{"id":78563,"date":"2023-06-27T00:01:58","date_gmt":"2023-06-26T22:01:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=78563"},"modified":"2022-02-25T16:54:04","modified_gmt":"2022-02-25T15:54:04","slug":"ueber-deutschland-von-heinrich-heine","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2023\/06\/27\/ueber-deutschland-von-heinrich-heine\/","title":{"rendered":"\u00dcber Deutschland, von Heinrich Heine"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Allen Schriften von Heinrich Heine gehen prachtvolle, blendende Vorreden voran. Diesmal h\u00e4lt der Verfasser seinen Einzug, gefolgt von dem Kaiser Otto und Karl dem Gro\u00dfen, von zwei Bisch\u00f6fen und einem Grafen, ein ehrw\u00fcrdiger Aufzug, der aber die Unannehmlichkeit hat, da\u00df er zu sehr die Aufmerksamkeit und Neugierde erweckt. Man glaubt nicht, wie viel eine sch\u00f6ne Vorrede dem Buche, welches ihm folgt, schaden kann; es bedurfte des ganzen Genie&#8217;s von Rossini, um eine Oper wie die Gazza Ladra, deren Ouvert\u00fcre mit einem Trommelwirbel beginnt, gl\u00fccklich durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Aus gewichtigen Gr\u00fcnden werde ich nicht in die Einzelheiten des Werkes von Herrn Heine eingehen; ich werde mich begn\u00fcgen, den Geist desselben zu pr\u00fcfen, d.h. den Geist des Verfassers \u00fcberhaupt. Erstens sind meine Kenntnisse von der deutschen Filosofie und Literatur in ihrer Gesammtheit und in ihrer historischen Entwickelung sehr oberfl\u00e4chlich, und obgleich ich mich darin von Herrn Heine nur durch die Offenheit meines Gest\u00e4ndnisses unterscheide, so n\u00f6thigt mich doch die Redlichkeit, mich als unbefugt zu einem Urtheile \u00fcber derlei Dinge zu erkl\u00e4ren. Alsdann fehlt mir der Mut, mich zu offen der Vorsehung zu widersetzen, welche Herrn Heine, wie er uns versichert, beauftragt hat, Frankreich mit Deutschland bekannt zu machen. Das w\u00e4re ein allzu gewagtes Unternehmen, vorz\u00fcglich seit die Vorsehung des Herrn Heine sich unter den Schutz eines einflu\u00dfreichen Ministers gestellt. Ich will mich nicht mit ihr entzweien.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Wenn Herr Heine von dem Auftrag spricht, den ihm die Vorsehung gegeben, so handelt es sich, wohlverstanden, um einen Auftrag in Bezug auf Paris; denn was einen Auftrag in Bezug auf Frankreich betrifft, so h\u00e4tte sich Herr Heine gesch\u00e4mt, ihn anzunehmen. Er dr\u00fcckt sich dar\u00fcber deutlich aus: \u00bbUnter Frankreich, sagt er, verstehe ich Paris und nicht die Provinz; denn was die Provinz denkt, bedeutet ebenso wenig, als was unsre Beine denken. Der Kopf ist der Sitz unserer Gedanken.\u00ab Ohne Zweifel hat Herr Heine diese kostbaren Worte aufgezeichnet, als er nach einer Abendgesellschaft bei einem adligen B\u00fcrger nach Hause zur\u00fcckgekehrt war und seine Glac\u00e9handschuhe noch nicht ausgezogen hatte. Seine Rede hat den unvergleichlichen Geruch jenes Wassers von tausend Unversch\u00e4mtheiten, womit allein die Salons des J\u00fcstemilieu durchduftet sind. Doch, wahrlich das geht \u00fcber den Scherz. Was Frankreich seit f\u00fcnfzig Jahren Gro\u00dfes gethan, ist das von den Parisern erdacht und ausgef\u00fchrt worden? Sind Necker, Mirabeau, Sieyes, Barnave, Camille Desmoulins, Pethion, Roland, Robespierre Pariser gewesen? Sind Carmot, Dumouriez, Hoche, Kleber, Moreau, Desaix, Massena, Ney, endlich Napoleon, nicht Provincialen gewesen? Nein, Paris ist nicht das Haupt Frankreichs, es ist nur dessen Hut, und wenn es der Provinz jemals zu warm werden sollte, so w\u00fcrde sie nicht lange schwanken und den Hut abnehmen. W\u00e4re es m\u00f6glich, da\u00df diese gl\u00e4nzende Rede des Herrn Heine der getreue Ausdruck der Gesinnungen der Pariser sei? Dann wehe ihnen! Eines Tages k\u00f6nnte es allen Franzosen in den Sinn kommen, Paris sei Frankreichs Bastille, und an diesem Tage w\u00fcrde es f\u00fcrchterlich hei\u00df hergehen. Die Pariser sollten diese Saite nicht ber\u00fchren. Wenn sie so weit gekommen, Versailles und den alten Hof zu ersetzen und die B\u00f6rse in ein \u0153il de b\u0153uf zu verwandeln, so m\u00fc\u00dften sie sich ruhig ihrer Oberherrschaft erfreuen und sich ihrer nicht laut r\u00fchmen. Zittern sie nicht bei der Vorstellung man k\u00f6nnte eines Tages auf dem Platze der Chaussee d&#8217;Antin eine Stange aufgepflanzt sehen mit der Inschrift: Hier weint man?<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Herr Heine spielt in seinen in franz\u00f6sischer Sprache herausgegebenen Schriften bei Frankreich den Angenehmen und schmeichelt ihm auf wahrhaft wenig schmeichelhafte Weise. Er behandelt es als Buhlerin und sagt ihr Galanterieen, aber Galanterieen, um die Stra\u00dfe des Lombards neidisch zu machen. Er sagt den Franzosen, d.h. den Parisern, obwol sie keine Heiden mehr w\u00e4ren, f\u00fchren sie doch nicht minder fort, die sch\u00f6ne G\u00f6ttin Venus anzubeten und den Grazien zu opfern. Er r\u00fchmt ihre Artigkeit und ihre Klugheit; er l\u00e4chelt ihnen freundlich zu; er lobt sie wegen ihrer Sorglosigkeit in Beziehung auf Gott und den Teufel, und weil sie nur noch dunkle Erinnerungen an diese beiden Personen h\u00e4tten, welche noch in dem Volksglauben Deutschlands lebten. Ich wei\u00df sehr wol, da\u00df ein Diplomat einnehmend sein mu\u00df; er mu\u00df es aber stets mit W\u00fcrde sein; doch solche Fuchsschw\u00e4nzerei ist eines Glaubensboten der Vorsehung nicht w\u00fcrdig; sie sind noch weniger der Nation w\u00fcrdig, an welche sie gerichtet und welche Kraft genug hat, um Schmeicheleien entbehren zu k\u00f6nnen. F\u00fcr jeden Ehrenmann giebt es nur eine einzige Art, die Gastfreundschaft, welche eine fremde Nation ihm gew\u00e4hrt, zu vergelten, die, sich ihrer w\u00fcrdig zu zeigen. \u00dcbrigens mu\u00df er zuweilen den Mut haben, seinen Gastfreunden nicht zu gefallen und lieber ihren Beifall zu verdienen als zu erhalten.