{"id":77843,"date":"2016-01-16T00:01:54","date_gmt":"2016-01-15T23:01:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=77843"},"modified":"2022-02-27T12:05:11","modified_gmt":"2022-02-27T11:05:11","slug":"social-beat-reprise","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2016\/01\/16\/social-beat-reprise\/","title":{"rendered":"Social Beat (Reprise)"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit dem Beginn des 21. Jahrhunderts haben wir uns an die Allgegenwart und den allt\u00e4glichen Gebrauch von Medien gew\u00f6hnt, die es vor \u2013 sagen wir etwas willk\u00fcrlich \u2013 f\u00fcnfzehn bis zwanzig Jahren noch nicht gab. Heute schl\u00e4gt man keine Zeitung mehr auf, ohne dass einem der Begriff der Social Media begegnet, sei es unter politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen oder k\u00fcnstlerischen Aspekten \u2013 sofern man sie \u00fcberhaupt noch aufschl\u00e4gt und nicht gleich die Internetseite der jeweiligen Publikation aufruft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine andere, mehr lokale als globale, aber gleichwohl landesweit ausstrahlende Institution mit einem \u00e4hnlich harmlos-niedrigschwelligen Namen feierte unl\u00e4ngst in Berlin ihr zwanzigj\u00e4hriges Bestehen: das Open Mike. Veranstalter ist die Literaturwerkstatt Berlin, zu den Siegern z\u00e4hlten im Lauf der Jahre unter anderen Karen Duve, Kirsten Fuchs, Tobias H\u00fclswitt, Bj\u00f6rn Kuhligk, Markus Orths und Jochen Schmidt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun sind zwanzig Jahre angesichts der Geschwindigkeit, mit der technische Neuerungen sich in unser Leben insinuieren, eine erhebliche Zeit. Das Jubil\u00e4um der viel beachteten Leseb\u00fchne und der zur Zeit in vieler Munde befindliche Begriff seien zum Anlass genommen, an eine vor\u00fcbergehende Erscheinung im deutschen Literaturbetrieb zu erinnern, die die wohl letzte aus sich selbstheraus organisierte Initiative zur weitr\u00e4umigen Vernetzung deutscher Autoren vor der fl\u00e4chendeckenden Ausbreitung elektronischer Medien und digitaler Kommunikation in Mitteleuropa war und als solche den Weg f\u00fcr Plattformen wie das Open Mike und die Poetry Slam-Szene bereitet hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Bewegung, die sich selbst den im R\u00fcckblick frappierend prophetischen Namen Social Beat gab, ging aus zwei kurz auf einander folgenden Literaturfestivals hervor (5. bis 8. August 1993 und 21. bis 25. September 1994), in deren Umfeld sich erste Vertreter sammelten und \u00fcber gemeinsame Ziele austauschten. Charakteristisch waren sowohl der Ort \u2013Berlin, in sp\u00fcrbarem Nachwenderausch\u2013als auch die Tatsache, dass die eigentlichen Veranstalter beide aus der westdeutschen Provinz zugezogene Neuberliner waren. J\u00f6rg Andr\u00e9 Dahlmeyer (Jg. 1966) hatte es aus Braunschweig dorthin verschlagen, Thomas N\u00f6ske (Jg. 1969) aus G\u00f6ttingen. Die Vorfluter des Social Beat waren der deutschsprachige Underground der 1980er Jahre und seine Institutionen, allen voran die Mainzer Minipressenmesse als literarische Biennale und zentraler Treffpunkt diverser alter und neuer Szenen und das Literarische Informationszentrum in Bottrop, als Versandbuchhandlung eine langj\u00e4hrige Institution, deren Betreiber Josef \u201aBiby\u2018 Wintjes (1947-1995) der bis zur Selbstaufgabe unerm\u00fcdliche Herausgeber erst des Ulcus Molle, sp\u00e4ter des nachmalig von Bruno Runzheimer weitergef\u00fchrten Impressum war. \u2013 Wenn es eine menschliche Konstante