{"id":81560,"date":"2022-11-11T00:01:48","date_gmt":"2022-11-10T23:01:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=81560"},"modified":"2022-02-24T18:04:46","modified_gmt":"2022-02-24T17:04:46","slug":"der-kreuzfahrer","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2022\/11\/11\/der-kreuzfahrer\/","title":{"rendered":"Der Kreuzfahrer"},"content":{"rendered":"<p class=\"tre01\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Hans Adalbert von Maltzahn<\/span><\/p>\n<p class=\"tre01\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">zum Angedenken<\/span><\/p>\n<p class=\"norm\" style=\"text-align: justify;\">Die Kreuzfahrer bringen Gel\u00e4ut in die Stadt Jerusalem und die S\u00fcnde \u00fcberwuchert die stolzen Muselblumen der Wege. Ich zerbl\u00e4ttere die S\u00fcnde wo ich sie finde, die heimlichen Knospen des Christen, der mich einlud zu seinen T\u00f6chtern in den Garten. Die haben blaue Augen und gelbe Haare und sie sagen, der Schnee ist auch gelb. Und es wird schneien in ihrem Garten, denn B\u00e4ume mit k\u00fchlem Laub stehen darin: wie nennen doch die Schwestern die Blumen auf den Beeten? Es l\u00e4utet wieder, immer, wenn neue Kreuzfahrer durch das Tor in die Stadt ziehen. Sch\u00f6n sind die und gro\u00df, wie T\u00fcrme aufgerichtet. Auf ihren Helmhauben steht das Kreuz. Ich trage, seitdem ich in Jerusalem im Garten des reichen Kaufmanns bin, das heilige Kriegskleid meiner Heimat, im G\u00fcrtel den Dolch, der ist gebogen und unentwendbar, wie die Mondsichel. Die Schwestern meinen, so sei es Sitte bei uns in der Stadt. Sie schw\u00e4rmen f\u00fcr mich und bedauern, da\u00df ich kein Prinz bin; streuen Vergi\u00dfmeinnicht den Kreuzfahrern \u00fcber den Pfad, die sehen die kleinen himmlischen Tropfen nicht; manchmal jedoch streifen ihre Blicke die Engelsgesichter mit tapferer Andacht. In Betten schlafen die beiden Blau\u00e4ugigen in der Nacht und sie lachen \u00fcber mich, als ich sie fragte, zu was die w\u00e4ren. \u00dcber ihren Betten schwebt ein Vergi\u00dfmeinnichthimmel \u2013 \u2013 \u2013 unser Jenseits ist verschleiert. Wenn ich eine der T\u00f6chter des Christen w\u00e4re, ich schenkte dem Kreuzfahrer, der am Morgen durch das Tor in die Stadt zog, ein Bett aus atmendem Holz, wie ihre Haut so wei\u00df, denn er fror in der milden Fr\u00fchsonne. Ich drohe mir mit meiner blitzenden Sichel, seitdem er \u00fcber den Zaun in den Garten blickte, und m\u00e4he das s\u00fc\u00dfe Gegold meines Herzens. Seinen Namen wei\u00df ich zu nennen, die Schwestern lasen ihn im Kirchenbuch \u00fcber seiner Schulter hinweg \u2013 get\u00fcrmt und steil ist seine Schrift \u2013 ich folge den Ungl\u00e4ubigen in die Kirche. Seitdem d\u00e4mpfen W\u00f6lbungen der Moscheen meine aufgerichteten Tr\u00e4ume. Es sind nun zehntausend Christen in Jerusalem, wollen die S\u00fcnde ausrotten \u2013 \u2013 es kann nicht soviel wachsen. Und Kreuze sticken des Kaufmanns T\u00f6chter auf zarten Liebesb\u00e4ndern, die keimen auf, wie die glatten Wege der Heimlichkeit. Aber die Kreuzfahrer k\u00fcssen der Engelh\u00e4nde Kreuzarbeit mit siegreichem L\u00e4cheln. Ihn sehe ich nie unter den Beschenkten; sucht er doch meinen Mund im Fr\u00fchstern. Das heilige Kriegskleid meiner Heimat tr\u00e4gt