{"id":80380,"date":"1991-01-28T00:01:26","date_gmt":"1991-01-27T23:01:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=80380"},"modified":"2022-02-17T18:28:43","modified_gmt":"2022-02-17T17:28:43","slug":"bornholm-81","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1991\/01\/28\/bornholm-81\/","title":{"rendered":"Bornholm 81"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anna rauchte wieder. Sie hatte aufgeh\u00f6rt, kurz, bevor wir uns kennengelernt hatten, und auch nach unserer Trennung hatte sie nicht wieder angefangen. Das hektische Saugen an der Zigarette war das erste, was mir auffiel, nachdem ich in ihrer Wohnung stand, Monate nach meinem letzten Besuch. \u00bbIch muss dir was zeigen\u00ab, hatte sie getextet, und jetzt stand ich hier, direkt nach meiner Arbeit und nach einer hastig hingenuschelten Begr\u00fc\u00dfung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anna und ich waren vier Monate zusammen gewesen. Wir hatten uns bei einer Computerschulung kennengelernt und eines kam zum anderen. Es wurde eine Mittelgewichtsbeziehung ohne besondere H\u00f6hepunkte und Herausforderungen \u2013 und mit einem vorhersehbaren Verlauf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eines Abends hatten wir wieder einmal bei ihr in der Wohnung gegessen, es gab Rotwein und sie hatte etwas Indisches gekocht. Anna sagte: \u00bbIch finde, insgesamt l\u00e4uft es bei uns nicht so toll.\u00ab Und ich sagte: \u00bbFinde ich auch.\u00ab Also trennten wir uns wieder. Wir waren noch nicht zusammengezogen, es war keine gro\u00dfe Sache. Wir blieben nicht unbedingt befreundet, aber im Kontakt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das letzte Mal hatten wir uns bei der Beerdigung ihrer Mutter gesehen. Sie hatte sich eines Tages mit Bekannten zum Kino verabredet und war nicht erschienen. Als sie auch am n\u00e4chsten Morgen nicht zu erreichen war, wurde Anna von den Freunden alarmiert. Sie fand ihre Mutter vollst\u00e4ndig bekleidet und mit ausdruckslosem Gesicht auf dem Wohnzimmerboden ihrer kleinen Wohnung liegend. Ob es nun ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall war, blieb vom Ergebnis her unerheblich. Annas Vater war schon vor vie- len Jahren gestorben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich kannte Annas Mutter, eine \u00fcberschlanke, passionierte Raucherin mit milchig-grauem Teint und grotesk dunkelrot gef\u00e4rbten Haaren. Sie wurde 68 Jahre alt. Als ich ihr das erste Mal begegnete, arbeitete sie noch stundenweise als Sekret\u00e4rin in einer Anwaltskanzlei. Manchmal erz\u00e4hlte sie von ihrer Arbeit. So vertrat diese Kanzlei eine Frau, die von den Hinterbliebenen eines Exhibitionisten auf 100.000 Euro Schmerzensgeld verklagt worden war. Dieser, ein 76 Jahre alter ehemaliger Finanzbeamter, hatte es sich zur Angewohnheit gemacht, ziellos in den sp\u00e4ten U-Bahnen mitzufahren. Wenn Frauen, egal welchen Alters oder Aussehens, in seinen Wagon einstiegen, holte er sein Genital aus der Hose, um umgehend hektisch und ergebnisorientiert zu masturbieren. Bei dem sp\u00e4teren Zivilverfahren stellte sich heraus, dass der Mann deshalb mehrfach zu Geld- und Be- w\u00e4hrungsstrafen verurteilt worden war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So war es auch an dem Abend, an dem die Mandantin von ihrer Sp\u00e4tschicht im Krankenhaus in die U-Bahn ein- stieg. Der Pension\u00e4r sah sie, nestelte nerv\u00f6s an seiner Hose, griff beherzt zu und tat, wonach ihm der Sinn stand. Die meisten Frauen reagieren auf so ein Erlebnis angeekelt oder traumatisiert. Nicht jedoch die Beklagte. Als Krankenschwester in einer psychiatrischen Ambulanz war sie einiges gewohnt, also stand sie kurzerhand auf, betrachtete sich die Dinge kurz aus der N\u00e4he und meinte dann: \u00bbIst diese mickrige Nudel etwa alles, was du zu bieten hast? Da w\u00fcrde ich mich als Mann ja sch\u00e4men, so einen kleinen Schniepel \u00fcberhaupt an die Luft zu lassen.