{"id":8716,"date":"2012-12-10T00:01:55","date_gmt":"2012-12-09T23:01:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=8716"},"modified":"2022-03-21T15:06:15","modified_gmt":"2022-03-21T14:06:15","slug":"i-need-space","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/12\/10\/i-need-space\/","title":{"rendered":"Zirkelschlu\u00df"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Keine Atempause \/ Geschichte wird gemacht \/ es geht voran<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Peter Hein<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>I need space<\/em> lautete die ultimative Forderung der Graphikerin Lin Chung, als wir sie baten, die Edition Das Labor wiedererkennbar zu machen. Wir begreifen dies als Aufforderung sich permanent in einer Nische einrichten zu wollen, in der keine Publikumsmassen zu erwarten sind. Dies ist ein Wagnis, doch bei <em>Kulturnotizen<\/em> und der <em>Edition Das Labor<\/em> scheint es gegl\u00fcckt.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><strong>Embedded Blogging<\/strong><\/span><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Blatt hat sich gewendet. Die b\u00fcrgerliche Zeitung hat mit dem Verlust der Deutungshoheit \u00fcber die Welt auch ihre <em>Aura<\/em> verloren und sich im allgemeinen Medienmix aufgel\u00f6st. Es ist mittlerweile ein Berufsbild entstanden, in dem der Journalist kaum mehr ist als ein multimedialer Dienstleister, der den Input seiner Kunden moderiert. Die b\u00fcrgerliche Zeitung hat es nicht geschafft, den Online-Journalismus f\u00fcr sich zu erobern. In einer angepassten Presselandschaft fehlt es den Mediemachern vor allem an kritischer Distanz. \u00dcberregionale Tageszeitungen fallen dem Medienwandel zum Opfer. Der Tod der\u00a0b\u00fcrgerlichen Zeitung ist eine Frage der demografischen Entwicklung. Der neue Leser bindet sich nicht, die Zeitungskrise ist also mitnichten eine Leserkrise. Was uns auf KUNO umtreibt, ist die Gestaltung eines Forums f\u00fcr Kritik und Diskurs, das ein paar gute Eigenschaften hat, die kein anderes Medium bieten kann. Wir wollen den Anspruch\u00a0nicht aufgeben, Gegeninformationen zu liefern, und die analytische und intellektuelle Substanz bewahren.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #000080;\"><span style=\"color: #999999;\"><strong> Knotenpunkt f\u00fcr lebendigen Austausch<\/strong><\/span><br \/>\n<\/span><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Obwohl unter den Zeltschr\u00e4gen eines gemeinsamen Umschlags, bilden die Beitr\u00e4ger zu diesem Projekt keine homogene Gruppe. Es gibt keinen anderen gemeinsamen arspoeticagleichen Ansatzpunkt als den, Kultur anders einzuordnen, um schlie\u00dflich eine Art kritischer Mutation hervorzuzaubern. Eben durch die Unterschiedlichkeit der Arbeiten, durch die Unvereinbarkeit der gezielten Darlegungen und dank dieser Inkompatibilit\u00e4t wird in diesem Projekt die gegenw\u00e4rtige Lage der Kultur deutlich. Der Aufkl\u00e4rung das Wort redeten, mag d\u00e9mod\u00e9 sein, \u00dcberreste existieren nurmehr in Nischen, in der potenziell unendlichen, daf\u00fcr umso parzellierteren \u00d6ffentlichkeit des Netzes.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Pers\u00f6nlicher Zugang als Mehrwert<\/span><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist Kunst der Inbegriff des Fragmentarismus, der unsere Zeit ansteckt, dadurch charakterisiert und die multipolar belastete Verwirrung und Fassungslosigkeit der Methoden der existentiellen Werkzeuge l\u00e4ssig hinter sich l\u00e4\u00dft. An die Stelle der Bilderskepsis tritt die Freude an der dichten Beschreibung und pointierten Analyse. Auf KUNO wagt jeder auf seine Art und Weise eine Berufung der Methode einzulegen, indem man eine Berufung der Rhetorik heraufbeschw\u00f6rt. Die alten Fragen der Kultur \u2013 wie die nach dem Geschlechterverh\u00e4ltnis oder dem sch\u00e4bigen Rest des Unerkl\u00e4rlichen, das sich der menschlichen Erkenntnis entzieht \u2013 bleiben erhalten.