nun mein Vetter Ichneumon von \u00dcsk\u00fcb, aber seine Arme zittern vor Liebe und k\u00f6nnen sich nicht gegen den Feind halten. Sein ganzes Heer rauscht, wie ein Herz, wie mein Herz und sie alle sind geliefert den Christenhunden. Ich liege unter dem Himmel der beiden Schwestern, ich habe die asiatische Distel; Stacheln sitzen in meinen Gliedern, und die unbarmherzigste bohrt sich in mein Herz. Engel, zwei \u2013 \u2013 sehen blau \u00fcber mein Angesicht und k\u00e4mpfen mit der Taube Mohammeds, die will meinen Schleier zerpfl\u00fccken. Ich mag aber die Engelguten nicht leiden, weil sie Christinnen sind. Und steige doch in der Nacht heimlich \u00fcber den Zaun des Gartens in das Kirchenschiff. Dort auf dem Balkon sitzt der Ritter und spielt die Orgel, im langen, feierlichen Hemd, Chor\u00e4le, Totenbalsam dringt aus den sterbenden T\u00f6nen. \u00bbRitter, die K\u00f6nige von Sinai lie\u00dfen Klageweiber f\u00fcr ihre Toten heulen und zu den Freudenfesten ihrer Harfen f\u00e4rbten sich die Lippen der Greise rot und ungeborene Knaben pochten an leibgoldene Tore. Als ich vor dem Kirchenaltar anhub nach deinem Choral zu tanzen, sank mein Leib ein: gr\u00e4mige Mondscheibe, der eben noch der spielendste Stern war inmitten der Sterne\u00ab. Da fiel Schnee auf die Wangen des Ritters und ich sah, da\u00df der Schnee wei\u00df war, nicht der Schwestern Haarfarbe gleich. Stehn immer am Zaun mit ihren gef\u00e4rbten Schneehaaren und bescheeren die Kreuzfahrer mit s\u00fc\u00dfer Fr\u00f6mmigkeit. Und sie m\u00f6chten ihnen ein Bett bereiten aus atmendem Holz, wie ihre Haut gegl\u00e4ttet. Du aber, Ritter, sollst auf einem tanzenden Stern schlafen in der Nacht! Und ich klettere m\u00fchsam \u00fcber den Zaun des Gartens, aus meinem Zeh w\u00e4chst ein kleiner Distelstrauch. Und der Krieg w\u00fctet in Bagdad. Die W\u00fcste ist unserer Krieger Schild. Aber mein Vetter verliert jede Schlacht. Eine Abtr\u00fcnnige ist das heilige Gewand der Stadt, sein Kriegskleid dem Feinde zugetan. Ich werde halbgenesen in meine Heimat getragen, Bagdad des heiligen Kleides wegen Rede zu stehen. Mein Vater h\u00e4lt [82] meine beiden H\u00e4nde umschmeichelt, ihre Finger sind wie m\u00fcde Strahlen. Aber Kriegslust blendet meine Augen. Ichneumon von \u00dcsk\u00fcb steht schon vor unserem Palast. Ich ziehe den letzten Distelsplitter aus meinem Zeh \u2013 \u2013 abbarebbi, lachajare, lachajare! Begeisterte Kriegsmusik tr\u00e4gt mich auf ihren Schultern durch die Stra\u00dfen. Ich schlage die Christenhunde noch in derselben Nacht. Mein Vater h\u00fctet meinen Mut und meine Tapferkeit, wie zwei Enkelkinder. Nie zog eine Prinzessin von Bagdad in die Schlacht. Nur der Vetter l\u00e4\u00dft seine schn\u00fcffelnde Lippe h\u00e4ngen: er habe sich im Zitronenwald aufgehangen und konnte nur morgens den Baum nicht wiederfinden. Wenn der Mond rund ist, wollen wir nach Jerusalem. Aber die hohen Krieger im Kriegsgeb\u00e4ude sind nicht einverstanden mit den Aufzeichnungen meiner Feldpl\u00e4ne. Ihre Sinne verwirren sich auf der Tafel; doch der Gro\u00dfwesir belehrt sie: Allah\u2019s Geist sei \u00fcber mich gekommen. \u2013 Manchmal f\u00fchle ich, meine Blicke sind blau und fliehen meines Vaters Angesicht. In meinem Auge steht der