{"id":95898,"date":"2002-12-07T00:01:06","date_gmt":"2002-12-06T23:01:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=95898"},"modified":"2022-02-28T18:50:54","modified_gmt":"2022-02-28T17:50:54","slug":"rodneys-underground-press-im-dienste-der-underground-literatur","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2002\/12\/07\/rodneys-underground-press-im-dienste-der-underground-literatur\/","title":{"rendered":"Rodneys Underground Press &#8211; im Dienste der Underground-Literatur"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Was ist noch Underground in einer Welt, wo sich jeder via Internet selbst verwirklichen kann, ja bis auf die Unterhose selbst darstellen kann? Der Begriff Underground irritiert heutzutage.<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Underground-Literatur in den 1970ern bis in die 90er war Untergrund, weil kaum jemand Interesse hatte, das Zeug zu ver\u00f6ffentlichen oder zu vertreiben. Mit der neuen Technologie des Kopierens (sic!) wurde das Herausgeben revolutioniert. Jeder, der wollte, konnte schnell und billig seine verqueren Gedanken vervielf\u00e4ltigen. In den 1980ern machten das besonders die Punks mit ihren so genannten Fanzines. Haupts\u00e4chlich ging es dabei um Musik, Konzerte und den pers\u00f6nlichen, von allerlei Ressentiments gepr\u00e4gten Alltag. Einige ver\u00f6ffentlichten ihre eigenen Texte. Gedichte, Stories, Pamphlete. Gegen Ende den Jahrzehnts formierte sich so ein Dreigestirn der Punkliteratur: \u201eKopfzerschmettern\u201c aus Hanau, \u201eIkarus\u201c aus Mainz und \u201eProdukt\u201c aus Duisburg. Dieses Dreigestirn bildete die Urzelle des sp\u00e4teren \u201eSocial Beat\u201c, wovon die Macher nat\u00fcrlich selbst nichts wissen konnten. Die Zeitschriften wurden zumeist im Direktverkauf in Kneipen und auf Konzerten verh\u00f6kert. Es begann ein regelrechter Boom an Literatur-Fanzines einzusetzen. Zeitschriften wie \u201eCocksucker\u201c, \u201eDer St\u00f6rer\u201c, \u201e3D-Silbig\u201c und viele andere gesellten sich dazu. Sp\u00e4ter das \u201eRatriot\u201c und \u201eMy Choice\u201c. Alles in allem ein buntes Sammelsurium von Menschen, die zumeist der Punkszene entstammten. Der Isabel-Rox-Verlag legte 1992 mit der Anthologie \u201eDowntown Deutschland\u201c die erste \u00dcbersicht dieser sich in Entwicklung befindlichen Szene in Buchform vor. Im gleichen Jahr trafen sich anl\u00e4sslich der Mainzer-Minipressen-Messe ein Gro\u00dfteil der Protagonisten. An einem bierseligen Abend im mehr als beschaulichen Wolfskehlen beschlossen die Versammelten, sich in Berlin zu treffen, um eine gemeinsame Zeitschrift ins Leben zu rufen. Daraus entstand ungeplant ein riesiges Treffen: Das erste Social-Beat-Literaturfestival &#8222;T\u00f6te den Affen&#8220;. Der Erfolg des Festivals war immens und resultierte nicht zuletzt aus der Verquickung einer im Westen entstandenen unkommerziellen, undogmatischen Undergroundszene mit dem Hunger der Ostler auf Selbstverwirklichung in einem liberalen Kontext- fanden die meisten Veranstaltungen doch rund um den Prenzlauer Berg statt. Am Ende waren die Westler v\u00f6llig \u00fcberrannt von dem Erfolg, und niemand wusste so recht, wohin der Weg f\u00fchren sollte. Das eigene Ziel einer gemeinsamen Zeitschrift sollte zumindest nie umgesetzt werden.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Daf\u00fcr waren noch mehr Menschen von der Idee, abseits der eingelaufenen literarischen Pfade sein eigenes Ding durchzuziehen, angefixt. Allen voran Volly Tanner und Wolfram Teufel aus Leipzig, die zusammen mit befreundeten Autor*innen die \u201eVergammelten Schriften\u201c herausgaben. Und im sonst weniger spannenden Bochum hatte ich die verr\u00fcckte Idee, einen eigenen Vertrieb zu gr\u00fcnden, weil irgendjemand schlie\u00dflich die Machwerke der Social-Beat-Bewegung unters Volk bringen musste.