{"id":90760,"date":"2003-04-12T00:01:45","date_gmt":"2003-04-11T22:01:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=90760"},"modified":"2023-01-29T08:20:07","modified_gmt":"2023-01-29T07:20:07","slug":"mail-art-oder-die-kunst-der-korrespondenz","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2003\/04\/12\/mail-art-oder-die-kunst-der-korrespondenz\/","title":{"rendered":"Mail Art oder die Kunst der Korrespondenz"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>&#8222;Days without mail art dull days&#8220; hei\u00dft mein melancholisch-ironisches, von Ruud Janssen inspiriertes Mail-Art-Motto. Wie die anderen hei\u00dfen?<br \/>\n<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ray Johnson, der 1962 mit der Gr\u00fcndung der New York Correspondance School die Bewegung der internationalen Mail Art ins Leben rief, ist tot. Er kam 1995 im Alter von 67 Jahren ums Leben &#8211; aber Monate nach seinem mysteri\u00f6sen Sturz von der Sag Harbor Bridge in Long Island erhielt ich eine Projekt-Dokumentation aus London, in der auch er noch\/wieder vertreten war: Ray Johnson und seine Idee leben weiter (&#8222;<em>Mail artists like Ray never die &#8211; they return to senders<\/em>&#8222;, Chuck Welch\/USA), ja Mail Art boomt: Immer mehr K\u00fcnstler\/Schriftsteller aller Art entdecken jene abseits des k\u00fchlen kommerziellen Kunstbetriebs existierende humank\u00fcnstlerische Nische f\u00fcr sich &amp; und vermehren so die Zahl derer, die sich in dieser weltumspannenden K\u00fcnstlervereinigung in der Hoffnung zusammentun, &#8222;<em>eine super-sozialisierte Gruppe zu schaffen, mit dem Ziel, mehr Freundschaft, Individualismus, Empfindsamkeit, Freiheit, Liebe, Hoffnung, Vertrauen, Toleranz, Pluralit\u00e4t, Demokratie, sozialen Ausgleich, Frieden in der Welt und in jedem Menschen zu entfachen<\/em>.&#8220; (Henning Mittendorf, &#8222;Mail Art: Mein Traum von Freiheit und Liebe&#8220;). Das ist der (geistige) Boden, auf dem der typische Mailartist tanzt: Anything goes! Allen \u00e4u\u00dferlichen Unterschieden zum Trotz verbindet der leidenschaftliche Wunsch nach einer gemeinsamen Sprache Menschen, Ausdrucksformen, Stile zu einer eigenwilligen kulturellen Energie, die die zahlreichen (nur scheinbar divergierenden) Einzelteile zu einem kaleidoskopischen Ganzen verschmelzt&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Mail-Art-Konzept der aktiven Toleranz begreift sich als Ort der Solidarit\u00e4t, als Ort gleichwertigen Zugegenseins, als Ort der Vielfalt, des Verst\u00e4ndnisses, der Lust auf Fremdes; diese international organisierte Form des lebendigen Miteinanders, indem ich &#8211; beispielsweise &#8211; auf der einfachsten Mail-Art-Stufe per Brief oder Karte k\u00fcnstlerischen Austausch mit Mailartisten pflege, ist 1e der wesentlichen \u00c4nderungen, die Johnson vom &#8222;wahrhaftigen&#8220; (kommunikationsorientierten) K\u00fcnstler verlangt; sie wird dem Show-Business-Zirkus des hochgepuschten Kunstrummelstars merkantil ausgerichteter Galeristen bzw. dem Mythos des kokonartig im Elfenbeinturm eingesponnenen Egozentrikers bewu\u00dft entgegengesetzt, &amp; es funktioniert: Mail Art ist bedingungslos gemeinschaftlich, m\u00f6glichst interaktiv &amp; prinzipiell unkommerziell &#8211; eventuelle Einnahmen dienen ausschlie\u00dflich der Deckung von Unkosten. So verwundert es nicht, da\u00df die Kunst nirgends brotloser ist als in der Mail Art. Der Mailartist buttert immer dazu&#8230; &amp; gewinnt trotzdem: Der &#8222;<em>Kommunikationsk\u00fcnstler<\/em>&#8222;, wie Hartmut Andryczuk (Berlin) ihn nennt, ist weltweit \u00fcberall dabei: Ausstellungen, Internet, Kongresse, Lesungen, Performances, Publikationen, Seminare usw. garantieren, da\u00df der Mailartist mit seiner pers\u00f6nlichen &#8222;Art&#8220; (oft zeitgleich) in mehreren Erdteilen regelrecht allgegenw\u00e4rtig ist&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber &#8211; was ist eigentlich Mail Art? <em>Mail Art sei die sublimste Form