\u00ab Der Exhibitionist erstarrte, riss sich kurzerhand die Hose hoch, und da inzwischen die n\u00e4chste Haltestelle erreicht war, verlie\u00df er eiligen Schrittes den U-Bahnwagen, nicht ohne auf dem Bahnsteig aufgrund der unzureichend gesicherten Hose \u00fcbel zu st\u00fcrzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Krankenschwester war zwar durchaus am\u00fcsiert, zeigte den Vorgang aber dennoch an, was sich angesichts des sp\u00e4teren Zivilverfahrens als Fehler erweisen sollte. Denn nat\u00fcrlich konnte die Polizei m\u00fchelos ermitteln, wer der notorische Genitalbel\u00fcfter war. Dieser war von dem Erlebnis in der U-Bahn so konsterniert gewesen, dass er sich noch am selben Abend ein hei\u00dfes Bad einlie\u00df, vierzig Beruhigungstabletten und drei volle Wassergl\u00e4ser Wacholderschnaps zu sich nahm und umgehend wieder erbrach, ehe er sich dann in der Badewanne beide Pulsadern aufschnitt, was laut Autopsie-Bericht aber auch erst im dritten oder vierten Anlauf gelang.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seine einzige Tochter, eine alleinstehende Grundschulrektorin, erfuhr durch die postmortale Anzeige wegen \u00bbErregung \u00f6ffentlichen \u00c4rgernisses\u00ab von den Hintergr\u00fcnden des letzten Abends ihres Vaters und verklagte die Anzeigen-Erstatterin. Durch ihr unsensibles Verhalten in der U-Bahn sei der 76-J\u00e4hrige in den Selbstmord getrieben worden, zumal habe sie als Fachkraft aus der Psychiatrie erkennen m\u00fcssen, dass der vermeintliche \u00dcbelt\u00e4ter allenfalls bedingt zurechnungsf\u00e4hig war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Annas Mutter schied aus der Kanzlei aus, bevor ein Urteil gesprochen war, und inzwischen war sie tot, seit zwei Monaten schon. Jetzt hatte Anna, die eigentlich keinen Fernseher besa\u00df, ein altert\u00fcmliches Ger\u00e4t in ihrem kombinierten Wohn-\/Schlafzimmer aufgebaut, daneben einen Videorekorder, den sie, wie sie mir sp\u00e4ter erz\u00e4hlte, mit einiger M\u00fche auf Ebay ersteigert hatte. In ihn steckte sie jetzt eine abgegriffene VHS-Cassette, die mit blauem Filzstift <em>Bornholm 81 <\/em>beschriftet war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbDort sind sie damals immer gerne hingefahren\u00ab, bemerkte Anna knapp und dr\u00fcckte auf <em>Start<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach einigen kurzen, griseligen Szenen zeigten die grob- k\u00f6rnigen Aufnahmen Annas Mutter deutlich j\u00fcnger, mit kurzen, vollen schwarzen Haaren und einem violetten Tank-Top bekleidet, ansonsten nackt. Neben ihr erschien ein Mann mit ausgepr\u00e4gten Geheimratsecken, \u00e4lter, komplett unbekleidet und mit einem imposanten Bauch. \u00bbDas ist definitiv nicht mein Vater\u00ab, bemerkte Anna n\u00fcchtern. Im Video lachte Annas Mutter halb verlegen, halb am\u00fcsiert. Sie hatte ein Koloraturlachen, das sich quasi selbst nach hinten aufrollte und das mir immer sehr gut gefallen hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie z\u00f6gerte einen Moment, dann nahm sie das Genital des Unbekannten in die Hand, st\u00fclpte den Mund dar\u00fcber und machte das, was in dieser Situation sachdienlich ist \u2013 zun\u00e4chst ohne nennenswerten Erfolg. Schlie\u00dflich ging es doch, Annas Mutter \u00f6ffnete die Beine und der Dickb\u00e4uchige legte sich dazwischen. F\u00fcr die n\u00e4chsten anderthalb Minuten zeigte die Kamera nur seinen hektisch zuckenden, sehr volumin\u00f6sen und doch faltigen Hintern. Schlie\u00dflich rollte sich der Mann mit hochrotem Kopf von Annas Mutter herunter, murmelte etwas Unverst\u00e4ndliches in die Kamera und Annas Mutter lachte wieder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anna dr\u00fcckte die Stopp-Taste.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbSie hat mir nie von diesem Film erz\u00e4hlt. Dabei haben wir immer \u00fcber alles reden k\u00f6nnen.