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Es war f\u00fcr uns patriotische Schriftsteller wahrlich sehr leicht, unsern Grunds\u00e4tzen treu zu bleiben, als wir noch in Deutschland waren. In unserm Vaterlande hatten wir mit keiner Verf\u00fchrung zu k\u00e4mpfen, weder mit der Verf\u00fchrung der sch\u00f6nen Welt, welche noch nicht daselbst geschaffen, noch mit der der gro\u00dfen Welt, welche dort uns verachtet, uns niemals in ihre himmlische Sph\u00e4re eintreten l\u00e4\u00dft, unser Verlangen, ihr zu gefallen, nicht in Anschlag bringt, und die, indem sie sich am allerwenigsten um unsre Meinungen k\u00fcmmert, uns nicht durch Liebkosungen oder durch wesentlichere Mittel zu gewinnen sucht. In Deutschland haben sie nicht jene constitutionellen Arzneimittel n\u00f6thig: sie haben die Censur, um unserer Unverschwiegenheit zuvorzukommen, und die Kerker, um sie zu unterdr\u00fccken. Paris hat seinen Markt der Unschuldigen; Wien, Berlin, M\u00fcnchen wissen seiner zu entbehren; dort unten kauft man nicht die Unschuld, man ergreift sie, das arme Thier, und sie stellt in den Pfandstall.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Doch in Frankreich \u00e4ndert sich unsre Lage und wird zugleich angenehmer und gef\u00e4hrlicher. In diesem Lande gelten die Gelehrten etwas, und der ganze Geist des Herrn Heine reicht nicht hin, um die Aufmerksamkeit einer Gesellschaft, selbst in Gegenwart eines deutschen Diplomaten, zu erlangen. In diesem Lande hat die materielle Macht keine Gewalt ohne Verbindung mit der moralischen Macht, und das Laster selbst mu\u00df sich um den Schutz der Tugend bewerben. Hier k\u00f6nnen wir die Best\u00e4ndigkeit unsrer Meinungen und unsern Muth, sie zu vertheidigen, zeigen; hier k\u00f6nnen wir beweisen, da\u00df wir nicht aus pers\u00f6nlichem Interesse f\u00fcr die Freiheit gek\u00e4mpft hatten. Unschuldig und ohne Erfahrung in den Strudel von Paris geworfen, dieser liebensw\u00fcrdigen und gottlosen Stadt, dem Paradies der Teufel und der H\u00f6lle der Engel, wo man so weit gekommen, alle F\u00e4ulni\u00df geruchlos zu machen, m\u00fcssen wir hier nach Ruhm streben, damit unser Vaterland den Verlust unseres Beistandes unter die Zahl seiner Ungl\u00fccksf\u00e4lle rechne.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Nachdem wir in ein fremdes Land verwiesen, wird unsre Muttersprache, die uns dahin begleitet, selbst als verwiesen, als gefl\u00fcchtet angesehen und wie unsre Personen unter Aufsicht aller Polizeibeh\u00f6rden des Continents gestellt. Uns ist verboten zu handeln, ihr ist verboten zu sprechen, sogar von fern, gegen die Despoten Deutschlands. Nun aber der Willk\u00fcr der franz\u00f6sischen Sprache \u00fcberlassen, jener seit zwei Jahrhunderten von den K\u00f6nigen, Diplomaten und Aristokraten von ganz Europa gemodelten und verdorbenen Sprache; jener gef\u00e4hrlichen Sprache, welche vielz\u00fcngig ist f\u00fcr die L\u00fcge und stammelnd f\u00fcr die Wahrheit, m\u00fcssen wir wachen, auf da\u00df die <i>Leichtigkeit<\/i> zu t\u00e4uschen in uns niemals die <i>Lust<\/i> errege, zu t\u00e4uschen.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Im Dienste der Wahrheit gen\u00fcgt es nicht, Geist zu zeigen, man mu\u00df auch Mut zeigen. Es ist nicht genug, dem Frankfurter Bundestag einige boshafte Redensarten an den Kopf zu werfen und von Zeit zu Zeit einen Strau\u00df mit einem sch\u00f6nen Gl\u00fcckwunsch f\u00fcr Deutschlands Freiheit zu \u00fcberreichen; nur an diesen kleinen Erg\u00f6tzlichkeiten erfreut sich die rhetorische Eitelkeit eines Schriftstellers, sie erg\u00f6tzen aber nicht unsre ungl\u00fccklichen unter den Bleid\u00e4chern der deutschen Inquisition seufzenden Landsleute und k\u00f6nnen ihrer Sache nicht f\u00f6rderlich sein. Noch in der Verbannung k\u00f6nnen wir f\u00fcr unser Vaterland k\u00e4mpfen, indem wir das Princip des B\u00f6sen bek\u00e4mpfen, welches durch die ganze Welt dasselbe ist, obgleich mehr oder minder verh\u00fcllt, je nach den Hindernissen, welche die Sitten und die Staats-Einrichtungen ihm entgegensetzten. Dies b\u00f6se Princip ist die Aristokratie, die Vereinigung des Egoismus. Wir d\u00fcrfen uns nicht diesen Aristokratieen f\u00fcgen, wir d\u00fcrfen nicht in Frankreich liebkosen, was wir in Deutschland zur\u00fcckgewiesen haben. Wahrlich, es w\u00e4re nicht der M\u00fche wert, da\u00df wir uns durch die K\u00fchnheit unsrer Meinungen und die Strenge unsres Liberalismus aus unserm Vaterlande h\u00e4tten verbannen lassen, um nachher in einem fremden Lande heimisch zu werden, dort den Gef\u00e4lligen gegen die vornehme Welt zu spielen und unsre B\u00e4renhaut mit einer Fuchshaut zu vertauschen. Das w\u00f6ge nicht die Reisekosten, das w\u00f6ge nicht die M\u00fche auf, die es uns kostet, unsre inl\u00e4ndischen Gedanken und Gesinnungen in dem warmen Treibhause einer fremden Sprache zu pflegen; das w\u00f6ge nicht unsre Verlegenheit auf, wenn wir die Comptoirdamen der Lesekabinette und die reizenden Bewohnerinnen am Durchgang zum Panorama \u00fcber unsre naiven Germanismen l\u00e4cheln s\u00e4hen.