{"id":88922,"date":"2018-08-09T00:01:05","date_gmt":"2018-08-08T22:01:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=88922"},"modified":"2022-02-18T11:33:27","modified_gmt":"2022-02-18T10:33:27","slug":"gabriele-dannunzio","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2018\/08\/09\/gabriele-dannunzio\/","title":{"rendered":"Gabriele d&#8217;Annunzio"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Spektakul\u00e4r war Gabriele D\u2019Annunzio Propagandaflug \u00fcber Wien, am 9. August 1918. Eine Staffel von zehn einsitzigen und einem zweisitzigen Ansaldo S.V.A.-Flugzeugen (in letzterem sa\u00df D\u2019Annunzio) brach zu diesem Flug auf, drei davon mussten vor Grenz\u00fcbertritt notlanden, ein vierter Pilot in \u00d6sterreich, wo er verhaftet wurde, die restlichen sieben erreichten ihr Ziel. Vom Flugzeug aus lie\u00dfen sie keine Bomben, sondern Tausende von Flugbl\u00e4ttern in zwei Ausf\u00fchrungen auf Wien herabflattern, die mit den Farben der italienischen Fahne bedruckt waren. Die eine war zweisprachig bedruckt, Italienisch und Deutsch, die zweite stammt von D\u2019Annunzio selbst und war rein Italienisch. Der Text von letzterer fasste in rei\u00dferischen Propagandaparolen die sozialen und politischen Anspr\u00fcche Italiens zusammen, und am Schluss stand:<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><span style=\"color: #999999;\">Das Drohen der Schwinge des jungen italienischen Adlers gleicht nicht der finsteren Bronze im morgendlichen Licht. Die unbek\u00fcmmerte K\u00fchnheit wirft \u00fcber Sankt Stephan und den Graben das unwiderstehliche Wort, Wiener! Viva l\u2019Italia.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hugo von Hofmannsthal Erinnerung an Gabriele D\u2019Annunzio:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man hat manchmal die Empfindung, als h\u00e4tten uns unsere V\u00e4ter, die Zeitgenossen des j\u00fcngeren Offenbach, und unsere Gro\u00dfv\u00e4ter, die Zeitgenossen Leopardis, und alle die unz\u00e4hligen Generationen vor ihnen, als h\u00e4tten sie uns, den Sp\u00e4tgeborenen, nur zwei Dinge hinterlassen: h\u00fcbsche M\u00f6bel und \u00fcberfeine Nerven. Die Poesie dieser M\u00f6bel erscheint uns als das Vergangene, das Spiel dieser Nerven als das Gegenw\u00e4rtige. Von den verbla\u00dften Gobelins nieder winkt es mit schmalen wei\u00dfen H\u00e4nden und l\u00e4chelt mit altklugen Quattrocento-Gesichtchen; aus den wei\u00dflackierten S\u00e4nften von Marly und Trianon, aus den prunkenden Betten der Borgia und der Vendramin hebt sichs uns entgegen und ruft: \u00bbWir hatten die stolze Liebe, die funkelnde Liebe; wir hatten die wundervolle Schwelgerei und den tiefen Schlaf; wir hatten das hei\u00dfe Leben; wir hatten die s\u00fc\u00dfen Fr\u00fcchte und die Trunkenheit, die ihr nicht kennt.\u00ab Es ist, als h\u00e4tte die ganze Arbeit dieses feinf\u00fchligen, eklektischen Jahrhunderts darin bestanden, den vergangenen Dingen ein unheimliches Eigenleben einzufl\u00f6\u00dfen. Jetzt umflattern sie uns, Vampire, lebendige Leichen, beseelte Besen des ungl\u00fccklichen Zauberlehrlings! Wir haben aus den Toten unsere Abg\u00f6tter gemacht; alles, was sie haben, haben sie von uns; wir haben ihnen unser bestes Blut in die Adern ge leitet; wir haben diese Schatten umg\u00fcrtet mit h\u00f6herer Sch\u00f6nheit und wundervollerer Kraft als das Leben ertr\u00e4gt; mit der Sch\u00f6nheit unserer Sehnsucht und der Kraft unserer Tr\u00e4ume. Ja alle unsere Sch\u00f6nheits- und Gl\u00fccksgedanken liefen fort von uns, fort aus dem Alltag, und halten Haus mit den sch\u00f6neren Gesch\u00f6pfen eines k\u00fcnstlichen Daseins, mit den schlanken Engeln und Pagen des Fiesole, mit den Gassenbuben des Murillo und den mond\u00e4nen Sch\u00e4ferinnen des Watteau. Bei uns aber ist nichts zur\u00fcckgeblieben als frierendes Leben, schale, \u00f6de Wirklichkeit, fl\u00fcgellahme Entsagung. Wir