene Biografie, da sind Orte, allen voran Kronstadt, und da ist die Dichtung, die zur poetologischen Reflexion herausfordert. Es geht um Herkunft, Heimat, die Identit\u00e4tssuche des Autors. Er interessiert sich daf\u00fcr, wie K\u00f6rper und Sprache und Sprachk\u00f6rper sich zueinander verhalten. Pop ist ein Autor, der erz\u00e4hlt und reflektiert, der biografische und topografische R\u00e4ume er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eTut Dichtung eigentlich weh? Ist Schmerz nicht \u2026 fester Bestandteil eines Gedichts?\u201c fragt Traian Pop in seinem St\u00fcck <em>Sch\u00f6ne Aussichten<\/em>. Er versteht es, Landschaften zu evozieren und gleichzeitig das Ich in Relation zu ihnen zu setzen. Es geht um ein dialogisches Verh\u00e4ltnis, das Licht auf beide wirft, wobei die Wahrnehmung ebenso auf das Gesehene einwirkt wie das Gesehene auf das sehende Subjekt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eTraian Pops St\u00fcck ist eine konsequent s\u00e4kularisierte Trag\u00f6die, die Aufhebung des Tragischen im Komischen, im Absurden\u201c, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/09\/10\/aussichten\/\">schreibt<\/a> Ulrich Bergmann \u00fcber <em>Sch\u00f6ne Aussichten<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Das vorliegende Buch ist jedoch mehr als das historische Dokument einer nie verstummenden lyrischen Stimme von gro\u00dfer Kraft. Es ist in seinen lyrischen Dokumenten des Aufbegehrens gegen eine erstickende Ordnung die unverzichtbare Stimme literarisch-politischer Revolution. Ihr ist zuzuh\u00f6ren.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Georg Scherg (\u00dcber <em>Die 53. Woche)<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-97119 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/53Woche-198x300.jpg\" alt=\"\" width=\"198\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/53Woche-198x300.jpg 198w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/53Woche-160x243.jpg 160w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/53Woche.jpg 329w\" sizes=\"auto, (max-width: 198px) 100vw, 198px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach <em>Sch\u00f6ne Aussichten<\/em>, einem Poem in drei Akten, ist auch <em>Die 53. Woche<\/em> auf Deutsch in der edition monrepos erschienen. Die Lyrik darin stammt aus den 1970er und 1980er Jahren aus Temeswar sowie im dritten Teil aus den 1990ern bis Anfang 2000. Seite f\u00fcr Seite entpuppt sich Pop als politischer und literarischer Nonkonformist. In dieser Zeit sind seine Gedichte von pr\u00e4zisen Beobachtungen, von einem minuti\u00f6sen Sprachgestus und nicht selten von radikaler Zuspitzung gepr\u00e4gt. Der Autor hat sich bewu\u00dft eingemischt, hat stets die Finger in offene Wunden gelegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Nach der Lekt\u00fcre glaube ich zu verstehen, da\u00df in <em>Die 53. Woche<\/em> Gedichte versammelt sind, die aus der Notwendigkeit heraus entstanden sind, der Hoffnungslosigkeit etwas entgegen zu setzen.&#8220;, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/12\/08\/die-53-woche\/\">schrieb<\/a> die Lyrikkennerin Elke Engelhardt. Dieser Band beinhaltet Gedichte aus vier Jahrzehnten, chronologisch angeordnet, zun\u00e4chst handelt es sich um nahezu ausschlie\u00dflich in Temeswar entstandene Gedichte, sp\u00e4ter, ab den 1990er Jahren tauchen andere Orte auf. Daher ist <em>Die 53. Woche<\/em> auch eine Lebensreise.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">&#8222;Partir, c\u2018est toujours un peu mourir.&#8220; (Abreisen, das bedeutet immer auch ein wenig sterben.)