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Erfolg von \u201eRodneys Underground Press\u201c war trotzdem \u00fcberraschend. In Berlin sorgte ja eine greifbare Euphorie f\u00fcr Auftrieb. Beim Vertrieb traf ich auf eine anonyme Masse, die nicht klar zu definieren war. Angefangen hatte alles mit einem gefalteten DIN A4-Blatt im September 1992. Au\u00dfer dem mittlerweile legend\u00e4ren \u201eDowntown Deutschland\u201c gab es kaum B\u00fccher. Der kommerzielle Erfolg war \u00e4u\u00dferst gering, sofern \u00fcberhaupt vorhanden. Darum ging es aber auch nicht. Die Idee war einfach, Literatur, die eben der Mainstream ablehnte, unters Volk zu bringen. Durch Lesungen, Flyer und Direktverkauf. Festivals in Hannover oder Darmstadt, Lesungen in Braunschweig, G\u00f6ttingen oder Leverkusen zogen besonders junge Leute an, die ange\u00f6det waren vom diktatischen Ges\u00fclze, waren auf der Suche nach neuer Literatur, die sich mit ihren Problemen besch\u00e4ftigten. Social Beat war in aller Munde, und es gab nicht wenige, die glaubten, dass das n\u00e4chste gro\u00dfe Ding sei. Pl\u00f6tzlich gab es Social-Beat-Maler, sogar SB-M\u00f6bel, was aber auch f\u00fcr Unmut sorgte.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Das zweite SB-Festival in Berlin-Ost entbl\u00f6\u00dfte schnell die Schw\u00e4chen des fragilen Konstrukt Social Beat. Jetzt trafen etablierte westdeutsche Undergrounder wie J\u00fcrgen Ploog oder Kiev Stingl auf einen SB-Kern, der seine \u201ePunktraditionen\u201c in Gefahr sah. Das Publikum wollte Antworten auf die zentrale Frage, was Social Beat eigentlich wollte, und sowohl die Etablierten als auch die Social Beatniks wussten es nicht. Bezeichnend daf\u00fcr war eine eigens anberaumte Er\u00f6ffnungsdiskussion, die mit folgendem Dialog begann:<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">J\u00fcrgen Ploog: \u201eIch bin nach Berlin gekommen wegen Kiev Stingl.\u201c Kiev Stingl: \u201eIch bin wegen J\u00fcrgen Ploog nach Berlin gekommen.\u201c Tom Toys: \u201eIch bin nach Berlin gekommen, um mich zu verlieben.\u201c<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Was sollte das Publikum davon halten? Die Zuschauerzahlen schnellten zwar noch in kaum vorstellbare Gr\u00f6\u00dfen, im \u201eRoten Salon\u201c der Volksb\u00fchne fand man selbst auf den Boden kaum Platz, das Res\u00fcmee war aber zwiesp\u00e4ltig. In den kommenden Wochen und Monaten dividierte sich folglich die Szene. Die \u201eTraditionalisten\u201c blieben dabei unter sich.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Davon war bei RUP jedoch nichts zu sp\u00fcren. Im Gegenteil. Es lief richtig rund. Besonders die Zeitschriften und die selbst getackerten Einzelpublikationen, die gerne in Fachkreisen auch Chapbooks genannt werden, erfreuten sich zunehmender Beliebtheit. Zeitkritische Texte, die f\u00fcr wenig Geld auf das aktuelle Geschehen eingingen, waren wohl einer der entscheidenden Gr\u00fcnde f\u00fcr den Erfolg der SB-Literatur.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Absolute Bestseller unter den Zeitschriften waren der \u201eCocksucker\u201c, von dem zusammen mehrere hundert Exemplare verkauft wurden und damit die unumstrittene No 1 der Zeitschriften wohl f\u00fcr immer bleibt, \u201eDer St\u00f6rer\u201c und \u201eKopfzerschmettern\u201c. Untypische Szene-Magazine wie das Art-Scum-Zine \u201eInside\u201c haben sich dagegen eher schlecht vertreiben lassen. Daf\u00fcr wurden sie auf Lesungen und Messen wie verr\u00fcckt gekauft. Auf erw\u00e4hntem SB-Festival in Darmstadt waren vom \u201eInside\u201c bis auf ein Exemplar bereits alle mitgebrachten Hefte vergriffen, bevor es \u00fcberhaupt offiziell losgegangen war. Entscheidend war auch, dass es damals kaum Konkurrenz zum gedruckten Wort gab. In Bielefeld riss das Publikum Hermann Borgerding, mit dem ich damals viele Touren zusammen durchgestanden habe, und mir die B\u00fccher in einer so genannten Zigarettenpause aus den H\u00e4nden. Selbst die zwei \u00e4u\u00dferst teuren (schlappe 30 