haben nichts als ein sentimentales Ged\u00e4chtnis, einen gel\u00e4hmten Willen und die unheimliche Gabe der Selbstverdoppelung. Wir schauen unserem Leben zu; wir leeren den Pokal vorzeitig und bleiben doch unendlich durstig: denn, wie neulich Bourget sch\u00f6n und traurig gesagt hat, der Becher, den uns das Leben hinh\u00e4lt, hat einen Sprung, und w\u00e4hrend uns der volle Trunk vielleicht berauscht h\u00e4tte, mu\u00df ewig fehlen, was w\u00e4hrend des Trinkens unten rieselnd verlorengeht; so empfinden wir im Besitz den Verlust, im Erleben das stete Vers\u00e4umen. Wir haben gleichsam keine Wurzeln im Leben und streichen, hellsichtige und doch tagblinde Schatten, zwischen den Kindern des Lebens umher.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Wir! Wir! Ich wei\u00df ganz gut, da\u00df ich nicht von der ganzen gro\u00dfen Generation rede. Ich rede von ein paar tausend Menschen, in den gro\u00dfen europ\u00e4ischen St\u00e4dten verstreut. Ein paar davon sind ber\u00fchmt; ein paar schreiben seltsam trockene, gewisserma\u00dfen grausame und doch eigent\u00fcmlich r\u00fchrende und ergreifende B\u00fccher; einige, sch\u00fcchtern und hochm\u00fctig, schreiben wohl nur Briefe, die man f\u00fcnfzig, sechzig Jahre sp\u00e4ter zu finden und als moralische und psychologische Dokumente aufzubewahren pflegt; von einigen wird gar keine Spur \u00fcbrigbleiben, nicht einmal ein traurig-boshaftes Aphorisma oder eine individuelle Bleistiftnotiz, an den Rand eines vergilbten Buches gekritzelt.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Trotzdem haben diese zwei- bis dreitausend Menschen eine gewisse Bedeutung: es brauchen keineswegs die Genies, ja nicht einmal die gro\u00dfen Talente der Epoche unter ihnen zu sein; sie sind nicht notwendigerweise der Kopf oder das Herz der Generation: sie sind nur ihr Bewu\u00dftsein. Sie f\u00fchlen sich mit schmerzlicher Deutlichkeit als Menschen von heute; sie verstehen sich untereinander, und das Privilegium dieser geistigen Freimaurerei ist fast das einzige, was sie im guten Sinne vor den \u00fcbrigen voraushaben. Aber aus dem Rotwelsch, in dem sie einander ihre Seltsamkeiten, ihre besondere Sehnsucht und ihre besondere Empfindsamkeit erz\u00e4hlen, entnimmt die Geschichte das Merkwort der Epoche.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Was von Periode zu Periode in diesem geistigen Sinn \u00bbmodern\u00ab ist, l\u00e4\u00dft sich leichter f\u00fchlen als definieren; erst aus der Perspektive des Nachlebenden ergibt sich das Grundmotiv der verworrenen Bestrebungen. So war es zu Anfang des Jahrhunderts \u00bbmodern\u00ab, in der Malerei einen falsch verstandenen Nazarenismus zu verg\u00f6ttern, in der Poesie, Musik nachzuahmen, und im allgemeinen, sich nach dem \u00bbNaiven\u00ab zu sehnen: Brandes hat diesen Symptomen den Begriff der Romantik abdestilliert. Heute scheinen zwei Dinge modern zu sein: die Analyse des Lebens und die Flucht aus dem Leben. Gering ist die Freude an Handlung, am Zusammenspiel der \u00e4u\u00dferen und inneren Lebensm\u00e4chte, am Wilhelm-Meisterlichen Lebenlernen und am Shakespearischen Weltlauf. Man treibt Anatomie des eigenen Seelenlebens, oder man tr\u00e4umt. Reflexion oder Phantasie, Spiegelbild oder Traumbild. Modern sind alte M\u00f6bel und junge Nervosit\u00e4ten. Modern ist das psychologische Graswachsenh\u00f6ren und das Pl\u00e4tschern in der reinphantastischen Wunderwelt. Modern ist Paul Bourget und Buddha; das Zerschneiden von Atomen und das Ballspielen mit dem All; modern ist die Zergliederung einer Laune, eines Seufzers, eines Skrupels; und modern ist die instinktm\u00e4\u00dfige, fast somnambule Hingabe an jede Offenbarung des Sch\u00f6nen, an einen Farbenakkord, eine funkelnde Metapher, eine wundervolle Allegorie. Ein geistreicher Franzose schreibt die Monographie eines M\u00f6rders, der ein experimentierender Psychologe ist. Ein geistreicher Engl\u00e4nder schreibt die Monographie eines Giftmischers und Urkundenf\u00e4lschers, der ein feinf\u00fchliger Kunstkritiker und leidenschaftlicher Kupferstichsammler war. Die landl\u00e4ufige Moral wird von zwei Trieben verdunkelt: dem Experimentiertrieb und dem Sch\u00f6nheitstrieb, dem Trieb nach Verstehen und dem nach Vergessen.