gab, die den Social Beat mit vorangegangenen Gegenkulturen verband, so war es der 1946 in Chemnitz als Paul Gerhard H\u00fcbsch geborene, 2011 in Frankfurt am Main verstorbene Hadayatullah H\u00fcbsch. Mit der Versammlung alter und neuer Undergroundliteraten unter dem Etikett 60\/90(ein Verweis auf die beiden Jahrzehnte, zwischen denen eine Br\u00fccke geschlagen werden sollte \u2013und eine vage Reminiszenz an die Gruppe 47) hatte H\u00fcbsch das Startzeichen f\u00fcr eine erste lose Formierung gegeben. Einige der J\u00fcngeren w\u00e4hlten sich kurz darauf die Eigenbezeichnung Social Beat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei H\u00fcbsch, wie auch bei einem weiteren im Social Beat in Erscheinung tretenden Repr\u00e4sentanten einer fr\u00fcheren Gegenkultur, Theo K\u00f6ppen(Jg. 1953), war die N\u00e4he der Literatur zur Musik angelegt, welche sich in verwandelter Form bis in die typographische \u00c4sthetik Social Beat-naher Publikationen niederschlagen sollte. In H\u00fcbschs Dichtung ist die popul\u00e4re Musik als treibende Kraft in Sprache und Rhythmus un\u00fcberh\u00f6rbar, sein Vortragsstil hatte die aufreibende Selbstent\u00e4u\u00dferung von (Sprech-)Gesang; der Maler und Dichter K\u00f6ppen war mehrere Jahre lang Texter und S\u00e4nger der Swinging Mescaleros und \u00fcberdies regelm\u00e4\u00dfig auf der Head Farm des Musikkritikers und Dichters Helmut Salzinger (der, wie auch H\u00fcbsch, nach einem Deb\u00fct in b\u00fcrgerlicher Presse und Verlagswesen diesen Foren den R\u00fccken zugewandt hatte und auf einem eigenen Kopierger\u00e4t die Zeitschrift FALK herausgab) zu Gast. Der Social Beat, initiiert von Leuten, die mit den Do-It-Yourself-Idealen des Punk gro\u00dfgeworden waren, \u00fcbernahm diese Unvoreingenommenheit und entwickelte sie unter den Vorzeichen der 1990er Jahre weiter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Social Beat war eine erkl\u00e4rterma\u00dfen non-bis anti-akademische Bewegung, die keine Ber\u00fchrung mit den Germanistik-Seminaren ihrer Epoche hatte oder suchte. Die perpetuierten literarischen Idole waren neben J\u00f6rg Fauser, dessen tragischer Unfalltod (1987) in die Fr\u00fchphase des Social Beat fiel, vor allem franz\u00f6sische und russische po\u00e8tes maudits wie Louis-Ferdinand C\u00e9line, Jean Genet und Edward Limonov sowie der aus Andernach am Rhein geb\u00fcrtige US-Amerikaner Charles Bukowski oder \u2013 der ehemalige S\u00e4nger der US-Punkband Black Flag, Henry Rollins. Diese Pr\u00e4ferenz f\u00fcr die US-Subkultur lenkte die Aufmerksamkeit auch fr\u00fchzeitig auf ein Ph\u00e4nomen, das in den 1990ern aus den USA her\u00fcberzusickern begann: unter dem Namen Spoken Word oder Poetry Slam veranstaltete \u00f6ffentliche und \u00fcberaus publikumswirksame Lesungen von Gedichten oder Kurzprosa. Es war der Social Beat, der dieser Welle, die ihrerseits \u00fcber Anne Waldmans Lesereihen in der New Yorker St. Mark\u2019s Church in die Jazzkeller der Beats und wahrscheinlich auch noch weiter zur\u00fcckreichte, im deutschen Sprachraum T\u00fcr und Tor \u00f6ffnete \u2013 auch wenn es dann der nachfolgenden Pop-Fraktion zufiel, sie bis zur literarischen Neige auszusch\u00f6pfen. Was jedoch den Social Beat von seinen unmittelbaren Vorg\u00e4ngern, der Gegenkultur der 1960er Jahre und dem Punk der 1970\/80er, der sich immerhin noch als Blank Generation begriffen hatte, unterschied, war seine unverh\u00fcllt narzisstische Grundhaltung, f\u00fcr die unter anderem bezeichnend war, dass das