{"id":80422,"date":"2023-12-27T00:01:29","date_gmt":"2023-12-26T23:01:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=80422"},"modified":"2022-02-26T14:12:16","modified_gmt":"2022-02-26T13:12:16","slug":"spiegelei-mit-speck","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2023\/12\/27\/spiegelei-mit-speck\/","title":{"rendered":"Spiegelei mit Speck"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1937 war kein gutes Jahr f\u00fcr mich. Es gab einfach zu viele Privatdetektive in San Francisco. Seit Wochen hatte ich keinen Auftrag mehr erhalten. Aber irgendwie passte es zu diesem entsetzlich kalten Winter. Sogar die Wasserleichen in der Frisco-Bay trieben mit dem Gesicht nach unten, weil sie von dem Elend der Welt genug hatten. Nur die Katzen tanzten unbeeindruckt Jitterbug in der Regenrinne.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vielleicht hatte mich das abgelenkt. Ich hatte das Klopfen an der T\u00fcr jedenfalls nicht geh\u00f6rt. So stand sie v\u00f6llig unvermittelt in meinem B\u00fcro, eine eiskalte, nachtblaue Sch\u00f6nheit, mit pinkfarben lackierten Fingern\u00e4geln, drapiert in ein hautenges Cocktailkleid und einen Mantel aus dem Fell handgew\u00fcrgter Opossums. Imposant in jeder Beziehung. Gewiss w\u00e4ren bei ihrem Eintritt s\u00e4mtliche Bilder von den W\u00e4nden gefallen, wenn ich denn Bilder an den W\u00e4nden gehabt h\u00e4tte. Doch am Pinboard balzten nur die Zahlungsbefehle. Au\u00dferdem klebten seit Wochen zwei vertrocknete Burritos auf der gelbstichigen Raufaser.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und auf einmal stand diese unglaubliche Frau in meinem B\u00fcro, und pl\u00f6tzlich liebte ich meinen Beruf. Um mein Entz\u00fccken zu \u00fcberspielen, biss ich kurz in die Platte meines Schreibtischs. Ein kaum merkliches Zittern durchlief den K\u00f6rper der Sch\u00f6nen. Sie holte tief Luft und wollte eine langatmige Erkl\u00e4rung abgeben. Doch ich wusste l\u00e4ngst Bescheid: \u00bbEs geht um ihre Schwester, ein reines, unschuldiges Ding vom Lande. Sie riss von zu Hause aus und ist hier in der Gro\u00dfstadt verschwunden. Bestimmt ist die Kleine an falsche Freunde geraten und nun werden Sie vor Sorge fast verr\u00fcckt. Also flehen Sie mich an, Ihre kleine Schwester auf- zutreiben und in den sicheren Hafen der heilen Familie zur\u00fcckzuf\u00fchren. Oh Gott, wie oft habe ich mir diese kleinen, schmutzigen Geschichten hier in diesem B\u00fcro schon anh\u00f6ren m\u00fcssen.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Blondine schwieg einen Moment ergriffen. Dann sagte sie: \u00bbDummes Zeug! Meine Schwester ist eine Schlampe. Ich kann das kleine Mistst\u00fcck nicht ausstehen. Und h\u00f6ren sie mir auf mit meiner Familie. Mein Vater ist Trinker, meine Mutter Nonne. Nein, es geht um etwas ganz anderes. Ich habe vor zwei Stunden meinen Liebhaber erschossen und sein Bankschlie\u00dffach ausger\u00e4umt. Heute Nacht geht mein Schiff nach Panama, aber ich muss vorher wissen, ob die Bullen schon hinter mir her sind. Das herauszufinden ist ihr Job.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damit war alles gesagt. Sie kritzelte mir noch den Treffpunkt im Hafen auf einen Zettel und verschwand so unbemerkt, wie sie gekommen war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich machte mich sofort an die Arbeit. Dazu geh\u00f6rte ein Besuch bei der Polizei. Seitdem mein alter Dodge gepf\u00e4ndet ist, bin ich auf \u00f6ffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Auch das kann interessant sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Chinatown flanierte eine Handvoll Jugendlicher im Schein der Stra\u00dfenlaternen. Sie sahen gef\u00e4hrlich aus in ihren braunen Schlaghosen und schwarzwei\u00dfen Schuhen. Und doch beeindruckte mich die L\u00e4ssigkeit, mit der sie sich gegenseitig die Fingerkuppen amputierten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein versoffener alter Mann sa\u00df mir in der Cable Car gegen\u00fcber und fing unvermittelt an loszubrabbeln: \u00bbEinst wird kommen der Tag, an dem eine magere Blondine in das englische K\u00f6nigshaus einheiratet und daraufhin wird der Thronfolger wunderlich werden. Es wird die Atombombe geben und den Opel Adam.