{"id":94483,"date":"2005-01-02T00:01:06","date_gmt":"2005-01-01T23:01:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=94483"},"modified":"2022-09-19T05:47:40","modified_gmt":"2022-09-19T03:47:40","slug":"transmediale-poesie","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/01\/02\/transmediale-poesie\/","title":{"rendered":"Transmediale Poesie"},"content":{"rendered":"<p align=\"right\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Wenn man sich den Ursprung der Lyrik ansieht, so kommt der Begriff selbst von \u201eLyra\u201c, Leier, sprich, Lyrik war auch Wort in Verbindung mit Klang und Rhythmus. Das bedeutet, in gewissem Sinne ist die Wurzel der Poesie ja schon \u201einterdisziplin\u00e4r\u201c, wenn man so will. Ich denke aber, dass doch eine Tendenz besteht, mehr und mehr auch andere Medien wie Videokunst und Live-Elektronik einzubeziehen.<\/em><\/span><\/p>\n<p align=\"right\"><span style=\"color: #999999;\">Sophie Reyer<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von den H\u00fctern der reinen Lehre aus betrachtet, erscheint die Gattung Lyrik nur in der Einwegverpackung Buch akzeptabel. \u201eWerch ein Illtum!\u201c, schrieb Ernst Jandl (selbst ein Meister des Vortrags) in dem Gedicht \u201eLichtung\u201c. Vor Gutenbergs epochaler Erfindung lebte die Gattung Lyrik vom Vortrag, KUNO erinnert in diesem Zusammenhang an den Minnesang, eine hoch ritualisierte Form der gesungenen Liebeslyrik, die der westeurop\u00e4ische Adel etwa von der Mitte des 12. bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts pflegte. Gedichte existieren seit dem Gilgame\u0161-Epos in sehr vielseitigen Formen: Verbreitet sind im tonalen Bereich dieser Gattung: Sonette und Balladen, daneben auch Liedertexte und Limeriks. Sprache und W\u00f6rter sind gleichfalls ein reflektierter Gegenstand, es liegt die Vermutung nahe, da\u00df sich nur noch wenige Poeten als orphische S\u00e4nger verstehen. Es sei ferner erinnert an Traktate, gelehrte Schriften, Polemiken, Satiren, Erbauungsschriften, Gelegenheitsdichtungen, aber auch die sogenannte \u201ehohe Lyrik\u201c. Gedichte werden \u00fcber beinahe alle Inhalte geschrieben. Sie erz\u00e4hlen gro\u00dfe historische Gegebenheiten, huldigen Herrschern oder Geliebten (Minnesang), preisen den eigenen Staat (Nationalhymne) oder die eigene Klasse (Arbeiterlieder), erz\u00e4hlen tragische Geschichten, Erotisches oder Moritaten, dienen seit dem 19. Jahrhundert auch der Selbstvergewisserung des Autors und richten sich aber im 20. Jahrhundert daneben zunehmend auf Begebenheiten des Alltags. Gedichte werden auch improvisiert, etwa im Calypso oder im Rap, hier weniger vom Inhalt betrachtet als eine neue rhythmische Rezitationsform.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Die Schrift ist gegen\u00fcber dem Medium der m\u00fcndlichen Sprache und Kommunikation minderwertig, da sie sich nachteilig auf das Erinnerungsverm\u00f6gen auswirkt.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Platon<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dem Medium H\u00f6rbuch lauschen wir der Wiederann\u00e4herung der Worte an die Musik nach. Im Abspielger\u00e4t wird die Sprache selbst zum Mittel ihrer Entk\u00f6rperlichung, im Lautsprecher geht die Spreche mehr und mehr in Schall auf. Mit all diesen lyrischen Formen und ihrer sinnhaften Ausweitung in den akustischen Bereich, hat sich die Redaktion im letzten Jahrzehnt <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/01\/02\/laboratorium-der-poesie\/\">besch\u00e4ftigt<\/a>, &#8211; die Redaktion muss dies kritisch hinterfragen &#8211; hat sich seit dem \u201eStrukturwandel der \u00d6ffentlichkeit\u201c wirklich viel ge\u00e4ndert?