{"id":83057,"date":"2007-03-21T00:01:51","date_gmt":"2007-03-20T23:01:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=83057"},"modified":"2023-04-13T11:12:32","modified_gmt":"2023-04-13T09:12:32","slug":"7-welttag-der-poesie","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2007\/03\/21\/7-welttag-der-poesie\/","title":{"rendered":"8. Welttag der Poesie"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Am 21. M\u00e4rz wird jedes Jahr der <em>Welttag der Poesie<\/em> gefeiert. Er soll an \u201edie Vielfalt des Kulturguts Sprache und an die Bedeutung m\u00fcndlicher Traditionen erinnern\u201c. Die KUNO-Redaktion empfiehlt an diesem Tag daher <span class=\"aCOpRe\"><em>Preziose<\/em><\/span>n aus dem Bereich H\u00f6rbuch.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr A.J. Weigoni ist das Buch eine Partitur, die es in Konzerten der Sprache aufzuf\u00fchren gilt. Mit hoher Konzentration komponiert er eine Elegie \u00fcber die entzweiende Kraft des Eros. Seine Sprache hat Eleganz und Musikalit\u00e4t, und seine <em>Letternmusik<\/em> ist voller Weisheit und Humanit\u00e4t. Eine Musik aus Buchstaben komprimiert: Polyphonie aus Silben und W\u00f6rtern, absolute Musik wie beim sp\u00e4ten Monteverdi als \u00c4quivalent f\u00fcr das, was mit Sprache den eigenen Besch\u00e4digungen und denen der Welt um diesen kleinen Ich\u00e2\u20ac\u201cMittelpunkt herum entgegengestellt werden kann. Die Rettung hinein ins kulturelle Ged\u00e4chtnis, auch wenn der Anteil auch noch so gering ist. F\u00fcr einen Moment nur, \u00fcber die Konventionen unserer Vorstellungen von Lebenszeit hinaus gedacht, sich an einem bestimmten Punkt in die gro\u00dfe Gleichzeitigkeit der K\u00fcnste eintragen zu k\u00f6nnen, ist das unbescheidene Sehnsuchtsziel f\u00fcr Weigoni. Rhythmisch, lautmalerisch und konsonantenreich macht er Sprache als Material sichtbar. Ihm gilt seine unabl\u00e4ssige Aufmerksamkeit: die Sprache, die vor ihm denkt und aus ihrem magischen Ursprung ihre Kraftlinien und Rhythmen mitbringt, ohne die kein dichterischer Text m\u00f6glich wird. In der Bereitschaft des Lyrikers, sein Schreiben ihrer Eigenbewegung, ihrem Atem zu \u00fcberantworten, ist Sprache nicht mehr nur Mitteilung oder Aussage; sie wird Evokation, wird eine Dimension von allem Geschehenden selbst, eine Dimension der Bilder, die aus der Erinnerung aufleuchten. Seine Gedichte sind pr\u00e4zis gearbeitete Vexierbilder, die ihre unterschiedlichen Seiten schon beim ersten Anblick ersp\u00fcren lassen, um dann, bei genauerer Betrachtung, eine Tiefensch\u00e4rfe bis in ihre filigrane Technik hinein zu entfalten. Diese Gedichte sind ein Sprach-Spiel mit der Aufforderung zum Mitspielen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf der B\u00fchne verk\u00f6rpert A.J. Weigoni eine absolute k\u00fcnstlerische Hingabe und eine unaufgeregte Unbedingtheit. <em>Letternmusik im Gaumentheater<\/em> ist ein Platz f\u00fcr den artistischen Bau autarker Sprachkonstrukte au\u00dferhalb der allt\u00e4glichen Rede und normierter Sprachregularien. Weigonis Leidenschaft ist das kunstvolle und traditionsbewu\u00dfte Zerlegen und Neukomponieren von Sprache. Bis in die atomaren Bestandteile der Sprache, bis in die Morpheme und Phoneme hineingehen der Zerlegungs- wie auch der Gestaltungswille in diesen Gedichten. Nie geht es in seinen Gedichten darum, Sprachzertr\u00fcmmerungen um jeden Preis zu organisieren oder gar serielle Permutationen vorzuf\u00fchren. Wenn er spezifische Techniken lyrischer Raffung, Komprimierung und schroffer F\u00fcgung durchprobiert, geschieht dies, um die sinnliche Materialit\u00e4t des Textk\u00f6rpers erfahrbar zu machen. Seine Sprache ist eine Sprache, die sich immer