{"id":8632,"date":"2012-11-30T00:01:29","date_gmt":"2012-11-29T23:01:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=8632"},"modified":"2022-04-06T13:44:49","modified_gmt":"2022-04-06T11:44:49","slug":"eine-neue-andere-noch-nie-gesehene-konstellation","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/11\/30\/eine-neue-andere-noch-nie-gesehene-konstellation\/","title":{"rendered":"\u201eEine neue, andere, noch nie gesehene Konstellation\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Anmerkung der Redaktion: <\/span>Das Gespr\u00e4ch f\u00fchrte Prof. Dr. Matei Chihaia, Prodekan des Fachbereichs A \u2013 Geistes- und Kulturwissenschaften \u2013 der Bergischen Universit\u00e4t Wuppertal.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Meine erste Frage bezieht sich direkt auf Ihre Kunst und es ist eine Frage, die Sie sicher schon h\u00e4ufig geh\u00f6rt haben. Was macht Licht f\u00fcr Sie zu einem besonderen Medium? Also: warum Licht?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist eine berechtigte Frage. Das Licht gilt f\u00fcr den Beginn des 20. Jahrhunderts, aber auch f\u00fcr das 21. Jahrhundert, als das Medium, das den Blick des Betrachters neu formiert. Mit einem neuen Material, mit der Elektrifizierung der St\u00e4dte, die in der Mitte des 19. Jahrhunderts beginnt, aber auch die\u00a0 Erfindung der Fotografie und des Films, mit dem Ende des 19. Jahrhunderts und dem kategorialen Durchbruch in den kinematographischen Raum und damit der Einzug in das, was wir heute als Lichtkunst wahrnehmen, die\u00a0 Experimente von L\u00e1szl\u00f2 Moholy-Nagy beispielsweise. Das alles ist das Ausgangsmaterial, der Ausgangspunkt meiner k\u00fcnstlerischen Arbeit, ein Fundament, auf das ich mich beziehe. Das paart sich aber auch schon sehr fr\u00fch mit dem Gedanken, in den \u00f6ffentlichen, urbanen Raum hineinzuwirken. In diesem Raum erscheint das Licht gerade in seiner Ambivalenz zwischen Beleuchtung und Blendung, zwischen Illumination und Fokussierung, einer aufkl\u00e4rerischen Geste \u2013 aber vielleicht auch in der Drohung der Folter. Und meine Kunst hat sich in diesem Zusammenhang schlie\u00dflich auf die Auseinandersetzung mit dem\u00a0 k\u00fcnstlichen, dem artifiziellen Licht konzentriert. Das Licht, das ich einsetze, bewegt sich selbst in sehr unterschiedlichen R\u00e4umen und wird immer wieder durch die R\u00e4ume neu kontextualisiert, bis hin zu der Frage, ob durch Licht nicht auch Umweltsch\u00e4den entstehen, also das Thema Emissionen, wurden bei <em>MetaLicht<\/em> viele Kontexte einbezogen. Es gab R\u00fcckfragen nach dem energetischen Fluss: Wie wird das k\u00fcnstliche Licht gespeist? Woher kommt eigentlich die Energie? Wir sind weit entfernt von der Euphorie des Verbrauchs im 20. Jahrhunderts, von den Missverst\u00e4ndnissen, wie wir sie von Albert Speer kennen, den Lichtdomen, die einer nationalsozialistischen, faschistischen Ideologie folgen. <em>MetaLicht <\/em>versucht hingegen, eine Schnittstelle zu bieten, Fragen aufzuwerfen, Probleme zu formulieren. Hier wird der universit\u00e4re Kontext nicht zuf\u00e4llig die Folie, auf dem das Licht Wirkung entfaltet. Es ist nicht ohne die Universit\u00e4t als Hintergrund denkbar.<\/p>\n<div id=\"attachment_8657\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Kuball_MetaLicht1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-8657\" class=\"wp-image-8657 size-medium\" title=\"Kuball_MetaLicht1\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Kuball_MetaLicht1-300x222.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"222\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Kuball_MetaLicht1-300x222.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Kuball_MetaLicht1.jpg 674w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8657\" class=\"wp-caption-text\">Bild: Archiv Mischa Kuball, D\u00fcsseldorf<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Eine andere Frage, die ich mir beim Betrachten\u00a0 von <em>MetaLicht<\/em> gestellt habe, ist, welche Rolle f\u00fcr diese Art von Kunst das Vorwissen spielt und welche Bedeutung \u00e4sthetische Erfahrung hat. Was erwarten Sie vom Betrachter des Kunstwerks?