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Blick zur\u00fcck: Bereits 1991 legte dieses Duo die zum Schlagwort gewordenen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1991\/01\/18\/literaturclips-2\/\"><em>Literaturclips<\/em><\/a> vor. Erst in 1993 schlossen sich mehrere bekannte belletristische Verlage zusammen (unter anderem Suhrkamp, Hanser und Rowohlt und gr\u00fcndeten den H\u00f6rverlag (DHV) in M\u00fcnchen um das <em>Audiobuch<\/em>\u00a0auf CD zu vermarkten. Hier werden vor allem Lesungen l\u00e4ngst bew\u00e4hrter Titel aus Klassik und Moderne vermarktet, die von bekannten Schauspielern vorgelesen werden, es geht um eine Mehrfachverwertung, die \u00e4sthetisch nicht weiter beachtenswert ist, wenn einmal eine H\u00f6rspielproduktion auftaucht, dann ist es die \u00dcbernahme eines \u00f6ffentlich-rechtlichen Senders, \u00dcbernahmen des sogenannten \u201eNeuen H\u00f6rspiels\u201c sind da eher selten. Es gibt viel verdienstvolles darunter, doch das weitaus meiste bezieht sich auf die gesicherte und bereits ausf\u00fchrlich referierte Literaturgeschichte. Den gro\u00dfen Verlagen geht es lediglich darum, eine neue Wertsch\u00f6pfungskette zu erschlie\u00dfen. \u201eEntfaltung der Produktivkr\u00e4fte\u201c, eine materialistische Variante der christlichen Trias von Glaube, Liebe und Hoffnung\u201c, schieb Enzensberger. Welches kreative Potential wirklich im Bereich <em>Audiob\u00fccher<\/em> erschlie\u00dfenswert ist, bleibt auch nach \u00fcber zehn Jahren weiterhin den unabh\u00e4ngigen Labels \u00fcberlassen. Etwas anderes war eigentlich nicht zu erwarten, wir wollen dar\u00fcber nicht in Kulturpessimismus verfallen und nehmen es mit einem <em>Ohrenzwinkern<\/em> wahr.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>A.J. Weigoni und\u00a0 Tom T\u00e4ger sp\u00fcren der Sprache vor allem als akustischem Ph\u00e4nomen nach.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Dr. Christiane Schl\u00fcter, Buecher-Wiki<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_12887\" style=\"width: 221px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-12887\" class=\"wp-image-12887 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/GedichteCover-211x300.jpg\" alt=\"\" width=\"211\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/GedichteCover-211x300.jpg 211w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/GedichteCover.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 211px) 100vw, 211px\" \/><p id=\"caption-attachment-12887\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Thomas Suder<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das neue Gebiet der <em>Klangb\u00fccher<\/em> ist Sprach-Kunst, Arbeit am Wort, und es steht dem Umstand nichts im Wege, ihr als solcher mit Ernsthaftigkeit und vor allem Selbstverst\u00e4ndlichkeit zu begegnen. Seit der Gr\u00fcndung des <em>Labors<\/em> stand das <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=62544\">transmediale Erz\u00e4hlen<\/a> im Vordergrund der k\u00fcnstlerischen Spekulationen. Im multimedialen Bienenstock lanciert die <em>Edition Das Labor<\/em> auf der Plattform <em>vordenker.de<\/em> mit <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/metaphon_konzept.htm\">MetaPhon<\/a> eine Reihe, in der Facetten der <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=8121\">multimedialen Kunst<\/a> und des <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=28660\">H\u00f6rbuchs<\/a> zug\u00e4nglich gemacht werden, die nach den herk\u00f6mmlichen Marktgesetzen unerschlossen bleiben. Der <em>Markt<\/em> wurde durch die unabh\u00e4ngigen Labels entmystifiziert. Das aufgekl\u00e4rte Publikum erwartet nun K\u00fcnstler, Wissenschaftler, Akteure, die den Vorhang aufrei\u00dfen, um in anderen Formen zu erz\u00e4hlen. Die Kunstakademie hatte sich in den 1970er Jahren als installativer Diskursraum auf die Ratingerstra\u00dfe ausgedehnt. Als k\u00fcnstlerische Grenzg\u00e4nger betrieben