{"id":925,"date":"2012-02-05T00:55:23","date_gmt":"2012-02-04T23:55:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=925"},"modified":"2018-03-17T06:40:52","modified_gmt":"2018-03-17T05:40:52","slug":"was-ist-kunst","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/02\/05\/was-ist-kunst\/","title":{"rendered":"Was ist Kunst?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Lose kunsttheoretische Gedanken<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Kunstwissenschaftlerin muss man sich immer wieder die Frage stellen lassen, mal ganz provokant hingeworfen, mal schlicht dahergesmalltalkt, was das denn nun eigentlich sei, womit man sich da besch\u00e4ftige. KUNST. Einerseits enervierend, sich rechtfertigen zu m\u00fcssen f\u00fcr eine Materie, die dem Gro\u00dfteil der Menschheit ein wenig bis sehr fremd ist, da taucht im Hinterkopf schnell die Gegenfrage auf, was das denn eigentlich sei, womit sich andere Berufsst\u00e4nde so befassen, STEUERN etwa. Oder ERZIEHUNG. Andererseits zeichnet es die besagte Materie vor anderen aus, dass sie sich eben immer wieder befragen und diskutieren lassen kann und nicht einfach zum stummen Gesellschaftsrepertoire dazugeh\u00f6ren will.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Folgenden einige aus gegebenem Anlass zusammengefasste Erkl\u00e4rungsans\u00e4tze.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eLeberzirrhose ist keine Entschuldigung f\u00fcr schlechte Kunst\u201c, so Martin Kippenberger. Doch gibt es \u00fcberhaupt schlechte Kunst?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Laut Benedetto Croce impliziert n\u00e4mlich die Definition eines Kunstwerks automatisch ein Werturteil. Wenn etwas als Kunst klassifiziert werden kann, dann deshalb, weil es eine \u00e4sthetisch gelungene Symbiose aus Form und Ausdruck ist. Somit kann es keine schlechte Kunst geben, sondern nur misslungene Versuche, Kunst zu schaffen. Anders sieht dies etwa der amerikanische Philosoph Nelson Goodman \u2013 f\u00fcr ihn ist der Begriff \u201eKunst\u201c in erster Linie neutral. Ein Kunstwerk zeichnet sich dadurch aus, dass es eine Art Symbol ist \u2013 etwas, das f\u00fcr etwas anderes steht. In seiner Kunst- und Zeichentheorie bezeichnet er Kunst als ein Zeichensystem, das sich aber von anderen Systemen dieser Art dadurch unterscheidet, dass es nicht einfach einen Gegenstand denotiert, sondern auf abstrakte Gegebenheiten, Gef\u00fchle oder Gedankeng\u00e4nge verweist, sie somit repr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dieser Ansicht grenzt Goodman an Theorien, die Kunst als eine Art Sprache oder Metapher sehen. Sie ist ein Hilfsmittel, um etwas zu vermitteln, was sich nicht in Worte oder andere Zeichen fassen l\u00e4sst. Fragt man K\u00fcnstler, so sind sie meist die schlechtesten Interpreten ihres eigenen Werkes (bei den guten sollte man misstrauisch sein, sie sind oft Verk\u00e4ufer) und das nicht, weil sie beschr\u00e4nkter w\u00e4ren als andere Menschen (oder nur in einigen F\u00e4llen), sondern weil sie das, was das von ihnen geschaffene Werk darstellt oder repr\u00e4sentiert oder auch \u2013 um dieses unselige Wort zu verwenden \u2013 ausdr\u00fcckt, sich nicht anders fassen l\u00e4sst als eben in genau der Form, die sie gew\u00e4hlt haben. Die sie vielleicht nicht einmal gew\u00e4hlt haben, sondern die sich ihnen aufgezwungen oder des Werkes, des Materials bem\u00e4chtigt hat. Und wir, die wir \u00fcber Kunst reden, k\u00f6nnen das Werk immer nur n\u00e4herungsweise erfassen, k\u00f6nnen immer nur Versuche unternehmen, es