{"id":82380,"date":"2023-12-16T00:01:20","date_gmt":"2023-12-15T23:01:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=82380"},"modified":"2023-09-20T13:10:48","modified_gmt":"2023-09-20T11:10:48","slug":"social-beat-initialzuendung-zwischen-wahrheit-und-mythos","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2023\/12\/16\/social-beat-initialzuendung-zwischen-wahrheit-und-mythos\/","title":{"rendered":"Social Beat: Initialz\u00fcndung \u2013 zwischen Wahrheit und Mythos"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Was war eigentlich Social Beat?<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Ein literarischer Schlag, eine Bewegung, eine Reanimierung von DADA, Punk, Beat Generation, Poetry, AusserLiterarischeOpposition, SubKULTUR der 1990er?<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1993 waren die Fanzine-Macher J\u00f6rg Andr\u00e9 Dahlmeyer (aus Braunschweig) und Thomas N\u00f6ske (aus G\u00f6ttingen) auf der Suche nach einem passenden Headliner f\u00fcr eine Lesereihe in verschiedenen Lokalen im ehemaligen Ostberlin. Der Stadtteil Prenzlauer Berg galt bereits zu DDR-Zeiten und auch in fr\u00fchen Wendejahren als Ort der Subkultur, der Unangepassten und Aussteiger.<a href=\"\/\/265EA3E7-D189-4EF9-9DC6-8668E1D79ED6#_edn1\" name=\"_ednref1\">[1]<\/a> Unzufrieden \u00fcber ihre Teilnahme an der <strong>&gt; 12. Mainzer Minipressen-Messe<\/strong>, auf der der literarische Underground mit seinen hektografierten Heften und Xerox-Erzeugnissen nur eine marginale Rolle einnahm, wollten sie nun ihr <strong>&gt; eigenes Ding<\/strong> machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>&gt; Mainzer Minipressen-Messe<\/strong>: Die 1970 in Mainz von Norbert Kubatzki (Kuba) gegr\u00fcndete und alle zwei Jahre stattfindende Minipressen-Messe hatte sich zun\u00e4chst als eine Gegenveranstaltung zur kommerziellen Frankfurter Buchmesse verstanden. Die Aussteller kamen folgerichtig aus dem Bereich der Buchdruckerkunst, von sozialistischen Kleinverlagen oder waren Nachahmer der amerikanischen Underground-Press. Doch in den folgenden Jahren kam Kritik auf, dass die Messe zu keiner programmatischen Ver\u00e4nderung f\u00fchren w\u00fcrde und die B\u00fccher nur Ausstellungsst\u00fccke seien. Die Anh\u00e4nger einer engagierten Literatur versorgten sich deshalb bei <strong>&gt;&gt;Josef (Biby) Wintjes<\/strong>, der als trinkfreudiger Buchh\u00e4ndler Aldo Moll in J\u00f6rg Fausers Roman \u00bbRohstoff\u00ab verewigt wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>&gt;&gt; <\/strong><strong>\u00bbNeckermann des Undergrounds\u00ab:<\/strong> Das 1969 von Josef Wintjes gegr\u00fcndete Literarische Informationszentrum in Bottrop stellte mit \u00fcber 600 Titeln den wichtigsten Mailorder-Vertrieb der Gegenkultur dar.<a href=\"\/\/265EA3E7-D189-4EF9-9DC6-8668E1D79ED6#_edn2\" name=\"_ednref2\">[2]<\/a> Daneben bot Wintjes eine Kontaktb\u00f6rse an und gab die ULCUSS-MOLLE-INFO heraus, in der er unreflektiert \u00fcber s\u00e4mtliche Str\u00f6mungen der Sub-Szene informierte.<a href=\"\/\/265EA3E7-D189-4EF9-9DC6-8668E1D79ED6#_edn3\" name=\"_ednref3\">[3]<\/a> Wintjes hatte einst als Programmierer bei Krupp gearbeitet und Job, Ehe und b\u00fcrgerliche Sicherheiten f\u00fcr seine Vision geopferte. Doch \u00bbinsgesamt war das Literarische Informationszentrum kein ernsthafter Partner f\u00fcr Leute, die in der linken und studentischen Szene politisch engagiert waren\u00ab.