A. J. Weigoni und Frank Michaelis mit der Literatur, in einem hocharbeitsteiligem Virtuosentum mit den Schauspielern Marion Haberstroh und Kai M\u00f6nnich, eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=77122\">multimediale H\u00f6rspielerei<\/a> zwischen Performance, Theater und Lesung, und setzen Elemente der Minimalmusik ebenso ein, wie die des Jazz. Es ging bei dieser Zusammenarbeit um eine Synthese, die Alchemie des Zusammenbringens, die Erweiterung der Vorstellung, was mit Literatur, Musik und Kunst m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Der Claim f\u00fcr <\/em><em>Klangb\u00fccher<\/em><em> war noch nicht abgesteckt<\/em><\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_12635\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-12635\" class=\"wp-image-12635 size-full\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Taeger-300x288.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"288\" \/><p id=\"caption-attachment-12635\" class=\"wp-caption-text\">Tom T\u00e4ger, Komponist der H\u00f6rspielmusik zu Se\u00f1ora Nada \u00b7 Photo: Dieter Meth<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als der Tonmeister Tom T\u00e4ger 1989 im <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26948\"><em>Tonstudio an der Ruhr<\/em><\/a> Helge Schneiders erste Schallplatte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26990\">Seine gr\u00f6\u00dften Erfolge<\/a> produzierte, hat man ihn f\u00fcr verr\u00fcckt gehalten. Als A.J. Weigoni 1991 seine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25399\">LiteraturClips<\/a> auf CD (der Claim f\u00fcr <em>Klangb\u00fccher<\/em> war noch nicht abgesteckt) realisierte, hat man ihn f\u00fcr verr\u00fcckt gehalten. 1995 begann die Zusammenarbeit von T\u00e4ger und, die mit dem H\u00f6rbuch <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/01\/18\/das-gesamtwerk-des-sprechstellers\/\"><em>Gedichte<\/em><\/a> einen sinnf\u00e4lligen crossmedialen Zirkelschlu\u00df findet, zu dem T\u00e4ger als <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=6174\">H\u00f6rspielkomponist<\/a> mit <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/taeger\/senora_nada.htm\">Se\u00f1ora Nada<\/a> eine Musik der befreiten Melodien zelebriert oder bei dem zweiten Monodram <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=41250\">Unbehaust<\/a> eine Klang-Collage aus Papierger\u00e4uschen anfertigt. Ein H\u00f6rbuch zu machen bedeutet f\u00fcr T\u00e4ger und Weigoni das Navigieren durch einen Sprachsturm, ohne ihn zu b\u00e4ndigen. Jedes dieser Langgedichte hat einen eigenen, unverwechselbaren Rhythmus. Die meisten W\u00f6rter haben ein Doppelleben, das Klangprinzip f\u00fchrt zuweilen ein Eigenleben, w\u00e4hrend der Anteil des Verstandes beiseite steht, der Klang der Sprache wird auf dem H\u00f6rbuch zur Realit\u00e4t. Diese Gedichte stammen im engeren Sinne gar nicht aus dem Literarischen, auch und gerade in einem traditionellen Sinn, das H\u00f6rbuch arbeitet in und an der Sprache und weniger auf der Ebene des Dargestellten, des Inhalts. Gesprochene Sprache ist ein Zur\u00fcckbesinnen auf das, was Literatur sein sollte:\u00a0das Erzeugen von Komik und Tragik, von \u00c4sthetik und H\u00e4sslichkeit allein durch Sprache. Weigoni sch\u00e4lt die Kl\u00e4nge aus den W\u00f6rtern, er bewegt sich auf <a href=\"http:\/\/www.buecher-wiki.de\/index.php\/BuecherWiki\/WeigoniGedichte\">Gedichte<\/a> in der Intermedialit\u00e4t von Musik und Dichtung und sucht mit atmosph\u00e4rischem Verst\u00e4ndnis die auditive Poesie im \u00e4ltesten <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/weigoni\/schwebebahn.htm\">Literaturclip<\/a>, den die Menschheit kennt: dem <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/weigoni\/schmauchspuren.html\">Gedicht<\/a>!