{"id":80412,"date":"2023-01-29T00:01:31","date_gmt":"2023-01-28T23:01:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=80412"},"modified":"2022-02-25T09:58:05","modified_gmt":"2022-02-25T08:58:05","slug":"freier-fall-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2023\/01\/29\/freier-fall-2\/","title":{"rendered":"Freier Fall"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alles war schiefgegangen. Thompson hatte den Abgabetermin f\u00fcr das neue Konzept um 48 Stunden vorgezogen. Und jetzt blieb er doch nur zw\u00f6lf Stunden in Paris. Aus Sicherheitsgr\u00fcnden konnten wir nicht riskieren, die Unterlagen via Fax oder Mail in sein Hotel zu schicken. Au\u00dferdem war be- stimmt noch einiges zu erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich musste sofort nach Paris. Doch der Ferienbeginn brachte die Autobahnen zum Kollabieren und den ICE stoppte irgendein Erdrutsch. Ein Linienflug war nat\u00fcrlich auch nicht mehr zu bekommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Immerhin bekam ich noch eine Privatmaschine gechartert, eine kleine, wei\u00dfe Cessna, nicht gerade fabrikneu, wei\u00df lackiert mit zwei schmalen roten Streifen an den Seiten. Ein Regenflug hatte seine Spuren als schmierige, schwarze Schlieren um den Propeller hinterlassen. Die Pilotin erwartete mich neben dem Rollfeld, dunkelbraune Haare mit einem Stirnband geb\u00e4ndigt, die Sonnenbrille hochgeschoben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vielleicht war sie attraktiv, der dunkelblaue Overall zeigte nicht viel. Aber ihr L\u00e4cheln war offen und ihr H\u00e4ndedruck fest: \u00bbIhr B\u00fcro hat mir gesagt, dass Sie schon mal mit einer Cessna geflogen sind. Dann kennen Sie sich ja aus. Schnallen Sie sich schon mal an, es geht gleich los.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie beendete den Check und stieg ein: \u00bbFliegen Sie gerne?\u00ab Ich nickte, aber wohl nicht \u00fcberzeugend genug. Sie grinste: \u00bbFallen Sie nicht auf die Schlagzeilen herein! Die \u00d6ffentlichkeit reagiert nur, wenn alle paar Monate mal eine Cessna oder Beechcraft vom Himmel f\u00e4llt. T\u00e4glich schwirren ein paar hundert dieser Maschinen quer \u00fcber die Re- publik, ohne dass es jemandem auff\u00e4llt.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie strahlte sehr viel Sicherheit aus. Ich erinnerte mich an meinen letzten Linienflug. Bei der Unwetter-Landung auf Shiphol sa\u00df eine der Stewardessen zwei Pl\u00e4tze vor mir. Sie hatte wachsbleiche Z\u00fcge und auch Minuten nach dem Aus- rollen war sie nicht f\u00e4hig, aufzustehen. Das baut nicht gerade auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch meine Pilotin war die Ruhe selbst. Mit einem Blick pr\u00fcfte sie, ob ich mich angeschnallt hatte. Mich beunruhigte nicht, dass sie eine Frau war, doch ich registrierte das Chaos auf den hinteren Notsitzen, und der Geruch nach Maschinen\u00f6l und Kerosin lie\u00df mich eine leckende Leitung bef\u00fcrchten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es kam der obligatorische knappe Dialog mit dem Tower. Dann brachte sie die Maschine auf die Piste und beschleunigte. Jede Unebenheit auf der Startbahn \u00fcbertrug sich auf meinen Magen. Keine dreihundert Meter entfernt von uns setzte ein Interkontinental-Jet zur Landung an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mein Gesicht musste B\u00e4nde sprechen: \u00bbVertrauen Sie mir nicht?\u00ab, fragte sie. \u00bbDas habe ich nicht gesagt.\u00ab Sie lachte lautlos. Sie schob einige Regler vor, immer schneller wurde die Maschine, fast unmerklich hob sich ihre Schnauze. Lange vor dem Ende der Startbahn war die Cessna in der Luft und stieg in einem sanften Winkel. Ein unmerkliches Vibrieren ging durch die Maschine, verschwand in einer leichten Linkskurve, w\u00e4hrend unsere rechte Fl\u00fcgelspitze einige luftige Cirruswolken touchierte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit den Fingerspitzen justierte sie das Flugzeug. Ein Teil des Kabinendachs war aus Plexiglas und zeigte den Himmel \u00fcber uns, viel imposanter, als er von der Erde aussieht. Jegliche Anspannung war aus ihrer Haltung verschwunden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbNa, wie war ich?