<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Alphonse Allais<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es scheint in den Gedichten von Traian Pop immer durch, was das Leben in Rum\u00e4nien f\u00fcr seine B\u00fcrger auf die Dauer so unertr\u00e4glich gemacht hat. Da ist zum einen der allgegenw\u00e4rtige Mangel und die Beschneidung existentieller Freiheiten, die Securitate-Bespitzelung und das damit verbundene grassierende Misstrauen, die graue Tristesse im realsozialistischen Alltag und zum anderen der schwer zu ertragende Widerspruch zwischen dem in Politik und Medien gepflegten, hehren Selbstbild von Nicolae Ceau\u0219escu, in einem auf dem Weg ins kommunistische Paradies sich w\u00e4hnenden Landes und letztlich dem, was tats\u00e4chlich Tag f\u00fcr Tag von den nicht nur geografischen Grenzen als beengend empfindenden Menschen gelebt werden musste. In Timi\u0219oara, der gr\u00f6\u00dften Stadt des Banats, war es schon im November 1989 zweimal zu Unruhen gekommen, die jedoch sofort niedergeschlagen wurden. Die Fernsehprogramme Ungarns und Jugoslawiens konnten in Timi\u0219oara empfangen werden und wurden von Teilen der Bev\u00f6lkerung, besonders innerhalb der ungarischen und serbischen Minderheiten, auch verstanden. Die Deutschen waren durch verwandtschaftliche Beziehungen \u00fcber die Revolutionen in Osteuropa informiert. Das Zusammenleben der Ethnien war im Banat, anders als in Siebenb\u00fcrgen, weitgehend spannungsfrei. Die rum\u00e4nische Revolution von 1989 war kein <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1989\/08\/19\/paneuropaeisches-picknick\/\"><em>Paneurop\u00e4isches Picknick<\/em><\/a>, sondern eine Kette von Demonstrationen, Unruhen und blutigen K\u00e4mpfen, die vom 16. bis zum 27. Dezember 1989 in Timi\u0219oara, Bukarest und anderen rum\u00e4nischen St\u00e4dten stattfand. Sie f\u00fchrte zum Sturz und zur Hinrichtung des rum\u00e4nischen Diktators Nicolae Ceau\u0219escu und seiner Frau Elena Ceau\u0219escu und zum Ende des realsozialistischen Systems in Rum\u00e4nien. Der Weg durch den &#8222;Mankoismus&#8220; fand ein Ende, 1990 emigrierte Pop mit seiner rum\u00e4niendeutschen Frau in die Bundesrepublik und nahm die deutsche Staatsb\u00fcrgerschaft an. 2003 gr\u00fcndete er den Pop Verlag. Traian Pop scheut als Publizist kein heikles Thema. Er besch\u00e4ftigt sich als Lyriker und als Verleger mit der Weite der Welt und den Grenzen der Toleranz. Diese unerm\u00fcdliche Literaturarbeiter besch\u00e4ftigt sich gr\u00f6\u00dftenteils im Alleingang mit der Verlegung vorwiegend rum\u00e4niendeutscher und rum\u00e4nischer Autorinnen und Autoren in deutschen \u00dcbersetzungen. Herausgegeben werden auch die \u00fcberregional anerkannte Zeitschrift Matrix und das regionale Baw\u00fclon.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Matrix ist der europ\u00e4ischen Idee verpflichtet. Sie will einem deutschsprachigen Publikum die vielf\u00e4ltigen M\u00f6glichkeiten von Kultur, Sprache und Literatur des europ\u00e4ischen Kontinents nahebringen. Sie erm\u00f6glicht Literaten und K\u00fcnstlern aus ganz Europa, einander n\u00e4her kennen zu lernen.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Traian Pop<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-58959 size-medium alignleft\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Matrix_Cover-205x300.jpg\" alt=\"\" width=\"205\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Literaturzeitschrift <em>Matrix<\/em> hat sich zum Ziel gesetzt, junge Autoren zu entdecken und bedeutende Schriftsteller der Vergessenheit zu entrei\u00dfen. Sie widmet sich der Prosa und in bemerkenswertem Umfang auch der Lyrik, in erster Linie der deutschsprachigen, der Blick geht aber auch \u00fcber die Grenzen des deutschen Sprachraums hinaus, beispielsweise in den Osten Europas und in die USA. Weil sich diese Zeitschrift der Verteidigung des freien Denkens gewidmet hat, macht sie immer wieder auf verfolgte Schriftsteller aufmerksam. Vom Beginn weg setzte man auf sprachliche Qualit\u00e4t, thematische wie stilistische Breite sowie inhaltliche Originalit\u00e4t und erreichte so einen festen Platz in der internationalen literarischen Landschaft. Die Zeitschrift hat einen jeweiligen Umfang von rund 200 bis 300 Seiten. Aufsatz, Buchbesprechung, Erz\u00e4hlung, Essay, Feature, Gedicht, Interview, Romanauszug, Theaterst\u00fcck, \u00dcbersetzung zu freien Themen bzw. thematischen Schwerpunkten werden in Kapiteln wie <i>Atelier<\/i>, <i>Deb\u00fct<\/i>, <i>Rezensionen<\/i>, <i>Zeitgeschichte<\/i> u.