<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Se\u00f1ora Nada ist ein lyrisches Monodram \u00fcber das \u00dcberwinden von Trauma und Schmerz durch Erkenntnis dank des Eindringens in die unoffenbarte Zwischenwelt. Die Welt zwischen Haben und Sein, zwischen Bestimmung und Freiheit, zwischen Jetzt und Immer.<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #999999;\">Ioona Rauschan, Regisseurin des H\u00f6rspiels<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der VerDichter A.J. Weigoni entzieht sich genauen Gattungszuschreibungen. Einerseits ist <em>Se\u00f1ora Nada <\/em>ein lyrisches Monodram, andererseits kommt es in der Regie von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/02\/07\/gewahrte-erinnerung\/\">Ioona Rauschan<\/a> in der Form eines H\u00f6rspiel daher. Mit dieser Inszenierung erforschte sie das Transzendenzbegehren des Menschen in einer transzendental f\u00fcr obdachlos erkl\u00e4rten Welt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Produktion <em>Se\u00f1ora Nada<\/em> provoziert mit einem stream-of-consciousness durch Inhalte und nicht durch Dolby-Surround. Darin begleitet Tom T\u00e4ger die Schauspielerin Marina Rother mit einer Musik der befreiten Melodien. Seine Komposition zu <em>Se\u00f1ora Nada<\/em> ist durchsetzt von minimalistischen und improvisatorischen Erfahrungen, das Klangbild wird von experimentellen Kl\u00e4ngen zu Trivialkl\u00e4ngen in Bezug gesetzt. Die Vertonung ist rasch im Grundtempo. Crescendo- und Decrescendo-Verl\u00e4ufe schaffen fiebrig-erregte Ausdruckszonen wie die buchst\u00e4blich hervorbrechenden Forte- und Fortissimo-Attacken. T\u00e4gers Klanglichkeit bleibt Weigonis Exaltiertheit nichts schuldig. Es gibt Momente, da ber\u00fchren sich Musik und Sprache, wie eine Fingerkuppe vorsichtig in eine gespannte Wasseroberfl\u00e4che eintaucht, ohne sie zerst\u00f6ren zu wollen. Diese behutsamen Momente sind die Augenblicke, in denen f\u00fcr ein paar Takte kaum etwas zu h\u00f6ren ist. Es sind Sekunden von viel gr\u00f6\u00dferer Kraft als jedes Crescendo. Das Angebot, das in dieser Musik liegt, ist eine Herausforderung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn sich gegen Ende von <em>Se\u00f1ora Nada<\/em>, die Komposition zu einem leeren Quintklang zusammenzieht in der Pianissimo-Dynamik, haben die Takte dieses H\u00f6rst\u00fccks Welten an Ausdruck, Dynamik, Ambitus durchschritten. Man wei\u00df es nicht so genau, ob die Ruhe nach dem Sturm nachklingt oder eine im statischen Quintklang erstarrte Ersch\u00f6pfung. Die Vertonung Tom T\u00e4gers f\u00fcgt sie &#8211; mit allen Kontrasten von Tempoverl\u00e4ufen, Klangdichten, dynamischen Abstufungen &#8211; \u00fcber die Wortbedeutungen hinweg zu einer einleuchtenden Zyklik. Die Kl\u00e4nge und Strukturen sind eigenartig: \u00e4hnlich und doch immer wieder neu, streng und doch offen. Das Zuh\u00f6ren f\u00fchrte an ein Zeitempfinden heran, wie es in dieser Weise selten zu erleben ist. Jedes Kunstwerk erinnert an den Geist und die Erweiterbarkeit des menschlichen Horizonts. Jedes bedeutende Werk hat das Bewu\u00dftsein ge\u00f6ffnet und nicht einfach nur die \u00f6ffentliche Nachfrage nach Sch\u00f6nheit bedient.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Als Angelika Janz im Rheinland in den 70er Jahren erste Schritte in die Literatur- und Kunstszene unternahm, lehrte in D\u00fcsseldorf Joseph Beuys, in der Kunst wurden nicht die Schlachten des 19. Jahrhunderts geschlagen, sondern zwischen Pop Art und Fluxus wurde im Zukunftslabor gearbeitet.