{"id":9168,"date":"2008-12-14T00:01:24","date_gmt":"2008-12-13T23:01:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=9168"},"modified":"2022-02-28T18:40:25","modified_gmt":"2022-02-28T17:40:25","slug":"apocalypso","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/12\/14\/apocalypso\/","title":{"rendered":"Apocalypso"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #888888;\">Vorbemerkung der Redaktion: <span style=\"color: #000000;\">F\u00fcr das Projekt<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\"><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/kollegen\/kollegen.htm\">Kollegengespr\u00e4che<\/a><\/span> <span style=\"color: #000000;\">hat A.J. Weigoni einen Austausch zwischen Schriftstellern angeregt. Auf KUNO ist diese Reihe wieder aufgelebt. Wir nutzen den Jahresr\u00fcckblick auf KUNO um HEL in einem Briefwechsel mit Ulrich Bergmann n\u00e4her vorzustellen.<\/span><\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_9172\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/hel.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-9172\" class=\"size-thumbnail wp-image-9172\" title=\"hel\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/hel-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-9172\" class=\"wp-caption-text\">HEL<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong>HEL<\/strong><\/span> Ich habe immer experimentiert so weit als ich mich bem\u00fche, keine 2 gleichen gedichte zu schreiben. Der bogen ist weit gespannt. Ich wei\u00df im durcheinander auch nicht wo es hin l\u00e4uft. Im moment wird ja nur revivelt, renaichangiert und neu aufgemischt. Fin de si\u00e8cle sagen Sie. Die Gr\u00fcnderzeit ging ja nach hinten los. Wie war das doch? belle \u00e9poque. Sch\u00f6n haben Sie\u2019s gesagt: \u201eNeben Apokalypse mu\u00df Calypso bestehn.\u201c Jetzt flattern mir aus allen ecken sonettisten zu. Einer hei\u00dft riha, karl, und das kommt echt ausm kindergarten. Hat alle zeichen auf seinem laptop genommen und aus jedem 1 sonett gemacht, auch eins mit ner maus und schweizer k\u00e4se, oder mit ner richtigen puffpuff. Wenn Sie mal i-d\u00f6tzjen zu unterrichten haben, nehmen Sie das als malbuch. Dem nachwort nach nimmt der das zeug 150% ernst!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong>UB<\/strong><\/span> Jedenfalls ist die k\u00fcnstlerische Qualit\u00e4t nicht nur per se ableitbar, sondern war und ist immer auch von konsensualen Prozessen abh\u00e4ngig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong>HEL<\/strong><\/span> Aber nicht \u201aWunde der Sch\u00f6nheit\u2019 und so \u2019n quatsch&#8230; Wir haben genug mu\u00dfe im n\u00e4chsten millennium am fu\u00df des Tien Shan, wenn wir uns nicht verteidigungsk\u00e4mpferisch die kehlen durchschneiden. Wer nicht dreck aufbereitet hat das system nicht verstanden. Unsere gute moderne bleibt wo sie Gaia bewu\u00dft arbeitet. Ich meine installationen, die sp\u00fcren lassen, da\u00df die erde ein gehirn ist. Beuys wird erst aus dem blickwinkel verstanden. &#8230; Aber das ist ein viel zu gro\u00dfes thema f\u00fcr nen armen belgier allein.<\/p>\n<div id=\"attachment_9174\" style=\"width: 132px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Bergmann_1_sw.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-9174\" class=\"size-thumbnail wp-image-9174\" title=\"Bergmann_1_sw\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Bergmann_1_sw-122x150.jpg\" alt=\"\" width=\"122\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-9174\" class=\"wp-caption-text\">Ulrich Bergmann<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong>UB<\/strong><\/span> Es fehlt eine neue Moral (Quasi-Religion), ein Halt; und gut m\u00f6glich, da\u00df so etwas grunds\u00e4tzlich unm\u00f6glich geworden ist. Und deswegen sehe ich, leider, neuen finsteren Zeiten entgegen, in denen alte Strukturen neu sich formieren, subtiler jetzt als damals; das totalitaristische Sehnen wird neu entbrennen, ich wei\u00df nat\u00fcrlich auch nicht wie. &#8230; Manchmal denke ich, unser Denken hat doch recht viel zu tun mit der Quantenmechanik. Wir kombinieren alle M\u00f6glichkeiten der sprachlichen Elemente &#8211; in einem logischen Grobrahmen, wo Freiheit Zufall ist oder Zufall Freiheit, und die R\u00fcckkoppelung (Reflexion) eine Ahnung vom Ganzen, eine Art Transzendenz by doing. Oder: Wir sind gar nicht im K\u00e4fig, sondern umgekehrt!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong>HEL<\/strong><\/span> Lieber UB, lassen Sie sich eine jahresendgeschichte mit fl\u00fcgeln erz\u00e4hlen&#8230; Martin Pohl war auf eine Literarische Tischservierung eingeladen. Ehrengast war jener Beckelmann, den angeblich Grass mit der Blechtrommel zuvorkommend in den ruin getrieben hat; Beckelmann hochprozentig und fern jeder positionsbestimmung. Norbert Adrian, der den literarischen tisch servierte, stellte Beckelmanns roman vor als unbekanntes meisterwerk auf einer h\u00f6he mit den Buddenbrooks oder Krieg und Frieden. Darauf ergriff h\u00f6chsteigenschaftlich das wort Olaf M\u00fcnzberg, Hauptvorstandssitzender der Neuen Gesellschaft f\u00fcr literatur und publizist von einigem reputat, und bemerkte: \u201eNorbert, zwischen krieg und frieden mu\u00dft du schon differenzieren.\u201c Martin, von dem ich das st\u00fcckchen habe, prustete ungeachtet servierter tische laut los und kriegte sich vor lachen nicht mehr ein. Bis die anderen verstanden hatten mu\u00df eine kultursekunde verstrichen sein. Dann aber krachte das Literaturhaus unter dem gel\u00e4chter zusammen. Der tisch, von Beckelmanns hochalkoholik schon angeschlagen, war unservierbar geworden, die veranstaltung endete tumultuarisch. So erz\u00e4hlte es mir Martin. Dem ist nur noch hinzuzuf\u00fcgen: Da hat sich mal wieder 1 witz nach Berlin verirrt, und die kerls h\u00e4tten ihn beinah wieder laufen lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong>UB<\/strong><\/span> Vielleicht ist der am gr\u00f6\u00dften, der das Jahrhundertwerk nicht schreibt, obwohl er\u2019s k\u00f6nnte. Und ist der gro\u00df, der auch seine Kleinheit als Gr\u00f6\u00dfe wagt?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/459-love-and-theft.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-9177\" style=\"border: 1px solid black;\" title=\"459 love and theft\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/459-love-and-theft-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/459-love-and-theft-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/459-love-and-theft.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><span style=\"color: #000080;\"><strong>HEL<\/strong><\/span> Man sieht es im musikgesch\u00e4ft wie schnell die leute ausgelaugt werden. Sogar Bob Dylan mit seiner lederhaut. Nie bestand gr\u00f6\u00dferer bedarf an verwertbarem genie. Das ist eigentlich ein widersspruch in sich: genie ist nicht verwertbar. Aber vielleicht geh\u00f6rt das zu meinen letzten illusionen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Peter Hacks schrieb mir: \u201eDie Moderne ist ja die Formlosigkeit selber; Ihre Welt indessen, wie sie so von Platen bis Hofmannsthal menschheitsd\u00e4mmert, stellt und erf\u00fcllt formale Anspr\u00fcche \u00e4u\u00dferster Art&#8230; Auf Ehre, ich bin entz\u00fcckt zu erfahren, da\u00df gleich bei mir um die Ecke so ein Snob wohnt.