der Korrespondenz<\/em>, meinte spontan der Kaller Kunstsammler Kr\u00fcger beim Betrachten der bunt bemalten oder bedruckten Briefumschl\u00e4ge in meinem Mail-Art-Archiv. Freilich: &#8222;<em>Mail Art is much more than just sending out a decorated envelope<\/em>&#8222;, wie der seit Jahren um 1e treffende Definition des Ph\u00e4nomens Mail Art ringende Niederl\u00e4nder Ruud Janssen (&#8222;I&#8217;m still looking for the unfound words to explain this strange form of communication&#8220;) in seinen &#8222;Statements&#8220; betont. In der Tat handelt es sich bei der Mail Art um 1e ernst zu nehmende Kunstrichtung, mehr noch: 1e Weltanschauung, deren Offenheit (&#8222;<em>open-mindedness<\/em>&#8222;) &amp; Drang nach nat\u00fcrlicher Vernetzung (nicht von ungef\u00e4hr nennen Mailartisten sich h\u00e4ufig auch &#8222;<em>networker<\/em>&#8222;) Grundpfeiler 1er Kunst- &amp; Lebenseinstellung sind, die zumindest im kleinen Kreis Mittendorfs vielleicht hochgestochen, m\u00f6glicherweise gar banal klingende Zielsetzung durchaus in die Tat umzusetzen versucht. Auch der Uruguayer Clemente Padin verweist in seinem Manifest darauf, da\u00df Mail Art keine Erneuerung der Kunst im formalen Sinne bedeutet &#8211; Stil, Technik, Methode &amp; Wahrnehmungsweise sind vollkommen an die Person des &#8222;Korrespondenz-K\u00fcnstlers&#8220; gebunden &#8211; &amp; somit ist auch kein weiterer (ausgrenzender) Ismus entstanden: Das einfache Konzept des Verschickens von Kunst aller Art per Post an die Adresse 1es anderen Mailartisten ist gleichzeitig die von dem New Yorker Mailartisten Mark Block als &#8222;<em>revolution\u00e4r<\/em>&#8220; apostrophierte Neuerung: Den Einbahnstra\u00dfen der Museen, vor allem aber der (Massen)Medien, in denen Milliarden von Empf\u00e4ngern unbekannt sind &amp; bleiben, wird der Austausch von Gedanken, Ideen, Formen usw. entgegengehalten. Kommunikation mit Gleichgesinnten: Im Gegensatz zum bereits angesprochenen Klischee vom weltfremden, ausschlie\u00dflich in sich selbst versunkenen K\u00fcnstler liebt der Mailartist Kontakte, die er weltweit sucht &amp; nach denen er s\u00fcchtig wird! Das allt\u00e4gliche ungeduldige Erwarten der Post ist 1e der typischen Eigenschaften des Mailartisten, die Au\u00dfenstehende oft nicht nachvollziehen k\u00f6nnen &amp; als &#8222;Spinnerei&#8220; abtun: verst\u00e4ndlich, denn Mail Art ist eine Droge, 1 Virus, 1e Religion, &amp; nur der S\u00fcchtige, der Befallene, der Eingeweihte kann letztlich nachvollziehen, was Mail Art in nuce bedeutet&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Obwohl Mail Art keine Schranken kennt (&#8222;Mail Art \u00fcber alles: <em>There is no &#8218;East German Mail Art&#8216;, there is no &#8218;American Mail Art&#8216;. There is only Human Mail Art<\/em>!&#8220; (Kingdom of Edelweiss, USA) &amp; jeder k\u00fcnstlerisch t\u00e4tige Mensch ohne Aufnahmepr\u00fcfung oder Ausf\u00fcllen von Formularen sofort Mailartist ist, wenn er es sein will, indem er mit dem Versenden von &#8222;Kunst per Post&#8220; an eine von ihm ausgew\u00e4hlte Adresse beginnt, stellt die Mail-Art-Szene weltweit tats\u00e4chlich nur 1e winzige &#8211; &amp; daher auch von der \u00d6ffentlichkeit kaum wahrgenommene &#8211; Nische im Kolo\u00df des Kunstbetriebs dar. Ganz im Gegensatz zu diesem &#8222;offiziellen&#8220; Kunstbetrieb der sogenannten &#8222;etablierten&#8220; Galerien, K\u00fcnstler, Magazine, Museen usw., zu denen der nicht als solcher anerkannte K\u00fcnstler ohne Beziehungen kaum Zugang findet, wird im Mail-Art-Mikrokosmos jeder Mensch mit offenen Armen aufgenommen, der Kunst, Korrespondenz &amp; Kommunikation liebt, d.h. erst diese Kombination als eigentlich lebendige &amp; dynamische Kunst erkennt, &amp; der bereit ist, sich M\u00fche zu geben: &#8222;Mail Art kann jeder&#8220;, lautet die 1e, frei nach Joseph Beuys, einem der philosophischen Vorreiter der aus der Fluxus-Bewegung heraus entstandenen Mail Art, formulierte Losung, &#8222;Mail Art ist sch\u00f6n, macht aber viel Arbeit&#8220; die &#8211; durch Karl Valentin inspirierte &#8211; andere, die automatisch bedeutet, da\u00df es eine Hierarchie unter Mailartisten nicht geben kann: Als ich den Mail-Art-Nestor Henning Mittendorf bei der Er\u00f6ffnung des Schachtelmuseums pers\u00f6nlich kennenlernte, siezte ich ihn, woraufhin er lachend meinte: &#8222;<em>Mailartisten duzen sich<\/em>!