{"id":79289,"date":"2022-02-01T00:01:55","date_gmt":"2022-01-31T23:01:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=79289"},"modified":"2022-02-18T11:30:50","modified_gmt":"2022-02-18T10:30:50","slug":"reitergeschichte","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2022\/02\/01\/reitergeschichte\/","title":{"rendered":"Reitergeschichte"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den 22. Juli 1848, vor 6 Uhr morgens, verlie\u00df ein Streifkommando, die zweite Eskadron von Wallmodenk\u00fcrassieren, Rittmeister Baron Rofrano mit einhundertsieben Reitern, das Kasino San Alessandro und ritt gegen Mailand. \u00dcber der freien, gl\u00e4nzenden Landschaft lag eine unbeschreibliche Stille; von den Gipfeln der fernen Berge stiegen Morgenwolken wie stille Rauchwolken gegen den leuchtenden Himmel; der Mais stand regungslos, und zwischen Baumgruppen, die aussahen wie gewaschen, gl\u00e4nzten Landh\u00e4user und Kirchen her. Kaum hatte das Streifkommando die \u00e4u\u00dferste Vorpostenlinie der eigenen Armee etwa um eine Meile hinter sich gelassen, als zwischen den Maisfeldern Waffen aufblitzten und die Avantgarde feindliche Fu\u00dftruppen meldete. Die Schwadron formierte sich neben der Landstra\u00dfe zur Attacke, wurde von eigent\u00fcmlich lauten, fast miauenden Kugeln \u00fcberschwirrt, attackierte querfeldein und trieb einen Trupp ungleichm\u00e4\u00dfig bewaffneter Menschen wie die Wachteln vor sich her. Es waren Leute der Legion Manaras, mit sonderbaren Kopfbedeckungen. Die Gefangenen wurden einem Korporal und acht Gemeinen \u00fcbergeben und nach r\u00fcckw\u00e4rts geschickt. Vor einer sch\u00f6nen Villa, deren Zufahrt uralte Zypressen flankierten, meldete die Avantgarde verd\u00e4chtige Gestalten. Der Wachtmeister Anton Lerch sa\u00df ab, nahm zw\u00f6lf mit Karabinern bewaffnete Leute, umstellte die Fenster und nahm achtzehn Studenten der Pisaner Legion gefangen, wohlerzogene und h\u00fcbsche junge Leute mit wei\u00dfen H\u00e4nden und halblangem Haar. Eine halbe Stunde sp\u00e4ter hob die Schwadron einen Mann auf, der in der Tracht eines Bergamasken vor\u00fcberging und durch sein allzu harmloses und unscheinbares Auftreten verd\u00e4chtig wurde. Der Mann trug im Rockfutter eingen\u00e4ht die wichtigsten Detailpl\u00e4ne, die Errichtung von Freikorps in den Giudikarien und deren Kooperation mit der piemontesischen Armee betreffend. Gegen<a class=\"zenoTXKonk\" title=\"Vorlage\" href=\"http:\/\/www.zeno.org\/Literatur\/L\/Hofmannsthal-Erz.\" name=\"122\">[122]<\/a> 10 Uhr vormittags fiel dem Streifkommando eine Herde Vieh in die H\u00e4nde. Unmittelbar nachher stellte sich ihm ein starker feindlicher Trupp entgegen und bescho\u00df die Avantgarde von einer Friedhofsmauer aus. Der Tete-Zug des Leutnants Grafen Trautsohn \u00fcberspang die niedrige Mauer und hieb zwischen den Gr\u00e4bern auf die ganz verwirrten Feindlichen ein, von denen ein gro\u00dfer Teil in die Kirche und von dort durch die Sakristeit\u00fcr in ein dichtes Geh\u00f6lz sich rettete. Die siebenundzwanzig neuen Gefangenen meldeten sich als neapolitanische Freischaren unter p\u00e4pstlichen Offizieren. Die Schwadron hatte einen Toten. Einer das Geh\u00f6lz umreitenden Rotte, bestehend aus dem Gefreiten Wotrubek und den Dragonern Holl und Haindl, fiel eine mit zwei Ackerg\u00e4ulen bespannte leichte Haubitze in die H\u00e4nde, indem sie auf die Bedeckung einhieben und die G\u00e4ule am Kopfzeug packten und umwendeten. Der Gefreite Wotrubek wurde als leicht verwundet mit der Meldung der bestandenen Gefechte und anderer Gl\u00fccksf\u00e4lle ins Hauptquartier zur\u00fcckgeschickt, die Gefangenen gleichfalls nach r\u00fcckw\u00e4rts transportiert, die Haubitze aber von der nach abgegebener Eskorte noch achtundsiebzig Reiter z\u00e4hlenden Eskadron mitgenommen.