\u201c Doppelb\u00f6dig, nicht wahr? Ich bin mir des lobes nicht so sicher. Hacks ist ja selber gespalten, der gebrauchsdichter und librettist, und der formalismusverd\u00e4chtigte. &#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der osten unterwandert den westen ohnehin, Ru\u00dfland, mezzogiorno, der schlaf der Internationale \u2013 die Roten Schalmeien stehn um Jerichos mauern, falls Euch jemand fragen sollte. Wir berichten weiter von der Kamtschatkafront.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um die gro\u00dfen fragen unserer epoche zu behandeln h\u00e4tte Grass seinen Fonty nach Sibirien verbannen m\u00fcssen. Wir sind nicht postmodern, wir sind pr\u00e4pazifisch. Standort Deutschland ist tiefste provinz; einziger lichtblick: Greenpeaces dreiliterauto. W\u00e4r das ein thema f\u00fcr Grass?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Standort Deutschland ist tiefste provinz, und ich h\u00e4tte sie gern noch tiefer, das w\u00e4re eine chance. Wo der kapitalismus des 21. jahrhunderts gebraut wird, in Hongkong oder Singapur, da m\u00f6chte ich nicht leben&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong>UB<\/strong><\/span> Es hat mich in diesen sympathischen Literaturbetrieb unterhalb der Opportunismusgrenze hinein gebracht, wo die Keime der Korruption noch niedlich sind, wie M\u00e4dchenaugen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Hel-Z1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-9304 alignright\" style=\"border: 1px solid black;\" title=\"Hel Z1\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Hel-Z1-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><strong><span style=\"color: #000080;\">HEL<\/span><\/strong> Manchmal r\u00e4cht sich der untergrund doch, oder das hirnunterholz, wenn Sie so wollen, wo es zu viel denkt und zu wenig lenkt. Jedes von den bildchen glaubt, unendlich zeit zu haben, das hei\u00dft die wissen nicht was zeit ist, die andern sind ja auch noch da. Das sind zeithasardeure, wenn sie mal wach sind. Aber ich sprach vom untergrund; ich geh eben nicht die doppl dipl tappl tour von prof. riha. Mein komfort ist, ich hab luft zum atmen, aber in der luft wuchern die luftwurzeln. Ich will zu viel als da\u00df ich alles wollte. Ich wiege zu leicht f\u00fcr das nichts, ich wiege zu schwer f\u00fcr das gewicht der welt. \u2013 Schmus schmus ist alles gebilde aus vier uhr blues. Vergessen Sie\u2019s. Jeder ist seiner t\u00fccke schmied. &#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich erfinde nicht, ich schreibe immer nur ab, und bei bedarf wird das lied weitere strophen bekommen. Warum neue lieder bauen, wo die alten noch gut sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong>UB<\/strong><\/span> Dichten ist verbale Boulimie nach lexikalischem gro\u00dfem Fressen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong>HEL<\/strong><\/span> Merkw\u00fcrdig: Kotzen ist eine zentralaussage unserer zeit. Wer nicht bulimisch ist, ist nicht sublim.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong>UB<\/strong><\/span> Mir gef\u00e4llt das Kommunikative, die Musik des Rap und der Fluss der metaphysisch hingerotzten Gedanken, jedenfalls dann, wenn sie nicht verlogen sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/asik_veysel_322.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-9178\" style=\"border: 1px solid black;\" title=\"asik_veysel_322\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/asik_veysel_322-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><span style=\"color: #000080;\"><strong>HEL<\/strong><\/span> Social Beat, ja ja, SB. Es ist in erster linie ein gef\u00fchl, ein lebensgef\u00fchl. Ich teile es nicht, aber wo es ist schwingt bei mir etwas mit. Gef\u00fchl ist alles; tao hei\u00dft vielleicht gef\u00fchl. Wenn Sie es auf den kern zur\u00fcck f\u00fchren, haben Sie immer ein \u2013 feeling. Der unterschied ist, ich finde es an stellen wo die SBs es nie suchen w\u00fcrden, ihr gesichtsfeld ist zu eng. Ich finde es bei H\u00fcsn\u00fc Daglarca, bei Yunus Emre, bei Asik Veysel, um bei den t\u00fcrken zu bleiben. Es ist ja so alt wie die dichtung selbst. Was die SBs heut meinen, hat viel mit bier und noch ein paar \u00e4hnlich gelagerten dingen zu tun, die schwer fa\u00dfbare melange aus rum h\u00e4ngen, getrieben sein, bier, punk &#8230; Sie wissen es selbst. Auch negative eitelkeit ist dabei, sorgsam ungepflegte kleinb\u00fcrgerei, ein antihabitus mit engen grenzen, borniertheit auch; tief darunter sind sie wach, aber meist wahren sie sich vor zu vielen eindr\u00fccken, gleichzeitig mu\u00df lautst\u00e4rke und monotonie stimmen. Stadtbewohner sind sie, auf ihrer weise lieben sie die stadt, den beton. Das alles macht sie aus, ist ihre gestalt, und das schreiben, gedankenlos, aber nicht automatisch, geh\u00f6rt dazu. Doch beat, sagte mal ein jazzmusiker fein, ist noch lange nicht takt, so weit davon entfernt wie social von anarchy.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong>UB<\/strong><\/span> In Deutschland hat man meist ein falsches Verh\u00e4ltnis zur Arbeit. In diesem Land mu\u00dfte die kommunistische Idee geboren werden und hier mu\u00df sie auch immer scheitern \u2013 beides ist fast dasselbe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong>HEL<\/strong><\/span> Auf der h\u00f6he bleiben, im urteil, in den mitteln, im sinn. Das ist nicht erkl\u00e4rbar, das ist ein gef\u00fchl. Da ist eine spur der man folgt, in einem riesigen netz, von dem teile dir geh\u00f6ren. Einige knoten haben mit dir zu tun, andere nicht. Das h\u00f6rst du. Es l\u00e4\u00dft sich nicht sagen. Es ist die mitte. Es ist die milchstra\u00dfe, der du auch nicht folgen kannst, die etwas anderes ist als was du siehst, aber sie ist deine koordinate. Die chaostheoretiker sagen chreode dazu, die taoisten tao. Es liegt in allem. Es sind nicht metren und reime, aber ohne sie ist die schale nicht ausgewischt. Experiment und handwerk fallen auch zusammen, im modell. Das ist, so banal es klingt, das gl\u00fcck der mitte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong>UB<\/strong><\/span> Ich h\u00e4tte von Stra\u00dfenkindern mehr gelernt als in der Schule und im Elternhaus, das Phantasie und bestimmte Realit\u00e4ten nicht zulie\u00df. Die M\u00e4ngel des breiten Bildungsb\u00fcrgertums haben einen gr\u00f6\u00dferen Schaden in der Geschichte nicht nur des deutschen Volkes angerichtet, als man annimmt. Zu positiv wird selbst der Schatten puren Bildungswissens bis auf den heutigen Tag gesehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong>HEL<\/strong><\/span> Was das GUTE betrifft, hab ich einer freundin geschrieben: Bleib \u00e4 gudes ludr, abr werd k\u00e4 gutmensch. &#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im \u00fcbrigen sollte es zeit sein, europ\u00e4isch zu denken, und zwar europ\u00e4isch mit der gro\u00dfen l\u00f6sung. Und mit denken meine ich nicht kapitalstrategisch, das geschieht ohnehin, sondern kulturell, sozial, politisch. F\u00fcr mich geh\u00f6rt der Islam dazu, und es wird eine der gro\u00dfaufgaben sein, die halbzerst\u00f6rte br\u00fccke wieder zu bauen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Cover5.