{"id":81146,"date":"2023-05-14T00:01:27","date_gmt":"2023-05-13T22:01:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=81146"},"modified":"2022-02-25T15:22:39","modified_gmt":"2022-02-25T14:22:39","slug":"die-moderne-politische-satire-in-der-literatur","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2023\/05\/14\/die-moderne-politische-satire-in-der-literatur\/","title":{"rendered":"Die moderne politische Satire in der Literatur"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><em><span style=\"color: #999999;\">Humor ist die Verdauung der Satten, Satire der Schrei der Hungrigen.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Roda Roda<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist das Wesen der Satire, aber wie erreicht sie ihre gro\u00dfen Wirkungen, mit welchen Mitteln arbeitet sie? Ich m\u00f6chte hier einige Ausf\u00fchrungen des Genossen Eduard Fuchs zitieren: Jede Kunst, sagt Eduard Fuchs, ist Karikatur, wenn man n\u00e4mlich unter Karikatur Hinweglassung des Unwesentlichen und die dadurch notwendige Betonung des Wesentlichen versteht. In ganz besonderem Ma\u00dfe wendet die Satire die Karikatur als Mittel an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus diesen klaren und richtigen Worten folgt zweierlei: erstens, dass man verstanden haben mu\u00df, bevor man karikiert, dass man \u00fcberhaupt nur <i>das <\/i>satirisch behandeln kann, was man in seinem tiefsten Kern begriffen hat, und zweitens, dass notwendigerweise die rechtsstehenden Parteien keine gute Satire haben k\u00f6nnen, weil das restlose Kapieren der Dinge Objektivit\u00e4t und oft genug Respektlosigkeit erfordert. Der Satiriker darf keine, aber auch gar keine Autorit\u00e4t anerkennen. Das widerstrebt den Priestern der Autorit\u00e4t und den Halben, Lauen, und niemals werden sie eine k\u00fcnstlerisch gute Satire hervorbringen k\u00f6nnen (Ludwig Thoma hat das einmal im <i>M\u00e4rz <\/i>sehr lustig gegen das Zentrum bewiesen).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Satire der rechtsstehenden Parteien ist denn auch danach. Die Witzbl\u00e4tter sind fade, lasch, feige und behandeln alles mehr von der komischen Seite aus, anstatt anzugreifen und niederzurei\u00dfen. Niemals stehen diese gewerbsm\u00e4\u00dfigen Witzemacher \u00fcber der Sache: ihre Pfeile gehen stets von unten nach oben. Da sind die <i>Lustigen Bl\u00e4tter <\/i>in Berlin, die ohne Gesinnung, aber mit viel Ungeschick alles bewitzeln, da ist der <i>Kladderadatsch, <\/i>der sich zu einem langweiligen Witzprofessorenkollegium entwickelt hat, da sind die B\u00fccher b\u00fcrgerlicher Autoren, die in Vers und Prosa nach links um sich hauen. Wilhelm Hegeler: \u00bbDes K\u00f6nigs Erziehung\u00ab, eine dumme utopistische Geschichte, in der die \u00bbHandleute\u00ab, wie er die sozialdemokratischen Arbeiter nennt, sich als versoffene und verlauste Trottel repr\u00e4sentieren. Das Gesudel von Max Brinkmann: \u00bbGenosse Tuteweit\u00ab ist geistloser und sehr schlecht kopierter Busch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das w\u00e4re die rechte Gegend. Ganz links, auf anarchistischer Seite, steht Erich M\u00fchsam, der eine Zeitlang die <i>Canaille, <\/i>ein w\u00f6chentlich erscheinendes Beiblatt <i>zum Freien Arbeiter, <\/i>redigierte. Eines seiner Gedichte, \u00bbDer Revoluzzer\u00ab, ist ausdr\u00fccklich der deutschen Sozialdemokratie gewidmet. Die Tendenz ist die bekannte: Ihr seid im Grunde auch zu schlapp! Aber M\u00fchsam ist ein ausgezeichneter Formenk\u00fcnstler, und der Angriff kann sich sehen lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die gute politische Satire ist, wie wir gesehen haben, ein Vorrecht der Opposition. Und hier finden sich auch ihre besten Vertreter. In der Partei selbst Rudolf Franz, der hie und da im <i>Vorw\u00e4rts <\/i>seine Beitr\u00e4ge ver\u00f6ffentlicht, gut pointierte und