\u00a0a. vorgestellt und erm\u00f6glichen so einen umfassenden Blick auf das zeitgen\u00f6ssische literarische Schaffen von Autoren des deutschen Sprachraums und dar\u00fcber hinaus. In der Rubrik <i>Die Welt und ihre Dichter<\/i> werden Autoren aus den verschiedensten L\u00e4ndern und Sprachgebieten vorgestellt. Schwerpunkte einzelner Ausgaben sind, beispielsweise, die Pr\u00e4sentation rum\u00e4nendeutscher Schriftsteller wie Johann Lippet, Herta M\u00fcller und Horst Samson oder deutschsprachiger Literaten rum\u00e4nischer Herkunft wie Papi oder Francisca Ricinski. \u00dcber die aktuelle, von einem universalen Konzept ausgehende Literatur hinaus widmet sich die Zeitschrift in der <i>Matrix-Ausstellung<\/i> in jeder Ausgabe einem zeitgen\u00f6ssischen k\u00fcnstlerischen Werk, das u. a. mit mehrfarbigen Abbildungen vorgestellt wird, oder Kunst-Ausstellungen, die in Wort und Bild vorgestellt werden. Kaum ein Literaturbereich, eine literarische Str\u00f6mung, ein vielversprechender Name im zeitgen\u00f6ssischen Literaturleben, der nicht auch seinen Niederschlag in der <em>Matrix<\/em> gefunden h\u00e4tte.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><span style=\"color: #999999;\">Dem Pop Verlag in Ludwigsburg ist f\u00fcr das gro\u00dfz\u00fcgige Angebot zu danken, diese rund um die Gedichte von Friederike Mayr\u00f6cker angelegte Sammlung von W\u00f6rtern und Bildern als Querschnitt zeitgen\u00f6ssischen k\u00fcnstlerisch-literarischen Schaffens mit tatkr\u00e4ftiger Unterst\u00fctzung von Christel Fallenstein edieren zu k\u00f6nnen.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Theo Breuer<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5438 size-medium alignright\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/Matrix-28-U1-224x300.jpg\" alt=\"\" width=\"224\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Ausgabe <em>Matrix 24<\/em> (2\/2011) versucht Theo Breuer im Essay <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2010\/12\/20\/ich-bin-1-bettlerin-des-wortes\/\"><em>ich bin 1 Bettlerin des Wortes \u00b7 <\/em><em>Notizen zu Friederike Mayr\u00f6ckers Werk nach 2000<\/em><\/a> aufzuzeigen, in welch rasantem Tempo Friederike Mayr\u00f6cker nach 2000 &#8222;durch die Kurven von Sprache und W\u00f6rtern braust&#8220;. Die leidenschaftli\u00adche Leichtigkeit, die der Rezensent bei der Lekt\u00fcre von Mayr\u00f6ckers zwischen Berauschung und Melancholie, Mnemosyne und Traum, Eros und Thanatos schwingender Lyrik und Prosa empfinde, wirkt auf den Rezensenten geradezu atemberaubend. In seinem \u00fcberaus euphorischen Essay \u2013 <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=5440\"><em>\u00dcberschwemmt, die Lust am Taumel<\/em><\/a> \u2013, der sein Beitrag zur Friede\u00adrike-Mayr\u00f6cker-Edition in <em>Matrix 28<\/em> ist, wirft Breuer einen Blick auf das gesamte Werk, dessen Lyrik- und Prosab\u00fccher. <i>Matrix 28 ist<\/i> die mit 294 Seiten bis dahin umfassendste Ausgabe, mit einem von Theo Breuer edierten Friederike-Mayr\u00f6cker-Schwerpunkt auf 254 Seiten, zu dem neben Friederike Mayr\u00f6cker Autoren und K\u00fcnstler wie Ilse Aichinger, Hans Bender, Michael Donhauser, Ulrike Draesner, Elke Erb, Zsuzsanna Gahse, Bodo Hell, Gerhard Jaschke, Axel Kutsch, Jos\u00e9 F. A. Oliver, Marlene Streeruwitz, Ulrich Tarlatt, Peter Weibel, Linde Waber, A.J. Weigoni u. v. a. Wort und