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">In den Werken des originellsten K\u00fcnstlers, den Italien augenblicklich besitzt, des Herrn Gabriele d&#8217;Annunzio, kristallisieren sich diese beiden Tendenzen mit einer merkw\u00fcrdigen Sch\u00e4rfe und Deutlichkeit: seine Novellen sind psychopathische Protokolle, seine Gedichtb\u00fccher sind Schmuckk\u00e4stchen; in den einen waltet die strenge n\u00fcchterne Terminologie wissenschaftlicher Dokumente, in den andern eine beinahe fieberhafte Farben- und Stimmungstrunkenheit.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">In seinen zahlreichen l\u00e4ngeren und k\u00fcrzeren Novellen \u2013 keine, auch die l\u00e4ngsten nicht, lassen sich eigentlich \u00bbRomane\u00ab nennen \u2013 bewegen sich vielerlei und \u00e4u\u00dferst verschiedene Menschen; aber alle haben einen gemeinsamen Grundzug: jene unheimliche Willenlosigkeit, die sich nach und nach als Grundzug des in der gegenw\u00e4rtigen Literatur abgespiegelten Lebens herauszustellen scheint, jenes Erleben des Lebens nicht als eine Kette von Handlungen, sondern von Zust\u00e4nden.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Da ist die Geschichte eines armen Dienstm\u00e4dchens: eine Geschichte, simpel wie eine Legende, eine Art Monographie des Lebens einer bestimmten Spezies Pflanze: eine halb verbetete, halb vertr\u00e4umte Jugend, dann Dienst, Dienstbotenklatsch, ein paar Wallfahrten, viel Gebete; Freundschaft, animalische Stallfreundschaft mit einem alten, kr\u00e4nklichen Esel; der Tod des Esels; ein Wechsel im Dienst, eine sp\u00e4te m\u00fcde Art von Liebe zu einem Landbrieftr\u00e4ger, und Ehe und Tod. Alles ist wahr, von einer niederschlagenden Wahrheit: nicht kra\u00df und brutal, aber revoltierend, unertr\u00e4glich durch den Mangel an Luft, durch die Konzeption des Menschen als einer Pflanze, die vegetiert, sich langweilt und abstirbt. Oder die Geschichte eines Tramwaybediensteten, Giovanni Episcopo: er ist sensitiv und feig; seine Frau hat Liebhaber, die ihn und sein Kind brutalisieren; er f\u00fcrchtet sich, sehnt sich fort und schaut seinem Schwiegervater, einem S\u00e4ufer, Branntwein trinken zu; und das dauert Jahre und Jahre &#8230; Oder die Geschichte, wie die Bauern, weil ihrem Dorfheiligen die Wachskerzen gestohlen worden sind, halb wahnsinnig vor Fanatismus den w\u00e4chsernen vergoldeten Heiligen auf die Schulter nehmen und mit Sensen und Dreschflegeln \u00fcber die n\u00e4chtigen \u00c4cker ins Nachbardorf st\u00fcrmen und die Kirchent\u00fcr sprengen und auf den Altar des anderen Heiligen, des Rivalen, den ihrigen setzen wollen und wie die zwei Haufen w\u00fctender Menschen mit den zwei heiligen Namen als Feldgeschrei in der finstern Kirche zwischen Lilien, Schnitzwerk und Blutlachen die Nacht durch morden.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Aber man glaubt vielleicht, da\u00df das Qu\u00e4lende dieser Lebensanschauung, diese eigent\u00fcmliche Mischung von Gebundensein und Wurzellosigkeit, durch den Zwang kleiner Verh\u00e4ltnisse erkl\u00e4rt werden soll? Keineswegs. Einige dieser Novellen spielen in der Gesellschaft, in den Kreisen der \u00fcberlegenen, unabh\u00e4ngigen Menschen. Gleich \u00bbL&#8217;Innocente\u00ab, das Buch, welches von allen Werken des d&#8217;Annunzio die gr\u00f6\u00dfte Zahl Auflagen erlebt hat. Es ist das Plaidoyer eines Kindesm\u00f6rders. Ein Bericht, der auf Jahre zur\u00fcck ausholt und aus den unscheinbarsten Kleinigkeiten eine unwiderstehliche Schlu\u00dfkette neuropathischer Logik