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Nachdem laut \u00fcbereinstimmender Aussagen der verschiedenen Gefangenen die Stadt Mailand von den feindlichen sowohl regul\u00e4ren als irregul\u00e4ren Truppen vollst\u00e4ndig verlassen, auch von allem Gesch\u00fctz und Kriegsvorrat entbl\u00f6\u00dft war, konnte der Rittmeister sich selbst und der Schwadron nicht versagen, in diese gro\u00dfe und sch\u00f6ne, wehrlos daliegende Stadt einzureiten. Unter dem Gel\u00e4ute der Mittagsglocken, der Generalmarsch von den vier Trompeten hinaufgeschmettert in den st\u00e4hlern funkelnden Himmel, an tausend Fenstern hinklirrend und zur\u00fcckgeblitzt auf achtundsiebzig K\u00fcrasse, achtundsiebzig aufgestemmte nackte Klingen; Stra\u00dfe rechts, Stra\u00dfe links wie ein aufgew\u00fchlter Ameishaufen sich f\u00fcllend mit staunenden Gesichtern; fluchende und erbleichende Gestalten hinter Haustoren verschwindend, verschlafene Fenster aufgerissen von den entbl\u00f6\u00dften Armen sch\u00f6ner Unbekannter; vorbei an Santo Babila, an San Fedele, an San Carlo, am weltber\u00fchmten marmornen Dom, an San Satiro, San<a class=\"zenoTXKonk\" title=\"Vorlage\" href=\"http:\/\/www.zeno.org\/Literatur\/L\/Hofmannsthal-Erz.\" name=\"123\">[123]<\/a> Giorgio, San Lorenzo, San Eustorgio; deren uralte Erztore alle sich auftuend und unter Kerzenschein und Weihrauchqualm silberne Heilige und brokatgekleidete strahlen\u00e4ugige Frauen hervorwinkend; aus tausend Dachkammern, dunklen Torbogen, niedrigen Butiken Sch\u00fcsse zu gew\u00e4rtigen, und immer wieder nur halbw\u00fcchsige M\u00e4dchen und Buben, die wei\u00dfen Z\u00e4hne und dunklen Haare zeigend; vom trabenden Pferde herab funkelnden Auges auf alles dies hervorblickend aus einer Larve von blutgesprengtem Staub; zur Porta Venezia hinein, zur Porta Ticinese wieder hinaus: so ritt die sch\u00f6ne Schwadron durch Mailand.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Nicht weit vom letztgenannten Stadttor, wo sich ein mit h\u00fcbschen Platanen bewachsenes Glacis erstreckte, glaubte der Wachtmeister Anton Lerch am ebenerdigen Fenster eines neugebauten hellgelben Hauses ein ihm bekanntes weibliches Gesicht zu sehen. Neugierde bewog ihn, sich im Sattel umzuwenden, und da er gleichzeitig aus einigen steifen Tritten seines Pferdes vermutete, es h\u00e4tte in eines der vorderen Eisen einen Stra\u00dfenstein eingetreten, er auch an der Queue der Eskadron ritt und ohne St\u00f6rung aus dem Gliede konnte, so bewog ihn alles dies zusammen, abzusitzen, und zwar nachdem er gerade das Vorderteil seines Pferdes in den Flur des betreffenden Hauses gelenkt hatte. Kaum hatte er hier den zweiten wei\u00dfgestiefelten Vorderfu\u00df seines Braunen in die H\u00f6he gehoben, um den Huf zu pr\u00fcfen, als wirklich eine aus dem Innern des Hauses ganz vorne in den Flur m\u00fcndende Zimmert\u00fcr aufging und in einem etwas zerst\u00f6rten Morgenanzug eine \u00fcppige, beinahe noch junge Frau sichtbar wurde, hinter ihr aber ein helles Zimmer mit Gartenfenstern, worauf ein paar T\u00f6pfchen Basilika und rote Pelargonien, ferner mit einem Mahagonischrank und einer mythologischen Gruppe aus Biskuit dem Wachtmeister sich zeigte, w\u00e4hrend seinem scharfen Blick noch gleichzeitig in einem Pfeilerspiegel die Gegenwand des Zimmers sich verriet, ausgef\u00fcllt von einem gro\u00dfen wei\u00dfen Bette und einer Tapetent\u00fcr, durch welche sich ein beleibter, vollst\u00e4ndig rasierter \u00e4lterer Mann im Augenblicke zur\u00fcckzog.<\/p>\n<div class=\"zenoCOAdRight\" style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Indem aber dem Wachtmeister der Name der Frau einfiel und<a class=\"zenoTXKonk\" title=\"Vorlage\" href=\"http:\/\/www.zeno.org\/Literatur\/L\/Hofmannsthal-Erz.