{"id":74842,"date":"2010-11-16T00:01:50","date_gmt":"2010-11-15T23:01:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=74842"},"modified":"2021-10-25T14:31:47","modified_gmt":"2021-10-25T12:31:47","slug":"spielwaren","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2010\/11\/16\/spielwaren\/","title":{"rendered":"SPIELWAREN"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">MODELLIERBILDERBOGEN. Buden haben wie gro\u00dfe schwankende K\u00e4hne zu beiden Seiten die steinerne Mole angelaufen, auf der die Leute sich schieben. Es gibt Segler, die Masten aufragen lassen, an denen die Wimpel herunterh\u00e4ngen, Dampfer, aus deren Schornsteinen Rauch steigt, Lastk\u00e4hne, die ihre Ladung lange verstaut halten. Darunter sind Schiffe, in deren Bauch man verschwindet; nur M\u00e4nner d\u00fcrfen hinunter, aber man sieht durch Luken hindurch Frauenarme, Schleier und Pfauenfedern. Anderswo stehen Fremdlinge auf dem Verdeck und scheinen mit exzentrischer Musik das Publikum abschrecken zu wollen. Aber wie gleichg\u00fcltig wird es nicht empfangen. Man steigt z\u00f6gernd hinauf, mit breitem, wiegendem Gange wie \u00fcber Schiffstreppen, und bleibt, solange man oben ist, gew\u00e4rtig, da\u00df sich das Ganze vom Ufer abl\u00f6st. Die schweigsam und benommen dann wieder auftauchen, haben auf roten Skalen, wo gef\u00e4rbter Weingeist auf- und absteigt, die eigene Ehe werden und vergehen sehen; der gelbe Mann, der unten anfing zu werben, verlie\u00df am oberen Ende dieses Ma\u00dfstabs die blaue Frau. In Spiegel haben sie geblickt, wo ihnen w\u00e4sserig der Boden unter den F\u00fc\u00dfen fortschwamm und sind \u00fcber rollende Treppen ins Freie gestolpert. Unruhe bringt die Flotte \u00fcbers Quartier: Frauen und M\u00e4dchen da drinnen sind frech aufgelegt und alles E\u00dfbare wurde im Schlaraffenland selber verladen. Man ist so g\u00e4nzlich durch das Weltmeer abgeschnitten, da\u00df alles wie zum ersten- und zum letztenmal zugleich hier angetroffen wird. Seel\u00f6wen, Zwerge und Hunde sind wie in einer Arche aufbewahrt. Sogar die Eisenbahn ist ein f\u00fcr allemal hier eingebracht und f\u00e4hrt auf ihrem Kreislauf immer wieder durch einen Tunnel. F\u00fcr einige Tage ist das Quartier zur Hafenstadt einer S\u00fcdseeinsel geworden und die Bewohner Wilde, welche in Begier und Staunen vor dem vergehen, was Europa ihnen vor die F\u00fc\u00dfe wirft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">SCHIESSSCHEIBEN. Schie\u00dfbudenlandschaften m\u00fc\u00dften, in einem Korpus gesammelt, beschrieben werden. Da war eine Eisw\u00fcste, von der an vielen Stellen wei\u00dfe Tonpfeifenk\u00f6pfe, die Zielpunkte, strahlenf\u00f6rmig geb\u00fcndelt, sich abhoben. Hinten, vor einem unartikulierten Streifen Waldes, waren zwei F\u00f6rster aufgemalt, ganz vorn, gleichsam Versatzst\u00fccke, zwei Sirenen mit provozierenden Br\u00fcsten in \u00d6lfarbe. Anderswo str\u00e4uben sich Pfeifen im Haar von Frauen, die selten mit R\u00f6cken gemalt sind, meist in Trikots. Oder sie gehen aus einem F\u00e4cher hervor, den sie in der Hand entfalten. Bewegliche Pfeifen drehen sich langsam im hinteren Grunde der \u201eTirs aux Pigeons\u201c. Andere Buden pr\u00e4sentieren Theater, in denen der Beschauer mit der Flinte Regie f\u00fchrt. Trifft er ins Schwarze, dann f\u00e4ngt die Vorstellung an. So waren einmal sechsunddrei\u00dfig K\u00e4sten und \u00fcberm B\u00fchnenrahmen stand bei jedem, was man dahinter zu erwarten hatte: \u201eJeanne d\u2019Arc en prison\u201c, \u201eL\u2019hospitalit\u00e9\u201c, \u201eLes rues de Paris\u201c. Aus einer anderen Bude: \u201eEx\u00e9cution capitale\u201c. Vor dem verschlossenen Tore eine Guillotine, ein Richter im schwarzen Talar und ein Geistlicher, welcher das Kreuz h\u00e4lt. Trifft der Schu\u00df, geht das Tor auf, ein Holzbrett schiebt sich