linkisch in unsere Sprache und unsere Gedanken zu \u00fcbersetzen. \u201eKunst ist eine L\u00fcge, derer wir uns bedienen, um mit ihrer Hilfe der Wahrheit ein St\u00fcck n\u00e4her zu kommen\u201c, so Picasso. Insofern ist Kunst nicht blo\u00df ein Kommentar zu unserer Welt \u2013 sie erzeugt sie erst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um noch einmal auf das eingangs Gesagte zur\u00fcckzukommen: In Sydney ist vor einiger Zeit ein Museum f\u00fcr schlechte Kunst er\u00f6ffnet worden. Dass der Begriff \u201eschlechte Kunst\u201c zweifelhaft ist, habe ich bereits erw\u00e4hnt \u2013 aber warum erscheint uns diese Meldung an sich so paradox? Sind wir es nicht gewohnt, das, was im Museum steht, als Kunst-, wenn nicht gar Meisterwerk seiner Gattung anzusehen bzw. anzustaunen? Erhebt nicht das Allerheiligste des Museums ein Werk erst so recht in den Zustand unbezweifelbarer Gro\u00dfartigkeit?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch diese Theorie ist zur Beantwortung der Frage, was Kunst sein mag, herangezogen worden: Kunst ist das, was im Museum steht, \u00fcberspitzt gesagt. Solches erkennt sogar der Laie und rennt als Kulturtourist dem hinterher, \u201ewas man gesehen haben muss\u201c. Documenta und Biennale in Venedig haben niemals so viele Besucher registriert wie in den vergangenen Jahren, Blockbuster-Ausstellungen aus MoMA, Guggenheim und Muse\u00e9e d\u2019Orsay gehen auf Erfolgstournee durch Europa und Leonardo da Vincis Abendmahl in Santa Maria delle Grazie ist dank Dan Brown auf Monate hin hoffnungslos ausgebucht. Ich als Kunsthistorikerin werde einmal vom Kulturbetrieb leben m\u00fcssen und freue mich einerseits \u00fcber ein Interesse der Menschen. Doch \u00e4rgere ich mich, wenn ich die Kehrseite dieses Booms betrachte: Kunst wird nicht mehr erlebt, nicht mehr gesehen, sondern konsumiert. Es geht nicht darum, sich mit dem Werk auseinanderzusetzen, sondern einen Blick darauf zu erhaschen und dann weiterhasten zu k\u00f6nnen. Im Idealfall wird alles per Digitalkamera dokumentiert, um auch sp\u00e4ter den Beweis vorlegen zu k\u00f6nnen: \u201eIch war da\u201c. Das Pilgern nach Florenz und Rom ist f\u00fcr mich kein anderes als der Pilgerboom, der sich des Jakobswegs bem\u00e4chtigt hat oder die mit jeder Meisterschaft ansteigende Fu\u00dfball-Euphorie \u2013 man will dabei gewesen sein, man will auch ein St\u00fcck des Gro\u00dfen und Ganzen, das die Menschen verbindet und wovon sie noch in zehn Monaten oder zehn oder hundert Jahren sprechen, abbekommen. Ein solcher Wunsch nach kultureller Teilhabe ist verst\u00e4ndlich, kann aber auch gef\u00e4hrlich werden, etwa im Hinblick auf das Kunstmekka Venedig, das nach Jahrhunderten im Kampf mit dem Meer nun unter den Touristenmassen zu versinken droht. Oder wenn Michelangelos David, eines der ber\u00fchmtesten Kunstwerke auf der gesamten Welt und von Natur aus schon fragiler als er scheint, da von schlechter Marmorqualit\u00e4t, nun durch die von den Schritten tausender Besucher am Tag verursachten Vibrationen in seinem Quartier in der Galleria dell\u2019Accademia zusammenzubrechen droht. Muss man am Ende die Kunst gar vor dem Publikum sch\u00fctzen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was kann man noch tun als den David von seinem urspr\u00fcnglichen Aufstellungsort an der Piazza della Signoria zu entfernen und ihn in ein Museum zu verfrachten, wo er, vor Wind und Wetter gesch\u00fctzt, ewig jung und sch\u00f6n bleibt?