{"id":75990,"date":"2019-03-21T00:01:52","date_gmt":"2019-03-20T23:01:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=75990"},"modified":"2026-02-09T10:56:54","modified_gmt":"2026-02-09T09:56:54","slug":"10-jahre-twitteratur","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2019\/03\/21\/10-jahre-twitteratur\/","title":{"rendered":"10 Jahre Twitteratur"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Twitter<\/em> wurde am 21. M\u00e4rz 2006 unter dem Namen <em>twttr<\/em> gegr\u00fcndet und gewann weltweit rasch an Popularit\u00e4t: Der erste <i>Tweet<\/i> wurde am 21. M\u00e4rz 2006 durch den Twitter-Mitgr\u00fcnder Jack Dorsey mit diesem Satz verschickt:<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>just setting up my twttr<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Drei Jahre sp\u00e4ter erscheint die Textsammlung: <em>Twitterature. The World\u2019s Greatest Books Retold Through Twitter<\/em> von Alexander Aciman und Emmet Rensin, das 2009 erschienen ist. Die Sammlung enth\u00e4lt Palimpseste einiger Werke der Weltliteratur in netzaffiner Jugendsprache. Die <em>Kulturnotizen<\/em> verstehen sich als Ort der Gesellschaft, an dem sich in Gesellschaft \u00fcber Gesellschaft \u00e4sthetisch reflektieren l\u00e4\u00dft, daher hat die Redaktion diese neue Literaturgattung von Anfang an begleitet, was auch die Vordenker <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2009\/12\/10\/ohne-herkunft-keine-zukunft\/\">einschlie\u00dft<\/a>. Was die Poeten A.J. Weigoni, Joanna Lisiak und Holger Benkel als Vorl\u00e4ufer der neuen Literaturrichtung &#8222;Twitteratur&#8220; eint, ist die Pr\u00e4gung durch einen nonkonformistischen Eigensinn. <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2009\/03\/21\/twitteratur\/\"><em>Twitteratur<\/em><\/a> ist im Flu\u00df, hier die Hochkultur, dort die Allesverf\u00fcgbarkeit und auch Allesproduzierbarkeit durch das Internet &#8211; dies ist kein Gegensatz, sondern der Beweis f\u00fcr das Langlebige und \u00dcberzeitliche der Poesie.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Was du ererbt von deinen V\u00e4tern hast,<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #999999;\"><em>Erwirb es, um es zu besitzen.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Johann Wolfgang Goethe, ab 1782 von Goethe<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Johann Wolfgang Goethe hat erkl\u00e4rt (und Generationen von Germanisten sind ihm willf\u00e4hrig darin gefolgt), dass es \u201enur drei echte Naturformen der Poesie\u201c gebe, n\u00e4mlich \u201eEpos, Lyrik und Drama\u201c (WA I\/7, S. 118). KUNO z\u00e4hlt den Aphorismus und seinen digitalen Nachfolger unbedingt dazu. Daher empfiehl die Redaktion eine Neuerscheinung, die dem Rechnung tr\u00e4gt. Laptops, Tablets und Smartphones haben Alltagskommunikation entscheidend ver\u00e4ndert und neue Inhalte und Formen literarischen Erz\u00e4hlens hervorgebracht, etwa Twitteratur, E-Mail-Romane und enhanced E-Books. Diese Entwicklungen beeinflussten den Literaturmarkt sowie Schreib- und Lesegewohnheiten stark. Das Buch &#8222;Internet \u2013 Literatur \u2013 Twitteratur&#8220; &#8211; Erz\u00e4hlen und Lesen im Medienzeitalter zeigt, wie sich literarisches Erz\u00e4hlen durch neuste Medien ver\u00e4ndert hat und wie sich diese produktiv im Deutschunterricht einsetzen lassen. Die Beitr\u00e4ge im ersten Teil erl\u00e4utern, wie im \u201aalten\u2018 Medium Buch und im digitalen Raum von medialen Umbr\u00fcchen erz\u00e4hlt wird. Im zweiten Teil stehen mit Blick auf neuste Medien Aspekte der Deutschdidaktik im Fokus. Der dritte Teil ist einer spezifisch neuen Form des Erz\u00e4hlens gewidmet: Gestaltungsm\u00f6glichkeiten von Twitteratur.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">&#8222;Wer hats erfunden?\u201c Michel de Montaigne!<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_98980\" style=\"width: 285px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-98980\" class=\"wp-image-98980 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Michel_de_Montaigne_1-275x300.jpg\" alt=\"\" width=\"275\" height=\"300\" \/><p id=\"caption-attachment-98980\" class=\"wp-caption-text\">Michel Eyquem de Montaigne war Jurist, Skeptiker und Philosoph, Humanist und Begr\u00fcnder der Essayistik.