vor, auf dem der Delinquent zwischen zwei Schergen steht. Er legt sich automatisch unters Fallbeil und der Kopf wird ihm abgehauen. Dieselbe: \u201eLes d\u00e9lices du mariage\u201c. Ein k\u00fcmmerliches Interieur er\u00f6ffnet sich. Den Vater sieht man mitten in der Stube, er h\u00e4lt ein Kind auf den Knien, mit seiner freien Hand schaukelt er die Wiege, in welcher noch eines liegt. \u201eL\u2019enfer\u201c \u2013 wenn ihre Pforten auseinandergehen, erblickt man einen Teufel, welcher eine arme Seele qu\u00e4lt. Daneben dr\u00e4ngt ein anderer einen Pfaffen auf den Kessel zu, in welchem die Verdammten schmoren m\u00fcssen. \u201eLe bagne\u201c \u2013 ein Tor, davor ein Gef\u00e4ngnisw\u00e4rter. Wenn man getroffen hat, zieht er an einer Glocke. Es klingelt, das Tor geht auf. Man sieht zwei Str\u00e4flinge an einem gro\u00dfen Rade hantieren; sie scheinen es drehen zu m\u00fcssen. Wieder eine andere Konstellation: ein Geiger mit seinem Tanzb\u00e4r. Man schie\u00dft hinein und der Fiedelbogen bewegt sich. Der B\u00e4r schl\u00e4gt mit einer Tatze die Pauke und hebt ein Bein. Man mu\u00df an das M\u00e4rchen vom tapferen Schneiderlein denken, k\u00f6nnte auch Dornr\u00f6schen mit einem Schusse wieder erweckt, Schneewittchen durch einen Schu\u00df von dem Apfel befreit, Rotk\u00e4ppchen in einem Schu\u00df sich aufgel\u00f6st denken. Der Schu\u00df schl\u00e4gt m\u00e4rchenhaft, mit jener heilsamen Gewalt ins Dasein der Puppen ein, die den Unget\u00fcmen das Haupt vom Rumpfe haut und als Prinzessinnen sie entlarvt. So wie bei jenem gro\u00dfen aufschriftlosen Tor: wenn man gut gezielt hat, \u00f6ffnet es sich und vor roten Pl\u00fcschvorh\u00e4ngen steht ein Mohr, der sich leicht zu verneigen scheint. Er tr\u00e4gt vor sich her eine goldene Sch\u00fcssel. Darauf liegen drei Fr\u00fcchte. Es \u00f6ffnet die erste sich, und eine winzige Person steht drin und verbeugt sich. In der zweiten drehen sich tanzend zwei ebenso winzige Puppen. (Die dritte tat sich nicht auf.) Darunter, vor dem Tisch, auf dem die sonstige Szenerie sich aufbaut, ein kleiner Reiter aus Holz mit der \u00dcberschrift: \u201eRoute min\u00e9e\u201c. Trifft man ins Schwarze, so knallt es, und der Reiter mit seinem Pferd \u00fcberschl\u00e4gt sich, bleibt aber, wohlverstanden, auf ihm sitzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">STEREOSKOP. Riga. Der t\u00e4gliche Markt, die gedr\u00e4ngte Stadt aus niedrigen Holzbuden zieht auf der Mole, einem breiten, schmutzigen Steinwall ohne Speichergeb\u00e4ude sich am Wasser der D\u00fcna entlang. Kleine Dampfer, die oft kaum mit dem Schornstein \u00fcber die Kaimauer reichen, haben die schw\u00e4rzliche Zwergenstadt angelaufen. (Die gr\u00f6\u00dferen Schiffe liegen d\u00fcnaabw\u00e4rts.) Schmutzige Bretter sind der tonige Grund, auf dem, in der kalten Luft leuchtend, einige wenige Farben zergehen. An manchen Ecken stehen hier das ganze Jahr neben Fisch-, Fleisch-, Stiefel- und Kleiderbaracken Kleinb\u00fcrgerweiber mit den bunten Papierruten, die nach Westen nur um die Weihnachtszeit vordringen. Von der geliebtesten Stimme gescholten werden \u2013 so sind diese Ruten. F\u00fcr wenige Santimes vielfarbige Strafb\u00fcschel. Am Ende der Mole liegt in h\u00f6lzernen Schranken nur drei\u00dfig Schritt vom Wasser entfernt mit seinen rotwei\u00dfen Bergen der \u00c4pfelmarkt. Die feilgebotenen \u00c4pfel stecken im Stroh und die verkauften ohne Stroh in den K\u00f6rben der Hausfrauen. Eine dunkelrote Kirche erhebt sich dahinter, die in der frischen Novemberluft gegen die Backen der \u00c4pfel nicht aufkommt. \u2013 Mehrere L\u00e4den f\u00fcr Schifferbedarf in kleinen H\u00e4uschen unweit der Mole. Taue sind aufgemalt. \u00dcberall sieht man die Ware abgemalt auf Schildern oder auf die Hauswand gepinselt. Ein Gesch\u00e4ft in der Stadt hat auf der