wieder selbst \u00fcberpr\u00fcft. Das vielfach verschlungene Sprechen stellt hohe Anforderungen an die Zuh\u00f6renden, manche verschachtelte Sentenz, mancher der unz\u00e4hligen Literaturverweise bleibt unerschlossen. \u00dcberheblichkeit aber kommt schon deshalb nicht auf, weil \u00fcber allem ein feiner Schleier der Selbstironie liegt. Die <em>Letternmusik<\/em> ist erotische Literatur in einem sehr spezifischen Sinn, n\u00e4mlich einem \u00fcber die Sprache alle anderen Sinne kumulativ ansprechenden. Das Wort selbst verwandelt sich in einen lebendigen Gegenstand, ebenso die Zeit. Diese Gedichte dienen als B\u00fchne f\u00fcr die Darstellung von Wut, Trauer, Begierde und Leidenschaft, Ha\u00df, Freude, Gl\u00fcck, Hoffnung und H\u00f6llenqual, obwohl vom Ich selten die Rede ist. Alles Empfinden steckt in den Dingen und ihren Bewegungen. Melodi\u00f6se Rhythmen unterwandert dieser VerDichter mit Rissen und Peitschenhieben. Weigoni bleibt einer Genauigkeit verpflichtet, in deren Namen er den Worten ihre Tiefenschichten abhorcht und den Zust\u00e4nden der Welt ihre dialektische Wahrheit. Dieses Freigelassene, Str\u00f6mende entsteht durch Pr\u00e4zision, Klarheit und Konzentration. Die Gedichte dieses H\u00f6rbuchs oszillieren zwischen dem lyrischen Protestgedicht und dem politischen Liebesgedicht. Das Gef\u00fchl, in einer Epoche der Zerst\u00f6rung der Welt zu leben, ist in vielen Gedichten Weigonis zu sp\u00fcren. Was zuweilen erschrickt ist die K\u00fchle, mit der seine Lyrik den Untergang als eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit zitieren. Sprache wird Tr\u00e4gerin vielschichtiger Bedeutungen, Sprache als Klang, die Stimme als Mittlerin und k\u00f6rperliches Instrument. Diese Gedichte sollen daran erinnern, was Poesie urspr\u00fcnglich war: Gesang, Melodie und Rhythmus, Reim und Versma\u00df, Litanei und Mythos.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">CD 2 des H\u00f6rbuchs \u00bbGedichte\u00ab ist allein einem Kompositum in vier Akten vorbehalten: <em>Dichterloh<\/em>. Was auf Anhieb verf\u00fchrt und besticht, ist seine Spreche: ihre Melodie, ihr Rhythmus, ihr weiter Atem. Die Stimmhaftigkeit des Schreibens und der Wunsch, es sprechend zu machen, bilden in A.J. Weigonis Werk ein zentrales Phantasma. Als &#8222;Sprechsteller&#8220; bricht er die Sprache auf, dehnt sie ins Ger\u00e4uschhafte und treibt sie durch seine assoziative Fantasie ins Expressive. Weigoni nutzt die Sprache als akustisches Pr\u00e4zisionsinstrument. Bei ihm l\u00f6sen sich die W\u00f6rter ein St\u00fcckweit von ihrer mimetisch-realistischen Abbildfunktion und tragen auf unterschiedliche Weise dazu bei, das Vertraute fremd zu machen. Zu seinen Reizmitteln geh\u00f6ren zwischen Schrift und Rede wechselnde Tonspuren, eine intensiv atmende Syntax und Metrik, Klangbr\u00fcche und kunstvolle Enjambements, die der Akzentuierung eines einzelnen Worts, einer Silbe oder eines Buchstabens dienen. Dann entwickeln die Verse eine Spannkraft und eine vertikale Drift, die Zeilen treten hinter der Wirkung des Gedichtganzen zur\u00fcck, und mit Zeilenbr\u00fcchen wird der Gedichtk\u00f6rper kunstvoll gestaut. Seine Stimme kann das Flie\u00dfen und die Beweglichkeit des K\u00f6rpers wiedergeben. Sie kann Energien beschw\u00f6ren, f\u00fcr die es keine Worte gibt, emotionale Schattenreiche. Der K\u00f6rper l\u00fcgt nicht, die Stimme auch nicht. Man kann die emotionale Unehrlichkeit h\u00f6ren, wenn jemand die Stimme manipuliert, nur um einen Effekt zu erzielen. Weigoni manipuliert niemanden. Ein Reiz seiner Arbeit besteht in der Unverkrampftheit eines Erforschung, der die Einfachheit des Urzeitlichen besitzt; ihn zu verstehen, braucht es Offenheit und ein wenig Neugier. Dieser Lyriker lebt in osmotischer Beziehung zur Sprache, die er als etwas Lebendiges und T\u00f6dliches auffa\u00dft. Sein Kompositum kann, anders als ein Bild, nicht als Ganzes wahrgenommen werden, sondern nur nach und nach.