<a href=\"\/\/265EA3E7-D189-4EF9-9DC6-8668E1D79ED6#_edn4\" name=\"_ednref4\">[4]<\/a> Nach 130 Ausgaben wurde das Fanzine wegen mangelndem Interesse und sinkenden Abonnentenzahlen 1990 eingestellt. Zwar editierte Wintjes noch das IMPRESSUM, einen alternativen Pressedienst f\u00fcr Autoren und Verleger. Jedoch war er desillusioniert, ausgebrannt, physisch am Ende \u2013 sein Tod im Alter von 48 Jahren kam f\u00fcr die Szene nicht \u00fcberraschend. Der Fachbereich f\u00fcr Europ\u00e4ische Ethnologie der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin \u00fcbernahm unter Verantwortung von Professor Rolf Lindner den Nachlass und begr\u00fcndete damit das \u00bbArchiv f\u00fcr Alternativkultur\u00ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei aller (berechtigter) Kritik an der ULCUSS MOLLE muss man dieses Fanzine heute dennoch als eine kulturhistorische Quelle w\u00fcrdigen, die ihresgleichen sucht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ebenfalls als gescheitert gelten die subliterarischen Revitalisierungsversuche der <strong>&gt;&gt;&gt; Gruppe 60\/90<\/strong>, die in den 80er-Jahren in diesem Dunstkreis gegr\u00fcndet wurde. Wobei man retrospektiv zu einem milderen Urteil kommen kann, wenn man den Aspekt der Bewegung vernachl\u00e4ssigt und 60\/90 als eine Symposiums-Reihe versteht, wie das ehemalige Mitglied Hans Dieter Huber dies tut. F\u00fcr ihn war 60\/90 ein Versuch, aus dem deutschsprachigen Raum interessante Leute zusammen zu bekommen, die sich in ihren Arbeiten auf Burroughs &amp; Co. bezogen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>&gt;&gt;&gt; 60\/90 <\/strong>\u2013 \u00bbDie Sechziger im R\u00fccken, den Blick in die Neunziger\u00ab<a href=\"\/\/265EA3E7-D189-4EF9-9DC6-8668E1D79ED6#_edn5\" name=\"_ednref5\">[5]<\/a>: J\u00f6rg Burkhard, Peter Engstler, Hilka Nordhausen, Helmut Salzinger, Peer Schr\u00f6der etc. bem\u00fchten sich, die Aufbruchsstimmung der Sechziger in die Neunziger zu tragen, um diese Generationen zu verbinden, denn \u00bbdie 90er erreichen, hei\u00dft \u00fcber den \u203agescheiterten l\u00e4ssigen Utopismus der Gegenkultur\u2039 (&#8230;) hinauszuschauen\u00ab.<a href=\"\/\/265EA3E7-D189-4EF9-9DC6-8668E1D79ED6#_edn6\" name=\"_ednref6\">[6]<\/a> Doch die Breitenwirkung von 60\/90 blieb aus \u2013 begr\u00fcndet damit, dass die heterogene Gruppe st\u00e4ndig im Streit lag, Widerspr\u00fcche nicht \u00fcberwinden konnte und die Lesungen schrill und chaotisch abliefen.<a href=\"\/\/265EA3E7-D189-4EF9-9DC6-8668E1D79ED6#_edn7\" name=\"_ednref7\">[7]<\/a> Die in die Jahre gekommenen Vertreter hatten ihren Zenit \u00fcberschritten. Wirklich erneuernde Impulse mussten von J\u00fcngeren kommen, die in der Tradition des literarischen Vatermords ihre Ablehnung erkl\u00e4rten und ihr eigenes <strong>&gt; Ding<\/strong> machen wollten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>&gt; Das eigene Ding: <\/strong>Konsequent versuchten Dahlmeyer und N\u00f6ske auf ausgereiztes Vokabular wie <em>Underground<\/em><a href=\"\/\/265EA3E7-D189-4EF9-9DC6-8668E1D79ED6#_edn8\" name=\"_ednref8\">[8]<\/a> bei der Namensfindung f\u00fcr ihre Lesereihe zu verzichten. Nach dem \u00bbVerzehr von siebzehn halben Litern Bier im Caf\u00e9 Schliemann (LSD-Viertel in Ostberlin) ausbaldowert[en]\u00ab<a