{"id":83300,"date":"2023-08-17T00:01:51","date_gmt":"2023-08-16T22:01:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=83300"},"modified":"2022-10-27T05:47:44","modified_gmt":"2022-10-27T03:47:44","slug":"dies-ist-kein-wiegenlied","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2023\/08\/17\/dies-ist-kein-wiegenlied\/","title":{"rendered":"Dies ist kein Wiegenlied"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\">\u00dcber das Schaukeln:<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Collagierter Wach-Traum und Fremd-Sein in eigenen Bildern bei Herta M\u00fcller<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Immer dieselbe Frage sickert tr\u00f6pfchenweise in mein Denken, wenn ich versuche, Herta M\u00fcller zu lesen: Wo fange ich diesmal an und wo ende ich? \u2012<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Diese Frage ist redundant, sie schwimmt, denn bei M\u00fcller gibt es weder Ende noch Anfang; auch kein Eintauchen oder Wellen umsp\u00fclte K\u00f6rper, nur ein Sich-Hinein-Sto\u00dfen oder Sich-von-sich-selbst- Absto\u00dfen, ein geteiltes Ersetzen\/Entsetzen des Selbst, ein Sich-zersetzen; ertrinken oder verzweifelt schwimmen, solange bis einem der Atem schaukelt.\u00a0 \u2012<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Denn ein ganzes Meer kann ich nicht trinken.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Herta M\u00fcller spricht von einer &#8222;s\u00fc\u00dfen Wiege ganz aus Stahl&#8220;[1], als sie am 15. M\u00e4rz 2018 die Lieder Ada Mileas auf der Leipziger Buchmesse ins Deutsche \u00fcbersetzt und vortr\u00e4gt. Ein schaukelndes Leben, das &#8222;Skelett der Erde&#8220;[2], eine Wiege, von der man nicht wei\u00df, wann ihr Schaukeln gef\u00e4hrlich wird und wann sie einen in G\u00e4nze schluckt: &#8222;Und wer wei\u00df, ob jeder seine eigene Wiege hat, oder ob wir wom\u00f6glich alle miteinander geschaukelt werden in einer gemeinsamen Wiege, wenn das Leben bodenlos wird.&#8220;[3] Dabei m\u00f6chte sie die vertonten (Sprach-)Bilder verstehen, wie es Kinder tun, sie wortw\u00f6rtlich nehmen. So kann der &#8222;Wiegenstahl&#8220; in Mileas Liedern beispielsweise nur deshalb s\u00fc\u00df sein, weil er eigentlich aus kandiertem Zucker sein muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um die Verwandlung von Stahl zu kandiertem Zucker nachzuvollziehen und schlie\u00dflich wieder beim Rosten der Pflanzen anzugelangen, muss man M\u00fcllers Bildketten zun\u00e4chst sondiert, Glied f\u00fcr Glied, betrachten. Den &#8222;Kettenschl\u00fcssel&#8220; reicht der einstige Nachbar: &#8222;Wenn man vom Dorf zum ersten Mal in die Stadt f\u00e4hrt, muss man dort am Bahnhof die rostige Eisenkette durchbei\u00dfen, erst dann darf man in die Stadt hinein.&#8220;[4] Hier vollzieht sich eine doppelte Transition: zum einen der \u00dcbergang vom Dorf in die Stadt, zum anderen wird der Stahl s\u00fc\u00df, weil hinter dem Bild des Stahls eine rostige Eisenkette schaukelt, aus der nasser Zucker rinnt; Anorganisches wird zu Organischem. Rost und Zucker treffen sich im Braun und einer stellenweise \u00e4hnlich anmutenden Materialit\u00e4t, die jedoch zun\u00e4chst verborgen bleibt, also hinter dem Vorgang, der Metamorphose, sitzt. Aus Erfahrung wei\u00df jedes Kind im Dorf, dass braungefleckte, rostende Pflanzen krank sind. Es schlie\u00dft: &#8222;Kandierter Zucker ist eine Krankheit, wie bei uns Menschen.&#8220;[5]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf unbefriedigende, aber poetisch sch\u00f6ne Antworten folgen unaufh\u00f6rlich aneinander gekettete Fragen, die sich Autorin und Leser teilen: &#8222;Ist die Wiege an unserem K\u00f6rper angewachsen, weil sie das Leben selbst darstellt?&#8220;[6]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Verkettung der Bilder im Schreiben, Wirken und Sprechen Herta M\u00fcllers findet eigene Wege, findet &#8222;Umwege, weil es die richtigen Wege beim Schreiben gar nicht gibt.