Mark) Anthologien \u201eSocial Beat D\u201c und \u201eGerman Trash\u201c, die beim Galrev-Verlag erschienen sind. Wobei ich fairerweise sagen muss, dass ich sie zu meinen nicht un\u00fcblichen Dumpingpreisen angeboten hatte (die B\u00fccher gibt es \u00fcbrigens noch zu einem mittlerweile fairen Kurs zu kaufen). Das Spannende daran waren beileibe nicht die Verkaufszahlen, sondern dass die Leute damals dankbar und froh dar\u00fcber waren, dass wir sie aus ihrem Alltagssumpf ein St\u00fcck weit herausgezogen haben. Ehrlich, die Leute freuten sich endlich, was anderes h\u00f6ren und lesen zu k\u00f6nnen, als die \u00fcbliche kommerzielle Kost, die mehr und mehr den Literaturbetrieb \u00fcbernahm und heute absolut dominiert.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter den so genannten Chapbooks ist nat\u00fcrlich der ber\u00fcchtigte Jan Off einer, der f\u00fcr berauschende Verkaufszahlen sorgte. Aber gerade bei den selbst produzierten Heften sind einige Kollegen weit vorne, die heute kaum noch in Erscheinung treten oder sogar l\u00e4ngst vergessen sind. Allen voran Andie Z., b\u00fcrgerlich Andreas Schulz, ein waschechter DDR-Punk, der mit seinem kopierten Heft \u201eWas soll\u00b4s\u201c selbst Jan Off auf die Pl\u00e4tze verweist. Dann w\u00e4re da noch ein gewisser Tuberkel Knuppertz, vor \u00fcber 10 Jahren Drummer der Punkband \u201e1. Mai 1987\u201c, von dem ich nie genug nachbestellen konnte (oft musste ich mich zur \u00dcberbr\u00fcckung von Engp\u00e4ssen mit Exemplaren aus meiner eigenen Sammlung behelfen, was auch der Grund ist, dass meine Sammlung heute einige L\u00fccken aufweist). Und zu guter Letzt: Rudi Proske. Zu ihm muss ich eine kleine Geschichte erz\u00e4hlen. Vom Rudi erschien 1991 der Kurzgeschichtenband \u201eUnversch\u00e4mt\u201c, der gerade mal 36 Seiten umfasste. Und zwar in Wolfgang R\u00fcgers ausgezeichneter* Bitter Lemon-Reihe. Die Auflage betrug \u00fcberschaubare 100 St\u00fcck, aber jetzt kommt\u00b4s: der Einzelpreis 18,00 DM. F\u00fcr damalige Verh\u00e4ltnisse abnorm viel und wie ich fand schon recht \u201eunversch\u00e4mt\u201c (*eben abgesehen vom Preis), was ich auch in der Beschreibung erw\u00e4hnte &#8211; wohlgemerkt, es handelte sich dabei um ein Heft. Ich war also von vornherein davon ausgegangen, dass ich nur wenige Exemplare verkaufe. Am Ende waren es aber 18 St\u00fcck oder anders ausgedr\u00fcckt 18 % der Gesamtauflage. Obwohl Rudi damals zu den absoluten Rennern geh\u00f6rte, fand ich das extrem viel.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Und genau die selbst kopierten, getackerten Zeitschriften und Hefte haben daf\u00fcr gesorgt, dass RUP \u00fcber den Niedergang des Social Beat Ende der 1990er hinaus so lange ausgehalten hat. Und seine Verwurzelung im Punk.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">In der zweiten Dekade der 1990er stellte eine Zeitschrift nach der anderen sein Erscheinen ein. Der Slam Poetry verdr\u00e4ngte zusehends die Lesungen, das Publikum wollte Action, wollte Party und nicht mehr blo\u00df Zuh\u00f6ren. Um das Jahr 2000 wandt ich mich deshalb wieder verst\u00e4rkt der Punkszene zu, inserierte flei\u00dfig in Zeitschriften wie Plastic Bomb und Ox, die es mittlerweile in jedem gut sortierten Bahnhofskiosk gibt. Und traf wieder v\u00f6llig unerwartet auf ungeheure Resonanz, so gewaltig, dass sich daraus eine neue Punkliteraturszene entwickelte, die ihren H\u00f6hepunkt in den hervorragenden Zines \u201eVorsicht Schreie\u201c und \u201eStra\u00dfenfeger\u201c fand.