{"id":77917,"date":"2023-05-15T00:01:02","date_gmt":"2023-05-14T22:01:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=77917"},"modified":"2022-02-25T15:24:30","modified_gmt":"2022-02-25T14:24:30","slug":"golem","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2023\/05\/15\/golem\/","title":{"rendered":"Golem \u2219 Revisited"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Ich mag den Gedanken, dass Zombies wie wir sind. Die gr\u00f6\u00dften Monster sind doch sowieso unsere Nachbarn, der schlimmste Horror befindet sich immer direkt nebenan. Die Zombies lernen, sie imitieren die Menschen, was wiederum die Frage aufwirft, ob sich die Menschen wie Zombies benehmen.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">George A. Romero<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">die einzelnen kapitel des erz\u00e4hlbands <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/?p=52\">Zombies<\/a>, die prosaische und essayistische passagen sowie handlungen und reflexionen ineinander \u00fcbergehen lassen, wirken wie literaturclips mit filmischen strukturen, schnitten und effekten, in denen antihelden clipfiguren gleich durchs bild zerfallender wirklichkeiten laufen, deren permanente bewegung \u00fcber ihre systemische erstarrung hinwegt\u00e4uscht. man denkt beim lesen dieser in einer verknappten und mitunter fast minimalistischen sprache geschriebenen texte an short-story-erz\u00e4hler und short-cuts-filmregisseure, die lapidar und beil\u00e4ufig alltagsgeschichten von gro\u00dfer traurigkeit erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/NashvilleCover.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-15918\" title=\"NashvilleCover\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/NashvilleCover-213x300.jpg\" alt=\"\" width=\"213\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/NashvilleCover-213x300.jpg 213w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/NashvilleCover.jpg 497w\" sizes=\"auto, (max-width: 213px) 100vw, 213px\" \/><\/a>wie in robert altmans film <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=XecGQtf-TDo\">Short Cuts<\/a>, der f\u00fcnf erz\u00e4hlungen von raymond carver durch ensemblespiel und verkn\u00fcpfungen der figurengruppen zu einer filmhandlung verband und inzwischen traditionsbildend geworden ist, siehe neuere filme wie <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Oh0GjIQj9tc\">Babel<\/a> von alejandro gonz\u00e1les i\u00f1\u00e1rritu oder <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=durNwe9pL0E\">Crash<\/a> von paul haggis, verbinden sich auch weigonis texte, die parallelwelten beschreiben, miteinander, indem mehrere figuren wiederholt auftreten und so handlungsstr\u00e4nge verkn\u00fcpfen. weigoni ist ein alltagsarch\u00e4ologe, der verborgene schichten unter der oberfl\u00e4che der erscheinungen entdeckt und so konventionen, normen und denkregelungen hinterfragt. manche der ph\u00e4nomenologisch wirkenden passagen lassen an die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mythen_des_Alltags\">Mythen des Alltags<\/a> von roland barthes oder walter benjamins <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/buecher\/rezensionen\/sachbuch\/walter-benjamin-einbahnstrasse-den-rhythmus-schlaegt-der-sensenmann-1957748.html\">Einbahnstra\u00dfe<\/a> denken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/?p=52\">Zombies<\/a> vorangestellt ist das zitat &#8222;Zombies sind keine Menschen.&#8220; Das Bundesverfassungsgericht der BRD zur Frage, ob ein Film gegen die Menschenw\u00fcrde verst\u00f6sst, der die grausame T\u00f6tung von lebenden Toten zeigt.