href=\"\/\/265EA3E7-D189-4EF9-9DC6-8668E1D79ED6#_edn9\" name=\"_ednref9\">[9]<\/a> sie den Begriff <em>Social Beat<\/em>. <em>Beat<\/em>, abgeleitet von <em>to beat back\/away<\/em> etc. \u2013 als Ausdruck eines Lebensgef\u00fchls im \u00bbKaltland\u00ab BRD und <em>Social<\/em> von <em>Social-Fiction\/-Message<\/em>. Wichtig war den Erfindern, dass die Kopfgeburt nicht w\u00f6rtlich als <em>sozialer Schlag<\/em> \u00fcbersetzt, sondern als \u00bbGesellschafts-Rock\u2019n\u2019Roll-Literatur, als Pulsschlag des Lebens oder als Pochen im Hirn\u00ab<a href=\"\/\/265EA3E7-D189-4EF9-9DC6-8668E1D79ED6#_edn10\" name=\"_ednref10\">[10]<\/a> verstanden wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auszug aus:\u00a0Boris Kerenski: <strong>Social Beat \u2013 Stimmen aus dem popliterarischen Untergrund<\/strong>.\u00a0<em>Taschenbuch (14,5 x 21 cm), 40 Seiten, zahlreiche Farbabbildungen, <\/em><em>Edition Hibana 2021<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu <em>Social Beat <\/em>erwartet man eigentlich ein fotokopiertes und zusammengetackertes Fanzine und erh\u00e4lt eine qualitativ hochwertig gemachte 40-seitige-Brosch\u00fcre, die als eigenst\u00e4ndige Sachpublikation angelegt ist. Boris Kerenski hat seine F\u00e4higkeit als Herausgeber mit <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1999\/06\/24\/kaltland\/\"><em>Kaltland Beat<\/em><\/a> unter Beweis gestellt, in 1999 bereits die Bestandsaufnahme einer Krise, gesellschaftlich und vor allem literarisch. KUNO sch\u00e4tzt seinen k\u00fcnstlerischen Blick bei der Mailart-Aktion <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1998\/06\/24\/was-ist-social-beat\/\"><em>Was ist Social Beat?<\/em><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-104929 alignleft\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/DvD_Cover-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/DvD_Cover-300x300.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/DvD_Cover-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/DvD_Cover-160x160.jpg 160w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/DvD_Cover.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Eine sinnvolle Erg\u00e4nzung dazu ist auch die DVD, die inzwischen bei KILLROY media erschien und Manfred Heinfelder, Boris Kerenski und Joachim Sch\u00f6nauer als Zeitzeugen zu Wort kommen l\u00e4sst. Der Betrachter darf sich gl\u00fccklich sch\u00e4tzen, dass es eine visuelle Ausstellung <strong>SOCIAL BEAT &amp; BEAT \u2013 Ein literarischer Urknall<\/strong> im Stuttgarter Literaturhaus gab. Neben dem Katalog wird eine quasi unerz\u00e4hlte Geschichte f\u00fcr den b\u00fcrgerlichen Kulturbetrieb neu erz\u00e4hlt, die im Stuttgarter Literaturhaus pr\u00e4sentiert wurde. Die Ausstellung dokumentierte die Social-Beat-Szene, in der der Gro\u00dfraum Stuttgart eine wichtige Rolle spielte, mit Original-Dokumenten aller Art. Die Aktivisten der Szene haben ihr Archiv zur Verf\u00fcgung gestellt. Umrahmt wird das Ganze von Portr\u00e4ts und Dokumenten der Beats, exklusiven Portraits der Beat-Autoren von Jim Avignon und garniert mit Veranstaltungen und Lesungen, Filmen, Audioclips und B\u00fccher-Vitrinen. Erstmals \u00f6ffentlich zu sehen ist zudem eine Foto-Serie der Social-Beat-K\u00fcnstlerin YAM \u00fcber den lange vergessenen Beat-Lyriker Taylor Mead. Bevor der &#8222;Beat&#8220; zur Pop-Literatur verniedlicht wurde, war er gef\u00e4hrlich. In