zusammensetzt. In diesem Buch hat Herr d&#8217;Annunzio ein Meisterwerk intimer Beobachtung geschaffen. In keinem modernen Buche seit \u00bbMadame Bovary\u00ab ist die Atmosph\u00e4re des Familienzimmers, der enge ewig wechselnde Kontakt zusammenlebender Menschen \u00e4hnlich geschildert: das Erraten der Stimmung des anderen aus dem Klang der Schritte, der F\u00e4rbung der Stimme; alle Qual und alle G\u00fcte, die sich in ein besonders betontes Wort, eine rechtzeitig gefundene Anspielung legen l\u00e4\u00dft; das Erraten des Schweigens; die unersch\u00f6pfliche Sprache der Blicke und der H\u00e4nde. Verglichen mit diesem wirklichen Miteinander- und Ineinanderleben von Ehegatten ist das Verh\u00e4ltnis in Bourgetschen oder Maupassantschen Eheromanen ein flaches, ein blo\u00dfes Nebeneinanderleben, von dem sich einzelne Duoszenen, Krisen abheben. Der Erz\u00e4hler der Geschichte, der Ehemann, ist eines jener Wesen von morbider Empfindlichkeit, hellsichtig bis zum Delirium und unf\u00e4hig, zu wollen. Auch er steht wurzellos im Leben, schattenhaft, m\u00fc\u00dfig. An einer Mauer seiner Villa ist eine Sonnenuhr befestigt. Manchmal gleiten seine Blicke \u00fcber den Quadranten, der die Inschrift tr\u00e4gt: \u00bbHora est bene faciendi\u00ab. Gut tun! In der Arbeit den Sinn des Lebens suchen! Wie lang ist es doch her, da\u00df ein deutscher Roman die Menschen bei der Arbeit aufsuchen wollte! Man hat diese Devise, vielleicht durch eine falsche Ideenassoziation, als etwas philistr\u00f6s empfunden. Man wollte keine \u00bbstaatserhaltenden\u00ab Romane: man wollte sich die Freiheit nehmen, den Menschen sowohl beim Verbrechen als beim Genu\u00df, sowohl beim romantischen als beim psychologischen M\u00fc\u00dfiggang aufzusuchen. Oder, da die Neigungen der Romanfiguren immer bis zu einem gewissen Grad die Neigungen der K\u00fcnstler reflektieren: man fand den <a class=\"zenoTXKonk\" title=\"Vorlage\" href=\"http:\/\/www.zeno.org\/Literatur\/L\/Hofmannsthal-RuA+Bd.+1\" name=\"178\"><\/a> Begriff des Schwebens \u00fcber dem Leben als Regisseur und Zuschauer des gro\u00dfen Schauspiels verlockender als den des Darinstehens als mithandelnde Gestalt. Es scheint, da\u00df man auf einem Umweg zur b\u00fcrgerlichen Moral zur\u00fcckkommt, nicht weil sie moralisch, aber weil sie ges\u00fcnder ist &#8230;<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Im \u00bbInnocente\u00ab l\u00e4\u00dft sich deutlich der Punkt wahrnehmen, wo der raffinierte Verismus der Seelenzergliederung in Phantastik umschl\u00e4gt. Die Frau des Kindesm\u00f6rders, das Opfer seiner willenlosen Grausamkeiten und endlosen Qu\u00e4lereien, ist eine Figur von so scharf duftendem, quintessenziertem Stimmungsgehalt, da\u00df sie dar\u00fcber zum Symbol wird. Sie ist nur leidende Anmut, eine grazi\u00f6se M\u00e4rtyrerin, reizend und unwirklich wie jene blassen M\u00e4rtyrerinnen des Gabriel Max, mit einem unbeschreiblichen Ausdruck von Kindlichkeit und Hysterie. In einer Bewegung ihrer wei\u00dfen blutleeren H\u00e4nde, in einem Zucken ihrer blassen feinen Lippen, in einem Neigen des bl\u00fchenden Wei\u00dfdornzweiges, den sie in den schmalen Fingern tr\u00e4gt, liegt eine unendlich traurige und verf\u00fchrerische Beredsamkeit. Wenn sie so daliegt, die fast durchsichtige Stirn und die schmalen Wangen von dunklem Haar eingerahmt, und der Polster, auf dem sie schl\u00e4ft, minder bleich als ihr Gesicht \u2013 diese ganze Technik des Wei\u00df auf Wei\u00df erinnert frappant an Gabriel Max \u2013, so ber\u00fchrt sie wie ein Kunstwerk, eine Traumgestalt. Man begreift vollst\u00e4ndig, da\u00df sie einen Traumtod sterben kann, da\u00df sie zum Beispiel im Wald die Schl\u00e4ge einer Axt auf irgendeinen unsichtbaren Baum wie Schl\u00e4ge des Lebens gegen ihre \u00fcberfeine Seele empfinden und an dieser Emotion, also gewisserma\u00dfen an einem poetischen Bild, sterben kann.