{"id":79635,"date":"2021-04-17T00:01:33","date_gmt":"2021-04-16T22:01:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=79635"},"modified":"2022-05-11T16:21:01","modified_gmt":"2022-05-11T14:21:01","slug":"die-aura-als-punctum","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/04\/17\/die-aura-als-punctum\/","title":{"rendered":"die aura als punctum"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">den text \u00bbF. ist sehr visuell veranlagt\u00ab ihres buchs \u00bbDas P\u00fcnktchen tr\u00e4gt Str\u00fcmpfe\u00ab, dessen prosaminiaturen aus tr\u00e4umen entstanden, kann man auf joanna lisiak selbst beziehen: \u00bbF. ist sehr visuell veranlagt. Wie eine Spinne fasst sie die Dinge in ihr Augennetz, nimmt sie unter die Lupe, benennt vor ihr sich klar abzeichnende Gef\u00fcge, findet passende Adjektive. Wenn es etwas zu sehen gibt, sie sieht es, fokussiert l\u00e4\u00dft sie den Blick darauf ruhen, zoomt heran, dreht es in ihren Gedanken und H\u00e4nden, h\u00e4lt es in g\u00fcnstige Lichtverh\u00e4ltnisse, will mehr erfahren, m\u00f6chte tasten, wissen.\u00ab sie ist eine literarische wahrnehmungsk\u00fcnstlerin.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">tr\u00e4ume sind kreative gaben. wer tr\u00e4umt, zapft unbewu\u00dftes an. in der sprache der tr\u00e4ume werden zeichen, deren lebensrealen sinn wir aus der au\u00dfenwelt kennen, zu symbolen des seelenlebens, wie in der lyrik. die unterschiedlichsten motive und gegenst\u00e4nde entfernter lebensbereiche k\u00f6nnen innerhalb eines traums nebeneinander stehen oder nacheinander folgen oder sich, vielfach mit rasanter handlungsdynamik, miteinander verbinden und vermischen, weil ihre logik, die einem assoziativen prinzip folgt, auf etwas verweist, das nicht durch die gesetze der \u00e4u\u00dferen realit\u00e4t bestimmt ist und worin die allgemeinen regeln von raum und zeit nicht gelten, so da\u00df sich der tr\u00e4umende gegen\u00fcber realen orten, zeiten, verh\u00e4ltnissen und personen emanzipieren kann.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">tr\u00e4ume scheinen, indem sie gel\u00e4ufige kausalit\u00e4ten durch paradoxien umformen und umkehren, zu sagen, sie seien nicht normal. man findet in ihnen \u00fcberraschende abweichungen vom gemeinhin erwarteten, die manches anders sehen lassen. \u00bbJede Verkehrung scheint auf dem Weg zu einer Epiphanie.\u00ab, meinte michel foucault. novalis schrieb: \u00bbDer Traum ist eine Schutzwehr gegen die Regelm\u00e4\u00dfigkeit und Gew\u00f6hnlichkeit des Lebens, eine freie Erholung der gebundenen Phantasie, wo sie alle Bilder des Lebens durcheinander wirft und die best\u00e4ndige Ernsthaftigkeit des erwachsenen Menschen durch ein fr\u00f6hliches Kinderspiel unterbricht; ohne die Tr\u00e4ume w\u00fcrden wir gewi\u00df fr\u00fcher alt, und so kann man den Traum, wenn auch nicht unmittelbar von oben gegeben, doch als eine k\u00f6stliche Aufgabe, als einen freundlichen Begleiter auf der Wallfahrt zum Grabe betrachten.\u00ab auch hierin gleicht der traum der kunst.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">psychoanalytiker, zuerst sigmund freud, die latente trauminhalte freilegen, nannten originelle metaphern in tr\u00e4umen, die durch verschiebung, verfremdung, verdichtung und andeutung zugleich verdr\u00e4ngen und offenbaren, teils verschleiert, maskiert, entstellt und absurd. dabei enthalten sie das eigentlich sch\u00f6pferische am traum. im manifesten traum werden tiefen des seelenlebens zur oberfl\u00e4che. dichter und k\u00fcnstler wollen tr\u00e4ume weniger analysieren und vielmehr unvergeistigt unbefangen kreativ nutzen, was unbewu\u00dft selbsttherapeutisch wirken kann. denn tr\u00e4ume haben, wie k\u00fcnstlerische arbeit, selbstheilende kr\u00e4fte, die den tr\u00e4umer verj\u00fcngen und sein leben verl\u00e4ngern k\u00f6nnen. vielleicht sind wir allein beim tr\u00e4umen frei, das utopische partikel wie funken freisetzt, und jede andere freiheit bleibt zwangsl\u00e4ufig illusion. au\u00dferdem entspannen tr\u00e4ume verh\u00e4rtete seelische und psychische strukturen, wie massagen die muskeln. experimente haben ergeben, da\u00df jeder mensch durchschnittlich zwei stunden pro nacht tr\u00e4umt. wom\u00f6glich tr\u00e4umen manche hunde, die bei gewitter heulen und sich verkriechen, therapeutisch von blitz und donner. georg christoph lichtenberg notierte: \u00bbVielleicht hat ein Hund kurz vor dem Einschlafen, oder ein betrunkener Elefant Ideen, die eines Magisters der Philosophie nicht unw\u00fcrdig w\u00e4ren.