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Michael Gratz<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um die obigen \u00dcberlegungen provokativ zuzuspitzen: Da\u00df moderne Literatur nicht nur im begrenzten Format eines Buches seinen Platz hat, belegen der Multimediak\u00fcnstler <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=12763\">Peter Meilchen<\/a>, der Sprechsteller <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/weigoni\/schwebebahn.htm\">A.J. Weigoni<\/a> oder die visuelle Poetin <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?tag=angelika-janz\">Angelika Janz<\/a> nachdr\u00fccklich. Alle vorgenannten Artisten arbeiten sowohl mehrperspektivisch, als auch interdisziplin\u00e4r. Ein Ansatz, der bei den germanistischen Fliegenschi\u00dfdeutern keine gro\u00dfe Beachtung findet, weil die Rezeption von Literatur im Gegensatz zu der von bildender Kunst gr\u00f6\u00dftenteils im 19. Jahrhundert steckengeblieben ist. Die Literaturtheorie sollte daher im 21. Jahrhundert zu einer dienenden Rolle zur\u00fcckfinden und endlich ihre Unterw\u00fcrfigkeit ablegen. Das Werkzeug f\u00fcr Buch, Katalog und CD-Projekte, die mehr darstellen, als die Summe der Einzelteile: Der Stift, das Papier, das Klebstoff. Das Mikrophon, das Aufnahmeger\u00e4t, das Mischpult. Zwischen den Bildern und T\u00f6nen kommt ein Bruch zur Sprache. \u201eIdeen bestehen aus Buchstaben, Gem\u00e4lde bestehen aus Pigmenten, einer Leinwand und internen Raumbeziehungen. Musik besteht aus konventionsbestimmt arrangierten T\u00f6nen.\u201c, das w\u00e4re der Ausgang aus der selbstverschuldeten Unm\u00fcndigkeit der K\u00fcnste und der M\u00f6glichkeit das Denken in Bewegung zu halten. KUNO wird sich auch im n\u00e4chsten Jahrzehnt f\u00fcr transmediale Projekte engagieren, bei denen ein k\u00fcnstlerischen Projekt durch die mitwirkenden Artisten mehr ergibt als die Summe seiner Teile.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Das Ergebnis sind Textgebilde die auf beiden Ebenen wirken, der visuellen und der semantischen. Ein verbl\u00fcffendes Ergebnis, das das Bildhafte des Textes, und zwar \u00fcber das konkrete Gebide hinaus, in den Blick und ins Bewu\u00dftsein treten l\u00e4sst. <span style=\"color: #ff0000;\">(<\/span><\/em><span style=\"color: #ff0000;\"><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=8541\"><em>\u00c4sthetische Prothetik<\/em><\/a><em><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=8541\">)<\/a> <\/em><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Jan Kuhlbrodt<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-98669 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Janz_KommaStrich-300x225.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/>Das Imaginierte erweitern das, was Sprache nicht ausdr\u00fccken kann. Die visuelle Poetin <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?tag=angelika-janz\">Angelika Janz<\/a> hat ein H\u00e4ndchen daf\u00fcr verschiedene Genres miteinander zu verkn\u00fcpfen, man findet Einsprengsel aus Philosophie und Physik oder Wirtschaft und Kunst oder alles zusammen. Ihre k\u00fcnstlerischen Feldforschungen erstrecken sich auf die Bereiche Lyrik, Prosa, Essay und Visuelle Poesie. Dabei arbeitet sie intermedial und interdisziplin\u00e4r, das hie\u00dft, dieser Freigeist ist nicht auf bestimmte k\u00fcnstlerische Disziplinen wie Literatur, bildende Kunst, Film, Fotografie, Computer und sofort eingrenzbar. Diese Artistin realisiert ihre Arbeiten zwischen allen K\u00fcnsten und damit auch zwischen \/ mit allen verf\u00fcgbaren Medien. Ihre Werkzeuge sind unter anderem Schreibmaschine, Stempel oder Letra-Set, unter der Arbeit entsteht aus der Lesbarkeit der Welt ein neuer Text, der sich mit der komplexen Ereignis-, Ding- und Sprachwelt facettenreich und hintergr\u00fcndig auseinandersetzt. Dies setzt Janz mit gediegener Professionalit\u00e4t in H\u00f6rspiele, Rundfunkbeitr\u00e4ge und lyrische Performances, interaktive Kunstaktionen, Ausstellungen, Vortr\u00e4ge, Kunst- und Literaturkritik, sowie die Arbeit mit Musikern um. Diese Arbeiten grenzen sich ab gegen