&#8220; Auf meine Entgegnung, das m\u00fcsse doch von ihm kommen, wurde er ganz ernst und betonte, da\u00df echte Mailartisten immer nur gemeinsam auf einer Stufe stehen wollen: Wer das nicht begreife, habe die wirklich demokratische Tiefenstruktur der Mail Art nicht erfa\u00dft. Aus diesem Grunde lade ich auch immer Kinder zu meinem Projekt ein, denn Kinder sind ja \u00fcberhaupt die wahren Mailartisten! (Die Japaner \u00fcbrigens sehen die Mail Art bewu\u00dft aus der Tradition der kindlichen Brieffreundschaften heraus erwachsen!)&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neben dem bereits vorgestellten Initiationsritus des Mailartisten durch Kontaktaufnahme mit einer beliebigen (Mail-Art)-Adresse und sich anschlie\u00dfendem Austausch existieren verschiedene gleichrangige Organisations- bzw. Ausdrucksformen der Mail Art, die alle die internationale Teilnahme erm\u00f6glichen: Die Mail-Art-Ausstellung, das Mail-Art-Magazin, das Mail-Art-K\u00fcnstlerbuch, das Mail-Art-Archiv &amp; der Mail-Art-Chain-Letter. (Die aktuellsten Kommunikationsmedien sind nat\u00fcrlich Fax &amp; E-Mail via Computer: Obwohl ich diesen Text auf einen PC schreibe, interessieren mich weder Internet noch Faxger\u00e4t &#8211; das ich erst gar nicht besitze &#8211; aber mittlerweile bedienen sich schon zahlreiche Mailartisten dieser modernen M\u00f6glichkeiten, die sicherlich ihre Vorz\u00fcge haben + wieder eine ganz neue &amp; andere Mail Art hervorbringen werden.)&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mailartisten tauschen nicht nur fertige Kunstbotschaften aus (vom bunten Brief bis zum handgemachten Buch ist einfach alles m\u00f6glich), nein, oft fordern sie 1en oder mehrere Networker auf, ein Kunstwerk koproduktiv herzustellen. So entstehen gelegentlich sogar Unikate von Kollaborations-B\u00fcchern, indem 1 zun\u00e4chst leeres Buch von Adresse zu Adresse geschickt wird, um schlie\u00dflich als vollkommen handgemachtes Kunstwerk wieder beim Initiator zu landen. (Die Abh\u00e4ngigkeit von der internationalen Organisation POST wird hier nur allzu deutlich: Wehe, 1e solche B\u00fcchersendung geht einmal verloren, wie ich das zur Zeit leider (wieder einmal) bef\u00fcrchten mu\u00df: Unersetzlich ist der Verlust 1es solchen &#8211; einmaligen! &#8211; Mail-Art-Objektes.) Aus dieser ersten Zusammenarbeit heraus ergeben sich immer wieder kongeniale Mail-Art-Beziehungen, in denen \u00fcber lange Zeitr\u00e4ume (&amp; trotz weiter Entfernungen) wunderbare Gemeinschaftskunstwerke entstehen, wie beispielsweise der Lyriker und der Linolschneider, die sich irgendwo in der Mail-Art-Welt \u00fcber den Weg gelaufen sind, irgendwann, gleichsam naturgem\u00e4\u00df, 1 gemeinsames Buch mit Bildern und Gedichten machen werden, 1 Buch, das quasi das wie selbstverst\u00e4ndlich wirkende Endprodukt 1es l\u00e4ngeren intensiven Austauschs ist. Der Berliner Hybriden Verlag hat 1995 1e Ausstellung veranstaltet, die ausschlie\u00dflich Kunstwerke dieser Art (Kollaborationsarbeiten) pr\u00e4sentierte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier erf\u00e4hrt man konkret, was Andryczuk mit seiner Begriffsch\u00f6pfung &#8222;<em>kosmographische Poesie<\/em>&#8220; meint, die m.E. nahtlos an Gomringers Idee der Universalit\u00e4t der visuellen Poesie ankn\u00fcpft. Erfreulich, da\u00df diese Form der Ausstellung keine Eintagsfliege bleibt: Die griechische Mailartistin Litsa Spathi hat in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Heidelberg die Ausstellung &#8222;Nobody &#8211; Litsa &amp; The Men&#8220; organisiert, in der Kollaborationsarbeiten experimenteller Poesie von Spathi mit knapp 50 Mailartisten aus 20 L\u00e4ndern gezeigt werden. 