{"id":86244,"date":"1989-01-05T00:01:18","date_gmt":"1989-01-04T23:01:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=86244"},"modified":"2024-01-22T17:17:19","modified_gmt":"2024-01-22T16:17:19","slug":"lyrik-als-seismograph-an-der-epochenschwelle","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1989\/01\/05\/lyrik-als-seismograph-an-der-epochenschwelle\/","title":{"rendered":"Lyrik als Seismograph an der Epochenschwelle"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Die Lyra galt im antiken Griechenland als Erfindung des Hermes, der sie seinem G\u00f6tterbruder Apollon als Entsch\u00e4digung f\u00fcr seinen Rinderdiebstahl \u00fcbergab. Im Hellenismus war sie ein Symbol der Dichter und Denker, woraus sich sp\u00e4ter der Begriff <em>Lyrik<\/em> entwickelte.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Reden wir nicht drumherum, die <em>Kulturnotizen<\/em> (KUNO) halten das Gedicht f\u00fcr die K\u00f6ningsdisziplin der Literatur. Poesie z\u00e4hlt f\u00fcr die Redaktion zu den wichtigsten identit\u00e4ts- und identifikationstiftenden Elementen einer Kultur, dies findet sich nach reichlicher \u00dcberlegung auch im Versuch einer <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25630\">poetologischen Positionsbestimmung<\/a>. Wie Friedrich Nietzsche die Griechen in der \u201eFr\u00f6hlichen Wissenschaft\u201c, versteht KUNO eine auf Form bedachte Lyrik \u201eoberfl\u00e4chlich \u2013 aus Tiefe\u201c. Die K\u00fcrze von Aphorismus und Lyrik er\u00f6ffnet einen ganz besonderen Erkenntniswert. Ein Gedicht darf heiteren Unernst verbreiten, es darf aber auch unmittelbar anr\u00fchren. Es muss nicht verkompliziert wirken, soll aber vielschichtig bleiben. Lyrik changiert in der Stimmungs- und Tonlage zwischen ernster Betrachtung, leichtf\u00fc\u00dfigem Witz, absurdem Spiel und gesellschaftspolitischer Kritik. KUNO wird in der Auseinandersetzung mit der Gattung Lyrik etwas von den Entstehungsumst\u00e4nden von Gedichten preisgeben, zeitliche und \u00fcberzeitliche Bez\u00fcge herzustellen, die ein Gedicht den Subtext seiner Entstehung zusetzen oder ihn sichtbar machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><span style=\"color: #999999;\">Anbeter der Formen, der T\u00f6ne, der Worte? Eben darum \u2013 K\u00fcnstler?<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Friedrich Nietzsche<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #999999;\">Nach diesen einf\u00fchrenden \u00dcberlegungen, ein R\u00fcckblick:<\/span> Heinrich von Veldeke gilt als erster deutschsprachiger Dichter, es wird von sowohl der niederl\u00e4ndischen wie der deutschsprachigen Literatur als der erste gro\u00dfe Schriftsteller der jeweiligen Literatur gelobt. Gedichte von Walther von der Vogelweide finden wir im 12. Jahrhundert, er dichtete in mittelhochdeutscher Sprache. Ferner sind Heinrich von Morungen und Frauenlob im 13. Jahrhundert und Oswald von Wolkenstein im sp\u00e4tmittelalterlichen 15. Jahrhundert zu nennen. Klassische Gedichte sind in Strophen eingeteilt, welche aus Versen bestehen. Lyrische Texte bedienen sich bestimmter sprachlicher Mittel, dazu z\u00e4hlen die Reime, der Rhythmus, sprachliche Mittel wie Metaphern und auch die besondere Wortwahl und ein spezieller Satzbau sowie Zeilenumbruch. Mit dem Begriff \u201eGedicht\u201c wurde urspr\u00fcnglich alles schriftlich Abgefasste bezeichnet; in dem Wort \u201eDichtung\u201c hat sich noch etwas von dieser Bedeutung erhalten. Seit etwa dem 17. Jahrhundert wird der Begriff im heutigen Sinn nur noch f\u00fcr poetische Texte verwendet, die zur Gattung der Lyrik geh\u00f6ren. Erstmals wurde der etymologisch verwandte Begriff \u201egeticht(e)\u201c von Martin Opitz in dessen 1624 ver\u00f6ffentlichten <em>Buch von der Deutschen Poeterey<\/em> als Zeilen, die durch eine Versdichtung gekennzeichnet sind, verwendet. Dieses Leitwerk enthielt Vorschriften f\u00fcr regelgeleitetes Dichten f\u00fcr fast alle Gattungen. \u201eDamit aber die syllben vnd worte in die reime recht gebracht werden \/ sind nachfolgende lehren in acht zue nehmen.\u201c (Kapitel 7). Die Vorliebe von KUNO ist lekt\u00fcregetr\u00e4nkt. Die Redaktion von KUNO wird sich lustvoll am Vorliegenden bedienen, das Online-Archiv verstehen wir als Durchlauferhitzer, in dem wir \u00fcberliefertes Wortmaterial aufbereiten. Das bedeutet f\u00fcr KUNO nicht zwangsl\u00e4ufig Nachahmen, sondern im Gegenteil: Auflehnung!