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-10149 alignright\" title=\"Cover\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Cover5.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"329\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Cover5.jpg 200w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Cover5-182x300.jpg 182w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a>Und die \u00d6zdamarn ist wirklich so gut. Bei ihr hab ich gesp\u00fcrt was w\u00e4re wenn wir unsere nasen nicht mehr nach Amerika hielten. Was f\u00fcr ein kr\u00e4ftiger pollengeladener n\u00e4hrwind weht da vom balkan herauf, was f\u00fcr ein himmelsplankton uns ins maul! wie der geist der indianer auf die amerikaner, wird der geist der t\u00fcrken auf uns \u00fcbergehn, wir sind dabei, eine t\u00fcrkisierte gesellschaft zu werden. Das ist eine frage der chemie, nicht der politik. So wurde Amerika schwarz und wird hispanisch. Europa wird slawisch und orientalisch, und nicht zu seinem nachteil. Sevgi \u00d6zdamar gibt einen vorgeschmack.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong>UB<\/strong><\/span> Die T\u00fcrken ersetzen uns die Juden \u2013 Allah sei Dank!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ob wir mit dem Islam und ob der mit uns? Schwierig. Aber eine gute Herausforderung: da brauchen wir viel Geduld und d\u00fcrfen nicht zu viel erwarten. Appeasement ist gegen\u00fcber dem islamischen Fundamentalismus der falsche Weg. Unser Land verlor schon, bevor die T\u00fcrken kamen, immer mehr seine christlichen Fundamente. Im Grunde gut so, denn es bedeutet Selbstbefreiung von unterdr\u00fcckender Kultur, die faschistische Phase eingeschlossen. Schlimm nur, was da an Glaubensersatz \u2013 esoterische Idiotien und unreflektierte multikulturelle Verbaltoleranz \u2013 an die Stelle des Kulturchristentums tritt. Ich vermute, da\u00df tief in unserem europ\u00e4ischen Bewu\u00dftsein ein fundamentalistischer Restglaube sitzt. Der m\u00fc\u00dfte sich eigentlich mit dem Islamismus treffen, tut es aber nicht. Warum? Der Imperialismus der wei\u00dfen Rasse ist noch nicht am Ende. Der Kapitalismus ist da zwar freier, hat aber seinen eigenen, ihm immanenten Faschismus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Hel-Z3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-9305\" style=\"border: 1px solid black;\" title=\"Hel Z3\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Hel-Z3-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><span style=\"color: #000080;\"><strong>HEL<\/strong><\/span> Sie werden mich f\u00fcr verr\u00fcckt halten, aber armut, keuschheit und gehorsam sind\u2019s immer noch, und Sie wissen da\u00df ich von der k\u2019kirche kein st\u00fcck brot annehme; siehe ihr neuestes weihgas. Sie k\u00f6nnen auch bed\u00fcrfnislosigkeit, konzentration und Brechtsches einverst\u00e4ndnis, einverstehen dazu sagen, es bleibt sinequanon.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong>UB<\/strong><\/span> Der Lyriker ist der individualistische Versucher des kollektiven Bewusstseins.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"color: #000080;\">HEL<\/span><\/strong> \u201eBabylonik\u201c, wieder haben Sie ein stichwort gesagt&#8230; man k\u00f6nnte vieles so interpretieren. Strophik, enzyklop\u00e4dik, babylonik, die motive der scribik, f\u00fcr die schwerlich n\u00e4her hergeholte anzugeben sind, wenn man nicht einfach sagt, ich mu\u00df; aber ich mu\u00df gar nicht. Ich hab nur alle andern br\u00fccken hinter mir verbrannt, keine ausbildung, keine sicherheit, nur das kleine feuer, auf dem die wassersuppe kocht. &#8230; Ich stehe jeden tag vor der aporie, die zeit nutzen oder sie als unnutzbar erkennen, f\u00fcr beliebig erkl\u00e4ren. Es ist das zeitparadox, aus dem ich manchmal gedichte schleudere, in dem ich manchmal nur meine hirnh\u00e4lfte mit bildmustern best\u00fccke. &#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong>UB<\/strong><\/span> Das Quantensystem reflektiert sich nun selbst, es w\u00fcrfelt sich selbst und wird umgekehrte Messapparatur, es existiert also durch sich selbst, es ist sich selbst transzendent, k\u00f6nnte man sagen, und solche Absurdit\u00e4t von Autopoiesis ironisiere ich. Was die Mixtur der K\u00fcnste angeht, so ist jedes Gesamtkunstwerk-Streben und jedes Teilkunstwerk-Experiment in Ordnung. Aber ich bef\u00fcrchte, so mancher allzu platte Teil und die alles rettende und fliehende Ironie, dieser ganze nach innen umgest\u00fclpte Hedonismus-Krampf, f\u00fchren dazu, dass die Programme viel besser sind als ihre Inhalte, dass oft das Programm schon der ganze Inhalt ist, also kein Inhalt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong>HEL<\/strong><\/span> Mit der \u201ealles rettenden und fl\u00fcchtenden\u201c ironie haben Sie recht. &#8230; witz ist auch vorw\u00e4rtsverteidigung, gerade der humorlose wappnet sich mit witz. Wer sp\u00fcrt da\u00df seine vorstellung m\u00e4\u00dfig ist, peppt sie mit dem gestus auf: das gegenteil oder fast das gegenteil ist gemeint. Das ist der mi\u00dfbrauch nobler oberfl\u00e4che. Denn den eingefleischten humor, die ironie, die sich nicht dumm stellen mu\u00df, findet man selten. Meistens findet man den, der nur eins kann: dem nichtsk\u00f6nnen einen anstrich von parodie geben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/attachment.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-9309 alignright\" style=\"border: 1px solid black;\" title=\"attachment\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/attachment-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><strong><span style=\"color: #000080;\">UB<\/span><\/strong> Ist es die R\u00fchrung, die uns ergreift, wenn das modistische Kunstgewerbe auf dem Laufsteg die gro\u00dfe Welt parodiert ohne es zu wissen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht so leicht heute in der neuen Geniezeit aufzutauchen und nicht gleich wieder unterzugehen. Wer heute etwas sein will, muss schon als Legende anfangen, und die Legende muss sich bei n\u00e4herer Betrachtung als rostfreier Stahl erweisen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong>HEL<\/strong><\/span> Der kapitalismus hatte seine vorl\u00e4ufer in den italienischen stadtstaaten. Mann, UB, wir leben in einem land, das beide systeme gekannt hat, was f\u00fcr eine chance k\u00f6nnte das sein! denn wir haben auch den faschismus + Hitlerwahn bis zur neige getrunken. Das experiment sozialismus ist doch nicht gescheitert, sondern abgebrochen. &#8230; Aber verdammt noch mal, ich la\u00df mir die utopie nicht vom brot nehmen. Vergesellschaftung, das ist es immer noch, das schlie\u00dft gerechtigkeit, demokratie, all die beschworenen werte ein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/attachment-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-9310\" style=\"border: 1px solid black;\" title=\"attachment-1\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/attachment-1-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/attachment-1-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/attachment-1-300x300.