&#8220;[7] Das trifft sich auch in der musikalisch theatralischen Performanz Ada Mileas, deren Lieder auf der B\u00fchne immer wieder neu und unerwartet interpretiert werden: &#8222;Unterwegs schneide ich etwas heraus, f\u00fcge hinzu und bei manchen Konzerten denke ich mir, dass ich eine bestimmte Passage gar nicht singen muss, weil es keinen Sinn macht. Das Lied ver\u00e4ndert sich [&#8230;].&#8220;[8] Demnach entgleitet die zuvor (scheinbar) ausge\u00fcbte Kontrolle \u00fcber das Sagen und Singen, \u00fcber Worte. &#8222;W\u00f6rter k\u00f6nnen und d\u00fcrfen alles&#8220;[9], sie erheben sich \u00fcber jene, aus denen es spricht und t\u00f6nt. &#8222;[D]ie W\u00f6rter finden sich aufgrund von Takt und Klang, und sie werden auf unerwartete Weise genau und sagen, was ich nicht wusste, dass ich es wei\u00df, zum ersten Mal.&#8220;[10]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser Vorgang verbildlicht sich in M\u00fcllers Collage, in der die &#8222;Lieder und Liederinnen&#8220; das lyrische Ich offenbar &#8222;innen&#8220; gesungen haben. Auch wird die Vielschichtigkeit der Lieder selbst (sie werden direkt angesprochen) wortbebildert:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"https:\/\/theoart-komparativ.at\/files\/theoart\/inhalte\/grafiken\/kulewatz1.jpg\" width=\"309\" height=\"418\" \/>[11]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Diktat wird durch die &#8222;Wahrnehmung, die sich selbst erfindet&#8220;, sich neu kompositioniert, ausgew\u00e4hlt durch den &#8222;Zeigefinger im Kopf&#8220;[12], \u00fcber das Wahr-nehmen, selbst au\u00dfer Kraft gesetzt. Es fl\u00fcchtet sich in Absurdit\u00e4t oder gipfelt in einer surrealen Klarheit, die es sich selbst nicht zugetraut h\u00e4tte. So wie der Rost Ketten und Pflanzen mit der Zeit gleicherma\u00dfen frisst und zerst\u00f6rt, so ist Schreiben auch h\u00f6ren.[13]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei M\u00fcller geht es hier um die Neu-Kombination und Komposition von gew\u00f6hnlichen, man k\u00f6nnte sagen, zun\u00e4chst &#8222;volksnahen&#8220;, vertrauten Worten. In einer literarischen Montage f\u00fcgt sie Textteile neu zusammen und besetzt Vertrauen erweckende Worte inhaltlich neu. Das kann zur Entlarvung einer versteckten bzw. getarnten Bedeutungsebene f\u00fchren. Schlimmstenfalls sogar zur Omnipr\u00e4senz eines lauernden Zustandes. Bestenfalls \u00f6ffnen ihre Collagen ganz bildlich gesprochen unverhoffte T\u00fcren im Raum der eigenen verbl\u00fcfften Gedanken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Wunder geschieht im Moment der Befremdung, der Irritation, genau dann, wenn wir kein stimmiges inneres Bild mehr an das \u00e4u\u00dfere anlagern k\u00f6nnen. Durch das Lesen, das Sehen, das versuchte Erfassen der Bild-Text-Collagen M\u00fcllers ger\u00e4t der Rezipient in einen trunkenen, Tag-Traum-\u00e4hnlichen Zustand. Dabei dient der auf den ersten Blick sporadisch auftauchende Reim der Einpr\u00e4gung, der Verankerung des Zustandes und erleichtert dem Leser das Hinein-Gleiten in M\u00fcllers montierte Wort-Welten, &#8222;denn auch was man still liest, klingt im Kopf.&#8220;[14] Nicht zuletzt schafft der Reim noch einen weiteren sinnlich erfahrbaren Zugang, was uns zur\u00fcckwirft auf die &#8222;taumelnde&#8220; Musik Ada Mileas: &#8222;Bolnava este roze de scleroza&#8220; \u00a0&#8211; &#8222;Die Rose leidet an Sklerose&#8220;[15].<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon beim Erzeugen der Collagen spielt die k\u00f6rperliche Ebene eine \u00fcbergeordnete Rolle: &#8222;Diese vielen Farben! Mir haben die Augen wehgetan. Und ich habe mir bei den Zeitschriften gedacht: Mein Gott, was f\u00fcr sch\u00f6nes Papier. Und die Schriften, die Bilder!