{"id":92019,"date":"2009-02-12T00:01:57","date_gmt":"2009-02-11T23:01:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=92019"},"modified":"2022-02-17T21:38:31","modified_gmt":"2022-02-17T20:38:31","slug":"for-better-and-worse","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2009\/02\/12\/for-better-and-worse\/","title":{"rendered":"for better and worse"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn es in jeder Eheformel irgendwie hei\u00dft: \u201efor better and worse\u201c, so liegt darin nicht nur ausgedr\u00fcckt, auch im Ertragen des minder Angenehmen m\u00fcsse sich die Liebe beweisen: es darf tats\u00e4chlich besagen, da\u00df ganz anders als im Liebesrausch Gutes wie Schlimmes wertvoll geworden sei, verwendbar, f\u00fcr den Endzweck der vollen Lebensgemeinsamkeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_91899\" style=\"width: 211px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Nietzsche_paul-ree_lou-von-salome188.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-91899\" class=\"wp-image-91899 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Nietzsche_paul-ree_lou-von-salome188-201x300.jpg\" alt=\"\" width=\"201\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Nietzsche_paul-ree_lou-von-salome188-201x300.jpg 201w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Nietzsche_paul-ree_lou-von-salome188-260x389.jpg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Nietzsche_paul-ree_lou-von-salome188-160x239.jpg 160w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Nietzsche_paul-ree_lou-von-salome188.jpg 442w\" sizes=\"auto, (max-width: 201px) 100vw, 201px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-91899\" class=\"wp-caption-text\">Lou von Salom\u00e9 spannt Paul R\u00e9e und Friedrich Nietzsche vor ihren Karren. Fotographie im Atelier Jules Bonnet in Luzern zwischen dem 13. und 16. Mai 1882. Das Foto wurde von Nietzsche in allen Einzelheiten arrangiert, nachdem Salom\u00e9 Heiratsantr\u00e4ge beider M\u00e4nner abgelehnt hatte.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lou Andreas-Salom\u00e9s oft ger\u00fchmte pers\u00f6nliche Ausstrahlung, ihre Bildung und intellektuelle Beweglichkeit, die Freundschaft mit namhaften Zeitgenossen und ihre unkonventionelle Lebensf\u00fchrung sicherten ihr einen Platz in der deutschen Kulturgeschichte. Ihr Leben war und ist Gegenstand von Biographien, Romanliteratur, Musiktheater (der Oper <em>Lou Salom\u00e9<\/em> von Giuseppe Sinopoli (Libretto: Karl Dietrich Gr\u00e4we) zum Beispiel, die 1981 in M\u00fcnchen uraufgef\u00fchrt wurde) und anderen Texten, in denen ihre Kontakte zu Ber\u00fchmtheiten der Literatur- und Wissenschaftsgeschichte er\u00f6rtert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Verglichen damit fand ihr eigenes schriftstellerisches Werk seither wenig Beachtung \u2013 es verschwand hinter der au\u00dfergew\u00f6hnlichen Geschichte ihres Lebens, dem will KUNO abhelfen. Als renommierte Autorin hatte sie an der Entwicklung der Positionen der Moderne um 1900 lebhaft mitgewirkt. In Romanen, Erz\u00e4hlungen, Essays, Theaterkritiken, zahlreichen Texten \u00fcber Philosophie und Psychoanalyse, einem weitl\u00e4ufigen Briefwechsel beteiligte sie sich an den Diskussionen \u00fcber grundlegende Fragen der Zeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Trivia<\/strong>:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eLou ist scharfsinnig wie ein Adler und mutig wie ein L\u00f6we \u2026 Nach Bayreuth kommt sie zu mir, und im Herbst siedeln wir zusammen nach Wien \u00fcber. Wir werden in einem Hause wohnen und zusammen arbeiten; sie ist auf die erstaunlichste Weise gerade f\u00fcr meine Denk- und Gedankenweise vorbereitet. Lieber Freund, Sie erweisen uns beiden sicherlich die Ehre, den Begriff einer Liebschaft von unserem Verh\u00e4ltnis fernzuhalten. Wir sind Freunde und ich werde dieses M\u00e4dchen und dieses Vertrauen zu mir heilig halten. \u2013 \u00dcbrigens hat sie einen unglaublich sicheren und lauteren Charakter.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Friedrich Nietzsche<em>, (Brief an den befreundeten Komponisten Peter Gast)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eIn Nietzsche leben ein Musiker von hoher Begabung, ein Denker von freigeisterischer Richtung, ein religi\u00f6ses Genie und ein geborener Dichter, die einander unabl\u00e4ssig tyrannisierten\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lou Andreas-Salom\u00e9 (Friedrich Nietzsche in seinen Werken)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDiese d\u00fcrre, schmutzige, \u00fcbelriechende \u00c4ffin mit ihren falschen Br\u00fcsten \u2013 ein Verh\u00e4ngnis.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Friedrich Nietzsche<em>, (Brief an Paul R\u00e9es Bruder Georg nach der Trennung von Lou Andreas-Salom\u00e9)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Wenn es in jeder Eheformel irgendwie hei\u00dft: \u201efor better and worse\u201c, so liegt darin nicht nur ausgedr\u00fcckt, auch im Ertragen des minder Angenehmen m\u00fcsse sich die Liebe beweisen: es darf tats\u00e4chlich besagen, da\u00df ganz anders als im Liebesrausch Gutes&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2009\/02\/12\/for-better-and-worse\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":232,"featured_media":98152,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[3134],"class_list":["post-92019","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-lou-andreas-salome"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/92019","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/232"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=92019"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/92019\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":98157,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/92019\/revisions\/98157"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/98152"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=92019"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=92019"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=92019"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}