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Der gewandtesten, schlausten, katzenartigsten Kritik w\u00fcrde es dennoch nie gelingen, Herrn Heine zu ertappen, der noch mehr Maus als die Kritik Katze ist. Er hat sich in allen Winkeln der moralischen, geistigen, religi\u00f6sen und socialen Welt L\u00f6cher aufgespart, und alle diese L\u00f6cher haben unterirdische Verbindungsg\u00e4nge unter einander. Ihr sehet Herrn Heine aus einer von diesen kleinen Meinungen heraustreten, ihr verjagt ihn, er begiebt sich dahin zur\u00fcck: ihr umzingelt ihn; ihr werdet selbst ertappt, siehe, da entwischt er aus einer ganz entgegengesetzten Meinung. Ergebet euch, ihr verliert eure M\u00fche und eure List. Ihr leset die oder die Seite von Herrn Heine, wo ihr eine falsche, abgeschmackte, l\u00e4cherliche Behauptung findet; beeilet euch nicht, sie zu widerlegen, wendet das Blatt um, Herr Heine hat umgewendet und widerlegt sich selbst. Wenn ihr solche schillernde Geister nicht zu sch\u00e4tzen wi\u00dft, um so schlimmer f\u00fcr euch, ihr seid nicht auf der H\u00f6he der rhetorischen K\u00fcche; es giebt nichts K\u00f6stlicheres, als diesen Mischmasch von Meinungen.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Wie gesagt, ich wage nicht, mit der gro\u00dfen filosofischen Gelehrsamkeit des Herrn Heine zu streiten, welche die Unterst\u00fctzung der Vorsehung noch furchtbarer macht. Aus diesem Grunde werde ich nicht untersuchen ob die Darlegung der verschiedenen Sisteme deutscher Filosofie, die Herr Heine f\u00fcr den Gebrauch des Foyer der Oper gemacht, wahr oder falsch ist; doch ich kann nicht umhin, die geschmackvolle und angenehme Art zu beurtheilen, womit Herr Heine die schwierigsten Gegenst\u00e4nde behandelt. Dieser liebensw\u00fcrdige Schriftsteller spricht von Liebe, wenn er gerade von Kant redet, von Weiberhemden, wenn er vom Christenthum, und von sich selbst, wenn er von Allem spricht. Was mich betrifft, so gefallen sie mir wenig, diese Rosen- und Veilchengeh\u00e4nge, womit Herr Heine gefalls\u00fcchtig genug ist, die derben und nahrhaften Gerichte der deutschen Wissenschaft zu schm\u00fccken. Dieser Durchschlag von Literatur, diese Cr\u00eame von Filosofie, diese Beafsteek&#8217;s mit Vanille sind nicht nach meinem Geschmack.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Die Franzosen d\u00fcrfen diesem Gelehrten keinen gro\u00dfen Dank wissen f\u00fcr die Anstrengungen, die er zu ihren Gunsten macht, um die Schwierigkeiten, welche dem Verst\u00e4ndni\u00df der deutschen Literatur vorangehen, zu heben. Indem er die Hindernisse des Weges entfernt, entfernt er das Ziel, denn nur in der Bem\u00fchung selbst findet sich der Lohn der Bem\u00fchung. Man dringt nicht in das deutsche Leben mit wenig Kosten ein. Die Deutschen selbst, die gebornen Deutschen, erf\u00fcllen nur unter vielen Beschwerden die Bestimmung ihrer Nationalit\u00e4t und gelangen erst nach gro\u00dfen Leiden zu jener Tiefe des Geistes, welche den Gef\u00fchlen den Frieden und die Sicherheit des Grabes giebt, und zu jener Gl\u00fcckseligkeit des Geistes, welche sie \u00fcber ihren unseligen socialen Zustand tr\u00f6stet. Das deutsche Leben gleicht einer hohen Alpengegend: es ist gro\u00df, k\u00f6niglich, die Krone der Erde, die mit ihren ewigen Gletschern schimmert! Deutschland ward das reinste Sonnenlicht, den andern L\u00e4ndern die W\u00e4rme der Sonne. Seine unfruchtbaren H\u00f6hen haben die Welt zu ihren F\u00fc\u00dfen befruchtet. Dort sind die Quellen der gro\u00dfen Str\u00f6me der Geschichte, der gro\u00dfen Nationen und der gro\u00dfen Gedanken. Den Deutschen das Genie, den Franzosen das Talent; den einen die sch\u00f6pferische, den andern die anwendende Kraft. Aus dem deutschen Boden sind alle jene gro\u00dfen Ideen hervorgegangen, die von geschickteren, unternehmendern oder gl\u00fccklichern V\u00f6lkern in&#8217;s Werk gesetzt und benutzt worden sind. Deutschland ist die Quelle aller europ\u00e4ischen Revolutionen, die Mutter jener Entdeckungen, welche die Gestalt der Welt ver\u00e4ndert. Das Schie\u00dfpulver, die Buchdruckerei, die Reformation sind aus ihrem Schoose hervorgegangen \u2013 undankbare und vermaledeite T\u00f6chter, welche F\u00fcrsten geheirathet und ihre plebejische Mutter verh\u00f6hnt haben.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Um diesen erhabenen Anschauungspunkt des deutschen Lebens zu gewinnen, d\u00fcrft ihr euch nicht in einer weichen, wohlverschlossenen S\u00e4nfte tragen lassen, denn dann w\u00e4re dies euer in Bewegung gesetztes Schlafzimmer, und ihr werdet nie aus eurer Lebensgegend heraustreten. Man mu\u00df die Beschwerden nicht scheuen, man mu\u00df nicht m\u00fcde werden, man mu\u00df sich gegen K\u00e4lte, Hitze und Schwindel abh\u00e4rten. Man mu\u00df steigen, klettern, springen, sich durch den Schnee einen Weg bahnen k\u00f6nnen. Doch seid versichert, da\u00df der Lohn euern Bem\u00fchungen nicht fehlen wird, denn dort oben findet sich das geistige Leben der Deutschen.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Die Franzosen klagen oft und spotten zuweilen \u00fcber den Nebel, welcher den Geist der Deutschen umh\u00fcllt. Aber diese Wolken, welche die Franzosen am Sehen hindern, sind nur zu den F\u00fc\u00dfen der Deutschen gelagert; sie selbst ragen mit ihrer ganzen Gr\u00f6\u00dfe \u00fcber die Wolken hinaus und athmen unter einem blauen Himmel eine reine und strahlende Luft. Doch der Tag nahet, noch einige Stunden der Geschichte, und es zerstreuen sich die Nebel, welche zwei Nationen trennen. Alsdann werden wir zur Erkenntni\u00df kommen; die Franzosen steigen herauf, die Deutschen herab, um sich die tintenfleckigen H\u00e4nde zu reichen, und dann werden sie ihre Federn in die roten H\u00e4nde ihrer K\u00f6nige legen, um damit an den Ufern des Missouri das letzte Kapitel ihrer Regierung zu schreiben.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Die Religion dient Herrn Heine als Schaukel und das Christentum als Schaukelpferd. Er liebkost es, er schilt es, er peitscht es, er st\u00f6\u00dft es mit seinen Fersen; zwar kommt er nie vorw\u00e4rts, aber will Herr Heine jemals vorw\u00e4rts kommen? Er will nur sich schaukeln und sich Bewegung verschaffen. Beleidigt Herrn Heine nicht, indem ihr ihn eines ernsten Strebens, eines Glaubens, einer \u00dcberzeugung f\u00fcr f\u00e4hig haltet; Herr Heine wei\u00df so gut als Einer, da\u00df nichts f\u00fcrchten, nichts hoffen, nichts lieben, nichts verehren und kein Princip haben, die wesentlichsten Z\u00fcge eines gro\u00dfen Charakters sind.