&#8220;[16]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neben der Materialit\u00e4t der Worte, auch in Form des ausgeschnittenen Papiers, erf\u00e4hrt die Nobelpreistr\u00e4gerin den Prozess der Herstellung ihrer Montagearbeiten folgenderma\u00dfen: &#8222;Das Kleben der W\u00f6rter ist so sinnlich, die W\u00f6rter k\u00f6nnen und d\u00fcrfen alles. Ich nehme immer nur ganz gew\u00f6hnliche, und wenn ich sie zusammenstelle, dann entsteht etwas, was neu ist, es f\u00e4ngt an zu glitzern.&#8220;[17] Das &#8222;Glitzern&#8220; kann blo\u00dfe Reflexion sein, organisch (feuchte\/funkelnde Augen) oder anorganisch (Glas, Kristall, Edelstein, Metall). F\u00fchrt es zur\u00fcck in das Sehen\/Lesen des Rezipienten, begegnen sich Autor und Leser m\u00f6glicherweise in einem sehr intimen Moment. Vielleicht ertappt der Eine den Anderen und das Spiel mit den Worten vollzieht sich &#8222;Auge um Auge, Zahn um Zahn&#8220;. &#8211; Auch dieser alte Rechtssatz schlie\u00dft den Kreis und reflektiert unter anderem auf Silberminen, die den Schaden verletzter K\u00f6rperteile bzw. das Abtrennen selbiger aufwiegen sollten, wenn es nicht mehr m\u00f6glich war, ein Auge f\u00fcr ein Auge, einen Zahn f\u00fcr einen Zahn zu verlangen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So entgehen auch M\u00fcller die Worte nicht, die sich in anderen W\u00f6rtern &#8222;aufhalten&#8220;. Im Diebstahl sitzt der Stahl und der Stahl wird in Tonnen pro Kopf berechnet. Er ist &#8222;Kopfgeld&#8220; und Geld pro Kopf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"https:\/\/theoart-komparativ.at\/files\/theoart\/inhalte\/grafiken\/kulewatz2.jpg\" width=\"308\" height=\"387\" \/>[18]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das hier abgebildete Text-Bild zeigt u.a. einen angeschnittenen[19] grauen Puppenkopf, in dessen Auge sich ein schwarzes Gl\u00e4nzen, ein Glitzern abzeichnet. Das ebenfalls angeschnittene rechte Auge des Kopfes verleiht ihm eine Lebendigkeit, die tr\u00fcgerisch ist, denn es handelt sich um einen Puppenkopf, dessen leblose Augen nicht vor Feuchtigkeit gl\u00e4nzen k\u00f6nnen, und doch blickt das &#8222;Schwarze im Auge&#8220; auf andere Werke M\u00fcllers und auf die Bildketten, die sie alle durchziehen. Das Schwarz taucht in der Collage auf unterschiedlichen Ebenen auf. Es ist mit dem Glanz oder Schimmern zu verbinden, der hinter den Worten sitzt, auch Seide schimmert und gl\u00e4nzt. Das ausgeschnittene Wort &#8222;Seide&#8220; ist schwarz geschrieben, verbindet sich beinahe nebens\u00e4chlich \u00fcber die Farbgebung mit dem Puppen-Kopf-Auge und mit dem Anzugtr\u00e4ger in schwarz, auch mit der feuchten Pupille des Betrachters und zuvor mit der der Wort-K\u00fcnstlerin. Der Rezipient liest nicht nur, vielmehr sieht er; &#8222;Angst macht gro\u00dfe Augen, die Dinge werden fremd. Und weil sie fremd werden, beobachtet man sie genau, [denn, J.K.] beobachten h\u00e4lt auch besch\u00e4ftigt.&#8220;[20]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die einzelnen Worte sind \u00fcber Farben, Anordnung, die Wahl der Majuskeln und Minuskeln sowie die verschiedenen Schrifttypen miteinander vernetzt oder sto\u00dfen sich regelrecht ab. Sie bekommen Leichtigkeit, Schwere, Starre oder Bewegung durch die Art, wie sie untereinander kombiniert und zusammengesetzt werden, geschrieben sind, wie sie mit anderen Collagen M\u00fcllers oder bspw. der Musik Ada Mileas in Korrespondenz treten und so immer neuen Konsens erzeugen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dabei geht es M\u00fcller nicht um die Liebe zum Wort oder der Sprache per se. W\u00f6rter werden lediglich zeitweise zu Verb\u00fcndeten erkl\u00e4rt, um etwas unsichtbar &#8222;Lauerndes&#8220; zu materialisieren, um es sichtbar und erfahrbar zu machen. Sprache &#8222;kann sich mit allem verb\u00fcnden. Sie kann auch t\u00f6ten, sie kann retten, in einer Situation, in der es auf das richtige Wort ankommt.