{"id":88981,"date":"2003-07-15T00:01:11","date_gmt":"2003-07-14T22:01:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=88981"},"modified":"2022-05-30T16:14:24","modified_gmt":"2022-05-30T14:14:24","slug":"grillparzers-politisches-vermaechtnis","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2003\/07\/15\/grillparzers-politisches-vermaechtnis\/","title":{"rendered":"Grillparzers politisches Verm\u00e4chtnis"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><span class=\"zenoTXFontsize80\" style=\"color: #999999;\">Feldmarschall Radetzky und sein S\u00e4nger<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span class=\"zenoTXFontsize80\" style=\"color: #999999;\">Gelten in der Not, allein nicht l\u00e4nger!<\/span><\/p>\n<p class=\"zenoPR\" style=\"text-align: right;\"><span class=\"zenoTXFontsize80\" style=\"color: #999999;\"><i>Grillparzer<\/i><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In bedr\u00e4ngten Epochen wird der denkende \u00d6sterreicher immer auf Grillparzer zur\u00fcckkommen und dies aus zweifachem Grunde: einmal, weil es in Zeiten, wo alles wankt, ein Refugium ist, in Gedanken zu seinen Altvordern zur\u00fcckzugehen und sich bei ihnen, die in der Ewigkeit geborgen sind, des nicht Zerst\u00f6rbaren, das auch in uns ist, zu vergewissern; zum andern, weil in solchen Zeiten alles Angeflogene und Angenommene von uns abf\u00e4llt und jeder auf sich selbst zur\u00fcckkommen mu\u00df; in Grillparzer aber, der eine gro\u00dfe Figur ist und bleibt so wenig er eine heroische Figur ist \u2013 treffen wir von unserem reinen \u00f6sterreichischen Selbst eine solche Auspr\u00e4gung, da\u00df wir \u00fcber die Feinheit und Sch\u00e4rfe der Z\u00fcge fast erschrecken m\u00fcssen. Nur unser Blick ist sonst zuweilen unscharf, ihn und uns in ihm zu erkennen. Die Not der Zeiten aber sch\u00e4rft den Blick.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Grillparzer war kein Politiker, aber neben Goethe und Kleist der politischeste Kopf unter den neueren Dichtern deutscher Sprache. Liest man eine seiner politischen Studien, etwa die \u00fcber den F\u00fcrsten Metternich, so ergibt sich, mag man ihm recht geben oder nicht, das Gef\u00fchl seiner Kompetenz, ja dieses allen falls schon aus dem ber\u00fchmten Res\u00fcmee dieser Charakteristik in sieben Worten: \u00bbEin guter Diplomat, aber ein schlechter Politiker\u00ab. Neben einer solchen kompetenten Behandlung des Politischen erscheint das, was gelegentlich ein so bedeutender Zeitgenosse wie Hebbel politisch \u00e4u\u00dfert, eher nur als die geistreiche Ankn\u00fcpfung eines Au\u00dfenstehenden, Ideologie; doch bleibt es wenigstens stets gedanklich wesenhaft; wogegen die meisten politischen \u00c4u\u00dferungen gleichzeitiger Dichter in Vers und Prosa ins Gebiet des blo\u00df Rednerischen, in h\u00f6herem Sinn Gehaltlosen geh\u00f6ren und darum den Tag nicht \u00fcberlebt haben. Eben darum aber galt Grillparzer den sukzessiven Schichten seiner Zeitgenossen kaum als politischer Kopf; wo die anderen Jungdeutsche, St. Simonisten, Liberale, Republikaner oder was immer Gro\u00dfartiges und Allgemeineurop\u00e4isches waren, war er \u00d6sterreicher und gewisserma\u00dfen Realpolitiker. Wo die andern ins Allgemeine gingen, sah er das Besondere; er erfa\u00dfte das Bleibende, auch im Unscheinbaren, seine politischen Erw\u00e4gungen sind immer gehaltvoll. Seine Tadler, wie Goethes Tadler, wollten ihn zeitgerechter: er war auf das Wirkliche gerichtet. Die Gegenwart bringt immer einen Schwall von Scheingedanken auf, aber des Denkenswerten ist wenig: er dachte das Denkenswerte. Man wollte von ihm die allgemeine politische Deklamation, er sah vor sich eine politische Materie, die ihn anging, die einzig in ihrer Art war, dieses alte lebendige Staatsgebilde, sein \u00d6sterreich.