1e sicherlich spannende Geschichte! Genauso spannend wie die Aktion &#8222;Help me to paint&#8220;, zu der der abwechselnd in Hamburg und Santiago de Chile lebende Kommunikationsk\u00fcnstler Hans Braum\u00fcller einlud. Im gleichnamigen Katalog fand ich 1en hervorragenden Essay zur Mail Art von Clemente Padin, der 1 weiterer Beweis daf\u00fcr ist, da\u00df Mail Art sich auch theoretisch mit ihren ph\u00e4nomenalen Eigenheiten auseinandersetzt &amp; nicht, wie ihre Kritiker behaupten, im reinen Kopierspiel erstickt. Hier werden wieder einmal die schwarzen Schafe 1er Bewegung &#8211; die es nat\u00fcrlich in mancherlei Hinsicht gibt &#8211; zur Unterst\u00fctzung des falschen Standpunktes feindseliger Stimmen k\u00fcnstlich aufgewertet. Der Mail Art tut das \u00fcbrigens keinen Abbruch, da sie zur Zeit in sich sehr gefestigt &amp; lebendig ist &#8211; sie ist 1e Bewegung, die eindeutig im Aufw\u00e4rtstrend begriffen ist &amp; der sich, wie schon angedeutet, immer mehr Menschen zuwenden.<br \/>\nEine solche Entwicklung vermutete bereits John Held in seinem 1991 ver\u00f6ffentlichten Buch &#8222;Mail Art. An Annotated Bibliography&#8220; (Metuchen, N.J. &amp; London: The Scarecrow Press), das auf 534 Seiten Essays und die ziemlich komplette Auflistung aller in \u00fcber 30 Jahren Mail-Art-Geschichte erschienenen theoretischen Titel bietet&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mail-Art-Ausstellungen werden grunds\u00e4tzlich &#8211; abgesehen von den Kollaborations-Ausstellungen, bei denen die Einladung naturgem\u00e4\u00df direkt erfolgt &#8211; weltweit ausgeschrieben. Dank &#8222;Global Mail&#8220;, dem in San Francisco von Ashley Parker Owens herausgegebenen Mail-Art-News-Letter, der im Schnitt etwa 500 Einladungen aus etwa 50 L\u00e4ndern umfa\u00dft &#8211; oder auch Spencer Selbys &#8222;Newsletter&#8220; (ebenfalls San Francisco) erh\u00e4lt man leicht Kenntnis von 1em Gro\u00dfteil der Mail-Art-Aktivit\u00e4ten, die sich Mailartisten selbstverst\u00e4ndlich auch mit Flyern, Briefen, Karten direkt untereinander \u00fcbermitteln: Besonders sei hier der Belgier Guido Vermeulen hervorgehoben, der mittlerweile 1e wichtige Schaltstation in der Mail-Art-Nachrichten-\u00dcbermittlung geworden ist. Er l\u00e4dt st\u00e4ndig zu kleinen Mail-Art-Aktionen ein und verschickt mit der jeweiligen Dokumentation 1 Info mit aktuellen Mail-Art-Daten. Die Themenpalette ist hier so farbig wie das Leben selbst. Jedes noch so seltsam oder verr\u00fcckt oder banal klingende Thema ist m\u00f6glich: &#8222;<em>Fenster<\/em>&#8222;, &#8222;<em>Mond<\/em>&#8222;, &#8222;<em>Moustache<\/em>&#8222;, &#8222;<em>Rost<\/em>&#8222;, &#8222;<em>Blut<\/em>&#8222;, &#8222;<em>Angst<\/em>&#8222;, &#8222;<em>Baum<\/em>&#8222;, &#8222;<em>Dada<\/em>&#8222;, &#8222;<em>Fisch<\/em>&#8222;, &#8222;<em>Selbstportrait<\/em>&#8222;, &#8222;<em>damaged during transit<\/em>&#8220; (die Horrorvorstellung jedes Mailartisten), &#8222;<em>Stamps<\/em>&#8220; (= Stempel oder Mail-Art-Briefmarke)&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So ist auch AIDS in letzter Zeit mehrfach Thema von Ausstellungen gewesen, zum Beispiel in Brasilien &amp; in den USA: Das brasilianische Projekt war 1e 1-Mann-Initiative, deren Aufruf immerhin 22 K\u00fcnstler aus 8 L\u00e4ndern folgten, w\u00e4hrend die gro\u00dfangelegte amerikanische Aktion &#8222;A.I.M.