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem Ende seiner Zeit als B\u00fcrgermeister im Sp\u00e4tsommer 1585 und der vor\u00fcbergehenden Flucht vor der Pestepidemie setzte er sich in seine Bibliothek im Schlossturm, um neue Lekt\u00fcren, Erfahrungen und Erkenntnisse in den <i>Essais<\/i> zu verarbeiten. Er zeichnet hier als analoger <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/12\/01\/michel-de-montaigne-ein-blogger-aus-dem-16-jahrhundert\/\">Blogger aus dem 16. Jahrhundert<\/a>. Montaignes Aphorismen sind von spielerischer Offenheit, so reichhaltig und flexibel, dass sie von nahezu jeder philosophischen Schule adaptiert werden k\u00f6nnten. Andererseits widersetzen sie sich noch auch heute konsequent jeder konsistenten Interpretation, und damit haben sie mit der neuen Literaturgattung <em>Twitteratur<\/em> viel gemein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heinrich von Kleist stand als \u201eAu\u00dfenseiter im literarischen Leben seiner Zeit [\u2026] jenseits der etablierten Lager\u201c und der Literaturepochen der Weimarer Klassik und der Romantik. Den Titel seinen Essays kann man als analogen Tweet lesen: \u00dcber die allm\u00e4hliche <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=13085\">Verfertigung der Gedanken beim Reden<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Friedrich H\u00f6lderlins Leben ist die Geschichte eines Einzelg\u00e4ngers, der keinen Halt im Leben fand, obwohl er hingebungsvoll liebte und geliebt wurde. Als Dichter, \u00dcbersetzer, Philosoph, Hauslehrer und Revolution\u00e4r lebte er in zerrei\u00dfenden Spannungen, unter denen er schlie\u00dflich zusammenbrach. Erst das 20. Jahrhundert entdeckte seine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2009\/03\/20\/hyperion\/\">tats\u00e4chliche Bedeutung<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heinrich Heine gilt als als \u00dcberwinder der Romantik. Er machte die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2009\/03\/12\/babylonische-sorgen\/\">Alltagssprache<\/a> lyrikf\u00e4hig, erhob das Feuilleton und den Reisebericht zur Kunstform und verlieh der deutschen Literatur eine zuvor nicht gekannte, elegante Leichtigkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Friedrich Nietzsche ist ein Meister des Cynismus. Oft leisten seine Texte viel mehr: Aufschreckende Br\u00fcche und Diskontinuit\u00e4ten im Sprachlichen, unruhige und gewagte Kombinationen und Schnitte, alchemistische Verbindungen von Kontexten, die man so nicht erwartet h\u00e4tte. Neben dem Zeremonienmeister Lichtenberg (und, so wagen wir zu behaupten, Martin Walsers alter ego Me\u00dfmer) ist Nietzsche sicher ein interessanter Vorl\u00e4ufer der Form des \u2013 bei ihm noch <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2009\/03\/11\/kunst-der-auslegung\/\">wortmechanischen \u2013 Tweet<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser Text pr\u00e4sentiert sozusagen eine Urform der <em>Twitteratur. <\/em>Franz Kafkas <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/07\/03\/wunsch-indianer-zu-werden-2\/\">kleine Skizze<\/a> besteht aus einem einzigen Satz in der M\u00f6glichkeitsform. Er wird vielfach verl\u00e4ngert durch Nebens\u00e4tze und wirkt gleichsam atemlos. Sprachlich wird eine Dynamik ohne Bodenhaftung dargestellt. Die Formulierungen wie \u201eschief in der Luft\u201c und \u201ekurz erzitterte \u00fcber zitternden Boden\u201c erwecken fast mehr den Eindruck eines Fluges als eines Ritts.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">KUNO erinnert an die philosophisch-literarischen Schriften des Walter Benjamin. Besonders beeindruckt hat die Redaktion nach der Re:Lekt\u00fcre die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/11\/06\/normaluhr\/\"><i>Einbahnstra\u00dfe<\/i><\/a>, eine Sammlung kurzer Texte, die nur rund 80 Druckseiten umfa\u00dft und wegen ihrer vielen aphoristischen Formulierungen bekannt ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die von Theodor W. Adorno in <em>Minima Moralia<\/em> gew\u00e4hlten Formen des Kurzessays, der Miniatur, des Langaphorismus und Denkbildes haben ihre Vorl\u00e4ufer im romantischen Fragment, aber auch in Nietzsches Aphorismensammlung <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2009\/04\/01\/gott-ist-tot-nietzsche-bleibt-unsterblich\/\"><em>Menschliches, Allzumenschliches<\/em><\/a> und Walter Benjamins <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/12\/02\/nachtragsliste-zur-einbahnstrasse\/\"><em>Einbahnstra\u00dfe<\/em><\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1991\/01\/18\/literaturclips-2\/\"><em>LiteraturClips<\/em><\/a> von A.J. Weigoni begreift KUNO als eine Vorform der <em>Twitteratur<\/em>. Er legte in 1991 mit dem Musiker Frank Michaelis und in Zusammenarbeit mit der Schauspielerin <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=14028\">Mari<\/a><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=14028\">on Haberstroh<\/a> und dem Schauspieler <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=18815\">Kai M\u00f6nnich<\/a>, die zum Schlagwort gewordenen <em>Literaturclips<\/em> beim Dortmunder Independent-Label <em>Constrictor<\/em> auf dem neuen Medium der <em><span lang=\"en\">Compact Disc<\/span><\/em> (kurz CD, englisch f\u00fcr <i>kompakte Scheibe<\/i>) vorlegte. Eine grundlegende Ambivalenz und Reserve der Fach\u00f6ffentlichkeit war kein Zufall.