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Doch zum Ungl\u00fcck f\u00fcr die Unersch\u00fctterlichkeit des Geistes von Herrn Heine hat ihn der Direktor des Theaters dramatischer Narrheiten, das wir \u00bbWelt\u00ab nennen, zu allen ersten Rollen bestimmt, ohne selbst eine doppelte ihm zu geben. Das Repertorium des Herrn Heine ist unerme\u00dflich; hundert gew\u00f6hnliche Schauspieler des K\u00f6nigs w\u00fcrden dabei nicht zureichen. Er spielt den Antichrist, w\u00e4hrend Voltaire, jener gro\u00dfe Schriftsteller, nur den St. Johann Baptista, den Vorboten des Antichrist, gespielt. \u00bbVoltaire,\u00ab sagt Herr Heine, \u00bbhat nur den Leib des Christenthums verletzen k\u00f6nnen.\u00ab Doch ihm selbst, dem armen Manne, ist das m\u00fchsame Gesch\u00e4ft zugefallen, das innere Wesen des Christenthums zu vernichten.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">\u00bbDie Hauptidee des Christenthums,\u00ab sagt ferner Herr Heine, \u00bbist die Vernichtung der Sinnlichkeit.\u00ab Aber was ihn betrifft, er hat von der Vorsehung den Auftrag erhalten, die Rechte des Fleisches in Anspruch zu nehmen. Danken wir der Vorsehung, da\u00df sie, und ganz ausdr\u00fccklich f\u00fcr Herrn Heine, eine neue Rechtsprofessur eingerichtet f\u00fcr die Lehre \u00fcber die Rechte des Fleisches!<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Doch nicht allein die Rechte des Fleisches nimmt Herr Heine in Anspruch, er spricht auch f\u00fcr die Wiedereinsetzung aller Materie. Hier ist ein St\u00fcck von seiner herrlichen Vertheidigungsrede:<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">\u00bbKant hat den Himmel gest\u00fcrmt und die ganze Besatzung \u00fcber die Klinge springen lassen. Ihr sehet die Leibwachen Gottes leblos hingestreckt; er selbst schwimmt in seinem Blute; es giebt jetzt keine Allbarmherzigkeit mehr, keine Vaterg\u00fcte, keine jenseitige Belohnung f\u00fcr diesseitige Enthaltsamkeit, die Unsterblichkeit der Seele liegt in den letzten Z\u00fcgen \u2013 das r\u00f6chelt, das st\u00f6hnt.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Die Menschheit lechzt nach nahrhafterer Speise als nach Christi Blut und Fleisch. Die Menschheit l\u00e4chelt mitleidig \u00fcber ihre Jugendideale &#8230;, und sie wird m\u00e4nnlich praktisch. Die Menschheit huldigt jetzt dem irdischen N\u00fctzlichkeitssystem &#8230;, und dann m\u00fcssen der Materie noch gro\u00dfe S\u00fchnopfer geschlachtet werden, damit sie die alten Beleidigungen verzeihe. Es w\u00e4re sogar rathsam, wenn wir Festspiele anordneten und der Materie noch mehr au\u00dferordentliche Entsch\u00e4digungsehren erwiesen. Denn das Christenthum, unf\u00e4hig die Materie zu vernichten, hat sie \u00fcberall fletrirt, es hat die edelsten Gen\u00fcsse herabgew\u00fcrdigt, und die Sinne mu\u00dften heucheln, und es entstand L\u00fcge und S\u00fcnde. Wir m\u00fcssen unseren Weibern neue Hemden und neue Gedanken anziehen, und alle unsere Gef\u00fchle m\u00fcssen wir durchr\u00e4uchern, wie nach einer \u00fcberstandenen Pest.\u00ab<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Also geschehe es, und m\u00f6gen die W\u00e4scherinnen und die Parf\u00fcmerieh\u00e4ndler sich dar\u00fcber freuen! So ist denn Herr Heine von der Vorsehung zum Anwalt der Materie, zum Vormund der minderj\u00e4hrigen Materie ernannt. Doch mag er auf seine M\u00fcndel Acht haben! \u00dcber Nacht kommt guter Rat f\u00fcr die T\u00f6chter, und wenn 35 Jahre vorbei, ist es besser Spiritualist zu sein als Bewahrer der Materie.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Zu einem gewissenhaften Manne, der sich nur beim Suchen der Wahrheit verirrt, w\u00fcrde ich sagen: Nein, das Christenthum hat die Menschen nicht ungl\u00fccklich gemacht, es hat sie seit seinem Erscheinen so gefunden und sie in ihrem Elend getr\u00f6stet und unterst\u00fctzt. Das Christenthum ist der Arzt der r\u00f6mischen Welt gewesen, als sie durch ihre ungez\u00fcgelten Leidenschaften und ihre viehischen Ausschweifungen krank geworden. Herren und Sclaven waren damals gleich schuldig; die Einen schwammen im Blute, die Andern waren im Kote der Knechtschaft versunken; das Christenthum reinigte die Einen und half den Andern wieder auf. Es schrieb Allen eine heilsame Di\u00e4t f\u00fcr Seele und K\u00f6rper vor, und diese strenge Di\u00e4t hat der Welt das Leben gerettet und sie geheilt. Das Christenthum hat die Rechte des Fleisches abgeschafft, es hat niemals das Opfer der sinnlichen Gen\u00fcsse verlangt, es hat sie nur der Vormundschaft der Seele unterworfen, um sie reiner und dauerhafter zu machen. Keine Religion hatte jemals so viel Nachsicht f\u00fcr die menschlichen Schw\u00e4chen, als die christliche.