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>MetaLicht<\/em> geht aus von einer Fragestellung, die der Rektor Lambert Koch an mich gerichtet hat. Er fragte: \u201eKann ein k\u00fcnstlerischer Prozess\u00a0 das Verh\u00e4ltnis von Stadt und Universit\u00e4t in irgendeiner Weise begleiten?\u201c Das ist erst mal eine Aufgabe vor der man zur\u00fcckschrecken kann, da sie eine Dimension annimmt, die f\u00fcr die k\u00fcnstlerische Praxis eher un\u00fcblich ist. Ich habe jedoch schon eine gewisse Erfahrung darin: im Projekt <em>Megazeichen<\/em> , 1990, ging es darum, dass man an einem Hochhaus, wie dem Mannesmann-Hochhaus, das in exponierter Lage in D\u00fcsseldorf am Rhein steht, die 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bestehende Architektur von Paul Schneider-Esleben von 1956, einzubeziehen. Die Fensterb\u00e4nder boten an, das vorhandene B\u00fcrolicht durch eine einfache Dramaturgie aus einer Zufallssituation zu \u00fcberf\u00fchren in eine Setzung, in eine performative Inszenierung, die im Stadtraum pl\u00f6tzlich als Zeichen wahrnehmbar ist. \u201eMegazeichen\u201c meint ja in dem Fall nicht die Gr\u00f6\u00dfe der Zeichen \u2013 es meint das Konzentrat aus einer Vielzahl von Zeichen. Dass die Leute danach, nach den sechs Wochen, immer noch wieder Zeichen am Geb\u00e4ude gesehen haben, ist das Ergebnis eines Lernprozesses, der innerhalb kurzer Zeit im urbanen Raum stattgefunden hat, ohne dass ein K\u00fcnstler nach vorne getreten ist und ein Publikum angesprochen h\u00e4tte. Das haben Reaktionen, Leserbriefe an die Zeitung, aber auch Briefe an den Vorstand, gezeigt. Sie haben gezeigt, dass es m\u00f6glich ist.<\/p>\n<div id=\"attachment_8652\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/s_Kuball-6-b.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-8652\" class=\"wp-image-8652 size-full\" title=\"s_Kuball-6-b\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/s_Kuball-6-b.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"246\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8652\" class=\"wp-caption-text\">Bild: Archiv Mischa Kuball, D\u00fcsseldorf<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die andere Arbeit, die ich in diesem Zusammenhang erw\u00e4hnen m\u00f6chte, ist <em>refraction house<\/em>, 1994, in der Synagoge Stommeln bei K\u00f6ln, ein s\u00e4kularisierter Synagogenraum. Es ist so, dass wir ein starkes Licht in eine geschlossene Synagoge gestellt haben. Wir haben damit im Grunde den Prozess umgekehrt. Wir haben nicht das Licht benutzt, um auf den Ort zu verweisen; sondern der Ort verweist aus sich heraus auf andere Orte, auf die unmittelbare Nachbarschaft. Die sogenannten \u201eBesucher\u201c, die sich der Synagoge n\u00e4herten, wurden, anders als sonst, nicht durch die T\u00fcr hineingelassen. Dieses Verwehren des Einlasses war die Fortsetzung der Strategie der Exklusion, wie sie von den Nationalsozialisten gegen die Menschen j\u00fcdischen Glaubens ausge\u00fcbt wurde. Dieser Rekurs war \u00fcbrigens abgestimmt mit\u00a0 Ignatz Bubis, Vorsitzender des Zentralrates der Juden. Julius Posener, den ich in den 90er Jahren in Berlin besuchte. Er sagte: \u201eDas ist eine Arbeit,\u00a0 die musst du machen. Das kannst du nur \u00fcber eine Erfahrung erleben. Dieses Problem kannst du nicht abstrakt l\u00f6sen.