\u00ab<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">tr\u00e4ume leben von ihrer bildsprache, die besonders lyriker, maler, grafiker und filmregisseure anregt, die das wirkliche verwandeln und gegenwelten schaffen. der kreative mensch erfindet traumhaft. bildwelten der tr\u00e4ume sind mit denen von mythen, religionen, mystik, alchemie, m\u00e4rchen und sagen verwandt, die wie sie ihre motive auf pfaden, die uns meist dunkel bleiben, aus geheimnisvollen sph\u00e4ren holen. wer ein gesp\u00fcr f\u00fcr formen und gef\u00fcge hat, die sich wandeln, sieht nicht nur, was er kennt, sondern ebenso das ungeahnte. \u00a0<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">auch c.g. jungs archetypen, oder urbilder, des kollektiven unbewu\u00dften, deren urspr\u00fcnge mindestens bis in die jungsteinzeit zur\u00fcckreichen, sind hier als unbewu\u00dft wirkendes autonomes kulturelles erbe mitzudenken. manche tr\u00e4ume haben, wie m\u00e4rchen, etwas rituelles, also beschw\u00f6rendes. zahlreiche rituale, die oft auf instinkte zur\u00fcckgehn, stellen archetypen dar. jung schrieb: \u00bbDer Traum ist eine kleine verborgene T\u00fcr, die in die Urgr\u00fcnde der kosmischen Nacht f\u00fchrt.\u00ab, \u00bbWer nach au\u00dfen schaut, tr\u00e4umt, wer nach innen schaut, erwacht.\u00ab, \u00bbIn allem Chaos ist Kosmos und in aller Unordnung geheime Ordnung.\u00ab, \u00bbBedeutung hat nur das Unverst\u00e4ndliche.\u00ab, \u00bbGerade das zun\u00e4chst Unerwartete, das be\u00e4ngstigend Chaotische enth\u00fcllt tiefen Sinn.\u00ab und \u00bbF\u00fcrchte nicht das Chaos, denn im Chaos wird das Neue geboren.\u00ab<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">am anfang des buches stehen notizen zu bruchst\u00fcckhaften tr\u00e4umen, die zeigen, wie schwer tr\u00e4ume zu fassen sind und wie verwirrend sie sein k\u00f6nnen. \u00bbKein au\u00dfergew\u00f6hnlicher Traum eigentlich. Aber zum ersten Mal habe ich heute nebst meinen visuellen, haptischen, akustischen Tr\u00e4umen nun auch gustatorisch getr\u00e4umt.\u00ab, also geschmacklich. wer h\u00e4ufiger akustisch tr\u00e4umt, was allgemein seltener geschieht, hat allf\u00e4llig eine tiefe beziehung zur musik und nimmt ger\u00e4usche intensiver wahr. in tr\u00e4umen wird wenig gesprochen. jean paul erkl\u00e4rte, der innere mensch habe mehr augen als ohren. einige der aus tr\u00e4umen entstandenen texte enthalten szenen, die lebensreal geschehen sein k\u00f6nnten, zugleich aber unwirklich oder \u00fcberwirklich wirken. au\u00dferdem hat joanna lisiak klartr\u00e4ume, wo der tr\u00e4umer wei\u00df, da\u00df er tr\u00e4umt, oder es ihm im traum bewu\u00dft wird. ich hatte tr\u00e4ume, bei denen ich, typisch kopfmensch, schon im traum das traumgeschehen zu deuten begann oder mehrere ausg\u00e4nge eines traums tr\u00e4umte.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">manche texte von joanna lisiak \u00e4hneln einer episode, die ich k\u00fcrzlich erlebte. ich lief auf dem b\u00fcrgersteig hinter einem mann, der seinen jungen hund, h\u00f6chstens einige wochen alt, ausf\u00fchrte. pl\u00f6tzlich blieb der hund stehen, setzte sich und verweigerte das weitergehen. vor ihm stand ein handwagen mit gartenger\u00e4ten, aus dem eine hacke herausragte. der hund sah das und erkannte: \u00bbDas Hacketier ist gef\u00e4hrlich.\u00ab erst nach mehrfachem zureden und in gro\u00dfem bogen um den handwagen herum ging er weiter.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">tr\u00e4ume k\u00f6nnen auch unangenehmes und bedrohliches enthalten. manche menschen erz\u00e4hlen daher ihre tr\u00e4ume nicht. andere berichten vom getr\u00e4umten und ahnen nicht, da\u00df sie ihre innersten w\u00fcnsche und \u00e4ngste offenbaren. \u00bbEs gibt viel mehr Menschen, die Angst vor dem Unbewu\u00dften haben, als man erwarten w\u00fcrde.