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich f\u00fchlte mich unbehaglich. Anna hat die Angewohnheit, beim Sex sehr klare Anweisungen zu geben, die keinen Widerspruch duldeten, was mich regelm\u00e4\u00dfig \u00fcberforderte. Ob sie dar\u00fcber wohl auch mit ihrer Mutter gesprochen hatte?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es war nicht immer einfach mit Anna gewesen. Vielleicht hing es damit zusammen, dass ein fr\u00fcherer Freund ihr bescheinigt hatte, sie habe \u00bbeinen ausdruckslosen Arsch\u00ab. Das hatte sie sehr verletzt. Als wir noch zusammen waren, fragte sie mich immer wieder: \u00bbHabe ich wirklich einen ausdruckslosen Arsch?\u00ab und ich antwortete nat\u00fcrlich mit \u00bbQuatsch!\u00ab, was sich auch im R\u00fcckblick leider nicht besonders souver\u00e4n anh\u00f6rt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie hatte inzwischen Tee gemacht: \u00bbEs ist nicht das, was man im Nachlass seiner Mutter zu finden erwartet. Eigentlich hatte ich nur die f\u00fcnf Kr\u00fcgerrand-M\u00fcnzen gesucht, von denen sie immer erz\u00e4hlt hat.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich erinnerte mich an meine Zeit als Messdiener. Damals war der Altpfarrer in meinem Dorf \u00fcberraschend gestorben. Als wir sein Zimmer im Obergeschoss des Pfarrhauses ausr\u00e4umten, entdeckte ich in seinem Nachttisch ein abge- griffenes Heft mit Hochglanzbildern. Es zeigte auf achtundvierzig Seiten pubertierende Jungen nackt beim Fu\u00dfball- spielen an einem Strand. Den schwedischen Aufdruck <em>Fotokonst <\/em>kann man offenbar weit auslegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anna stand jetzt auf dem Balkon, hatte die n\u00e4chste Zigarette angez\u00fcndet, die Tasse Tee in der anderen Hand. Ich legte meinen Arm um ihre Schulter, mehr aus Hilflosigkeit als aus Zuneigung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie sagte leise: \u00bbIch kann das doch nicht l\u00f6schen. Es ist das einzige Video, das ich von ihr habe. Und auf dem ist sie fast nackt und &#8230;\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bb&#8230; fickt herum\u00ab, brachte ich den Satz zu Ende.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir wussten beide nichts zu sagen. Nach einer Pause meinte sie: \u00bbWie kann sie mir das antun? Ich werde mir das nie wieder ansehen k\u00f6nnen. Ich werde nie wieder Sex haben, weil ich diese Bilder dann immer vor meinen Augen haben werde.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich dachte nach. \u00bbEs ist ja eigentlich kein Porno, mehr ein &#8230; Dokumentarfilm.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie drehte sich zu mir.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbEin Dokumentarfilm? Meine Mutter v\u00f6gelt auf Video mit einem Typen, den ich nie gesehen habe und du meinst, das w\u00e4re ein Dokumentarfilm?\u00ab Ich sagte nichts, doch allm\u00e4hlich gefiel ihr der Gedanke: \u00bbDokumentarfilm? So etwas, was auf <em>arte <\/em>l\u00e4uft? Nach dem Motto: \u203aMeine Mutti und ihr fetter Ficker. Eine kritische Kopulations-Exegese aus den fr\u00fchen Achtzigern\u2039?\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich zuckte mit den Schultern, weil ich nicht wusste, ob sie jetzt lachen oder weinen w\u00fcrde. Anna ging zum Fernseher zur\u00fcck und startete den Film erneut, lie\u00df ihn mit schneller Geschwindigkeit vorlaufen, was sehr komisch wirkte, ins- besondere der jetzt \u00fcberdreht-hektisch zuckende Hintern. Anna grinste.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich wei\u00df nicht mehr genau, wie der Abend weiter ging. Aber einige Wochen sp\u00e4ter bekam ich von ihr kommentarlos per E-Mail einen Link geschickt. Ich klickte darauf und es \u00f6ffnete sich ein Videoportal, das f\u00fcr rezeptfreies Viagra und \u00e4ltere Hausfrauen mit viel Tagesfreizeit warb. Der Link f\u00fchrte direkt zu einem kurzen Film mit dem Titel <em>Family-Album<\/em>. Ich musste nicht starten, um zu wissen, was es dort zu sehen gab. Immerhin gab es 68 Prozent positive Bewertungen, obwohl die Bildqualit\u00e4t und die Dramaturgie f\u00fcr erfahrene Nutzer doch einiges zu w\u00fcnschen \u00fcbrig lie\u00df.