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"> Bandbreite an Sichtweisen<\/span><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Verflechtungen von Poesie, Kunsttheorie, pers\u00f6nlicher Biographie und politischen Ereignissen, von Querverweisen zwischen Literatur und Kunst sowie Bezugslinien zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft machen diese Kompilation zu einer komplexen Lekt\u00fcre. Das simultane Angebot literarischer, akademisch-theoretischer und feuilletonistischer Schreibweisen er\u00f6ffnet eine Dimension, die f\u00fcr die Gesellschaft unverzichtbar ist. \u00dcber Verfremdungen werden Befindlichkeiten, W\u00fcnsche, Hoffnungen und Bef\u00fcrchtungen der Mitmenschen in Zeiten tiefgreifender Ver\u00e4nderungen ausgedr\u00fcckt.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #000080;\"><span style=\"color: #999999;\">Integration<\/span><br \/>\n<\/span><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">KUNO bietet in regelm\u00e4siger Abfolge eine multimediale Integration von Prim\u00e4rtexten, Artikeln, Essays, Hintergrundinformationen, Video und Audio. Wir haben uns vernetzt mit Literaturportalen wie <a href=\"http:\/\/www.fixpoetry.com\/\">fixpoetry<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.poetenladen-der-verlag.de\/wordpress\/\">Poetenladen<\/a> oder <a href=\"http:\/\/lyrikzeitung.com\/\">Lyrikzeitung<\/a>, und nicht zu vergessen: <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/metaphon.htm\">vordenker<\/a>. Auch im neuen Jahr will KUNO eine Kommentierung pflegen, die den ordnungspolitischen Konsens des meinungsbildenden Feuilletons bricht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir danken den Autoren und K\u00fcnstlern, die <em>Kulturnotizen<\/em> mehr als Content eingehaucht haben und den Lesern f\u00fcr das tagt\u00e4gliche Interesse\u00a0\u2013 in der Hoffnung, da\u00df der Stamm der <em>Abonnenten <\/em>weiter wachse.<\/p>\n<h5><\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_98176\" style=\"width: 143px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-98176\" class=\"wp-image-98176 size-full\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Logo.jpg\" alt=\"\" width=\"133\" height=\"133\" \/><p id=\"caption-attachment-98176\" class=\"wp-caption-text\">Logo von Peter Meilchen<\/p><\/div>\n<h5 style=\"text-align: justify;\">Weiterf\u00fchrend \u2192<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erinnerung wird zunehmend auf neue Technologien ausgelagert. Das Grundproblem der Erinnerungskultur, der Zeugenschaft, der Autorschaft, ist die Frage: Wer erz\u00e4hlt, wer verarbeitet, wem eine Geschichte geh\u00f6rt? \u2013\u00a0<span data-offset-key=\"nqia-2-0\">\u201eKultur schafft und ist Kommunikation, Kultur lebt von der Kommunikation der Interessierten.\u201c, schreibt Haimo Hieronymus in einem der <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/06\/05\/interim-kulturnotizen\/\">Gr\u00fcndungstexte<\/a> von KUNO. <\/span>Die ausf\u00fchrliche Chronik des Projekts <em>Das Labor<\/em> lesen sie <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/12\/10\/zukunft-braucht-herkunft\/\">hier<\/a>. Diese Ausgrabungsst\u00e4tte f\u00fcr die Zukunft ist seit 2009 ein Label, die <em>Edition Das Labor<\/em>. Diese Edition arbeitet ohne Kapital, zuweilen mit Kapit\u00e4lchen, meist mit einer gro\u00dfen k\u00fcnstlerischen Spekulationskraft. Eine \u00dcbersicht \u00fcber die in diesem <em>Labor<\/em> seither realisierten K\u00fcnstlerb\u00fccher, B\u00fccher und H\u00f6rb\u00fccher finden Sie <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/\">hier<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum Thema K\u00fcnstlerb\u00fccher finden Sie hier einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=12840\">Essay<\/a> sowie einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=834\">Artikel<\/a> von J.C. Albers. Vertiefend auch das <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=21407\">Kollegengespr\u00e4ch<\/a> mit Haimo Hieronymus \u00fcber Material, Medium und Faszination des Werkstoffs Papier.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die K\u00fcnstlerbucher sind erh\u00e4ltlich \u00fcber die Werkstattgalerie Der Bogen, Tel. 0173 7276421<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Keine Atempause \/ Geschichte wird gemacht \/ es geht voran Peter Hein I need space lautete die ultimative Forderung der Graphikerin Lin Chung, als wir sie baten, die Edition Das Labor wiedererkennbar zu machen. 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