\u201c Die Leute standen vor einer verschlossenen Synagoge und waren im glei\u00dfenden Licht. Das hei\u00dft, dieses Exponierte drehte sich um. Das Werk war eben nicht die B\u00fchne oder der Akteur. Es stellte sozusagen eine Frage nach der Rolle der T\u00e4terschaft, der Opfer, der Mitwisser. So entstand also eine v\u00f6llig ambivalente Situation. Wenn man es sich dann vergegenw\u00e4rtigt, dass die Scheinwerfer,\u00a0 die in dieser Synagoge diesen Kontext von <em>refraction house<\/em> erzeugt haben, heute den Parkplatz des kommunalen Sportplatzes erleuchten, dann merkt man, dass es nicht um die Lichtquelle und um die Wattanzahl oder die Lumen-Leistung geht. Es ist auch ein Missverst\u00e4ndnis, dass immer mehr Energie auch immer mehr Strahlkraft bedeutet. Der Kontext hat die Strahlkraft entwickelt, die Arbeit bestimmt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das entspricht meiner Erfahrung beim Betrachten von <em>MetaLicht<\/em>. Das oszillierte zwischen der Form eines Blitzschlags, weil das ja eben so ein unerwartetes Aufscheinen am Nachthimmel ist, und der Vorstellung der Flammenschrift, die man als Menetekel kennt. Aber inzwischen\u00a0 sind die elektrisch leuchtenden Buchstaben auch von Computerbildschirmen und \u00c4hnlichem vertraut. Also das waren die beiden Assoziationen, die ich hatte, und es brachte mich in eine solche Situation zwischen meinem Vorwissen, dieser kulturellen Vorstellung von Schrift, und andererseits einer \u00e4sthetischen Erfahrung, die man hier in Wuppertal bei dem entsprechenden Wetter h\u00e4ufig macht\u2026<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026der Blitzschlag, der ein Hochkonzentrat von Impuls ist. Der so stark ist, dass wir ihn heute immer noch nicht konservieren oder festhalten k\u00f6nnen in Form von Batterien oder Trafostationen. Wir versuchen das nat\u00fcrlich, weil uns die Energie interessiert. Gleichzeitig ist nat\u00fcrlich auch eine Assoziation zum ASCII-Code denkbar, der in der Computerprogrammierschrift funktioniert. Mir ist aber noch etwas sehr Grunds\u00e4tzliches aufgefallen. Wenn man bisher auf den Grifflenberg hochschaute aus der Mitte der Stadt, oder auf\u00a0 einen der anderen entlegenen Punkte, dann sah man hier und da ein Fensterband und es war nicht klar, ob es wirklich zur Universit\u00e4t geh\u00f6rt. Jetzt ist es unmissverst\u00e4ndlich klar. Das andere Licht, das ja von der Lichtfarbe wei\u00dfer ist und sich dem Tageslicht mit einer Temperratur von 5000\/6000 Calvin n\u00e4hert,\u00a0 zeigt, dass diese Geb\u00e4ude konzeptuell zusammengeh\u00f6ren. Also eine Trennung und eine Verwechslung sind nicht mehr m\u00f6glich. Jetzt ist es klar: das ist der Universit\u00e4ts-Campus. Es ist, wenn man so will, auch ein System der Binnennavigation entstanden und das ist nat\u00fcrlich auch interessant, weil wir uns ja an Punkten und Linien orientieren. Das sind nicht nur geometrische Grundformen, sondern sie sind auch in unser Codesystem eingef\u00fchrt\u00a0 und mit Bedeutung besetzt. Sie sind zugleich die k\u00fcrzeste Strecke zwischen zwei Punkten, sie verweisen weiter und\u00a0 bilden st\u00e4ndig neue Konfigurationen. Manchmal hat man das Gef\u00fchl, man h\u00e4tte einzelne Buchstabenfragmente gesehen. Immer wenn man hinschaut, sieht man eine neue, andere, noch nie gesehene Konstellation.<\/p>\n<div id=\"attachment_8653\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/800px-Uni_Wuppertal_Atamari-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-8653\" class=\"size-medium wp-image-8653\" title=\"800px-Uni_Wuppertal_(Atamari)-2\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/800px-Uni_Wuppertal_Atamari-2-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/800px-Uni_Wuppertal_Atamari-2-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/800px-Uni_Wuppertal_Atamari-2.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8653\" class=\"wp-caption-text\">Die Bergische Universit\u00e4t vom N\u00fctzenberg aus gesehen, Campus Grifflenberg<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Bergische Universit\u00e4t Wuppertal ist ja architektonisch schon an sich interessant. Es ist ein Bau, der entstanden ist, wie viele andere Reformuniversit\u00e4ten aus den 1970er Jahren: als ein programmatisch fassadenloser Bau mit einer sehr intrikaten, sehr komplizierten, labyrinthischen Architektur.