{"id":78555,"date":"2003-06-17T00:01:56","date_gmt":"2003-06-16T22:01:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=78555"},"modified":"2023-11-21T04:20:48","modified_gmt":"2023-11-21T03:20:48","slug":"die-serapions-brueder","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2003\/06\/17\/die-serapions-brueder\/","title":{"rendered":"Die Serapions-Br\u00fcder"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus dem Meere der deutschen Leihbibliothek (nur das Salz und die Tiefe unterscheidet jenes von diesen) ragen die Schriften Hoffmanns als tr\u00f6stende, liebliche Eilande hervor. Jauchzend springen wir ans Ufer, k\u00fcssen den gr\u00fcnenden Boden, umarmen Baum und Strauch und sind begl\u00fcckt, uns aus der Wassernot gerettet zu sehen. Aber wie die Gefahr des Lebens zur\u00fcckgetreten, stellen sich seine Bed\u00fcrfnisse ein: der Hunger und der Durst; doch da rieselt keine Quelle, und so sch\u00f6ne Fr\u00fcchte uns auch locken, sie sind uns fremd, wir wagen die giftdrohenden nicht zu ber\u00fchren. Wir dringen tiefer ins Land, da kommen von allen Seiten mit gr\u00e4\u00dflichem Geheule die wilden Bewohner, mit Pfeilen und Wurfspie\u00dfen bewaffnet, auf uns zu. \u00dcberreste verzehrter Menschenopfer erf\u00fcllen uns mit Schauer. Wir fliehen entsetzt an den Strand zur\u00fcck und vertrauen uns der greulichen Wasserw\u00fcste von neuem an.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Unsere Furcht vor dem nassen Tode wird wohl verziehen, denn sie wird geteilt und unsere Freude an dem gr\u00fcnen Lande daher mitempfunden. Aber da\u00df wir dieses so schnell verlie\u00dfen, da\u00df wir vor den ungew\u00f6hnlichen T\u00f6nen der Wilden, die uns vielleicht freundschaftlich begr\u00fc\u00dften, erbebten, da\u00df wir die sch\u00f6nen Fr\u00fcchte nicht zu pfl\u00fccken wagten, die vielleicht wohlschmeckend und nahrhaft waren, da\u00df die Knochenreste, wahrscheinlich nat\u00fcrlich verstorbener Menschen, uns entsetzten \u2013 das bedarf einer Rechtfertigung. Sie ist schwer, verdrie\u00dflich. Denn, wie es unbequem ist, Menschen, die man nicht liebt, achten zu m\u00fcssen, und schmerzlich, sie nicht lieben zu k\u00f6nnen, wenn man sie achtet \u2013 so ist es auch mit ihren Werken. Aber, wer ist Preisrichter \u00fcber diese Werke? Das Herz oder der Kopf? Der Geist erkennt den Preis, das Herz \u00fcberreicht ihn, oder \u2013 h\u00e4lt ihn auch zur\u00fcck, wenn es mit dem Ausspruche nicht zufrieden ist.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Mag der richtende Verstand diese gesammelten Erz\u00e4hlungen f\u00fcr preisw\u00fcrdig erkl\u00e4ren, die Empfindung schweigt gewi\u00df, wenn sie nicht gar murrt gegen den Ausspruch.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Aus verschiedenen Zeiten und Orten, wo die Erz\u00e4hlungen und M\u00e4rchen zerstreut und einzeln erschienen, hat sie der Verfasser gesammelt und vereinigt. Daher wird es zum Gegenstande der Beurteilung, nicht blo\u00df<i> wie,<\/i> sondern auch, <i>da\u00df<\/i>sie zusammengestellt worden. Denn oft geschieht, da\u00df wir von der fl\u00fcchtigen Stunde ertragen, was uns unertr\u00e4glich wird, wenn Stunde an Stunde sich zum Tage reiht; da\u00df ein kindisches oder verwegenes Spiel, eine tr\u00fcbe oder leidenschaftliche Laune uns reizt und erg\u00f6tzt, dagegen uns schmerzlich ber\u00fchrt, wenn jenes Spiel, durch h\u00e4ufige Wiederholung, sich als Ernst, und jene Laune, durch ihre Dauer, sich als Gem\u00fctsart darstellt.