junge Kaiser Conradin in der Helmhaube und dem Kreuz. Aber mein Vater pr\u00fcft t\u00e4glich meine Ausr\u00fcstung und die Fu\u00dfgelenke meines Dromedars: alt ist er geworden. Ismael Hamed, der Sohn des Gro\u00dfwesirs, wird ihm in der Zeit, wo wir die Eindringlinge der Hauptstadt vertreiben werden, Gesellschaft leisten. Der versteht seine Sonderlichkeiten zu verz\u00e4rteln. Und mein Vater w\u00fcnscht, da\u00df ich vor der gro\u00dfen Schlacht mit Ismael Hamed Hochzeit feiere. Ich erkl\u00e4re aber meinem ehrw\u00fcrdigen Pascha, die Mumien im Gew\u00f6lbe seines jungen Freundes entspr\u00e4chen nicht der Zahl, die einer Prinzessin von Bagdad zuk\u00e4men. Meine Dienerin hatte einen Traum, ich sa\u00df hochzeitlich gekleidet in der Prachts\u00e4nfte Ismael-Hamed-Mordercheis, Ismael Hamed sein Sohn lag im Gew\u00f6lbe. Der Gro\u00dfwesir w\u00fc\u00dfte schon meine ringende Seele um die Schulter zu tragen, aber meine K\u00fcsse schlie\u00dfen sich vor Sp\u00e4tsommerlichem. Er beschenkt mich mit den eigenartigsten Geschenken: Einen Ring, in seinem Stein spiegelt sich der Sinai und Ohrgeschmeide, in ihrem Gehang l\u00e4utet eine winzige Uhr alle zwei Stunden zum Gebet. Und zwei Albinoneger, die mich in den Krieg begleiten sollen, da\u00df mich die Schwermut nicht befalle. Immer, wenn mich die vier wei\u00df\u00e4ugigen Aug\u00e4pfel mit den roten Punkten anglotzen, lache ich, da\u00df meines Dromedars Buckel wackelt. Abbarebbi, abbarebbi, lachajare! Mein Tr\u00e4ger setzt mit mir \u00fcber die weitesten Schluchten, trabt dem Heere voraus \u00fcber fr\u00fchbeschienene, \u00fcppige Pfade, \u00fcber Lippen rotentlang. Schon sehen wir die Tore der Stadt. Meine Krieger fallen zur Erde und murmeln Spr\u00fcche des Korans. O, wie ich den schlichten Turm des Kreuzes hasse! Die frommen Muselm\u00e4nner aus Mekka und Medina, die Leute aus Jemen, aus Tyris, Beduinen, die Bewohner von Ninive und den anderen Eufratl\u00e4ndern, die Egypter, die Philister, die Edomiter, Amoniter, Hethiter, die St\u00e4mme der Juden: Chald\u00e4er, Saducc\u00e4er, Jud\u00e4er, die Urenkel Davids, die S\u00f6hne der Leviten und ihre V\u00e4ter, die hohen Jehovapriester, Talmudgelehrte aus Damaskus stehen auf mit mir wider das Christentum. Ich blicke \u00fcber mein stolzes Heer, abbarebbi, lachajare \u2013 \u2013 \u2013 \u2013 \u2013 \u2013 auch Ismael-Hamed-Morderchei folgt meinem Zuge \u2013 \u2013 \u2013 Lachajare!<\/p>\n<p class=\"norm\" style=\"text-align: justify;\">Die beiden T\u00f6chter des reichen Kaufmanns werfen sich vor die F\u00fc\u00dfe meines Dromedars, beschw\u00f6ren mich um Christi willen. Ihre Vergi\u00dfmeinnichthimmel bluten, wie die Wunden der Ritter. Hinter den H\u00fcgeln der Stadt kam es zum Kampf. Wir drangen in die l\u00e4stigen Kirchen der Ungl\u00e4ubigen ein. Ich und meine Krieger zerschmetterten die Altare und Heiligt\u00fcmer; oben auf des Turmes Kreuz spie\u00dfte Ichneumon von \u00dcsk\u00fcb den Knappen des jungen Kaisers auf. Lie\u00df dem Vetter zur Strafe f\u00fcr seine Grausamkeit den Turban nehmen. Ich tr\u00e4ume des Nachts verborgen hinter der Wimper des Ritters; ich h\u00f6rte ihn Chor\u00e4le spielen in der Zeit seines Gottes H\u00e4user starben, stand unerm\u00fcdlich mit dem R\u00fccken