Bild beisteuerten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In 2011 stellte Traian Pop als zweiten Pfeiler der die Literatur in ihrer grenzenlosen Gesamtheit in den Blick nehmenden Literaturzeitschrift <i>Matrix<\/i> das auf die Literatur des Landes Baden-W\u00fcrttemberg fokussierte Magazin <i>Baw\u00fclon<\/i> (Untertitel: <i>S\u00fcddeutsche MATRIX f\u00fcr Literatur und Kunst<\/i>) zur Seite, das in Konzeption und Gestaltung mit der <i>Matrix<\/i> vergleichbar ist. Im Editorial der ersten Ausgabe h\u00e4lt der Herausgeber fest: <i>Die neue Zeitschrift BAW\u00dcLON wird kein Babylon der Unzucht und der S\u00fcnde sein, auch nicht der verst\u00f6renden und zerst\u00f6renden Sprachverwirrung, sondern ein Ort der Mehrstimmigkeit, der Kontroversen in poesia.<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt nichts, was sich die Literaturzeitschriften &#8222;Matrix&#8220; und &#8222;Baw\u00fclon&#8220; nicht zu thematisieren wagen. Und das ist gut so!<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Einf\u00fchlsamer Autor, f\u00fcrsorglicher Verleger und gro\u00dfartige Netzwerker<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-9073 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/AbhauenCover-219x300.jpg\" alt=\"\" width=\"219\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/AbhauenCover-219x300.jpg 219w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/AbhauenCover.jpg 475w\" sizes=\"auto, (max-width: 219px) 100vw, 219px\" \/>Der die Idee Johann Wolfgang Goethes von einer grenz\u00fcberwindenden, einander erg\u00e4nzenden und f\u00f6rdernden \u203aUniversalliteratur\u2039 in die Tat umsetzende Verlag ver\u00f6ffentlicht zeitgen\u00f6ssische Literatur europ\u00e4ischer und au\u00dfereurop\u00e4ischer Autoren in deutscher Sprache bzw. zweisprachigen Ausgaben. Neben albanischer, amerikanischer, bulgarischer, chinesischer, englischer, franz\u00f6sischer, georgischer, italienischer, mongolischer, neuhebr\u00e4ischer, polnischer, rum\u00e4nischer, serbischer, sorbischer, russischer, t\u00fcrkischer und vietnamesischer Literatur erscheinen \u2013 zweisprachig edierte \u2013 B\u00fccher in einer von wenigen Menschen nur noch gesprochenen Sprache wie Aromunisch. Eine der ersten Ver\u00f6ffentlichungen war eine Anthologie zeitgen\u00f6ssischer Dichtung aus Frankreich und Deutschland.<sup id=\"cite_ref-3\" class=\"reference\"><\/sup> Inzwischen finden sich im Verlagsprogramm neben Gedichtb\u00fcchern Erz\u00e4hl- und Essayb\u00e4nde, Romane, (literarische) Kochb\u00fccher, Kriminalromane, Musikb\u00fccher, Reiseliteratur, Monografien, Tageb\u00fccher und Theaterst\u00fccke, die in den jeweiligen Reihen herausgegeben werden. Lag in den ersten Jahren der verlegerische Schwerpunkt auf dem Genre der Lyrik, liegt die Zahl der ver\u00f6ffentlichten Prosab\u00fccher mittlerweile gleichauf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Verleger zeigt Traian Pop ein gutes Gesp\u00fcr f\u00fcr starke Manuskripte: Mit B\u00fcchern wie Francisca Ricinskis lyrischer Prosa <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=235\">Auf silikonweichen Pfoten<\/a>, Ioona Rauschans Roman<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/02\/07\/gewahrte-erinnerung\/\"><em> Abhauen<\/em><\/a> oder Theo Breuers Gedichtbuch <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=8072\">Das gewonnene Alphabet<\/a> (um nur drei Titel aus einem reichhaltigen Programm herauszugreifen) sind ihm Publikationen gelungen, die in ihrer Eindringlichkeit zeigen, wie unverzichtbar Literatur f\u00fcr die Gesellschaft ist. Literatur ist nicht nur Dekor des Lebens, das neue Gesellschaftsmodell ben\u00f6tigt neue Literaturformen. \u00dcber Verfremdungen dr\u00fcckt Literatur die Befindlichkeiten, W\u00fcnsche, Hoffnungen und Bef\u00fcrchtungen der Menschen aus. In Zeiten tiefgreifender