{"id":78910,"date":"2022-02-06T00:01:10","date_gmt":"2022-02-05T23:01:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=78910"},"modified":"2022-02-17T13:28:56","modified_gmt":"2022-02-17T12:28:56","slug":"zwischen-nichts-und-nichts","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2022\/02\/06\/zwischen-nichts-und-nichts\/","title":{"rendered":"Zwischen Nichts und Nichts"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Hineingehaltenheit meines Seins in das Nichts sehe ich vor mir, ich sehe mich in der Schw\u00e4rze der Nacht, ich bin wei\u00df und leuchte in die Nacht beim \u00d6ffnen der Raumt\u00fcr, ich wei\u00df nicht, tu ich das selber oder geschieht es mir, H\u00fclle, Gef\u00e4\u00df, durch das Baupl\u00e4ne hindurch flie\u00dfen, die sich in unz\u00e4hligen Variationen bilden, in unendlichen Zeiten, wo das Sein, ich habe keine Ahnung, was das ist, unmerklich verrutscht, ich bin vor\u00fcbergehendes Resultat der Ursachen, die im Verwerfungsgeschiebe herausspringen, so ein Schub des Seins ist das, was mich bewirkt, Zerbr\u00f6selung gr\u00f6\u00dferer Einheiten, Teilung und Aberteilung, fein gemahlen zwischen Materie und Antimaterie, klar, das merke ich nicht gleich, aber ich f\u00fclle mein Bewusstsein mit Welt, ich sp\u00fcre mich immer genauer, reibe mich im Wind der Strukturen \u2013 erlebe das Hineinhalten meines Daseins in das Nichts, ich f\u00fchle es, es stimmt, ich bin, und was habe ich denn sonst, ich steh hineingehalten ins Nichts, f\u00fchle mich hingehalten, bis sich die Seiten verkehren, werde zum Nichts und um mich herum der Grund meiner Angst, der immer stabiler wird, mein Nest, meine Heimat, die ich nicht suchte, die mir geschenkt wird ohne mein Zutun, ganz einfach so, und wenn ich mich, so hineingehalten in das sich umst\u00fclpende Nichts, verwandle, dann \u2013 ich frage Sie, wenn Sie mich dann noch h\u00f6ren: Ist das wirklich die Transzendenz? Meine ganz eigene, nur mir geh\u00f6rende Transzendenz, wenn ich mich selbst bestiegen habe ein Leben lang, bis ich oben angekommen bin bei mir und auf meinen Schultern stehe und in die Spalten des Nichts greife, ohne Seil und Netz, und bald \u00fcber mir stehe und auf mich herabsehe, ist das meine Transzendenz?<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\r\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"text-align: center;\">***<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><!-- \/wp:post-content -->\r\n\r\n<!-- wp:paragraph --><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gionos L\u00e4cheln<\/strong>, ein Fortsetzungsroman von Ulrich Bergmann, KUNO 2022<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><!-- \/wp:paragraph -->\r\n\r\n<!-- wp:image {\"align\":\"left\",\"id\":62118,\"width\":171,\"height\":250,\"sizeSlug\":\"large\"} --><\/p>\r\n<div class=\"wp-block-image\" style=\"text-align: justify;\">\r\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-62118\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/image-6.jpeg\" alt=\"\" width=\"171\" height=\"250\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/image-6.jpeg 342w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/image-6-206x300.jpeg 206w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/image-6-260x379.jpeg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/image-6-160x233.jpeg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 171px) 100vw, 171px\" \/><\/figure>\r\n<\/div>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><!-- \/wp:image -->\r\n\r\n<!-- wp:paragraph --><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Vieles bleibt in <em>Gionos L\u00e4cheln<\/em> offen und in der Schwebe, L\u00fccken tun sich auf und Leerstellen, man mag darin einen lyrischen Gestus erkennen. Das Allt\u00e4gliche wird bei Ulrich Bergmann zum poetischen Ereignis, immer wieder gibt es Passagen, die das Wiederlesen und Nochmallesen lohnen. Poesie ist gerade dann, wenn man sie als Sprache der Wirklichkeit ernst nimmt, kein animistisches, vitalistisches Medium, sondern eine Verlebendigungsmaschine.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><!-- \/wp:paragraph -->\r\n\r\n<!-- wp:paragraph --><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><!-- \/wp:paragraph -->\r\n\r\n<!-- wp:paragraph --><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine liebevoll sp\u00f6ttische <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/10\/10\/der-kleine-prinz-auf-seinem-ich-planeten\/\">Einf\u00fchrung<\/a> zu <em>Gionos L\u00e4cheln<\/em> von Holger Benkel. Er schreib auch zu den\u00a0<em>Arthurgeschichten<\/em> von Ulrich Bergmann einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=6837\">Rezensionsessay<\/a>. \u2013 Eine Einf\u00fchrung in\u00a0<em>Schlangegeschichten<\/em> finden Sie\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=32773\">hier<\/a>.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Die Hineingehaltenheit meines Seins in das Nichts sehe ich vor mir, ich sehe mich in der Schw\u00e4rze der Nacht, ich bin wei\u00df und leuchte in die Nacht beim \u00d6ffnen der Raumt\u00fcr, ich wei\u00df nicht, tu ich das selber oder&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2022\/02\/06\/zwischen-nichts-und-nichts\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":41,"featured_media":97855,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[866],"class_list":["post-78910","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-ulrich-bergmann"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/78910","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/41"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=78910"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/78910\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":97858,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/78910\/revisions\/97858"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/97855"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=78910"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=78910"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=78910"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}