{"id":87527,"date":"1990-08-27T00:01:51","date_gmt":"1990-08-26T22:01:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=87527"},"modified":"2022-04-20T09:05:51","modified_gmt":"2022-04-20T07:05:51","slug":"eine-erinnerung-an-peter-henisch","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1990\/08\/27\/eine-erinnerung-an-peter-henisch\/","title":{"rendered":"Eine Erinnerung an Peter Henisch"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den fr\u00fchen Siebzigerjahren war ich einmal bei einer Podium-Veranstaltung in der Kleinen Galerie in der Neudeggergasse in Wien. Da hat ein junger Schriftsteller mit schwarzem Wuschelkopf Gitarre gespielt und dazu gesungen; auch gelesen hat er, Gedichte und anderes. Das war der Peter Henisch. Sp\u00e4ter, als ich diese Galerie leitete und Peter Henisch im Nebenhaus logierte, wo man im Sommer durch ein offenes Fenster manchmal Schreibmaschinengeklapper h\u00f6ren konnte, das vom Henisch kam, sahen wir uns manchmal zuf\u00e4llig, wenn ich eine Grafikerin besuchte, die ihr Atelier ebenerdig im Hoftrakt dieses Hauses hatte. Auch sonst sind wir einander manchmal begegnet, etwa wenn er in der Trafik bei mir um die Ecke etwas einkaufte. Bei Veranstaltungen habe ich ihn kaum gesehen. Peter Henisch lebt nicht nur sehr zur\u00fcckgezogen, er scheint auch ein in sich zur\u00fcckgezogener Mensch zu sein. Das Wort \u201eInnerlichkeit\u201c f\u00e4llt mir ein, wenn ich an ihn denke. Stets gr\u00fc\u00dft er freundlich und hat dabei ein L\u00e4cheln im Gesicht. Zur\u00fcckhaltung, Sanftmut, ja sogar G\u00fcte und einen feinen Humor strahlt er aus. Diesen Eindruck macht er jedenfalls auf mich. Am Strand von Cavallino habe ich damals sein Buch \u201eDie kleine Figur meines Vaters\u201c gelesen. Das Buch und die Art des Erz\u00e4hlens haben mir gut gefallen. Der kleine Vater vom Peter Henisch war Fotograf. Der Peter Henisch hat eine Unmenge von B\u00fcchern geschrieben. Deshalb seine Zur\u00fcckgezogenheit, denke ich mir manchmal; der arbeitet einfach sehr flei\u00dfig. Ich habe mir vorgenommen, bald sein neues Buch \u201eEine sehr kleine Frau\u201c (2007) zu lesen, das auf dem Nachttisch meiner Lebensgef\u00e4hrtin liegt, die ja viel mehr B\u00fccher liest als ich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Schriftstellerbegegnungen<\/strong> 1960-2010 von Peter Paul Wiplinger, Kitab-Verlag, Klagenfurt, 2010<\/p>\n<div id=\"attachment_19169\" style=\"width: 222px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Wiplinger-Peter-Paul-2013-Krems-Copyright-Margit-Hahn-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-19169\" class=\"size-medium wp-image-19169\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Wiplinger-Peter-Paul-2013-Krems-Copyright-Margit-Hahn-2-212x300.jpg\" alt=\"\" width=\"212\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Wiplinger-Peter-Paul-2013-Krems-Copyright-Margit-Hahn-2-212x300.jpg 212w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Wiplinger-Peter-Paul-2013-Krems-Copyright-Margit-Hahn-2-725x1024.jpg 725w\" sizes=\"auto, (max-width: 212px) 100vw, 212px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-19169\" class=\"wp-caption-text\">Wiplinger Peter Paul 2013, Photo: Margit Hahn<\/p><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<div style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192 <\/strong>KUNO sch\u00e4tzt dieses <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2009\/02\/28\/ein-geflecht-aus-perspektiven-und-eindruecken\/\">Geflecht aus Perspektiven und Eindr\u00fccken<\/a>. Weitere Ausk\u00fcnfte gibt der Autor im <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2009\/02\/24\/epilog-zu-schriftstellerbegegnungen-1960-2010\/\">Epilog<\/a> zu den <em>Schriftstellerbegegnungen<\/em>.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2192<\/strong> Die <em>Kulturnotizen<\/em> (KUNO) setzen die Reihe Kollegengespr\u00e4che in loser Folge ab 2011 fort. So z.B. mit dem vertiefenden <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=21407\">Kollegengespr\u00e4ch<\/a> von A.J. Weigoni mit Haimo Hieronymus \u00fcber Material, Medium und Faszination des Werkstoffs Papier. Druck und Papier, manche Traditionen gehen eben nicht verloren.<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; In den fr\u00fchen Siebzigerjahren war ich einmal bei einer Podium-Veranstaltung in der Kleinen Galerie in der Neudeggergasse in Wien. 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