an der kleinen Pforte des Balkons gelehnt, hinter der er im langen feierlichen Hemde sa\u00df. Ich k\u00fc\u00dfte ihm die Kniee, ich die Prinzessin von Bagdad \u2013 \u2013 \u2013 blutige Zeichen hinterlie\u00dfen meine K\u00fcsse. Ich mu\u00df so sanft weinen, ich, Allah\u2019s Kriegerin; auf toten Worten legte ich meine Hand zum Schwur. Ismael-Hamed-Morderchei tritt in mein prunkendes Zelt, er ist europ\u00e4isch gekleidet wie die Herren des fremden Amtes unserer Stadt; streicht er \u00fcber die erw\u00e4gende Stirn, tritt eine h\u00f6fliche K\u00fchlung zwischen ihm und dem Sprecher ein. Sein Bart ist keine Wolke, wie der meines Vaters; durch den Scheitel seines Kinnhaars leuchten Steine aus Edeltrunk. Mit wohlgepflegter Geb\u00e4rde nimmt er aus meiner Hand das Schreiben des jungen Kaisers Conradin entgegen, der um Frieden bittet. Seine beiden Abgesandten halten sich staunend umschlungen. Sie glauben, ich bin aus Tausend und einer Nacht. Den Gro\u00dfwesir erg\u00f6tzt es, ihre Vorstellungen zu best\u00e4rken. Auf das Gefunkel meiner Stirne weist er, auf meine H\u00e4nde, die Bilder des Mondes sind, nichtsdestoweniger den Speer zu werfen verstehen. Mich \u00fcberrascht sein Spott, mit dem er das k\u00f6nigliche Schreiben durchfliegt, ich kann es nicht glauben, da\u00df die helllockigen Boten von meinem Vetter bestochen sind, aber der Gro\u00dfwesir liefert sie nach abendl\u00e4ndischer Sitte wieder dem feindlichen Heere aus. Vielleicht sind sie am Abend schon tot. Ichneumon von \u00dcsk\u00fcb meldet sich krank. Des Feindes Schwert zerspaltete an seinem eigensinnigen Ges\u00e4\u00df; aber ich h\u00f6re durch das Schreien des vergossenen Blutes seine Lockrufe und ich vermisse meine glotz\u00e4ugigen Scheus\u00e4ler; die lieben ihn, er l\u00e4\u00dft sie zur Belustigung wie zwei Hunde \u00fcber seinen Arm springen. Er wei\u00df, ohne sie kann ich das Herz des Kaisers nicht durchbohren. Der naht in der vordersten Reihe des Feindes. Das heilige Kriegskleid umh\u00fcllt mich, wie eine erstickende Sonne, meine Arme beginnen zu vertrocknen, und mein Atem qualmt in die Augen meiner Krieger &#8230; Wie nie Dagewesenes \u00f6ffnet sich mein Angesicht \u00fcber sp\u00e4te Tanzleiber und Tempel. Meine beiden Neger trillern ihren gellenden Kriegsschrei, immer wenn mein Speer die Brust eines Ritters durchbohrt. Der Gro\u00dfwesir treibt die Spa\u00dfmacher vor meinem Dromedar her, sie schlagen mit ihren Z\u00e4hnen harte, bet\u00e4ubende Musik, und tanzen dazu: Abbarebbi, abbarebbi, abbarebbi, abbarebbi, lachajare! Hu hu\u202fu\u202fu\u202fu\u202fu\u202fu\u202fu\u202fu\u202fu\u202fu<\/p>\n<p class=\"norm\" style=\"text-align: justify;\">Als Conradin der junge Ritter und Kaiser begraben war, kam seine Mutter zur Pilgerfahrt nach Jerusalem, und wie sie meinen Negern begegnete, lachte sie \u00fcber die Unnatur. Ich k\u00fc\u00dfte ihr Gewand \u2013 \u2013 abbarebbi, lachajare, lachajare &#8230;&#8230;. abbarebbi!!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p class=\"uber01\" style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Prinz von Theben<\/strong>, ein Geschichtenbuch von\u00a0Else Lasker-Sch\u00fcler.