einer Zeit, da Originalit\u00e4t von der Stange erh\u00e4ltlich ist, pr\u00e4sentiert sich der Underground schriller, um Aufmerksamkeit zu wecken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die DVD ist ab sofort gegen eine Schutzgeb\u00fchr von 10 \u20ac hier im Buch-Shop erh\u00e4ltlich des KILLROY media Verlags erh\u00e4ltlich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-98312 alignright\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/social-beat-umschlag.jpg\" alt=\"\" width=\"214\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/social-beat-umschlag.jpg 214w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/social-beat-umschlag-160x224.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 214px) 100vw, 214px\" \/>Weiterf\u00fchrend \u2192 <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Obwohl die nonkonformistische Literatur ehrlich und transparent zugleich sein wollte, war gegen Ende der 1960er nur schwer zu fassen, die Redaktion entdeckt die Keimzelle des Nonkonformismus in der die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1999\/12\/10\/die-keimzelle-des-nonkonformismus\/\">Romantiker-WG in Jena<\/a>. Zu den Gr\u00fcndungsmythen der alten BRD geh\u00f6rt die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/04\/01\/nonkonformistische-literatur\/\">Nonkonformistische Literatur<\/a>, lesen Sie dazu auch ein Portr\u00e4t von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2000\/04\/04\/vauo\/\">V.O. Stomps<\/a>, dem Klassiker des Andersseins. Kaum jemand hat die L\u00fcckenhaftigkeit des <em>Underground<\/em> so konzequent <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/09\/24\/underground\/\">erz\u00e4hlt<\/a> wie N\u00ed Gudix und ihre <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/08\/23\/kritik-an-der-literarischen-alternative\/\">Kritik an der literarischen Alternative<\/a> ist berechtigt. Ein Portr\u00e4t von N\u00ed Gudix findet sich <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/08\/16\/da-lernst-du-die-menschen-kennen\/\">hier<\/a> (und als Leseprobe ihren <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2006\/12\/30\/hausaffentango\/\">Hausaffentango<\/a>). Lesen Sie auch die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/09\/24\/erinnerungen\/\">Erinnerungen an den Bottroper Literaturrocker<\/a> von Werner Streletz und den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/09\/28\/rip-bruno\/\">Nachruf<\/a> von Bruno Runzheimer. Zum 100. Geburtstag von Charles Bukowski, eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/08\/16\/ledertasche-geborgt\/\">Doppelbesprechung<\/a> von Hartmuth Malornys Ruhrgebietsroman <em>Die schwarze Ledertasche<\/em>. 1989 erscheint Helge Schneiders allererste Schallplatte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26990\"><em>Seine gr\u00f6\u00dften Erfolge<\/em><\/a>, produziert von Helge Schneider und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/07\/20\/klangkloetzchen\/\">Tom T\u00e4ger<\/a> im Tonstudio\/Ruhr. Lesen Sie auch das <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26709\">Portr\u00e4t <\/a>der einzigartigen Proletendiva aus dem Ruhrgebeat auf KUNO. In einem Kollegengespr\u00e4ch mit Barbara Ester dekonstruiert A.J. Weigoni die <em><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/10\/09\/ruhrgebietsromantik\/\">Ruhrgebietsromantik<\/a><\/em>. Mit<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=6071\"> Kersten