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/attachment-1-1024x1024.jpg 1024w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/attachment-1.jpg 1128w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><strong><span style=\"color: #000080;\">UB<\/span><\/strong> Ein neuer Sozialismus, der das Grundgesetz \u00e4ndern will, weil muss, ist andererseits erforderlich&#8230; Aber ich misstraue der Revolution, weil der Mensch so was nicht konsequent durchh\u00e4lt&#8230; Wir Deutschen sind f\u00fcr die Weltver\u00e4nderung v\u00f6llig ungeeignet. Ich will weder eine Bewegung \u00e0 la Hitler noch diese langweilige, unsinnliche Stagnationsschei\u00dfe \u00e0 la Ulbricht und Honecker. (Gysi hat ein charmantes K\u00f6pfchen, aber das gen\u00fcgt nicht.)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also: Ein neuer Sozialismus muss her, ein ganz neuer, raffinierter, sinnlicher, und ich bin optimistisch, dass so etwas in ein oder zwei Jahrzehnten wenigstens elementar-ideologisch heranreift.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meine Sorge ist nur, dass immer der K\u00f6rper den Geist verr\u00e4t, weil er st\u00e4rker ist, es sei denn der H\u00f6chstkapitalismus ist Geist, aber das will ich nicht glauben. Oder alles Geistige ist nur eine andere Form des K\u00f6rpers, das bef\u00fcrchte ich schon eher. In dieser schrecklichen Wahrheit richte ich mein Leben ein als Traum oder L\u00fcge in meinem kleinen Gl\u00fcck. Aber relative Solidarit\u00e4t ist lebensnotwendig &#8211; hier fehlt ein pragmatischer politischer Weg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Reichsidee &#8230; erst durch Bismarck ist sie verhunzt, die Ottonische Renovatio Imperii war schon was, gegen das die derzeitige kleineurop\u00e4ische L\u00f6sung mickrig wirkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Politik soll Dichtung sein. Dichtung teilt mit, schildert, beschreibt genau, klagt, klagt an, ist Werk, ist Kunst, ist Kosmos im Kleinen. Dichtung f\u00fchrt zur Imagination neuer Bilder, Gedanken, Denkweisen, insofern ist sie auch lehrhaft, sie schreit, singt, weint, sie schweigt sogar manchmal, in subtiler Weise erzeugt und verst\u00e4rkt sie die Solidarit\u00e4t unter den Menschen, begleitet moralische Wandlungen im historischen Wandel und gibt, aber nicht als billiges Opium f\u00fcrs Volk, Trost und Hoffnung, deutet Lebenssinn und gesellschaftliches Sein, ergreift Partei und setzt immer die Freiheit des Andersdenkenden voraus. Dichtung ver\u00e4ndert indirekt, oft heimlich und unbewusst, getragen von einer (moralischen) Idee, aber in Bildern, die dem Leser Freiheit lassen, sie wirkt abseits der politischen Kommunikation und der ihr immanenten agitatorischen Literatur.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong>HEL<\/strong><\/span> Provinziell &#8230; ist vielleicht der megatrend, die gro\u00dftendenz, der gemeinsame nenner unseres geisteszustands, provinz wohlgemerkt im guten wie im schlechten. Kein St John Perse hat hier die kraft, die erde zu preisen. wir leben in unseren t\u00e4lern, im nebental, das sind ganz andere menschen. wir haben literarische landesf\u00fcrsten, alles mittelbau, ein Neruda ist nich dabei&#8230; Europa wird zur provinz, und ich seh dem mit gemischten gef\u00fchlen entgegen, wie Heine dem proletariat.<\/p>\n<div style=\"width: 130px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border: 1px solid black;\" src=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/archive\/f\/f5\/20080320224632%21Photos_NewYork1_032.jpg\/120px-Photos_NewYork1_032.jpg\" alt=\"\" width=\"120\" height=\"90\" \/><p class=\"wp-caption-text\">\u00a9\u00a0Urban 2005<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong>UB<\/strong><\/span> Hauptreligionen: Die absoluten Haupt-Tempel sind die B\u00f6rsen. Dann kommen die naturwissenschaftlichen Labors. Dann die Sportarenen (wie schon in der Hochzeit der Antike). Die Sportarenen sind vollkommen vernetzt mit den Sponsoren der Wirtschaft und mit der Wissenschaft. Der angels\u00e4chsische Glaube: Alles ist durch Training machbar. Diese Philosophie regiert die Welt. Ich beginne zu glauben, dass auch Asien von diesem Denken immer mehr beherrscht wird, so dass am Ende, wenn Asien herrscht, der Kapitalismus nur eine neue Fratze hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die sozial Schw\u00e4cheren werden notd\u00fcrftig in Hauptschulen und total mies organisierten Gesamtschulen abgespeist. Eltern erziehen &#8211; aus vielen Gr\u00fcnden &#8211; zu wenig. Falsche und falsch verstandene p\u00e4dagogische Lehren werden praktiziert. Egoismus und \u00fcbler Vulg\u00e4rhedonismus kommen hinzu. Wirtschaft ist alles. Ein Volk von Kr\u00e4mern und Geldhaien sind wir. Was fr\u00fcher den Juden vorgeworfen wurde, realisieren wir und \u00fcberbieten uns dabei. Wer den Staat und jeden Mitmenschen nicht beschei\u00dft, gilt als dumm und naiv. Wer Gedichte liest oder den \u201eZauberberg\u201c, tickt nicht richtig im Kopf. Bildung is f\u00fcrn Arsch. Sex \u00fcber alles. Schein und Show. Design und feine Klamotten. Spa\u00df und Fun. Die Malediven, Bier und Hasch. Feten. Das z\u00e4hlt. Okay, das z\u00e4hlte immer schon. Aber jetzt stehen wir vor den sichtbaren Konsequenzen dieser Wertsch\u00e4tzungen, bald auch vor dem national-wirtschaftlichen Abstieg, weil die Kultur intelligenter und innovativer Handlungen zur\u00fcckgeht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong>HEL<\/strong><\/span> &#8230; lesen Sie Ulrike Meinhof und die deutschen Verh\u00e4ltnisse, Wagenbach 2001: mann, das ist doch alles noch da! DAS hat 68, von manchen als zweitgr\u00fcndung der BRD bezeichnet, nicht ge\u00e4ndert, nur gemildert. Meinhofs analysen stimmen bis heute: \u00e4u\u00dfere wie innere verelendung und die krankheiten daraus, von stra\u00dfenkindern schleppe genannt; wir haben die Auschwitzimaschleppe: das ist ein krater, den man noch in einer million jahren vom weltall aus sehn wird, wie das N\u00f6rdlinger Ries, und wir gehn auf d\u00fcnner lavakruste .. na Sie verstehn schon: K\u00f6ln mag einen schu\u00df zivilisierter sein aus r\u00f6mischer zeit, luperkalisch, ubisch, druidisch, daf\u00fcr hat\u2019s 2000 jahre katholenterror aufm buckel .. wovon reden wir hier eigentlich? &#8230; streiten kann man \u00fcber Stalins rolle, und \u00fcber das verh\u00e4ltnis anarchismus \/ sozialismus \u2013 antagon oder graduell. Aber haben wir Adlonverpopten alles vergessen womit wir aufgebrochen sind? &#8230; Viva la revolucion!