Kalligraphie und typographische Kunstformen, in denen eine neue visuelle Form f\u00fcr bereits existierende Texte gefunden wird. Janz interessieren die Nahtstellen und Grenzen korrespondierend-fragmentarischen Arbeitens in eine Bild- und Wortsprache, jenseits gegenseitiger illustratorischer Deckungen. Das Zugeordnetsein, das scheinbar Aneinandergen\u00e4htsein von Bild und Text, ob gegenst\u00e4ndlich oder konkret &#8211; immer findet eine gegenseitige Erweiterung formaler und inhaltlicher Wirkungen statt, es entsteht etwas \u201eDrittes\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Lautagregate &#8211; Kl\u00e4nge beleuchten die Zwischenr\u00e4ume der Poesie.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-104021 alignleft\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Carlfriedrich-Claus-196x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"196\" height=\"300\" \/>Die Produktion eines Kunstwerks geht mit Selbstvergessenheit einher. Als Existenz-Experimentator schuf Carlfriedrich Claus ein Gesamtwerk von mehreren hundert Tonbandkassetten mit Artikulationen, Sprachbl\u00e4ttern, Handzeichnungen, B\u00fcchern, Druckgrafiken, Briefen etc. Seine Arbeiten hatten den Anspruch den Rezipienten ganzheitlich zu fordern. Seine Arbeiten k\u00f6nnen stets als ein Selbstexperiment erfasst werden. Zu Beginn schrieb Claus konkrete Gedichte auf der Schreibmaschine. Diese Lyrik hatte u. a. Natur und Zeit zum Thema. Sp\u00e4ter werden die Motive \u201eKlang\u201c und \u201eVibration\u201c wichtig und er schrieb mit der Hand. Claus Literatur ist experimentell und kann nicht einfach kategorisiert werden. Beim Anfertigen seiner \u201eSprachbl\u00e4tter\u201c oder auch \u201eVibrationstexte\u201c artikulierte er (teilweise) gleichzeitig, soda\u00df es quasi ein Werk auf mehreren Ebenen darstellt. Eine Ahnung der Ganzheitlichkeit des Werkes kann der Rezipient z.\u00a0B. beim Besuch des Sprachraumes AURORA bekommen. \u201eIch frage mich nach dem Entstehen eines Sprachblattes oft: wie gro\u00df ist hier der Anteil von noch nicht Gewordenem im K\u00f6rper, das sich ohne gleichzeitige Umsetzung, also sozusagen das Bewu\u00dftsein \u00fcberholend, durch die Bewegung der Hand manifestiert, wie gro\u00df der des noch nicht im Bewu\u00dften im Bewu\u00dftsein, speziell im Sprach-Bewu\u00dftsein, wie gro\u00df der des nicht mehr des Bewu\u00dften, und tauben Ger\u00f6lls.\u201c Claus Werk ist transmedial. Bei der Rezeption der \u201eSprachbl\u00e4tter\u201c und \u201eLautprozesse\u201c soll der Rezipient seine Wahrnehmung erweitern. Klang und Bild als symbolhaft-diskursive Momente der Kommunikation werden zerst\u00f6rt. \u201cIn den Aufl\u00f6sungen und Unterbrechungen erhalten sich jedoch die M\u00f6glichkeiten f\u00fcr neue, bisher nicht bedachte Bez\u00fcge und Ausrichtungen. Ein statisches blo\u00dfes Wahrnehmen solcher Zerst\u00f6rung k\u00f6nnte einen vernichten; ein handelnder t\u00e4tiger Realismus w\u00e4re dagegen auf eine andere <em>Wahrgebung<\/em> hin gerichtet\u201d, so Claus. Denken als Sprache und Schrift bilden eine Landschaft. \u201ePhantasiegeleitete Reaktionen und intellektuelle Reflexionen sollen sich durchdringen\u201c. Claus versucht in seiner Arbeit die Latenz der Sprache offenzulegen und ihre Tendenz sichtbar zu machen. Er kombiniert ihre Elemente neu und \u201ek\u00fcndigt sie [die Grundannahme der modernen Linguistik] auf [\u2026]. Er experimentiert mit der Vorstellung, da\u00df von den Zeichentr\u00e4gern der Sprache, von der Schrift und den Sprechlauten, also von der \u201eSubstanz\u201c ihrer Kl\u00e4nge und Kuvaturen, so etwas wie \u201estrukturelle Informationen\u201c ausgehen\u201c. Wenn auch einige von Claus\u2019 Werken sehr graphisch aussehen, so hat Claus selbst sich immer als Literat gesehen. Er sagte: \u201eIch betrachte mich im Grunde nicht als bildenden K\u00fcnstler, sondern als Literat\u201c. Obwohl Claus Werke teils f\u00fcr den Rezipienten ohne Lupe kaum lesbar waren, weigerte sich Carlfriedrich Claus bis in die 1990er Jahre seine Werke vergr\u00f6\u00dfert ausstellen zu lassen. Er wollte, da\u00df der Rezipient in engem Kontakt mit dem Werk kommt und beim Anfassen und Wenden (der Sprachbl\u00e4tter) selbst einen Prozess vollzieht.