\" name=\"124\">[124]<\/a> gleichzeitig eine Menge anderes: da\u00df es die Witwe oder geschiedene Frau eines kroatischen Rechnungsunteroffiziers war, da\u00df er mit ihr vor neun oder zehn Jahren in Wien in Gesellschaft eines anderen, ihres damaligen eigentlichen Liebhabers, einige Abende und halbe N\u00e4chte verbracht hatte, suchte er nun mit den Augen unter ihrer jetzigen F\u00fclle die damalige \u00fcppig-magere Gestalt wieder hervorzuziehen. Die Dastehende aber l\u00e4chelte ihn in einer halb geschmeichelten slawischen Weise an, die ihm das Blut in den starken Hals und unter die Augen trieb, w\u00e4hrend eine gewisse gezierte Manier, mit der sie ihn anredete, sowie auch der Morgenanzug und die Zimmereinrichtung ihn einsch\u00fcchterten. Im Augenblick aber, w\u00e4hrend er mit etwas schwerf\u00e4lligem Blick einer gro\u00dfen Fliege nachsah, die \u00fcber den Haarkamm der Frau lief, und \u00e4u\u00dferlich auf nichts achtete, als wie er seine Hand, diese Fliege zu scheuchen, sogleich auf den wei\u00dfen, warm und k\u00fchlen Nacken legen w\u00fcrde, erf\u00fcllte ihn das Bewu\u00dftsein der heute bestandenen Gefechte und anderer Gl\u00fccksf\u00e4lle von oben bis unten, so da\u00df er ihren Kopf mit schwerer Hand nach vorw\u00e4rts dr\u00fcckte und dazu sagte: \u00bbVuic\u00ab \u2013 diesen ihren Namen hatte er gewi\u00df seit zehn Jahren nicht wieder in den Mund genommen und ihren Taufnamen vollst\u00e4ndig vergessen \u2013, \u00bbin acht Tagen r\u00fccken wir ein, und dann wird das da mein Quartier\u00ab, auf die halboffene Zimmert\u00fcr deutend. Unter dem h\u00f6rte er im Hause mehrfach T\u00fcren zuschlagen, f\u00fchlte sich von seinem Pferde, zuerst durch stummes Zerren am Zaum, dann, indem es laut den anderen nachwieherte, fortgedr\u00e4ngt, sa\u00df auf und trabte der Schwadron nach, ohne von der Vuic eine andere Antwort als ein verlegenes Lachen mit in den Nacken gezogenem Kopf mitzunehmen. Das ausgesprochene Wort aber machte seine Gewalt geltend. Seitw\u00e4rts der Rottenkolonne, einen nicht mehr frischen Schritt reitend, unter der schweren metallischen Glut des Himmels, den Blick in der mitwandernden Staubwolke verfangen, lebte sich der Wachtmeister immer mehr in das Zimmer mit den Mahagonim\u00f6beln und den Basilikumt\u00f6pfen hinein und zugleich in eine Zivilatmosph\u00e4re, durch welche doch das Kriegsm\u00e4\u00dfige durchschimmerte, eine Atmosph\u00e4re von Behaglichkeit und<a class=\"zenoTXKonk\" title=\"Vorlage\" href=\"http:\/\/www.zeno.org\/Literatur\/L\/Hofmannsthal-Erz.\" name=\"125\">[125]<\/a> angenehmer Gewaltt\u00e4tigkeit ohne Dienstverh\u00e4ltnis, eine Existenz in Hausschuhen, den Korb des S\u00e4bels durch die linke Tasche des Schlafrockes durchgesteckt. Der rasierte, beleibte Mann, der durch die Tapetent\u00fcr verschwunden war, ein Mittelding zwischen Geistlichem und pensioniertem Kammerdiener, spielte darin eine bedeutende Rolle, fast mehr noch als das sch\u00f6ne breite Bett und die feine wei\u00dfe Haut der Vuic. Der Rasierte nahm bald die Stelle eines vertraulich behandelten, etwas unterw\u00fcrfigen Freundes ein, der Hoftratsch erz\u00e4hlte, Tabak und Kapaunen brachte, bald wurde er an die Wand gedr\u00fcckt, mu\u00dfte Schweiggelder zahlen, stand mit allen m\u00f6glichen Umtrieben in Verbindung, war piemontesischer Vertrauter, p\u00e4pstlicher Koch, Kuppler, Besitzer verd\u00e4chtiger H\u00e4user mit dunklen Gartens\u00e4len f\u00fcr politische Zusammenk\u00fcnfte, und wuchs zu einer schwammigen Riesengestalt, der man an zwanzig Stellen Spundl\u00f6cher in den Leib schlagen und statt Blut Gold abzapfen konnte.