\u00a0 Wenn man sich den Grundriss ansieht, ist es schon sehr schwer, ihn zu memorisieren. Mir scheint, dass durch dieses Lichtkunstwerk <em>MetaLicht<\/em> die Reformuniversit\u00e4t der 70er-Jahre in die Gegenwart geholt wird. In eine Gegenwart,\u00a0 in der die Universit\u00e4t eben doch wieder ein Gesicht als erh\u00e4lt, eine Fassade, mit der sie ins Tal schaut \u2013 aber eben eine bewegliche, vielgestaltige Fassade. Zeichen einer neuen, aktuellen Reform der Universit\u00e4t?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ihre Beobachtung ber\u00fchrt einen konzeptuellen Kern der Installation, denn wir haben uns ja nur da bewegt, wo sich die\u00a0 \u201eGelenke\u201c der Universit\u00e4t befinden. Wenn man das anthropologisch vermessen w\u00fcrde, haben wir uns im Knie- und Ellbogen- und Schultergelenkbereich bewegt. Diese sogenannten Reform- und Campusuniversit\u00e4ten, wie die Bergische Universit\u00e4t Wuppertal oder auch Gie\u00dfen, Bochum, und D\u00fcsseldorf sind Areale, die einen universit\u00e4ren Organismus zu schaffen versuchen. Der entwickelt meistens eine so starke Binnenhaut, dass er zur Au\u00dfenhaut der Stadt selber weniger Durchl\u00e4ssigkeit zeigt. Das scheint auch ein Problem zu sein. Tats\u00e4chlich sind durch die orthogonalen Verankerungspunkte, durch die sechs Gelenke, nicht nur die sechs Vertikalen des universit\u00e4ren Erscheinungsbildes in der Architektur des urbanen Kontexts markiert; daraus werden tats\u00e4chlich auch die Punkte, an denen sich auch das Lichtkunstwerk <em>MetaLicht<\/em> mehr als nur in einer flachen Panoramasituation zeigt. Es wirkt skulptural und das ist tats\u00e4chlich ein Wahrnehmungsaspekt, auf den Sie angesprochen haben. Pl\u00f6tzlich sieht man neu. Interessant ist daran, dass man einen Teil davon sp\u00fcrt, auch wenn man ihn nicht direkt sehen kann. Man nimmt auratisch wahr, auf der R\u00fcckseite findet auch etwas statt. Das gibt der Universit\u00e4t tats\u00e4chlich die Dimension zur\u00fcck, die sie immer hatte,\u00a0 die sie aber nicht in der Erz\u00e4hlung der Stadt formulieren konnte. Das ist f\u00fcr mich, um an Ihrer Beobachtung oder \u00dcberlegung anzuschlie\u00dfen, dann wirklich eine Reform. Insofern ist diese dritte und vierte Dimension gekoppelt mit der inhaltlichen Ausrichtung der Universit\u00e4t. Ich f\u00e4nde es gut, wenn dieses Versprechen auf Dauer belastbar und einl\u00f6sbar w\u00e4re.<\/p>\n<div id=\"attachment_8654\" style=\"width: 212px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/new-pott-cover2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-8654\" class=\"wp-image-8654 size-medium\" title=\"new pott cover2\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/new-pott-cover2-202x300.jpg\" alt=\"\" width=\"202\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/new-pott-cover2-202x300.jpg 202w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/new-pott-cover2.jpg 504w\" sizes=\"auto, (max-width: 202px) 100vw, 202px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8654\" class=\"wp-caption-text\">Bild: Archiv Mischa Kuball, D\u00fcsseldorf<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Es handelt sich insgesamt um ein \u00f6kologisches Projekt, gespeist mit \u00f6kologischem, mit verantwortungsvoll gewonnenem Strom. Wie ordnen Sie es selbst in die \u00d6kologie des Bergischen Landes ein? Ich habe gesehen, dass Sie in Ihren anderen Werken viel auf die Region und auf seine \u00d6kosysteme eingegangen sind, zum Beispiel bei dem <em>New Pott<\/em>-Projekt. <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also zweierlei. Auf der einen Seite ist <em>MetaLicht<\/em> in die Topografie, das hei\u00dft die Landschaftsentwicklung, eingebettet. Eine Stadt, die sich 30 Kilometer im Tal an der Wupper entlangzieht, hat u.a. als eine herausragende Ingenieurleistung die Schwebebahn hervorgebracht. Das ist ja kein Zufall. Vor mehr als 100 Jahren hat man einen Weg gefunden, Technik in die Natur zu integrieren, dem Flusslauf folgend. Auf der anderen Seite ist es so, dass wir nat\u00fcrlich auch die Windregion ber\u00fccksichtigen. Dadurch, dass es dort eben eine gewisse