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Einige Freunde verabreden sich, an bestimmten Tagen zusammenzukommen, um sich die Sch\u00f6pfungen ihres Geistes und wechselseitig ihr Urteil dar\u00fcber mitzuteilen. Sie nennen sich <i>Serapions-Br\u00fcder,<\/i> nicht darum blo\u00df, weil sie am Kalendertage des M\u00e4rtyrers Serapion sich zum ersten Male vereinigt hatten, sondern auch, weil sie im Geiste jenes Heiligen dichten und trachten wollten. Der heilige Serapion hatte, wie die Legende lehrt, unter dem Kaiser Decius den grausamsten M\u00e4rtyrertod erlitten. Man trennte die Junkturen der Glieder und st\u00fcrzte ihn dann vom hohen Felsen herab. Das ist aber keineswegs das hohe Ziel, das sich die Berliner Serapions-Br\u00fcder vorgesetzt; sie sitzen vielmehr bei Sala Tarone unter den Linden und trinken italienische Weine, auch wohl kalten Punsch, leben also gar nicht wie die Anachoreten. Sie haben nur in <i>dem<\/i> Sinne jenen Heiligen Schutzpatron ihres Klubs und seine Regel zu der ihrigen gemacht, als sie ihre poetische Dichtungen in dem Geiste eines gewissen verr\u00fcckten Grafen schaffen wollten, der sich f\u00fcr den M\u00e4rtyrer Serapion hielt und einsiedlerisch lebte. Mit der Geschichte dieses Wahnsinnigen beginnt das Buch. Einer der Freunde erz\u00e4hlt sie. Auf seinen Reisen habe er von dem Grafen geh\u00f6rt und ihn in dem Walde, wo er sich angesiedelt, aufgesucht. Darauf habe er sich in ein Gespr\u00e4ch mit ihm eingelassen und ihn nach den Grunds\u00e4tzen des Pinels und Reils von seiner fixen Idee heilen wollen, sei aber ganz besch\u00e4mt abgef\u00fchrt worden. Denn der Graf habe ihm bewiesen, wie er, der psychologische Experimentator, eigentlich verr\u00fcckt sei, indem er nicht begreifen wolle, da\u00df sie sich in der thebaischen W\u00fcste bef\u00e4nden. Darauf habe ihm der Graf mit hoher Begeisterung einige Gesichte mitgeteilt, die in Erstaunen setzten wegen der <i>plastischen R\u00fcndung<\/i> und des <i>gl\u00fchenden Lebens,<\/i> mit der sie dargestellt wurden.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Nachdem diese Erz\u00e4hlung geendet, l\u00e4\u00dft sich einer der versammelten Serapions-Br\u00fcder wie folgt vernehmen:<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">\u00bbIch verehre Serapions Wahnsinn deshalb, weil nur der Geist des vortrefflichsten oder vielmehr des wahren Dichters von ihm ergriffen werden kann. Woher kommt es, da\u00df so manches Dichterwerk wirkungslos bleibt, als daher, da\u00df der Dichter nicht das wirklich schaute, wovon er spricht? Vergebens ist das M\u00fchen des Dichters, uns dahin zu bringen, da\u00df wir daran glauben sollen, woran er selbst nicht glaubt, nicht glauben kann, weil er es nicht erschaute. Der Einsiedler war ein wahrhafter Dichter, er hatte das wirklich geschaut, was er verk\u00fcndete, und deshalb ergriff seine Rede Herz und Gem\u00fct.