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch trotz der unerwarteten Resonanz der jungen Punks geriet RUP immer mehr ins Schlingern, und gerade Jan Off und Andie Z. verdeutlichten das Dilemma. Konnte ich wie gesagt ihre Chapbooks nicht oft genug nachbestellen, verkaufte ich von ihren gedruckten B\u00fcchern, die ab dem Jahr 2000 ebenfalls mehr und mehr die Publikationen dominierten, nur noch einzelne Exemplare. Bei Jan Off waren es nat\u00fcrlich ein paar mehr, aber auch er kam bei weitem nicht an die Verkaufszahlen seiner Hefte heran. B\u00fccher an sich waren nicht das Problem. Wie viele Exemplare des legend\u00e4ren \u201eDowntown Downtown\u201c und seines Nachfolgers \u201eAsphalt Beat\u201c durch meine H\u00e4nde gingen, kann ich beim besten Willen nicht sagen (die Gesamtauflagen beider B\u00fccher liegen schlie\u00dflich auch im vierstelligen Bereich). Auch mein erster Gedichtband \u201eBlues im Morgenmantel\u201c hat sich ordentlich verkauft . Nur mit dem massenhaften Drucken von B\u00fcchern, auch dank der digitalen Billigvariante und der einhergehenden Vermarktung gerade durch das Internet, geriet RUP mehr und mehr ins Hintertreffen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Zwischenzeit haben uns die eing\u00e4ngigen Vertriebe, um sie mal so zu bezeichnen, und auch die mittlerweile gut ausgebauten Punkmailorders die Kundschaft weitestgehend weggeschnappt. Selbst bei den meisten Verlagen gibt es die M\u00f6glichkeit, die verlagseigenen Publikationen portofrei zu bestellen. Auch den jungen Punks geht zunehmend die Puste aus, so dass in letzter Zeit nur noch selten eine neue Nummer erscheint. Von daher macht es eigentlich immer weniger Sinn, einen Vertrieb f\u00fcr Undergroundliteratur zu betreiben. Trotzdem bleibt RUP als Anlaufstelle erhalten, eben f\u00fcr die absoluten Freaks, die auch mal in den Old-School-Bereich der Underground-Literatur eintauchen wollen. RUP wird weiter DIY bzw. wirkliche Nischenprodukte vertreiben. Schlie\u00dflich werkeln einige der alten Traditionalisten flei\u00dfig an einer recht professionell herausgegebenen Zeitschrift namens \u201eMaulhure\u201c. Und so wie es im Moment aussieht wird RUP zus\u00e4tzlich zum Verlag mutieren, um eben Chapbooks in Eigenregie zu produzieren. Also es hei\u00dft, weiter beobachten unter www.undergroundpress.de und nicht bei Amazon Halt machen.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\r\n<!-- \/wp:post-content -->\r\n\r\n<!-- wp:paragraph {\"align\":\"center\"} -->\r\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"text-align: center;\">***<\/p>\r\n<!-- \/wp:paragraph -->\r\n\r\n<!-- wp:paragraph {\"fontSize\":\"large\"} \/-->\r\n\r\n<!-- wp:image {\"align\":\"left\",\"id\":66376,\"sizeSlug\":\"large\"} -->\r\n<div class=\"wp-block-image\">\r\n<figure class=\"alignleft size-large\">\r\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-98312\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/social-beat-umschlag.jpg\" alt=\"\" width=\"214\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/social-beat-umschlag.jpg 214w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/social-beat-umschlag-160x224.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 214px) 100vw, 214px\" \/>Weiterf\u00fchrend \u2192 <\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu den Gr\u00fcndungsmythen der alten BRD geh\u00f6rt die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/04\/01\/nonkonformistische-literatur\/\">Nonkonformistische Literatur<\/a>, lesen Sie dazu auch ein Portr\u00e4t von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2000\/04\/04\/vauo\/\">V.O. Stomps<\/a>, dem Klassiker des Andersseins. Kaum jemand hat die L\u00fcckenhaftigkeit des <em>Underground<\/em> so konzequent <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/09\/24\/underground\/\">erz\u00e4hlt<\/a> wie N\u00ed Gudix und ihre <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/08\/23\/kritik-an-der-literarischen-alternative\/\">Kritik an der literarischen Alternative<\/a> ist berechtigt. Ein Portr\u00e4t von N\u00ed Gudix findet sich <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/08\/16\/da-lernst-du-die-menschen-kennen\/\">hier<\/a> (und als Leseprobe ihren <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2006\/12\/30\/hausaffentango\/\">Hausaffentango<\/a>). Lesen Sie auch die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/09\/24\/erinnerungen\/\">Erinnerungen an den Bottroper Literaturrocker<\/a> von Werner Streletz und den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/09\/28\/rip-bruno\/\">Nachruf<\/a> von Bruno Runzheimer. Zum 100. Geburtstag von Charles Bukowski, eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/08\/16\/ledertasche-geborgt\/\">Doppelbesprechung<\/a> von Hartmuth Malornys Ruhrgebietsroman <em>Die schwarze Ledertasche<\/em>. 