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Der Katholicismus, weit entfernt die V\u00f6lker entnervt zu haben, hat ihnen die St\u00e4rke und die Energie wieder gegeben, die sie unter der r\u00f6mischen Herrschaft verloren hatten, und welche die neuern V\u00f6lker, die sich vom Katholicismus losgerissen, zum zweiten Male verloren haben. Das einzige nordische Volk, welches seit drei Jahrhunderten nicht einen einzigen Tag aufgeh\u00f6rt sich f\u00fcr die Freiheit zu regen, ist das polnische, das katholisch geblieben. Der Katholicismus ist kein \u00bbd\u00fcsterer, abgeh\u00e4rmter\u00ab Cultus, wie Herr Heine sagt; er ist die heiterste, lustigste Religion, die je bestanden. Nein, die Sinne sind nicht vom Christenthum zur Heuchelei getrieben worden, diese Religion verlangt nur einen Schleier f\u00fcr die Sinnengen\u00fcsse, sie fordert nur Scham. Die Scham ist die einzige Gottheit, welche selbst die verdorbensten Menschen nie zu verl\u00e4ugnen wagen, und \u00fcber ihren Cultus macht sich Herr Heine als \u00fcber einen Aberglauben lustig und nennt ihn Sinnenheuchelei. Ich wei\u00df wohl, da\u00df dies nicht sein innerer und aufrichtiger Gedanke ist; doch dahin kann ein ehrbarer und feiner Mann wie Herr Heine, der sich r\u00fchmt nie geraucht, nie Sauerkraut gegessen zu haben und der in diese Eigenschaften seine besten Anspr\u00fcche auf Frankreichs Achtung setzt, dahin kann er durch eine unselige Phrasenliebhaberei gebracht werden. Herr Heine hat tausendmal die Liebe gefeiert; er hat sie in Versen besungen, er hat sie in Prosa angerufen; er mu\u00df es besser als irgend Jemand wissen, da\u00df das Geheimni\u00df der Gott der Liebe und da\u00df die Scham ihre Religion.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Ist es denn so schwer ein Christ zu sein? Zum wenigsten ist es nicht so kostspielig als Herr Heine denkt. Jeder wer liebt, ist Christ. Und jeder Mensch mu\u00df, selbst aus Eigenliebe, etwas lieben und anbeten, was nicht er selbst ist. Es ist ein wohleingerichteter Egoismus, einen Theil seines Verm\u00f6gens in dem Ganzen, welches nicht gestohlen werden kann, niederzulegen und seine Seele der Ewigkeit anzuvertrauen, die stets zahlungsf\u00e4hig ist. Der Eine betet die Ehre an, ein Anderer den Ruhm, noch ein Anderer die Tugend, oder die Tapferkeit, oder die Treue, oder die Freiheit, oder die Wahrheit, oder die Liebe oder die Freundschaft. Je nun! das Christenthum ist das Pantheon aller dieser Gottheiten. Tretet ein in den Tempel, knieet nieder vor der Ehre oder vor der Freiheit, so betet ihr denselben Gott an, ihr seid Christen.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Man ist ohne Glauben niemals gl\u00fccklich, man lebt von seiner Tagearbeit und beunruhigt sich \u00fcber den n\u00e4chsten Tag. Der Glaubende wird von der m\u00fctterlichen Sorgfalt der Vorsehung gepflegt; der Nichtglaubende ist ein Bettler, der von den Almosen des Gl\u00fcckes lebt. Der Glaube ist die Wurzel der Wissenschaft; getrennt von ihm ist das Wissen nur ein St\u00fcck Holz, das weder Bl\u00fcte noch Frucht tr\u00e4gt. Ohne Glauben hat man kein Herz, und die gro\u00dfen Gedanken, die lebendig machenden Gedanken kommen aus dem Herzen. Man kann wol ohne Herz Talente haben, doch das sind nur eingemachte Fr\u00fcchte, welche den Durst nicht stillen. Man kann wol Geist ohne Herz haben, doch das ist nur plattirter Geist, der dem Ungemach der Witterung nicht widersteht und beim geringsten Reiben der Kritik sich r\u00f6tet.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Der Protestantismus, sagt Herr Heine, war f\u00fcr mich mehr als eine Religion, er war eine Sendung; und seit vierzehn Jahren k\u00e4mpfe ich f\u00fcr seine Interessen gegen die R\u00e4nke der deutschen Jesuiten. Vierzehn Jahre, das ist zweimal der siebenj\u00e4hrige Krieg, der einen gro\u00dfen K\u00f6nig verewigt hat. Herr Heine mu\u00df m\u00fcde sein von seinem Ruhme, m\u00f6chte er seinen Hubertusburger Frieden mit den Jesuiten schlie\u00dfen! Da ist also eine neue Sendung auf Herrn Heine&#8217;s Schultern; wahrlich, es ist ein schwerer Frohndienst, der G\u00fcnstling der Vorsehung zu sein, und ein Anderer k\u00f6nnte nicht dabei bleiben. Herr Heine steht, von seiner Geburt an, an der Spitze der Bewegungen Deutschlands; er ist der Regimentstambour des Liberalismus, der Pathe der neuen literarischen Schulen, denen er seinen Namen giebt, der Besch\u00fctzer des Protestantismus, der Schrecken der Republikaner, der Aristokraten und der Jesuiten. Er hat Alles vorhergesehen, Alles vorhergesagt, Alles geleitet; zuerst unter allen Deutschen hat er dies gesagt, hat er jenes vollbracht. Herr Heine w\u00fcrde gern ein Patent f\u00fcr Erfindung der Welt verlangen, wenn nicht ungl\u00fccklicherweise die heilige Schrift da w\u00e4re mit unbestreitbaren Beweisen, da\u00df die Welt vor Herrn Heine&#8217;s Geburt erschaffen.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Aber was giebt Herrn Heine diesen D\u00fcnkel? Er erkl\u00e4rt es uns selbst. \u00bbWagen,\u00ab sagt er, \u00bbist das Geheimni\u00df des Gelingens in der Literatur, wie in der Liebe.\u00ab In der Liebe ist es ungl\u00fccklicherweise wahr, und unschuldige, unerfahrene Frauen werden oft f\u00fcr ein edles Zutrauen betrogen. Es ist sehr wahr, da\u00df sie daf\u00fcr nur ein einziges Mal betrogen werden, doch das bessert die Wagenden nicht, welche, sich auf die weibliche Verschwiegenheit der Beleidigten verlassend, die Geliebten wechseln und stets von Neuem wagen; doch wie kann die K\u00fchnheit in der Literatur die Kraft ersetzen? Das l\u00e4\u00dft sich schwer begreifen.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Herr Heine bringt in Alles Liebe, in die Wissen schaft, Literatur, Politik, Filosofie, Theologie, Freundschaft. Es w\u00e4re nichts daran auszusetzen, wenn es mit Ma\u00df gesch\u00e4he; doch Herr Heine h\u00e4lt kein Ma\u00df. Wir erinnern ihn an jene weise Lehre, die ein ber\u00fchmter Koch seinen Z\u00f6glingen gab: \u00bbVor Allem, meine Freunde, bedient euch niemals des Pfeffers bis zum Fanatismus.