\u00ab wer noch illusionen hat, kann sie bei der lekt\u00fcre dieses buchs verlieren. denn man m\u00f6chte eigentlich in keiner der beschriebenen welten leben, deren wege auch durch medizinische experimente, leichenh\u00e4user und gr\u00e4ber f\u00fchren. der autor, idealistisch inspiriert, arbeitet hier, indem er verhei\u00dfungen seiner lebenswelt in frage stellt, eigene desillusionierungen ab. die freiheit endet beliebig und die aufkl\u00e4rung desillusioniert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">dabei ist das bundesverfassungsgericht praktisch das orakelheiligtum der bundesrepublik deutschland. man k\u00f6nnte geradezu vom orakel von karlsruhe sprechen. die parallelen sind wirklich erstaunlich. man wendet sich heute bei existentiellen fragen, die klare antworten schwer machen, ans verfassungsgericht wie an die orakelpriester aus delphi, die indes nicht immer unbestechlich waren. und die abw\u00e4genden urteile des gerichts m\u00fcssen ebenso wie einst die orakelspr\u00fcche interpretiert werden und fordern derart das nachdenken der ratsuchenden \u00fcber die folgen ihres handelns heraus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">roland barthes meinte, da\u00df das verh\u00e4ltnis des mythenanalytikers zur welt sarkastischer art sei. die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/?p=52\">Zombies<\/a> werden den leserinnen und lesern als popmoderne gro\u00dfraumprosa angek\u00fcndigt, sozusagen eine literarische zugfahrt durch einen menschlichen zoo. und man wird beim lesen wirklich hin und her gerissen und durchgesch\u00fcttelt wie bei einer bahnfahrt \u00fcber weichen. wer fragt, wo hier das positive bleibe, dem sei geantwortet: das positive ist die ironie, die ein reflexives und skeptisches denken verlangt und anzuregen vermag. schon der fr\u00fche satz \u00bbEine Klimaanlage sorgt f\u00fcr ihr Wohlbefinden.\u00ab klingt ironisch. die texte, durch die messerscharfe kalte feuerwinde wehen, f\u00fchren ein bestiarium menschlicher gestalten vor, deren beziehungen beziehungsarmut zeigen und die oftmals unter enormem beschleunigungsdruck agieren. \u00bbNichts ist fest, alles ger\u00e4t beim kleinsten Anstoss in Bewegung, doch mitnichten in Fluss.\u00ab hei\u00dfts in <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/halmackenreuther\/reality-radio-remix.htm\">Reality-Radio<\/a>. viele der figuren, der autor nennt sie \u00bbLarvenexistenzen\u00ab und \u00bbGegenwartsgefrorene\u00ab, bei denen man einer k\u00fchlen vitalit\u00e4t jenseits von vertiefung und empathie begegnet, sind als pr\u00e4senznomaden kleine d\u00e4monen. sie leben im glauben an eine ewige gegenwart oder gar ewige jugend, die ihnen umso lebbarer scheint, je ahistorischer sie denken und handeln. solche modernen nomaden, marionetten ihres egoismus, folgen als individuen wie herdentiere den weidepl\u00e4tzen ihrer bed\u00fcrfnisse und gel\u00fcste.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/VignettenCover-69x3001.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-15225 alignright\" title=\"VignettenCover-69x300\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/VignettenCover-69x3001.jpg\" alt=\"\" width=\"69\" height=\"300\" \/><\/a>weigonis zuvor erschienene <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/?p=4\">Vignetten<\/a> beschreiben authentische menschliche partnerschaften, oder zumindest die sehnsucht danach, die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/?p=52\">Zombies<\/a>, in denen man eher schatten von beziehungen antrifft, \u00fcberwiegend pr\u00e4fabrizierte. selbst authentisch scheinendes wird zweckausgerichtet und verliert dadurch seine nat\u00fcrlichkeit. wo marketing dominiert, werden inhalte schnell zweifelhaft. liebesszenen wirken meist wie gestylte und kalkulierte liebesinszenierungen. m\u00f6glicherweise scheitern partnerschaften heute h\u00e4ufig, da sie, im b\u00fchnenbild oder vor der filmkulisse der st\u00e4dte, als drehbuch, regietheater, konzeptkunst oder laborversuch angelegt sind und die akteure, zumindest unbewu\u00dft, kunstformen und lebenswirklichkeit vertauschen oder gar verwechseln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">der autor, der erscheinungsformen und verhaltensweisen einer kapitalistisch globalisierten lebenswelt sowie die dazugeh\u00f6rigen manipulativen und zw\u00e4nge erzeugenden technokratischen automatismen schildert, fragt \u00bbMuss man die Konsumideologie nicht in den Rang einer Weltreligion erheben?