1989 erscheint Helge Schneiders allererste Schallplatte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26990\"><em>Seine gr\u00f6\u00dften Erfolge<\/em><\/a>, produziert von Helge Schneider und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/07\/20\/klangkloetzchen\/\">Tom T\u00e4ger<\/a> im Tonstudio\/Ruhr. Lesen Sie auch das <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26709\">Portr\u00e4t <\/a>der einzigartigen Proletendiva aus dem Ruhrgebeat auf KUNO. In einem Kollegengespr\u00e4ch mit Barbara Ester dekonstruiert A.J. Weigoni die <em><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/10\/09\/ruhrgebietsromantik\/\">Ruhrgebietsromantik<\/a><\/em>. Mit<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=6071\"> Kersten Flenter<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/06\/23\/killroy-review\/\">Michael Sch\u00f6nauer<\/a> geh\u00f6rte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/08\/24\/polyphone-ich-erzaehlungen\/\">Tom de Toys<\/a> zum\u00a0Dreigestirn des deutschen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/01\/05\/bewegung\/\">Poetry Slam<\/a>. Einen Nachruf von Theo Breuer auf den Urvater des Social-Beat finden Sie <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/03\/07\/hubsch-revisited\/\">hier<\/a> \u2013 Sowie selbstverst\u00e4ndlich his <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/06\/25\/wie-was-social-beat-ist-und-warum-und-warum-nicht\/\">Masters voice<\/a>. Und Dr. Stahls kaltgenaue <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2002\/06\/26\/social-beat-vs-digitales-dasein\/\">Analyse<\/a>. \u2013 Constanze Schmidt beschreibt den Weg von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26080\">Proust zu Pulp<\/a>. Ebenso eindr\u00fccklich empfohlen sei Heiner Links <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=42272\">Vorwort<\/a> zum Band Trash-Piloten. Inzwischen hat sich Trash andere Kunstformen erobert, dazu die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/11\/01\/trash-eine-einfuehrung\/\">Aufmerksamkeit<\/a> einer geneigten Kulturkritik. In der Reihe <em>Gossenhefte<\/em> zeigt sich, was passiert, wenn sich literarischer Bodensatz und die Reflexionsm\u00f6glichkeiten von popul\u00e4rkulturellen Tugenden nahe genug kommen, der Essay <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=35655\"><em>Perlen des Trash<\/em><\/a> stellt diese Reihe ausf\u00fchrlich vor. Die KUNO-Redaktion bat A.J. Weigoni um einen Text mit Bezug auf die Mainzer Minpressenmesse (MMPM) und er kramte eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1993\/05\/31\/treff-der-titanen\/\">Realsatire<\/a> aus dem Jahr 1993 heraus, die er f\u00fcr den Mainzer Verleger Jens Neumann geschrieben hat. J\u00fcrgen Kipp \u00fcber die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/06\/01\/geschichte-und-aufgaben-des-mainzer-minipressen-archives-mmpa\/\">Aufgaben des Mainzer Minipressen-Archives<\/a>. Ein w\u00fcrdiger Abschlu\u00df gelingt Boris Kerenski mit <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/03\/30\/wer-war-ist-noch-social-beat\/\">Stimmen aus dem popliterarischen Untergrund<\/a><strong>.<\/strong><\/p>\r\n<\/figure>\r\n<\/div>\r\n<!-- \/wp:image -->\r\n\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was ist noch Underground in einer Welt, wo sich jeder via Internet selbst verwirklichen kann, ja bis auf die Unterhose selbst darstellen kann? 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