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">A.J. Weigoni versucht in seinem Schreiben, die F\u00fclle der M\u00f6glichkeiten im Hier und Jetzt zu erschlie\u00dfen. Er bricht den vertrauten Gebrauch der Worte auf und richtet die Hierarchien neu aus. In diesen Gedichten l\u00e4\u00dft Weigoni das klassische Reimschema hinter sich und \u00f6ffnet die Kategorien des Erkennens f\u00fcr den Mythos und die Eigent\u00fcmlichkeiten der Sprache, die f\u00fcr ihn niemals ein blo\u00dfes Vehikel des Gedanken ist. Er zeigt, da\u00df die Erkenntnis ausdrucksgebunden ist, und begr\u00fcndet, wie der Sinn immer an das sinnliche Zeichen gekn\u00fcpft sein mu\u00df \u00e2\u20ac\u201c und umgekehrt, wie das Zeichen, das Symbol, eine sinnhafte Pr\u00e4gung ist. So entwickelt er eine Zeichentheorie, in der das Erkennen nicht mehr rein abstrakten Mustern folgt, sondern von kulturellen Formen abh\u00e4ngig ist. Syntax und Interpunktion zerlegen die schwindenden Zeilen in Sinn- und Atemeinheiten ohne Haltepunkte. Dadurch entsteht eine Vertikalspannung der Verse. Das Sprachmaterial, mit dem er Umgang pflegt, dringt selbstverst\u00e4ndlich durch die Membran, wobei die Transformationsprozesse, denen er es gleichzeitig unterzieht, besonders intensiv sind. Das feine Ohr des Dichters entdeckt in der Lautgestalt der W\u00f6rter weiterreichende Beziehungen, die in raffinierten Zeilenumbr\u00fcchen offengelegt werden. Seine Lyrik lebt vom Paradox der raumschaffenden Verdichtung, nicht als Formspiel, sondern als formsprengende Lust an der Sprache. Es geht ihm in der Poesie prim\u00e4r um eine Haltung, die Haltung des Dichters und die der W\u00f6rter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Modebegriff Identit\u00e4t ist nirgends so gr\u00fcndlich hinterfragt worden wie in diesen Gedichten. Seit Arno Schmidt hat niemand das Konstrukt des Ichs derart mitleidslos beobachtet. Der Traum von der Unmittelbarkeit der Lyrik ist seit langem ausgetr\u00e4umt. Das lyrische Ich kann sich am besten dadurch qualifizieren, da\u00df es seine Beziehung zu einem Ich aus Fleisch und Blut abbricht. Dies ist eine radikale Absage an den Glauben des 18. Jahrhunderts, Gedichte seien Ausdruck des Gef\u00fchls, sie enthielten Nachrichten des Verfassers in Versform. Die Gedichte Weigonis widerlegen diese Anforderung, sie sind nicht dem Ich, sondern der Welt zugewandt. Dieser VerDichter pr\u00e4feriert die Idee des Zeitenspringers, die Gleichzeitigkeit verschiedener Ebenen. Die Sprache ist nicht nur ein Privileg, sie ist auch eine Grenze des Menschen. Die prinzipielle Offenheit des sprachlich artikulierbaren Sinns hat erfahrbar nicht nur den Charakter der \u00dcberf\u00fclle, der Weite und Transzendenz, sie macht sich auch als Mangel bemerkbar, als Entgleiten des Sinns oder als Ausbleiben eines sinnvollen Abschlusses. So entstehen Gedichte als transistorische Momente, blitzartige images und Augenblicksbilder der Erfahrung. Wer sich in die G\u00e4nge von Weigonis poetischem Labyrinth wagt, ohne Schwei\u00df kein Preis, dem winkt intellektuelles Vergn\u00fcgen sondergleichen. Die unb\u00e4ndige Freiheit aufm\u00fcpfiger Fantasie, das prinzipiell Respektlose seiner Haltung, da\u00df virtuos Verspielte dieser Artistenprosa &#8211; all das ist ein Protest gegen die herrschenden Verh\u00e4ltnisse: Sprachkritik offenbart sich als Machtkritik. Wie ein Arzt einen Brustkorb, so klopft Weigoni die Worte auf ihren Ideologiecharakter ab, lenkt den Blick