\u00ab wohlf\u00fchlkulturen verweisen letzten endes darauf, wie unertr\u00e4glich die menschen ihre lebensrealit\u00e4t finden. die postmoderne, die zu gro\u00dfen teilen aus einer sich permanent modisch erneuernden kleinb\u00fcrgerlichen verwertungskultur besteht, ist eine kom\u00f6die der kulturgeschichte, die tragisch enden wird, wenn sie keine pirouetten mehr drehen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/CoverMedium.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-15921\" title=\"CoverMedium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/CoverMedium-180x300.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/CoverMedium-180x300.jpg 180w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/CoverMedium-614x1024.jpg 614w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/CoverMedium.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/><\/a>weigoni, der medienundkommunikationstechnologien fasziniert und kritisch begegnet, wie mcluhan und virilio in einer person, allerdings wohl zunehmend mehr kritisch als fasziniert, beschreibt in technikbedingten lebensweltundverhaltensver\u00e4nderungen k\u00fcnftige wirklichkeiten jenseits des traditionellen oder bisherigen modernen b\u00fcrgerlichen lebens. indem er \u00fcber die vertechnisierung der sinne und die versinnlichung der technik nachdenkt, betreibt er aufkl\u00e4rung gegen technikgl\u00e4ubigkeit. vielleicht setzen die modernen gesellschaften auch deshalb so sehr auf technologische entwicklungen, weil sich ihre ideellen experimente ersch\u00f6pft haben. technische neuerungen suggerieren den menschen entscheidungsfreiheiten, die bei ihrer nutzung teils zugleich verlorengehn. jede popul\u00e4re neue technik ruft zun\u00e4chst massenhafte kulturelle und geistige analphabetisierungen hervor, die erst wieder \u00fcberwunden werden m\u00fcssen, ehe nicht nur wenige die ideellen potentiale der technischen entwicklung wahrnehmen k\u00f6nnen. die angebliche unumg\u00e4ngliche notwendigkeit des pers\u00f6nlichen gebrauchs von techniken, ohne die man bis vor kurzem ohne weiteres gut leben konnte, rationalisiert h\u00e4ufig blo\u00df unbewu\u00dfte psychische antriebe. ein wichtiger impuls f\u00fcr die private techniknutzung, mit der man sich etwa seiner lebensartkompatibilit\u00e4t versichert, d\u00fcrfte der drang der menschen sein, dazuzugeh\u00f6ren. letztlich erleben wir so nur die alten kulturprimaten mit neuer technik.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">eines der grundmotive der literatur weigonis, egal ob in lyrik, prosa oder essayistik, ist das spannungsverh\u00e4ltnis zwischen geistig ideellem und k\u00f6rperlich sinnlichem, die damit verbundenen vermischungen und \u00fcberschneidungen inbegriffen. die sinnlichkeit seiner texte entsteht oft geistig, jedenfalls meist reflexiv und nicht blo\u00df, wie gebrauchsliterarisch mode, naturalistisch beschreibend. man k\u00f6nnte von einer intellektuellen sinnlichkeit sprechen. bereits auf seite 7 thematisiert der autor in der frage \u00bb<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=1731\">Oder haben<em> Sie<\/em> schon einmal mit einem Buch kopuliert?<\/a>\u00ab sarkastisch den kontrast zwischen geistigem und sinnlichem.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/LethenCover.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-15227 alignright\" title=\"LethenCover\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/LethenCover.