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was kann man noch tun als Ausstellungsr\u00e4ume optimal zu temperieren, wertvolle Gem\u00e4lde hinter dickes Glas zu h\u00e4ngen und in Zehnminutenintervallen Besucherkleinstgruppen durch empfindliche freskengeschm\u00fcckte Kapellen zu schleusen? Mit dem urspr\u00fcnglichen Kunstgenuss hat das leider nicht mehr viel zu tun. Francis Bacon malte seine Bilder f\u00fcr Museen und Galerien, er wollte sie verglast sehen, am besten so dick wie m\u00f6glich, um ihre K\u00fcnstlichkeit noch zu unterstreichen. Aber Michelangelo schuf seinen David nicht f\u00fcr ein Museum, sondern f\u00fcr eine \u00f6ffentliche Platzanlage. Ohne den Hintergrund des Palazzo Vecchio wird die Skulptur ihres Bedeutungszusammenhanges beschnitten, da der direkte Bezug zur Stadtgeschichte fehlt und zu den eigensinnigen Florentinern, die in den biblischen Helden David und Judith Verk\u00f6rperungen f\u00fcr ihre kleine, aber stark und entschieden den Gro\u00dfm\u00e4chten Papst- und Kaisertum (Ghibellinen und Guelfen) trotzende Republik sahen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn die Kunstwerke weiterhin einer solchen Behandlung zwischen Strapazen und Sinnentfremdung ausgesetzt sind, werden viele bald nur noch als Schatten oder Karikaturen ihrer selbst konserviert sein. Und was, wenn der David zusammenbricht oder die Mona Lisa eines Tages entgegen aller Sicherheitsma\u00dfnahmen gestohlen und von einem Verr\u00fcckten verbrannt wird? K\u00f6nnen selbst prominente St\u00e4dte wie Florenz oder Paris es sich leisten, ihre allerprominentesten Wahrzeichen zu verlieren? Wird man sie durch Kopien ersetzen, blo\u00df um die Tourismusindustrie am Leben zu erhalten? Ich \u00fcbertreibe hier ganz geh\u00f6rig, doch lassen wir uns f\u00fcr einen Moment auf ein solches Gedankenexperiment ein: Was, wenn die Mona Lisa schon seit Jahren nicht mehr echt ist und, nat\u00fcrlich aus Schutzgr\u00fcnden, sicher in einem Kellerdepot des Louvre lagert?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Macht das einen Unterschied?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hat es jemand gemerkt?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2013 Ein Aufschrei ginge durch die Medien, weil sich pl\u00f6tzlich alle betrogen f\u00fchlen \u2013 sie haben ja doch nicht das Original gesehen! Sie haben doch nicht die echte Reliquie gek\u00fcsst, sind einem billigen Handwerker, so gut er auch gef\u00e4lscht haben mag, auf den Leim gegangen! Aber der Punkt ist: Wird das Kunsterlebnis f\u00fcr sie daher weniger wert? Goodman f\u00fchrt auch diesen Gedanken weiter und stellt die Frage, ob zwei Werke, die v\u00f6llig gleich aussehen, sodass niemand je einen Unterschied bemerken k\u00f6nne, nicht eigentlich dieselben seien. Ob es f\u00fcr die Definition als Kunstwerk einen Unterschied mache, welches das Original und welches die Kopie sei, schlie\u00dflich denotieren sie beide genau dasselbe in eben derselben Art und Weise. Auf der Repr\u00e4sentationsebene l\u00e4sst sich der Zweifel nat\u00fcrlich schnell ausr\u00e4umen: Der pers\u00f6nliche und gedankliche Hintergrund, den da Vinci hatte, ist ein anderer als das Interesse des F\u00e4lschers, und sein Werk ist auch ganz anders in der Geschichte verankert \u2013 insofern kann es nicht f\u00fcr das stehen, als das es Leonardo gemeint hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Problematik um den Begriff vom Original hat f\u00fcr uns heute entscheidend Walter Benjamin in seiner Schrift \u00fcber \u201eDas Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Repoduzierbarkeit\u201c dargelegt. Durch Massenvervielf\u00e4ltigung verliert