\u00ab Ein feiner Faden Speichel rann seinen unrasierten Mundwinkel herunter, er suchte nach Zigaretten, w\u00e4hrend er weiter erz\u00e4hlte: \u00bbEs wird einen Franz Beckenbauer geben und eine S\u00e4ngerin namens Nana Mouskouri. Doch sie wird keine Schallplatten machen, sondern so kleine silberne Dinger, die nennen sich Compact-Disc.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Prophezeiungen des Alten beunruhigten mich, also stand ich auf und schlug ihn zusammen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich hatte nicht viele Freunde bei der Polizei, doch H\u00f6rb Koslowski war einer von Ihnen. Koslowski kannte ich noch von meinem allerersten Auftrag. Gemeinsam suchten wir damals einen ber\u00fcchtigten Gew\u00fcrzgurken-F\u00e4lscher. Bei einer Verfolgungsjagd schoss ich ihm versehentlich in den Fu\u00df.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch Koslowski war nicht nachtragend, was ich ihm hoch anrechnete. Im Revier war er nicht zu \u00fcbersehen, denn er war ein ziemlich schr\u00e4ger Cop. Vor zwei Jahren fahndete das <em>San Francisco Police Departement <\/em>nach einem Sittlichkeitsverbrecher. Um den T\u00e4ter eine Falle zu stellen, hatte sich Koslowski mit Per\u00fccke und Damenkleid getarnt. Der T\u00e4ter wurde dennoch nicht gefasst, aber H\u00f6rb Koslowski hat man seit jenem Abend nie wieder ohne Kleid gesehen. Auch bei unserem Gespr\u00e4ch trug der schlechtrasierte Zweieinhalb-Zentner-Mann ein lindgr\u00fcnes Cocktail-Kleid mit pailletten-geschm\u00fccktem, tiefen Dekollet\u00e9, aus dem Koslowskis \u00fcppige Brustbehaarung hervorquoll. Er rauchte eine Havanna und wie immer stand eine Flasche billiger Bourbon auf seinem Schreibtisch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbNa Schn\u00fcffler, was gibt\u2019s?\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das war eine f\u00fcr Koslowski ungew\u00f6hnliche Freundlichkeit, die mich alarmierte. Nat\u00fcrlich lie\u00df ich mir nichts an- merken. Dennoch war sein Anblick etwas irritierend.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beil\u00e4ufig hatte ich in meinen Trenchcoat uriniert, nur um zu zeigen, dass ich die Situation im Griff hatte. Ich stellte die \u00fcblichen Fragen, fragte nach einem Mord, verbunden mit einem ausger\u00e4umten Schlie\u00dffach, nach Spuren und m\u00f6glichen Verd\u00e4chtigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Koslowski zuckte gelangweilt die Schultern. \u00bbDavon h\u00f6re ich zum ersten Mal. Wir fahnden gerade nach einem anonymen Ziegensch\u00e4nder, psychopathischen Falschparkern und einem manisch-depressiven Gelegenheits-Zuh\u00e4lter. Von Mord wei\u00df ich nichts.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich wechselte das Thema und empfahl mich bald darauf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Polizei wusste also von nichts. Nun, das hatte nichts zu bedeuten. Das San Francisco Police Departement ist vom Verbrechen an sich meist \u00fcberfordert. Der Massen-Selbstmord einer obskuren Mars-J\u00fcnger-Sekte wurde versehentlich von einem Postboten aufgekl\u00e4rt. Und als eine Gruppe marodierender Mexikanerinnen die Zentralbank ausraubte, half ihnen ein zuf\u00e4llig anwesender Streifenbeamter beim Einparken des Fluchtwagens.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich musste also meine Quellen aus der Unterwelt anzapfen. Und da konnte mir nur noch Berta helfen. Anfang des Jahrhunderts hatte sie als Sch\u00f6nheitst\u00e4nzerin im Hafenbezirk manch griechischem Vollmatrosen den Kopf verdreht. Doch diese Zeiten sind lange vorbei. Erst letzte Woche ist ihr beim Nudelessen in einem italienischen Steh-Imbiss ein Ohr abgefallen. Dieser Vorfall deprimierte Berta erheblich, deshalb freute sie sich besonders, mich zu sehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Immerhin langte Bertas Ruhm noch f\u00fcr einen Stamm- platz in einer drittklassigen Bar und f\u00fcr genug Schnaps, um das eigene Elend zu vergessen. Ich goss ihr ein Glas Sp\u00fclmittel ein und sie schluckte es herunter, ohne mit der Wimper zu zucken. Gut, sie hatte auch keine Wimpern mehr, und daf\u00fcr zuckte an Berta so manches andere.