Modulation in der Landschaftstopografie gibt, entsteht eine bestimmte Art von Windstrukturen. Diese kann man durch Geb\u00e4ude konzentrieren. So gibt es zum Beispiel am Sparkassen-Geb\u00e4ude starke Aufwind-Entwicklungen, obwohl es im Tal liegt. Am Berg selbst sorgt das Universit\u00e4tsgeb\u00e4ude f\u00fcr diese Aufwinde. Wir haben mit einer neuen Windtechnologie den Punkt ausgemacht, an dem der st\u00e4rkste Aufwind messbar ist. Interessanterweise befindet sich dieser Punkt direkt neben dem Rektoratsgeb\u00e4ude. An dieser Stelle haben wir drei Windkraftr\u00e4der aufgebaut, die zur Installation geh\u00f6ren. Sie produzieren mehr Strom als wir brauchen, da der reale Verbrauch von fast 800 Meter neuer LED-Technologie f\u00fcr dieses <em>MetaLicht<\/em> Kunstwerk das \u00c4quivalent zum Verbrauch eines W\u00e4schetrockners und einer Waschmaschine in einem privaten Haushalt ist. Wenn wir im Maximum, in der Spitze sind, produzieren wir die dreifache Menge. Bei einem durchschnittlichen Wind, so wie wir ihn an dieser Stelle annehmen d\u00fcrfen, liegen wir bei einer doppelten bis zweieinhalbfachen \u00dcberdeckung des realen Verbrauchs f\u00fcr das Lichtkunstwerk, denn zum Abend hin, ab 22 Uhr, wenn das st\u00e4dtische Licht tendenziell eher abnimmt und der Fond, mit dem dieses Lichtkunstwerk am Grifflenberg interagiert, dunkel ist, kommen wir mit nur 50 Prozent der Lichtleistung aus, ohne dass das Auge eine Differenz bemerken k\u00f6nnte. Wir k\u00f6nnen Licht nat\u00fcrlich nur in einer Hell-Dunkel-Kontrastierung wahrnehmen und die Akkommodation des menschlichen Auges und auch des neuronalen Systems wurde beim Projekt von vornherein mit ber\u00fccksichtigt. Wir sind auch da empirisch und ziemlich akribisch vorgegangen. Wir sind also in mehrfacher Hinsicht \u00f6kologisch orientiert. Wir versuchen, die Leistung zu minimieren, und die, die wir wirklich brauchen, erzeugen wir durch regenerative oder fast regenerative Strukturen, wie beispielsweise Windkraft. \u00a0Das, was wir an realem Stromverbrauch haben, wird in gen\u00fcgender und \u00fcberdeckender Menge innerhalb des Projekts erzeugt. \u00dcbrigens gilt das Gleiche wie f\u00fcr den Energiehaushalt auch f\u00fcr die Finanzierung des Projekts. Alles dies wird ohne universit\u00e4re Gelder, nur durch Sponsoren finanziert.<\/p>\n<div id=\"attachment_8655\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Mischa_Kuball_Platons_Mirror_6.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-8655\" class=\"wp-image-8655 size-medium\" title=\"Mischa Kuball\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Mischa_Kuball_Platons_Mirror_6-300x196.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"196\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Mischa_Kuball_Platons_Mirror_6-300x196.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Mischa_Kuball_Platons_Mirror_6-1024x670.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8655\" class=\"wp-caption-text\">Bild: Archiv Mischa Kuball, D\u00fcsseldorf<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das Ganze hat auch einen wissenschaftlichen Aspekt. Es steckt Forschung dahinter, m\u00f6glicherweise entwickelt die Installation auch Forschungspotenzial f\u00fcr die Zukunft. Ich muss gestehen, dass ich \u00fcberrascht war, dass ein K\u00fcnstler heutzutage nicht nur als Hochschullehrer an der Kunsthochschule unterrichtet, sondern auch in vielen interdisziplin\u00e4ren Projekten wie zum Beispiel <em>Platon\u2019s Mirror<\/em> oder aber auch <em>In Progress<\/em> mit Wissenschaftlern anderer Disziplinen arbeitet.