\u00a0Paul Cassirer, Berlin\u00a01920<\/p>\n<div class=\"mod\" lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\" data-md=\"61\">\n<div class=\"LGOjhe\" style=\"text-align: justify;\" role=\"heading\" data-attrid=\"wa:\/description\" data-hveid=\"CA0QAA\"><span class=\"ILfuVd\"><span class=\"hgKElc\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-81508 alignleft\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Prinz_ElseLaskerSchueler-211x300.jpg\" alt=\"\" width=\"211\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Prinz_ElseLaskerSchueler-211x300.jpg 211w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Prinz_ElseLaskerSchueler-260x369.jpg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Prinz_ElseLaskerSchueler-160x227.jpg 160w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Prinz_ElseLaskerSchueler.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 211px) 100vw, 211px\" \/>A<\/span><\/span><span style=\"letter-spacing: 0.05em;\">b 1910 wendet sich Else Lasker-Sch\u00fcler allm\u00e4hlich von der weiblichen Erz\u00e4hlposition ab und l\u00e4sst Jussuf \u2013 der in etwa als biblischer Joseph genommen werden kann \u2013 zu Wort kommen.Im vorliegenden ziemlich archaischen\u00a0Geschichtenbuch tritt Jussuf, der titelgebende Prinz von Theben, allerdings nur in der Geschichte <\/span><i style=\"letter-spacing: 0.05em;\">Abigail der Dritte<\/i><span style=\"letter-spacing: 0.05em;\"> auf und stirbt am Ende dieser \u00fcberschaubaren Episode. Folgerichtig ist in den nachstehenden letzten drei Geschichten des Buches h\u00f6chstens von dem toten Prinzen die Rede.<\/span><\/div>\n<div role=\"heading\" data-attrid=\"wa:\/description\" data-hveid=\"CA0QAA\">\n<p>Die erste Geschichte \u2013 <i>Der Scheik<\/i> \u2013 und die letzte \u2013 <i>Der Kreuzfahrer<\/i> \u2013 sprechen unter anderen jeweils die S\u00fchne\u00a0zwischen den Religionen an und machen somit das restliche, zumeist schaurig-schreckliche Geschehen ein klein wenig ertr\u00e4glicher.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"LGOjhe\" style=\"text-align: justify;\" role=\"heading\" data-attrid=\"wa:\/description\" data-hveid=\"CA0QAA\"><span class=\"ILfuVd\"><span class=\"hgKElc\">\u201eDie gr\u00f6\u00dfte Lyrikerin, die Deutschland je hatte\u201c, sagte Gottfried Benn \u00fcber Else Lasker-Sch\u00fcler. Sie bewegte sich wie eine M\u00e4rchenfigur durch Berlin und fiel mit ihrer exzentrischen Erscheinung auf. <\/span><\/span><\/div>\n<div class=\"LGOjhe\" style=\"text-align: justify;\" role=\"heading\" data-attrid=\"wa:\/description\" data-hveid=\"CA0QAA\">Else Lasker-Sch\u00fcler, geboren am 11. Februar 1869 in Elberfeld.<\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend\u00a0<\/strong><strong>\u2192\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Poesie z\u00e4hlt f\u00fcr KUNO weiterhin zu den wichtigsten identit\u00e4ts- und identifikationstiftenden Elementen einer Kultur, dies bezeugte auch der Versuch einer <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25630\">poetologischen Positionsbestimmung<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hans Adalbert von Maltzahn zum Angedenken Die Kreuzfahrer bringen Gel\u00e4ut in die Stadt Jerusalem und die S\u00fcnde \u00fcberwuchert die stolzen Muselblumen der Wege. 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