\u00ab \u00bbDessen wollen wir eingedenk sein, so oft wir bei unseren Zusammenk\u00fcnften einer dem andern nach alter Weise manches poetische Prod\u00fcktlein, das wir unter dem Herzen getragen, mitteilen werden. Jeder pr\u00fcfe wohl, ob er auch wirklich das geschaut, was er zu verk\u00fcnden unternommen, ehe er es wagt, laut damit zu werden. Der Einsiedler Serapion sei unser Schutzpatron, er lasse seine Sehergabe \u00fcber uns walten, seiner Regel wollen wir folgen als getreue Serapions-Br\u00fcder.\u00ab<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">So durch und durch, so ganz, nicht blo\u00df nach innen, sondern<a class=\"zenoTXKonk\" title=\"Vorlage\" href=\"http:\/\/www.zeno.org\/Literatur\/L\/B%C3%B6rne-SS,+Bd.+2\" name=\"558\">[558]<\/a> auch an seinen Oberfl\u00e4chen wertlos, so ohne die geringste Beimischung von Wahrheit ist jener Lehrsatz, der von der Natur des Dichters gegeben wird, da\u00df T\u00e4uschung und Verwechslung unm\u00f6glich ist und es nur weniger Worte bedarf, um zu zeigen, worin die Falschheit bestehe. Wie die Anbetung den Gott, so schafft erst die Bewunderung das Kunstwerk, es sei ein Gedicht, eine Bildnerei oder ein anderes. Ist es in jedem Kunstwerk die Vollkommenheit irgend eines Wesens, was jene Bewunderung erregt, so mu\u00df, da\u00df diese erregt werden k\u00f6nne, jenes Wesen<i> fa\u00dflich<\/i> sein \u2013 fa\u00dflich f\u00fcr den Verstand, f\u00fcr den Glauben oder die Phantasie. Wie aber kann ein Kunstwerk fa\u00dflich werden, wenn es der K\u00fcnstler nicht freigibt, wie kann es in unsere Sinne, in unseren Geist einziehen, wenn es die Werkst\u00e4tte des K\u00fcnstlers nicht verl\u00e4\u00dft? Will der Dichter mit den Blumen seiner Wartung, die er in den Boden unserer Phantasie verpflanzt, auch die Blumenerde versetzen, aus der jene hervorgesprossen, will er durch seine eigene Phantasie die des Lesers verdr\u00e4ngen, dann weisen wir seine Gaben zur\u00fcck, weil nur f\u00fcr das Geschenk, nicht aber f\u00fcr den Geber Raum haben. Nie wird der Dichter glaublich machen, was er selbst glaubt, nie anschaulich, wenn er das, was er uns zeigt, selbst gesehen. Dann wird die Dichtung zur Wahrheit, das M\u00e4rchen zur Geschichte, die den Verstand befriedigt, s\u00e4ttigt, und alle Lust der Einbildungskraft zerst\u00f6rt. Dann wird das Bild zur Konterfei, mit aller Beschr\u00e4nkung, worin jede Wirklichkeit gefangen ist; dann wird das Kunstwerk zum Spiegelbilde des K\u00fcnstlers, ein Schatten, wenn wir vorw\u00e4rts, ein n\u00fcchternes Dasein aus Fleisch und Bein, wenn wir es r\u00fcckw\u00e4rts schauen. Es ist falsch, da\u00df der wahre Dichter ein Seher sei. Ein Seher ist ein verz\u00fcckter oder ein verr\u00fcckter Geist, ein Gott, zu dem wir nicht hinaufreichen, oder ein kranker Mensch, zu dem wir nicht hinabsteigen k\u00f6nnen. Der Dichter aber mu\u00df menschlich f\u00fchlen, um Menschen zu bewegen.