{"id":84718,"date":"2009-09-26T00:01:20","date_gmt":"2009-09-25T22:01:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=84718"},"modified":"2024-05-01T17:53:18","modified_gmt":"2024-05-01T15:53:18","slug":"uroborus","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2009\/09\/26\/uroborus\/","title":{"rendered":"Uroborus"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Erinnerung l\u00e4uft die Zeit r\u00fcckw\u00e4rts ab. Die hypermodernen Menschen erwachen in einer Welt, in der die Ideale der Demokratie nichts gegen Begrifflichkeiten wie Kapitalismus, Herrschaft und Macht mehr ausrichten k\u00f6nnen. Es bedarf des Organischen, wenn man nach dem Utopischen strebt. Und es bedarf der Utopie, wenn etwas Organisches abgestorben ist. Aufs Gr\u00e4berfeld kann man sich zur\u00fcckziehen wie ein Eremit oder auf Kosten der Selbstverleugnung eintauchen in ein Experimentierfeld f\u00fcr entfesselte Phantasien. Musik tr\u00e4gt mit ihrem transzendierenden Potenzial dazu bei, eine neue Welt zu imaginieren. Verbleibt als Schlupfloch eine R\u00fcckkehr zu den Koordinaten des Angangs. Allem Neuen liegt eine Dringlichkeit zugrunde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Mikrogramme<\/strong> von A.J. Weigoni, KUNO 2006 &#8211; 2011<\/p>\n<div id=\"attachment_102377\" style=\"width: 222px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-102377\" class=\"wp-image-102377 size-full\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/AJWeigoni-e1648379021441.jpeg\" alt=\"\" width=\"212\" height=\"300\" \/><p id=\"caption-attachment-102377\" class=\"wp-caption-text\">A.J. Weigoni, portr\u00e4tiert von Anja Roth<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Bruchst\u00fccke aus der Realit\u00e4t sind verwandt mit den Miszellen (von lateinisch miscella \u00b4Gemischtes`), dies ist eine Bezeichnung f\u00fcr eine Rubrik, unter der K\u00fcrzesttexte variierenden literarischen Inhalts ver\u00f6ffentlicht werden. Die <em>Bagatellen<\/em> sind der Versuch, Miniaturen gleichrangig nebeneinander aufzureihen, ein dichtes Gewebe, das seine poetische Qualit\u00e4ten erst durch die Lekt\u00fcre gewinnt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2009\/03\/21\/twitteratur\/\"><em>Twitteratur<\/em><\/a> ist eine Poesie, die man von den japanischen Haiku kennt. Als Beitrag von A.J. Weigoni finden wir auf KUNO im Lauf der Zeit <em>Mikrogramme<\/em>, die ein feines, manchmal auch weitmaschiges Netz von Relais durchzieht: Schnittstellen, an denen zwischen Gegenst\u00e4nden, Wahrnehmungsperspektiven, zwischen R\u00e4umen und Zeiten hin und her gewuselt wird, und gleichzeitig zwischen verschiedenen Distanzen zum Beschriebenen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend\u00a0\u2192 <\/strong>ein Essay \u00fcber die neue Literaturgattung <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2023\/03\/06\/twitteratur-die-kunst-der-verkuerzung\/\"><em>Twitteratur<\/em><\/a>, sowie ein <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2019\/09\/06\/recap-hungertuchpreis\/\">Recap<\/a> des Hungertuchpreises.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; In der Erinnerung l\u00e4uft die Zeit r\u00fcckw\u00e4rts ab. 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