Gr\u00fcndungsmoment des Social Beat kein nach au\u00dfen hin wirksames Manifest oder Programm war, sondern in erster Linie die Absicht, den vielen vorhandenen regionalen Gruppen einen den etablierten Medien leicht zu vermittelnden und eing\u00e4ngigen Sammelnamen zu verpassen (zu dem h\u00e4ufiger wiederkehrenden Motto T\u00f6te den Affen vgl. Peter Gabriel, Shock The Monkey). Unter Bezugnahme auf eine immerhin vorhandene, aber nie n\u00e4her definierte und letztlich apolitische \u201asoziale\u2018 Grundeinstellung und den Takt-oder Herzschlag (mehr als die Niedergeschlagenheit oder Gl\u00fcckseligkeit der klassischen Beats) f\u00fchrte dies zu der politisch und weltanschaulich unklaren, aber sehr medienkompatiblen Selbstbezeichnung: Social Beat. Das sp\u00e4ter kreierte Etikett ALO(Au\u00dferliterarische Opposition)blieb eine Anspielung der meistenteils in den1970er Jahren Aufgewachsenen auf die gesellschaftlich folgenreichere Au\u00dferparlamentarische Opposition (APO).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ging es den einzelnen Teilnehmern zun\u00e4chst um das jugendliche Ideal des gemeinsamen Reisens und Feierns, so zielte die einzig auszumachende, aber einigende Bestrebung doch nicht weiter, als auf dem Umweg \u00fcber eigene Zeitschriften, Verlage und Versandhandel den etablierten \u201aBetrieb\u2018 zu unterlaufen und letztendlich auszuhebeln. Wurden die M\u00e4ngel der Mehrheitsgesellschaft einerseits, wie seit den Zeiten der Flower Power \u00fcblich, festgestellt bzw. mehr oder weniger zornig oder angewidert beklagt, so fehlte dem Social Beat andererseits, wie zuvor auch schon dem Punk, sowohl das Potenzial zu schw\u00e4rmerischer Verkl\u00e4rung, zu Vision und \u00dcberschwang, wie auch jegliche revolution\u00e4re Ambition: der bierbedingte, also legale Rausch reichte nicht weiter als bis zum n\u00e4chsten Morgen, zur n\u00e4chsten Autobahnabfahrt, zum n\u00e4chsten Termin beim Arbeitsamt (wie die Bundesagentur f\u00fcr Arbeit damals schlicht hie\u00df). Eine Vision von etwas Anderem oder Besserem konnte in diesen engen Horizonten ebenso wenig gedeihen wie in der Mehrheitsgesellschaft der wiedervereinigten 1990er. Es galt, die Bastion des b\u00fcrgerlichen Literaturwesens quasi im Sturm zu erobern \u2013oder, und darauf beschr\u00e4nkte sich das romantische Moment der bekennenden underdogs, wirkungslos zu vergl\u00fchen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es war die Zeit des analogen cut &amp; paste, das in die Kopierl\u00e4den getragen und dort f\u00fcr postalischen Versand oder Verkauf \u00fcber den Ladentisch vervielf\u00e4ltigt wurde. Aus den neuen Bundesl\u00e4ndern kam eine sehr lebendige Kultur der Mail Art und der auf Handpressen vervielf\u00e4ltigen Drucke hinzu (in Abwesenheit von Kopierl\u00e4den und weil Auflagen unter 100 Ex. keiner staatlichen Zensur unterlegen hatten). Dieser gebrauchsfreundlichen Technik verdankten nicht nur die zahllosen, zumeist kleinen Zeitschriften des Social Beat ihre Existenz, die nicht zuf\u00e4llig in Anlehnung an Musikmagazine auch zines hei\u00dfen konnten (fanzine, litzine, egozine), sondern auch das zentrale \u201aOrgan\u2018 der Szene, die Wanze. Rundbrief und Fl\u00fcstert\u00fcte des inneren Zirkels zugleich, verbreitete die Wanze Presseausschnitte, Grafiken, Ank\u00fcndigungen und Besprechungen von Neuerscheinungen und Einsendungsaufrufe sowie den Adressverteiler, der Austausch und Zusammenhalt erleichterte. In Verbindung mit den zahlreichen Leseveranstaltungen landauf, landab erreichte der