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span class=\"css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0\">Peter Meilchen beschreibt in der Reihe <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2009\/03\/27\/leben-in-moglichkeitsfloskeln-ix\/\">Leben in M\u00f6glichkeitsfloskeln<\/a> die Augenblicke, da das Wahrnehmen in das Verlangen umschl\u00e4gt, das Wahrgenommene schreibend zu fixieren.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Holger Benkels <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=10304\"><em>Gedanken, die um Ecken biegen<\/em><\/a> gehen weiter als der geschriebene Text; sie sind kein Ende, sondern ein Anfang. Sie versuchen, diesen kleinen Rest an Sprache etwas aufzuhellen, und wagen es seine R\u00e4nder verstehbar zu machen. Benkels Aphorismen folgen keinem linearen und systemischen Denken, sie entfalten sich vielmehr assoziativ und labyrinthisch.<\/p>\n<div id=\"attachment_98578\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-98578\" class=\"wp-image-98578 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Wortspielhalle_Cover-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" \/><p id=\"caption-attachment-98578\" class=\"wp-caption-text\">Das &#8222;Fr\u00fchlingel&#8220; auf dem Cover stammt von Peter Meilchen<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">In 2014 wurde das transmediale Projekt &#8222;Wortspielhalle&#8220; mit dem lime_lab ausgezeichnet. Es ist ein tempor\u00e4res transdisziplin\u00e4res Labor (ein <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/\">Name<\/a>, der anscheinend virulent unterwegs ist;-) zur Entwicklung experimenteller, medien\u00fcberschreitender H\u00f6rspiele und versteht sich als Experimentierraum f\u00fcr Sprache, Technik und Sound \u2013 mit dem Ziel, k\u00fcnstlerische M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die auditive Kunstproduktion auszuloten. Es unterst\u00fctzt Projekte, die neue Erz\u00e4hlformen im Sog des beschleunigten Medienwandels im Dialog mit anderen k\u00fcnstlerischen Genres suchen. Eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/10\/19\/hoeherwertige-konfiguration\/\">h\u00f6herwertige Konfiguration<\/a> entdeckt Constanze Schmidt in dieser Collaboration. Holger Benkel lauscht <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/10\/29\/zikaden-und-haeher\/\">Zikaden und H\u00e4her<\/a>n nach. <span data-offset-key=\"7ldlg-0-0\">Ein weiterer Blick beleuchtet die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/10\/20\/erkenntnisinstrument\/\">Inventionen<\/a> von Peter Meilchen. <\/span>Ein Essay fasst das <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/04\/14\/bi-textualitaet\/\"><em>transmediale Projekt <\/em><\/a><em>Wortspielhalle<\/em> zusammen<em>.<\/em> Vertiefend zur Lekt\u00fcre empfohlen sei auch\u00a0das Kollegengespr\u00e4ch\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=19055\">:2= Verweisungszeichen zur Twitteratur<\/a>\u00a0von Reyer und Weigoni zum Projekt\u00a0<em>Wortspielhalle<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Gedankenstriche<\/em> lautete der Titel einer Abfolge von Prosaminiaturen, die KUNO in 2016 regelm\u00e4\u00dfig pr\u00e4sentiert. G\u00e4be es eine Geographie lyrischer Formen, dann l\u00e4ge sie wahrscheinlich zwischen Haiku, Tanka und Monostichon, neudeutsch Twitteratur. Aufgrund seiner extremen K\u00fcrze werden diese Gattungen vor allem f\u00fcr Formen verwendet, die aus Verknappung und Verdichtung ihren \u00e4sthetischen Reiz ziehen, also literarische Kleinstformen wie Gnome, Epigramm, Sinnspruch, Sprichwort, Sentenz und \u00c4hnliches. Joanna Lisiaks <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/10\/01\/gedankenstrich-50\/\">Gedankenstriche<\/a> zeigen, wie das Leben so spielt, sie spiegeln einen Jahrmarkt der Eitelkeiten, eine fortgeschriebene Com\u00e9die Humaine, die durch den inszenierten Zufall wirklich Leben bekommt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von Herrn Nipp waren auf KUNO zwischen 1989 und 1994 Aper\u00e7us, Bonmots, und Sentenzen zu lesen. Eine Vorform der <em>Twitteratur<\/em>. Pr\u00e4gend f\u00fcr diesen Begriff ist die Textsammlung: <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2009\/03\/21\/twitteratur\/\"><em>Twitterature. The World\u2019s Greatest Books Retold Through Twitter<\/em><\/a> von