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"328\" \/><\/a>die verhaltenslehren der k\u00e4lte werden heute weniger durch ma\u00dfregeln autorit\u00e4rer instanzen, vaterland, staat, schule, kirche, implantiert, als vielmehr durch die zunehmend technologiegelenkte wahrnehmung momentaner privater interessen. die texte machen deutlich, da\u00df die permanente bewaffnung der individuen im konkurrenzkampf gegeneinander letztlich individualit\u00e4t zerst\u00f6rt, indem der blo\u00dfe egoismus siegt. die technokratische gesellschaft hat die patriarchalen, macht aus\u00fcbenden kr\u00e4fte entpers\u00f6nlicht und in die strukturen und mechanismen der funktionalit\u00e4t ausgelagert. erniedrigt wird heute vorzugsweise durch finanzmechanismen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">man k\u00f6nnte die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/?p=52\">Zombies<\/a>-texte satirischen realismus nennen. auf dem buchdeckel pr\u00e4sentiert sich der autor selbst als figur, die einen kaffeehausartigen endzeitmenschen zeigt, der charmant seine verkleidung vorf\u00fchrt. die satirische \u00fcberzeichnung macht realit\u00e4ten durch verfremdung kritisch verstehbar. einige szenen haben etwas comichaftes, das auf zeichentrickartige realit\u00e4ten verweist. zeichentrickfilme hei\u00dfen animationsfilme. und das publikum wird ja lebensreal tats\u00e4chlich oft zum animationsobjekt. in der mediensatire <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/halmackenreuther\/reality-radio-remix.htm\">Reality Radio<\/a>, die den lokalen sensationsjournalismus persifliert, berichtet das &gt;Lokalradio Neanderthal&lt; \u00fcber einen diebstahl von 42 parkuhren, die in d\u00fcsseldorf innerhalb von zwei wochen abges\u00e4gt werden, wie \u00fcber ein weltereignis, bis der parkuhrendieb am ende dem lokalreporter ein interview auf frischer tat gibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">man bemerkt beim lesen dieser geschichten, deren k\u00fchle pr\u00e4zision bisweilen schon etwas surrealistisches hat, ein gesp\u00fcr f\u00fcr kulturelle transformationen, die als konvention, innovation, travestie und persiflage auftreten k\u00f6nnen, wobei die \u00fcberg\u00e4nge h\u00e4ufig flie\u00dfend sind. der leser findet vielf\u00e4ltige kulturgeschichtliche anspielungen, bis hin zu alltagsbezogenen verwendungen solcher worte wie trickster, derwisch und berserker, die den charakter von figuren umschreiben. in &gt;Das Happening&lt; l\u00e4\u00dft weigoni unter anderem novalis, arthur rimbaud, friedrich nietzsche, oscar wilde, thomas mann, robert musil, gottfried benn, hans henny jahnn, bertolt brecht, egon erwin kisch, tristan tzara, hugo ball, pablo picasso, arnold sch\u00f6nberg, jean paul sartre, orson welles, virginia woolf, hermann hesse, ingeborg bachmann, miles davis, jim morrison oder janis joplin auftreten, alles figuren eines vergangenen jahrhunderts. das gemahnt an christa wolfs &gt;Kein Ort. Nirgends&lt;, wo heinrich von kleist und karoline von g\u00fcnderode einander begegnen, oder an die reisebegegnung von e.t.a. hoffmann, kafka und gogol in prag bei anna seghers.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/ZombieFilmplakat.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-18327\" title=\"ZombieFilmplakat\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/ZombieFilmplakat-300x213.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"213\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/ZombieFilmplakat-300x213.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/ZombieFilmplakat.jpg 844w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>der leser findet auch in <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/?p=52\">Zombies<\/a> wieder zahlreiche aphoristische gedanken: \u00bbNachdem das Tr\u00e4umen von besseren Welten aufgegeben wurde und utopische Gesellschaftsentw\u00fcrfe in die Archive verbannt wurden, hat sich das utopische Denken auf den K\u00f6rper verlagert.\u00ab, \u00bbIn der egozentrischen Gesellschaft gibt es nur mehr einen Wert: die Selbstverwirklichung, die ihr Ich als Durchgangsstation zum Astralk\u00f6rper erhebt.