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Dieses liebte er und durchdrang es mit scharfem, politischem Denken; aber er liebte es nicht, sich unter die politische Kleie zu mengen, so war er den einen zu fortschrittlich, den andern zu reaktion\u00e4r, den \u00c4mtern schien er k\u00fchn und bedenklich, von der andern Seite gesehen kalt und an sich haltend; f\u00fcr die, welche allein politisch zu leben meinten, war er bei Lebzeiten ein toter Mann: nun ist freilich er lebendig, die anderen tot.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">In den Studien, den Epigrammen und Gedichten ist ein reichliches politisches Verm\u00e4chtnis, ein gr\u00f6\u00dferes in den Dramen. Seine gro\u00dfen durchgehenden Themata waren diese: Herrschen und Beherrschtwerden, und Gerechtigkeit. Diese abzuwandeln, schuf er eine Kette gro\u00dfer politischer Figuren: den Bancban und seinen K\u00f6nig, Ottokar und Rudolf von Habsburg, Rudolf II., Libussa. Man hat eine Gewohnheit angenommen, diese Seite seiner Welt \u00fcber dem Zauber seiner Frauenfiguren zu \u00fcbersehen, aber in einer sch\u00f6pferischen Natur verschr\u00e4nkt sich vieles, und wer das Gro\u00dfe einseitig betrachtet, verarmt nur selber.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Politik ist Menschenkunde, Kunst des Umganges, auf einer h\u00f6heren Stufe. Ein irrationales Element spielt hier mit, wie beim Umgang mit Einzelnen: wer die verborgenen Kr\u00e4fte anzureden wei\u00df, dem gehorchen sie. So offenbart sich der gro\u00dfe politische Mensch. Vom Dichter ist es genug, wenn er die M\u00e4chte ahnt und mit untr\u00fcglichem Gef\u00fchl auf sie hinweist.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr \u00d6sterreich kommen ihrer zwei in Betracht, die von den politischen Zeitideen nur leicht umspielt werden, wie Gebirg und Tal von wechselnden Nebelschwaden: der Herrscher und das Volk. Zu beiden von den Zeitpolitikern nicht immer klar als solche erkannten Hauptm\u00e4chten stand Grillparzers Gem\u00fct und Phantasie in unabl\u00e4ssiger Beziehung. Ihn trieb ein tiefer Sinn, sich wechselweise in beide zu verwandeln: er war in seinem Wesen Volk und war in seinen Tr\u00e4umen Herrscher. In beiden Verwandlungen entwickelte er das Besondere, Starke, Ausharrende seiner \u00f6sterreichischen Natur.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Vielleicht darf man hier zwei Gestalten etwas \u00fcberraschend zusammenstellen: Rudolf II. und die Frau aus dem Volke im \u00bbArmen Spielmann\u00ab, die Greislerstochter. Beide zusammen geben symbolisch Grillparzers \u00d6sterreich. Sie sind beide von starker und tiefer Natur, geduldig, weise, gottergeben, unverk\u00fcnstelt und ausharrend. Beide sind sie scheu und gehemmt; beide bed\u00fcrfen sie des Mediums der Liebe, um von Menschen nicht verkannt zu werden, aber mit Gott und der Natur sind sie im reinen.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Man spricht nicht selten von einer gewissen Kunstgesinnung, wof\u00fcr L&#8217;art pour l&#8217;art das Schlagwort ist und die man mit lebhaftem Unmut ablehnt, ohne sich immer ganz klar zu sein, was darunter zu verstehen ist; aber man darf nicht vergessen, da\u00df eine \u00e4hnliche Gesinnung auf allen Lebensgebieten sich beobachten lie\u00dfe, \u00fcberall gleich unerfreulich: der Witz um des Witzes willen, das Gesch\u00e4ft um des Gesch\u00e4ftes willen, das Fakti\u00f6se um des Fakti\u00f6sen willen, die Deklamation um der Deklamation willen. Es gibt