{"id":82770,"date":"2022-02-13T00:01:25","date_gmt":"2022-02-12T23:01:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=82770"},"modified":"2022-02-18T14:43:33","modified_gmt":"2022-02-18T13:43:33","slug":"impostor","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2022\/02\/13\/impostor\/","title":{"rendered":"Impostor"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><em><span style=\"color: #999999;\">Die fragmentarischen Reisenotizen von Boris Kerenski, der es wagt und damit etwas genuin Literarisches leistet, Bekanntes in neuem Licht erscheinen zu lassen: Sein Hollywood ist bar allen Glamours, ist ein heruntergekommener, stilloser Ort voller abgewirtschafteter Ramschl\u00e4den, in dem die Menschen \u203awie sich seltsam bewegende Insekten aussehen\u2039.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Rainer Wochele, Stuttgarter Zeitung<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 Berlin \u2013 Los Angeles \u2013 Tanger \u2026 Ari ist unterwegs, einfach so. Irgendwie muss die freie Zeit ja vert\u00e4ndelt werden: Rastlosigkeit als Lebensprinzip. Die wechselnden Metropolen liefern frische Kulissen f\u00fcr den misanthropischen Flaneur. In einem Moleskine h\u00e4lt er seine sezierenden Beobachtungen fest. Zaghafte Versuche, um damit als Schriftseller zu re\u00fcssieren? Verw\u00fcnschungen einer zur\u00fcckgelassenen Geliebten vernichten Manuskript und Komfortzone. Wenn Magie existiert, dann ist sie \u00fcberall wirksam: Es gibt kein Entrinnen vor der Schwarzen Frau. Ein Mord k\u00f6nnte das Ungemach beseitigen \u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/stadtlichterpresse-tristesse-cool-serviert.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-82773 size-medium alignright\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/stadtlichterpresse-tristesse-cool-serviert-300x238.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"238\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/stadtlichterpresse-tristesse-cool-serviert-300x238.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/stadtlichterpresse-tristesse-cool-serviert-260x206.jpg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/stadtlichterpresse-tristesse-cool-serviert-160x127.jpg 160w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/stadtlichterpresse-tristesse-cool-serviert.jpg 460w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Drei kleinere Erz\u00e4hlungen, die f\u00fcr sich stehen und doch aufeinander aufbauen, m\u00fcnden in der gro\u00dfen Erz\u00e4hlung <em>Impostor<\/em>. 2019 erschien der erste Teil &#8211; <em>Tristesse cool serviert<\/em> &#8211; als bibliophiles Chapbook mit zahlreichen farbigen Illustrationen von Dieter Gro\u00df (mittlerweile in 3. Auflage). Umfangreicher, aber in gleicher Aufmachung, erschien 2020 der zweite Teil &#8211; <em>Helden der Krise<\/em> &#8211; und 2021 kommt der dritte Teil &#8211; <em>Ordinary Argonaut<\/em> &#8211; auf den Markt. 2022 werden diese drei Teile zusammengefasst als Hardcover unter dem Titel <em>Impostor<\/em> ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zuletzt war KUNO angetan von <strong>Social Beat<\/strong> &#8211; Stimmen aus dem popliterarischen Untergrund<strong>, <\/strong>von Boris Kerenski<strong>. <\/strong>Edition Hibana, 2021<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/social-beat-umschlag--e1613669226188.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-76958 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/social-beat-umschlag--214x300.jpg\" alt=\"\" width=\"214\" height=\"300\" \/><\/a>Bevor der &#8222;Beat&#8220; zur Pop-Literatur verniedlicht wurde, war er gef\u00e4hrlich. In einer Zeit, da Originalit\u00e4t von der Stange erh\u00e4ltlich ist, pr\u00e4sentiert sich der Underground schriller, um Aufmerksamkeit zu wecken. Zu <em>Social Beat <\/em>erwartet man ein fotokopiertes und zusammengetackertes Fanzine und erh\u00e4lt eine qualitativ hochwertig gemachte 40-seitige-Brosch\u00fcre, die als eigenst\u00e4ndige Sachpublikation angelegt ist. Boris Kerenski hat seine F\u00e4higkeit als Herausgeber mit <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1999\/06\/24\/kaltland\/\"><em>Kaltland Beat<\/em><\/a> unter Beweis gestellt, in 1999 bereits die Bestandsaufnahme einer Krise, gesellschaftlich und vor allem literarisch. KUNO sch\u00e4tzt seinen k\u00fcnstlerischen Blick bei der Mailart-Aktion <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1998\/06\/24\/was-ist-social-beat\/\"><em>Was ist Social Beat?