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Dem Streifkommando begegnete in den Nachmittagsstunden nichts Neues, und die Tr\u00e4umereien des Wachtmeisters erfuhren keine Hemmungen. Aber in ihm war ein Durst nach unerwartetem Erwerb, nach Gratifikationen, nach pl\u00f6tzlich in die Tasche fallenden Dukaten rege geworden. Denn der Gedanke an das bevorstehende erste Eintreten in das Zimmer mit den Mahagonim\u00f6beln war der Splitter im Fleisch, um den herum alles von W\u00fcnschen und Begierden schw\u00e4rte.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Als nun gegen Abend das Streifkommando mit gef\u00fctterten und halbwegs ausgerasteten Pferden in einem Bogen gegen Lodi und die Addabr\u00fccke vorzudringen suchte, wo denn doch F\u00fchlung mit dem Feind sehr zu gew\u00e4rtigen war, schien dem Wachtmeister ein von der Landstra\u00dfe abliegendes Dorf, mit halbverfallenem Glockenturm in einer dunkelnden Mulde gelagert, auf verlockende Weise verd\u00e4chtig, so da\u00df er, die Gemeinen Holl und Scarmolin zu sich winkend, mit diesen beiden vom Marsche der Eskadron seitlich abbog und in dem Dorfe geradezu einen feindlichen General mit geringer Bedeckung zu \u00fcberraschen und anzugreifen oder anderswie ein ganz au\u00dferordentliches Pr\u00e4mium zu verdienen hoffte, so aufgeregt war seine Einbildung. Vor dem elenden, scheinbar ver\u00f6deten Nest angelangt, befahl er dem Scarmolin links, dem Holl rechts die H\u00e4user au\u00dfen zu umreiten, w\u00e4hrend er selbst, Pistole in der Faust, die Stra\u00dfe durchzugaloppieren sich anschickte, bald aber, harte Steinplatten unter sich f\u00fchlend, auf welchen noch dazu irgendein glitschriges Fett ausgegossen war, sein Pferd in Schritt parieren mu\u00dfte. Das Dorf blieb totenstill; kein Kind, kein Vogel, kein Lufthauch. Rechts und links standen schmutzige kleine H\u00e4user, von deren W\u00e4nden der M\u00f6rtel abgefallen war; auf den nackten Ziegeln war hie und da etwas H\u00e4\u00dfliches mit Kohle gezeichnet; zwischen blo\u00dfgelegten T\u00fcrpfosten ins Innere schauend, sah der Wachtmeister hie und da eine faule, halbnackte Gestalt auf einer Bettstatt lungern oder schleppend, wie mit ausgerenkten H\u00fcften, durchs Zimmer gehen. Sein Pferd ging schwer und schob die Hinterbeine m\u00fchsam unter, wie wenn sie von Blei w\u00e4ren. Indem er sich umwendete und b\u00fcckte, um nach dem r\u00fcckw\u00e4rtigen Eisen zu sehen, schl\u00fcrften Schritte aus einem Hause, und da er sich aufrichtete, ging dicht vor seinem Pferde eine Frauensperson, deren Gesicht er nicht sehen konnte. Sie war nur halb angekleidet; ihr schmutziger, abgerissener Rock von gebl\u00fcmter Seide schleppte im Rinnsal, ihre nackten F\u00fc\u00dfe staken in schmutzigen Pantoffeln; sie ging so dicht vor dem Pferde, da\u00df der Hauch aus den N\u00fcstern den fettig gl\u00e4nzenden Lockenbund bewegte, der ihr unter einem alten Strohhute in den entbl\u00f6\u00dften Nacken hing, und doch ging sie nicht schneller und wich dem Reiter nicht aus. Unter einer T\u00fcrschwelle zur Linken rollten zwei ineinander verbissene blutende Ratten in die Mitte der Stra\u00dfe, von denen die unterliegende so j\u00e4mmerlich aufschrie, da\u00df das Pferd des Wachtmeisters sich verhielt und mit schiefem Kopf und h\u00f6rbarem Atem gegen den Boden stierte. Ein Schenkeldruck brachte es wieder vorw\u00e4rts, und nun war die Frau in einem Hausflur verschwunden, ohne da\u00df der Wachtmeister hatte ihr Gesicht sehen k\u00f6nnen. Aus dem n\u00e4chsten Hause lief eilfertig mit gehobenem Kopfe ein Hund heraus, lie\u00df einen Knochen in der Mitte der Stra\u00dfe fallen und versuchte ihn in einer Fuge des Pflasters zu verscharren. Es war eine wei\u00dfe unreine H\u00fcndin mit h\u00e4ngenden Zitzen; mit teuflischer Hingabe scharrte sie,<a class=\"zenoTXKonk\" title=\"Vorlage\" href=\"http:\/\/www.zeno.org\/Literatur\/L\/Hofmannsthal-Erz.