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Keine zwei Stunden sp\u00e4ter war Berta ansprechbar. Auch sie fragte ich nach einem postmortal entsorgten Liebhaber und einem leeren Bankschlie\u00dffach. Auch sie wusste nichts. Die gestandenen Gangster waren in Chicago oder an der Wallstreet, die Kleinganoven wurden entweder von der Heilsarmee missioniert oder waren zur Fortbildung in Sizilien.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ratlos lie\u00df ich Berta zur\u00fcck. Irgendetwas lief schief mit diesem Fall, ich sp\u00fcrte es genau. Meine Prostata schmerzte. Mit einem beunruhigenden, aber reichlich vagen Gef\u00fchl der Gefahr begab ich mich abends zum vereinbarten Treffpunkt am Hafen. Sie erwartete mich schon, in einem engen Goldlam\u00e9-Pliss\u00e9e-Rock, malerisch durch nachl\u00e4ssige Brandflecke veredelt. Ein elegant geschwungener, breitkrempiger Hut verh\u00fcllte ihr Antlitz. Der Rauch ihrer \u00e4gyptischen Zigarette stieg hoch, vermischte sich mit ihrem exotischen Parf\u00fcm, dem Gestank verwesender Fische und jenem unverwechselbaren Odeur, der nun mal den Mageninhalt vereinsamter Matrosen ausmacht. Mit mildem Schmelz in der Stimme fragte sie: \u00bbNun, was haben Sie mir zu sagen?\u00ab Dann, nach einer Pause, in der ich mit meinem Leben ab- schloss, fuhr sie fort: \u00bbWas k\u00f6nnen Sie mir bieten?!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich hatte nichts in der Hand. Das lag an meiner Unf\u00e4higkeit. Ich hatte auch nichts in der Hose. Das lag an meiner Angst. Also verlie\u00df ich mich auf meinen Instinkt. Privatdetektive in meiner Situation verlassen sich immer auf ihren Instinkt. Die wenigsten \u00fcberleben das. Das war mir klar. Ich musste alles auf eine Karte setzen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbHaben Sie im Ernst geglaubt, Sie k\u00f6nnten mir etwas vormachen, Ma\u2019am? Sie haben niemals ihren Liebhaber ermordet und auch kein Schlie\u00dffach ausgeraubt. In Wahrheit hei\u00dfen sie Penelope Ribbenworth, sind 23 Jahre alt und arbeiten im Gr\u00fcnfl\u00e4chenamt der Stadt San Francisco. In ihrer Freizeit sammeln Sie Margarine-Bilder und suchen seit Jahren verzweifelt einen kompetenten Therapeuten.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ihr K\u00f6rper versteifte sich. Ruckartig hob sie den Kopf, so dass ihr Hut nach hinten rutschte und den Blick auf ihr Antlitz freigab. Ihre Gesichtsz\u00fcge waren erstarrt, ihre Augen weit aufgerissen. Sie war immer noch wundersch\u00f6n.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit tonloser Stimme fragte sie: \u00bbWoher wussten sie&#8230;\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch sie wartete meine Antwort nicht ab, sondern drehte sich abrupt weg und verschwand in der Dunkelheit des Hafendistrikts. Noch einige Augenblicke lang h\u00f6rte ich das leiser werdende Klacken ihrer High Heels auf dem Pflaster, untermalt vom R\u00f6cheln der Hafenarbeiter, die zuf\u00e4llig Zeugen unserer Begegnung geworden waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich bin ihr nicht nachgegangen in dieser Nacht. Erst Jahre sp\u00e4ter h\u00f6rte ich wieder von ihr. Sie hatte als Hausfrau in Montana eine v\u00f6llig neuartige T\u00fctensuppe entwickelt und wurde unglaublich reich damit. Aber das war schon weit in den f\u00fcnfziger Jahren, lange, nachdem mir nordkoreanische Geheimagenten operativ die Nase entfernt hatten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An jenem Abend verlie\u00df ich den Hafen durchaus mit mir zufrieden. Drau\u00dfen traf ich den alten Mann, der mir schon am Morgen aufgefallen war. Als er mich erkannte, schien er sich zu freuen, denn er hob seine Stimme an: \u00bbEinst wird kommen der Tag, an dem alle Familien einen Mikrowellen- Herd haben, und Toilettenreiniger, die nach Zitrone duften. Und es wird Helene Fischer und Florian Silbereisen geben und die Talkshow von Markus Lanz. Und gemeinsam werden sie die ganze n\u00f6rdliche Hemisph\u00e4re in Angst und Schrecken versetzen. Es wird Kondome mit Lakritzgeschmack geben. Und ein kleines gr\u00fcnes M\u00e4nnchen, das sie Pumuckl nennen&#8230;\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da wurde es mir zu bunt, ich zog meinen Revolver und erschoss ihn.