k\u00f6rperlose und dezentrale Social Beat auf diese Weise zeitweilig einen beachtlichen Grad analoger \u2013 Vernetzung. Waren viele Autoren zugleich Herausgeber einer Zeitschrift und\/oder Veranstalter von Lesungen, Lesereihen oder Literaturfestivals, so war doch der Wechsel in das handwerklich wie \u00f6konomisch anspruchsvollere Fach des Buchverlegers die Ausnahme, die nur wenige auf Dauer bewerkstelligten: der gelernte Drucker und sp\u00e4tere Buchh\u00e4ndler Oliver Bopp (Inhaber des Ariel Verlags, der den Isabel Rox Verlag nach dessen beiden grundlegenden Anthologien \u00fcbernahm) und die Br\u00fcder Michael und Joachim Sch\u00f6nauer, in deren Verlag Killroy Media die drei\u2013ma\u00dfgeblichen und schon vom Titel her richtungsweisenden\u2013Social Beat Slam! Poetry-Anthologien erschienen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Anthologien kam auch im Social Beat eine besondere Rolle zu: da die Verlage \u00fcber keinen tragf\u00e4higen Werbeetat oder eine professionelle Vertriebsstruktur verf\u00fcgen konnten, sicherte eine gro\u00dfe Anzahl an ver\u00f6ffentlichten Autoren eine weitere Verbreitung und verringerte das wirtschaftliche Risiko. B\u00fccher waren zudem eher in herk\u00f6mmlichen Buchhandlungen unterzubringen als fotokopierte Zeitschriften oder Hefte. \u00dcberdies erlaubte diese Form, ein breites Spektrum von Dichtung, Kurzprosa und Grafik zu pr\u00e4sentieren, ohne dass der Verlag einen einzelnen Autor h\u00e4tte ausw\u00e4hlen, bevorzugen und hervorheben m\u00fcssen \u2013 ein riskanter Schritt in einer Gruppe, deren sich formierendes Selbstverst\u00e4ndnis im<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wesentlichen von der angenommenen Zusammengeh\u00f6rigkeit weitgehend Gleicher getragen wurde. Zu bemerken bleibt, dass aus den Reihen des Social Beat kein bedeutender Roman, kein eigenes Kultbuch hervorging.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So waren es Anthologien, die die Beteiligten des Social Beat erstmalig dauerhafter versammelten, sie \u00fcber die unmittelbare Szene hinaus sichtbar machten und die als erste von der kommerziellen Leitkultur aufgegriffen wurden. Neben den bei Isabel Rox bzw. Killroy erschienenen Anthologien war dies als erste Kaltland Beat. Neuedeutsche Szene (1999), deren Autorenverzeichnis innerhalb der Szene als r\u00e4umlich-zeitliches Who Is Who des Social Beat Anerkennung fand. Herausgeber Boris Kerenski startete um die gleiche Zeit die programmatisch betitelte, weil zunehmende Richtungslosigkeit verratende Mail Art-Aktion \u201eWas ist Social Beat? (1998). Hatte sich mit Social Beat D(1995) der anstehende Wechsel in etablierte Verlage noch angek\u00fcndigt, vollzog ihn schon ein Jahr darauf Poetry! Slam! Texte der Pop-Fraktion(1996) und markierte zugleich auch das Ende des urspr\u00fcnglichen, in seinen Ausdrucksformen weniger marktg\u00e4ngigen Social Beat. Den endg\u00fcltigen Schlusspunkt setzte Von Acid nach Adlon und zur\u00fcck. Eine Reisedurch die deutschsprachige Popliteratur (2001), indem der Zirkelschluss von einem US-amerikanisch gepr\u00e4gten Underground \u2013 siehe Brinkmann und Rygullas Transfert\u00e4tigkeit als Anthologisten von Acid \u2013 Neue amerikanische Szene(1969) \u2013 bis zur dato j\u00fcngsten Welle \u2013 Spoken Word, Slam Poetry und Popliteratur \u2013 explizit vollzogen und bibliographisch wie auch durch die beiliegende Klangmuster-CD belegt wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein ungew\u00f6hnlicherweise ausdr\u00fccklich nicht auf \u00d6ffentlichkeitswirkung angelegtes Klausurtreffen der Szene zu Gespr\u00e4chen in Boxbrunn im Odenwald sollte im Fr\u00fchjahr 1996 der Positionsbestimmung und Neuorientierung dienen, konnte jedoch der n\u00f6tigen allgemeinen Wiederbelebung keine Impulse geben und blieb ohne sichtbares Ergebnis oder weitere Nachwirkungen. \u2013 Die Dokumentation setzte unterdessen sofort ein, wie sich an diversen Diplomarbeiten nicht nur aus Social Beat-nahen Reihen ablesen l\u00e4sst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend die h\u00f6here Literatur von der Pop-Fraktion vertreten wurde, liegt die nachhaltige Bedeutung des Social Beat in seiner Betonung der unmittelbaren, m\u00fcndlichen Literaturpraxis. Lesungen \u2013 teils improvisiert, oft mit Musik \u2013 waren Versuchslabors f\u00fcr lebendigen Sprachwandel und f\u00fcr eine Sprache, die in direktem Zusammenspiel mit dem Publikum wandelbar bleibt, und wurden allm\u00e4hlich professionelle B\u00fchnenvorstellungen im Kleinformat, aber von hoher Kunstfertigkeit. Dass diese Str\u00f6mung kein kompaktes Werk wie einen Roman hervorbrachte, erscheint unter diesem Gesichtspunkt nur als folgerichtig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_65501\" style=\"width: 219px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Biby_Wintjes.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-65501\" class=\"wp-image-65501 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Biby_Wintjes-209x300.jpg\" alt=\"\" width=\"209\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Biby_Wintjes-209x300.jpg 209w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Biby_Wintjes-260x374.jpg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Biby_Wintjes-160x230.jpg 160w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Biby_Wintjes.jpg 383w\" sizes=\"auto, (max-width: 209px) 100vw, 209px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-65501\" class=\"wp-caption-text\">Josef &#8222;Biby&#8220; Wintjes, Photo: Bruno Runzheimer<\/p><\/div>\n<p><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192 <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu den Gr\u00fcndungsmythen der alten BRD geh\u00f6rt die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/04\/01\/nonkonformistische-literatur\/\">Nonkonformistische Literatur<\/a>, lesen Sie dazu auch ein Portr\u00e4t von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2000\/04\/04\/vauo\/\">V.O. Stomps<\/a>, dem Klassiker des Andersseins. Kaum jemand hat die L\u00fcckenhaftigkeit des <em>Underground<\/em> so konzequent <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/09\/24\/underground\/\">erz\u00e4hlt<\/a> wie N\u00ed Gudix und ihre <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/08\/23\/kritik-an-der-literarischen-alternative\/\">Kritik an der literarischen Alternative<\/a> ist berechtigt. Ein Portr\u00e4t von N\u00ed Gudix findet sich <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/08\/16\/da-lernst-du-die-menschen-kennen\/\">hier<\/a> (und als Leseprobe ihren <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2006\/12\/30\/hausaffentango\/\">Hausaffentango<\/a>). Lesen Sie auch die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/09\/24\/erinnerungen\/\">Erinnerungen an den Bottroper Literaturrocker<\/a> von Werner Streletz und den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/09\/28\/rip-bruno\/\">Nachruf<\/a> von Bruno Runzheimer. Zum 100. Geburtstag von Charles Bukowski, eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/08\/16\/ledertasche-geborgt\/\">Doppelbesprechung<\/a> von Hartmuth Malornys Ruhrgebietsroman <em>Die schwarze Ledertasche<\/em>. 