{"id":89751,"date":"2008-02-06T00:01:18","date_gmt":"2008-02-05T23:01:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=89751"},"modified":"2021-12-25T17:42:44","modified_gmt":"2021-12-25T16:42:44","slug":"fotografieren","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/02\/06\/fotografieren\/","title":{"rendered":"Fotografieren"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Immer waren es Begegnungen mit Menschen, die mir geschenkt worden sind und die mich weitergebracht haben in meinem Leben. Die mich inspiriert haben zu Neuem, die mich zum Nachdenken gebracht haben. Oft war nur im Vor\u00fcbergehen etwas, das mich ber\u00fchrt und angesprochen war, es gab aber auch l\u00e4ngere und tiefgreifende Beziehungen zwischen uns, oder es sind sogar Freundschaften aus den Begegnungen und dem einander Kennenlernen entstanden, die mich manchmal eine Weile hindurch oder \u00fcber l\u00e4ngere Zeit begleitet haben. Wegbegleitung, k\u00f6nnte man das nennen. Und Wegbegleiter diese Personen, denen ich verbunden war und bin. Sch\u00f6n war dieses Aufeinandertreffen, wichtig waren die Gespr\u00e4che, kostbar diese Zuwendung zueinander. Oft waren es im wahrsten Sinn des Wortes \u201eAugenblicksbegegnungen\u201c, vor allemdann, wenn ich fotografierte und den Menschen eben in einem Augenblick abbildete. Durch das Objektiv meiner Kamera sah ich viel schneller und genauer als sonst, ich das und sehe beim Fotografieren sofort das Charakteristische, das Besondere, das Au\u00dfergew\u00f6hnliche, das Individuelle einer Person. Jede solche Fotoaufnahme ist eine Begegnung. Oft und viel leichter als nur mit h\u00f6flichen Worten entwickeln sich da ein Zueinander, ein Miteinander. Das Portr\u00e4tierenbist eine zwei Personen umfassende und in eine Gemeinsamkeit mit einbeziehende T\u00e4tigkeit. Manhat nach dem Akt des Fotografierens pl\u00f6tzlich etwas gemeinsam, das es vorher noch nicht sogegeben hat. Deshalb ist meine Kamera nicht nur ein Abbildungsinstrument, sondern ein Kommunikationsinstrument. Durch das Fotografieren wird mir der Zugang zum anderen Menschen erheblich erleichtert. Die Situation hat eine gewisse Leichtigkeit, die sich in Offenheit umsetzt. So gewann und gewinne ich noch immer schneller und leichter Kontakt zu den Menschen. Das Reden kommt vorher und ist nachher. Dazwischen ist die Aufnahme. Man tauscht sehr oft gegenseitig die Adressen aus, weil man das Foto oder die Fotos gern als eine Manifestation dieses Augenblicks haben m\u00f6chte und ich sie gerne hergebe. Auf diese Weise sind viele Begegnungen, ja Beziehungen entstanden. Das Fotografieren ist f\u00fcr mich eine Art und Weise, andere kennenzulernen, mit ihnen einen Kontakt herzustellen und zu haben. So vielelernten mich auf diese Weise im Lauf der Zeit kennen und kennen mich mittlerweile (manchmal haupts\u00e4chlich nur) als Fotografen und stellen sich gerne hin zum Fotografieren. Das Bild ist f\u00fcr mich wichtig, auch als Erg\u00e4nzung zu meinem Wort. \u00dcberhaupt sind in meinem Kopf tausende Bilder gespeichert, an die ich mich auch leicht und gerne erinnere. Und mir diesen Bildern sind Menschen und Ereignisse, auch Lebenszeiten verbunden. Ein Fotogedichtband von mir tr\u00e4gt denTitel \u201eBildersprache\u201c. Ja, das ist eine Sprache, in der ich viel erfahren und viel ausdr\u00fccken kann. Und wo das Wort oft endet, steht als Zeichen dann ein Bild, das zu uns spricht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<div id=\"attachment_19169\" style=\"width: 222px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Wiplinger-Peter-Paul-2013-Krems-Copyright-Margit-Hahn-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-19169\" class=\"size-medium wp-image-19169\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Wiplinger-Peter-Paul-2013-Krems-Copyright-Margit-Hahn-2-212x300.jpg\" alt=\"\" width=\"212\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Wiplinger-Peter-Paul-2013-Krems-Copyright-Margit-Hahn-2-212x300.jpg 212w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Wiplinger-Peter-Paul-2013-Krems-Copyright-Margit-Hahn-2-725x1024.jpg 725w\" sizes=\"auto, (max-width: 212px) 100vw, 212px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-19169\" class=\"wp-caption-text\">Wiplinger Peter Paul 2013, Photo: Margit Hahn<\/p><\/div>\n<div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192 <\/strong>KUNO sch\u00e4tzt dieses <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2009\/02\/28\/ein-geflecht-aus-perspektiven-und-eindruecken\/\">Geflecht aus Perspektiven und Eindr\u00fccken<\/a>. Weitere Ausk\u00fcnfte gibt der Autor im <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2009\/02\/24\/epilog-zu-schriftstellerbegegnungen-1960-2010\/\">Epilog<\/a> zu den <em>Schriftstellerbegegnungen<\/em>.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2192<\/strong> Die <em>Kulturnotizen<\/em> (KUNO) setzen die Reihe Kollegengespr\u00e4che in loser Folge ab 2011 fort. So z.B. mit dem vertiefenden <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=21407\">Kollegengespr\u00e4ch<\/a> von A.J. Weigoni mit Haimo Hieronymus \u00fcber Material, Medium und Faszination des Werkstoffs Papier. Druck und Papier, manche Traditionen gehen eben nicht verloren.<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Immer waren es Begegnungen mit Menschen, die mir geschenkt worden sind und die mich weitergebracht haben in meinem Leben. Die mich inspiriert haben zu Neuem, die mich zum Nachdenken gebracht haben. 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