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Irgendwas ist immer<\/strong>, Stories von Markus Peters, CHORA Verlag, Duisburg, 2021<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Peters_Cover.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-80343 alignleft\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Peters_Cover-189x300.jpg\" alt=\"\" width=\"189\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Peters_Cover-189x300.jpg 189w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Peters_Cover-160x255.jpg 160w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Peters_Cover.jpg 220w\" sizes=\"auto, (max-width: 189px) 100vw, 189px\" \/><\/a>Mit diesen gro\u00dfartig geschriebenen Prekariatsstories setzt Markus Peters die Tradition der nonkonformistischen Literatur nicht etwa fort, er f\u00fchrt sie zu neuer literarischer Gr\u00f6\u00dfe. Man merkt seinen Worten an, das sich der Autor auch <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/09\/23\/gastro-picasso\/\">Lyriker<\/a> einen Namen gemacht hat, so pr\u00e4zise ist die Sprache gesetzt. Es sind Geschichten von der Schattenseite der deutschen Gesellschaft, die Peters umso heller ausleuchtet, er begibt sich an Orte, zu denen sich die Kommerzsender mit ihren gecasteten Formaten nicht mehr hintrauen.\u00a0<span class=\"body\" role=\"main\">Das Bemerkenswerteste an seinen Satiren, Stories und Kolumnen ist, bei aller Lakonie und Unsentimentalit\u00e4t, die uneingeschr\u00e4nkte Solidarit\u00e4t mit seinen Figuren, ohne jegliche Distanz und Ironie. Unterschichten-Elendsvoyeurismus wie ihn der NDR mit einer get\u00fcrkten Reportage \u00fcber den Stra\u00dfenstrich ins \u00f6ffentlichen-rechtlichen Geb\u00fchren-TV hob,\u00a0<\/span><span class=\"body\" role=\"main\">sucht man in seinen Satiren, Stories und Kolumnen vergeblich, es ist vielmehr ein journalistischer Blick auf die Realit\u00e4t. Seine gleichsam essayistischen Betrachtungen leben\u00a0<\/span>von der Schilderung der Realit\u00e4t im Bruchst\u00fcck.\u00a0<span class=\"body\" role=\"main\">Auf unterhaltsame Weise\u00a0verpasst dieser Autor dem Alltag in seinen Satiren, Stories und Kolumnen einen wohldosierten Dreh ins Aberwitzige. Einen Vergleich mit der Prosa von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/08\/31\/ziegelsteingroesse\/\">Clemens Meyer<\/a> braucht dieser Autor nicht zu scheuen. F\u00fcr KUNO war dieses Buch ein Anw\u00e4rter auf &#8222;das Buch des Jahres&#8220; 2021.<\/span><\/p>\n<p><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192 <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu den Gr\u00fcndungsmythen der alten BRD geh\u00f6rt die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/04\/01\/nonkonformistische-literatur\/\">Nonkonformistische Literatur<\/a>, lesen Sie dazu auch ein Portr\u00e4t von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2000\/04\/04\/vauo\/\">V.O. Stomps<\/a>, dem Klassiker des Andersseins. Kaum jemand hat die L\u00fcckenhaftigkeit des <em>Underground<\/em> so konzequent <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/09\/24\/underground\/\">erz\u00e4hlt<\/a> wie N\u00ed Gudix und ihre <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/08\/23\/kritik-an-der-literarischen-alternative\/\">Kritik an der literarischen Alternative<\/a> ist berechtigt. Ein Portr\u00e4t von N\u00ed Gudix findet sich <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/08\/16\/da-lernst-du-die-menschen-kennen\/\">hier<\/a> (und als Leseprobe ihren <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2006\/12\/30\/hausaffentango\/\">Hausaffentango<\/a>). Lesen Sie auch die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/09\/24\/erinnerungen\/\">Erinnerungen an den Bottroper Literaturrocker<\/a> von Werner Streletz und den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/09\/28\/rip-bruno\/\">Nachruf<\/a> von Bruno Runzheimer. Zum 100. Geburtstag von Charles Bukowski, eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/08\/16\/ledertasche-geborgt\/\">Doppelbesprechung<\/a> von Hartmuth Malornys Ruhrgebietsroman <em>Die schwarze Ledertasche<\/em>. 