ein gewisses L&#8217;art pour l&#8217;art der Politik, das viele \u00dcbel verschuldet hat; in die politische Rhetorik um der Rhetorik willen ist der Dichter, der als Politiker hervortreten will, zu verfallen in ernster Gefahr. Grillparzer war viel zu wesenhaft, um dies nicht scharf von sich abzulehnen; die Laufbahn Lamartines oder etwa die Aspirationen der Professoren und Dichter, die in der Frankfurter Paulskirche laut wurden, lockten ihn nicht. Eine einzige Ankn\u00fcpfung an das praktische politische Leben w\u00e4re seiner Natur m\u00f6glich gewesen: im pers\u00f6nlich-dienstlichen Verh\u00e4ltnis zu einem sch\u00f6pferischen Staatsmann, zu Stadion. Wo n\u00e4mlich am politischen Fachmann jene freundlich gl\u00e4nzende Seite hervortritt, wo der Weltmann und Philosoph wird wie Prinz Eugen und Friedrich II., wie Kaunitz und de Maistre, da ergibt sich die M\u00f6glichkeit, da\u00df er auch andere produktive Kr\u00e4fte ins Spiel setze als die rein politischen. So entsteht Kultur: als ein Bewu\u00dftwerden des Sch\u00f6nen in dem Praktischen, als eine vom Geist ausgehende Verkl\u00e4rung des durch Machtverh\u00e4ltnisse konstruktiv Begr\u00fcndeten. So hat Goethe Kultur definiert: \u00bbWas w\u00e4re sie anders als Vergeistigung des Politischen und Milit\u00e4rischen?\u00ab<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Hier war f\u00fcr Grillparzer die Konstellation nicht gl\u00fccklich: er war zu unreif, als eines solchen Mannes wie Stadions Blick auf ihn fiel; sp\u00e4ter, als die schwere Krise von 1848 ihn f\u00fcr einen Augenblick im reinsten Sinne zum Politiker machte und zu einer ephemeren geistig-politischen Macht erhob, war er \u00fcberreif. In den dazwischenliegenden Jahrzehnten hatte man ihn nicht gerufen. Es fehlt in \u00d6sterreich selten an geistigen Kr\u00e4ften, \u00f6fter an dem Willen, von ihnen Gebrauch zu machen.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Grillparzer geht aus dem alten \u00d6sterreich hervor und ragt in das neue hinein; er steht mitten zwischen der Zeit Maria Theresiens und unsrer eigenen. Sein Charakter, der hierher und dorthin pa\u00dft, beiderseits als ein lebendig zugeh\u00f6rendes Element, gibt uns den Begriff eines unzerst\u00f6rbaren \u00f6sterreichischen Wesens. Man hat die spezifisch \u00f6sterreichische Geistigkeit gegen\u00fcber der s\u00fcddeutschen etwa oder der norddeutschen oder der schweizerischen \u00f6fter abzugrenzen gesucht. Der Anteil an Gem\u00fct, an Herz wird eifers\u00fcchtig bestritten; dieser geheimnisvollsten h\u00f6chsten aller Fibern, zu der alles sich hinaufbildet, vindiziert jedes Volk eben die Eigenschaften, welche ihm, seiner Natur nach, die kostbarsten scheinen. Es ist nicht die dunkle Tiefe, durch welche das \u00f6sterreichische Gem\u00fct den Kranz erringt, sondern die Klarheit, die Gegenwart. Der Deutsche hat ein schwieriges, behindertes Gef\u00fchl zur Gegenwart. Sei es Epoche, sei es Augenblick, ihm f\u00e4llt nicht leicht, in der Zeit zu leben. Er ist hier und nicht hier, er ist \u00fcber der Zeit und nicht in ihr. Darum wohl ist bei keinem Volk so viel von der Zeit die Rede, als bei den Deutschen; sie ringen um den Sinn der Gegenwart, uns ist er gegeben. Dies Klare, Gegenw\u00e4rtige ist am sch\u00f6nsten im \u00f6sterreichischen Volk realisiert, unter den oberen St\u00e4nden am sch\u00f6nsten in den Frauen. Dies ist der geheime Quell des Gl\u00fccksgef\u00fchls, das von Haydns, Mozarts, Schuberts, Strau\u00df&#8216; Musik ausstr\u00f6mt und sich durch die deutsche und die \u00fcbrige Welt ergossen hat. Dies Sch\u00f6ne, Gesegnete w\u00fcrde ohne uns in Europa, in der Welt fehlen.