\u00ab, \u00bbDie kosmetische Chirurgie ist die Haute Couture des 21. Jahrhunderts.\u00ab, \u00bbAlle Individualit\u00e4t wird lichtschnell Allgemeingut, jeder Widerstand zum Mainstream. Kopieren ist das neue Echte.\u00ab, \u00bbK\u00fcnstler werden aufgebaut, indem man die Erwartungen des Publikums steuert.\u00ab, \u00bbJe lauter der Weltlauf verlangt, Position zu beziehen, desto fragw\u00fcrdiger wird die popkulturelle Haltung.\u00ab, \u00bbF\u00fcr Melancholiker ist die Zeit eine Wunde, die niemals verheilt.\u00ab oder \u00bbwer zu weit denkt, denkt den Tod.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Der moderne Flaneur sitzt vor dem Bildschirm. Ihn schl\u00e4gt nicht weniger als die Welt in ihren Bann. Bilder und W\u00f6rter halten ihn gefangen&#8230; Wie Goethes dichterisches Ich schlendert der Flaneur im Internet &#8217;so f\u00fcr sich hin&#8216; und l\u00e4sst die Gedanken, die an diesem oder jenem Gegenstand h\u00e4ngenbleiben, schweifen; vor ihm er\u00f6ffnet sich eine Flut an Verkn\u00fcpfungen, die in Wellen wieder \u00fcber ihm zusammenschlagen.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Alain Claude Sulzer<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">in <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/?p=229\">Cyberspasz, a real virtuality<\/a> greift weigoni motive aus <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/?p=52\">Zombies<\/a> erneut auf. die erz\u00e4hlenden teile sind, wie in seiner prosa \u00fcblich, von intellektuellen, essayistischen und aphoristischen gedanken durchzogen. man kann diese texte, die auch geistig erz\u00e4hlen, also analytisch lesen, doch ebenso als kolportage, nicht zuletzt weil weigoni literarische formen und techniken, die er benutzt, zugleich parodiert. schon der buchtitel verweist auf eine ironisierende komponente, ebenso ein texttitel wie <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15708\">Der gro\u00dfe Wurf, eine Sprechblasenoperette<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">der autor spricht von hypermodernen menschen. hypermodern meint hier die neue sp\u00e4tmoderne. l\u00e4ngst ist modern ein synonym f\u00fcr systemkonform geworden. die moderne wurde konservativ, als ihre subjekte in ihr angekommen waren. hans magnus enzensberger erkl\u00e4rte bereits 1960 im nachwort zum <a href=\"http:\/\/enzensberger.germlit.rwth-aachen.de\/museummod.html\">Museum der modernen Poesie<\/a>:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>In Bewegungen und Gegenbewegungen, Manifesten und Antimanifesten ist der Begriff des Modernen erm\u00fcdet. Tr\u00fcbe dient er heute der Werbung f\u00fcrs Bestehende, gegen das er einst sprengende und befreiende Kraft verhei\u00dfen hatte. Gespenstisch ist er eingegangen in das W\u00f6rterbuch der Konsumsph\u00e4re. Das Moderne ist zum Nur-noch-Modernen geworden, ausgesetzt journalistischer Zustimmung, fungibles Moment der industriellen Produktion.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">weigoni beschreibt aktuelle folgen dieses prozesses: \u00bbDie hypermodernen Menschen sind s\u00fcchtig nach Originalit\u00e4t, aber nicht mehr originell. Ihr Nachdenken \u00fcber die Form ersetzt das Nachdenken \u00fcber das Leben, aus dem es hervorgeht.\u00ab, \u00bbDie beliebig besetzbare Identit\u00e4t fungiert nur noch als Platzhalter im unendlichen Datenstrom.\u00ab, \u00bbHinter jedem Bild und jeder Wahrnehmung lauert ein vorgeschriebenes Muster, ein anderes Medium, ein h\u00f6hnisch grinsender Fremdautor.\u00ab oder \u00bbWer heutigentags von <em>Systemver\u00e4nderung<\/em> spricht, meint Computer-Software und keine politische Utopie.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/2001_Plakat.