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist ein ganz nat\u00fcrliches Verh\u00e4ltnis, das hat sich \u00fcber die letzten 25 Jahre entwickelt hat. Die Felder, die mich interessieren haben nat\u00fcrlich mit Rezeption und Perzeption zu tun. Das schlie\u00dft Bildwissenschaften und Kunstwissenschaften ein, aber auch Neurowissenschaften. Ich habe im Bereich des Broca-Areals in der linken Hemisph\u00e4re am eigenen Hirn geforscht. Nat\u00fcrlich mit medizinischer und wissenschaftlicher Unterst\u00fctzung in Krefeld, in Bochum und auch D\u00fcsseldorf und der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum an den jeweiligen Fakult\u00e4ten. Ich habe den sogenannten Computertomographen mit rotierenden R\u00f6ntgenstrahlen als neues Medium Licht f\u00fcr mich entdeckt \u2013 aber im f\u00fcr das menschliche Auge nicht sichtbaren Bereich \u2013, habe das Innenleben der fotographischen Apparate zum Gegenstand gemacht. Das ist Teil des <em>Platon\u2019s Mirror<\/em>&#8211; Projektes, eines wahrhaft <em>internationalen<\/em> Projekts. Eine amerikanische Perspektive, ein Blick aus Australien, der s\u00fcdlichen Hemisph\u00e4re, ein Blick aus Japan und nat\u00fcrlich auch aus unserem Kulturraum auf das H\u00f6hlengleichnis. Beteiligt waren Hans Belting und Bazon Brock, um eine Wuppertaler Gr\u00f6\u00dfe zu nennen, Peter Sloterdijk, Duncan White aus London,\u00a0 John Welchman aus Los Angeles und\u00a0 Yokiko Shikata aus Japan. Man merkt, wir reden alle \u00fcber dem gleichen Text von Platon, von der wunderbaren Schleiermacher-\u00dcbersetzung ausgehend. Dabei kommen wir alle zu unterschiedlichen \u00dcberlegungen, und diese Facettierung ist im Grunde auch ein Prozess, der dem fotographischen Bildentstehungsprozess \u00e4hnlich ist. Da sind Ideen, die als Strahleng\u00e4nge verschiedene Linsenparameter durchdringen und je nach Fokussierung in einer langen Linse, also 220 Millimeter, ein kleines Bild, oder, in 50\u00a0 Millimetern, ein gr\u00f6\u00dferes Bild erzeugen. Es ist nat\u00fcrlich schwer, mit jemanden aus den Neurowissenschaften einen gemeinsamen Sprachraum zu finden, in dem wir uns austauschen k\u00f6nnen. Aber sie scheint \u00fcberwindbar, diese alte Anklage an die Wissenschaft, dass sie keine versprachlichte Form findet, um ihre Zusammenh\u00e4nge einem breiteren Publikum verf\u00fcgbar zu machen. Ich glaube, dass diese \u00dcberlegung f\u00fcr die Projekte, an denen ich arbeite, zentral ist, \u00fcbrigens auch f\u00fcr meine Lehre an der K\u00f6lner Kunsthochschule f\u00fcr Medien. Das ist ja schon bei den Studierenden so: Sie kommen aus den Bereichen der Fotografie, Tanz, Performance, Kunstwissenschaften oder anderen Bereichen und n\u00e4hern sich sozusagen auf dieser Plattform einander.<\/p>\n<div id=\"attachment_8658\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Mischa-Kuball-Seven-Virtues-instalacja-19992012-300x1991.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-8658\" class=\"wp-image-8658 size-full\" title=\"Mischa-Kuball-Seven-Virtues-instalacja-19992012-300x199\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Mischa-Kuball-Seven-Virtues-instalacja-19992012-300x1991.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"199\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8658\" class=\"wp-caption-text\">Bild: Archiv Mischa Kuball, D\u00fcsseldorf<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mir geht es wirklich darum, ein Plateau zu schaffen, und <em>MetaLicht <\/em>ist f\u00fcr mich auch so etwas: Eine B\u00fchne, die die Universit\u00e4t sich jetzt schafft, f\u00fcr sich und die Stadt Wuppertal. Es gibt ein Spannungsverh\u00e4ltnis zwischen beiden, aber dieses Spannungsverh\u00e4ltnis erzeugt auch Energie. Ich als K\u00fcnstler sehe es als ein energetisches Feld, in das man etwas hineinsetzen kann. Deswegen sind Metaphern wie Blitz oder Impuls durchaus erw\u00fcnscht. Auch <em>MetaLicht<\/em>, der Titel, meint ja auch nicht, dass wir hier \u00fcber den Dingen zu stehen, sondern \u201ebeyond the facts\u201c, \u201ebeyond the material aspects\u201c schauen wollen. Es macht, wie ich glaube, auch das Geheimnis dieser Arbeit aus, dass ich als Autor wenig Deutung mit auf den Weg geben muss, weil die sich in dem Projekt selber formt. Es enth\u00e4lt ja auch die Idee des Kollaborativen und des Partizipatorischen. Das wird auch letztlich das Geheimnis von <em>MetaLicht<\/em> sein. Schafft<em> MetaLicht <\/em>es, die formalen oder konstitutiven Bedingungen der Universit\u00e4t in das st\u00e4dtische Bild hineinzuarbeiten? Lambert Koch und ich haben sind w\u00e4hrend einer Lichtprobe einfach mal verschiedene Punkte angefahren. \u00dcberraschend war, dass der Naheindruck an der Universit\u00e4t selbst ein ganz anderer ist, als der Panoramablick und die Erz\u00e4hlung, die sich dann im st\u00e4dtischen Raum abzeichnet. Um genau diesen Erfahrungshorizont geht es, wenn das Projekt der \u00d6ffentlichkeit \u00fcbergeben wird. Nicht nur im Sinne eines Stapellaufs, sondern eben auch in diesem multiplen, multiperspektivischen Funktionszusammenhang.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Studieren mit Perspektive. Das ist so etwas wie ein Motto der Bergischen Universit\u00e4t Wuppertal. Steht es auch hinter dieser perspektivischen, auf Perspektive angelegten Installation?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was mich nachhaltig ber\u00fchrt hat, ist, dass f\u00fcr viele der zahlreichen Studierenden die Wuppertaler Universit\u00e4t eine Pendleruniversit\u00e4t ist. Das hei\u00dft, die Wechselwirkung von Stadt und Universit\u00e4t ist keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Sie ist sowohl konstitutiv f\u00fcr die Universit\u00e4t, weil st\u00e4dtisches, urbanes Leben in die Universit\u00e4t hineinwirkt, in Themen, in Impulse, die gesetzt werden, aber eben auch vice versa. Vielleicht ist es gelungen, einige dieser Aspekte miteinzuweben, die in den Vorbereitungen und in den Vorgespr\u00e4chen deutlich wurden.<\/p>\n<div id=\"attachment_8662\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/metalicht.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-8662\" class=\"wp-image-8662 size-medium\" title=\"metalicht\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/metalicht-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/metalicht-300x212.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/metalicht.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8662\" class=\"wp-caption-text\">Bild: Archiv Mischa Kuball, D\u00fcsseldorf<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Wenn Sie die Gelegenheit h\u00e4tten, den Studierenden der Bergischen Universit\u00e4t Wuppertal etwas mit auf den Weg zu geben, nicht nur mit auf den Weg hin zu <em>MetaLicht<\/em>, sondern auch mit auf den Weg durch das Studium, was w\u00e4re das?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine sehr aktuelle Frage, da ich gerade heute selbst versucht habe, meinen Studierenden so etwas wie einen ersten Zwirn f\u00fcr einen Leitfaden zu geben. Ein Zwirn, der aber kein roter Faden sein will und schon gar kein Leidgedanke, sondern eine Anregung zur Reflexion. Ich glaube, dass ein Missverst\u00e4ndnis darin besteht, ein Studium wie einen Setzkasten zu begreifen. Einen Setzkasten, an dem man sich bedient, weil man ein Ziel hat, an dem man arbeitet und das vielleicht in \u00d6konomie oder gesellschaftlicher Anerkennung oder \u00c4hnliches m\u00fcndet. Ich will damit sagen, es sollte nicht einem monokausalen Pragmatismus folgen. Ich glaube, das w\u00e4re auch ein Appell an die Lehrenden, den ich Ihnen selbst gleich mit auf den Weg gebe. Ich w\u00fcnsche mir lehrende Studierende und studierende Lehrende, die sich in Wechselwirkung aufeinander zu bewegen, nat\u00fcrlich nicht ihre eigene Biographie und ihren eigenen Schwerpunkt verleugnend, und einfach ein St\u00fcck weit helfen, die Gesellschaft weiterzuentwickeln. Also eher weniger repetitives Wissen, abfragendes Wissen f\u00f6rdern, sondern vielleicht Fragestellungen, zu denen es noch gar keine Antwort gibt. Solchen Fragen sollte Raum gelassen werden. Das widerstrebt allerdings, wie man sagen muss, dem Fundament unseres aktuellen Bildungssystems, das ja durch eine gymnasiale Verk\u00fcrzung von neun auf acht Jahre auch eher ein Hineinschieben von Lernstoffen \u00a0favorisiert als das Schaffen eines Raums f\u00fcr eigene Ideen. Ich erlebe bei vielen jungen