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Dies ist auch der Seelenpunkt in Grillparzers dichterischen Werken, wodurch sie sich als \u00f6sterreichische hervorheben. Aber alle anderen Seiten des \u00f6sterreichischen Wesens sind an ihm nicht minder wahrnehmbar: zu diesen d\u00fcrfen wir die nat\u00fcrliche Klugheit rechnen, die naiv ist, den Mutterwitz ohne einen Zusatz des Witzelnden, welches als ein von Natur Fremdes neuerdings hinzugetreten ist oder hinzutreten m\u00f6chte; eine v\u00f6llige Einfachheit, wovon der oberste Stand sich den Begriff der Eleganz ausgepr\u00e4gt hat \u2013 der sich mit dem tieferen der Vornehmheit kaum ber\u00fchrt; dann eine gewisse Kargheit und Behinderung des Ausdrucks, das Gegenteil etwa der preu\u00dfischen Gewandtheit und Redesicherheit: jenes lieber zuwenig als zu viel zu sagen, war bei Grillparzer bis zum Grillenhaften ausgebildet; in der Tat sagt er meistens mehr, als es auf den ersten Blick scheinen mochte. Im Ablehnen von Phrasen nicht nur, auch von neu aufkommenden W\u00f6rtern und Bildungen war er unerbittlich; das \u00dcbertreiben in Worten war ihm das wahre Symbol der um sich greifenden Schw\u00e4che und Liederlichkeit. Zum Schlusse nenne ich den \u00f6sterreichischen Sinn f\u00fcr das Gem\u00e4\u00dfe, die sch\u00f6ne Mitgift unsrer mittelalterlichen, von zartester Kultur durchtr\u00e4nkten Jahrhunderte, wovon uns trotz allem noch heute die M\u00f6glichkeit des Zusammenlebens gemischter V\u00f6lker in gemeinsamer Heimat geblieben ist, die tolerante Vitalit\u00e4t, die uns durchtr\u00e4gt durch die schwierigen Zeiten und die wir hin\u00fcberretten m\u00fcssen in die Zukunft. Von ihr war in Grillparzer die F\u00fclle und ganz unbewu\u00dft, sein \u00d6sterreichertum hatte nichts Problematisches. Seinem innersten Gem\u00fct, dem Leben seines Lebens, der Phantasie standen die slawischen B\u00f6hmen und M\u00e4hrer nahe, wie die Steirer oder Tiroler; er polemisiert gegen Palacky, aber wie formuliert er seinen Vorwurf: da\u00df er allzu deutsch sei, allzu weit von deutschen Zeitideen sich verlocken lasse. Da\u00df B\u00f6hmen zu uns geh\u00f6rt, die hohe, unzerst\u00f6rbare Einheit: B\u00f6hmen und die Erblande, dies war ihm gottgewollte Gegebenheit, nicht ihm blo\u00df, auch dem Genius in ihm, der aus dieser L\u00e4ndereinheit von allen auf Erden seine Heimat gemacht hatte. Schillers Dramen spielen noch in aller Herren L\u00e4ndern, die Grillparzers eigentlich alle in \u00d6sterreich. Die griechischen haben ihren Schauplatz nirgends, es geht in ihnen das Heimatliche im zeitlosen idealisierten Gewande, von den andern haben vier den Schauplatz auf b\u00f6hmischem und erbl\u00e4ndischem Boden, eines in Spanien, das in gewissem Sinne zur \u00f6sterreichischen Geschichte dazu geh\u00f6rt, eines auf ungarischem. Der Kontrast zwischen slawischem und deutschem Wesen, verk\u00f6rpert in Ottokar und Rudolf von Habsburg, tut niemandem weh, denn es ist das gl\u00e4nzende, d\u00e4monisch kraftvolle, aber unsichere slawische Seelengebilde mit ebensolcher gestaltender Liebe gesehen wie das schlichte t\u00fcchtige des Deutschen, der auf Organisation und Dauerhaftigkeit ausgeht. Die dunkle Drahomira, die so lange in den R\u00e4umen seiner Seele wohnte, aber nie ans Licht trat, und die helle Libussa, das sp\u00e4teste Kind seiner Phantasie, sind beide mit slawischem Wesen liebevoll durchtr\u00e4nkt, und Hero, die Wienerin Hero, ist nicht ohne einen Tropfen j\u00e4hen slawischen Blutes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er klagte und tadelte, aber er schuf und liebte; sein \u00d6sterreich ist so gro\u00df, so reich, so nat\u00fcrlich und das \u00bbAustria erit\u00ab in seinem Munde eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Er war ein Spiegel des alten, des mittleren \u00d6sterreich: wenn das neue in ihn hineinsieht, kann es gewahr werden, ob es sie nicht etwa \u00e4rmer geworden ist, ob wir nicht etwa an Gehalt verloren haben und an Seelenw\u00e4rme. Ob, wenn schon sein Tadel auch uns zu treffen vermag \u2013 doch auch sein Lob noch immer gerechtfertigt ist \u2013 und f\u00fcr wen? Sein Stolz, sein Zutrauen noch immer begr\u00fcndet \u2013 und auf wen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_18516\" style=\"width: 194px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/220px-Nicola_Perscheid_-_Hugo_von_Hofmannsthal_1910-184x300.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-18516\" class=\"size-full wp-image-18516\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/220px-Nicola_Perscheid_-_Hugo_von_Hofmannsthal_1910-184x300.jpg\" alt=\"\" width=\"184\" height=\"300\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-18516\" class=\"wp-caption-text\">Hugo von Hofmannsthal 1910 auf einer Fotografie von Nicola Perscheid<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Alter von achtundzwanzig Jahren verschafft sich Hofmannsthal mit dem <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2009\/05\/19\/13384\/\"><i>Brief des Lord Chandos<\/i><\/a> ein Ventil, seinem Zweifel an der Sprache Raum zu verschaffen. Der Sprache traut er jedenfalls nicht l\u00e4nger zu, den Zusammenhang von Ich und Welt herstellen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2192<\/strong>\u00a0Hugo von Hofmannsthal \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/02\/01\/ueber-gedichte\/\">Gedichte<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2192<\/strong>\u00a0Poesie z\u00e4hlt f\u00fcr KUNO weiterhin zu den identit\u00e4ts- und identifikationstiftenden Elementen einer Kultur, dies bezeugte auch der Versuch einer <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25630\">poetologischen Positionsbestimmung<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2192<\/strong> Lesen Sie auch KUNOs <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/12\/10\/zur-gattung-essay\/\">Hommage<\/a> an die Gattung des Essays.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Feldmarschall Radetzky und sein S\u00e4nger Gelten in der Not, allein nicht l\u00e4nger! Grillparzer In bedr\u00e4ngten Epochen wird der denkende \u00d6sterreicher immer auf Grillparzer zur\u00fcckkommen und dies aus zweifachem Grunde: einmal, weil es in Zeiten, wo alles wankt, ein Refugium ist,&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2003\/07\/15\/grillparzers-politisches-vermaechtnis\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":80,"featured_media":98219,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[3077,1094],"class_list":["post-88981","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-franz-grillparzer","tag-hugo-von-hofmannsthal"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88981","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/80"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=88981"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88981\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":98251,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88981\/revisions\/98251"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/98219"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=88981"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=88981"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=88981"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}