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Etwas \u00c4hnliches geschieht dieser Figur wirklich. Aber nicht im \u00bbInnocente\u00ab, sondern in einem der poetischen B\u00fccher von d&#8217;Annunzio, den \u00bbR\u00f6mischen Elegien\u00ab, die als \u00bbGeliebte\u00ab ganz die gleiche sensitive Frauengestalt enthalten. R\u00f6mische Elegien! Uns klingen die zwei Worte bedeutend und besonders, wie ein erlauchter Name. Zum \u00dcberflu\u00df ist denen des Italieners ein Distichon aus denen des Deutschen vorangesetzt:<\/p>\n<div class=\"zenoCOAdRight\" style=\"text-align: center;\"><\/div>\n<p style=\"text-align: center;\">Eine Welt zwar bist du, o Rom; doch ohne die Liebe<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">W\u00e4re die Welt nicht die Welt, w\u00e4re denn Rom auch nicht Rom.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So wird ausdr\u00fccklich ein gleicher Inhalt angek\u00fcndigt, und Vergleichung scheint geradezu herausgefordert. Dichter steht gegen Dichter und Epoche gegen Epoche. In antik-heiterem Liebesleben die gl\u00fcckliche Vorzeit in sich aufleben lassen, von der Liebe den hohen naiven Stil des Lebens lernen und lebend und liebend sich jener heroischen und verkl\u00e4rten Wesen als wesensgleicher werter Vorfahren erinnern, in genialen Metamorphosen bald die antike g\u00f6ttliche Welt vertraulich zu sich in Schlafstube und Weinlaube ziehen, bald ehrfurchtsvoll im eigenen Treiben das Ewige und G\u00f6ttern Verwandte begreifen, das war das \u00bbR\u00f6mische\u00ab an diesen deutschen Elegien von 1790. Was hat Rom dazu gegeben? Goldene \u00c4hren und saftige Fr\u00fcchte, von der Sonne Homers gezeitigt, eine reinlich konturierte, simple, fast Tischbeinsche Landschaft und von all seinen unz\u00e4hligen berauschenden Erinnerungen nichts als das G\u00e4rtchen des Horaz, die H\u00fctte des Tibull voll Liebesgeplauder und Duft von Weizenbrot und die Spatzen des Properz. Nie haben die Grazien das liebliche Brot unsterblicher Verse von einfacheren Holztellern gegessen und klareres Quellwasser dazu getrunken. Auch in den \u00bbR\u00f6mischen Elegien\u00ab des Heutigen, des Italieners, wandeln die Grazien. Aber der Dichter hat sie erst in das Atelier des Tizian geschickt, sich umzukleiden. Sie wandeln beim Pl\u00e4tschern der Renaissancefont\u00e4nen durch die Laubg\u00e4nge der mediceischen und farnesischen Villen; farbige Pagen warten ihnen auf, und im smaragdgr\u00fcnen Boskett spielen wei\u00dfe Frauen im Stil des Botticelli auf langen Harfen. Zu diesen Elegien hat Rom all seine Erinnerungen hergegeben: die herrischen, die sehns\u00fcchtigen, die prunkenden, die mystischen, die melancholischen. Diese komplizierte Liebe saugt aus der Landschaft, aus Musik, aus dem Wetter ihre Stimmungen. \u00bbWie ein Wiesel Eier saugt\u00ab, sagt der melancholische Jacques. Diese Liebe ist wie gewisse Musik, eine schwere, s\u00fc\u00dfe Bezauberung, die der Seele Unerlebtes als erlebt, Traum als Wirklichkeit vorspiegelt. Es ist<a class=\"zenoTXKonk\" title=\"Vorlage\" href=\"http:\/\/www.zeno.org\/Literatur\/L\/Hofmannsthal-RuA+Bd.+1\" name=\"180\"><\/a> <a class=\"zenoTXKonk\" title=\"Vorlage\" href=\"http:\/\/www.zeno.org\/Literatur\/L\/Hofmannsthal-RuA+Bd.+1\" name=\"180\"><\/a>keine Liebe zu zweien, sondern ein schlafwandelnder wundervoller Monolog, das Alleinsein mit einer Zaubergeige oder einem Zauberspiegel. Um so \u00f6der ist das Erwachen, dieses ern\u00fcchterte Anstarren:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Und meinen Blicken erschien ihre Hand wie gestorben, ein totes<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Schien sie, ein w\u00e4chsernes Ding, diese lebendige Hand.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Die mit so funkelnden Tr\u00e4umen die Stirn mir umflocht, und die, wehe,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">S\u00fc\u00dfeste Schauer der Lust mir durch die Adern gesandt!