Ver\u00e4nderungen verschwimmen deshalb auch die Grenzen zwischen den so genannten Literaturproduzenten und dem sogenannten Publikum. Wie ein roter Faden ziehen sich die B\u00fccher von Johann Lippet, Horst Samson, Dieter Schlesak und Rainer Wedler durch das Verlagsprogramm. Diese Autoren haben den Verlag von Beginn an begleitet und mit zahlreichen Lyrik- und Prosab\u00fcchern bereichert, in denen mitteleurop\u00e4ische Geschichte &#8211; vornehmlich des 20. Jahrhunderts &#8211; aufgearbeitet, erinnert, fiktionalisiert, poetisiert, verlebendigt und so im individuellen und gesellschaftlichen Bewusstsein gehalten wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Der Herausgeber mag nach eigenen Angaben keinen Exhibitionismus, aber er hat zuweilen trotzdem das Bed\u00fcrfnis, die Kleider seines bescheidenen Ich einmal fallen zu lassen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eitelkeiten sind Traian Pop fremd. Er sagte \u00fcber sich selbst, da\u00df er seinem Verlag keinen Stil aufdr\u00fccken will, da\u00df er sich immer mehr als Verleger versteht, seine Autorinnen und Autoren sollten im Mittelpunkt stehen, und sie dankten es ihm mit herausragenden Beitr\u00e4gen. Sein bescheidenes Ich, hat sich so ver-r\u00fcckt, als Autor, Redakteur, Kolumnist &#8211; und was er sich sonst ertr\u00e4umt hat in seiner parallelen Welt &#8211; erneut vorstellig zu werden. Weil er, wie er so oft gesagt, zu danken hat, &#8222;dass es ihm erlaubt ist, dabei zu sein&#8220;. Und der Kontakt zu seinen Autoren und Mitarbeitern scheint \u00fcber all die Jahre bestens zu funktionieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Der typische Zander-Sound seiner Gedichte war lakonisch und ironisch-pointiert.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Gerd Sonntag<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eIch habe zu Max Zanders Gedichten nie etwas geschrieben\u201c, schrieb mir der Autor (Theo Breuer, die Redaktion), als Pop eine \u201eUmfrage\u201c zu Zander gemacht hat. Und Breuer weiter:<\/p>\n<div id=\"attachment_75158\" style=\"width: 229px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-75158\" class=\"wp-image-75158 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/zander-219x300.jpg\" alt=\"\" width=\"219\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/zander-219x300.jpg 219w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/zander-260x356.jpg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/zander-160x219.jpg 160w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/zander.jpg 280w\" sizes=\"auto, (max-width: 219px) 100vw, 219px\" \/><p id=\"caption-attachment-75158\" class=\"wp-caption-text\">Der Lyriker, Essayist und Aphoristiker Maximilian Zander ist am 21.11.2016 im Alter von 87 Jahren in Castrop-Rauxel gestorben<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWir haben seit vielen Jahren etwa einmal im Monat stundenlange telefonische Literaturgespr\u00e4che gef\u00fchrt. Wenige Wochen vor seinem Tod wollte ich &#8211; gleichsam au\u00dfer der Reihe &#8211; \u00fcber die M\u00f6glichkeit einer ihm gewidmeten Matrix-Ausgabe sprechen, wozu es allerdings nicht einmal ansatzweise kam. Es ging ihm gesundheitlich schlecht, und er meinte:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">,Theo, ich rufe Dich an, sobald es mir besser geht.\u2018 Das war oft so gewesen in den letzten Jahren, und ich w\u00fcnschte ihm, nicht ahnend, dass es das letzte Mal war, dass wir miteinander sprachen, gute Besserung. Das war\u2018s. Zwei Wochen sp\u00e4ter erhielt ich die Nachricht vom Tod meines Freundes Maximilian Zander. Umso mehr freue ich mich, dass Du diese Ausgabe nun machst.