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-15799\" title=\"2001_Plakat\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/2001_Plakat-210x300.jpg\" alt=\"\" width=\"210\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/2001_Plakat-210x300.jpg 210w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/2001_Plakat.jpg 333w\" sizes=\"auto, (max-width: 210px) 100vw, 210px\" \/><\/a>die texte f\u00fchren abermals menschen vor, die vielfach blo\u00df noch momentorientiert leben, wof\u00fcr sie freilich mit illusionen von freiheit entsch\u00e4digt werden. viele der figuren k\u00f6nnen empfinden und denken, sinnlichkeit und rationalit\u00e4t nur schwer in einklang bringen. das ergebnis sind kompromisse, die allenfalls vor\u00fcbergehend befriedigen und befrieden und bei denen das einf\u00fchlende und das rabiate nicht selten dicht beieinander liegen. vielleicht entstehen so menschentypen, denen das vor\u00fcbergehen zur lebensart wird, sozusagen vor\u00fcberg\u00e4nger statt widerg\u00e4nger. weigoni postuliert: \u00bbVerstehen bedeutet, nachempfinden k\u00f6nnen.\u00ab, mu\u00df dann aber konstatieren: \u00bbDie zunehmende Technisierung der Welt ist ausserordentlich schmerzhaft, Empfindungen werden mit Erfindungen beantwortet.\u00ab und \u00bbDer Verlust der K\u00f6rperlichkeit ist nurmehr ein Thema f\u00fcr Trendver\u00e4chter.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">computerwelten und realwelten, scheinwelten auf beiden seiten inbegriffen, gehen in diesen texten ineinander \u00fcber und verschmelzen miteinander, teilweise bis zur ununterscheidbarkeit. oder sind gar computerwelten die neuen realwelten wie kopien die neuen originale? der autor beschreibt auswirkungen technologischer zw\u00e4nge auf die menschen nicht von au\u00dfen, sondern aus eigenem erleben. man lese hierzu den computerweltlichen eingangstext <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=7731\">Auf ewig dein<\/a>. er hinterfragt die idealistisch klingende parole des computerzeitalters \u00bbJeder kann alles und deshalb ist alles f\u00fcr jeden da.\u00ab, die auf illusionen beruht. denn nat\u00fcrlich h\u00e4ngt k\u00f6nnen von begabungen ab, die nicht jeder gleicherma\u00dfen hat. zugleich beschr\u00e4nkt der allgegenw\u00e4rtige egoismus das dasein f\u00fcr andere. w\u00e4hrend einzelnen bev\u00f6lkerungsgruppen vorgeworfen wird, sie w\u00fcrden parallelwelten bilden, besteht die moderne, postmoderne, sp\u00e4tmoderne oder hypermoderne welt insgesamt aus parallelwelten, die sich allerdings permanent neu sondieren und dabei punktuell und zeitweilig zusammenwirken. letztlich ist freilich jeder mensch eine parallelgesellschaft. \u00bbDigitale Mystik funktioniert als Steigb\u00fcgelhalter eines modernen Relativismus, der alle Lebensbereiche erfasst.\u00ab und \u00bbDie Informationsgesellschaft befindet sich in einem Zustand aufgekl\u00e4rter Konfusion.\u00ab erkl\u00e4rt weigoni, und fragt: \u00bbWas ist Wirklichkeit, was Kopie, was Fiktion im Patchwork von Bild- und Tonpartikeln aus Mythos, Alltagstrivialem und \u00dcbernat\u00fcrlichem?\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">an einer stelle hei\u00dft es, gro\u00dfe teile der postmodernen wirklichkeit seien eine art \u00bbNeu-Schwanstein\u00ab, also illusionswelten. peter sloterdijk spricht von der \u00bbIllusionswirtschaft der Massenkultur\u00ab (<a href=\"http:\/\/www.perlentaucher.de\/buch\/hans-juergen-heinrichs-peter-sloterdijk\/die-sonne-und-der-tod.html\">Die Sonne und der Tod<\/a>). arthur rimbauds \u00bbDas wahre Leben ist anderswo. Wir sind nicht auf der Welt.\u00ab gilt bis heute. wer durch die stra\u00dfen geht, sieht lauter scheinweltkulissen, daneben menschen, vermutlich laiendarsteller, die engagiert wurden, damit sie wirklichkeit spielen. wie manche filmregisseure arbeitet weigoni in seinen texten mit improvisatorisch veranlagten laiendarstellern, die er als figuren wie in einem puppentheater in einer weltweit vernetzten black-box agieren l\u00e4\u00dft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">dabei wei\u00df er nat\u00fcrlich, da\u00df die beschreibungen zweifelhafter welten noch keine befreiung davon ist. desillusionierungen k\u00f6nnen jedoch vorstufen des willens zur ver\u00e4nderung sein. wer die gesellschaft grundlegend \u00e4ndern will, mu\u00df sie mit zweifeln kontaminieren. bleibt die frage, wie sehr ein mensch seine wirklichkeit erkennen, oder gar durchschauen, darf, damit er darin noch leben kann. oder ist tats\u00e4chlich die blindheit der erfahrung der garant jeder halbwegs harmonischen existenz?