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den beiden \u00bbR\u00f6mischen Elegien\u00ab wiederholt sich eine Situation: wie der Dichter, auf dem Lager der Liebe halb aufgerichtet, den Schlaf der Geliebten belauscht. Welch sicheres Gl\u00fcck bei Goethe, welch sicheres Umspannen des Besitzes, welch seliges Gen\u00fcgen! Wie einen kleinen Vogel in der hohlen Hand, h\u00e4lt der Gl\u00fcckliche Leib und Seele der Geliebten, den bl\u00fchenden Leib und das warme, naive hingebende Seelchen. Dem Modernen erscheint der kleine Vogel weniger zutraulich und weniger leicht zu besitzen. Wie er sich \u00fcber die blasse, leise atmende Gestalt mit Liebesaugen beugt, kommt ihm nur der eine Gedanke: wie wenig die ruhelose, sehns\u00fcchtige Seele unter diesen geschlossenen Lidern ihm geh\u00f6rt, wie die Tr\u00e4ume sie bei der Hand nehmen und fortf\u00fchren, wohin er nicht folgen kann. Und wenn die geliebten Lider sich \u00f6ffnen und der Blick der suchenden Augen sich jenseits verlieren will, jenseits des Lebens, in vergeblicher Sehnsucht, mu\u00df er den bleichen Mond und den unendlichen m\u00e4chtigen Himmel und die unruhigen B\u00e4ume und die sehns\u00fcchtig flimmernden Sterne bitten, ihm nicht diese kleine sehnende Seele ganz zu rauben &#8230; \u00bbGebet, wenn ich Euch verehrte, gebt, da\u00df ihre Seele wanderm\u00fcde sich an mich schmiege, weinend, mit unendlicher Liebe.\u00ab Es ist, als h\u00e4tte sich in den hundert Jahren, die zwischen diesen beiden Liebestageb\u00fcchern liegen, alle Sicherheit und Herrschaft \u00fcber das Leben r\u00e4tselhaft vermindert bei immerw\u00e4hrendem Anwachsen des Problematischen und Inkommensurablen.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Gegen\u00fcber diesem ekstatischen Auffliegen der Liebe, dieser uneingeschr\u00e4nkten mystischen Hingabe an die Stimmung, wie n\u00fcchtern bei Goethe die weise Beschr\u00e4nkung, wie simpel, wie antik! Dem nerv\u00f6sen Romantiker ist die Liebe halb wundert\u00e4tiges Madonnenbild, halb raffinierte Autosuggestion; unter den H\u00e4nden Goethes war sie nichts als ein sch\u00f6ner Baum mit duftenden Bl\u00fcten und saftigen Fr\u00fcchten, nach gesunden Bauernregeln gepflanzt, gepflegt und genossen. Das war ihm \u00bbr\u00f6misch\u00ab; er dachte an den Hymenaeus des Catull, diese lebenatmende Hymne, die in der Ehe nichts Heiligeres und nichts Unheimlicheres sieht als in der heiligen Ernte oder im saftspr\u00fchenden Weinlesefest. Er dachte an den Dichter, der in einem unsterblichen Buch die reife Leidenschaft der Dido und die herbe M\u00e4dchenliebe der kleinen Lavinia malt und in einem andern lehrt, die goldenen Honigwaben auszuschneiden und die reifen Birnen zu brechen. Ein Tagebuch der Liebe wie die \u00bbElegie romane\u00ab steht nur noch halb auf der Erde. Es enth\u00e4lt den Ikarusflug, es enth\u00e4lt auch den kl\u00e4glichen Fall und die lange, \u00f6de, elende Ermattung. Es enth\u00e4lt den Rausch der Phantasie und den Katzenjammer der Neurose und Reflexion. \u00bbCi\u00f2 che ti diede ebrezza devesi corrompere\u00ab, aus Lust wird Leid, aus Blumen Moder und Staub. So schlie\u00dft mit dem Jammer des Psalmisten, was mit der Ekstase des Doctor Marianus begonnen.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Um die reine Sch\u00f6nheit zu erreichen, mu\u00df die Gestalt der Geliebten immer traumhafter werden, mu\u00df die Liebe selbst immer mehr einem Haschischrausch, einer Bezauberung gleichen. Das ist im \u00bbIsott\u00e8o\u00ab erreicht. Isott\u00e8o, Triumph der Isaotta, ist gleichzeitig ein reales und ein phantastisches Buch, gleichzeitig Wirklichkeit und Traum. Es ist nirgends darin gesagt, da\u00df die beiden Menschen darin kost\u00fcmiert sind, aber alle ihre Gedanken sind es. Diese Dichterseele ist so erf\u00fcllt mit den faszinierenden Abenteuern der Vergangenheit, da\u00df sie unter der Ber\u00fchrung der