das Kunstwerk seine Aura. Was wir somit als Kunst im weiteren Sinne wahrnehmen \u2013 Film, Fotos, Kunstdrucke \u2013 sind eigentlich nur Abklatsche des Originals. Dieses selbst wird seines Rituals beraubt und der Mensch dadurch des echten Gl\u00fccks bei der und durch die Kunstbetrachtung. Die Bilderflut, der wir durch Internet, Digitalkameras, Fotoshop-Bearbeitungsprogramme und st\u00e4ndig wechselnde Kinoblockbuster ausgesetzt sind, h\u00e4tte sich Benjamin wohl nicht tr\u00e4umen lassen. Es wird immer schwieriger, wenn nicht gar unm\u00f6glich, Original und Kopie zu unterscheiden \u2013 ist das im Zeitalter der digitalen Medialisierung \u00fcberhaupt noch m\u00f6glich? Nicht nur die Spuren hin zum Ursprungswerk, zu einem Rest an Aura verwischen \u2013 auch die M\u00f6glichkeit, Wahrheit und T\u00e4uschung voneinander zu unterscheiden. Ein befreundeter junger K\u00fcnstler formulierte das Problem so: Da uns nicht nur die direkt von der realen Au\u00dfenwelt auf uns eintreffenden Bilder, sondern in zunehmendem Ma\u00dfe auch die k\u00fcnstlichen Welten von Foto, Film, Werbung und Internet (wobei diese Welten untereinander verflochten sind und sich gegenseitig befruchten) beeinflussen und unser Wahrnehmen und Denken pr\u00e4gen, wird es f\u00fcr K\u00fcnstler immer schwerer, zu den \u201ewirklichen\u201c Dingen hervorzudringen. Lassen wir Medienkunst und postmoderne Kunstzitatekunst beiseite, ist es doch das, was der K\u00fcnstler versucht: sich ein Bild von der Welt zu machen und den Dingen m\u00f6glichst genau auf den Grund zu gehen. Wie aber kann er nun sehen oder gar erst sehen lernen, wenn der Blick manipuliert und verschleiert wird?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jeder kann sich heute seine eigene (Schein-)Welt konstruieren, kann seine Fotos digital bearbeiten, sich im Internet sein eigenes Profil erstellen und so ein virtuelles Bild von sich entwerfen, das auf die Realit\u00e4t abf\u00e4rbt \u2013 so ist es inzwischen zur Normalit\u00e4t geworden, Facebook und Google zur eigenen Meinungsbildung \u00fcber andere heranzuziehen. Diesen Zweitwelten k\u00f6nnen wir nicht entgehen, sie beeinflussen die Wahrnehmung von K\u00fcnstler und Betrachter. Das unschuldige Auge existiert nicht bzw. ist eine Illusion, um es mit den Worten des von mir sehr gesch\u00e4tzten Kunsthistorikers Ernst Gombrich zu sagen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kommen wir zur\u00fcck zu unserer Ausgangsfrage, was denn nun Kunst sei, so scheint eine Definition heutzutage schwieriger denn je. Die Grenzen zwischen Hoch- und Popul\u00e4rkultur verschwimmen unter dem gemeinsamen Schlagwort \u201eKult\u201c (menschheitsgeschichtlich ein sehr alter Begriff und eigentlich aus dem religi\u00f6sen Bereich entlehnt), virtuelle und reale Welten kon- und divergieren gleicherma\u00dfen, Gattungsgrenzen werden durch Cyber Art und Konzeptkunst gesprengt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor diesem Hintergrund entbrannte bereits in den f\u00fcnfziger und sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts eine Debatte um die Definierbarkeit des Begriffs \u201eKunst\u201c. Basierend auf Wittgensteins Vergleich der Kunst mit dem Spiel, fragte man sich, welche Eigenschaften und Merkmale Artefakte besitzen m\u00fcssen, um als Kunstwerke erkannt bzw. anerkannt zu werden. Oder ob es solche Kriterien \u00fcberhaupt geben kann. Verschiedene Merkmale wurden zu Rate gezogen, etwa eine besondere Geformtheit, ein inhaltlicher Gehalt, der \u00fcber das blo\u00df Formale hinausgeht und auf andere