{"id":88907,"date":"2003-02-01T00:01:46","date_gmt":"2003-01-31T23:01:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=88907"},"modified":"2022-05-30T16:13:28","modified_gmt":"2022-05-30T14:13:28","slug":"von-einem-kleinen-wiener-buch","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2003\/02\/01\/von-einem-kleinen-wiener-buch\/","title":{"rendered":"Von einem kleinen Wiener Buch"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Anatol<\/em> ist ein Einakter-Zyklus von Arthur Schnitzler. Als Buchausgabe erschien er im Herbst 1892, vordatiert auf das Jahr 1893. Das einleitende Gedicht stammt von <em>Loris<\/em>, einem Pseudonym des jungen Hugo von Hofmannsthal, der mit Schnitzler befreundet war. Die St\u00fccke wurden einzeln aufgef\u00fchrt, zu einer gemeinsamen Auff\u00fchrung kam es erstmals am 3. Dezember 1910 im Deutschen Volkstheater in Wien sowie im Lessingtheater in Berlin.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Prolog zu dem Buch \u203aAnatol\u2039<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Hohe Gitter, Taxushecken,<br \/>\nWappen nimmermehr vergoldet,<br \/>\nSphinxe, durch das Dickicht schimmernd \u2026<br \/>\n\u2026 Knarrend \u00f6ffnen sich die Tore. \u2013<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Mit verschlafenen Kaskaden<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Und verschlafenen Tritonen,<br \/>\nRokoko, verstaubt und lieblich,<br \/>\nSeht \u2026 das Wien des Canaletto,<br \/>\nWien von siebzehnhundertsechzig \u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u2026 Gr\u00fcne, braune, stille Teiche,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Glatt und marmorwei\u00df umrandet,<br \/>\nIn dem Spiegelbild der Nixen<br \/>\nSpielen Gold- und Silberfische \u2026<br \/>\nAuf dem glattgeschornen Rasen<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Liegen zierlich gleiche Schatten<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Schlanker Oleanderst\u00e4mme;<br \/>\nZweige w\u00f6lben sich zur Kuppel,<br \/>\nZweige neigen sich zur Nische<br \/>\nF\u00fcr die steifen Liebespaare,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Heroinen und Heroen \u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Drei Delphine gie\u00dfen murmelnd<br \/>\nFluten in ein Muschelbecken \u2026<br \/>\nDuftige Kastanienbl\u00fcten<br \/>\nGleiten, schwirren leuchtend nieder<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Und ertrinken in den Becken \u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u2026 Hinter einer Taxusmauer<br \/>\nT\u00f6nen Geigen, Klarinetten,<br \/>\nUnd sie scheinen den grazi\u00f6sen<br \/>\nAmoretten zu entstr\u00f6men,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Die rings auf der Rampe sitzen,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Fiedelnd oder Blumen windend,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Selbst von Blumen bunt umgeben,<br \/>\nDie aus Marmorvasen str\u00f6men:<br \/>\nGoldlack und Jasmin und Flieder \u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u2026 Auf der Rampe, zwischen ihnen<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Sitzen auch kokette Frauen,<br \/>\nViolette Monsignori \u2026<br \/>\nUnd im Gras, zu ihren F\u00fc\u00dfen<br \/>\nUnd auf Polstern, auf den Stufen<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Kavaliere und Abbati \u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Andre heben andre Frauen<br \/>\nAus den parf\u00fcmierten S\u00e4nften \u2026<br \/>\n\u2026 Durch die Zweige brechen Lichter,<br \/>\nFlimmern auf den blonden K\u00f6pfchen,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Scheinen auf den bunten Polstern,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Gleiten \u00fcber Kies und Rasen,<br \/>\nGleiten \u00fcber das Ger\u00fcste,<br \/>\nDas wir fl\u00fcchtig aufgeschlagen.