\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbExzellent\u00ab, best\u00e4tigte ich; offensichtlich genau das, was sie h\u00f6ren wollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbEiner meiner Kollegen macht beim Abheben immer die Augen zu und z\u00e4hlt dann von zw\u00f6lf an r\u00fcckw\u00e4rts auf null. Piloten sind h\u00e4ufig etwas verr\u00fcckt.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie erz\u00e4hlte vom Chefpiloten einer internationalen Airline, der seine Flugangst mit Hochprozentigem bek\u00e4mpft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbDie Angst qu\u00e4lt ihn, aber er kann nicht mehr ohne. Ich kann das gut verstehen.\u00ab Und w\u00e4hrend die Cessna einige bescheidene Sch\u00f6nwetterwolken kreuzte, berichtete sie von einem Regionalpiloten, der aus Angst vor Luftpiraten die Cockpit-T\u00fcr schon vor dem Start unter Schwachstrom setzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich fragte, weshalb sie Pilotin geworden ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbMein erster Freund war Pilot. Gelegentlich nahm er mich mit, mit einer alten Propeller-Maschine. Er hat mir alles beigebracht. Die Pr\u00fcfung war nachher kein Problem mehr.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbWarum haben Sie sich getrennt, wenn ich fragen darf?\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbDas hat sich so ergeben. Eines Morgens flog er nach Griechenland und crashte in einen Berg.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbOh nein!\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbEs h\u00f6rt sich tragischer an, als es tats\u00e4chlich war. Er kam aus den Wolken und schon schlug er auf. Er hatte keine Zeit mehr gehabt, um sich zu erschrecken.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbUnd das macht Ihnen keine Angst?\u00bb<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie lachte. \u00bbNein, warum auch? Ich fliege, weil ich wissen will, wo meine Grenzen sind.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und wie um es mir zu beweisen, drosselte sie den Motor. Die Maschine vibrierte st\u00e4rker und wir verloren etwas an H\u00f6he. Auf einen Schlag wurde mir bewusst, wie filigran die Stabilit\u00e4t eines Flugzeugs ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie hatte eine hauchd\u00fcnne Narbe auf der linken Wange.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vielleicht starrte ich einen Moment zu lange, denn sie er- kl\u00e4rte:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbErinnerung an ein kleines Problem auf dem Flughafen von Sofia.\u00ab Sie hatte einen \u00e4lteren Learjet von Wien nach Sofia gebracht. Beim Aufsetzen knickte das linke Fahrwerk ab und sie rutschte die ganz L\u00e4nge der Landebahn entlang. \u00bbDabei splitterte das Glas der Kanzel, obwohl es eigentlich nicht splittern soll. Voil\u00e0!\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Motor lief ruhig. Ihr K\u00f6rper streckte sich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbEigentlich bin ich dankbar f\u00fcr diese kleinen Zwischenf\u00e4lle. Ansonsten w\u00e4re mein Job vielleicht zu langweilig.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbUnd was machen Sie gegen diese Langeweile, wenn es keine kleinen Zwischenf\u00e4lle gibt?\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie grinste: \u00bbIch provoziere. Ich fliege dann und wann mit ausgeschaltetem Motor.