scharfe Gedichte, und der auch durch sein witziges Buch \u00bbDie politischen M\u00e4rchen\u00ab bekannt geworden ist. <i>Der s\u00fcddeutsche Postillion, <\/i>den Eduard Fuchs zirka sieben Jahre redigiert hat, ist leider eingegangen. Heinrich v. Reder, Otto Erich Hartleben, Henckell, Holz, Ernst Klaar z\u00e4hlten zu seinen Mitarbeitern, und eine Sammlung Aphorismen aus diesem Blatt, die anonym unter dem Titel \u00bbGedanken eines arbeitslosen Philosophen\u00ab erschienen ist, enth\u00e4lt das Beste, was in Deutschland in epigrammatischer Form \u00fcber Politik gesagt worden ist. Politische Satiren gibt es auch von dem gro\u00dfen Stilisten Gustav Meyrink. Eine ist im <i>M\u00e4rz <\/i>erschienen, eine ist in seinem Buch \u00bbGustav Meyrinks Wachsfigurenkabinett\u00ab nachzulesen. Meisterhaft, wie hier das Grausige und das Scharfe, das fast an Majest\u00e4tsbeleidigung grenzt, ineinandergearbeitet sind. Bei dieser Gelegenheit eine Bemerkung: gerade in der politischen Satire ist die Form gar nicht hoch genug zu sch\u00e4tzen. Es kommt bei vielen Ideen nur auf die Formulierung an. Es m\u00fcssen sich die gepr\u00e4gten Schlagworte und Pointen dem Leser sofort einpr\u00e4gen, und man kann sogar sagen, dass das sicherste Kennzeichen f\u00fcr die G\u00fcte eines politischen Gedichts ist, dass man Stellen daraus sofort auswendig wei\u00df. Ein Meister in solcher Formulierung ist Roda Roda, der wundervoll Geschichten erz\u00e4hlen kann, wie zum Beispiel die von dem alten Grenadier Pospischill, der vierzehn Jahre lang in derselben Stube in der Kaserne in demselben Bett geschlafen hat und nun in ein anderes Stockwerk \u00fcbersiedeln soll: \u00bbVerfluchtes Zigeunerleben\u00ab, sagte er. Diese Geschichte ist \u00bbKonservativ\u00ab \u00fcberschrieben. Oder die Geschichte von dem Sozialdemokraten: Der Leutnant Franzl kommt bei der Musterung der neuen Rekruten purpurn erregt angelaufen und sagt: \u00bbDenkt&#8217;s euch, \u2013 ich hab&#8216; an Sozialisten.\u00ab \u2013 \u00bbWas du nicht sagst\u00ab, antwortet alles wie aus einem Mund. \u2013 \u00bbJa. Aber es scheint ein ganz gutartiger zu sein \u2013 ich hab&#8216; ihn probiert mit &#8217;n S\u00e4bel in Hintern zu pieken \u2013 er hat nichts dergleichen getan.\u00ab (Zu finden in \u00bbDer Schnaps, der Rauchtabak und die verfluchte Liebe\u00ab, Schuster u. L\u00f6ffler, Berlin.)<\/p>\n<div class=\"google-auto-placed ap_container\" style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neben Ludwig Thoma ist der bedeutendste politische Satiriker Alfred Kerr, dessen Gedichte einhauen wie ein gutsitzender S\u00e4belhieb. Da ist im <i>Pan, <\/i>einer berliner Zeitschrift, seinerzeit ein Gedicht von ihm erschienen: \u00bbDer deutsche Schwund\u00ab, und es hatte Strophen \u00fcber Moabit, immer mit dem Kehrreim \u00bbwenn ihr man Gesch\u00e4fte macht\u00ab:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"letter-spacing: 0.05em;\">Wenn sie sanken, wenn sie lagen,<\/span><\/p>\n<p>wurden sie halbtot geschlagen;<\/p>\n<p>mancher, wenn sein Krafthieb sa\u00df,<\/p>\n<p>scherzte: \u00bbHure, Saust\u00fcck, Aas!\u00ab<\/p>\n<p>Greise haut man \u00fcber &#8217;n Kopp;<\/p>\n<p>rote Suppe &#8230; na und ob.<\/p>\n<p>Leidet&#8217;s Kinder, gebt nicht acht \u2013<\/p>\n<p>wenn ihr man Gesch\u00e4fte macht!