<br \/>\nWein und Winde klettert aufw\u00e4rts<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Und umh\u00fcllt die lichten Balken,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Und dazwischen farben\u00fcppig<br \/>\nFlattert Teppich und Tapete,<br \/>\nSch\u00e4ferszenen, keck gewoben,<br \/>\nZierlich von Watteau entworfen \u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Eine Laube statt der B\u00fchne,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Sommersonne statt der Lampen,<br \/>\nAlso spielen wir Theater,<br \/>\nSpielen unsre eignen St\u00fccke,<br \/>\nFr\u00fchgereift und zart und traurig,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Die Kom\u00f6die unsrer Seele,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Unsres F\u00fchlens Heut und Gestern,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">B\u00f6ser Dinge h\u00fcbsche Formel,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Glatte Worte, bunte Bilder,<br \/>\nHalbes, heimliches Empfinden,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Agonieen, Episoden \u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Manche h\u00f6ren zu, nicht alle \u2026<br \/>\nManche tr\u00e4umen, manche lachen,<br \/>\nManche essen Eis \u2026 und manche<br \/>\nSprechen sehr galante Dinge \u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u2026 Nelken wiegen sich im Winde,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Hochgestielte, wei\u00dfe Nelken,<br \/>\nWie ein Schwarm von wei\u00dfen Faltern,<br \/>\nUnd ein Bologneserh\u00fcndchen<br \/>\nBellt verwundert einen Pfau an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es sind in diesem kleinen Buch sieben kleine Einakter, sieben kleine sentimentale Szenen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In allen sieben ein und derselbe junge Mensch und alle die Liebe, die er erleben kann, mit sieben Frauen sieben Nuancen: lachende Lebendigkeit der Liebe und das Zucken, wenn sie sterben will, das schmerzliche und r\u00e4tselhafte Vergl\u00fchen und Verbeben, und vieles zart und tief erlebte, was dazwischen liegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Mensch hei\u00dft Anatol; er redet eine nat\u00fcrlichere und lebendigere Sprache, als sie sonst in kleinen Proverbes \u00fcblich ist und seine Art, mit der Liebe, \u00bbGrau&#8217;n und Gr\u00e4\u00dflichkeiten\u00ab schmerzlich cokett und boshaft empfindsam zu spielen, hat einen leisen individuellen Ton.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er ist ein Dichter, d.h. ein Mensch, der arrangiertes Leben liebt, sich nach allem vergangenen und verlorenen, nach irgendeiner verwehten, naiven duftigen lachenden Leichtigkeit des Lebens sehnt; er ist darum nicht nur ein Dichter, sondern vielleicht geradezu der Wiener Dichter, weil die untereinander nichts zweites so gemein haben, als dieses r\u00e4tselhafte Heimweh nach s\u00fc\u00dfem, kindischem Gl\u00fcck. Dieses Gl\u00fcck hat die \u00bbweiche Anmut eines Fr\u00fchlingsabends\u00ab &#8230; es wohnt irgendwo drau\u00dfen, in der Vorstadt, wo es immer noch so viele G\u00e4rten gibt und wo in den warmen N\u00e4chten aus den kleinen d\u00e4mmrigen Zimmern die vielen verwirrenden Geigen t\u00f6nen. Es wohnt vielleicht auch nur in unserer Sehnsucht nach der Zeit, wo die Schubertlieder jung waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dieser Sehnsucht in der Seele lebt er das gemeine Leben von heute, ein sentimentaler Dandy im Stil des Henri Murger; und seine kleinen Geliebten sind manchmal, wie jene r\u00fchrende Mimi Pinson von 1840, Grisetten in Moll, die in dem trockenhei\u00dfen amerikanisierten Paris von heute ausgestorben sind. Auch der Stil seiner Gedanken hat etwas leicht franz\u00f6sierendes; aber ohne die bittere, grimassierende Traurigkeit der Modernen, die Gavarni und Forain hinter sich haben: alles Dreivierteltakt, wie ein getragener Walzer, in l\u00e4chelnder Wehmut: Claude Larcher in Lannersche Melodien aufgel\u00f6st. Denn diese Wiener Seele atmet zwischen den Zeilen: die sch\u00fcchtern-sensitive, vertr\u00e4umte des \u00bbarmen Spielmanns\u00ab und des Alt&#8217;schen Aquarells. Nicht die andere, brutale, gewaltig gepackte des \u00bbVierten Gebotes\u00ab, die manchmal auch aus Schlie\u00dfmannschen Typen deutlich redet. Noch auch die weltliche grazi\u00f6se des Myrbach und der Ebner-Eschenbach.