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich hielt das f\u00fcr einen Scherz, doch sie sch\u00fcttelte den Kopf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbAlles halb so wild. Das Risiko ist kalkulierbar. Wenn bei einem Flugzeug die Triebwerke ausfallen, f\u00e4llt es nicht wie ein Stein zu Boden, sondern gleitet noch einige Sekunden weiter. Dann erst verliert es die H\u00f6he und seine Stabilit\u00e4t, trudelt und schmiert ab. Ab diesem Punkt kann man nichts mehr machen.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbUnd das funktioniert?\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbEinmal habe ich mich bei einer kleinen amerikanischen Fluggesellschaft als Linienpilotin beworben. Sie lie\u00dfen mich einen Probeflug mit einer alten Boing machen. Der Chefpilot der Gesellschaft und der Personalchef waren mit an Bord. Bei 30.000 Fu\u00df H\u00f6he stellte ich die Triebwerke ab. Es war ein gro\u00dfartiges Erlebnis f\u00fcr uns alle, aber sie haben mich nicht eingestellt.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es wurde ihre pers\u00f6nliche Marotte: Bei einem Flug nach Helsinki schaltete sie \u00fcber der finnischen Seenplatte den Motor ab. Hundertzwanzig Meter \u00fcber der Wasseroberfl\u00e4che fing sie die Maschine ab. Ihr Fluggast, ein \u00e4lterer japanischer Gesch\u00e4ftsmann, zeigte sie bei der Flugaufsicht an. Niemand glaubte ihm. Au\u00dferdem war sie zu diesem Zeitpunkt nirgendwo auf dem Radar. Sie bereute nichts. Im Gegenteil.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie grinste mich an: \u00bbWas ist, wollen wir es mal riskieren?\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich sah sie stumm an. Ich dachte an Paris, an Thompson, den Choleriker, dessen Zeit eigentlich schon lange vorbei ist, von dessen Unterschrift aber so viele Arbeitspl\u00e4tze abh\u00e4ngen, meiner eingeschlossen. Ich dachte an Claudia und die Kinder, die Hypotheken und an das Boot, das ich vor zwei Jahren sehr g\u00fcnstig h\u00e4tte haben k\u00f6nnen, und das ich mir dann doch nicht gekauft habe. Ich nickte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Souver\u00e4n griff sie in die Regler und schaltete den Motor aus. Sie fl\u00fcsterte: \u00bbMan darf die Benzinzufuhr nicht unterbrechen, sonst kann die Maschine nicht mehr starten.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Stille war unheimlich, nur der Wind pfiff an den Tragfl\u00e4chen und der Kabine vorbei. Die Maschine sackte ein St\u00fcck ab, doch die Steuerung folgte perfekt, sofort lag die Cessna wieder stabil. Doch sie fiel rapide. Der H\u00f6henmesser schlug Kapriolen. Ich war im Nu schwei\u00dfgebadet. Die Schnauze kippte nach vorn, doch die Pilotin reagierte sofort und pendelte die Maschine aus. Mit der rechten Hand dr\u00fcckte sie auf den Starter, der warmgelaufene Propeller reagierte sofort, die Maschine machte einen Satz nach vorne und wir stiegen wieder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbImmerhin, fast sieben Sekunden ohne\u00ab, meinte sie. Am Horizont zerschnitten zwei franz\u00f6sische Jagdbomber im Formationsflug den Himmel. Eine halbe Stunde sp\u00e4ter landeten wir sicher in Paris-Orly.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich flog danach noch \u00f6fter mit ihr. Nicht immer konnten wir das Spiel spielen. Manchmal war das Wetter nicht ge eignet, hin und wieder f\u00fchlte sie sich auch nicht gut genug in Form. Vor zwei Jahren h\u00f6rte ich das letzte Mal von ihr. Sie sollte eine alte Antonow von Riga nach Frankfurt \u00fcberf\u00fchren. Kurz vor der Landung brach eine Tankleitung. F\u00fcr das zweite Triebwerk war die Belastung zu gro\u00df. Sie war schon im Sinkflug und hat die Maschine nicht mehr hochgekriegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Irgendwie passte es zu ihr. Vielleicht war dieser Crash der letzte definitive Kick, nach dem sie ihr ganzes Leben lang gesucht hatte. Doch der offizielle Bericht der Luftfahrtbeh\u00f6rde, im Internet ver\u00f6ffentlicht, belehrte mich eines Besseren. Die brennende Maschine war schnell gel\u00f6scht gewesen, die Flammen hatten das Cockpit nicht erreicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In ihrem Gesicht muss schiere Panik gestanden haben, ihre H\u00e4nde hielten auch im Moment des Aufschlags das Steuerruder fest umklammert. Um die Leiche zu bergen, musste die Feuerwehr ihre Finger brechen, sonst h\u00e4tte sie nicht losgelassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Irgendwas ist immer<\/strong>, Stories von Markus Peters, CHORA Verlag, Duisburg, 2021<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Peters_Cover.