&#8220; (Aids International Mail Art) etwa 380 Mailartisten anzog. Kritisch, originell &amp; subjektiv zeigen die vielen Beitr\u00e4ge, da\u00df es mit dem lapidaren &#8222;Aids is not my problem&#8220; nicht getan ist. Hier erh\u00e4lt der Mensch als Mailartist die grandiose Gelegenheit, Ansichten aller Art &amp; aus aller Welt zu 1em Thema, das alle angeht, unverf\u00e4lscht durch mediale Verk\u00fcrzungen, direkt &amp; authentisch zur Auseinandersetzung pr\u00e4sentiert zu bekommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die selbstverst\u00e4ndlich jedem Ausstellungsteilnehmer zugesandten Dokumentationen bzw. Kataloge zeigen 1e Vielzahl, wenn nicht alle, der ausgestellten Arbeiten &amp; beinhalten s\u00e4mtliche Adressen der sich im jeweiligen Projekt begegnenden Mailartisten (1e der vielen guten Sitten, die das Mail-Art-Ethos ausmachen) &#8211; die auf diese einfache Weise Kontakt zueinander aufnehmen k\u00f6nnen, was st\u00e4ndig geschieht &#8211; bei der &#8222;International Mail Art Show Havanna &#8217;95&#8220; waren es mehr als 800 Adressen aus 50 L\u00e4ndern!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der aktive Mailartist kn\u00fcpft immerw\u00e4hrend neue Kontakte, was mit der Zeit dazu f\u00fchrt, da\u00df man im Grunde nicht anderes im Leben mehr tun kann. Hier gilt es, die \u00dcbersicht zu behalten &amp; das f\u00fcr sich Wesentliche herauszufiltern, will man sich nicht buchst\u00e4blich verzetteln &amp; wie der neurotische Mailartist, der Angst hat, 1e Adresse aufgeben zu m\u00fcssen, nur noch unpers\u00f6nliche Kopien verschicken. Er hat eine der wesentlichen Eigenschaften der Mail Art vergessen: sie ist u.a. auch immer pers\u00f6nlich, wobei der pers\u00f6nliche Besuch f\u00fcr mich dann doch nichts mehr mit der eigentlichen Mail Art Philosophie zu tun hat.- Der Engl\u00e4nder Keith Bates hat seine negativen Erfahrungen 1992 dokumentiert: einerseits h\u00f6rt es sich nat\u00fcrlich toll an, wenn von Mail-Art-Tourismus-Aktionen wie die 1992 an etwa 80 Orten der Welt initiierten Mail-Art-Kongresse mit \u00fcber 500 Teilnehmern die Rede ist, andererseits f\u00fchlten sich Leute wie Bates oder Mark Greenfield gelegentlich von fremden Mailartisten regelrecht belagert, die pl\u00f6tzlich + unerwartet vor der T\u00fcr standen. Etwas ganz anderes ist nat\u00fcrlich der Besuch eines John Held (USA) bei einem Guy Bleus (Belgien) in Zusammenhang einer Mail-Art-Vortrags-Reise: Hier gab es eine Einladung, und es w\u00e4re eine verpa\u00dfte Chance gewesen, wenn die beiden die N\u00e4he nicht genutzt h\u00e4tten, einander zu begegnen&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Obschon unkommerziell ausgerichtet, entstehen durch Mail Art h\u00f6chst wertvolle (handgefertigte) K\u00fcnstlerb\u00fccher bzw. Portfolios mit originaler Kunst. Auch in diesem Fall ist das Prinzip wieder ganz einfach: Jeder Beitr\u00e4ger reicht nicht 1 Blatt zum Druck, sondern seine Arbeit in kompletter Auflagenh\u00f6he ein, w\u00e4hrend der Herausgeber f\u00fcr die Verpackung sorgt: Die Auflagen schwanken zwischen 1em &amp; etwa 100 Exemplaren (&amp; sind so automatisch sehr exklusiv, zumal ja nur wenige &#8222;Kunstwundert\u00fcten&#8220;, wie ich sie gerne nenne, in den freien Verkauf geraten &#8211; wenn \u00fcberhaupt): 1 weites Tummelfeld f\u00fcr den kreativen Macher, der z.B. Collagen, Montagen, Frottagen, Linol- oder Holzschnittdrucke, Gemaltes, Gestempeltes, Autographen oder Typoskripte zu 1em vorgegebenen Thema einreicht. Die &#8222;typische&#8220; Mail Art hat nat\u00fcrlich oft mit visuellen, konkreten, experimentellen, neodada-spielerischen und anderen international begreifbaren (kosmographischen) Sprach-, Form- &amp; Farbkompositionen zu tun. (In diesem Zusammenhang mu\u00df allerdings noch einmal betont werden, da\u00df jede Ton- und Spielart akzeptiert wird; so werden Ausstellungen &amp; Magazine zu wahren Fundgruben der Kunst: Da ist &#8211; unter Garantie! &#8211; f\u00fcr jeden etwas (&amp; mehr) dabei!) Das Honorar, 1 Exemplar der Ausgabe, bringt dem Mailartisten viel mehr Freude als monet\u00e4re Entlohnung: er\/sie gewinnt 1 Gesamtkunstwerk, mindestens haltbar ein ganzes Mail-Art-Leben lang!, &amp; je flei\u00dfiger der Mailartist ist, um so mehr Kunst kann er sammeln, ohne hohe Summen zahlen zu m\u00fcssen. Die \u00fcberz\u00e4hligen Exemplare erhalten Mail-Art-Archive sowie einige interessierte Museen, &amp; es gibt auch 1e immer gr\u00f6\u00dfer werdende Gemeinde von privaten Sammlern, die solche Kunstwerke