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Cover-195x300.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-9179\" style=\"border: 1px solid black;\" title=\"Cover-195x300\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Cover-195x300-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><span style=\"color: #000080;\"><strong>UB<\/strong><\/span> Deutschland ist kalt, es ist ein schwieriges, ein schweres Land. Nicht alle sind so schwer, aber viele, viel zu viele. Wir bleiben, was wir immer waren: Ziemlich grob, jeder lebt allein f\u00fcr sich, seelisch zerm\u00fcrbt und krank von der harten Arbeit, vom Ehrgeiz nach Status und Konsum. Immer materialistischer wird die deutsche Welt, immer imitierter, immer amerikanischer, immer fremder. Wir haben zwar die besten Autobauer, flei\u00dfige Ingenieure auf vielen Gebieten, profitgierige Betriebswirtschaftler (immer mehr nach angels\u00e4chsischem Muster), aber nur wenige Lebensk\u00fcnstler. Wer seine Arbeit nicht auf H\u00e4nden vor sich hertr\u00e4gt, gilt schon als faul. Wer anerkannt werden will, klagt, so oft er kann \u00fcber sein Leid und seine Opfer, die er f\u00fcr die Gemeinschaft bringt. Wir kultivieren, wenns hoch kommt, die deutschen Tugenden, tun also Sachen um ihrer selbst willen. Nicht alle sind so, aber viele, viel zu viele. Wir Deutschen lieben uns selbst nicht. Das ist nicht gut. Das schmerzt mich oft. Denn ich liebe das Land sehr, in dem ich lebe, und ich bin gern ein Deutscher, weil ich die Sprache liebe und die reiche Literatur und Philosophie (auch nach 1945!), die Musik und die Kunst. Wenn nur diese schwere deutsche Mentalit\u00e4t nicht w\u00e4re! Das Gr\u00fcbeln, die dumpfe Bierseligkeit, das Biedere, die elende Vereinsmeierei, die bis in die Politik hineinwirkt, die elende Gartenzwergigkeit, das Pedantische, das bis in die Spitze der Intellektuellen den Oberlehrer von einst widerspiegelt! Und die schwere Last unserer schlimmen Geschichte, die viele von uns entweder hemmt oder zur Fortsetzung mit anderen Mitteln verleitet. Wir haben in der Gebrochenheit unserer nationalen Identit\u00e4t nicht nur l\u00e4hmende Wunden, sondern die Voraussetzungen f\u00fcr die neue Identit\u00e4t als Europ\u00e4er und Weltb\u00fcrger, die n\u00f6tig ist, um auf dieser Erde zu bestehen. Immer noch stark ist der kulturelle Sektor: Das st\u00e4dtische Theaterwesen, die staatlichen Orchester, die Museen, die Kunst, das \u00dcbersetzer- und Buchwesen, auch das literarische Leben, vielleicht zunehmend wieder der Film.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich sehe, je \u00e4lter ich werde, immer klarer: Das kapitalistisch organisierte Leben ist falsch, die Entfremdung macht uns alle krank. Ein neuer, besserer Sozialismus muss versucht werden. Aber ich wei\u00df, gerade in Deutschland gelingt das nicht. Lenin hat es dunkel geahnt, wenn er erkannte: Wenn der Marxismus in Deutschland siegt, dann siegt er in der ganzen Welt &#8211; Marx hoffte das, als aufgekl\u00e4rter Idealist, auch, aber Deutschland ist ein konservatives Land mit einem sozialdemokratischen Gewissen als Motor &#8211; mehr nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong style=\"text-align: justify;\">HEL<\/strong><\/span> T\u00dcRKEI: Wie schreibt Necati so sch\u00f6n: fr\u00fcher hatten se\u2019s mit der t\u00fcrkengefahr, jetzt sind se Europa am altneubestimmen. Und nat\u00fcrlich pa\u00dft die T\u00fcrkei nicht in dieses europa. Da pa\u00dft gar nix. Dies Europa pa\u00dft nicht in sich selbst. In seinem wirtschaftswahn hab ich mit diesem oder jedem anderen Europa nix am hut; sagste richtig. Aus der T\u00fcrkei beziehn wir mehr Provencekr\u00e4uter als aus der Provence, mehr tomaten als aus Holland, was soll die depolonisierung der landwirtschaft dort; Polen wird sich auch umgucken. Kaffeehausgeistig gesehn ist mir Konya der Sufivatikan n\u00e4her als zb Wolfsburg, auf der t\u00fcrkischen plattentektonik liegt Trojatlantis, schei\u00df auf Europa; soll sich wieder dahin verpfeifen marenostrum schl\u00fcrfen statt latte macchiato falsch ausgesprochen, dann wird\u2019s wieder. Und bedecken sollen sie das haupt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8230; wir sind immer allein, auch wenn wir uns zu haben glauben. Und ich f\u00fcrchte schlimmeres; neumodisch gesprochen: wir halten beziehungen br\u00fcchiger als sie sein k\u00f6nnten, wir sch\u00e4tzen nicht was wir haben, wir nutzen nicht genug die m\u00f6glichkeiten zu lieben&#8230; Das ist das fegefeuer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong style=\"text-align: justify;\">UB<\/strong><\/span> Ja, wir sind immer allein. Das wusste ich immer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong><span style=\"text-align: justify;\">HEL<\/span><\/strong><\/span> &#8230; schau mal, bei den dichtern ist das so: du kannst dichten oder schlurpsen, und ein dichter kann beides. Shelley zb schlurpst auf h\u00f6chstem niveau, Heine, Brecht. Aber bei den nieschlurpsern gibt es mehrere sorten, die die es nicht tun, und die die es nicht k\u00f6nnen. Und nicht schlurpsen k\u00f6nnen hei\u00dft auch nicht richtig dichten k\u00f6nnen. So viel zum schlurpsfaktor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<span style=\"color: #000080;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/attachment-2.jpg\"><span style=\"color: #000080;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-9311 alignright\" style=\"border: 1px solid black;\" title=\"attachment-2\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/attachment-2-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/span><\/a><strong>UB<\/strong><\/span> Dein Denkbericht zeigt dich in dem Stationendrama deines Lebens in einem mittleren Bild \u2013 und du wei\u00dft nicht, wie die n\u00e4chsten Szenen aussehen. Nach der Theater- und Lebensauffassung Brechts gibt es Spr\u00fcnge in der Entwicklung\u2026 aber inwieweit k\u00f6nnen wir selber Autoren oder Regisseure unseres Lebens sein? Ich wei\u00df es auch nicht. Du ruhst dich aus, obwohl du neben deiner melancholischen Interimslethargie wahrscheinlich genau wie ich eine permanente innere Unruhe hast, die dich dann doch wieder antreibt&#8230; aber du wirst weiter schreiben, weil du nicht anders kannst, du musst briefeln und stropheln, da hilft nix, auch wenn dir der Boden unter den schreibenden F\u00fc\u00dfen wie weggezogen erscheint. Im Dauerspagat deines Lebens rutschst du immer wieder \u2013 wie ich \u2013 mit dem Arsch zu Boden, und schreibst mit dem Schwanz, und mit H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen weiter, angesichts einer untergehenden Welt, in der H\u00f6lderlins Sehnsucht nach\u00a0 Ruhm, nach Weiterleben im Gedicht, l\u00e4ngst