\u00ab<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Ebenso wie in der Politik ist Herr Heine in immerw\u00e4hrendem \u00dcbergang begriffen zwischen den entgegengesetzten Meinungen, indem er auf dem Schlachtfelde, das sie trennt, hierhin und dorthin l\u00e4uft, sich bald der einen, bald der andern n\u00e4hert; ebenso ist er in Sachen der Religion in immerw\u00e4hrendem \u00dcbergang begriffen zwischen dem Deismus und Atheismus. Der Grund liegt darin, Herr Heine ist nur ein Phrasenlieferant, der Jedermann mit der kaufm\u00e4nnischsten Unparteilichkeit davon anbietet. Er k\u00fcnmert sich nie um das Recht, die Gerechtigkeit einer Sache; er sorgt nur f\u00fcr seinen Worthandel, und kaum hat ihn die Hoffnung zu gewinnen zu einer Partei hingezogen, so treibt ihn alsbald die Furcht zu verlieren zu der andern Partei zur\u00fcck. Bald w\u00fcrdigt er das Christenthum herab, bald preist er es; je nachdem ihm das Eine oder das Andere eine g\u00fcnstige Gelegenheit darbietet, seine gestickten Phrasen vortheilhaft anzubringen; denn Himmel und Erde dienen Herrn Heine nur als Cannevas, um darauf seine h\u00fcbschen kleinen Nadelarbeiten darzustellen, welche von vorn betrachtet sehr gefallen, welche aber ihre Sch\u00f6nheit und ihren Wert verlieren, sobald man sie umwendet.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Herr Heine w\u00fcrde herzlich lachen, wenn ich auf den Gedanken k\u00e4me, ihm seinen Unglauben vorzuwerfen; aber er wird meinen frommen Ermahnungen die ernsthafteste Aufmerksamkeit schenken, wenn ich ihn wahrnehmen lasse, da\u00df die Gottlosigkeit eine veraltete Mode sei, da\u00df kein Verdienst mehr darin liege, den religi\u00f6sen Aberglauben zu bek\u00e4mpfen, seit man f\u00fcr solche K\u00fchnheiten nicht mehr verhaftet werde und man keine gottlosen B\u00fccher mehr verbrenne; da\u00df die Holbachs und die Lamettrie&#8217;s des neunzehnten Jahrhunderts nur die Don Quichotte&#8217;s des Atheismus seien; da\u00df die Pariser, wie sie sein m\u00fcssen, sich nicht mehr des alten Wahlspruches von Voltaire bedienen: \u00bbZermalmt den Ehrlosen,\u00ab sondern da\u00df sie den neuen Wahlspruch angenommen: \u00bbZermalmt das Gesindel;\u00ab kurz, da\u00df alle Schm\u00e4hschriften gegen das Christenthum ungeheuer Rococo w\u00e4ren.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Herr Heine behauptet, das achtzehnte Jahrhundert habe den Katholicismus in Frankreich so vollkommen zermalmt, da\u00df es ihn fast ohne Lebenszeichen gelassen. Das ist ein Irrthum, den dieser Schriftsteller mit vielen Andern theilt. Was uns betrifft, so denken wir im Gegentheil, das achtzehnte Jahrhundert, weit entfernt den Katholicismus zermalmt zu haben, habe ihn vielmehr vor seinem Untergang bewahrt. Voltaire und seine Sch\u00fcler haben die Religion abgeraupt. \u00dcberdies kommt wenig darauf an, worauf jene Filosofen abgezielt haben; man mu\u00df sehen, was sie mit ihren Bem\u00fchungen erreicht haben. Wenn die Vorsehung (Herr Heine wird mir das Plagiat verzeihen) irgend eine Absicht hat, so bedient sie sich stets der Menschen, welche die Gegner ihrer Absichten sind; das ist der k\u00fcrzeste Weg, um ans Ziel zu gelangen. Die K\u00f6nige sind es, welche die Republiken gr\u00fcnden, die Ungl\u00e4ubigen, welche die Religion wiederherstellen. Ebenso wie die franz\u00f6sische Revolution nicht beabsichtigte, die politische Gesellschaft umzust\u00fcrzen und die Herrschaft des Gesetzes, wie ihre Gegner behaupten, zu vernichten, sondern keinen andern Zweck hatte als dem Staate eine bessere Verfassung zu geben; ebenso hat auch die scheinbar antireligi\u00f6se Bewegung des achtzehnten Jahrhunderts nur versucht, die Verfassung der Kirche aus einer monarchischen, die sie ist, in eine volksth\u00fcmliche zu verwandeln. Sobald es keinen Pabst, keine B\u00fcdget-fressenden Bisch\u00f6fe, keine stehenden M\u00f6nchsheere, keine schwarze Gendarmerie mehr geben wird, sobald das Volk selbst seine geistigen Verwalter w\u00e4hlt, und die Kirche f\u00fcr und durch das Volk regiert wird, erh\u00e4lt der Katholicismus seinen Glanz und seine urspr\u00fcngliche Kraft wieder.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Die politischen und religi\u00f6sen Bestrebungen des Jahrhunderts gehen Hand in Hand, und nur mit einander und zu gleicher Zeit werden sie ihr Ziel erreichen. Die V\u00f6lker m\u00fcssen, um frei zu sein, religi\u00f6s sein; die freiesten V\u00f6lker, die Schweizer, die Engl\u00e4nder, die Nordamerikaner sind die religi\u00f6sesten V\u00f6lker. Ihre Religiosit\u00e4t ist ihrer Freiheit nicht nachgefolgt, sondern vorangegangen; man mu\u00df Gott f\u00fcrchten, um nicht die Menschen zu f\u00fcrchten.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Wenn man Herrn Heine \u00fcber die Jesuiten Deutschlands j\u00e4mmerlich klagen h\u00f6rt, sollte man glauben, da\u00df sie das Land beherrschen; aber dem ist nicht so. Es ist wol wahr, da\u00df in Deutschland wie \u00fcberall, wo es einen Krieg giebt zwischen dem Despotismus und der Freiheit, die Jesuiten bei jedem Kampfe herbeistr\u00f6men, so wie die Raben, welche die Leichname wittern, \u00fcber den Schlachtfeldern fliegen: aber diese Raben, welche die Leichname beider Heere unparteiisch fressen, bringen nicht den Sieg zur Entscheidung. Die monarchischen Jesuiten werden uns nichts \u00dcbles zuf\u00fcgen, sie sind zu verschmitzt, um nicht das nahe Ende der K\u00f6nige zu bemerken: vor den Volksjesuiten m\u00fcssen wir uns jetzt h\u00fcten. Ich werde dem Schrecken des Herrn Heine gern einr\u00e4umen, da\u00df zu M\u00fcnchen die Jesuiten gro\u00dfen Einflu\u00df besitzen; aber nur weil der K\u00f6nig von Baiern selbst Jesuit ist, und seine Diener und Schmeichler, wie das immer geschieht, die Livree ihres Herrn tragen.