{"id":82971,"date":"2023-02-25T00:01:29","date_gmt":"2023-02-24T23:01:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=82971"},"modified":"2022-02-25T11:46:22","modified_gmt":"2022-02-25T10:46:22","slug":"ueber-das-wesen-der-kunst","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2023\/02\/25\/ueber-das-wesen-der-kunst\/","title":{"rendered":"\u00dcber das Wesen der Kunst"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist einige Jahre her, seitdem ich ein literarisches Buch ver\u00f6ffentlicht habe. Nicht z\u00f6gerte ich, weil ich nichts mehr geschrieben h\u00e4tte \u2013 das Gegenteil ist der Fall. Ich z\u00f6gerte aber, weil ich mir viele Gedanken machte, ob und warum es sich \u00fcberhaupt noch lohnt, etwas zu ver\u00f6ffentlichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf die ganzen Gedanken dazu gehe ich vielleicht sp\u00e4ter einmal wieder in einem kleinen Essay ein. Wichtig ist nur, dass ich den Schritt der Ver\u00f6ffentlichung wieder wagte. Dieses Mal entstand kein Gedichtband. Vielmehr versuchte ich mich an Dialogen, um einige Gedanken einfacher und deutlicher darstellen zu k\u00f6nnen. Mir war es ein Anliegen, das Thema Kunst anzugehen, zu durchdenken und erste Ergebnisse nicht in komplizierten Aufs\u00e4tzen zu vermitteln, sondern in leichten Gespr\u00e4chen, sodass auch Leserinnen und Leser, die sich erstmals mit der Thematik auseinandersetzen, einen Zugang dazu erhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Ein paar Gedanken zur Ver\u00f6ffentlichung<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcberall gibt es Empfehlungen und Tipps, wie man sein Buch an m\u00f6glichst viele Leserinnen und Leser bringen kann. Tats\u00e4chlich sind die allermeisten Ratschl\u00e4ge unbrauchbar, weil sie nicht beachten, dass es viel zu viele Schreibende, aber immer weniger Lesende gibt. Und da ich nicht zu denen geh\u00f6re, die f\u00fcr Viele schreiben, kommen die Ratschl\u00e4ge erst recht nicht f\u00fcr mich infrage. Ich m\u00f6chte aber einmal transparent machen, wieso ich mich f\u00fcr diese Form der Ver\u00f6ffentlichung entschiedenen habe. Vielleicht helfen die Gedanken der einen oder anderen\/dem einen oder anderen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ich w\u00e4hlte Books on Demand zu Ver\u00f6ffentlichung. \u00dcbliche Verlage n\u00fctzen mir nichts mehr. Sie machen am Ende auch keine Werbung, und wenn dann ohne Strategie. Selten trifft man dort noch gute Lektorate an, sodass man auch ebenso gut selbst Hand an sein Buch legen kann, vorausgesetzt, man beherrscht sein Handwerk. Letztendlich wollen Verlage auch etwas vom Buchverkauf abhaben, BoD nat\u00fcrlich auch, aber \u00fcber BoD ist die Marge einfach h\u00f6her. Die wenigen B\u00fccher, die ich verkaufe, werfen dann wenigstens etwas ab und ich habe \u00fcber das Allermeiste freie Entscheidungsgewalt. In Business-Sprech kurz zusammengefasst: Herk\u00f6mmliche Verlage bieten nur noch f\u00fcr wenige einen Mehrwert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ich w\u00e4hlte eine Cover-Vorlage von BoD. Das sparte Geld. Wer nun einwendet, dass ein schlichtes Cover zu weniger Leserinnen und Leser f\u00fchrt, dem entgegne ich nur: Wer sich meine B\u00fccher nach dem Cover aussucht, den will ich gar nicht als Leserinnen und Leser haben. Das, was ich schrieb, ist das, worauf es ankommt, nicht die Bildchen oder Grafiken auf dem Buchumschlag.