gern erwirbt &#8211; was nicht unbedingt ein Vorteil f\u00fcr die Mail Art ist: &#8222;<em>To know mail art is to do mail<\/em>&#8220; meint John Held mit Recht, und da der Mail Artist selber immer auch Sammler ist (niemals w\u00fcrde er eine Dokumentation oder ein Portfolio hergeben!), mag es zwar in Ordnung sein, wenn Au\u00dfenstehende Mail Art in ihren Besitz bringen, essentiell ist dies f\u00fcr unsere Bewegung allerdings nicht&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>&#8222;Paint It Green&#8220; (Spanien), &#8222;Mani Art&#8220; (Frankreich), &#8222;Cardmaker&#8220; (D\u00e4nemark), &#8222;Brio Cell&#8220; (Finnland), &#8222;double&#8220; (Ru\u00dfland) &#8222;kARTa&#8220; (Polen), &#8222;Tensetendoned&#8220;, &#8222;Stampzine&#8220; (USA), &#8222;UNI\/vers(;)&#8220;, <\/em>(das sein Erscheinen mit der 35. Ausgabe einstellen mu\u00dfte: Es ist bitter an dieser Stelle den viel zu fr\u00fchen Tod des von uns allen geliebten UNIvers(;)-Herausgebers Guillermo Deisler anzeigen zu m\u00fcssen, der am 21. Oktober 1995 nach 1em mutigen &amp; langen Kampf seinem Krebsleiden erlag: Aber, Guillermo, deine &#8222;Poetry Factory&#8220; lebt, &amp; Du bist &amp; bleibst eine der Lichtgestalten der Mail Art!), &#8222;<em>Pips<\/em>&#8220; (auf der Mini-Pressen-Messe 1995 mit dem V.O. Stomps-Preis der Stadt Mainz ausgezeichnet), <em>&#8222;Buchlabor\/Spinne&#8220; &amp; &#8222;Edition YE&#8220; (Deutschland)<\/em> geh\u00f6ren zu den aktuellen Mail-Art-Editionen, von denen es weltweit vielleicht zwanzig gibt. Wegen der enormen Arbeit, die diese Kunstform dem Mailartisten bereitet, geh\u00f6rt nur 1e relativ kleine Zahl von Mailartisten zum &#8222;Stammpersonal&#8220; dieser Projekte. Verst\u00e4ndlich, wenn man \u00fcberlegt, wie oft man bestimmte T\u00e4tigkeiten (&amp; sei es nur das einfache Signieren) ausf\u00fchren mu\u00df, um beispielsweise 100 Bl\u00e4tter originell und original zu gestalten&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">L\u00e4ngst nicht mehr wegzudenken aus der Mail-Art-Welt ist das <em>Mail-Art-Archiv<\/em>, das naturgem\u00e4\u00df jeder Mailartist f\u00fchrt. Aber auch viele gro\u00dfe Museen verf\u00fcgen seit Jahren \u00fcber Mail-Art-Sammlungen, &amp; die ber\u00fchmten privaten Archive des 1993 verstorbenen Robert Rehfeld (Deutschland), von Jos\u00e9 Oliveira (Portugal), Gyorgy Galantai (Ungarn) oder Guy Bleus (Belgien) sorgen daf\u00fcr, da\u00df nichts Wesentliches verloren geht. 1 Archiv ganz besonderer Pr\u00e4gung hat Ruud Janssen vor 11 Jahren angelegt: Er archiviert hand- und selbstgemachte Stempel. Tausende Stempel von etwa 1500 Mailartisten aus \u00fcber 70 L\u00e4ndern dokumentieren eindrucksvoll die Kreativit\u00e4t, die diese eigent\u00fcmliche interaktive Gemeinschaft erzeugt. Mit dem Schachtelmuseum hat der Frankfurter Verleger Wilfried Nold 1e besonders sublime Form des Archivs ins Leben gerufen: als wichtigstes Motiv gibt auch er den Wunsch an, Kunst (wieder?) kommunikationsf\u00e4hig zu machen: in drei gro\u00dfen Holzcontainern sind 72 Schachteln von 70 K\u00fcnstlerinnen &amp; K\u00fcnstlern untergebracht, die gemeinsam von Ausstellungsort zu Ausstellungsort reisen &amp; m\u00f6glichst viele Betrachter &amp; Nachahmer finden sollen. Mit 1er zweit\u00e4gigen Mail-Art-Aktion wurde der Anfang dieser hoffentlich langen &#8222;Kunstreise&#8220; gemacht, die im Jahr 2000 enden wird &#8211; dann soll das Schachtelmuseum 1en endg\u00fcltigen Platz in 1em deutschen Museum erhalten vielleicht im Postmuseum, warten wir&#8217;s ab &#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr mich pers\u00f6nlich scheidet der <em>Mail-Art-Chain-Letter <\/em>als Alternative aus; vielleicht tue ich dieser Form unrecht, aber der Kettenbrief war mir schon als Kind suspekt &#8211; wenn ich etwas verschicke, dann bewu\u00dft an 1e Adresse, die mir etwas zu sagen oder zu geben hat: Der direkte pers\u00f6nliche Aspekt fehlt hier, &amp; deshalb ist der Chain-Letter in meinen Augen 1 