\u00ab, bemerkte jung. joanna lisiak will ihre tr\u00e4ume aus literarischen gr\u00fcnden nicht durch deutung zerlegen. \u00bbWir neigen wahrscheinlich in viel zu hohem Ma\u00dfe zur \u00dcbersch\u00e4tzung des bewu\u00dften Charakters auch der intellektuellen und k\u00fcnstlerischen Produktion.\u00ab, ermahnte selbst sigmund freud. bei erich fromm hei\u00dft es: \u00bbViele Tr\u00e4ume haben die Qualit\u00e4t eines Mythos oder einer Kurzgeschichte.\u00ab heiner m\u00fcller wu\u00dfte: \u00bbIm Traum ist jeder ein Genie, und dem jagt man nach.\u00ab, \u00bbDie ganze Anstrengung des Schreibens ist, die Qualit\u00e4t der eigenen Tr\u00e4ume zu erreichen, auch die Unabh\u00e4ngigkeit von Interpretation.\u00ab und: \u00bbWenn ich wei\u00df, wer ich bin, habe ich keinen Grund mehr, zu existieren, weiterzumachen, zu schreiben oder sonst was zu tun.\u00ab ich als rezensent neige mehr zur traumdeutung und kulturgeschichtlichen einordnung der tr\u00e4ume als die autorin in ihren traumtexten.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">viele tr\u00e4ume und traumszenen sind in ihren handlungen bewegungsintensiv. \u00bbim treppenhaus\u00ab rasen t\u00fcten mit r\u00e4dern und motoren durch ein theaterst\u00fcck. in \u00bbEilig l\u00e4uft sie\u00ab lesen wir: \u00bbEilig l\u00e4uft sie die Treppe hinunter, doch zu sp\u00e4t. Der Zug ist soeben abgefahren. Auf einer der letzten Stufen stehend, schaut sie dem fahrenden Unget\u00fcm nach. Wie einem Liebhaber blickt sie dem Zug hinterher. Ihr Blick ist offen. Sie sieht h\u00fcbsch aus. So wunderh\u00fcbsch sieht sie aus. H\u00fcbsch in der besonderen Art, wie sie nur einem davonfahrenden Zug hinterherschauen kann.\u00ab<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">bahnfahrt, flug, film und traum sind aufgrund ihrer beschleunigungen vergleichbar. tr\u00e4ume, womit ich hier erneut die manifesten trauminhalte meine, hatten lange vor den industriellen jahrhunderten, und ehe es eisenbahnen, autos, flugzeuge und raumschiffe gab, ein modernes tempo. indem sie bildsprache und geschwindigkeit verbinden, gingen sie filmen voraus. sie \u00fcberwinden in sekundenschnelle gro\u00dfe zeiten und r\u00e4ume. oder sie brechen ab wie filmszenen. und sie waren bereits vor dem farbfilm farbig. zum buch geh\u00f6rt das cover-bild \u00bbIm Regenbogen\u00ab von mariola lisiak mit violetten farben. violett ist symbolisch ambivalent, eine farbe zwischen lebensenergien und todesn\u00e4he, individualit\u00e4t und einsamkeit, kreativit\u00e4t und melancholie.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">franz kafka war vom, insbesondere expressionistischen, film beeinflu\u00dft. in seinen erz\u00e4hlungen und romanen gibt es rasante bildfolgen und perspektivwechsel, schnelle und kurze schnitte, sequenzstrukturen, gestische und mimische sprache und nuancierte bewegungswahrnehmungen. indem der filmschnitt und die filmische bewegung lebenswelten und figuren im film fragmentieren und zersplittern, entspricht der film moderner lebensformen. ich entdecke in filmen \u00fcberdies \u00e4hnlichkeiten mit der dynamik und verknappten sprache bei heinrich von kleist, der 100 jahre sp\u00e4ter geboren wahrscheinlich der erste der expressionistischen dichter geworden w\u00e4re.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">von empathie lebendigem gegen\u00fcber spricht \u00bbAls er beginnt\u00ab. \u00bbAls er beginnt mit dem Vogel, einer Blaumeise, zu sprechen, der sich im Netz verheddert hat, wird er ganz ruhig. Zun\u00e4chst beruhigt sich nur der Vogel, aber allm\u00e4hlich sieht man deutlich; auch er wird sanft. Die Bewegungen werden zen-artig, der Puls geht langsamer. Seelenruhe tritt ein. Er nimmt einen tiefen Atemzug und sp\u00fcrt den Beginn einer neuen \u00c4ra auf sich zukommen.\u00ab, f\u00fcr die er initiiert wird, damit der moment immer wieder neu auflebt.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">ich denke hier an die anekdote \u00bbDer Star von Segringen\u00ab bei johann peter hebel. dort bringt ein barbier, also friseur, seinem zahmen star allerlei spr\u00fcche bei, so \u00bbIch bin der Barbier von Segringen.