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Mein neues Buch hat 88 Seiten und kostet als Buch 6,99 Euro und als E-Book sp\u00e4ter 5,99 Euro. Man k\u00f6nnte einwenden, dass das teuer ist, bedenkt man einmal, dass viele Romane mit weitaus mehr Seiten f\u00fcr 99 Cent verkauft werden. Ich setzte aber Arbeitskraft in mein Buch und lebe vom Schreiben. Daraus ergibt sich erstens der Preis des Buches. Zweitens, bin ich nicht bereit, meine Arbeit durch einen Dumping-Preis als eigentlich wertlos zu kommunizieren. Und drittens, wer meine Arbeit kennt und sch\u00e4tzt, der gibt das Geld auch f\u00fcr das Buch aus, zumal ich noch nie zu den Vielschreibern geh\u00f6rt habe, die aller zwei Monate irgendetwas ver\u00f6ffentlichen und zum Kauf n\u00f6tigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ich werde wie immer keine ausgepr\u00e4gte Werbekampagne starten, sondern nur dort \u00fcber das Buch sprechen, wo ich auch wei\u00df, dass dort Leserinnen und Leser zu finden sein werden, von denen ich mir w\u00fcnsche, dass sie sich mit dem Buch auseinandersetzen und mich unterst\u00fctzen. Und wenn das nur zwei, drei Leute sein m\u00f6gen, so ist mir das viel wichtiger, als mein Buch in irgendwelchen Tageszeitungen oder Blogs beworben zu sehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Fazit m\u00f6chte ich euch allen empfehlen: Schreibt weniger, aber schreibt daf\u00fcr gut. H\u00f6rt weniger auf Marketingratschl\u00e4ge, sondern k\u00fcmmert euch mehr um euer Schreiber-Handwerk und schaut genauer, wen ihr ansprecht, und sprecht diese Leute gut an. Kommt von dem Irrsinn weg, an m\u00f6glichst viele Leute euer Buch zu bringen. Viele bringen vielleicht ein bisschen mehr Umsatz, aber Viele sagen zu eurem Buch nichts, lesen es nicht, bringen keine brauchbare Einsch\u00e4tzung zu eurem Buch hervor, sodass ihr als Schreibende niemals weiterkommt. Und wenn ihr glaubt, dass man eure Arbeit an einem Buch mit einem \u201etoll\u201c, \u201esch\u00f6n\u201c und \u201egut\u201c einfach quittieren sollte, dann h\u00f6rt bitte auf zu schreiben und verstopft nicht weiter den ohnehin \u00fcberf\u00fcllten B\u00fcchermarkt; h\u00f6rt auf zu schreiben und macht Leuten Platz, deren Werke gelesen werden sollten, weil sie zur Auseinandersetzung einladen und nicht zu einem \u201etoll\u201c. \u00a0Schreibt, weil ihr etwas zu sagen habt, nicht weil ihr Ruhm und Geld oder blaue Daumen und Emojis wollt. Dann haben wir alle, die der schreibenden Zunft angeh\u00f6ren, vielleicht auch wieder die Chance, mit unseren B\u00fcchern etc. etwas zu bewegen oder wenigstens etwas zu einer Thematik beizutragen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/WesenderKunst_Buch_Cover-e1619336356299.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-82973 alignleft\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/WesenderKunst_Buch_Cover-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" \/><\/a>\u201e\u00dcber das Wesen der Kunst. Vier Gespr\u00e4che zwischen einem G\u00e4rtner und seinen G\u00e4sten\u201c ist nun unter der <a href=\"https:\/\/www.bod.de\/buchshop\/catalogsearch\/result\/?q=%C3%BCber+das+wesen+der+kunst\"><strong>ISBN: 9783753457574<\/strong><\/a> erh\u00e4ltlich &#8211; als E-Book unter der\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bod.de\/buchshop\/ueber-das-wesen-der-kunst-rene-kanzler-9783753469928\"><strong>ISBN 9783753469928<\/strong><\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend\u00a0<\/strong><strong>\u2192\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum Thema K\u00fcnstlerb\u00fccher finden Sie hier einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=12840\">Essay<\/a> sowie ein <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=834\">Artikel<\/a> von J.C. Albers. Vertiefend auch das <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=21407\">Kollegengespr\u00e4ch<\/a> mit Haimo Hieronymus \u00fcber Material, Medium und Faszination des Werkstoffs Papier.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">K\u00fcnstlerb\u00fccher verstehen diese Artisten als Physiognomik, der B\u00fcchersammler wird somit zum Physiognomiker der Dingwelt. Die bibliophilen Kostbarkeiten sind erh\u00e4ltlich \u00fcber die Werkstattgalerie Der Bogen, Tel. 0173 7276421<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Es ist einige Jahre her, seitdem ich ein literarisches Buch ver\u00f6ffentlicht habe. Nicht z\u00f6gerte ich, weil ich nichts mehr geschrieben h\u00e4tte \u2013 das Gegenteil ist der Fall. 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