&#8220;[21]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So sind auch Leben und Tod durch das Schaukeln der Wiege, das Lied (Ger\u00e4usch des Schaukelns, Taumelns, Verz\u00fcckt-Seins\/Verr\u00fcckt-Singens) miteinander verschaltet und\/oder verwandt. Es ist ein einschl\u00e4ferndes oder zu lautes, ein taumelndes Singen und Lauschen, in dem der eigene Atem mit der Wiege schaukelt. Es sind die Wellen ganzer Ozeane und zwischendurch wird getrunken, um besser singen zu k\u00f6nnen oder die Klarheit des Liedes zu ertr\u00e4nken. Zur\u00fcck bleibt der versuchte Schlaf einer Nation in gezuckertem Wiegenstahl in den Liedern Ada Mileas &#8222;&#8230; und es wird am Ende sehr kurz, denn die Essenz ist kurz, und mir gef\u00e4llt es nicht, mit Gerede Zeit zu verbringen.&#8220;[22]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Das alles ist in der &#8217;s\u00fc\u00dfen Wiege aus Stahl&#8216; enthalten \u2012 auch die Vermutung, dass die Wiege sich mit der Zeit selber frisst, so wie die Lebenszeit uns frisst.&#8220;[23]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies ist kein Wiegenlied.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Julia Kulewatz erh\u00e4llt f\u00fcr den Essay &#8222;Zum Dazwischen als generative Grauzone im Schreiben Herta M\u00fcllers&#8220; den KUNO-Essay-Preis 2023<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-104161 alignleft\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Ko\u0308niginKulewatz-207x300.jpg\" alt=\"\" width=\"207\" height=\"300\" \/>Mit dem Essay &#8222;K\u00f6nigin der Nacht&#8220; begr\u00fcndet die Schriftstellerin, Literaturwissenschaftlerin und Verlegerin Julia Kulewatz die Edition Schwarzer Kater &#8211; eine Reihe, in der auf den ersten Blick vor allem ungew\u00f6hnliche literarisch-wissenschaftliche Texte ver\u00f6ffentlicht werden. Der vorliegende Text verhandelt die Frage nach der Gegens\u00e4tzlichkeit von Sein und Schein, Wahrheit und L\u00fcge, Licht und Dunkelheit anhand der K\u00f6nigin der Nacht in Mozarts \/ Schikaneders Zauberfl\u00f6te. Die Autorin legt damit einen wertvollen Forschungsbeitrag vor: &#8222;Werden und Vergehen reichen einander die Hand. Mit Tagesanbruch hat sich das Spektakel erledigt, und so mancher Betrachter meint, einem Traum oder einer bet\u00f6renden n\u00e4chtlichen Sinnest\u00e4uschung erlegen zu sein.&#8220; Die kraftvolle Metaphorik, durch die sich ihre zahlreichen Texte auszeichnen, spiegelt sich auch in diesem Essay wider.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein R\u00fcckblick auf die Verlagsgr\u00fcndung von kul-ja! finden sich <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=83099\">hier<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2192\u00a0<\/strong>Wir begreifen die Gattung des Essays auf KUNO als eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/12\/10\/zur-gattung-essay\/\">Versuchsanordnung<\/a>, undogmatisch, subjektiv, experimentell, ergebnisoffen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zitiert nach:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[1] M\u00fcller, Herta: &#8222;Grenze in der Tasche&#8220;, in: <em>DIE ZEIT<\/em>, Nr. 13\/2018, 21.03.2018 (Artikel online abrufbar unter: https:\/\/www.zeit.de\/2018\/13\/herta-mueller-ada-milea-rumaenien, letzter Aufruf: 12. Juni 2018).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[2] Ebd.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[3] Ebd.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[4] Ebd.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[5] Ebd.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[6] Ebd.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[7] M\u00fcller, Herta: <em>Mein Vaterland war ein Apfelkern<\/em>, Fischer Taschenbuch, 2. Auflage: 2016, S. 51.