in die existenziellen Tiefen der condition humaine. Er arbeitet, wie es John Cage nannte, an der Entmilitarisierung der Sprache, ist dabei ein Chronist der Zerst\u00f6rung und in diesem Proze\u00df gleichzeitig ein Bewahrer des Zerst\u00f6rten in der Schrift. Die Sprache mu\u00df dann die Wahrheit ausspucken, ob sie will oder nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die so genannten Neuen Medien sind ein genuiner Resonanzboden. Auch Weigoni wei\u00df um die negative Qualifikation, die eintritt, wenn einer f\u00e4hig ist, in Unerkl\u00e4rlichkeiten zu sein, in Zweifeln, ohne das \u00e4rgerliche Ausstrecken nach Faktum und Vernunft. Er geht das subtile B\u00fcndnis von Wort und Ton ein und erweist sich als &#8218;VerDichter&#8216;, der die Sprache im K\u00f6rper verankert und sich vehement dagegen verwahrt, da\u00df man seine lyrischen Konzentrate im Verstehensprozess wieder verd\u00fcnnen mu\u00df. Hier ist Texterschlie\u00dfung im h\u00f6chsten Sinne des Wortes gefordert. Diese Lyrik ist Sprache, die sich nichts vorschreiben l\u00e4\u00dft. In seiner permanenten Bewegung des Ausweichens zeigt Weigoni Haltung gegen die Vereinnahmung des Poeten als intellektuellem Kommentator des eigenen oder eines fremden Werks, gar des Zeitgeschehens. Er sieht den Schriftsteller mitten im Geschehen, wo es keinen privilegierten Beobachterstandort, sondern nur situative Auskunft gibt. Mainstream im herk\u00f6mmlichen Sinn war Weigoni nie, aber in seiner abgelegenen Furche ist er gefragt und immer wieder geh\u00f6rt worden. Ein K\u00fcnstler lebt f\u00fcr die Kunst. Wo er es nicht tut, l\u00e4\u00dft er nach in seiner Kunst. Das scheint mit der Kulturrezeption insgesamt zu tun haben, da\u00df Individualisten nicht mehr interessant sind. Weigoni ist ein Au\u00dfenseiter im Gef\u00e4lligkeitszirkus der deutschsprachigen Literatur, er f\u00fchlt sich wohl in dieser Rolle, er schafft sich seine Freir\u00e4ume, und er nutzt sie aus*.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Denkfallensteller im Namen der Poesie bringt er seine desillusionierende Poesie mit allegorischer Sch\u00e4rfe zum Ausdruck. Seine Gedichte sind ein Speicher an Erlebtem und Gelesenem. Weigoni bringt das Verstreute in Zusammenh\u00e4nge. Und dieses Wissen ist in jeder Zeile anwesend. Seine Poeme sind ein Strom von klaren, auch vertrauten W\u00f6rtern, assoziativ verbunden, sie werden zu geschichteten Bildern. Diese &#8222;Gedichte&#8220; haben als Experimentierfeld des Geistes eine analytische Genauigkeit, die man sonst eher in Essays findet; diese Poesie ist ein Akt des Denkens. Es ist diese leichth\u00e4ndige Souver\u00e4nit\u00e4t, die Freude am Gedankenspiel, die dem H\u00f6rer Vergn\u00fcgen bereitet; ein gelungener Beweis daf\u00fcr, da\u00df Denken Spa\u00df machen kann. Philosophie und Poesie treten in eine fruchtbare Konstellation, wenn die eine nicht versucht auszusprechen, was die andere ohnehin sagt. Weigonis Poeme sind nicht alles, was der Fall ist und wir erkennen k\u00f6nnen, vielleicht sind sie reicher als das, was wir erahnen k\u00f6nnen. Diese Poesie steht auf grunds\u00e4tzliche Weise offen; jede Bestimmtheit, die ihr abgewonnen wird, bringt eine neue Unbestimmtheit mit sich. F\u00fcr diesen Lyriker fallen mithin die Grenzen der Sprache mit den Grenzen der Welt nicht zusammen. Steinb\u00f6cke gehen barfu\u00df den Berg hinauf\u201c so sollten Schriftsteller sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im digitalen Zeitalter geht der Schrift der Sinn und damit die Sinnlichkeit immer mehr verloren; so scheint es. Die Doppel-\u201cCD \u00bbGedichte\u00ab umfa\u00dft eine Spieldauer von 140 Minuten, das mag in den Ohren derer, die &#8222;einfach nur