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Man darf sich nicht allzusehr \u00fcber diesen guten K\u00f6nig beklagen, da\u00df er Jesuit geworden; er hat sich den M\u00f6nchen und Heiligen erst in die Arme geworfen, seit ihn die G\u00f6tter des Olymps verraten und auf die grausamste Art gefoppt haben. Gleich anfangs begeisterte Apollo diesen guten K\u00f6nig von Baiern zu so abscheulichen Versen, da\u00df man sie nicht laut vorlesen kann, ohne alle Hunde zwei Meilen in der Runde bellen zu h\u00f6ren; dann Venus, dann Merkur; kurz, das waren St\u00fcckchen, um den sanftesten Menschen in Wut zu versetzen. Auch hat davon der gute K\u00f6nig von Baiern den Kopf verloren, ohne die \u00fcbrigen Verluste zu rechnen; und seit dieser Zeit wei\u00df er nicht mehr, was er thut, noch was er will, noch was er kann. In diesem ungl\u00fccklichen Seelen- und K\u00f6rperzustande hat er die rechtschaffensten Leute seines K\u00f6nigreichs verhaften lassen und h\u00e4lt sie seit zwei oder drei Jahren in f\u00fcrchterlichen Kerkern, ohne \u00f6ffentliche Anklage und ohne richterliches Urtheil. Dieser gute K\u00f6nig hat bis an die f\u00fcnfzig Kl\u00f6ster in seinem kleinen K\u00f6nigreiche eingerichtet, und er vermehrt sie noch t\u00e4glich. Die baiersche Regierung ist eines der Meisterst\u00fccke der Politik des Herrn von Metternich. Dieser gewandte Staatsmann hat den K\u00f6nig von Baiern \u00fcberredet, da\u00df er auf seinem eignen Gebiete und auf eigne Kosten eine von Kl\u00f6stern gedeckte und von Kapuzinern bewachte chinesische Mauer auff\u00fchren lie\u00df, um die Grenzen \u00d6sterreichs gegen den Eindrang der Aufkl\u00e4rung von Seiten des s\u00fcdlichen Deutschlands zu sch\u00fctzen. Es ist derselbe K\u00f6nig von Baiern, den Herr Heine genannt hat \u00bbeinen der edelsten und geistreichsten F\u00fcrsten, die je einen Thron geziert,\u00ab und dann l\u00e4\u00dft er sich, um von seinen pindarischen Anstrengungen auszuruhen, mit seiner ganzen Schwere auf die niederen Jesuiten fallen und verursacht ihnen bedeutende Quetschungen. Aber geht alles Dies uns an? Es ist eine ganz pers\u00f6nliche Angelegenheit zwischen Herrn Heine und den Jesuiten, womit das Heil des deutschen Volkes nichts zu schaffen hat; m\u00f6gen sie ihren Streit schlichten wie sie k\u00f6nnen. Herr Heine beklagt sich dar\u00fcber, da\u00df ihn die Jesuiten in M\u00fcnchen gequ\u00e4lt und bis Paris verfolgt haben; da\u00df sie dort wie Schlangen um ihn zischen und da\u00df ihn eine dieser Jesuitenschlangen in die Ferse gebissen, als er gerade auf dem Boulevard Montmartre spazieren ging. Herr Heine sagt nicht genau dieses; er spricht nur davon im Allgemeinen; er sagt, man k\u00f6nnte auf dem Boulevard Montmartre lustig spazieren gehen und unvermutet den Bi\u00df eines Jesuiten in der Ferse f\u00fchlen. Aber wie die Besorgnisse von Herrn Heine stets geschichtlich sind, so ist er ohne Zweifel selbst von einem Jesuiten gebissen worden.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">M\u00f6ge Herr Heine Muth fassen und obwol ich die Jesuiten nicht mehr hasse, seit ihr Ehrgeiz so weit ab genommen, da\u00df sie sich mit der Verfolgung eines unschuldigen Gelehrten begn\u00fcgen, so w\u00fcrde ich mich dennoch freuen, wenn Herr Heine auch aus diesem letzten Kampfe als Sieger hervorginge. Vor noch nicht zwei Jahren hat er \u00fcber die grausamen Verfolgungen geklagt, die er von Seiten der wider ihn verb\u00fcndeten Aristokraten und Republikaner zu erdulden gehabt. In seinem letzten Werk spricht Herr Heine weder von den Aristokraten noch von den Republikanern mehr, ein sicherer Beweis, da\u00df er sie vernichtet. Wohlan! er wird auch die Jesuiten zermalmen, und vielleicht ist der Tag nicht fern, wo Herr Heine in aller Ruhe und Sicherheit auf dem Boulevard Montmartre spazieren gehen kann, ohne den Bi\u00df eines kleinen baier&#8217;schen Loyola f\u00fcrchten zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Wir sind niemals zufriedener mit Herrn Heine, als wenn er sich im Irrthum befindet, doch ungl\u00fccklicherweise ist dieser Fall sehr selten. Herr Heine ist selten im Irrthum, weil er selten die Wahrheit sucht. Er ist eben so unbesorgt, sich von ihr zu entfernen, als sich ihr zu n\u00e4hern; sie zu finden, als sie zu verfehlen. Herr Heine sucht nur den m\u00f6glich sch\u00f6nsten Ausdruck; das Auszudr\u00fcckende ist ihm gleichg\u00fcltig. Aber m\u00f6ge er es offen bekennen, m\u00f6ge er es ein f\u00fcr alle Mal erkl\u00e4ren, da\u00df er beim Schreiben nie einen andern Zweck habe, als ein W\u00f6rterbuch sch\u00f6ner und guter Redensarten in Lieferungen von zwei B\u00e4nden herauszugeben, und alsdann werden wir ihm nichts mehr vorzuwerfen haben. Wir werden es ganz einfach finden, da\u00df Herr Heine das Ja in den Buchstaben J und das Nein in den Buchstaben N setzt, und da\u00df Gott niedriger steht als der Teufel; kurz, wir w\u00fcrden Herrn Heine willig zugeben, da\u00df Kleider Leute machen.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Hier noch einige aus dem Werke des Herrn Heine ausgezogene Stellen, um es Jedermann handgreiflich zu machen, auf welche Art dieser Schriftsteller spielt, nicht mit Worten, die ihm heilig sind, sondern mit Sachen. Er ist oft so ungeduldig und eilig, sich selbst zu widersprechen und seinen urspr\u00fcnglichen Gedanken f\u00fcr ung\u00fcltig zu erkl\u00e4ren, da\u00df er sich nicht die Zeit nimmt, ihn zu vollenden, und indem er sich selbst das Wort abschneidet, sogleich die entgegengesetzte Meinung anf\u00fchrt.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">\u00bbDie Benthamisten, sagt Herr Heine, die N\u00fctzlichkeitsprediger, sind gewaltige Geister, die den rechten Hebel ergriffen, womit man John Bull in Bewegung setzen kann. John Bull ist ein geborner Materialist, und sein Spiritualismus ist meistens eine traditionelle Heuchelei oder doch nur materielle Bornirtheit, sein Fleisch resigniert sich, weil ihm der Geist nicht zu H\u00fclfe kommt.\u00ab M\u00f6ge der Geist des Herrn Heine dem Fleische John Bull&#8217;s zu H\u00fclfe kommen; m\u00f6ge er, um ihm Herz und Geist zu bilden, eiligst seinen Cursus \u00fcber die Rechte des Fleisches er\u00f6ffnen; aber m\u00f6ge er John Bull nicht widersprechende Fehler zur Last legen; das Alibi ist da, um ihn wegen des einen oder andern Vergehens zu rechtfertigen. Wenn John Bull Materialist ist, so kann er nicht zugleich Spiritualist sein, und wenn er aus Heuchelei Spiritualist, so ist er es nicht aus Dummheit. Wenn Herr Heine einen Galimatias machen will, so bringe er ihn wenigstens unter alfabetische Ordnung, wie wir weiter oben gesagt.