\" name=\"127\">[127]<\/a> packte dann den Knochen mit den Z\u00e4hnen und trug ihn ein St\u00fcck weiter. Indessen sie wieder zu scharren anfing, waren schon drei Hunde bei ihr: zwei waren sehr jung, mit weichen Knochen und schlaffer Haut; ohne zu bellen und ohne bei\u00dfen zu k\u00f6nnen, zogen sie einander mit stumpfen Z\u00e4hnen an den Lefzen. Der Hund, der zugleich mit ihnen gekommen war, war ein lichtgelbes Windspiel von so aufgeschwollenem Leib, da\u00df er nur ganz langsam auf den vier d\u00fcnnen Beinen sich weitertragen konnte. An dem dicken wie eine Trommel gespannten Leib erschien der Kopf viel zu klein; in den kleinen ruhelosen Augen war ein entsetzlicher Ausdruck von Schmerz und Beklemmung. Sogleich sprangen noch zwei Hunde hinzu: ein magerer, wei\u00dfer, von \u00e4u\u00dferst gieriger H\u00e4\u00dflichkeit, dem schwarze Rinnen von den entz\u00fcndeten Augen herunterliefen, und ein schlechter Dachshund auf hohen Beinen. Dieser hob seinen Kopf gegen den Wachtmeister und schaute ihn an. Er mu\u00dfte sehr alt sein. Seine Augen waren unendlich m\u00fcde und traurig. Die H\u00fcndin aber lief in bl\u00f6der Hast vor dem Reiter hin und her; die beiden jungen schnappten lautlos mit ihrem weichen Maul nach den Fesseln des Pferdes, und das Windspiel schleppte seinen entsetzlichen Leib hart vor den Hufen. Der Braun konnte keinen Schritt mehr tun. Als aber der Wachtmeister seine Pistole auf eines der Tiere abdr\u00fccken wollte und die Pistole versagte, gab er dem Pferde beide Sporen und dr\u00f6hnte \u00fcber das Steinpflaster hin. Nach wenigen S\u00e4tzen aber mu\u00dfte er das Pferd scharf parieren. Denn hier sperrte eine Kuh den Weg, die ein Bursche mit gespanntem Strick zur Schlachtbank zerrte. Die Kuh aber, von dem Dunst des Blutes und der an den T\u00fcrpfosten genagelten frischen Haut eines schwarzen Kalbes zur\u00fcckschaudernd, stemmte sich auf ihren F\u00fc\u00dfen, sog mit gebl\u00e4hten N\u00fcstern den r\u00f6tlichen Sonnendunst des Abends in sich und ri\u00df sich, bevor der Bursche sie mit Pr\u00fcgel und Strick hin\u00fcberbekam, mit kl\u00e4glichen Augen noch ein Maulvoll von dem Heu ab, das der Wachtmeister vorne am Sattel befestigt hatte. Er hatte nun das letzte Haus des Dorfes hinter sich und konnte, zwischen zwei niedrigen, abgebr\u00f6ckelten Mauern reitend, jenseits einer alten einbogigen Steinbr\u00fccke \u00fcber einen anscheinend<a class=\"zenoTXKonk\" title=\"Vorlage\" href=\"http:\/\/www.zeno.org\/Literatur\/L\/Hofmannsthal-Erz.\" name=\"128\">[128]<\/a> trockenen Graben den weiteren Verlauf des Weges absehen, f\u00fchlte aber in der Gangart seines Pferdes eine so unbeschreibliche Schwere, ein solches Nichtvorw\u00e4rtskommen, da\u00df sich an seinem Blick jeder Fu\u00dfbreit der Mauern rechts und links, ja jeder von den dort sitzenden Tausendf\u00fc\u00dfen und Asseln m\u00fchselig vorbeischob, und ihm war, als h\u00e4tte er eine unme\u00dfbare Zeit mit dem Durchreiten des widerw\u00e4rtigen Dorfes verbracht. Wie nun zugleich aus der Brust seines Pferdes ein schwerer rohrender Atem hervordrang, er dies ihm v\u00f6llig ungewohnte Ger\u00e4usch aber nicht sogleich richtig erkannte und die Ursache davon zuerst \u00fcber und neben sich und schlie\u00dflich in der Entfernung suchte, bemerkte er jenseits der Steinbr\u00fccke und beil\u00e4ufig in gleicher Entfernung von dieser als wie er sich selbst befand, einen Reiter des eigenen Regiments auf sich zukommen, und zwar einen Wachtmeister, und zwar auf einem Braunen mit wei\u00dfgestiefelten Vorderbeinen. Da er nun wohl wu\u00dfte, da\u00df sich in der ganzen Schwadron kein solches Pferd befand, ausgenommen dasjenige, auf welchem er selbst in diesem Augenblicke sa\u00df, er