verloren gegangen ist. Ich lese meine s\u00fc\u00dfe Freundin, entziffere sie von unten nach oben tastend und versteh nicht jedes Kapitel, in das ich hineinbl\u00e4ttere, es kommt ja mehr darauf an, die eigene Interpretation zu begreifen. Das Gef\u00fchl, da kommt nichts mehr, r\u00fchrt sich in uns immer wieder als Gegenwunsch zur Kreation, zum Sch\u00f6pferwillen, weil wir zum Augenblicke sagen wollen, verweile doch \u2013<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Frage Was habe ich geleistet? kommt immer zu fr\u00fch oder zu sp\u00e4t. Die h\u00f6heren Zwecke sehe ich nicht. Ich habe einen Sohn \u2013 h\u00f6herer Zweck? Ich liebe ihn wie ein Vater seinen Sohn liebt. Meine schulische Arbeit \u2013 Lebenserhaltungsleben\u2026 Sisyphosarbeit ohne Ende. Was bleibt? Der ein oder andere Text \u2013 verloren verschollen schon im Jetzt, das bald vergessene Vergangenheit sein wird. Du wirst das Leben weiter lieben, weil du nicht anders kannst, wirst dich wieder verlieben, lieben, leben, schreiben, essen und trinken &#8211; du f\u00fchlst dich als perpetuum mobile \u2013 bis zum Tod\u2026 Wer jetzt kein Ziel hat, wird sich keins mehr setzen, denkst du. Dein Ziel ist prozesshaft, das Schreiben als Bewegung. Die wenigsten wissen, wie sie das Bisschen Zeit, das sie haben, umbringen. Machs gut, Bruder, ververs dich wieder, worth\u00e4kle weiter, sonettiere und verliedere so gut du kannst!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"color: #000080;\">HEL<\/span><\/strong> Du schreibst, Du liest in Deiner Freundin: da seh ich land, n\u00e4mlich im Erweiterten Schreibbegriff&#8230; Es gibt die theorie, wir konnten lesen eh wir schreiben konnten: wir lesen wahrscheinlich mehr als wir denken &#8230; Das hei\u00dft, man MACHT etwas auch zur schrift, indem man es wie schrift behandelt, das hei\u00dft liest, et vice versa. DEN r\u00fcckbezug auszutrudeln \u2013 hoc est.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"color: #000080;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Cover3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-10141\" title=\"Cover\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Cover3-189x300.jpg\" alt=\"\" width=\"189\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Cover3-189x300.jpg 189w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Cover3.jpg 445w\" sizes=\"auto, (max-width: 189px) 100vw, 189px\" \/><\/a>UB<\/span><\/strong> Habe ich einen neuen Ton? Jedenfalls analysierst du mich gut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich bin nun mal ein Liebhaber des Lebens und der Sprache, bin in der Sprache und kaum au\u00dfer ihr, bewege mich spielend in den Chomskyschen Kategorien mit flie\u00dfenden \u00dcberg\u00e4ngen, bin Spieler, Lebensspieler, Sprach- und Sprechspieler\u2026 flatterhaft wie ein Kind erhebe ich mich manchmal wie ein Schmetterling in die blaue Luft, ein Ph\u00f6nix, der aus seiner Asche aufsteigt wie aus einem Ernteboden \u2013 nicht innewerdend des schwarzen Vogels, der mich bald frisst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist dieser (dieser) Moment des Schreibens, der mir gef\u00e4llt wie das Paradies, das immer schon in mir war. Ich las in Locarno am Seeufer die Titel der Arp-Skulpturen und schrieb sie mir auf: Larme de galaxie, Torse de g\u00e9ant, Fruit d\u2019une pierre \u2026 wie sehr sich Wort und Materie verst\u00e4rken! \u2013 in unserer Vorstellung verwandelt sich alles.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie und was in meinem Gehirn spielt, wenn ich das Spiel zulasse, das interessiert mich als Schreibender. Ich sp\u00fcre, wie ich einer universellen Grammatik nahe bin, wie ich im Schreiben Kontexte betrete, verlasse, mische, wie sich allgemeinere Symbole mir aufdr\u00e4ngen \u2013 bis hin zu unbewussten Ahnungen. Manchmal schrieb ich Dinge, die ich erst r\u00fcckblickend verstehe: Als ich 1996 meine Schlangegeschichten schrieb, lie\u00df ich Schlange, meine Geliebte, meine Frau, schon in der Mitte der vierzehn Geschichten sterben. Mir war meine Frau eine historische Erscheinung, als sie noch gesund war. Ich war ihr immer schon zugleich so fern wie nah. Ich liebte sie, aber ich stand oft, im Gegensatz zum Schreiben, beobachtend neben mir, neben uns. Mir gef\u00e4llt, wie Chomsky von den mysteries spricht. Ich lebe fraglos in diesem offenen Kosmos, ein Ergebnis unendlicher Zuf\u00e4lle ohne Gott \u2013 es sei denn, ich selbst bin Gott. Ich bin der Gott meiner Welt, so gut ich kann, ein Gott neben G\u00f6ttern, die alle scheitern, auch an sich selbst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"color: #000080;\">HEL<\/span><\/strong> Chomsky hat was f\u00fcr sich, weil er reziprok denkt. Das worum es geht liegt irgendwo zwischen zufall und schicksal, eine welt aus zuf\u00e4llen w\u00e4r mir zu zuf\u00e4llig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sagen wir f\u00fcr schicksal entelechie, denn was einem geschieht, geschieht ihm auf seine art, und seine ist zweibez\u00fcglich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber das sch\u00f6ne ist, es reden immer beide, du und das gegen\u00fcber. Ist das banal? es wird zu selten bewu\u00dft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0Meine katze redet nat\u00fcrlich mit anderen teilen als ich, aber ich mu\u00df LESEN, nicht nur horchen &amp; gucken, sonst versteh ich noch weniger.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer aber lesen kann und nicht sehn, der hat, wie der yankee sagt, ein problem; nichts wo ein schu\u00df liebe nicht h\u00fclfe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber auch liebe kann anscheinend nicht verhindern was Du beschreibst: sie lebend zu mumifizieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und wenn das stimmt mit der reziprozit\u00e4t, machen wir uns damit zur spiegelmumie, und auch so was in der art steht in Deinen geschichten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Cover1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-10145 alignright\" title=\"Cover\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Cover1.png\" alt=\"\" width=\"87\" height=\"142\" \/><\/a>Tja, und so laufen wir dann. Vielleicht ist das mit karma gemeint. Aber \u2019s gibt auch Merse- \/ burger zauberverse (R\u00fchmkorff)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist ja das schlechte gewissen da\u00df wir spielen d\u00fcrfen: verl\u00e4ngerte jugend, gesundes alter, verminderte arbeit, elektronisches weltgespr\u00e4ch .. Gen\u00fcgt es, das zu verteidigen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">M\u00fcssen wir in die wildnis? hat sich die wildnis gelichtet? stimmt unser wildnisbegriff nicht?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sind wir in grundlegend neuer zone, in fundamental anderem proze\u00df? oder verfeinert sich nur was seit anbeginn geschieht? oder ist es beides?