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Und sehet da den elenden Aristokratismus von Herrn Heine; sehet nur, wie er den redlichen John Bull verachtet. Er, der erste Liebhaber, Anbeter, Vormund, Besch\u00fctzer und Professor der Materie wird ihrer \u00fcberdr\u00fcssig, sobald er bemerkt, da\u00df das Volk sich ebenfalls um den Materialismus k\u00fcmmert. Welch f\u00fcrchterlicher Umsturz der \u00f6ffentlichen Ordnung! Jakob Gutmann will W\u00e4hler und Materialist sein! Man k\u00f6nnte es dabei nicht aushalten, es ist allzu stark! Wahrlich, in unsern Tagen mu\u00df man auf Alles gefa\u00dft sein; wir werden noch die Zeiten sehen, wo der P\u00f6bel auf den roten Teppichen der G\u00e4nge des italienischen Theaters seine Schuhe abstreicht und am Tage nach einer Vorstellung ganz treuherzig seinen Theil an den geheimen Geldern der Vorsehung verlangt! O Zeiten! o Sitten!<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">An einer andern Stelle sagt Herr Heine: \u00bbWie man zu Wittenberg in lateinischer Prosa protestirte, so protestirte man zu Rom in Stein, Farbe und Ottaverime. Oder bilden die marmornen Kraftgestalten des Angelo, die lachenden Nymfengesichter des Giulio Romano und die lebenstrunkene Heiterkeit in den Versen des Meisters Ludovico Ariosto nicht einen protestirenden Gegensatz zu dem altd\u00fcstern, abgeh\u00e4rmten Katholicismus?\u00ab Das ist ein Urtheil, welches die verh\u00e4rtetsten, unerschrockensten Sofisten zum Erbleichen bringen k\u00f6nnte. Aus gleichen Gr\u00fcnden kann man das Wei\u00dfe schwarz nennen, indem man seine Wei\u00dfe als eine Protestation gegen seine Schw\u00e4rze ansehen l\u00e4\u00dft; man kann einen redlichen Mann einen Schurken nennen, indem man seine Rechtlichkeit als eine Protestation gegen seine Unredlichkeit bezeichnet! Und wollt ihr das Geheimni\u00df dieser Widerspr\u00fcche wissen? Herr Heine hatte einige wohlklingende Worte in der Spitze seiner Feder und konnte es nicht \u00fcber sich gewinnen, sie f\u00fcr eine bessere Gelegenheit aufzusparen.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Wenn Herr Heine zu seinem seltenen Redetalente noch hinzuzuf\u00fcgen wagte das Talent, seiner Unabh\u00e4ngigkeit Achtung zu erwerben, Meinungen, Gesinnungen, Gedanken f\u00fcr sich zu haben; irgend eine \u00dcberzeugung zu haben, aber eine feste, unersch\u00fctterliche \u00dcberzeugung, welche den herrischen Launen der Winde, sowie den gef\u00e4hrlicheren Scherzen der Zefire Widerstand leistete; wenn sich Herr Heine nur um den Beifall der rechtlichen und aufgekl\u00e4rten Leute und um die Zustimmung seines eigenen Gewissens k\u00fcmmern und nicht Tag und Nacht bei allen Kaufleuten des Ruhmes herumlaufen wollte, er w\u00e4re alsdann ein vollkommener Schriftsteller.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was sich seit Heinrich Heines <span class=\"Person\"><i>Das Buch Le Grand<\/i><\/span> und dem Essay\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=14533\"><span style=\"color: #ff0000;\">Die deutsche Literatur<\/span>\u00a0 <\/a>im Rheinland ver\u00e4ndert hat, lesen sie in:\u00a0<strong>Lokalhelden,<\/strong> Roman von A. J. Weigoni, Edition Das Labor, M\u00fclheim 2018 &#8211; Limitierte und handsignierte Ausgabe des Buches als Hardcover.<\/p>\n<div style=\"width: 196px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a id=\"set-post-thumbnail\" class=\"thickbox\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-admin\/media-upload.php?post_id=44653&amp;type=image&amp;TB_iframe=1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment-266x266\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/CoverLokalhelden.jpg\" alt=\"\" width=\"186\" height=\"266\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Coverphoto: Jo Lurk<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>W<\/strong><strong>eiterf\u00fchrend \u2192<\/strong> Lesen Sie auch KUNOs <span style=\"color: #ff0000;\"><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/12\/10\/zur-gattung-essay\/\">Hommage<\/a><\/span> an die Gattung des Essays.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Allen Schriften von Heinrich Heine gehen prachtvolle, blendende Vorreden voran. Diesmal h\u00e4lt der Verfasser seinen Einzug, gefolgt von dem Kaiser Otto und Karl dem Gro\u00dfen, von zwei Bisch\u00f6fen und einem Grafen, ein ehrw\u00fcrdiger Aufzug, der aber die Unannehmlichkeit hat,&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2023\/06\/27\/ueber-deutschland-von-heinrich-heine\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":90,"featured_media":97877,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[853,1184],"class_list":["post-78563","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-heinrich-heine","tag-ludwig-borne"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/78563","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/90"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=78563"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/78563\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":100619,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/78563\/revisions\/100619"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/97877"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=78563"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=78563"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=78563"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}