Flenter<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/06\/23\/killroy-review\/\">Michael Sch\u00f6nauer<\/a> geh\u00f6rte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/08\/24\/polyphone-ich-erzaehlungen\/\">Tom de Toys<\/a> zum\u00a0Dreigestirn des deutschen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/01\/05\/bewegung\/\">Poetry Slam<\/a>. Einen Nachruf von Theo Breuer auf den Urvater des Social-Beat finden Sie <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/03\/07\/hubsch-revisited\/\">hier<\/a> \u2013 Sowie selbstverst\u00e4ndlich his <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/06\/25\/wie-was-social-beat-ist-und-warum-und-warum-nicht\/\">Masters voice<\/a>. Und Dr. Stahls kaltgenaue <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2002\/06\/26\/social-beat-vs-digitales-dasein\/\">Analyse<\/a>. \u2013 Constanze Schmidt beschreibt den Weg von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26080\">Proust zu Pulp<\/a>. Ebenso eindr\u00fccklich empfohlen sei Heiner Links <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=42272\">Vorwort<\/a> zum Band Trash-Piloten. Inzwischen hat sich Trash andere Kunstformen erobert, dazu die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/11\/01\/trash-eine-einfuehrung\/\">Aufmerksamkeit<\/a> einer geneigten Kulturkritik. In der Reihe <em>Gossenhefte<\/em> zeigt sich, was passiert, wenn sich literarischer Bodensatz und die Reflexionsm\u00f6glichkeiten von popul\u00e4rkulturellen Tugenden nahe genug kommen, der Essay <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=35655\"><em>Perlen des Trash<\/em><\/a> stellt diese Reihe ausf\u00fchrlich vor. Die KUNO-Redaktion bat A.J. Weigoni um einen Text mit Bezug auf die Mainzer Minpressenmesse (MMPM) und er kramte eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1993\/05\/31\/treff-der-titanen\/\">Realsatire<\/a> aus dem Jahr 1993 heraus, die er f\u00fcr den Mainzer Verleger Jens Neumann geschrieben hat. J\u00fcrgen Kipp \u00fcber die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/06\/01\/geschichte-und-aufgaben-des-mainzer-minipressen-archives-mmpa\/\">Aufgaben des Mainzer Minipressen-Archives<\/a>. Ein w\u00fcrdiger Abschlu\u00df gelingt Boris Kerenski mit <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/03\/30\/wer-war-ist-noch-social-beat\/\">Stimmen aus dem popliterarischen Untergrund<\/a><strong>.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"\/\/265EA3E7-D189-4EF9-9DC6-8668E1D79ED6#_ednref1\" name=\"_edn1\">[1]<\/a> Vgl.: Schwanh\u00e4u\u00dfer, Anja: \u00bbKosmonauten des Underground. Ethnographie einer Berliner Szene\u00ab, Frankfurt am Main 2010, S. 314.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"\/\/265EA3E7-D189-4EF9-9DC6-8668E1D79ED6#_ednref2\" name=\"_edn2\">[2]<\/a> Vgl.: Weichler, Kurt: \u00bbGegendruck. Lust und Frust der alternativen Presse\u00ab, Reinbek bei Hamburg 1983, S. 18.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"\/\/265EA3E7-D189-4EF9-9DC6-8668E1D79ED6#_ednref3\" name=\"_edn3\">[3]<\/a> Vgl.: Schubert, Christoph: \u00bbZehn Jahre Literarisches Informationszentrum Bottrop. Kontinuit\u00e4t in der Alternativpresse\u00ab, in Gehret, Jens (Hg.): \u00bbGegenkultur Heute. Die Alternativ-Bewegung von Woodstock bis Tunix\u00ab, Amsterdam 1979, S. 42.