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Es ist Zeit, der Stimme wieder Achtung zu erweisen, ihr unsere Worte, unsere T\u00f6ne zu \u00fcbertragen\u2026 Es ist Zeit, sie nicht mehr als Mittel zu begreifen, sondern als den Platzhalter f\u00fcr den Zeitpunkt, an dem Dichtung und Musik den Augenblick der Wahrheit miteinander haben\u2026 wem w\u00fcrde da, wenn sie noch einmal erklingt, wenn sie f\u00fcr ihn erklingt! &#8211; nicht pl\u00f6tzlich inne, was das ist: Eine menschliche Stimme. <\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Ingeborg Bachmann<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Randst\u00e4ndigkeit ist das Lebensprinzip der Poesie. Vom Rand aus arbeiten wir seit 1989 auf dem Online-Magazin Kulturnotizen (KUNO) daran, den Kanon zu erweitern. Die Idee zum Projekt <em>Das Labor<\/em> ist ein viertel Jahrhundert alt. Wer \u00fcber hinreichend Neugierde, Geduld, Optimismus und langen Atem verf\u00fcgte, konnte in den letzten 25 Jahren die Entstehung einer Edition beobachten, die weder mit Pathos noch mit Welterl\u00f6sungsphatasie daherkam. \u00dcber die allm\u00e4hliche Verfertigung einer projektbezogenen Arbeit erfahren Sie im <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/?page_id=314\">Konzept<\/a> der Edition Das Labor. Die zeitliche Abfolge der projektorientierten Arbeit ist nachzuvollziehen in der <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?page_id=311\">Chronik<\/a> der Edition. KUNO interessiert sich f\u00fcr die Musikalit\u00e4t eines Gedichts, der klanglichen und melodi\u00f6sen Qualit\u00e4t seiner Prosodie. Sie gilt als Kategorie, die den Gesamt-Eindruck eines Gedichts wesentlich moduliert und deshalb auf ihre Stimmigkeit hin sorgf\u00e4ltig gepr\u00fcft werden sollte, was letztlich zu phonologischer Analyse f\u00fchrt. Wir sch\u00e4tzen das poetische Gewirr aus Dialekten, Fachsprachen, Stilwechseln, Redensarten, Neologismen und Lautmalereien. Portr\u00e4ts von \u00fcberaus gesch\u00e4tzten Lyrikern finden Sie in unserem Online-Archiv, z.B. eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=12833\">W\u00fcrdigung<\/a>\u00a0des Herausgebers und Lyrikers Axel Kutsch im Kreise von Autoren aus Metropole und Hinterland.\u00a0Auf KUNO lesen Sie u.a. Rezensionsessays von Holger Benkel \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=6837\">Ulrich Bergmann<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=11284\">A.J. Weigoni<\/a>, zur Lyrik von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2019\/04\/18\/heiterer-sarkasmus\/\">HEL<\/a> = Herbert Laschet Toussaint, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15175\">Andr\u00e9 Schinkel<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/11\/12\/mit-deutschen-untertiteln\/\">Ralph Pordzik<\/a>,\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2018\/12\/20\/wohnraeume-der-poesie\/\">Friederike Mayr\u00f6cker<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/03\/19\/welten-gegenwelten\/\">Werner Weimar-Mazur<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/02\/09\/ein-behutsamer-charakter\/\">Holger Uske<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2019\/06\/26\/wohnraeume-der-poesie-2\/\">Peter Engstler<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15177\">Birgitt Lieberwirth<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2019\/08\/17\/der-grill-auf-der-hauswiese-der-welt\/\">Linda