Ebenen verweist, eine Absicht von Seiten des K\u00fcnstlers oder \u00fcberhaupt das Geschaffensein durch Menschenhand. All diese Kriterien lassen sich durch Gegenbeispiele entkr\u00e4ften, wie etwa performative K\u00fcnste ohne Materialit\u00e4t, Werke der Minimal Art ohne Aussageabsicht oder \u201ezweite Ebene\u201c oder Land Art bzw. Kunst, die von der Natur und nicht vom Menschen erschaffen wird. Hier wiederum die Frage: Wenn ein besonders sch\u00f6ner Stein im Museum steht und niemand wei\u00df, dass ihn kein K\u00fcnstler behauen, sondern die Natur hervorgebracht hat \u2013 ist das dann trotzdem Kunst?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Antwortversuche gehen hier in m\u00fc\u00dfige Spekulationen und Glaubensfragen \u00fcber. Letztendlich kann man sich, wie schon gesagt, dem Problem Kunst nur ann\u00e4hern \u2013 anhand des Feststellens von \u00c4hnlichkeiten (Familien\u00e4hnlichkeiten genannt) etwa. Wie beim Spielen kann man den Gegenstand nur in der unmittelbaren Besch\u00e4ftigung mit ihm begreifen, nicht im trockenen Philosophieren dar\u00fcber oder durch das Auf- und Feststellen abstrakter Regeln und Grenzen. Zudem l\u00e4sst die rasante Entwicklung der Kunst und ihre st\u00e4ndige Neuerfindung kein Kriterium, nicht einmal einen Kriterienkatalog zu, mittels dessen man sie festlegen k\u00f6nnte. Und gerade das ist ja auch gut \u2013 denn ist nicht das Gro\u00dfartige und Besondere an der Kunst, dass sie sich st\u00e4ndig weiterentwickelt, Gegebenheiten \u00fcber den Haufen wirft, sich nicht mit dem Status Quo abfinden und widerspruchslos das Jetzt akzeptieren will?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich teile die paradox klingende Ansicht von Morris Weitz und sehe gerade in diesem kontinuierlichen Sichentziehen, in ihrer Undefinierbarkeit das entscheidende Definitionsmerkmal der Kunst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was ist Kunst? \u2013 Kunst ist vielleicht das, wovon man nicht bestimmt sagen kann, dass es Kunst ist, aber auch nicht, dass es nicht Kunst sei.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"hide-if-no-js\">\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weite<a id=\"set-post-thumbnail\" class=\"thickbox\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-admin\/media-upload.php?post_id=925&amp;type=image&amp;TB_iframe=1\" aria-describedby=\"set-post-thumbnail-desc\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment-266x266 size-266x266 alignleft\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/Lettern.jpeg\" sizes=\"auto, (max-width: 266px) 100vw, 266px\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/Lettern.jpeg 1200w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/Lettern-300x200.jpeg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/Lettern-768x512.jpeg 768w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/Lettern-1024x683.jpeg 1024w\" alt=\"\" width=\"266\" height=\"177\" \/><\/a>rf\u00fchrend \u2192<\/strong> Zum Thema K\u00fcnstlerb\u00fccher finden Sie hier einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=12840\">Essay<\/a> sowie einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=834\">Artikel<\/a> von J.C. Albers.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lose kunsttheoretische Gedanken Als Kunstwissenschaftlerin muss man sich immer wieder die Frage stellen lassen, mal ganz provokant hingeworfen, mal schlicht dahergesmalltalkt, was das denn nun eigentlich sei, womit man sich da besch\u00e4ftige. KUNST. 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