{"id":96274,"date":"1997-05-30T00:01:30","date_gmt":"1997-05-29T22:01:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=96274"},"modified":"2022-02-18T10:16:49","modified_gmt":"2022-02-18T09:16:49","slug":"der-art-o-mat","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/05\/30\/der-art-o-mat\/","title":{"rendered":"Der ART-O-MAT"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">An einem lauen Fr\u00fchlingsabend im Jahr 1997 wollte der K\u00fcnstler Haimo Hieronymus eigentlich nur Zigaretten holen&#8230;<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_19132\" style=\"width: 676px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-19132\" class=\"wp-image-19132 size-full\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/20111120_ja_meth_076.jpg\" alt=\"\" width=\"666\" height=\"1000\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/20111120_ja_meth_076.jpg 666w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/20111120_ja_meth_076-199x300.jpg 199w\" sizes=\"auto, (max-width: 666px) 100vw, 666px\" \/><p id=\"caption-attachment-19132\" class=\"wp-caption-text\">Der Prototyp, ein ART-O-MAT von Haimo Hieronymus, Photo: Dieter Meth<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8230;als die Packung durch Bet\u00e4tigung der Schublade erschien, war ihm sofort klar, dass man hier ein Vermarktungssystem hatte, welches auch f\u00fcr Kunst brauchbar sein w\u00fcrde. Hieronymus hat bei einem Automatenbetreiber angefragt, prompt hatte er ein ausrangiertes Ger\u00e4t, das er zun\u00e4chst leihweise, sp\u00e4ter dann dauerhaft \u00fcbergab. Die erste Aufstellung war ein gro\u00dfer Erfolg. Viele K\u00fcnstler haben gefragt, ob sie das System einfach nachmachen d\u00fcrfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>&#8222;Klar. Ideen sollten frei bleiben und nicht durch irgendwelche Eitelkeiten eingeschr\u00e4nkt werden.&#8220;<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">KUNO zitiert aus dem Artikel \u201eKunst aus dem Automaten\u201c aus dem Jahr 2007 von Achim Benke f\u00fcr die <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/wp\/region\/rhein_ruhr\/kunstobjekte-aus-dem-automaten-id1648926.html\">Westfalenpost<\/a>:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Automaten ja, aber was ist ein <em>Artomat<\/em>? Der Neheimer K\u00fcnstler Haimo Hieronymus hatte 1997 eine Idee, als neue Zigarettenautomaten aufgestellt wurden. Er fragte sich, was passiert mit den alten Ger\u00e4ten und wie kann man sie neu nutzen. \u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 Er steckte kleine Kunstobjekte in bunte Schachteln und best\u00fcckte den Automaten. F\u00fcr kleines Geld erwirbt man Kunst und hat ein Unikat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Wie kamen Sie auf diese Idee?<\/em><br \/>\nMir fiel 1997 auf, dass neue Zigarettenautomaten in der Stadt angebracht wurden. Da kam mir die Idee die \u201cAlten\u201d doch nutzen zu k\u00f6nnen, um kleine Kunstobjekte in Schachteln zu verkaufen. Au\u00dferdem ist Kunst in Schachteln ges\u00fcnder als Zigaretten. Vielleicht hat man das gro\u00dfe Gl\u00fcck gezogen, dass der Inhalt der Schachtel im Wert steigt \u2013 ganz im Gegensatz zur Zigarette.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ist diese Idee irgendwie gesch\u00fctzt?<\/em><br \/>\nVon mir nicht. Meine Meinung ist, dass Ideen der Kunst allen offen stehen sollten. Nachahmung ist notwendig, um sie weiterzubringen. Sich alle Kunstideen registrieren und sichern zu lassen, finde ich nicht zielf\u00fchrend. Man muss Ideen spinnen, um sie weiter zu denken. Das k\u00f6nnen doch auch andere machen. Kunst hat immer Denkblockaden verhindert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Was soll der Artomat bezwecken?<\/em><br \/>\nK\u00fcnstler sollten die M\u00f6glichkeit erhalten, sich zu vermarkten. Vielleicht kann man dadurch einem K\u00fcnstler ein kleines Einkommen verschaffen. Die Artomaten sollten an Orten (z.B. Bibliotheken, Museen) stehen, die etwas mit Kunst zu tun haben. Somit wird Kunst f\u00fcr jedermann zug\u00e4nglich.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">In einer anderen Zeitzone.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den USA bildete sich zeitgleich eine ganze Gruppe von K\u00fcnstlern, die &#8222;Artists in Cellophane&#8220;, welche das Wort &#8222;art-o-mat&#8220; selbstverst\u00e4ndlich sofort (noch in 1997) sch\u00fctzen lie\u00df. Man kann sie unter dieser <a href=\"http:\/\/www.artomat.org\">Adresse<\/a> finden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192<\/strong> Zum Thema K\u00fcnstlerb\u00fccher finden Sie hier einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=12840\">Essay<\/a> sowie einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=834\">Artikel<\/a> von J.C. Albers. Lesen Sie in diesem Zusammenhang auch den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=23600\">Essay<\/a> \u00fcber den Wandel des Museums.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An einem lauen Fr\u00fchlingsabend im Jahr 1997 wollte der K\u00fcnstler Haimo Hieronymus eigentlich nur Zigaretten holen&#8230; &nbsp; &nbsp; &#8230;als die Packung durch Bet\u00e4tigung der Schublade erschien, war ihm sofort klar, dass man hier ein Vermarktungssystem hatte, welches auch f\u00fcr Kunst&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/05\/30\/der-art-o-mat\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":257,"featured_media":98186,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[44],"class_list":["post-96274","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-haimo-hieronymus"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/96274","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/257"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=96274"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/96274\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":98189,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/96274\/revisions\/98189"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/98186"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=96274"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=96274"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=96274"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}