\u00ab, \u00bbpar Compagnie.\u00ab (\u00bbin Gesellschaft mit andern.\u00ab), \u00bbwie Gott will.\u00ab, \u00bbSo, so, la, la\u00ab oder \u00bbdu Tolpatsch!\u00ab. eines tages entfliegt der star durchs offene fenster und folgt einer schar v\u00f6gel, die einem vogelf\u00e4nger ins garn geraten. \u00bbAls der Vogelsteller kommt, und sieht, was er f\u00fcr einen gro\u00dfen Fang getan hat, nimmt er einen Vogel nach dem andern behutsam heraus, dreht ihm den Hals um und wirft ihn auf den Boden. Als er aber die m\u00f6rderischen Finger wieder nach einem Gefangenen ausstreckte, und denkt an nichts, schrie der Gefangene: &#8222;<em>Ich bin der Barbier von Segringen<\/em>.&#8220; Als wenn er w\u00fc\u00dfte, was ihn retten mu\u00df. Der Vogelsteller erschrak anf\u00e4nglich, als wenn es hier nicht mit rechten Dingen zuginge, nachher aber, als er sich erholt hatte, konnte er kaum vor Lachen zu Atem kommen; und als er sagte: &#8222;Ei Hansel, hier h\u00e4tt ich dich nicht gesucht, wie kommst du in meine Schlinge?&#8220; da antwortet der Hansel: &#8222;par Compagnie.&#8220; Also brachte der Vogelsteller den Star seinem Herrn wieder, und bekam ein gutes Fanggeld.\u00ab ich beobachtete einmal auf einem laubengang, da\u00df eine junge blaumeise einen an der wand angebrachten farbenfrohen k\u00fcnstlichen papagei umflog und ihm zusang, wie wenn sie kontakt aufnehmen wollte.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">sigurd h\u00f6rt im \u00bbFafnirlied\u00ab der \u00bb\u00c4lteren Edda\u00ab sieben weissagende meisen, deren gespr\u00e4che er versteht, miteinander sprechen, die vergangenheit, gegenwart und zukunft kennen und ihm lebensrat geben und den weg weisen. im mittelalter sagte man, wer eine meise t\u00f6te, falle bei gott mit leib und seele in ungnade. in deutschland, \u00f6sterreich und der schweiz hat sich die vorstellung, das t\u00f6ten einer meise, etwa von blaumeisen, f\u00fcr das teils die todesstrafe angedroht wurde, sei ein gro\u00dfer frevel, lange erhalten. zahlreiche rechtsvorschriften stellten meisen unter schutz, so, nachdem man die religi\u00f6sen gr\u00fcnde daf\u00fcr vergessen hatte, mit der begr\u00fcndung, da\u00df sie ungeziefer vertilgen. auch das heutige f\u00fcttern der meisen kann noch eine nachfolgeform des religi\u00f6s motivierten respekts vor der meisen sein.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">fliegen und schweben geh\u00f6ren zu den traumt\u00e4tigkeiten. der magische flug ist ein seelenflug. joanna lisiak schreibt: \u00bbIch kann neuerdings mit einem Besen herumfliegen. Irgendwann hatte ich den Dreh raus und man kann mir dieses Talent nun nicht mehr absprechen. Einen Besen brauche ich f\u00fcr mein Fliegen nicht. Mein Besen kann alles sein, was ich zum Besen erk\u00fcre: ein Buch, ein Teller, ein gro\u00dfer Mantel.\u00ab das erinnert an den hexenflug. die vermeintlichen hexen sollen auch auf ofenrohren, ofengabeln, ofenbesen, backtr\u00f6gen, backschaufeln, heugabeln, zauberst\u00fchlen, spinnr\u00e4dern, butterf\u00e4ssern, kochl\u00f6ffeln, st\u00f6cken, strohhalmen, ziegenb\u00f6cken, f\u00fcchsen, pferden, katzen, kr\u00f6ten und gefl\u00fcgelten schlangen geflogen sein.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">flugvisionen wurden durch flugsalben, teufelssalben oder hexensalben genannt, hervorgerufen. oft hat man solche salben, so der glaube, auf gehei\u00df des teufels hergestellt oder der teufel selbst gab sie den hexen. damit bestrichen sie sich dann, wie schon im altertum, so bei lukian von samosata, berichtet, entweder den gesamten k\u00f6rper oder nur einzelne stellen, besonders gesicht, schl\u00e4fen und h\u00e4nde, oder die flugger\u00e4te. ohne rauschmittel nimmt traumhaft wahr, wer \u00fcber ein gesp\u00fcr daf\u00fcr verf\u00fcgt.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">tiermotive findet man vielfach bei joanna lisiak. tiere sind die pr\u00e4gnantesten verk\u00f6rperungen der menschen. \u00bbEine Katze verfolgt uns\u00ab erz\u00e4hlt: \u00bbManche von uns werden selbst zu Katern. Wenn der darstellende Kater einem von uns die Nase anstupst, wissen alle, dass der angestupste Kater entweder ein Mensch ist oder der angestupste Mensch eigentlich ein Kater ist.