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">indem der kritiker glaubt, er k\u00f6nnte etwas bewirken, und sei es nur nachdenken, enth\u00e4lt kritik immer auch optimismus. die eigentlichen pessimisten sind jene, die meinen, man k\u00f6nne ohnehin nichts \u00e4ndern, sondern sich immer blo\u00df neu anpassen. der utopist kommt indes schnell an einen punkt, wo er etwas postuliert, dem die real existierenden menschen nicht entsprechen k\u00f6nnen. wer viel denkt, handelt unter umst\u00e4nden eher wenig, weil denker \u00fcberwiegend skeptisch sind und zweifel haben, w\u00e4hrend handlungen stets kompromisse verlangen, nicht zuletzt solche, die man eigentlich vermeiden will. manche entlasten sich vom falschen, das sie tun, indem sie es abseits ihrer handlungen selber kritisieren.<\/p>\n<div id=\"attachment_15795\" style=\"width: 189px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/220px-Roland_Kirk_1972_Heinrich_Klaffs_Collection_25-179x300.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-15795\" class=\"size-full wp-image-15795\" title=\"220px-Roland_Kirk_1972_Heinrich_Klaffs_Collection_25-179x300\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/220px-Roland_Kirk_1972_Heinrich_Klaffs_Collection_25-179x300.jpg\" alt=\"\" width=\"179\" height=\"300\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-15795\" class=\"wp-caption-text\">Roland Kirk 1972 (Hamburg; Foto: Heinrich Klaffs)<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">weigoni postuliert: \u00bbEs ist ein Grundprinzip des Lebens, der Improvisation: sich erinnern, was gewesen ist, um weiterspielen zu k\u00f6nnen, und es im selben Augenblick zu vergessen, um frei zu sein.\u00ab folgerichtig sucht und sieht er alternativen, aus denen er seine vitalit\u00e4t bezieht, vor allem in der kunst, einem refugium durch alle historischen zeiten hindurch. die erz\u00e4hlungen rekonstruieren, oder konstruieren, werke der filmkunst, bildkunst und musik sprachlich. der rhythmus dieser texte, etwa in <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/weigoni\/ohryeure.htm\">Rahsaan \u2013 eine jazzthetische Story<\/a>, hat etwas jazzartig improvisierendes und filmschnitthaftes. man denkt beim lesen \u00f6fter an amerikanische filme, beispielsweise <a href=\"http:\/\/www.filmtipps.at\/kritiken\/Schatten\/\">Schatten<\/a> von john cassavetes. in <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15785\">Kopfkino, ein Wortvideo f\u00fcr eingeweihte Ohryeure<\/a> wird nach dem vermeintlich gedrehten und verloren gegangenen film <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=3T-VAi2Xqq8\">Herz der Finsternis<\/a> von orson welles nach joseph conrads roman gesucht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">in weigonis texten treffen reale wirklichkeiten auf fiktive und umgekehrt, kunstwelten auf kriminelle welten, so durch den tod der malerin vera strange in <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15716\">Der McGuffin \u2013 Nachruf auf einen Kriminalroman<\/a>, einer beschreibung neuer krimineller milieus, die den kriminalroman persifliert, aber auch als hommage an friedrich d\u00fcrrenmatt gelesen werden kann, der bis heute, neben edgar allan poe, zu den wenigen kriminalautoren der weltliteratur geh\u00f6rt. die k\u00fcnstlerin kommt indes tats\u00e4chlich um. ein kriminalist, der permanent morde aufkl\u00e4ren will, die nie stattgefunden haben, w\u00e4re jedoch in weigoni