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit Anna traf ich mich am ersten Todestag ihrer Mutter auf dem Friedhof. Sie hatte die Kr\u00fcgerrand-M\u00fcnzen doch noch gefunden und in einen sch\u00f6nen Grabstein investiert, ebenso die knapp 34 Dollar, mit denen sie der Betreiber des Videoportals an den Werbe-Erl\u00f6sen des Films beteiligte: \u00bb\u00dcber 80.000 Zugriffe in einem halben Jahr, verr\u00fcckt, nicht? Ob die Typen ahnen, dass sie l\u00e4ngst nur noch eine Handvoll Asche ist?\u00ab Sie drapierte die mitgebrachten Blumen in der Vase: \u00bbEs w\u00fcrde ihr gefallen, oder?\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt grinste ich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Irgendwas ist immer<\/strong>, Stories von Markus Peters<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-98028\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Irgendwas-ist-immer_Cover.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"350\" \/>Mit diesen gro\u00dfartig geschriebenen Prekariatsstories setzt Markus Peters die Tradition der nonkonformistischen Literatur nicht etwa fort, er f\u00fchrt sie zu neuer literarischer Gr\u00f6\u00dfe. Man merkt seinen Worten an, das sich der Autor auch <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/09\/23\/gastro-picasso\/\">Lyriker<\/a> einen Namen gemacht hat, so pr\u00e4zise ist die Sprache gesetzt. Es sind Geschichten von der Schattenseite der deutschen Gesellschaft, die Peters umso heller ausleuchtet, er begibt sich an Orte, zu denen sich die Kommerzsender mit ihren gecasteten Formaten nicht mehr hintrauen.\u00a0<span class=\"body\" role=\"main\">Das Bemerkenswerteste an seinen Satiren, Stories und Kolumnen ist, bei aller Lakonie und Unsentimentalit\u00e4t, die uneingeschr\u00e4nkte Solidarit\u00e4t mit seinen Figuren, ohne jegliche Distanz und Ironie. Unterschichten-Elendsvoyeurismus wie ihn der NDR mit einer get\u00fcrkten Reportage \u00fcber den Stra\u00dfenstrich ins \u00f6ffentlichen-rechtlichen Geb\u00fchren-TV hob,\u00a0<\/span><span class=\"body\" role=\"main\">sucht man in seinen Satiren, Stories und Kolumnen vergeblich, es ist vielmehr ein journalistischer Blick auf die Realit\u00e4t. Seine gleichsam essayistischen Betrachtungen leben\u00a0<\/span>von der Schilderung der Realit\u00e4t im Bruchst\u00fcck.\u00a0<span class=\"body\" role=\"main\">Auf unterhaltsame Weise\u00a0verpasst dieser Autor dem Alltag in seinen Satiren, Stories und Kolumnen einen wohldosierten Dreh ins Aberwitzige. Einen Vergleich mit der Prosa von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/08\/31\/ziegelsteingroesse\/\">Clemens Meyer<\/a> braucht dieser Autor nicht zu scheuen. <\/span><\/p>\n<p><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192 <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu den Gr\u00fcndungsmythen der alten BRD geh\u00f6rt die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/04\/01\/nonkonformistische-literatur\/\">Nonkonformistische Literatur<\/a>, lesen Sie dazu auch ein Portr\u00e4t von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2000\/04\/04\/vauo\/\">V.O. Stomps<\/a>, dem Klassiker des Andersseins. Kaum jemand hat die L\u00fcckenhaftigkeit des <em>Underground<\/em> so konzequent <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/09\/24\/underground\/\">erz\u00e4hlt<\/a> wie N\u00ed Gudix und ihre <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/08\/23\/kritik-an-der-literarischen-alternative\/\">Kritik an der literarischen Alternative<\/a> ist berechtigt. Ein Portr\u00e4t von N\u00ed Gudix findet sich <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/08\/16\/da-lernst-du-die-menschen-kennen\/\">hier<\/a> (und als Leseprobe ihren <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2006\/12\/30\/hausaffentango\/\">Hausaffentango<\/a>). Lesen Sie auch die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/09\/24\/erinnerungen\/\">Erinnerungen an den Bottroper Literaturrocker<\/a> von Werner Streletz und den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/09\/28\/rip-bruno\/\">Nachruf<\/a> von Bruno Runzheimer. Zum 100. Geburtstag von Charles Bukowski, eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/08\/16\/ledertasche-geborgt\/\">Doppelbesprechung<\/a> von Hartmuth Malornys Ruhrgebietsroman <em>Die schwarze Ledertasche<\/em>. 