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-80343 alignleft\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Peters_Cover-189x300.jpg\" alt=\"\" width=\"189\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Peters_Cover-189x300.jpg 189w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Peters_Cover-160x255.jpg 160w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Peters_Cover.jpg 220w\" sizes=\"auto, (max-width: 189px) 100vw, 189px\" \/><\/a>Mit diesen gro\u00dfartig geschriebenen Prekariatsstories setzt Markus Peters die Tradition der nonkonformistischen Literatur nicht etwa fort, er f\u00fchrt sie zu neuer literarischer Gr\u00f6\u00dfe. Man merkt seinen Worten an, das sich der Autor auch <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/09\/23\/gastro-picasso\/\">Lyriker<\/a> einen Namen gemacht hat, so pr\u00e4zise ist die Sprache gesetzt. Es sind Geschichten von der Schattenseite der deutschen Gesellschaft, die Peters umso heller ausleuchtet, er begibt sich an Orte, zu denen sich die Kommerzsender mit ihren gecasteten Formaten nicht mehr hintrauen.\u00a0<span class=\"body\" role=\"main\">Das Bemerkenswerteste an seinen Satiren, Stories und Kolumnen ist, bei aller Lakonie und Unsentimentalit\u00e4t, die uneingeschr\u00e4nkte Solidarit\u00e4t mit seinen Figuren, ohne jegliche Distanz und Ironie. Unterschichten-Elendsvoyeurismus wie ihn der NDR mit einer get\u00fcrkten Reportage \u00fcber den Stra\u00dfenstrich ins \u00f6ffentlichen-rechtlichen Geb\u00fchren-TV hob,\u00a0<\/span><span class=\"body\" role=\"main\">sucht man in seinen Satiren, Stories und Kolumnen vergeblich, es ist vielmehr ein journalistischer Blick auf die Realit\u00e4t. Seine gleichsam essayistischen Betrachtungen leben\u00a0<\/span>von der Schilderung der Realit\u00e4t im Bruchst\u00fcck.\u00a0<span class=\"body\" role=\"main\">Auf unterhaltsame Weise\u00a0verpasst dieser Autor dem Alltag in seinen Satiren, Stories und Kolumnen einen wohldosierten Dreh ins Aberwitzige. Einen Vergleich mit der Prosa von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/08\/31\/ziegelsteingroesse\/\">Clemens Meyer<\/a> braucht dieser Autor nicht zu scheuen. F\u00fcr KUNO war dieses Buch ein Anw\u00e4rter auf &#8222;das Buch des Jahres&#8220; 2021.<\/span><\/p>\n<p><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192 <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu den Gr\u00fcndungsmythen der alten BRD geh\u00f6rt die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/04\/01\/nonkonformistische-literatur\/\">Nonkonformistische Literatur<\/a>, lesen Sie dazu auch ein Portr\u00e4t von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2000\/04\/04\/vauo\/\">V.O. Stomps<\/a>, dem Klassiker des Andersseins. Kaum jemand hat die L\u00fcckenhaftigkeit des <em>Underground<\/em> so konzequent <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/09\/24\/underground\/\">erz\u00e4hlt<\/a> wie N\u00ed Gudix und ihre <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/08\/23\/kritik-an-der-literarischen-alternative\/\">Kritik an der literarischen Alternative<\/a> ist berechtigt. Ein Portr\u00e4t von N\u00ed Gudix findet sich <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/08\/16\/da-lernst-du-die-menschen-kennen\/\">hier<\/a> (und als Leseprobe ihren <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2006\/12\/30\/hausaffentango\/\">Hausaffentango<\/a>). Lesen Sie auch die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/09\/24\/erinnerungen\/\">Erinnerungen an den Bottroper Literaturrocker<\/a> von Werner Streletz und den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/09\/28\/rip-bruno\/\">Nachruf<\/a> von Bruno Runzheimer. Zum 100. Geburtstag von Charles Bukowski, eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/08\/16\/ledertasche-geborgt\/\">Doppelbesprechung<\/a> von Hartmuth Malornys Ruhrgebietsroman <em>Die schwarze Ledertasche<\/em>. 