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus diesen drei ungef\u00e4hr besteht die Wiener Volksseele.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Manches h\u00e4\u00dfliche \u00bbWienerthum\u00ab, das nicht aus dem Boden kommt, wird von schlechten Journalisten und widerw\u00e4rtigen \u00bbVolkss\u00e4ngern\u00ab verfertigt und der Menge angew\u00f6hnt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser sentimentale Dandy ist, wie gesagt, ein Dichter: seine tr\u00e4umende Seele ist wie der Brunnen im M\u00e4rchen: \u00bbAlle, die du liebst, tauchen darin unter und bringen dir dann einen sonderbaren Duft von Abenteuern und Seltsamkeit mit, an dem du dich berauschst\u00ab &#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Licht der Liebe freuen ihn minder die geraden hellen Strahlen, als was sich am Rande buntfarbig bricht; nicht die gro\u00dfen Erlebnisse, Lieben, M\u00fcdwerden, Vergessen, sondern was duftig um diese d\u00e4mmert und webt; was schattenhaft und unheimlich hinter ihnen steht, wie der Sinn hinter dem Symbol, wie der Alpdruck hinter dem Traumbild: Leben, Sterben, Totsein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seine bebend gespannten Nerven erleben in den Erlebnissen der Liebe die eigentlichen tiefen Erlebnisse des Lebens: Lebensdurst und Lebensl\u00fcgen und Lebensangst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beim zweiten Lesen liest sich dieses kleine Buch wie eine unheimliche Allegorie: zwischen den nerv\u00f6s plaudernden kleinen Figuren sieht aus dem Schatten das Medusenhafte des Lebens hervor: das Sinnlose, das R\u00e4tselhafte, das Einsame, das taube und tote Nichtverstehen zwischen denen, die lieben; das dumpfe Bewu\u00dftsein, wie von Verschuldung; die d\u00e4mmernde Ahnung vers\u00e4umter Unendlichkeiten, erstickter, vergeudeter Wunder; und die vielen Dinge, die wie Reif und Rost auf allzufeine Seelen fallen &#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Anatol.<\/strong> Sieben Einakter von Arthur Schnitzler. Berlin. Verlag des bibliograph. Bureaus. 1893.<\/p>\n<div id=\"attachment_18516\" style=\"width: 194px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/220px-Nicola_Perscheid_-_Hugo_von_Hofmannsthal_1910-184x300.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-18516\" class=\"size-full wp-image-18516\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/220px-Nicola_Perscheid_-_Hugo_von_Hofmannsthal_1910-184x300.jpg\" alt=\"\" width=\"184\" height=\"300\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-18516\" class=\"wp-caption-text\">Hugo von Hofmannsthal 1910 auf einer Fotografie von Nicola Perscheid<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Alter von achtundzwanzig Jahren verschafft sich Hofmannsthal mit dem <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2009\/05\/19\/13384\/\"><i>Brief des Lord Chandos<\/i><\/a> ein Ventil, seinem Zweifel an der Sprache Raum zu verschaffen. Der Sprache traut er jedenfalls nicht l\u00e4nger zu, den Zusammenhang von Ich und Welt herstellen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2192<\/strong>\u00a0Hugo von Hofmannsthal \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/02\/01\/ueber-gedichte\/\">Gedichte<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2192<\/strong>\u00a0Poesie z\u00e4hlt f\u00fcr KUNO weiterhin zu den identit\u00e4ts- und identifikationstiftenden Elementen einer Kultur, dies bezeugte auch der Versuch einer <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25630\">poetologischen Positionsbestimmung<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2192<\/strong> Lesen Sie auch KUNOs <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/12\/10\/zur-gattung-essay\/\">Hommage<\/a> an die Gattung des Essays.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Anatol ist ein Einakter-Zyklus von Arthur Schnitzler. Als Buchausgabe erschien er im Herbst 1892, vordatiert auf das Jahr 1893. Das einleitende Gedicht stammt von Loris, einem Pseudonym des jungen Hugo von Hofmannsthal, der mit Schnitzler befreundet war. 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