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine Sammlung dieser famosen politischen Gedichte existiert leider nicht. Es w\u00e4re zu w\u00fcnschen, dass sich dieser bedeutendste Kritiker Deutschlands einmal dazu entschlie\u00dft, diese unglaublich schlagsicheren Verse gesammelt herauszugeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das A und O der politischen deutschen Satire ist der <i>Simplicissimus. <\/i>Dieses herrliche Blatt ist 1896 gegr\u00fcndet worden und hat am Anfang ungeheures Aufsehen und bis heute eine tiefe Wirkung auf das B\u00fcrgertum ausge\u00fcbt. Die ersten f\u00fcnf Jahrg\u00e4nge des Blattes sind vergriffen und werden hoch bezahlt. An ihm arbeitet seit 1899 ein satirisches Genie: Ludwig Thoma. Was dieser grobe und kr\u00e4ftige Mensch in diesen dreizehn Jahren geleistet hat, ist ungeheuer. Er hat \u00fcberhaupt erst wieder eine gute politische Satire geschaffen, vorbildlich in der Form, r\u00fccksichtslos im Inhalt. Wir haben allen Grund, diesem einzigen K\u00fcnstler dankbar zu sein; er hat unendlich viel Gutes getan. Er schl\u00e4gt, und die Getroffenen stehen nicht wieder auf. Er lacht, und der Blamierte kann sich in den Erdboden verkriechen. Hier eine Probe:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Agrarier<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n<p>Das rafft sich aus des Lebens Sch\u00fcssel<\/p>\n<p>Und nimmt sich, ohne lang zu schauen<\/p>\n<p>Und will nicht erst \u00e4sthetisch kauen<\/p>\n<p>Und tr\u00e4gt die Seligkeit im R\u00fcssel.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und was euch andre sagen m\u00f6gen \u2013<\/p>\n<p>So einfach ist ihr ganzes Wesen!<\/p>\n<p>Sie w\u00fcnschen ohne Federlesen<\/p>\n<p>Allein zu sein an vollen Tr\u00f6gen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nichts von Ideen, Interessen!<\/p>\n<p>Nichts in das Allgemeine schweifen,<\/p>\n<p>Nichts Unbegreifliches begreifen<\/p>\n<p>Nein, weiter nichts als einfach fressen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und steht das Futter bis zum Rande,<\/p>\n<p>Beginnt&#8217;s wohl einem aufzusto\u00dfen,<\/p>\n<p>So nebenbei ein Wort vom gro\u00dfen,<\/p>\n<p>Von unserm teuren Vaterlande.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Evo\u00eb, Peter Schlemihl, Evo\u00eb!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Peter Schlemihl \u2013 das ist das Pseudonym Ludwig Thomas, und wenn man sieht, dass ein Gedicht so unterzeichnet ist, dann wei\u00df man: hier bekommt es einer ab, aber ordentlich. Vorz\u00fcglich ist auch Dr. Owlgla\u00df oder \u2013 wie er sich manchmal nennt: Ratat\u00f6skr \u2013: niedertr\u00e4chtig und bitter, \u00fcberlegt und weise. Seine beiden Gedichtsammlungen, die leider nicht alles enthalten, was er geschrieben hat, sondern nur eine Auswahl, hei\u00dfen: \u00bbDer saure Apfel\u00ab und \u00bbGottes Blasbalg\u00ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist eine Freude, in den alten Jahrg\u00e4ngen des <i>Simplicissimus <\/i>zu bl\u00e4ttern. Immer wieder springt ein gut formulierter Witz heraus; Dinge, die l\u00e4ngst die Aktualit\u00e4t verloren haben, sind wieder so lebendig wie am ersten Tag, und man freut sich immer wieder dieser kleinen tapferen Schar, die \u00fcber aller Tendenz das K\u00fcnstlerische nie vergessen hat (aber auch \u00fcber dem K\u00fcnstlerischen die Tendenz nicht).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die Wirkung dieser Satiren gibt es keinen besseren Beweis als die Unterdr\u00fcckungsversuche der Beh\u00f6rde. Die Satire, die sich ganz systematisch und beinahe abgegrenzt gegen die einzelnen Ressorts der Verwaltung richtet: Justiz, Polizei, \u00c4u\u00dferes, Inneres, Milit\u00e4r, Steuern, Beamte \u2013 ist der Zielpunkt vieler (danebengegangener) beh\u00f6rdlicher Angriffe gewesen. Auf Grund der \u00a7\u00a7 20, 21 und 23 des Pre\u00dfgesetzes vom 7. Mai 1874 k\u00f6nnen periodisch erscheinende Druckschriften unter gewissen Voraussetzungen beschlagnahmt werden. Es gibt zwar keine Pr\u00e4ventivzensur bei uns; aber die Zeitschriften m\u00fcssen mit einigen Ausnahmen sofort nach Erscheinen unentgeltlich der Beh\u00f6rde zugestellt werden. Diese hat dann das Beschlagnahmungsrecht und, falls durch richterliche Entscheidung ein bez\u00fcgliches Urteil erfolgt, auch die Befugnis (\u00a7\u00a7 41, 42 Strafgesetzbuch), die Exemplare, die im Besitz des Druckers, Verlegers und Redakteurs sind, oder zum \u00f6ffentlichen Verkauf