<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Er \u00fcbertrug das System der franz\u00f6sischen Gattungspoetik mit apodiktischem Lakonismus ins Deutsche und bestimmte durch seine Andeutungen die Schubladeneinteilung der \u00c4sthetiken noch bis ins 19. Jahrhundert.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span class=\"Person\" style=\"color: #999999;\"> Rolf Schr\u00f6der<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gestatten wir uns einen kurzen Blick darauf, welche Rolle KUNO in der Gutenberggalaxis spielen soll: Dieses Onlinemagazin versteht sich als eine Agora f\u00fcr nonkonformistische K\u00fcnstler, sie erz\u00e4hlen Gegengeschichten zu den offiziellen Darstellungen der Realit\u00e4t. Obwohl die nonkonformistische Literatur ehrlich und transparent zugleich sein wollte, war gegen Ende der 1960er nur schwer zu fassen, die Redaktion entdeckt die Keimzelle des Nonkonformismus in der die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1999\/12\/10\/die-keimzelle-des-nonkonformismus\/\">Romantiker-WG in Jena<\/a>. Wir machen einen zeitlichen Sprung mit dem Versuch einer Rekonstruktion des flatterhaften Jahrzehnts zwischen 1967 und 1977. Auf den Spuren des legend\u00e4ren <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2000\/04\/04\/vauo\/\">V.O. Stomps<\/a> hatten die Autoren keine festen Strukturen, sie agierten dezentral und f\u00fcr ein zahlenm\u00e4\u00dfig sehr kleines, und meist gleichgesinntes Publikum. Was die Protagonisten miteinander verband, war ihre nonkonformistische Haltung gegen\u00fcber dem vorherrschenden Literatur-Betrieb. Die Redaktion sieht sich in der Tradition von Josef \u201e<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/09\/24\/bye-bye-biby\/\">Biby<\/a>\u201c Wintjes, er war Lieferant f\u00fcr die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/10\/07\/zentralorgane-des-undergrounds\/\">Zentralorgane des Undergrounds<\/a>. Vertrieb der <em>Neckermann der Subkultur<\/em> die Literaturzeitschriften noch analog, fragen wir uns, wie sich Lyrik im Onlinezeitalter ver\u00e4ndern wird. Mit der Gr\u00fcndung des Projekts <em>Das Labor<\/em> geht es um die Frage der poetischen Produktion. Sprache mag dehnbar sein, grenzenlos ist sie nicht. Daher untersucht die Redaktion die Lebendigkeit des Sprachmaterials. KUNO spie\u00dft W\u00f6rter auf, neue ebenso wie alte aus der Erinnerung, wie einen seltenen Schmetterling und betrachtet diese <em>Falter<\/em> distanziert von allen Seiten. Es entstehen neue Textformen, mit denen die Gesellschaft sich von sich selbst erz\u00e4hlt: Soziale Poetik, Sound-Poetik und Social Reading.<\/p>\n<p class=\"rez\" style=\"text-align: right;\"><em><span style=\"color: #999999;\">Dichtung ist Einsamkeit ohne Abstand inmitten der Gesch\u00e4ftigkeit aller.<\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"rez\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Ren\u00e9 Char<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gedichte sind Kunstwerke aus Sprache. KUNO wird Sprach-, Denk- und Lesebeobachtungen betreiben. Wir setzen bei jedem Verstehen das Nichtverstehen voraus. Die Redaktion ist auf der Suche nach Gedichten, die Intellektualit\u00e4t mit spr\u00fchendem poetischem Witz verschmelzen und aus diesem Gemisch wunderbar funkelnde Lyrik entstehen zu lassen. KUNO wehrt sich gegen die Zuschreibungen und die Sortier- und Stempelmaschine des Kulturbetriebsetriebs. Die Redaktion versteht dieses Textgeflecht, als eine Inline-Anthologie, die sich in der Verindung der Hyperlinks rhizomatisch verbreitet, jedes Gedicht wird zu einem Mosaikstein, ein Nachdenken \u00fcber Sprache und Sprechen, die Sch\u00f6nheit von Sprache und Sprechen, spielt eine bedeutende Rolle. KUNO interessiert sich f\u00fcr frappierende, witzig t\u00e4nzelnde Neologismen, himmelsst\u00fcrmende originelle Wortspiele sowie pseudokatachrestisch-ironisierende Metaphern, und vielf\u00e4ltigste Intertextualit\u00e4ten. KUNO wird diese Gattung in den kommendem Jahren umkreisen, in neue Kontexte setzen, um zu verstehen, aber auch zu verstehen, was verstehen an der Epochenschwelle zum 21. Jahrhundert bedeuten kann. Wie wollen genau hinschauen auf die Schichten der Geschichte und aufmerksam machen auf die Nahtstellen zwischen den gro\u00dfen und den kleinen Verwerfungen und Ersch\u00fctterungen. Die Redaktion hat