das Gesicht des anderen Reiters aber immer noch nicht erkennen konnte, so trieb er ungeduldig sein Pferd sogar mit den Sporen zu einem sehr lebhaften Trab an, worauf auch der andere sein Tempo ganz im gleichen Ma\u00dfe verbesserte, so da\u00df nun nur mehr ein Steinwurf sie trennte, und nun, indem die beiden Pferde, jedes von seiner Seite her, im gleichen Augenblick, jedes mit dem gleichen wei\u00dfgestiefelten Vorfu\u00df die Br\u00fccke betraten, der Wachtmeister, mit stierem Blick in der Erscheinung sich selber erkennend, wie sinnlos sein Pferd zur\u00fcckri\u00df und die rechte Hand mit ausgespreizten Fingern gegen das Wesen vorstreckte, worauf die Gestalt, gleichfalls parierend und die Rechte erhebend, pl\u00f6tzlich nicht da war, die Gemeinen Holl und Scarmolin mit unbefangenen Gesichtern von rechts und links aus dem trockenen Graben auftauchten und gleichzeitig \u00fcber die Hutweide her, stark und aus gar nicht gro\u00dfer Entfernung, die Trompeten der Eskadron \u00bbAttacke\u00ab bliesen. Im st\u00e4rksten Galopp eine Erdwelle hinansetzend, sah der Wachtmeister die Schwadron schon im Galopp auf ein Geh\u00f6lz zu, aus welchem feindliche Reiter mit Piken eilfertig debouchierten; sah, indem er, die vier losen Z\u00fcgel in der Linken versammelnd, den Handriemen um die Rechte schlang, den vierten Zug sich von der Schwadron abl\u00f6sen und langsamer werden, war nun schon auf dr\u00f6hnendem Boden, nun in starkem Staubgeruch, nun mitten im Feinde, hieb auf einen blauen Arm ein, der eine Pike f\u00fchrte, sah dicht neben sich das Gesicht des Rittmeisters mit weit aufgerissenen Augen und grimmig entbl\u00f6\u00dften Z\u00e4hnen, war dann pl\u00f6tzlich unter lauter feindlichen Gesichtern und fremden Farben eingekeilt, tauchte unter in lauter geschwungenen Klingen, stie\u00df den n\u00e4chsten in den Hals und vom Pferd herab, sah neben sich den Gemeinen Scarmolin mit lachendem Gesicht einem die Finger der Z\u00fcgelhand ab- und tief in den Hals des Pferdes hineinhauen, f\u00fchlte die M\u00eal\u00e9e sich lockern und war auf einmal allein, am Rand eines kleinen Baches, hinter einem feindlichen Offizier auf einem Eisenschimmel. Der Offizier wollte \u00fcber den Bach; der Eisenschimmel versagte. Der Offizier ri\u00df ihn herum, wendete dem Wachtmeister ein junges, sehr bleiches Gesicht und die M\u00fcndung einer Pistole zu, als ihm ein S\u00e4bel in den Mund fuhr, in dessen kleiner Spitze die Wucht eines galoppierenden Pferdes zusammengedr\u00e4ngt war. Der Wachtmeister ri\u00df den S\u00e4bel zur\u00fcck und erhaschte an der gleichen Stelle, wo die Finger des Herunterst\u00fcrzenden ihn losgelassen hatten, den Stangenz\u00fcgel des Eisenschimmels, der leicht und zierlich wie ein Reh die F\u00fc\u00dfe \u00fcber seinen sterbenden Herrn hinhob.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Als der Wachtmeister mit dem sch\u00f6nen Beutepferd zur\u00fcckritt, warf die in schwerem Dunst untergehende Sonne eine ungeheure R\u00f6te \u00fcber die Hutweide. Auch an solchen Stellen, wo gar keine Hufspuren waren, schienen ganze Lachen von Blut zu stehen. Ein roter Widerschein lag auf den wei\u00dfen Uniformen und den lachenden Gesichtern, die K\u00fcrasse und Schabracken funkelten und gl\u00fchten, und am st\u00e4rksten drei kleine Feigenb\u00e4ume, an deren weichen Bl\u00e4ttern die Reiter lachend die Blutrinnen ihrer S\u00e4bel abgewischt hatten. Seitw\u00e4rts der rotgefleckten B\u00e4ume hielt der Rittmeister und neben ihm der Eskadronstrompeter, der die wie in roten Saft getauchte Trompete an den Mund hob und Appell blies. Der Wachtmeister ritt von Zug zu Zug und sah, da\u00df die Schwadron nicht einen Mann verloren und daf\u00fcr neun Handpferde gewonnen hatte. Er ritt zum Rittmeister und