unverputzten Ziegelwand Koffer und Riemen \u00fcberlebensgro\u00df. Ein niedriges Eckhaus mit einem Laden f\u00fcr Korsetts und Damenh\u00fcte ist mit geputzten Damengesichtern und strengen Miedern auf ockergelbem Grunde bemalt. Im Winkel davor steht eine Laterne, die auf den Glasscheiben \u00c4hnliches darstellt. Das Ganze ist wie die Fassade eines Phantasiebordells. Ein anderes Haus, ebenfalls unweit des Hafens, hat Zuckers\u00e4cke und Kohlen grau und schwarz plastisch auf grauer Hauswand. Schuhe irgendwo anders regnen aus F\u00fcllh\u00f6rnern nieder. Eisenwaren sind bis ins einzelne, H\u00e4mmer, Zahnr\u00e4der, Zangen und kleinste Schr\u00e4ubchen auf ein Schild gemalt, das wie eine Vorlage aus veralteten Kindermalb\u00fcchern aussieht. Mit solchen Bildern ist die Stadt durchsetzt: gestellt wie aus Schubladen. Dazwischen aber ragen viel hohe festungsartige, todtraurige Geb\u00e4ude heraus, die alle Schrecken des Zarismus wachrufen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">UNVERK\u00c4UFLICH. Mechanisches Kabinett auf dem Jahrmarkt zu Lucca. In einem langgestreckten symmetrisch geteilten Zelt ist die Ausstellung untergebracht. Einige Stufen f\u00fchren herauf. Das Aush\u00e4ngeschild vertritt ein Tisch mit einigen unbeweglichen Puppen. Durch die rechte \u00d6ffnung betritt man das Zelt, durch die linke verl\u00e4\u00dft man es wieder. Im hellen Innenraume ziehen zwei Tische sich in die Tiefe. Sie sto\u00dfen an der inneren L\u00e4ngskante zusammen, soda\u00df nur ein schmaler Raum f\u00fcr den Umgang bleibt. Beide Tische sind niedrig und glasgedeckt. Auf ihnen stehen die Puppen (zwanzig bis f\u00fcnfundzwanzig Zentimeter hoch im Durchschnitt), w\u00e4hrend in ihrem unteren verdeckten Teile das Uhrwerk, das die Puppen treibt, vernehmbar tickt. Ein kleiner Tritt f\u00fcr Kinder l\u00e4uft an den Kanten der Tische entlang. An den W\u00e4nden sind Zerrspiegel. \u2013 Dem Eingang zun\u00e4chst sieht man F\u00fcrstlichkeiten. Jede macht irgendeine Bewegung: die eine mit dem rechten oder linken Arm eine weitausholende einladende Geste, die anderen eine Schwenkung der gl\u00e4sernen Blicke; manche rollen die Augen und r\u00fchren die Arme zu gleicher Zeit. Franz Joseph, Pio IX., thronend und flankiert von zwei Kardin\u00e4len, die K\u00f6nigin Elena von Italien, die Sultanin, Wilhelm I. zu Pferde, Napoleon III. klein und kleiner noch Vittorio Emmanuele als Kronprinz stehen da. Biblische Figurinen folgen, darauf die Passion. Herodes befiehlt mit sehr mannigfachen Bewegungen des Hauptes den Kindermord. Er \u00f6ffnet weit den Mund und nickt dazu, streckt den Arm aus und l\u00e4\u00dft ihn wieder fallen. Zwei Henker stehen vor ihm: der eine leerlaufend mit schneidendem Schwert, ein enthauptetes Kind unterm Arm, der andere, im Begriffe zuzustechen, steht, bis aufs Augenrollen, unbeweglich. Und zwei M\u00fctter dabei: die eine unaufh\u00f6rlich sacht ihren Kopf sch\u00fcttelnd wie eine Schwerm\u00fctige, die andere langsam, flehend die Arme hebend. \u2013 Die Nagelung ans Kreuz. Dieses liegt am Boden. Die Schergen schlagen den Nagel ein. Christus nickt. \u2013 Christus gekreuzigt, von dem Essigschwamm getr\u00e4nkt, den ihm ein Kriegsknecht langsam, ruckweis reicht und augenblicklich wieder entzieht. Der Heiland hebt dabei ganz wenig das Kinn. Von hinten beugt ein Engel mit dem Kelch f\u00fcr Blut sich \u00fcbers Kreuz, f\u00fchrt ihn vor und zieht ihn dann, als w\u00e4re er gef\u00fcllt, zur\u00fcck. \u2013 Der andere Tisch zeigt genrehafte Bilder. Gargantua mit Kn\u00f6deln. Vor einem Teller schaufelt er mit beiden H\u00e4nden sie in den Mund, indem er abwechselnd den rechten und den linken Arm hebt. Beide H\u00e4nde halten je eine Gabel, an der ein Klo\u00df steckt. \u2013 Ein spinnendes Alpenfr\u00e4ulein. \u2013 Zwei Affen, die Geige spielen. \u2013 Ein Zauberer