Mail-Art-Bastard&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Allerdings &#8211; bei dem riesigen (un\u00fcberschaubaren) Angebot, das die internationale Mail-Art-Palette an Aktionsm\u00f6glichkeiten bietet, mu\u00df sich jeder Mailartist f\u00fcr s\/einen Weg entscheiden, will er sich nicht, wie gesagt, im wahrsten Sinne des Wortes verzetteln. Man darf nie vergessen, da\u00df die Mail Art weltweit operiert, und ein einziger Blick ins Internet unter dem Stichwort &#8222;Mail Art&#8220; erschl\u00e4gt mich: Ich habe es einmal bei einem Freund getan und werde es so schnell nicht wieder tun&#8230; \u00dcberdies &#8211; Gemeinsamkeiten gibt es mehr als genug; &amp; der Alternativen gibt es so viele, da\u00df ich getrost auf manches verzichten kann &#8211; ja mu\u00df, um mir meinen Mail-Art-Kreis aufzubauen, in dem ich mich pers\u00f6nlich wohlf\u00fchle&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mail Art bl\u00fcht &#8211; im Verborgenen! Abseits des lauten Kunstbetriebs sorgen sch\u00e4tzungsweise 400-500 &#8222;Hard-Core-Mailartisten&#8220; mit 1 paar Tausend anderen, die sich an den R\u00e4ndern der Mail Art Szene bewegen, (beispielsweise kreuzen sich &#8211; vor allem in den USA, aber auch zunehmend im deutschsprachigen Raum die Wege von Mail Art &amp; alternativer Literaturszene, was u.a. ja auch der Aufsatz zeigt),daf\u00fcr, da\u00df das weltweit gespannte Netzwerk der Korrespondenz-Kunst nicht rei\u00dft, 1 Netzwerk, von dem wir uns nicht versprechen d\u00fcrfen, da\u00df auch nur 1e Kugel weniger abgefeuert wird, das aber dennoch Katalysator f\u00fcr den Abbau von Grenzen, Klischees &amp; Vorurteilen ist, im Kleinen zwar, aber immerhin&#8230; &amp; &#8211; ist es nicht witzig und bewu\u00dftseinserweiternd zugleich, wenn der K\u00f6lner Dietmar Vollmer seit nunmehr 15 Jahren seine ins Gewicht fallenden, wahnsinnig kreativen Postkarten verschickt, geschickt die L\u00fccke nutzend, die die Post durch das Fehlen einer Gewichtsangabe bei der Postkarte bietet: Nehmen Sie doch auch einmal einen dicken Karton, bekleben ihn, bemalen ihn, kleben ein Objekt darauf und schicken Ihrem Nachbarn eine nette Botschaft: Nat\u00fcrlich wurde das auch schon zu Zeiten von Dada und Fluxus gemacht, aus denen heraus die Mail Art ja entstanden ist, aber das Besondere ist &amp; bleibt eben die Lebendigkeit, mit der der Mailartist Postboten &amp; andere Mitmenschen d\u00fcpiert&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja, klein sind die Ziele der Mail Art. Mail Art f\u00f6rdert das Verspielte &amp; Einfache, kurz: das Nat\u00fcrliche, denn auch hier irrt Beuys nicht, wenn er betont, da\u00df in jedem Menschen von Natur aus k\u00fcnstlerisches Potential stecke, &amp; wie meinte einst Kurt Schwitters: &#8222;<em>Wir spielen, bis uns der Tod abholt<\/em>&#8222;. Mail Art ist f\u00fcr kulturell orientierte Menschen, die mittels der Kunst Kontakte zu anderen Menschen kn\u00fcpfen &amp; mit diesen Menschen k\u00fcnstlerisch korrespondieren &amp; kommunizieren wollen &#8211; &amp; die bereit sind, daf\u00fcr immer wieder 1000 &amp; mehr Handgriffe zu tun. Wenn wir Mailartisten damit zugleich etwas Gutes f\u00fcr die Menschheit im Hinblick auf mehr Menschlichkeit tun, wie es Mail-Art-Manifeste gelegentlich verk\u00fcnden, nun, dann haben wir ja nicht unbedingt 1en Fehler gemacht. Ich hoffe jedenfalls, da\u00df mir die pers\u00f6nlichen Siegel, Briefmarken, Stempel, bemalten Briefumschl\u00e4ge &amp; vor allem nat\u00fcrlich die mannigfaltigen Kunstbotschaften aller Art noch lange &amp; oft Freude machen + mich bereichern werden: 1 Leben ohne Mail Art ist f\u00fcr mich unvorstellbar geworden&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damit scheint zun\u00e4chst wieder einmal alles gesagt. Zun\u00e4chst. Aber jetzt, wo ich diesen Aufsatz beschlie\u00dfen will, fallen mir nat\u00fcrlich all die Namen ein, die ich noch nicht erw\u00e4hnt habe: Anna Banana &amp; Ed Varney beispielsweise, die in Kanada die erstklassigen &#8222;<em>Artistamp-News<\/em>&#8220; mit zahlreichen internationalen Mail-Art-Nachrichten herausgeben, oder Copyonier J\u00fcrgen O. Olbrich mit seinem Kasseler No-Institut oder die Tarotisten K. Frank Jensen (D\u00e4nemark) &amp; Alain Valet (Belgien), ganz zu schweigen von Vittore Baronis <em>Arte Postale<\/em> (Italien) &amp;&amp;&amp;: Aber lassen wir es f\u00fcr den Augenblick genug sein, doch mittlerweile, bei dieser 6. \u00dcberarbeitung, ist mir nat\u00fcrlich l\u00e4ngst klar geworden, da\u00df ich an &#8222;<em>Mail Art oder die Kunst der Korrespondenz<\/em>&#8220; noch lange Jahre weiterschreiben werde, denn der Mail-Art-Diskurs hat nie ein Ende. Darauf haben seit Ray Johnson die Theoretiker der Mail Art immer hingewiesen. Nirgends wird Heraklits &#8222;<em>Alles flie\u00dft<\/em>&#8220; ernster genommen als in der Mail Art, die sich immer als Gegenbewegung zu der institutionalisierten statischen Kunstszene mit ihren ewigen Vernissagen, bei denen alles andere wichtiger ist als Kunst &amp; K\u00fcnstler, verstanden hat: Das Echte, das Interessante, das Andere, das Neue, das \u00dcberraschende, das Ver\u00e4ndernde, kurz: die lebendigen Dinge z\u00e4hlen (nicht K\u00e4seh\u00e4ppchen oder Namen). Mail Art als universale Kunstbewegung ist die m\u00e4andernde Gestalt, die positive Provokation, der k\u00fcnstlerische Kontakthof, st\u00e4ndig auf der Suche, stets bereit, Standpunkte aufzugeben, voller Lust, sich auf das ganz Unbekannte einzulassen&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mail Art ist 1 offenes Haus: Jeder Mensch ist willkommen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Der-Mailartist-liebt-Kontakte.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-19972 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Der-Mailartist-liebt-Kontakte-220x300.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Der-Mailartist-liebt-Kontakte-220x300.jpg 220w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Der-Mailartist-liebt-Kontakte.jpg 384w\" sizes=\"auto, (max-width: 220px) 100vw, 220px\" \/><\/a>Weiterf\u00fchrend <\/strong><strong>\u2192<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir begreifen die Gattung des Essays auf KUNO als eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/12\/10\/zur-gattung-essay\/\">Versuchsanordnung<\/a>, undogmatisch, subjektiv, experimentell, ergebnisoffen. Auf KUNO finden Sie auch den Rezensionsessay von Holger Benkel \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2018\/12\/20\/wohnraeume-der-poesie\/\">Friederike Mayr\u00f6cker<\/a>. \u2013 Einen Essay \u00fcber das Tun von Theo Breuer lesen Sie <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=12773\">hier<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Days without mail art dull days&#8220; hei\u00dft mein melancholisch-ironisches, von Ruud Janssen inspiriertes Mail-Art-Motto. Wie die anderen hei\u00dfen? Ray Johnson, der 1962 mit der Gr\u00fcndung der New York Correspondance School die Bewegung der internationalen Mail Art ins Leben rief, ist&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2003\/04\/12\/mail-art-oder-die-kunst-der-korrespondenz\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":9,"featured_media":97870,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[84],"class_list":["post-90760","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-theo-breuer"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/90760","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=90760"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/90760\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":100523,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/90760\/revisions\/100523"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/97870"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=90760"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=90760"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=90760"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}