ein faible f\u00fcr das poetische Polymorphem: Ein umfangreiches (oft auch mehrteiliges) lyrisches Werk mit unter Umst\u00e4nden auch epischen Elementen wird als Langgedicht bezeichnet, ein zyklisch angelegtes als Gedichtzyklus. Eine historische Sonderform des Langgedichts ist das Poem. Bei aller fiktionaler Kreativit\u00e4t beinhaltet diese diskursive Zauberkraft statt einer nachvollziehbaren Handlung vor allem die spielerische Betrachtung einer geistigen Haltung. Die Durchl\u00e4ssigkeit in der Lyrik ereignet sich auf musik\u00e4hnliche Weise, KUNO interessiert sich vor allem f\u00fcr poetische Polymorpheme und die dramatische Umsetzung, vor allem im performativen und akustischen Bereich.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Der Polyphonie Ausdruck verleihen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Ein Ausblick: <\/span>Mit all diesen lyrischen Formen und ihrer Ausweitung in den akustischen Bereich, wird sich die Redaktion in den n\u00e4chsten Jahrzehnten besch\u00e4ftigen. Wie bei keiner anderen Literaturgattung ist das Ich die Wahrnehmungskonstante. Formale Experimente, ungew\u00f6hnliche Wendungen, Br\u00fcche in der Syntax finden unsere Beachtung. Es gibt keine letztg\u00fcltige Interpretation eines Werkes oder einer Gattung, daher geht es um die Anverwandlung der Ph\u00e4nomene. Auf KUNO wird es kritische Intermezzi geben, Meta-physisches und Profanes, die Gedichte verhandeln das Schreiben, Zeitgeist und nicht zuletzt um die Liebe. Angedacht sind essayistische Spazierg\u00e4nge durch unsere neuere Kulturgeschichte, als nonkonformistische Kulturreflektion. Dichtung ist wegweisend, doch niemand weiss, wohin die Reise geht. Wir sollten auf die Dichter und den Eigensinn ihrer literarischen Arbeit vertrauen. KUNO wird sich spezialisieren auf in kulturarch\u00e4ologische Arbeit der Wieder- und Neuentdeckungen, um einerseits gegen eine ausschlie\u00dfende beziehungsweise einengende literarische Kanonisierung und andererseits gegen unsere allzu bereite Vergesslichkeit Position zu beziehen, um so die k\u00fcnstlerische Vielstimmigkeit wachzuhalten. Das Hauptinteresse eines Lyrikers gilt nicht mehr dem Wort, sondern dem Satz, nicht mehr dem Wortklang, sondern der Wortbedeutung. Im Rhythmus versucht er, ungeachtet metrischer und strophischer Regulative, ein sprachliches, geistiges, sinnliches Fluidum zu pr\u00e4sentieren. Wir begreifen Lyrik und Essays auf KUNO als eine <span style=\"color: #ff0000;\"><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/12\/10\/zur-gattung-essay\/\">Versuchsanordnung<\/a>,<\/span> undogmatisch, subjektiv, experimentell, ergebnisoffen. Gattungsgrenzen gibt es bei diesem offenen Sprachstrom f\u00fcr KUNO h\u00f6chstens, um leichtf\u00fc\u00dfig \u00fcber sie hinweg zu gehen. Lyrik ist eine Entzauberung, ohne den Zauber nachhaltig zu zerst\u00f6ren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">* * *<\/p>\n<div id=\"attachment_44595\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-44595\" class=\"wp-image-44595 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/der-lyrik-eine-bresche-fuer-ein-gedicht-je-ausgabe-einer-zeitung_1505748323-1-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/der-lyrik-eine-bresche-fuer-ein-gedicht-je-ausgabe-einer-zeitung_1505748323-1-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/der-lyrik-eine-bresche-fuer-ein-gedicht-je-ausgabe-einer-zeitung_1505748323-1.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-44595\" class=\"wp-caption-text\">Poesie z\u00e4hlt f\u00fcr KUNO zu den identit\u00e4ts- und identifikationstiftenden Elementen der Kultur<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend<\/strong> <strong>\u2192<\/strong> Die Redaktion blieb seit 1989 zum lyrischen Mainstream stets in <em><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1989\/01\/05\/lyrik-als-seismograph-an-der-epochenschwelle\/\">\u00c4quidistanz<\/a><\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2192<\/strong> 1995 betrachteten wir die Lyrik vor dem Hintergrund der Mediengeschichte als <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/01\/02\/laboratorium-der-poesie\/\"><em>Laboratorium der Poesie<\/em><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2192 Lesen Sie auch\u00a0Maximilian Zanders <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=5418\">Essay <\/a>\u00fcber Lyrik und ein