Vilhj\u00e1lmsd\u00f3ttir<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/03\/12\/kuchenmaennchen-und-hummermenschen\/\">Sibylle Ciarloni <\/a>und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/02\/08\/die-witterung-der-worte\/\">Joanna Lisiak<\/a>. Lesen Sie auch die eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=12773\">W\u00fcrdigung<\/a> von Theo Breuer oder eine Empfehlung der kristallklaren Lyrik von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/01\/19\/die-lyrikerin-ines-hagemeyer\/\">Ines Hagemeyer<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Die Klassiker des Andersseins<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Conclusio: Hinter der Identifikationsformel von der \u201eSolidarit\u00e4t der Solit\u00e4re\u201c (Hans-Ulrich Prautzsch) versammeln sich die KUNO-Autoren ebenso, wie in der Tradition von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2000\/04\/04\/vauo\/\">V.O. Stomps<\/a>, dem Klassiker des Andersseins, dem <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/09\/24\/erinnerungen\/\">Bottroper Literaturrocker<\/a> \u201eBiby\u201c Wintjes und Hadayatullah H\u00fcbsch, dem Urvater des <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/06\/30\/wie-was-social-beat-ist-und-warum-und-warum-nicht\/\"><em>Social-Beat<\/em><\/a>, wir empfehlen f\u00fcr Neulinge als Einstieg in das weite Feld der nonkonformistischen Literatur <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/04\/01\/nonkonformistische-literatur\/\">diesem Hinweis<\/a> zu folgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dem KUNO-Online-Archiv versuchen wir dieses Wissen auch weiterhin recherchierbar zu halten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>\u2026will be continued\u2026<\/em><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_86249\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/1989\/01\/Satyr-mit-Lyra.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-86249\" class=\"wp-image-86249 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/1989\/01\/Satyr-mit-Lyra-300x250.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"250\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/1989\/01\/Satyr-mit-Lyra-300x250.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/1989\/01\/Satyr-mit-Lyra-260x216.jpg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/1989\/01\/Satyr-mit-Lyra-160x133.jpg 160w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/1989\/01\/Satyr-mit-Lyra.jpg 440w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-86249\" class=\"wp-caption-text\">Satyr mit Lyra<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend<\/strong> <strong>\u2192<\/strong> Die Redaktion blieb seit 1989 stets in <em><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1989\/01\/05\/lyrik-als-seismograph-an-der-epochenschwelle\/\">\u00c4quidistanz<\/a><\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2192<\/strong> 1995 betrachteten wir die Lyrik vor dem Hintergrund der Mediengeschichte als <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/01\/02\/laboratorium-der-poesie\/\"><em>Laboratorium der Poesie<\/em><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2192 2005 vertieften wir die Medienbetrachtung mit dem Schwerpunkt <em>Transmediale Poesie<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2192 2015 fragen wir uns in der <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/01\/02\/poetologische-positionsbestimmung\/\"><em>Minima poetica<\/em><\/a> wie man mit Elementarteilchen die Gattung Lyrik neu zusammensetzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man sich den Ursprung der Lyrik ansieht, so kommt der Begriff selbst von \u201eLyra\u201c, Leier, sprich, Lyrik war auch Wort in Verbindung mit Klang und Rhythmus. 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