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aufgabe ist nicht mehr, stattdessen: geh bewu\u00dft so wie du bewu\u00dft atmest, achte auf den weg und stolper nicht \u00fcber die f\u00fc\u00dfe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Oder vielmehr: da ist kein weg so wie wir ihn kennen. Tao hei\u00dft tiefer, manchmal das gute gef\u00fchl, es verhandelt sich in der mitte, es kommt sich auf halbem weg entgegen und teilt sich die kr\u00e4fte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"color: #000080;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Cover4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-10147\" title=\"Cover\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Cover4-182x300.jpg\" alt=\"\" width=\"182\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Cover4-182x300.jpg 182w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Cover4.jpg 390w\" sizes=\"auto, (max-width: 182px) 100vw, 182px\" \/><\/a>UB<\/span><\/strong> Ich lebe wieder gern. Aber du meinst, das halte nicht an, wir mumifizieren uns bei lebendigem Leib in dem, was wir f\u00fcr Liebe halten. Und in meinen Geschichten schimmere das durch, sagst du. Ja, was ich wei\u00df, lebe ich nicht. Ich habe nichts Besseres als diese Liebe, die im Werden schon wieder stirbt. \u201eTja, und so laufen wir dann. \u2026 verl\u00e4ngerte jugend, gesundes alter, verminderte arbeit, elektronisches weltgespr\u00e4ch,.. Gen\u00fcgt es, das zu verteidigen?\u201c, fragst du. Ich wei\u00df es nicht. Wir haben nichts Besseres.\u00a0 Ich vermute, dass wir im Wesentlichen nicht viel anders leben als unsere Vorg\u00e4nger, allerdings verfeinert, aber Sinnsuche und \u2013findung ist wie eh und je. Wildnis nimmt ab. Das Neue wird immer langweiliger. Es geht in der akzelerierten und immer massierteren Quantit\u00e4t unter, w\u00e4hrend Qualit\u00e4t stagniert. Glaube und Hoffnung auf echte (humanistische) Forschritte nimmt immer mehr ab \u2013 eine gute Voraussetzung allerdings f\u00fcr das SAPERE AUDE und die Umsetzung des Lebens in eine neue Bescheidenheit, vielleicht gelingt uns dann doch noch (List der Geschichte, List der Dialektik) eine bessere Welt, die sich jeder selbst setzt, so gut er kann \u2013 allerdings wird das bei Zunahme sozialmaterieller Unterschiede nicht gelingen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong>HEL<\/strong><\/span> &#8230; Und reziprok wieder so wie Du den Arthur schreibst und der Arthur Dich: Wie gehn die \u201eakzelerierten Quantit\u00e4ten\u201c um mit uns? das sind ja dauertsunamis.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Modern bin ich wider willen, zumal ich gar nicht wei\u00df auf was f\u00fcr ne moderne ich gesetzt bin: wer in der postmoderne moderne spielt, was f\u00fcr ne epoche vertritt der wohl? und von der postmoderne sieht man ja auch schon wieder die staubwolke, und bei der staubwolke wei\u00dft du nie ob\u2019s was wird oder ob\u2019s das war, mit sturm \u00fcber Zipfelasien. Ich will nicht bausklave an der Chinamauer, ich will mein Kakanien wieder, provinz Belgica, druide, wenn auch nichtapprobiert, also der schweigepflicht entbunden. Vielleicht hei\u00dft \u201egr\u00f6\u00dfer\u201c einfach: der sa\u00df nicht auf planstelle, der schuf sie: Shakespeare und so.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"color: #000080;\">UB<\/span><\/strong> Ich gebe zu, dass es gr\u00f6\u00dfere und kleinere Epochen gab. Thomas Mann hatte das Gl\u00fcck, dass er sich mit seinen Romanen noch an den poetischen Realismus eines Fontane dranh\u00e4ngen konnte, vielleicht war er sogar der Vollender des Realismus in einer schon ganz anderen Zeit. Thomas Mann implantierte in das realistische Erz\u00e4hlen die Methode der Montage und gab seinen Romanen den Aspekt einer Gro\u00dfmetapher. Seine polyphone Ironie ist ein Erz\u00e4hlstil f\u00fcr die gr\u00f6\u00dften Geb\u00e4ude &#8211; n\u00e4mlich die Innenwelten seiner Romanhelden. In der Erfindung und im Erz\u00e4hlen (Ton und Ausgestaltung des Stoffs) ist Thomas Mann Fontane ebenb\u00fcrtig, in der verknappenden Verdichtung ist Fontane st\u00e4rker. Mann stopft teils zuviel Bildung in seine Romane, propft ihnen zu viele Anspielungen auf, vernetzt zuviel Welt und Geist. Vielleicht sind beide gleich gro\u00dfe Giganten. Beide kn\u00fcpfen an bedeutende Vorg\u00e4nger an und gipfeln sie auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich habe f\u00fcr das Schreiben sehr verschiedene Motive. Teils ist es reine Lust an der Sprache\u00a0\u2013 oder Spiellust. Teils verarbeite ich Dinge, die in mir sind. So gesehen sind manche meiner Erz\u00e4hlungen auch Zweittr\u00e4ume oder Tagtr\u00e4ume, oder Erkenntnisvorg\u00e4nge, die im Rahmen eines Kunstwerks ins Allgemeine erhoben werden, wenn sie mir gelingen. Und mich treibt die Lust an der Erschaffung einer verbalen Wirklichkeit an, die einen Erkenntnisprozess enth\u00e4lt und beim Leser (in seiner Deutung, falls er sie leistet) evoziert. Was die Wahrheit angeht, so finde ich den Gedanken, dass der Dichter wie der Mathematiker jeweils seine Sprache als Erkenntnisinstrument benutzt, \u00fcberzeugend. Ich habe schon oft gedacht: Ein erz\u00e4hlerisches Kunstwerk hat viel mit den Tautologien zu tun, die die ganze Mathematik ausmachen &#8211; Russell und Whitehead zeigen das f\u00fcr die Aussagenlogik in ihrem Buch \u201ePrincipia Mathematica\u201c, und Ludwig Wittgenstein scheitert in seiner Sprachphilosophie an der Beschreibung der Welt durch S\u00e4tze &#8211; zuletzt ist auch das Nichtwissenk\u00f6nnen ein tautologisches System auf der Grundlage von (nicht hinterfragbaren) Axiomen &#8211; wie s\u00e4mtliche S\u00e4tze irgendeiner Mathematik.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" style=\"border: 1px solid black;\" src=\"https:\/\/encrypted-tbn3.gstatic.com\/images?q=tbn:ANd9GcR2QlYO2V8J6j605IhLm85lvAvOZ2-kuQIuGjxiDcQmvsA_9S-vbQ\" alt=\"\" width=\"177\" height=\"285\" \/>Der Zauberberg und die Zeit &#8211; das ist ein Spiel, ein Spiel mit dem Leben des Protagonisten, der seine Zeit verliert an seine bewusste Suche nach Lebenssinn, den Castorp im Schnee-Kapitel findet (\u201eDu sollst dem Tod keine Macht einr\u00e4umen \u00fcber das Leben\u201c) und sogleich wieder vergisst. Castorp will lieben, liebt aber nur platonisch, noch nicht einmal sich selbst, er findet nicht den Weg zum begehrten K\u00f6rper (Madame Chauchat) &#8211; und so wird der Roman zur Gro\u00dfmetapher, die wir wie einen Mythos verstehen k\u00f6nnen, der auch unser heutiges Leben beherrscht, wenn wir ihn nicht brechen. Wie Derrida ist Thomas Mann ein Mythenbrecher, als Erz\u00e4hler und didaktischer Wiederverwender alter Mythen. Man(n) kann die Mythen nur mit den Mythen zerst\u00f6ren. Anders gesagt: Die Mythen (ver)wandeln sich nur, eigentlich bleiben sie bestehen, sie zerbrechen hei\u00dft also nur, sie zu erkennen. Vielleicht kann man einen Mythos (im Sinne archetypischen Seins) nur durch einen anderen Mythos, den wir dr\u00fcber st\u00fclpen, aufheben, ganz im Sinne Hegels, also dialektisch. Nur in der Bewusstwerdung sind