Liebe unwillk\u00fcrlich wie aus einem tiefen Brunnen eine M\u00e4rchenwelt aufschweben l\u00e4\u00dft. \u00bbMir war, als str\u00f6me aus ihrer Rede eine Bezauberung und unterwerfe alle B\u00fcsche und B\u00e4ume &#8230;\u00ab \u00bbIhr H\u00e4nde, die ihr meinen Qualen das Tor der sch\u00f6nen Tr\u00e4ume aufschlosset &#8230;\u00ab \u00bbIch kr\u00e4nze dich, Quell, wo ich an jenem Tag einen Trunk tat, der mir lebendig bis ins Herz zu gleiten schien &#8230;\u00ab Realit\u00e4t und Phantasma rinnen v\u00f6llig ineinander: Die H\u00e4nde der Geliebten \u00f6ffnen das Tor der Phantasie; wenn die Geliebte und der Dichter nebeneinander herreiten, ist es ihm, als ritten Lancelotto und Isolde mit der wei\u00dfen Hand durch den smaragdfunkelnden Wald der Poesie; um ihren blonden Kopf sieht er gleichzeitig einen Kranz Rosen und die Glorie seiner Tr\u00e4ume gewunden. Im Triumphzug der Isaotta gehen die Horen mit Feuerlilien in der Hand, hinter ihnen Zefirus, Blumenduft hauchend, gehen Flos und Blancheflos, Paris und Helena, Oriana und Amadis, Boccaccio und Fiammetta, geht der Tod, kein Gerippe, sondern ein sch\u00f6ner heidnischer J\u00fcngling mit den Gel\u00fcsten und Tr\u00e4umen als valets de pied.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Das ist es, was ich den Triumph der M\u00f6belpoesie genannt habe, den Zauberreigen dieser Wesen, von denen nichts als Namen und der ber\u00fcckende Refrain von Sch\u00f6nheit und Liebe zur\u00fcckgeblieben ist. Freilich, die toten Jahrhunderte haben uns nicht nur Tapeten und Miniaturen, nicht nur Tanagrafig\u00fcrchen und Terrakottareliefs, Grabmonumente und Bonbonni\u00e8ren, farbige Kupferstiche und die goldenen Becher des Benvenuto Cellini hinterlassen, nein, wir haben auch Homer geerbt, auch den \u00bbPrincipe\u00ab des Machiavell und den \u00bbHamlet\u00ab des Shakespeare. Aber Oriana und Amadis? aber Lancelot und Ginevra? aber die Fr\u00fchlingsnymphen des Botticelli? aber die \u00bbFeenk\u00f6nigin\u00ab des Spenser, die \u00bbTrionfi\u00ab des Lorenzo Medici, die Zauberg\u00e4rten des Ariosto? Es gibt unz\u00e4hlige Dinge, die f\u00fcr uns nichts sind als Triumphz\u00fcge und Sch\u00e4ferspiele der Sch\u00f6nheit, inkarnierte Traumsch\u00f6nheit, von Sehnsucht und Ferne verkl\u00e4rt, Dinge, die wir herbeirufen, wenn unsere Gedanken nicht stark genug sind, die Sch\u00f6nheit des Lebens zu finden, und fortstreben, hinaus nach der k\u00fcnstlichen Sch\u00f6nheit der Tr\u00e4ume. Dann ist uns ein Antiquit\u00e4tenladen die rechte Insel Cythera; wie andere Generationen sich in den Urwald hinaus-, ins goldene Zeitalter zur\u00fcckgetr\u00e4umt haben, so tr\u00e4umen wir uns auf gemalte F\u00e4cher. In diesem Sinn ist das \u00bbIsott\u00e8o\u00ab das sch\u00f6nste Buch, das ich kenne; es erreicht eine berauschende, wundervoll verfeinerte Sch\u00f6nheit durch ein Vergleichen aller Dinge nicht mit naheliegenden, sondern wiederum nur mit sch\u00f6nen Dingen, ein ber\u00fcckendes Ineinanderspielen der K\u00fcnste. \u00bbIhre (Isaottas) Worte fielen nieder wie sehns\u00fcchtig duftende Veilchen &#8230;\u00ab \u00bbDie nackten silbernen Pappeln standen regungslos wie silberschimmernde Leuchter, und die Lorbeerb\u00e4ume bebten wie angeschlagene Lauten &#8230;\u00ab<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Hier sind Beispiele machtlos; ist es doch die sch\u00f6nste, die ewig beneidete Sprache; ist es doch das Land unserer Sehnsucht, wo es St\u00e4dte gibt, deren Namen nicht nach schalem Alltag und rauher Wirklichkeit klingen, sondern t\u00f6nen, als h\u00e4tten die s\u00fc\u00dfen duftenden Lippen der Poesie selbst sie beim Singen und Plaudern geformt.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Ja es str\u00f6mt aus diesen Versen eine Bezauberung, die unterwirft, nicht nur die smaragdenen B\u00fcsche und B\u00e4ume, sondern v\u00f6lliger noch die horchende Seele, die sehnende Seele, die vertr\u00e4umte Seele, unsere Seele.