1989 erscheint Helge Schneiders allererste Schallplatte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26990\"><em>Seine gr\u00f6\u00dften Erfolge<\/em><\/a>, produziert von Helge Schneider und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/07\/20\/klangkloetzchen\/\">Tom T\u00e4ger<\/a> im Tonstudio\/Ruhr. Lesen Sie auch das <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26709\">Portr\u00e4t <\/a>der einzigartigen Proletendiva aus dem Ruhrgebeat auf KUNO. In einem Kollegengespr\u00e4ch mit Barbara Ester dekonstruiert A.J. Weigoni die <em><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/10\/09\/ruhrgebietsromantik\/\">Ruhrgebietsromantik<\/a><\/em>. Mit<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=6071\"> Kersten Flenter<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/06\/23\/killroy-review\/\">Michael Sch\u00f6nauer<\/a> geh\u00f6rte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/08\/24\/polyphone-ich-erzaehlungen\/\">Tom de Toys<\/a> zum\u00a0Dreigestirn des deutschen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/01\/05\/bewegung\/\">Poetry Slam<\/a>. Einen Nachruf von Theo Breuer auf den Urvater des Social-Beat finden Sie <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/03\/07\/hubsch-revisited\/\">hier<\/a> \u2013 Sowie selbstverst\u00e4ndlich his <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/06\/25\/wie-was-social-beat-ist-und-warum-und-warum-nicht\/\">Masters voice<\/a>. Und Dr. Stahls kaltgenaue <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2002\/06\/26\/social-beat-vs-digitales-dasein\/\">Analyse<\/a>. \u2013 Constanze Schmidt beschreibt den Weg von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26080\">Proust zu Pulp<\/a>. Ebenso eindr\u00fccklich empfohlen sei Heiner Links <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=42272\">Vorwort<\/a> zum Band Trash-Piloten. Inzwischen hat sich Trash andere Kunstformen erobert, dazu die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/11\/01\/trash-eine-einfuehrung\/\">Aufmerksamkeit<\/a> einer geneigten Kulturkritik. In der Reihe <em>Gossenhefte<\/em> zeigt sich, was passiert, wenn sich literarischer Bodensatz und die Reflexionsm\u00f6glichkeiten von popul\u00e4rkulturellen Tugenden nahe genug kommen, der Essay <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=35655\"><em>Perlen des Trash<\/em><\/a> stellt diese Reihe ausf\u00fchrlich vor. Die KUNO-Redaktion bat A.J. Weigoni um einen Text mit Bezug auf die Mainzer Minpressenmesse (MMPM) und er kramte eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1993\/05\/31\/treff-der-titanen\/\">Realsatire<\/a> aus dem Jahr 1993 heraus, die er f\u00fcr den Mainzer Verleger Jens Neumann geschrieben hat. J\u00fcrgen Kipp \u00fcber die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/06\/01\/geschichte-und-aufgaben-des-mainzer-minipressen-archives-mmpa\/\">Aufgaben des Mainzer Minipressen-Archives<\/a>. Ein w\u00fcrdiger Abschlu\u00df gelingt Boris Kerenski mit <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/03\/30\/wer-war-ist-noch-social-beat\/\">Stimmen aus dem popliterarischen Untergrund<\/a><strong>.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>KUNO dankt Axel Klingenberg f\u00fcr die Mitarbeit an diesem Beitrag.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Seit dem Beginn des 21. 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