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Maximilian Zander, der uns mit seinen Gedichten und Aphorismen seit Jahren begleitet, hat mir mehrmals Autoren vorgeschlagen f\u00fcr den Schwerpunkt der einen oder anderen Ausgabe. Eine davon habe ich quasi pers\u00f6nlich genommen, aber der vorgeschlagene Autor wollte nichts davon wissen und drohte mir die Redaktionskreis zu verlassen, falls etwas in der Richtung unternehme. \u00dcber eine \u201eZander\u201c Ausgabe traute ich mich nie, ihn anzusprechen.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mir bleibt nur festzustellen, dass er etwas geahnt hat und eine solche Besprechung vermeiden wollte.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Der Dichter und Verleger Traian Pop Traian kommt aus dem Ovid-Land Rum\u00e4nien. Sein in Ludwigsburg beheimateter Pop Verlag gibt seit 2003 B\u00fcchern zu Ostmitteleuropa ein brillantes Forum.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">K\u00fcnstlergilde Esslingen<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_101074\" style=\"width: 233px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-101074\" class=\"wp-image-101074 size-full\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Traian-Pop_FranciscaRicinski-e1645979018827.jpg\" alt=\"\" width=\"223\" height=\"300\" \/><p id=\"caption-attachment-101074\" class=\"wp-caption-text\">Traian Pop auf der Buchmesse 2019 in Leipzig. Photo: Francisca Ricinski<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jemand, der seinen Kolleginnen und Kollegen Geltung verschafft, hat es verdient, da\u00df man ihm auch eine geb\u00fchrende Achtung entgegenbringt. 2021 wurde der Andreas Gryphius-Preis an den Schriftsteller und Verleger Traian Pop verliehen und damit sein Gesamtwerk gew\u00fcrdigt. Dieser Preis, wie wir uns erinnern, ist benannt nach dem schlesischen Barock-Dichter &#8211; ein vielsprachiger Poeta doctus &#8211; vor ihm wurde dieser Preis an so bedeutende Dichter wie Reiner Kunze, Rose Ausl\u00e4nder, Siegfried Lenz, Andrzej Szczypiorski oder Jiri Grusa verliehen. Mit seinen sprachgewaltigen Sonetten, welche das Leiden, Gebrechlichkeit des Lebens und der Welt beinhalten, gilt Andreas Gryphius als der bedeutendste Lyriker des deutschen Barocks. Eine durchaus stimmige Verwandtschaft zum Dichter und Verleger Traian Pop, der &#8211; wie die K\u00fcnstlergilde Esslingen so treffend anmerkt &#8211; aus dem Ovid-Land Rum\u00e4nien kommt, die man auch die &#8222;weiche Harfe am Schwarzen Meer&#8220; nennt. Der Autor und Verleger arbeitet aus dem Geist von Gryphius und Ovid in der Erkenntnis, da\u00df die Republik der S\u00e4tze die Literatur ausmacht. So sah es auch der D\u00fcsseldorfer Heinrich Heine, der im transitorischen Heimatland der Dichtung sein unverlierbares Obdach erkannte. Auch Pop ist ein Moralist, doch statt Meinungen serviert er uns entlarvende Zitate, \u00fcberraschende Wiederholungen und L\u00fccken, in denen sich die Abgr\u00fcnde des Kulturbetriebs auftun. Seine Narration ist von einer traumwandlerischen Sicherheit. Er \u00fcbt auf den Leser eine Autorit\u00e4t aus, die in auff\u00e4lligem Widerspruch zu der Fragilit\u00e4t steht, mit der der Autor uns in seinen Selbstausk\u00fcnften gegen\u00fcbertritt. Auch das Land zwischen dem Karpatenbogen und der Pannonischen Tiefebene kann mit dem imponierenden Werk des Schriftstellers und Verlegers Traian Pop durch die B\u00fccher seines Verlages und die die Literaturzeitschriften \u201eMatrix\u201c und \u201eBaw\u00fclon\u201c entdeckt werden. Er schl\u00e4gt eine Br\u00fccke von Glogau und Breslau nach Temeswar, der EU-Kulturhauptstadt im kommenden Jahr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">M\u00f6ge dem Verleger und Schriftsteller Traian Pop Traian ein langes Leben beschieden sein. Die Literaturszene kann f\u00fcrsorgliche Menschen wie ihn mehr denn je gebrauchen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p>Empfehlenswerte Einzeltitel von Traian Pop in deutscher \u00dcbertragung:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-96989 