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Denn wie das rebellische Volk der gro\u00dfen Stadt hinausstr\u00f6mte auf den heiligen Berg, so liefen unsere Sch\u00f6nheits- und Gl\u00fccksgedanken in Scharen fort von uns, fort aus dem Alltag, und schlugen auf dem d\u00e4mmernden Berg der Vergangenheit ihr pr\u00e4chtiges Lager. Aber der gro\u00dfe Dichter, auf den wir alle warten, hei\u00dft Menenius Agrippa und ist ein weltkluger gro\u00dfer Herr: der wird mit wundervollen Rattenf\u00e4ngerfabeln, purpurnen Trag\u00f6dien, Spiegeln, aus denen der Weltlauf gewaltig, d\u00fcster und funkelnd zur\u00fcckstrahlt, die Verlaufenen zur\u00fccklocken, da\u00df sie wieder dem atmenden Tage Hofdienst tun, wie es sich ziemt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_18516\" style=\"width: 194px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/220px-Nicola_Perscheid_-_Hugo_von_Hofmannsthal_1910-184x300.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-18516\" class=\"size-full wp-image-18516\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/220px-Nicola_Perscheid_-_Hugo_von_Hofmannsthal_1910-184x300.jpg\" alt=\"\" width=\"184\" height=\"300\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-18516\" class=\"wp-caption-text\">Hugo von Hofmannsthal 1910 auf einer Fotografie von Nicola Perscheid<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Alter von achtundzwanzig Jahren verschafft sich Hofmannsthal mit dem <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2009\/05\/19\/13384\/\"><i>Brief des Lord Chandos<\/i><\/a> ein Ventil, seinem Zweifel an der Sprache Raum zu verschaffen. Der Sprache traut er jedenfalls nicht l\u00e4nger zu, den Zusammenhang von Ich und Welt herstellen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2192<\/strong>\u00a0Hugo von Hofmannsthal \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/02\/01\/ueber-gedichte\/\">Gedichte<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2192<\/strong>\u00a0Poesie z\u00e4hlt f\u00fcr KUNO weiterhin zu den identit\u00e4ts- und identifikationstiftenden Elementen einer Kultur, dies bezeugte auch der Versuch einer <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25630\">poetologischen Positionsbestimmung<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2192<\/strong> Lesen Sie auch KUNOs <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/12\/10\/zur-gattung-essay\/\">Hommage<\/a> an die Gattung des Essays.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Spektakul\u00e4r war Gabriele D\u2019Annunzio Propagandaflug \u00fcber Wien, am 9. August 1918. Eine Staffel von zehn einsitzigen und einem zweisitzigen Ansaldo S.V.A.-Flugzeugen (in letzterem sa\u00df D\u2019Annunzio) brach zu diesem Flug auf, drei davon mussten vor Grenz\u00fcbertritt notlanden, ein vierter Pilot&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2018\/08\/09\/gabriele-dannunzio\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":80,"featured_media":98219,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[3074,1094],"class_list":["post-88922","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-gabriele-dannunzio","tag-hugo-von-hofmannsthal"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88922","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/80"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=88922"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88922\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":98223,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88922\/revisions\/98223"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/98219"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=88922"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=88922"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=88922"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}