1989 erscheint Helge Schneiders allererste Schallplatte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26990\"><em>Seine gr\u00f6\u00dften Erfolge<\/em><\/a>, produziert von Helge Schneider und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/07\/20\/klangkloetzchen\/\">Tom T\u00e4ger<\/a> im Tonstudio\/Ruhr. Lesen Sie auch das <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26709\">Portr\u00e4t <\/a>der einzigartigen Proletendiva aus dem Ruhrgebeat auf KUNO. In einem Kollegengespr\u00e4ch mit Barbara Ester dekonstruiert A.J. Weigoni die <em><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/10\/09\/ruhrgebietsromantik\/\">Ruhrgebietsromantik<\/a><\/em>. Mit<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=6071\"> Kersten Flenter<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/06\/23\/killroy-review\/\">Michael Sch\u00f6nauer<\/a> geh\u00f6rte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/08\/24\/polyphone-ich-erzaehlungen\/\">Tom de Toys<\/a> zum\u00a0Dreigestirn des deutschen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/01\/05\/bewegung\/\">Poetry Slam<\/a>. Einen Nachruf von Theo Breuer auf den Urvater des Social-Beat finden Sie <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/03\/07\/hubsch-revisited\/\">hier<\/a> \u2013 Sowie selbstverst\u00e4ndlich his <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/06\/25\/wie-was-social-beat-ist-und-warum-und-warum-nicht\/\">Masters voice<\/a>. Und Dr. Stahls kaltgenaue <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2002\/06\/26\/social-beat-vs-digitales-dasein\/\">Analyse<\/a>. \u2013 Constanze Schmidt beschreibt den Weg von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26080\">Proust zu Pulp<\/a>. Ebenso eindr\u00fccklich empfohlen sei Heiner Links <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=42272\">Vorwort<\/a> zum Band Trash-Piloten. Inzwischen hat sich Trash andere Kunstformen erobert, dazu die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/11\/01\/trash-eine-einfuehrung\/\">Aufmerksamkeit<\/a> einer geneigten Kulturkritik. In der Reihe <em>Gossenhefte<\/em> zeigt sich, was passiert, wenn sich literarischer Bodensatz und die Reflexionsm\u00f6glichkeiten von popul\u00e4rkulturellen Tugenden nahe genug kommen, der Essay <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=35655\"><em>Perlen des Trash<\/em><\/a> stellt diese Reihe ausf\u00fchrlich vor. Die KUNO-Redaktion bat A.J. Weigoni um einen Text mit Bezug auf die Mainzer Minpressenmesse (MMPM) und er kramte eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1993\/05\/31\/treff-der-titanen\/\">Realsatire<\/a> aus dem Jahr 1993 heraus, die er f\u00fcr den Mainzer Verleger Jens Neumann geschrieben hat. J\u00fcrgen Kipp \u00fcber die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/06\/01\/geschichte-und-aufgaben-des-mainzer-minipressen-archives-mmpa\/\">Aufgaben des Mainzer Minipressen-Archives<\/a>. Ein w\u00fcrdiger Abschlu\u00df gelingt Boris Kerenski mit <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/03\/30\/wer-war-ist-noch-social-beat\/\">Stimmen aus dem popliterarischen Untergrund<\/a><strong>.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Anna rauchte wieder. Sie hatte aufgeh\u00f6rt, kurz, bevor wir uns kennengelernt hatten, und auch nach unserer Trennung hatte sie nicht wieder angefangen. 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