texten, die pirouetten der postmodernit\u00e4t satirisch \u00fcberdrehen, ebenfalls nicht undenkbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">thematisiert wird der organisierte kunstraub (Ein Schelm, wer angesichts der Anspr\u00fcche von NS-Opfern auf Bilder aus dem Schwabinger Kunstschatz an eine Zufall glaubt). man k\u00f6nnte genauso vom k\u00fcnstlerraub sprechen, wenn k\u00fcnstlerisch begabte menschen durch verwertungsmechanismen von der ausbildung und entfaltung ihrer begabungen abgehalten werden. kunstraub und k\u00fcnstlerraub geh\u00f6ren so zusammen. und vielleicht portr\u00e4tiert der autor ja insgesamt eine zunehmend krimineller werdende gesellschaft. gewalt und kriminalit\u00e4t sind stets nur extremformen von fehlentwicklungen, die als normal und legitim gelten. t\u00e4uschung und betrug, oder zumindest betrugsversuche, werden jedenfalls immer mehr zum normalen alltagsverhalten, nicht blo\u00df im privatleben, sondern bis hinein in unternehmen und verwaltungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">auch, oder gerade, weigonis gedanken zur kunst reflektieren desillusionierungen, \u00bbNicht der K\u00fcnstler, sondern der Kunst-Betrieb bestimmt, was Kunst ist.\u00ab, \u00bbEs ist in den westlichen L\u00e4ndern alles abgeschnitten, was keine konkrete Nutzanwendung hat; deshalb fangen die Gesellschaften schleichend an, aus Mangel an Inhalten zu implodieren.\u00ab, \u00bbIn der Kunst ist der Einsatz das Leben.\u00ab, \u00bbK\u00fcnstler migrieren, ob real, mental oder digital.\u00ab, und bieten andererseits auswege: \u00bbUrbane Unaufger\u00e4umtheit erzeugt ein optimales Brutkastenklima f\u00fcr das Gedeihen k\u00fcnstlerischer Experimente.\u00ab und \u00bbNur wer geniesst, was er nicht entschl\u00fcsseln kann, wird begreifen.\u00ab das sind aussichten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">A. J. Weigoni,<strong> Cyberspasz, a real virtuality<\/strong>, Novellen, Edi\u00adtion Das Labor, M\u00fclheim an der Ruhr 2012.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">A. J. Weigoni, <strong>Zombies<\/strong>, Erz\u00e4hlungen, Edition Das La\u00adbor, M\u00fclheim an der Ruhr 2010.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Billie.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-51718 alignleft\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Billie-136x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"136\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Billie-136x300.jpeg 136w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Billie-463x1024.jpeg 463w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Billie.jpeg 550w\" sizes=\"auto, (max-width: 136px) 100vw, 136px\" \/><\/a>Alle Exemplare des Prosa-Werks sind handsigniert und limitiert in einem <em>Schuber<\/em> aus schwarzer Kofferhartpappe erh\u00e4ltlich. Es ist ein Akt der Werkoffenbarung. Darin enthalten sind die Novelle <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=12899\"><em>Vignetten<\/em><\/a>, die Erz\u00e4hlungen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=12913\">Zombies<\/a>, der Novellen-Band <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=34359\"><em>Cyberspasz, a real virtuality<\/em><\/a><em>.\u00a0<\/em>Der erste Roman <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=24412\"><em>Abgeschlossenes Sammelgebiet<\/em><\/a> und der \u201eHeimatroman\u201c <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2018\/07\/18\/seismograph-des-uebergangs-2\/\"><em>Lokalhelden<\/em><\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und nur in diesem Schuber enthalten sind das H\u00f6rbuch <em>630, <\/em>sowie Weigonis Gebrauchsprosa <em>Vorlass, <\/em>in dem biographische, werkgenetische und poetologische Fragen beantwortet werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich mag den Gedanken, dass Zombies wie wir sind. 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