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Macht_Cover-210x300.jpg\" alt=\"\" width=\"210\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Macht_Cover-210x300.jpg 210w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Macht_Cover-350x500.jpg 350w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Macht_Cover-160x229.jpg 160w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Macht_Cover.jpg 717w\" sizes=\"auto, (max-width: 210px) 100vw, 210px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Sch\u00f6ne Aussichten<\/strong>. <em>Poem in drei Akten, f\u00fcnf Bildern und einem Prolog. \u00a0<\/em>Aus dem Rum\u00e4nischen \u00fcbertragen von Edith Konradt und Horst Fassel. Verlag im Wald, Rimbach 2005<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"color: #333333;\">Die 53. Woche.<\/span><\/strong> Gedichte. Aus dem Rum\u00e4nischen \u00fcbertragen von Gerhardt Csejka, Horst Fassel, Edith Konradt, Johann Lippet und Dieter Schlesak. Pop Verlag, Ludwigsburg 2013<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bleierne Fl\u00fcgel<\/strong><em>. Gedichte und Bilder.<\/em> Mit Liviu Tulbure. Aus dem Rum\u00e4nischen \u00fcbertragen von Gerhardt Csejka, Horst Fassel, Edith Konradt und Johann Lippet. Pop Verlag<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Absolute Macht<\/strong><em>.\u00a0Roman(z)e(n) aus einem vertraulichen Tagebuch. Roman(\u0163)e dintr-un jurnal discret.<\/em> Gedichte. Zweisprachige Ausgabe Rum\u00e4nisch \/ Deutsch. \u00dcbertragen von Gerhardt Csejka, Horst Fassel, Edith Konradt, Johann Lippet, Horst Samson, Georg Scherg und Dieter Schlesak. Pop Verlag, Ludwigsburg 2018<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Traian Pop Traian, der seit 1990 in Deutschland lebt, war in der literarischen Szene Rum\u00e4niens kein Unbekannter, geh\u00f6rte Anfang der achtziger Jahre zu jener Generation junger Lyriker, die von der rum\u00e4nischen Literaturkritik in Anlehnung an die Beat Generation in den&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2022\/12\/10\/tausendsassa\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":257,"featured_media":101074,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[628,3311,3032,104,352,3310,1907,516,93,143,3304,169,363,258,853,427,934,263,36,443,425,327,504,354,173,517,933,603,84,301,866,503,129,521],"class_list":["post-96987","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-a-j-weigoni","tag-alphonse-allais","tag-andreas-gryphius","tag-axel-kutsch","tag-bodo-hell","tag-cornel-ungureanu","tag-elke-engelhardt","tag-elke-erb","tag-francisca-ricinski","tag-friederike-mayrocker","tag-georg-scherg","tag-gerd-sonntag","tag-gerhard-jaschke","tag-hans-bender","tag-heinrich-heine","tag-herta-muller","tag-horst-samson","tag-ilse-aichinger","tag-ioona-rauschan","tag-johann-lippet","tag-johann-wolfgang-goethe","tag-jose-f-a-oliver","tag-linde-waber","tag-marlene-streeruwitz","tag-maximilian-zander","tag-michael-donhauser","tag-papi","tag-peter-weibel","tag-theo-breuer","tag-traian-pop","tag-ulrich-bergmann","tag-ulrich-tarlatt","tag-ulrike-draesner","tag-zsuzsanna-gahse"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/96987","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/257"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=96987"}],"version-history":[{"count":3,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/96987\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":101075,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/96987\/revisions\/101075"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/101074"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=96987"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=96987"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=96987"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}