hat zwei tonnenartige Beh\u00e4lter vor sich. Der rechte \u00f6ffnet sich und daraus taucht mit ihrem Oberk\u00f6rper eine Dame. Sodann versinkt sie. Es \u00f6ffnet sich der linke: daraus hebt zu halber H\u00f6he sich ein M\u00e4nnerleib. Von neuem \u00f6ffnet sich der rechte Beh\u00e4lter und nun steigt da der Sch\u00e4del eines Bocks mit dem Gesicht der Dame zwischen den H\u00f6rnern hervor. Danach hebt es sich links: ein Affe stellt sich statt des Mannes dar. Sodann geht alles wieder von vorne an. \u2013 Ein anderer Zauberer: er hat vor sich einen Tisch und h\u00e4lt je einen umgekehrten Becher in der rechten und linken Hand. Darunter erscheinen, wie er abwechselnd den einen oder den anderen hebt, bald ein Brot oder ein Apfel, eine Blume oder ein W\u00fcrfel. \u2013 Der Zauberbrunnen: kopfsch\u00fcttelnd steht ein Bauernknabe vor einem Ziehbrunnen. Ein M\u00e4dchen zieht und der unabgesetzte dicke Strahl aus Glas rinnt aus der Brunnen\u00f6ffnung. \u2013 Die verzauberten Liebenden: Ein goldenes Geb\u00fcsch oder eine goldene Flamme tut in zwei Fl\u00fcgeln sich auf. Darin werden zwei Puppen sichtbar. Sie wenden die K\u00f6pfe einander zu und dann wieder ab, als s\u00e4hen sie mit fassungslosem Staunen sich an. \u2013 Unter allen Figuren ein kleines Papier mit der Aufschrift. Das Ganze aus dem Jahre 1862.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Einbahnstra\u00dfe.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-68588 alignleft\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Einbahnstra\u00dfe-223x300.jpg\" alt=\"\" width=\"223\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Einbahnstra\u00dfe-223x300.jpg 223w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Einbahnstra\u00dfe-260x350.jpg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Einbahnstra\u00dfe-160x216.jpg 160w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Einbahnstra\u00dfe.jpg 440w\" sizes=\"auto, (max-width: 223px) 100vw, 223px\" \/><\/a>Die<em> Einbahnstra\u00dfe<\/em> ist eine entscheidende Gelenkstelle in Benjamins Gesamtwerk, in der \u00dcberlegungen des Fr\u00fchwerks transformiert werden, um sie dann in sp\u00e4teren Arbeiten weiterzuf\u00fchren. Dies veranschaulicht insbesondere die 43 Texte umfassende \u00bbNachtragsliste zur Einbahnstra\u00dfe\u00ab, die Benjamin Anfang bis Mitte der drei\u00dfiger Jahre zusammenstellte. Sie wird, neben dem Erstdruck und allen handschriftlichen Vorstufen sowie zeitgen\u00f6ssischen Rezensionen, in der neuen Edition erstmals als Einheit zu lesen sein. Der Kommentar und das Nachwort des Herausgebers machen zudem die Verbindung der einzelnen Texte mit dem Gesamtwerk Benjamins sichtbar und zeigen, inwiefern die <em>Einbahnstra\u00dfe<\/em> die Tradition der europ\u00e4ischen Aphoristik aufgenommen und zugleich erneuert hat.<\/p>\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"text-align: justify;\">Zum 70. Todestag von Walter Benjamin erinnert KUNO an diesen undogmatischen Denker und l\u00e4\u00dft die Originalit\u00e4t und Einzigartigkeit seiner Gedanken aufscheinen. Bei KUNO pr\u00e4sentieren wir Essays \u00fcber den Zwischenraum von Denken und Dichten, wobei das Denken von der Sprache kaum zu l\u00f6sen ist. Lesen Sie auch KUNOs <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/12\/10\/zur-gattung-essay\/\">Hommage<\/a> an die Gattung des Essays.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend\u00a0\u2192 <\/strong>ein Essay \u00fcber die neue Literaturgattung <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=22423\"><em>Twitteratur<\/em><\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; MODELLIERBILDERBOGEN. Buden haben wie gro\u00dfe schwankende K\u00e4hne zu beiden Seiten die steinerne Mole angelaufen, auf der die Leute sich schieben. 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