\u00ab, in \u00bbU. kauft sich eine Kuh\u00ab hei\u00dft es: \u00bbDie Kuh ist sehr sch\u00f6n und gr\u00fcn. Sie ist bewachsen mit einem saftigen Feldsalat. Man k\u00f6nnte die Kuh scheren und daraus unz\u00e4hlige Salate bekommen\u00ab. lichtenberg notierte: \u00bbDie menschliche Haut ist ein Boden, worauf Haare wachsen; mich wunderts, da\u00df man noch kein Mittel ausfindig gemacht hat, ihn mit Wolle zu bes\u00e4hen, um die Leute zu scheren.\u00ab wer paradox denken kann, hat manchmal \u00e4hnliche einf\u00e4lle. \u00bbP. ist in den Ferien.\u00ab mahnt: \u00bbIm Fluss kann man Schmuck fischen. Man mu\u00df aber acht geben, keine Schlangen zu erwischen, die aussehen wie Perlenketten.\u00ab assoziationen, die \u00e4hnlichkeiten erkennen lassen, k\u00f6nnen auch vor gefahren warnen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">im text \u00bbEine Party\u00ab sitzt die traumfigur mit einem hirschk\u00e4fer, der die symbolsprache kennt, in einer umkleidekabine: \u00bbEr macht eine sch\u00f6ne Gr\u00e4tsche, um mir zu gefallen. Ich kommuniziere mit dem Tier mithilfe eines Grashalms. Ich forme den Grashalm und das Hirschtier versteht, was ich meine. Einmal allerdings forme ich aus dem Grashalm ein etwas zerzaustes Gebilde und das Hirschlein erschrickt. Sein kleines Herz pocht laut, sodass ich es h\u00f6ren kann. Ich habe ein schlechtes Gewissen und meine Mutter tadelt mich deswegen.\u00ab die nonverbale kommunikation l\u00e4\u00dft ebenso an kindheit denken wie der tadel der mutter. vielleicht war die tr\u00e4umerin als kind selbst jelonek, das hirschlein, wie der hirschk\u00e4fer polnisch hei\u00dft.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">auf die g\u00f6ttlichkeit des hirschk\u00e4fers verweisen deutsche namen wie herrgottenochs und himmelochs. in deutschland, wo er selten geworden ist, galt er als fruchtbarkeitssymbol. der hirsch ist wegen des abwerfens und nachwachsens seines geweihs symbol f\u00fcr den lebenszyklus, also kreislauf der natur, und das wiederaufleben der vegetation im fr\u00fchjahr. der hirschk\u00e4fer, der gr\u00f6\u00dfte europ\u00e4ische k\u00e4fer, hei\u00dft deutsch auch kneifhirsch, bock, maihengst, \u00f6sterreichisch klemmhirsch, hirschochs, maikuh, franz\u00f6sisch, spanisch, portugiesisch und griechisch jeweils fliegender hirsch, lombardisch geweih und rum\u00e4nisch hirschkopf, tschechisch das hirschk\u00e4ferweibchen gro\u00dfmutter.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">der leser entdeckt auch hier, wie in anderen b\u00fcchern joanna lisiaks, verkleinerungsformen. jean paul schrieb: \u00bbIn allen Sprachen verkleinert die Liebe ihr Geliebtes, um es zu verj\u00fcngen und zum Kinde zu machen, das ja der Amor selber ist.\u00ab und \u00bbManche V\u00f6lker reden die ganze Natur mit diesen Liebew\u00f6rtern an und ziehen sie, wie mit Zauberformeln, sich n\u00e4her an die Brust \u2012 aber in solchen L\u00e4ndern wohnet gern der Dichter.\u00ab, c.g. jung: \u00bbNeues entsteht nicht durch den Intellekt, sondern durch den Spielinstinkt, der aus innerer Notwendigkeit agiert. Der kreative Geist spielt mit den Objekten, die er liebt.\u00ab \u00bbNichts f\u00f6rdert das Kreative so wie die Liebe, vorausgesetzt sie ist echt.\u00ab, erg\u00e4nzte erich fromm. beispiele f\u00fcr verkleinerungen bei jean paul sind \u00bbVerkleinerung-chen\u00ab, \u00bbWesenchen\u00ab, \u00bbWerkchen\u00ab, \u00bbB\u00fcchelchen\u00ab, \u00bbElefantchen\u00ab, \u00bbWalfischchen\u00ab, \u00bbTyrannchen\u00ab und \u00bbReichsf\u00fcrstchen\u00ab.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">in \u00bbIch bin mit der Familie\u00ab hei\u00dft es: \u00bbIch entdecke ein Eichh\u00f6rnchen. Es ist sehr niedlich und ich bin entz\u00fcckt. Das Tier sieht mich zornig an. Es nimmt etwas Erde, formt daraus einen Klumpen und wirft diesen nach mir. Es erwischt mich und ich denke, dass das eine Botschaft sein mu\u00df. Eine alte Frau rupft ihr Huhn. Zwei Katzen gehen an mir vorbei. Eine kenne ich, die andere hei\u00dft Knoblauch. Statt eines Schwanzes hat sie eine Knoblauchwurst.