<\/em><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192 <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu den Gr\u00fcndungsmythen der alten BRD geh\u00f6rt die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/04\/01\/nonkonformistische-literatur\/\">Nonkonformistische Literatur<\/a>, lesen Sie dazu auch ein Portr\u00e4t von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2000\/04\/04\/vauo\/\">V.O. Stomps<\/a>, dem Klassiker des Andersseins. Kaum jemand hat die L\u00fcckenhaftigkeit des <em>Underground<\/em> so konzequent <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/09\/24\/underground\/\">erz\u00e4hlt<\/a> wie N\u00ed Gudix und ihre <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/08\/23\/kritik-an-der-literarischen-alternative\/\">Kritik an der literarischen Alternative<\/a> ist berechtigt. Ein Portr\u00e4t von N\u00ed Gudix findet sich <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/08\/16\/da-lernst-du-die-menschen-kennen\/\">hier<\/a> (und als Leseprobe ihren <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2006\/12\/30\/hausaffentango\/\">Hausaffentango<\/a>). Lesen Sie auch die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/09\/24\/erinnerungen\/\">Erinnerungen an den Bottroper Literaturrocker<\/a> von Werner Streletz und den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/09\/28\/rip-bruno\/\">Nachruf<\/a> von Bruno Runzheimer. Zum 100. Geburtstag von Charles Bukowski, eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/08\/16\/ledertasche-geborgt\/\">Doppelbesprechung<\/a> von Hartmuth Malornys Ruhrgebietsroman <em>Die schwarze Ledertasche<\/em>. 1989 erscheint Helge Schneiders allererste Schallplatte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26990\"><em>Seine gr\u00f6\u00dften Erfolge<\/em><\/a>, produziert von Helge Schneider und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/07\/20\/klangkloetzchen\/\">Tom T\u00e4ger<\/a> im Tonstudio\/Ruhr. Lesen Sie auch das <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26709\">Portr\u00e4t <\/a>der einzigartigen Proletendiva aus dem Ruhrgebeat auf KUNO. In einem Kollegengespr\u00e4ch mit Barbara Ester dekonstruiert A.J. Weigoni die <em><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/10\/09\/ruhrgebietsromantik\/\">Ruhrgebietsromantik<\/a><\/em>. Mit<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=6071\"> Kersten Flenter<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/06\/23\/killroy-review\/\">Michael Sch\u00f6nauer<\/a> geh\u00f6rte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/08\/24\/polyphone-ich-erzaehlungen\/\">Tom de Toys<\/a> zum\u00a0Dreigestirn des deutschen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/01\/05\/bewegung\/\">Poetry Slam<\/a>. Einen Nachruf von Theo Breuer auf den Urvater des Social-Beat finden Sie <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/03\/07\/hubsch-revisited\/\">hier<\/a> \u2013 Sowie selbstverst\u00e4ndlich his <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/06\/25\/wie-was-social-beat-ist-und-warum-und-warum-nicht\/\">Masters voice<\/a>. Und Dr. Stahls kaltgenaue <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2002\/06\/26\/social-beat-vs-digitales-dasein\/\">Analyse<\/a>. \u2013 Constanze Schmidt beschreibt den Weg von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26080\">Proust zu Pulp<\/a>. Ebenso eindr\u00fccklich empfohlen sei Heiner Links <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=42272\">Vorwort<\/a> zum Band Trash-Piloten. Inzwischen hat sich Trash andere Kunstformen erobert, dazu die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/11\/01\/trash-eine-einfuehrung\/\">Aufmerksamkeit<\/a> einer geneigten Kulturkritik. In der Reihe <em>Gossenhefte<\/em> zeigt sich, was passiert, wenn sich literarischer Bodensatz und die Reflexionsm\u00f6glichkeiten von popul\u00e4rkulturellen Tugenden nahe genug kommen, der Essay <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=35655\"><em>Perlen des Trash<\/em><\/a> stellt diese Reihe ausf\u00fchrlich vor. Die KUNO-Redaktion bat A.J. Weigoni um einen Text mit Bezug auf die Mainzer Minpressenmesse (MMPM) und er kramte eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1993\/05\/31\/treff-der-titanen\/\">Realsatire<\/a> aus dem Jahr 1993 heraus, die er f\u00fcr den Mainzer Verleger Jens Neumann geschrieben hat. J\u00fcrgen Kipp \u00fcber die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/06\/01\/geschichte-und-aufgaben-des-mainzer-minipressen-archives-mmpa\/\">Aufgaben des Mainzer Minipressen-Archives<\/a>. Ein w\u00fcrdiger Abschlu\u00df gelingt Boris Kerenski mit <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/03\/30\/wer-war-ist-noch-social-beat\/\">Stimmen aus dem popliterarischen Untergrund<\/a><strong>.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die fragmentarischen Reisenotizen von Boris Kerenski, der es wagt und damit etwas genuin Literarisches leistet, Bekanntes in neuem Licht erscheinen zu lassen: Sein Hollywood ist bar allen Glamours, ist ein heruntergekommener, stilloser Ort voller abgewirtschafteter Ramschl\u00e4den, in dem die Menschen&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2022\/02\/13\/impostor\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":98312,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[2621],"class_list":["post-82770","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-boris-kerenski"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/82770","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=82770"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/82770\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":98314,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/82770\/revisions\/98314"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/98312"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=82770"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=82770"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=82770"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}