wir gott\u00e4hnlich. Ich denke, der biblische Sch\u00f6pfungsbericht kann in dieser Weise gedeutet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong>HEL<\/strong><\/span> Ich habe Ihren ausspruch, es komme auf den menschen an und nicht auf die struktur, meiner nichte \u00fcberliefert; die will n\u00e4mlich ins lehramt, alte sprachen und spanisch! Sie wei\u00df jetzt schon von den h\u00fcrden, l\u00e4\u00dft sich aber nich abbringen, nicht von der widersinnigen deutschen schulb\u00fcrokratie, und nicht von horrorstudien des SPIEGEL \u00fcber ausgebrannte lehrer und schulen im belagerungszustand. Und das besagt noch nichts \u00fcber den erhalt des gymnasiums, denn wenn Die das system umkrempeln, wer wei\u00df ob wir es und Es nicht zur\u00fcckw\u00fcnschen. Aber wieder: wer ist WIR, und wer fragt die sch\u00fcler? und mit schulrecht statt schulpflicht ist es auch nicht getan. Die schulb\u00fcrokratie hat auch mit den landesverfassungen zu tun, aber zentralisieren ist nicht die l\u00f6sung. Schulen autonom? wehe, in einer schule bekommen faschos die oberhand! Sudbury hat das durchgespielt, de jure ist es handhabbar, aber gruppendynamik ist schwer zu knacken &#8212;&#8211;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schulischkeit ist ja ein elfdimensionenkreuz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eins: Was w\u00e4r ich ohne altgriechisch! weniger hochm\u00fctig vielleicht. Tods\u00fcnde ja\/nein? firmunterricht geschw\u00e4nzt um Artemis willen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwei: Wogegen rebellierte 68? und tat aus falschen\/richtigen gr\u00fcnden das falsche\/richtige und\/oder des guten zuviel\/-wenig? und auch da: 3 Rudis, 2 meinungen oder andersrum.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Drei: Humboldtn mu\u00dfte ich mir trotz gymnasium eigens aneignen. Oder war das richtig so von weng wissen wo steht?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vier: H\u00e4tte mir lehre oder bankboterei das schreiben zerkloppt oder bodenbehaftet?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcnf: LEHRER war mein klassenkamerad Peter Bahnen, der mich auf alles stie\u00df von Tucholsky bis Schmitt, von Dvorak bis Penderecki, von Peter Paul Zahl bis Durs Gr\u00fcnbein, monatlich eine insel, ein kontinent j\u00e4hrlich. Sogar reimen kann er&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sechs: War es gut, mit 10 aus volksschule? \u201eIn der Pause werdet ihr Hausaufgaben vergleichen!\u201c warnte meine mutter. Nixda, auch ich war unterfordert hochbegabt, aber nur deswegen eliteschule propagieren?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sieben: Ich hatte meine fragen, zb ob Goethe sklaven hielt oder bananen a\u00df, und das wu\u00dften die einfach nicht; ein paar davon hab ich immer noch auf der liste, leben zur antwort auf sachfragen, philoetymeia.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Acht: Die Gro\u00dfe Arbeit tut sich selber doch \/ es h\u00e4ngt auch am geschick von hur und koch. (Geschichte und Eigensinn)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neun: Aber eben, die haben mir auch das erz\u00e4hlen versaut. Es dampft immer zu theorie ein. Schreibende arbeiter! aber es war ja Halle, ich machte nicht r\u00fcber, Kraft und Schernikau nach, selbst in schuld, reime sind handschellen, wer nie im karzer sa\u00df, der baut sich einen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zehn: Auch hielt mich das gymnasium von der stra\u00dfe; gut o schlecht? bleibt eins kehrdumm ohne Gorkijs fakult\u00e4ten?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Elf: Mein vater, 8 schuljahre, dann mit den br\u00fcdern in den wald, akkordholzen, hatte einen rechenlehrer, der zog das pensum ein halbes jahr fr\u00fcher durch, und dann hie\u00df es: k\u00fcr, sie l\u00f6sten denksportaufgaben und er f\u00fchrte sie an ber\u00fchmte vermutungen heran, primzahlenprobleme, das neunerwunder, zw\u00f6lfersystem &#8212; Mein mathematiklehrer kapitulierte vor diesen fragen. No wos is, schlechtes gymnasium \/ gute volksschule, oder wenigstens 1 guter lehrer? menschen sind wir beide geworden, aber mein vater, kreuz kaputt vom waldarbeiten und rheuma vom rangieren, hatte Einen sch\u00fcler, mich, und w\u00e4re, b\u00fcrgerlich, ein guter matheprof geworden. Eine zeichenmappe schenkte er mir zum geburtstag, ich h\u00fcte sie heute noch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0Und nun sag, sind\u2019s nicht die barfu\u00dflehrer? und ist nicht mehr kaputt als ein vernachl\u00e4ssigtes bildungswesen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0&#8230; ein unpassendes wort kann mich wild machen, nach jahren geh ich mit tippex bei. Und freuen kann ich mich \u00fcber ein weiteres wortfeld, von sitzen bis hodos, suomi und t\u00fcrk su: alles eine semantik. Das ist mein adlerhorst, und da zwinkert mir der alte Humboldt zu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">G\u00d6\u00d6GLM\u00d6\u00d6SCH ist so entstanden: ungef\u00e4hr jeden tag eine strophe, und hinein was gerade anlag, zb &#8230; reimnis\/keimnis, und dann statt geheimnis schleimnis, oder Billy Childish, ein singul\u00e4res popph\u00e4nomen in 72 ua. Ein minimum an handlung tr\u00e4gt einen r\u00fcckenkamm an assoziaten, wie ein kaum sichtbarer pfad im djungel. Sowas kommt von sowas, und man sollte preisen die kraft und herrlichkeit des auswurfs. Der allerdings, nach dem vorabdruck zu urteilen, kommt eher kleckerwei<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Hel-Z2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-9301\" style=\"border: 1px solid black;\" title=\"Hel Z2\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Hel-Z2-300x186.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"186\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Hel-Z2-300x186.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Hel-Z2.jpg 920w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>se, pseudosensibel, scheindurchnwind, es treibt sich nicht voran, es liegt<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0umanand.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">ich hab von jedem brief eine durchschrift&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>Weiterf\u00fchrend \u2192<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine W\u00fcrdigung von HEL findet sich <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=33276\">hier<\/a>. Eine <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/hel\/helbenntjes.htm\">H\u00f6rprobe<\/a> des Autors findet sich auf MetaPhon.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung der Redaktion: F\u00fcr das Projekt Kollegengespr\u00e4che hat A.J. Weigoni einen Austausch zwischen Schriftstellern angeregt. Auf KUNO ist diese Reihe wieder aufgelebt. Wir nutzen den Jahresr\u00fcckblick auf KUNO um HEL in einem Briefwechsel mit Ulrich Bergmann n\u00e4her vorzustellen. 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