genie\u00dfen&#8220; wollen, abschreckend klingen. Aber wer so denkt, bringt sich um den Genu\u00df, den Genu\u00df der Erkenntnis. Weigonis Verse kann man beim Lesen gegen das Licht halten, damit das Wasserzeichen der Poesie zum Vorschein kommt. Ungesch\u00fctztheit ist eine Kategorie, die er f\u00fcr seine Lyrik hochh\u00e4lt. Diese Ungesch\u00fctztheit bewirkt auch, da\u00df er als H\u00fcter seiner selbst sie vor dem Anderssein und Mi\u00dfverst\u00e4ndnis kaum bewahren kann. A.J. Weigoni erweist sich als Cicerone aus dem Labyrinth des universalen Verblendungszusammenhangs, weil er in der Lyrik der Theorie einen Ort er\u00f6ffnet; er setzt unabl\u00e4ssig das Wissen neu zusammen, bewegt sich in der Intermedialit\u00e4t von Musik und Dichtung, und sucht mit atmosph\u00e4rischem Verst\u00e4ndnis die Poesie im \u00e4ltesten &#8222;Literaturclip&#8220;, den die Menschheit kennt: Dem Gedicht!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<div id=\"attachment_12663\" style=\"width: 190px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/tttt-weigonigedichte.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-12663\" class=\"wp-image-12663 size-full\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/tttt-weigonigedichte.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"250\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-12663\" class=\"wp-caption-text\">Cover der ersten Auflage &#8211; vergriffen<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend<\/strong> \u2192<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lesen Sie auch Jens Pacholskys Interview: <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=16348\">H\u00f6rb\u00fccher sind die herausgestreckte Zunge des Medienzeitalters<\/a>. Einen Artikel \u00fcber das akutische\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=28660\">\u0152uvre<\/a>,\u00a0 mit den H\u00f6rspielbearbeitungen der Monodramen durch den Komponisten Tom T\u00e4ger \u2013 last but not least: <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25524\"><em>VerDichtung \u2013 \u00dcber das Verfertigen von Poesie<\/em><\/a>, ein Essay von A.J. Weigoni in dem er dichtungstheoretisch die poetologischen Grunds\u00e4tze seines Schaffens beschreibt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 21. M\u00e4rz wird jedes Jahr der Welttag der Poesie gefeiert. Er soll an \u201edie Vielfalt des Kulturguts Sprache und an die Bedeutung m\u00fcndlicher Traditionen erinnern\u201c. Die KUNO-Redaktion empfiehlt an diesem Tag daher Preziosen aus dem Bereich H\u00f6rbuch. F\u00fcr A.J.&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2007\/03\/21\/7-welttag-der-poesie\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":250,"featured_media":102347,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[628,36,1687,38,35],"class_list":["post-83057","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-a-j-weigoni","tag-ioona-rauschan","tag-karl-heinz-schreiber","tag-marina-rother","tag-tom-tager"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/83057","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/250"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=83057"}],"version-history":[{"count":3,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/83057\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":104608,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/83057\/revisions\/104608"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/102347"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=83057"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=83057"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=83057"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}