{"id":84535,"date":"2008-04-25T00:01:41","date_gmt":"2008-04-24T22:01:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=84535"},"modified":"2024-05-01T13:32:09","modified_gmt":"2024-05-01T11:32:09","slug":"in-der-oper","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/04\/25\/in-der-oper\/","title":{"rendered":"In der Oper"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Nacht \u2013 der Morgen graute vielleicht schon, ich hatte lange gelesen, ohne m\u00fcde zu werden \u2013 tr\u00e4umte ich, wie schon so oft, dass ich mich in einem palastartigen Geb\u00e4ude befinde, erst allein, ich verlasse mein Zimmer, es ist sehr hoch, ich schaue noch einmal zum gro\u00dfen hohen Fenster, durch das der helle Tag scheint, und hinauf zur Decke, schlie\u00dfe die T\u00fcr, gehe durch hohe, dunkle Flure, \u00fcber breite beleuchtete Treppen hinab in das riesige Auditorium. Ich suche meinen Platz in einer der mittleren Reihen. Dort sitzt meine Frau bereits, und ein paar Pl\u00e4tze weiter ein befreundetes Paar. Ich setze mich neben meine Frau und begr\u00fc\u00dfe die Freunde \u2013 sie sehen viel j\u00fcnger aus, als sie sind. \u00dcber uns h\u00e4ngt der gewaltige Kronleuchter und vor mir schaue ich auf die taghelle B\u00fchne, die Vorh\u00e4nge sind aufgezogen, ich schaue auf das schimmernde Licht, keine Kulisse, keine Wand begrenzt die B\u00fchne &#8230; Schnitt. Wir verlassen den Zuschauerraum, die Vorstellung ist also vorbei. Die Zuschauermassen dr\u00e4ngen hinaus auf die Treppen. Ich verliere meine Frau aus den Augen und bin auf dem Weg zu meinem Zimmer. Ich laufe \u00fcber Treppen und Flure und finde es nicht. Ich stehe in einem Flur mit mehreren Zimmert\u00fcren, will anklopfen, aber dann laufe ich weiter \u00fcber andere Treppen, und so geht es weiter, bis ich aufwache.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Tag scheint durch die Jalousien meines Schlafzimmers. Ich denke \u00fcber meinen Traum nach. Ich wohnte tats\u00e4chlich in der Oper. Aber ich fand mein Zimmer nicht wieder. In der Oper lief offenbar gar keine Auff\u00fchrung, und ich konnte durch die offene B\u00fchne nicht hindurchschauen. Mein Leben \u2013 eine Oper?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_9174\" style=\"width: 132px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-9174\" class=\"size-full wp-image-9174\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Bergmann_1_sw.jpg\" alt=\"\" width=\"122\" height=\"182\" \/><p id=\"caption-attachment-9174\" class=\"wp-caption-text\">Ulrich Bergmann<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist eine bildungsb\u00fcrgerliche Kurzprosa mit gleichsam eingebauter Kommentarspaltenfunktion, bei der Kurztexte aus dem Zyklus <em>Kritische K\u00f6rper,<\/em>und auch aus der losen Reihe mit dem Titel\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=40312\"><em>Splitter, nicht einmal Fragmente <\/em><\/a>aufploppen. \u2013 Eine Einf\u00fchrung in\u00a0<em>Schlangegeschichten<\/em>\u00a0von Ulrich Bergmann finden Sie\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=32773\">hier<\/a>. Lesen Sie auf KUNO zu den\u00a0<em>Arthurgeschichten<\/em> auch den\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=6837\">Essay<\/a>\u00a0von Holger Benkel, sowie seinen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15183\">Essay<\/a> zum Zyklus <em>Kritische K\u00f6rper.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; In der Nacht \u2013 der Morgen graute vielleicht schon, ich hatte lange gelesen, ohne m\u00fcde zu werden \u2013 tr\u00e4umte ich, wie schon so oft, dass ich mich in einem palastartigen Geb\u00e4ude befinde, erst allein, ich verlasse mein Zimmer, es&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/04\/25\/in-der-oper\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":41,"featured_media":98374,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[866],"class_list":["post-84535","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-ulrich-bergmann"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/84535","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/41"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=84535"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/84535\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":105480,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/84535\/revisions\/105480"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/98374"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=84535"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=84535"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=84535"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}