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Da\u00df er dieses mu\u00df, da\u00df er nicht glauben d\u00fcrfe, was er glauben, nicht sehen, was er anschaulich machen m\u00f6chte, das hat der Verfasser der Serapions-Br\u00fcder unwiderleglicher, als es ein anderer verm\u00f6chte, an seinem Werke selbst gezeigt. Er <i>hat<\/i> geglaubt, er <i>hat<\/i> gesehen, darum sind es aber auch keine Dichtungen, die er uns gibt; sie sind nicht etwa mehr, nicht etwa weniger, sie sind ein anderes. Er gibt uns eine werdende, noch im G\u00e4ren begriffene, oder eine untergehende Welt. Sonne, Mond und Sterne, Tag und Nacht, Wasser, Feuer, Erde und alle Elemente, die Tiere des Waldes und die Fische des Meeres und die V\u00f6gel in den L\u00fcften, alles bewegt sich in tollem Taumel und streitet um die Herrschaft; nur der Mensch ist abwesend. Aber es ist nicht etwa der heitere Mutwille, der mit Freiheit und Erg\u00f6tzen alles untereinander wirft, es ist der vom Hexentrank berauschte Blocksbergreiter, der treibt, weil er wird getrieben, und so findet der Leser an der Besonnenheit des Dichters keine Brustwehr, die ihn vor dem Herabst\u00fcrzen sichert, wenn ihn beim Anblicken der tollen Welt unter seinen F\u00fc\u00dfen der Schwindel \u00fcberf\u00e4llt.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">In allen diesen gesammelten Erz\u00e4hlungen und M\u00e4rchen herrscht eine abw\u00e4rts gekehrte Romantik, eine Sehnsucht nach einem tieferen, nach einem unterirdischen Leben, die den Leser anfr\u00f6stelt und verdrie\u00dflich macht. Es ist Phantasie darin, aber ohne den regelnden Verstand. Es ist Phantasie darin, aber nicht die hellaufflammende, schaffende, sondern eine rotgl\u00fchende, zersetzende Phantasie. Wer auf Marionettenb\u00fchnen jene tanzenden Figuren gesehen hat, die H\u00e4nde und Arme, dann F\u00fc\u00dfe und Schenkel, endlich den Kopf wegschleudern, bis sie zuletzt als greuliche Rumpfe umherspringen, der hat die Gestalten der Hoffmannschen Erz\u00e4hlungen gesehen, nur da\u00df diese von allen Gliedern den Kopf zuerst verlieren. Man h\u00f6rt nicht die Ausspr\u00fcche eines verz\u00fcckten, begeisterten, man vernimmt nur die erzwungenen Gest\u00e4ndnisse eines auf die Folter gespannten Gem\u00fcts. Es ist kein Tagesstrahl in den Gem\u00e4lden, alles Licht kommt nur von Irrwischen, Blitzen und Feuersbr\u00fcnsten. Man h\u00f6rt in dieser \u00f6den, herbstlichen, welken Natur keinen Ton eines frischen, gesunden, lebenskr\u00e4ftigen Wesens, man h\u00f6rt nur das Gewinsel der Kranken und Sterbenden und das Geschrei der Eulen, die um \u00c4ser schwirren. Selbst die Musik, die in allen Werken des Verfassers wiederklingt, sie dient nicht dazu, den Himmel, dessen Dolmetscherin sie ist, auf die Erde herabzuziehen und ihr verst\u00e4ndlich zu machen, sie wird nur gebraucht, um h\u00f6hnend den unerme\u00dflichen Abstand zwischen Himmel und Erde zu beweisen, zu zeigen, da\u00df jene H\u00f6he von sehnsuchtsvollen Menschen nie erreicht werden k\u00f6nne, und ihnen <i>\u00bbdas Mi\u00dfverh\u00e4ltnis des innern Gem\u00fcts mit dem \u00e4u\u00dfern Leben<\/i>\u00ab genau vorzurechnen, damit sie ja nicht der Verzweiflung entgehen.