\u00ab der teufel erschien als gewandtes eichh\u00f6rnchen, speziell im s\u00fcddeutschen raum. in frankreich wars ein schlechtes zeichen, einer gerupften henne zu begegnen. teufel, hexen und geister nahmen die gestalt schwarzer h\u00fchner an. eine schwarze katze, die einem \u00fcber den weg lief, konnte sprichw\u00f6rtlich ungl\u00fcck bringen. katzen sind hexensymbole, insbesondere nachts. mit knoblauch vertrieb man teufel, d\u00e4monen, hexen und vampire. laut volksglauben sollte der hausvater einer katze ein kleines st\u00fcck vom schwanz abschneiden. dann konnte sie nicht mehr zu hexenversammlungen reiten, also fliegen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">in \u00bbWenn Brot alle ist\u00ab lesen wir: \u00bbIm Aquarium werden Eier auf neuartige Weise gegart. Man legt die Eier auf den Aquarium-Boden und gart, w\u00e4hrend sich die Goldfische rings um die Eier anordnen und dem Garprozess beiwohnen.\u00ab man sollte allerdings behutsam garen, damit wasser, eier und fische nicht verdampfen. \u00bbEs ist jetzt Mode\u00ab beschreibt, wie gurkenw\u00fcrfelchen geschnitten werden, die radieren k\u00f6nnen. \u00bbIch bin erstaunt, wie viele Radiergummigurkenw\u00fcrfelchen man aus einer einzigen Gurke machen kann.\u00ab ich zerschneide radiergummis, weil die innenseiten besser radieren und es vorteilhaft ist, mehrere radiergummist\u00fccke zu haben, wenn man eines verlegt hat.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbR. denkt an all die Dinge, die just in diesem Moment auf der ganzen Welt zu Boden fallen. Kr\u00fcge, Besteck, Zigaretten, Papierkn\u00e4uel, geschnittener Lavendel. Er steht in der Wiese, am Strand und hebt auf. Hebt auf. Am Stra\u00dfenrand. Hebt auf, hebt auf: Bierdeckel, Pappbecher, Kr\u00fcmel, Br\u00f6sel, die verlorenen Mantelkn\u00f6pfe, Blumenst\u00e4ngel. Er sieht sich, wie er all diese Dinge aufhebt, aufhebt, w\u00e4hrend neue fallen, fallen, fallen.\u00ab das kann man als, auch \u00f6kologisch relevante, kritik des wegwerfens deuten. ich sah j\u00fcngst, wie zwei junge m\u00e4nner auf einem bahnsteig ihre gerade ausgetrunkenen kaffeebecher ins gleisbett warfen, obwohl f\u00fcnf meter hinter ihnen ein abfallbeh\u00e4lter stand. manche k\u00f6nnen eben keine f\u00fcnf meter weit denken. zugleich dachte ich an samuel becketts \u00bbAlle, die da fallen\u00ab, wo fallen todesahnung und sterben bedeutet. das aufheben w\u00e4re dann der versuch einer rettung der dinge und menschen. kulturgeschichtlich macht es hoffnung, da\u00df immer wieder etwas aufgehoben wird, das verfemt und vergessen wurde. man denke an die gnosis. walter benjamin erkl\u00e4rte: \u00bbf\u00fcr den wahren Sammler ist die Erwerbung eines alten Buches dessen Wiedergeburt.\u00ab<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">das buch endet mit: \u00bbD. ist mal so, mal anders. Was z\u00e4hlt, ist das Pr\u00e4sens vom Sein in der ersten Person.\u00ab im traum ist alles gegenwart. zugleich spielt der traum vielfach in einer zeitlosen zeit und an einem ortlosen ort, also in einer wirklichkeitsenthobenen welt. \u00e4hnlich zeitentr\u00fcckt erleben kinder dachb\u00f6den, wo verborgene dinge der welt von gestern lagern. auf dem boden meiner gro\u00dfeltern fand ich als kind zeitungen aus zeiten, in denen ich noch nicht geboren war. wie fotografien eine vergangene wirklichkeit mit ihren traditionen und erfahrungen zeigen, \u00fcbersteigt der traum profane realit\u00e4t.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbDas P\u00fcnktchen tr\u00e4gt Str\u00fcmpfe\u00ab. welche? nat\u00fcrlich bunte, n\u00e4mlich pink, gelb und gr\u00fcn. punkt und p\u00fcnktchen werden der gleichen wortwurzel zugeordnet wie bunt, p\u00fcnktlich und punktieren sowie niederl\u00e4ndisch bont = vielfarbig, bunt, scheckig. benjamin meinte, die kinder lernten am bunten. symbolsprache findet sich bereits im fr\u00fchesten kindesalter. im\u00a0 traum, der erlebnisse und personen ganz verschiedener lebensphasen vernetzt und verschmilzt sowie zeiten und orte vertauscht, erscheinen ereignisse der kindheit, die auf weiter wirkende grunderfahrungen hindeuten. oftmals handeln kindheitstr\u00e4ume von hoffnungen und sehns\u00fcchten der kinderzeit, zumal unerf\u00fcllten.