meldete, immer den Eisenschimmel neben sich, der mit gehobenem Kopf t\u00e4nzelte und Luft einzog, wie ein junges, sch\u00f6nes und eitles Pferd, das es war. Der Rittmeister h\u00f6rte die Meldung nur zerstreut an. Er winkte den Leutnant Grafen Trautsohn zu sich, der dann sogleich absa\u00df und mit sechs gleichfalls abgesessenen K\u00fcrassieren hinter der Front der Eskadron die erbeutete leichte Haubitze ausspannte, das Gesch\u00fctz von den sechs Mannschaften zur Seite schleppen und in ein von dem Bach gebildetes kleines Sumpfwasser versenken lie\u00df, hierauf wieder aufsa\u00df und, nachdem er die nunmehr \u00fcberfl\u00fcssigen beiden Zugg\u00e4ule mit der flachen Klinge fortgejagt hatte, stillschweigend seinen Platz vor dem ersten Zug wieder einnahm. W\u00e4hrend dieser Zeit verhielt sich die in zwei Gliedern formierte Eskadron nicht eigentlich unruhig, es herrschte aber doch eine nicht ganz gew\u00f6hnliche Stimmung, durch die Erregung von vier an einem Tage gl\u00fccklich bestandenen Gefechten erkl\u00e4rlich, die sich im leichten Ausbrechen halb unterdr\u00fcckten Lachens sowie in halblauten untereinnder gewechselten Zurufen \u00e4u\u00dferte. Auch standen die Pferde nicht ruhig, besonders diejenigen, zwischen denen fremde erbeutete Pferde eingeschoben waren. Nach solchen Gl\u00fccksf\u00e4llen schien allen der Aufstellungsraum zu enge, und solche Reiter und Sieger verlangten sich innerlich, nun im offenen Schwarm auf einen neuen Gegner loszugehen, einzuhauen und neue Beutepferde zu packen. In diesem Augenblicke ritt der Rittmeister Baron Rofrano dicht an die Front seiner Eskadron, und indem er von den etwas schl\u00e4frigen blauen Augen die gro\u00dfen Lider hob, kommandierte er vernehmlich, aber ohne seine Stimme zu erheben: \u00bbHandpferde auslassen!\u00ab Die Schwadron stand totenstill. Nur der Eisenschimmel neben dem Wachtmeister streckte den Hals und ber\u00fchrte mit seinen N\u00fcstern fast die Stirne des Pferdes, auf welchem der Rittmeister sa\u00df. Der Rittmeister versorgte seinen S\u00e4bel, zog eine seiner Pistolen aus dem Halfter, und indem er mit dem R\u00fccken der Z\u00fcgelhand ein wenig Staub von dem blinkenden Lauf wegwischte, wiederholte er mit etwas lauterer<a class=\"zenoTXKonk\" title=\"Vorlage\" href=\"http:\/\/www.zeno.org\/Literatur\/L\/Hofmannsthal-Erz.\" name=\"131\">[131]<\/a>Stimme sein Kommando und z\u00e4hlte gleich nachher \u00bbeins\u00ab und \u00bbzwei\u00ab. Nachdem er das \u00bbzwei\u00ab gez\u00e4hlt hatte, heftete er seinen verschleierten Blick auf den Wachtmeister, der regungslos vor ihm im Sattel sa\u00df und ihm starr ins Gesicht sah. W\u00e4hrend Anton Lerchs starr aushaltender Blick, in dem nur dann und wann etwas Gedr\u00fccktes, H\u00fcndisches aufflackerte und wieder verschwand, eine gewisse Art devoten, aus vielj\u00e4hrigem Dienstverh\u00e4ltnisse hervorgegangenen Zutrauens ausdr\u00fccken mochte, war sein Bewu\u00dftsein von der ungeheuren Gespanntheit dieses Augenblicks fast gar nicht erf\u00fcllt, sondern von vielf\u00e4ltigen Bildern einer fremdartigen Behaglichkeit ganz \u00fcberschwemmt, und aus einer ihm selbst v\u00f6llig unbekannten Tiefe seines Innern stieg ein bestialischer Zorn gegen den Menschen da vor ihm auf, der ihm das Pferd wegnehmen wollte, ein so entsetzlicher Zorn \u00fcber das Gesicht, die Stimme, die Haltung und das ganze Dasein dieses Menschen, wie er nur durch jahrelanges enges Zusammenleben auf geheimnisvolle Weise entstehen kann. Ob aber in dem Rittmeister etwas \u00c4hnliches vorging, oder ob sich ihm in diesem Augenblicke stummer Insubordination die ganze lautlos um sich greifende Gef\u00e4hrlichkeit kritischer Situationen zusammenzudr\u00e4ngen schien, bleibt im Zweifel: Er hob mit einer nachl\u00e4ssigen, beinahe