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">In den Worten, die der Verfasser einem der Serapions-Br\u00fcder sagen l\u00e4\u00dft: \u00bbich tadle, o Cyprian, deinen n\u00e4rrischen Hang zur Narrheit, deine wahnsinnige Lust am Wahnsinn. Es liegt etwas \u00dcberspanntes darin, das dir selbst mit der Zeit wohl l\u00e4stig werden wird\u00ab, hat der Verfasser das Urteil gegen sich selbst gesprochen, und noch ein schonendes, denn beharrlich hat er durch alle seine Werke gezeigt, da\u00df ihm jener Hang noch immer nicht l\u00e4stig geworden ist. Eine Reihe heiterer Gem\u00e4lde mag hier und dort, von einem schauerlichen Nachtst\u00fccke unterbrochen, noch genu\u00dfbringender werden. Nur d\u00fcrfen nicht alle W\u00e4nde damit beh\u00e4ngt sein, nur mu\u00df ein Sternenschein die Nacht sichtbar machen, da\u00df sie nicht zum unergr\u00fcndlichen dunkeln Nichts werde. Der Schrecken mu\u00df in der get\u00e4uschten Einbildungskraft, nicht in der Sache selbst sein, und Ma\u00df \u00fcberall. Die \u00c4gypter w\u00fcrzten ihre Freudengelage durch den Anblick des Todes; der Anblick des Sterbens h\u00e4tte alle Lust zernichtet.<\/p>\n<p class=\"zenoPLm4n0\" style=\"text-align: justify;\">Ich sagte fr\u00fcher: die Erz\u00e4hlungen, die uns der Verfasser gibt, sind keine Dichtungen, <i>sie sind ein anderes,<\/i> und hier ist das kurze freundliche Abendrot des langen m\u00fcrrischen Urteils. Es wird gefragt, welchen Zweck hatten diese Erz\u00e4hlungen? Dieses ist zwar eine sehr philisterm\u00e4\u00dfige Frage, wie die Serapions-Br\u00fcder mit Recht spotten k\u00f6nnen. Denn ein Buch <i>will<\/i> nichts, es zeigt sich, es ist da. Aber fordert auch ein Buch nichts, so gew\u00e4hrt ihm doch der Leser etwas, und er gew\u00e4hrt ihm, was er glaubt, da\u00df ihm geb\u00fchre. Den Wert eines poetischen Werkes habe ich gewagt ihm abzusprechen, aber den eines wissenschaftlichen gebe ich ihm willig. Es ist ein Lehrbuch mit den sch\u00f6nsten Bildnissen geziert, es ist der elegante <i>Pinel,<\/i> es ist <i>die Epopee des Wahnsinns.<\/i> Ein lobenswertes Unternehmen, wenn es lobenswert ist, den menschlichen Geist, der nachtwandelnd an allen Gefahren unbesch\u00e4digt vor\u00fcbergeht, aufzuwecken, um ihn vor dem Abgrunde zu warnen, der zu seinen F\u00fc\u00dfen droht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gesammelte Erz\u00e4hlungen und M\u00e4rchen<\/strong>.\u00a0Herausgegeben von E.T.A. Hoffmann.\u00a0Erster und zweiter Band. Berlin, 1819.<\/p>\n<div id=\"attachment_14208\" style=\"width: 246px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Boerne1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-14208\" class=\"size-medium wp-image-14208\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Boerne1-236x300.jpg\" alt=\"\" width=\"236\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Boerne1-236x300.jpg 236w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Boerne1.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 236px) 100vw, 236px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-14208\" class=\"wp-caption-text\">Ludwig B\u00f6rne (Gem\u00e4lde von Moritz Oppenheim, 1827)<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>W<\/strong><strong>eiterf\u00fchrend \u2192<\/strong> Lesen Sie auch KUNOs <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/12\/10\/zur-gattung-essay\/\">Hommage<\/a> an die Gattung des Essays.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Aus dem Meere der deutschen Leihbibliothek (nur das Salz und die Tiefe unterscheidet jenes von diesen) ragen die Schriften Hoffmanns als tr\u00f6stende, liebliche Eilande hervor. 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