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[8] Zitiert nach Friedrich, Grit: &#8222;Die rum\u00e4nische Liedermacherin Ada Milea. Beobachtungen aus Absurdistan&#8220;, in: <em>Deutschlandfunk<\/em>, 02.03.2018 (http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/die-rumaenische-liedermacherin-ada-milea-beobachtungen-aus.2590.de.html?dram:article_id=411893, letzter Aufruf: 12. Juni 2018).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[9] M\u00fcller, Herta: &#8222;Ich habe die Sprache gegessen&#8220;, in: <em>Der Spiegel<\/em>, Nr. 35\/2012, 27.08.2012 (Artikel online abrufbar unter: http:\/\/www. spiegel.de\/spiegel\/print\/d-87908042.html, letzter Aufruf: 12. Juni 2018).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[10] M\u00fcller, 2016, S. 51.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[11] Dies.: <em>Vater telefoniert mit den Fliegen<\/em>, Fischer Taschenbuch, 2. Auflage: 2015, S. 83.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[12] Dies.: <em>Der Teufel sitzt im Spiegel. Wie Wahrnehmung sich erfindet<\/em>, Rotbuch-Verlag, 2. Auflage: 1995, S. 19.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[13] Vgl. M\u00fcller, Herta: &#8222;Ich habe die Sprache gegessen&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[14] Ebd.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[15] Zitiert nach Friedrich, Grit. &#8222;In der rum\u00e4nischen Folklore gibt es vergn\u00fcgte Trinklieder, das hei\u00dft Trinken als Lebensfreude. Im Vergleich dazu sind die Lieder Ada Mileas taumelnde Lieder. Hier geht es um das Trinken aus Verbitterung&#8220; (M\u00fcller, Herta: &#8222;Grenze in der Tasche&#8220;).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[16] M\u00fcller, Herta: &#8222;Ich habe die Sprache gegessen&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[17]Ebd.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[18] M\u00fcller, 2015, S. 112.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[19] Es handelt sich hier auch um verschiedene Ebenen\/&#8220;Layers&#8220; (im Sinne von Schichten) des Anschneidens und Ausschneidens.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[20] M\u00fcller, Herta: &#8222;Ich habe die Sprache gegessen&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[21] Ebd.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[22] Zitiert nach Friedrich, Grit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[23] M\u00fcller, Herta: &#8222;Grenze in der Tasche&#8220;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber das Schaukeln: Collagierter Wach-Traum und Fremd-Sein in eigenen Bildern bei Herta M\u00fcller Immer dieselbe Frage sickert tr\u00f6pfchenweise in mein Denken, wenn ich versuche, Herta M\u00fcller zu lesen: Wo fange ich diesmal an und wo ende ich? \u2012 Diese Frage&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2023\/08\/17\/dies-ist-kein-wiegenlied\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":190,"featured_media":104161,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[427,2399],"class_list":["post-83300","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-herta-muller","tag-julia-kulewatz"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/83300","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/190"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=83300"}],"version-history":[{"count":3,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/83300\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":104164,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/83300\/revisions\/104164"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/104161"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=83300"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=83300"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=83300"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}