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbH. erkennt gut\u00ab beschreibt k\u00f6rpersprache. \u00bbH. erkennt gut, dass die meisten Leute ein wenig zittern, wenn sie reden. Es ist ein leichtes, subtiles Zittern, das nicht in den Fingern, sondern aus den Fingerspitzen heraus entsteht. Manchmal zittert es um den Nacken herum wie ein heller Strom, oder die Haare am Kopf bewegen sich blo\u00df ganz leicht. Sie formen ein Kr\u00e4useln, das zu einem unsichtbaren Windhauch wird. Wie Seegras, das sich in den Wirbeln des Meerwasser bewegt. Das Kr\u00e4useln, der Wind, sie sind kaum erkennbar mit dem blo\u00dfen Auge. Man mu\u00df es sp\u00fcren. H. schaut genau hin. Er f\u00fchlt das Zittern der Leute durch seinen eigenen K\u00f6rper wandern wie eine leise Botschaft. Er fragt nicht, warum die Leute zittern. Er fragt sich: Warum zittere ich nicht?\u00ab durch sensibles beobachten, das innere kr\u00e4fte wahrnimmt, werden nat\u00fcrliche energiefelder des menschen sichtbar.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">joanna lisiak sp\u00fcrt, auch in anderen b\u00fcchern, die aura der menschen und dinge auf. die bekannteste passage bei benjamin d\u00fcrfte sein: \u00bbWas ist eigentlich Aura? Ein sonderbares Gespinst von Raum und Zeit: einmalige Erscheinung einer Ferne, so nah sie sein mag.\u00ab er erkl\u00e4rte, die erfahrung der aura beruhe \u00bbauf der \u00dcbertragung einer in der menschlichen Gesellschaft gel\u00e4ufigen Reaktionsform auf das Verh\u00e4ltnis des Unbelebten oder der Natur des Menschen. Der Angesehene oder angesehen sich Glaubende schl\u00e4gt den Blick auf. Die Aura einer Erscheinung erfahren, hei\u00dft, sie mit dem Verm\u00f6gen belehnen, seinen Blick aufzuschlagen.\u00ab und: \u00bbWo der Mensch, das Tier oder ein Unbeseeltes, vom Dichter so belehnt, seinen Blick aufschl\u00e4gt, zieht es diesen in die Ferne; der Blick der dergestalt erweckten Natur tr\u00e4umt und zieht den Dichtenden seinem Traume nach.\u00ab, franz hessel: \u00bbNur was uns anschaut, sehen wir.\u00ab, karl kraus: \u00bbJe n\u00e4her man ein Wort ansieht, desto ferner sieht es zur\u00fcck.\u00ab rainer maria rilke: \u00bbWie mir das Fernste manchmal hilft: in mir.\u00ab<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">ich verstehe die aura, die urspr\u00fcnglich aus dem kultischen kommt, benjamin nannte sie \u00bbEinzigkeit\u00ab, als das \u00fcberwirkliche, magische, imaginierte, sakrale, substantielle, besondere, das durch details, auch bruchst\u00fccke und splitter, in und an natur, menschen, kunst und dingen etwas tiefes, ganzes, urspr\u00fcngliches, authentisches aufscheinen l\u00e4\u00dft, und zwar meist unerwartet, pl\u00f6tzlich, blitzhaft, sofern wir es wahrnehmen k\u00f6nnen. marleen stoessel vermerkte zu benjamin: \u00bbDie Aura des erz\u00e4hlten Traums ist, was von ihm als Schatten \u00fcbrig bleibt. Poesie ist der erz\u00e4hlte Traum. An ihr haftet als Aura der wirkliche Traum. Aura ist ihr wesentlich. Verf\u00e4llt die Aura, der Schatten des Traums, so verf\u00e4llt auch die Sprache der Dichtung.\u00ab<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">walter benjamin und roland barthes korrespondieren miteinander, motivisch und in ihren ph\u00e4nomenologischen methoden. das sehen verbindet benjamins aura und das punctum bei barthes. beide entstehen im sehenden durch das wahrnehmen eines, zun\u00e4chst unbewu\u00dften und unbestimmten, oder unbestimmbaren, gegenstands zwischen betrachter und bild. das punctum, der stichpunkt des erkennens, das sich dem betrachter n\u00e4hert und ihm aus ihm selbst entgegentritt, erscheint in einem augenblick, der \u00fcberrascht und staunen l\u00e4\u00dft und auch subversiv wirken kann. barthes erkl\u00e4rte: \u00bb<em>punctum<\/em>, das meint auch: Stich, kleines Loch, kleiner Fleck, kleiner Schnitt \u2012 und: Wurf der W\u00fcrfel. Das <em>punctum<\/em> einer Photographie, das ist jenes Zuf\u00e4llige an ihr, das mich <em>besticht<\/em>, (mich aber auch verwundet, trifft).