Alexander Aciman und Emmet Rensin, die 2009 erschienen ist. Die Sammlung enth\u00e4lt Palimpseste einiger Werke der Weltliteratur in netzaffiner Jugendsprache. KUNO stellt in 2009 Kurznovellen von Herrn Nipp vor. Dieser Autor dampft die Gattung der <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/11\/24\/die-lugen-des-anderen\/\"><em>Novellette <\/em><\/a>zum Mikrotext ein. Es ist eine fasznierende <em>Twitteratur<\/em> \u00fcber beobachtete Nebenmenschen, kleine politische oder alltagssoziologische Beobachtungen. Dabei nehmen sie sich Themen an, die manchmal auch unangenehm sind und zeigen an jedem Falkenmotiv eine neue, zumindest aber eigene Perspektive auf, die verbl\u00fcfft oder nachdenklich stimmt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>\u00a0***<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Internet \u2013 Literatur \u2013 Twitteratur<\/strong> &#8211; Erz\u00e4hlen und Lesen im Medienzeitalter. Perspektiven f\u00fcr Forschung und Unterricht von Anne-Rose Meyer, Deutsche Literatur &amp; Kulturwissenschaften Reihe: Beitr\u00e4ge zur Literatur- und Mediendidaktik, Band 40<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-104628 alignleft\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/internet-literatur-twitteratur--212x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"212\" height=\"300\" \/><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend <\/strong>\u2192 Die Redaktion bat Holger Benkel um einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2006\/03\/21\/kurze-saetze\/\">Rezensionsessay<\/a> zum Aphorismus. Ein Portr\u00e4t von Holger Benkel lesen Sie <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=12769\">hier<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2192<\/strong> Die \u201e<em>Gedankenstriche<\/em>\u201c von Joanna Lisiak sind eine mischung aus tagebuch, selbstreflexionen, werkstattbuch und alltagsbeobachtungen\u201c, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/01\/07\/aus-der-werkstatt-eines-kreativen-denkens\/\">schreibt<\/a> Holger Benkel in einem Rezensionsessay. Lesen Sie auch das <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=31414\">Portr\u00e4t<\/a> der Autorin und das <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=30534\">Kollegengespr\u00e4ch<\/a> zwischen Sebastian Schmidt und Joanna Lisiak.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2192 Die \u201e<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2006\/01\/09\/aphorismus-statt-algorithmus\/\"><em>Mikrogramme<\/em><\/a>\u201c von A.J. Weigoni sind eine Serie von Miszellen \u2013 kurzen, essayistischen oder aphoristischen Texten \u2013 die zwischen 2006 und 2011 auf der Plattform KUNO ver\u00f6ffentlicht wurden.<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Twitter wurde am 21. M\u00e4rz 2006 unter dem Namen twttr gegr\u00fcndet und gewann weltweit rasch an Popularit\u00e4t: Der erste Tweet wurde am 21. M\u00e4rz 2006 durch den Twitter-Mitgr\u00fcnder Jack Dorsey mit diesem Satz verschickt: just setting up my twttr&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2019\/03\/21\/10-jahre-twitteratur\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":257,"featured_media":104628,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"image","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[628,2733,3824,2734,494,220,447,853,1084,1334,94,1934,1803,425,1083,52,448,428],"class_list":["post-75990","post","type-post","status-publish","format-image","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-a-j-weigoni","tag-alexander-aciman","tag-anne-rose-meyer","tag-emmet-rensin","tag-franz-kafka","tag-friedrich-holderlin","tag-friedrich-nietzsche","tag-heinrich-heine","tag-heinrich-von-kleist","tag-herr-nipp","tag-holger-benkel","tag-jack-dorsey","tag-joanna-lisiak","tag-johann-wolfgang-goethe","tag-michel-de-montaigne","tag-peter-meilchen","tag-theodor-w-adorno","tag-walter-benjamin","post_format-post-format-image"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/75990","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/257"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=75990"}],"version-history":[{"count":5,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/75990\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":107093,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/75990\/revisions\/107093"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/104628"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=75990"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=75990"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=75990"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}