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"\/\/265EA3E7-D189-4EF9-9DC6-8668E1D79ED6#_ednref4\" name=\"_edn4\">[4]<\/a> Ders.: \u00bbVorwort\u00ab, in: Emig, G\u00fcnther\/Peter Engel\/Ders. (Hg.): \u00bbDie Alternativpresse. Kontroversen, Polemiken, Dokumente\u00ab, Ellwangen 1980, S. 7f.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"\/\/265EA3E7-D189-4EF9-9DC6-8668E1D79ED6#_ednref5\" name=\"_edn5\">[5]<\/a> Willems, Martin: \u00bbJ\u00f6rg Fauser. The Beat goes on\u00ab, in: ROLLING STONE Nr. 7, Berlin 2019, S. 82.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"\/\/265EA3E7-D189-4EF9-9DC6-8668E1D79ED6#_ednref6\" name=\"_edn6\">[6]<\/a> Ploog, J\u00fcrgen: \u00bbStatement zum Frankfurter Treffen 60\/90\u00ab, in: R\u00fcger, Wolfgang (Hg.): \u00bbInterzone. Transit 99\u00ab, Frankfurt am Main 1989, o.S.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"\/\/265EA3E7-D189-4EF9-9DC6-8668E1D79ED6#_ednref7\" name=\"_edn7\">[7]<\/a> Vgl.: N\u00f6ske, Thomas: \u00bbGruppe 60\/90\u00ab, in: MOLLI Nr. 12, Bochum 1997, S. 29f.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"\/\/265EA3E7-D189-4EF9-9DC6-8668E1D79ED6#_ednref8\" name=\"_edn8\">[8]<\/a> S. dazu: H\u00fcbsch, Hadayatullah: \u00bbUntergrund \u2013 ich wei\u00df, ein schrecklicher Begriff, aber wir haben leider zur Zeit keinen besseren.\u00ab, in: \u00bbUntergejubelt. Texte der Popfraktion\u00ab, in ZITTY Nr. 15, Berlin 1996, S. 72.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"\/\/265EA3E7-D189-4EF9-9DC6-8668E1D79ED6#_ednref9\" name=\"_edn9\">[9]<\/a> Reyemlahd, Gr\u00f6j: \u00bbAffenterror!\u00ab, in: JUNGE WELT, 20.05.1998, o.S.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"\/\/265EA3E7-D189-4EF9-9DC6-8668E1D79ED6#_ednref10\" name=\"_edn10\">[10]<\/a> N\u00f6ske, Thomas: o.T., in: H\u00c4RTER Nr. 4, M\u00fcnster o.J., o.S.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was war eigentlich Social Beat? Ein literarischer Schlag, eine Bewegung, eine Reanimierung von DADA, Punk, Beat Generation, Poetry, AusserLiterarischeOpposition, SubKULTUR der 1990er? 1993 waren die Fanzine-Macher J\u00f6rg Andr\u00e9 Dahlmeyer (aus Braunschweig) und Thomas N\u00f6ske (aus G\u00f6ttingen) auf der Suche nach&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2023\/12\/16\/social-beat-initialzuendung-zwischen-wahrheit-und-mythos\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":215,"featured_media":104929,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[2621,2624,2672,3912,2608],"class_list":["post-82380","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-boris-kerenski","tag-joachim-schoenauer","tag-josef-biby-wintjes","tag-manfred-heinfelder","tag-ni-gudix"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/82380","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/215"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=82380"}],"version-history":[{"count":9,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/82380\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":104970,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/82380\/revisions\/104970"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/104929"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=82380"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=82380"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=82380"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}