1989 erscheint Helge Schneiders allererste Schallplatte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26990\"><em>Seine gr\u00f6\u00dften Erfolge<\/em><\/a>, produziert von Helge Schneider und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/07\/20\/klangkloetzchen\/\">Tom T\u00e4ger<\/a> im Tonstudio\/Ruhr. Lesen Sie auch das <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26709\">Portr\u00e4t <\/a>der einzigartigen Proletendiva aus dem Ruhrgebeat auf KUNO. In einem Kollegengespr\u00e4ch mit Barbara Ester dekonstruiert A.J. Weigoni die <em><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/10\/09\/ruhrgebietsromantik\/\">Ruhrgebietsromantik<\/a><\/em>. Mit<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=6071\"> Kersten Flenter<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/06\/23\/killroy-review\/\">Michael Sch\u00f6nauer<\/a> geh\u00f6rte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/08\/24\/polyphone-ich-erzaehlungen\/\">Tom de Toys<\/a> zum\u00a0Dreigestirn des deutschen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/01\/05\/bewegung\/\">Poetry Slam<\/a>. Einen Nachruf von Theo Breuer auf den Urvater des Social-Beat finden Sie <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/03\/07\/hubsch-revisited\/\">hier<\/a> \u2013 Sowie selbstverst\u00e4ndlich his <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/06\/25\/wie-was-social-beat-ist-und-warum-und-warum-nicht\/\">Masters voice<\/a>. Und Dr. Stahls kaltgenaue <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2002\/06\/26\/social-beat-vs-digitales-dasein\/\">Analyse<\/a>. \u2013 Constanze Schmidt beschreibt den Weg von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26080\">Proust zu Pulp<\/a>. Ebenso eindr\u00fccklich empfohlen sei Heiner Links <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=42272\">Vorwort<\/a> zum Band Trash-Piloten. Inzwischen hat sich Trash andere Kunstformen erobert, dazu die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/11\/01\/trash-eine-einfuehrung\/\">Aufmerksamkeit<\/a> einer geneigten Kulturkritik. In der Reihe <em>Gossenhefte<\/em> zeigt sich, was passiert, wenn sich literarischer Bodensatz und die Reflexionsm\u00f6glichkeiten von popul\u00e4rkulturellen Tugenden nahe genug kommen, der Essay <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=35655\"><em>Perlen des Trash<\/em><\/a> stellt diese Reihe ausf\u00fchrlich vor. Die KUNO-Redaktion bat A.J. Weigoni um einen Text mit Bezug auf die Mainzer Minpressenmesse (MMPM) und er kramte eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1993\/05\/31\/treff-der-titanen\/\">Realsatire<\/a> aus dem Jahr 1993 heraus, die er f\u00fcr den Mainzer Verleger Jens Neumann geschrieben hat. J\u00fcrgen Kipp \u00fcber die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/06\/01\/geschichte-und-aufgaben-des-mainzer-minipressen-archives-mmpa\/\">Aufgaben des Mainzer Minipressen-Archives<\/a>. Ein w\u00fcrdiger Abschlu\u00df gelingt Boris Kerenski mit <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/03\/30\/wer-war-ist-noch-social-beat\/\">Stimmen aus dem popliterarischen Untergrund<\/a><strong>.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Alles war schiefgegangen. Thompson hatte den Abgabetermin f\u00fcr das neue Konzept um 48 Stunden vorgezogen. Und jetzt blieb er doch nur zw\u00f6lf Stunden in Paris. 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