ausliegen, zu vernichten, und die zur Herstellung benutzten Formen und Platten unbrauchbar zu machen. Das ist seinerzeit mit Nr. 31 des dritten Jahrgangs des <i>Simplicissimus <\/i>geschehen, die heute eine gro\u00dfen Wert repr\u00e4sentiert. Der Erfolg dieser Ma\u00dfnahmen ist gleich Null. Weder die widerliche Schikane, den <i>Simplicissimus <\/i>nicht auf den Bahnh\u00f6fen zu verkaufen, noch die Vorstrafen, die fast alle gro\u00dfen Satiriker auf sich sitzen haben, erreichten einen anderen Zweck als das fabelhaft witzige Reagieren der Betroffenen, die die armen Opfer, die als Gegenhilfe nur den Schutzmann und den Richter kannten, v\u00f6llig in Grund und Boden verh\u00f6hnten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist zu w\u00fcnschen, dass sich auch in unseren Bl\u00e4ttern das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr gute Satire immer mehr entwickelt, damit man auch von ihr sagen kann, was Ludwig Thoma zum zehnten Geburtstag des toten Simplicissimushundes, des Sinnbilds dieses Blattes, gesagt hat:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"letter-spacing: 0.05em;\">Doch wie ich dieses Hundsvieh kenne,<\/span><\/p>\n<p>hilft alles nichts:<\/p>\n<p>das Luder bei\u00dft!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #999999;\">Quelle<\/span>:\u00a0Dresdner Volkszeitung, 14.05.1912, Nr. 110.<\/p>\n<div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kurt Tucholsky z\u00e4hlt zu den bedeutendsten Publizisten der Weimarer Republik. Als politisch engagierter Journalist und zeitweiliger Mitherausgeber der Wochenzeitschrift <i>Die Weltb\u00fchne<\/i> erwies er sich als Gesellschaftskritiker in der Tradition Heinrich Heines. Zugleich war er Satiriker, Kabarettautor, Liedtexter, Romanautor, Lyriker und Kritiker (Literatur, Film, Musik). Er verstand sich selbst als linker Demokrat und warnte vor der Erstarkung der politischen Rechten\u00a0\u2013 vor allem in Politik, Milit\u00e4r und Justiz\u00a0\u2013 und vor der Bedrohung durch den Nationalsozialismus. &#8222;Der niemals zu unterdr\u00fcckende Drang, die Wahrheit zu sagen&#8220;, ist Tucholskys Motiv, und als er erleben muss, dass in Deutschland die Republik versinkt und ein umjubelter Diktator mit ausgestrecktem Arm an die Macht kommt, verstummt die mahnende Stimme Tucholskys im schwedischen Exil: &#8222;Man kann nicht schreiben, wo man nur noch verachtet.&#8220;<\/p>\n<\/div>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/ZombiesCover3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-20097 alignleft\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/ZombiesCover3.jpg\" alt=\"\" width=\"142\" height=\"207\" \/><\/a>Weiterf\u00fchrend\u00a0<\/strong><strong>\u2192\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schlechte Zeiten sind gute Zeiten f\u00fcr Satiriker. Der gro\u00dfe literarische Satiriker der Gegenwart ist aber noch zu entdecken. Sein Name, dieser Verdacht mehrt sich zumindest im deutschen Sprachraum, ist wahrscheinlich <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Andrascz_Weigoni\">A.J. Weigoni<\/a>. Er h\u00e4lt in seinem Werk der Gesellschaft das entgegen, was sie in ihrem allt\u00e4glichen Wortgebrauch unterschl\u00e4gt. Ein guter Einstieg in sein Werk ist <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2010\/01\/18\/der-sudelbuchschreiber\/\"><em>Zombies<\/em><\/a>, das unter Weigoni-Aficionados als zug\u00e4nglichstes Buch gilt: \u201eDiese Erz\u00e4hlungen sind voller Humor und streckenweise so schwarz, da\u00df sie unter der Kohlenkiste noch einen Schatten werfen w\u00fcrden.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Humor ist die Verdauung der Satten, Satire der Schrei der Hungrigen. Roda Roda Das ist das Wesen der Satire, aber wie erreicht sie ihre gro\u00dfen Wirkungen, mit welchen Mitteln arbeitet sie? 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