gezierten Bewegung den Arm, und indem er, die Oberlippe ver\u00e4chtlich hinaufziehend, \u00bbdrei\u00ab z\u00e4hlte, krachte auch schon der Schu\u00df, und der Wachtmeister taumelte, in die Stirn getroffen, mit dem Oberleib auf den Hals seines Pferdes, dann zwischen dem Braun und dem Eisenschimmel zu Boden. Er hatte aber noch nicht hingeschlagen, als auch schon s\u00e4mtliche Chargen und Gemeinen sich ihrer Beutepferde mit einem Z\u00fcgelri\u00df oder Fu\u00dftritt entledigt hatten und der Rittmeister, seine Pistole ruhig versorgend, die von einem blitz\u00e4hnlichen Schlag noch nachzuckende Schwadron dem in undeutlicher d\u00e4mmernder Entfernung anscheinend sich ralliierenden Feinde aufs neue entgegenf\u00fchren konnte. Der Feind nahm aber die neuerliche Attacke nicht an, und kurze Zeit nachher erreichte das Streifkommando unbehelligt die s\u00fcdliche Vorpostenaufstellung der eigenen Armee.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<div id=\"attachment_18516\" style=\"width: 194px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/220px-Nicola_Perscheid_-_Hugo_von_Hofmannsthal_1910-184x300.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-18516\" class=\"size-full wp-image-18516\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/220px-Nicola_Perscheid_-_Hugo_von_Hofmannsthal_1910-184x300.jpg\" alt=\"\" width=\"184\" height=\"300\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-18516\" class=\"wp-caption-text\">Hugo von Hofmannsthal 1910 auf einer Fotografie von Nicola Perscheid<\/p><\/div>\n<p><strong>Weiterf\u00fchrend <\/strong><strong>\u2192<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p style=\"text-align: justify;\">In 2022 widmet sich KUNO der<span class=\"apple-converted-space\">\u00a0<\/span><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=19652\">Kunstform<\/a><span class=\"apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Novelle. Wir gehen davon aus, da\u00df es sich bei dieser literarischen Kunstform um eine k\u00fcrzere Erz\u00e4hlung in Prosaform handelt, sie hat eine mittlere L\u00e4nge, was sich darin zeigt, dass sie in einem Zug zu lesen sei. Und schon kommen wir ins Schwimmen. Als Gattung l\u00e4\u00dft sie sich nur schwer definieren und oft nur ex negativo von anderen Textsorten abgrenzen. Daher stellen wir in diesem Jahr alte und neue Texte vor um die Entwicklung der Gattung aufzuhellen.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Den 22. Juli 1848, vor 6 Uhr morgens, verlie\u00df ein Streifkommando, die zweite Eskadron von Wallmodenk\u00fcrassieren, Rittmeister Baron Rofrano mit einhundertsieben Reitern, das Kasino San Alessandro und ritt gegen Mailand. \u00dcber der freien, gl\u00e4nzenden Landschaft lag eine unbeschreibliche Stille;&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2022\/02\/01\/reitergeschichte\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":80,"featured_media":98219,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[1094],"class_list":["post-79289","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-hugo-von-hofmannsthal"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/79289","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/80"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=79289"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/79289\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":98220,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/79289\/revisions\/98220"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/98219"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=79289"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=79289"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=79289"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}