1989 erscheint Helge Schneiders allererste Schallplatte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26990\"><em>Seine gr\u00f6\u00dften Erfolge<\/em><\/a>, produziert von Helge Schneider und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/07\/20\/klangkloetzchen\/\">Tom T\u00e4ger<\/a> im Tonstudio\/Ruhr. Lesen Sie auch das <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26709\">Portr\u00e4t <\/a>der einzigartigen Proletendiva aus dem Ruhrgebeat auf KUNO. In einem Kollegengespr\u00e4ch mit Barbara Ester dekonstruiert A.J. Weigoni die <em><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/10\/09\/ruhrgebietsromantik\/\">Ruhrgebietsromantik<\/a><\/em>. Mit<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=6071\"> Kersten Flenter<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/06\/23\/killroy-review\/\">Michael Sch\u00f6nauer<\/a> geh\u00f6rte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/08\/24\/polyphone-ich-erzaehlungen\/\">Tom de Toys<\/a> zum\u00a0Dreigestirn des deutschen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/01\/05\/bewegung\/\">Poetry Slam<\/a>. Einen Nachruf von Theo Breuer auf den Urvater des Social-Beat finden Sie <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/03\/07\/hubsch-revisited\/\">hier<\/a> \u2013 Sowie selbstverst\u00e4ndlich his <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/06\/25\/wie-was-social-beat-ist-und-warum-und-warum-nicht\/\">Masters voice<\/a>. Und Dr. Stahls kaltgenaue <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2002\/06\/26\/social-beat-vs-digitales-dasein\/\">Analyse<\/a>. \u2013 Constanze Schmidt beschreibt den Weg von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26080\">Proust zu Pulp<\/a>. Ebenso eindr\u00fccklich empfohlen sei Heiner Links <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=42272\">Vorwort<\/a> zum Band Trash-Piloten. Inzwischen hat sich Trash andere Kunstformen erobert, dazu die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/11\/01\/trash-eine-einfuehrung\/\">Aufmerksamkeit<\/a> einer geneigten Kulturkritik. In der Reihe <em>Gossenhefte<\/em> zeigt sich, was passiert, wenn sich literarischer Bodensatz und die Reflexionsm\u00f6glichkeiten von popul\u00e4rkulturellen Tugenden nahe genug kommen, der Essay <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=35655\"><em>Perlen des Trash<\/em><\/a> stellt diese Reihe ausf\u00fchrlich vor. Die KUNO-Redaktion bat A.J. Weigoni um einen Text mit Bezug auf die Mainzer Minpressenmesse (MMPM) und er kramte eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1993\/05\/31\/treff-der-titanen\/\">Realsatire<\/a> aus dem Jahr 1993 heraus, die er f\u00fcr den Mainzer Verleger Jens Neumann geschrieben hat. J\u00fcrgen Kipp \u00fcber die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/06\/01\/geschichte-und-aufgaben-des-mainzer-minipressen-archives-mmpa\/\">Aufgaben des Mainzer Minipressen-Archives<\/a>. Ein w\u00fcrdiger Abschlu\u00df gelingt Boris Kerenski mit <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/03\/30\/wer-war-ist-noch-social-beat\/\">Stimmen aus dem popliterarischen Untergrund<\/a><strong>.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; 1937 war kein gutes Jahr f\u00fcr mich. Es gab einfach zu viele Privatdetektive in San Francisco. Seit Wochen hatte ich keinen Auftrag mehr erhalten. Aber irgendwie passte es zu diesem entsetzlich kalten Winter. Sogar die Wasserleichen in der Frisco-Bay&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2023\/12\/27\/spiegelei-mit-speck\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":60,"featured_media":98028,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[771],"class_list":["post-80422","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-markus-peters"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80422","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/60"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=80422"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80422\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":100857,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80422\/revisions\/100857"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/98028"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=80422"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=80422"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=80422"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}