Studierenden ein starkes Phlegma; nicht das Phlegma, was man an Menschen wahrnimmt, die aus sattem Bewusstsein heraus in die Welt schauen und meinen, sie m\u00fcssen sich nicht bewegen, sondern eine Angst vor Orientierungslosigkeit. Also w\u00fcrde ich mir ein Grundmodell w\u00fcnschen, so dass in der Lehre Platz ist f\u00fcr Experimente, und dass die Lehrenden das anbieten und die Studierenden es einfordern. Ich glaube, dass die Bergische Universit\u00e4t Wuppertal, so wie ich ihre Ver\u00e4nderung der letzten Jahre ganz besonders wahrnehme, an vielen Stellen genau die Formate unterst\u00fctzt und geschaffen hat \u2013 und in vielf\u00e4ltiger Weise auch in Allianz mit au\u00dferuniversit\u00e4ren Strukturen. Ich glaube, das w\u00e4re ein ganz guter Wegweiser. Ein pauschaler Rat ist nat\u00fcrlich auch schwierig, weil jede Studierende und jeder Studierende eine ganz pers\u00f6nliche Fragestellung mitbringt. Ich finde es wichtig, dass man einen beschlagenen Spiegel zur Reflexion bereith\u00e4lt. Das deutlich und einfach erkennbare Abbild hilft selten weiter. Die Irritation hilft, die F\u00e4higkeit der Erkenntnis zu trainieren. Keine Angst vor dem Nebel, der die Universit\u00e4t manchmal auch thermisch umringt\u2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #888888;\">***<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_101176\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-101176\" class=\"size-full wp-image-101176\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/MischaKuball-scaled-e1646039304379.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" \/><p id=\"caption-attachment-101176\" class=\"wp-caption-text\">Mischa Kuball. Photo: Daniel Biskup, Wittenberg<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zuvor betrachtete Stefan Oehm f\u00fcr KUNO Kuballs <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=50277\">Lichtinstallation<\/a> <strong><em>res\u00b7o\u00b7nant<\/em><\/strong>. Lesen Sie im Rahmen der <i>public preposition\u00a0<\/i>ein\u00a0Gespr\u00e4ch zwischen Vanessa Joan M\u00fcller und Mischa Kuball \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=33030\">\u00f6ffentliche Beziehungen<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2192 <\/strong>F\u00fcr das Projekt <em>Kollegengespr\u00e4che<\/em> hat A.J. Weigoni einen Austausch zwischen Schriftstellern angeregt. Auf KUNO ist diese Reihe wieder aufgelebt. Mit dem K\u00fcnstler Mischa Kuball teilt der Romancier den <em><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/10\/02\/dauerlaufen-und-durchhalten-ein-diskurs\/\">Dauerlauf<\/a><\/em>.<\/p>\n<p align=\"right\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anmerkung der Redaktion: Das Gespr\u00e4ch f\u00fchrte Prof. Dr. Matei Chihaia, Prodekan des Fachbereichs A \u2013 Geistes- und Kulturwissenschaften \u2013 der Bergischen Universit\u00e4t Wuppertal. &nbsp; Meine erste Frage bezieht sich direkt auf Ihre Kunst und es ist eine Frage, die Sie&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/11\/30\/eine-neue-andere-noch-nie-gesehene-konstellation\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":32,"featured_media":101176,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[49,935],"class_list":["post-8632","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-mischa-kuball","tag-prof-dr-matei-chihaia"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8632","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/32"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8632"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8632\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":102626,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8632\/revisions\/102626"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/101176"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8632"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8632"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8632"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}