R\u00fcckblick auf den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/01\/08\/lyrik-katalog-bundesrepublik\/\"><em>Lyrik-Katalog Bundesrepublik <\/em><\/a>eine Anthologie zeitgen\u00f6ssischer deutschsprachiger Dichtung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2192 2005 vertieften wir die Medienbetrachtung mit dem Schwerpunkt <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/01\/02\/transmediale-poesie\/\"><em>Transmediale Poesie<\/em><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2192 Warum Lyrik wieder in die Zeitungen geh\u00f6rt <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/10\/07\/der-dichtung-eine-bresche-schlagen\/\">begr\u00fcndete<\/a> Walther Stonet bereits in 2007, diese Forderung hat nichts an Aktualit\u00e4t verloren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2192\u00a0 Um den Widerstand gegen die gepolsterte Gegenwartslyrik ein wenig anzufachen schickte <span data-offset-key=\"d96ve-1-0\">Wolfgang Schlott<\/span><span data-offset-key=\"d96ve-2-0\"> KUNO dieses post-dadaistische <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2016\/02\/03\/handwerkliche-anleitungen-zur-ueberwindung-von-schreibblockaden\/\">Manifest<\/a>.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2192 Gleichfalls zur Kurzform Lyrik hat die Redaktion in 2014 Dr. Tamara Kudryavtseva vom Gorki-Institut f\u00fcr Weltliteratur der Russischen Akademie der Wissenschaften um einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=22638\">Beitrag<\/a> gebeten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2192 KUNO sch\u00e4tzt den minuti\u00f6sen Selbstinszenierungsprozess des lyrischen Dichter-Ichs von Ulrich Bergmann in der Reihe <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=27947\">Keine Bojen auf hoher See, nur Sterne \u2026 und Schwerkraft. Gedanken \u00fcber das lyrische Schreiben<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2192 2015 fragen wir uns in der <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/01\/02\/poetologische-positionsbestimmung\/\"><em>Minima poetica<\/em><\/a> wie man mit Elementarteilchen die Gattung Lyrik neu zusammensetzt.<\/p>\n<p><strong>\u2192<\/strong><strong>\u00a0<\/strong>Jeder Band aus dem <em>Schuber<\/em> von A.J. Weigoni ist ein Sammlerobjekt. Und jedes Titelbild ein Kunstwerk. KUNO fasst die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=42570\">Stimmen<\/a> zu dieser verlegerischen Grosstat zusammen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2192\u00a0 Ohne die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/05\/16\/verseschmied-und-lyrikfischer\/\">Lyrikanthologien<\/a> von Axel Kutsch w\u00e4re das literarische Leben im deutschen Sprachraum deutlich \u00e4rmer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2192 2023 finden Sie \u00fcber dieses Online-Magazin eine Betrachtung als <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=78067\">eine Anthologie im Ganzen<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2192\u00a0 Lyrik lotet das Verh\u00e4ltnis zwischen dem Fremden und dem Eigenen aus. Dies versucht auch ein <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2024\/01\/01\/ein-leben-ohne-poesie-waere-moeglich-jedoch-sinnlos\/\">Essay<\/a> zum Beginn des Lyrikjahres 2024.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2192\u00a0 In 2024 stellt die Edition Das Labor ein nachgelassenes <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/?p=1849\">Langstreckenpoem<\/a> von A.J. Weigoni in 366 Strophen vor. Diese <em>consolatio poesiae<\/em> hat keinen Ort, sie wird f\u00fcr eine Weile im Datennirvana existieren und wie KUNO irgendwann ganz verschwinden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2192\u00a0 Last but not least: <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25524\"><em>VerDichtung \u2013 \u00dcber das Verfertigen von Poesie<\/em><\/a>, ein Essay von A.J. Weigoni in dem er dichtungstheoretisch die poetologischen Grunds\u00e4tze des Schaffens beschreibt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Lyra galt im antiken Griechenland als Erfindung des Hermes, der sie seinem G\u00f6tterbruder Apollon als Entsch\u00e4digung f\u00fcr seinen Rinderdiebstahl \u00fcbergab. Im Hellenismus war sie ein Symbol der Dichter und Denker, woraus sich sp\u00e4ter der Begriff Lyrik entwickelte. 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