\u00ab und \u00bbDas <em>punctum<\/em> ist mithin eine Art von subtilem Abseits, als f\u00fchre das Bild das Verlangen \u00fcber das hinaus, was es erkennen l\u00e4\u00dft.\u00ab<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">benjamin konstatierte: \u00bbMit der S\u00e4kularisierung der Kunst tritt die Authentizit\u00e4t an die Stelle des Kultwerts.\u00ab und \u00bbwas im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit des Kunstwerks verk\u00fcmmert, das ist seine Aura.\u00ab, vor allem wenn es nur noch etwas kopiertes und k\u00e4ufliches bietet und nichts in die tiefen anderer welten reichendes. benjamin und barthes hatten einen fotografischen blick, der gegenst\u00e4nde, auch des profanen alltags, ihr innenundeigenleben und so ihr wesen und ihren charakter offenbaren l\u00e4\u00dft. blicke k\u00f6nnen funken sein. bei ansgar martins hei\u00dft es zu theodor w. adorno: \u00bbWo immer das Kleinste der Geschlossenheit des Weltlaufs widerspricht, leuchtet es demnach dem Subjekt als Funke, der in einer anders eingerichteten Welt frei w\u00fcrde.\u00ab<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\r\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><!-- \/wp:post-content -->\r\n\r\n<!-- wp:paragraph {\"align\":\"center\"} --><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das P\u00fcnktchen tr\u00e4gt Str\u00fcmpfe <\/strong>von Joanna Lisiak, 2019, 220 Seiten, isbn 978-3-73922-803-7 Softcover ca. CHF 25.-<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><!-- \/wp:paragraph -->\r\n\r\n<!-- wp:image {\"align\":\"left\",\"id\":56571,\"width\":248,\"height\":384} --><\/p>\r\n<div class=\"wp-block-image\" style=\"text-align: justify;\">\r\n<figure class=\"alignleft is-resized\">\r\n<div id=\"attachment_56571\" style=\"width: 258px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-56571\" class=\"wp-image-56571\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Das-Pu\u0308nktchen.jpg\" alt=\"\" width=\"248\" height=\"384\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Das-Pu\u0308nktchen.jpg 495w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Das-Pu\u0308nktchen-193x300.jpg 193w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Das-Pu\u0308nktchen-260x403.jpg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Das-Pu\u0308nktchen-160x248.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 248px) 100vw, 248px\" \/><p id=\"caption-attachment-56571\" class=\"wp-caption-text\">Umschlag: \u00abIm Regenbogen\u00bb, 2012, von Mariola Lisiak<\/p><\/div>\r\n<\/figure>\r\n<\/div>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><!-- \/wp:image -->\r\n\r\n<!-- wp:paragraph --><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><!-- \/wp:paragraph -->\r\n\r\n<!-- wp:paragraph \/-->\r\n\r\n<!-- wp:paragraph --><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><!-- \/wp:paragraph -->\r\n\r\n<!-- wp:paragraph --><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Lesen Sie auch das <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=31414\">Portr\u00e4t<\/a> der Autorin und das <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=30534\">Kollegengespr\u00e4ch<\/a> zwischen Sebastian Schmidt und Joanna Lisiak. Holger Benkel denkt in einem Rezensionsessay \u00fcber den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2019\/04\/30\/vom-sinn-der-wendungen\/\">sinn der wendungen<\/a> nach. KUNO verleiht der Autorin f\u00fcr das Projekt <em>Gedankenstriche<\/em> den Twitteraturpreis 2016. \u00dcber die Literaturgattung <em>Twitteratur<\/em> finden Sie <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=22423\">hier<\/a> einen Essay.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 den text \u00bbF. ist sehr visuell veranlagt\u00ab ihres buchs \u00bbDas P\u00fcnktchen tr\u00e4gt Str\u00fcmpfe\u00ab, dessen prosaminiaturen aus tr\u00e4umen entstanden, kann man auf joanna lisiak selbst beziehen: \u00bbF. ist sehr visuell veranlagt. 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