{"id":73354,"date":"2008-12-06T00:01:05","date_gmt":"2008-12-05T23:01:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=73354"},"modified":"2022-03-06T18:21:06","modified_gmt":"2022-03-06T17:21:06","slug":"zeros-kalinda","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/12\/06\/zeros-kalinda\/","title":{"rendered":"Zeros &amp; Kalinda"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Luft ist das Wasser, das Zeros, das Albino, atmet. Er schwebt an der Nabelschnur \u00fcber seiner Mutter und l\u00e4sst sich den Wind um die Ohren wehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend seine Zwillingsschwester Rhina sich bereits in einem T\u00fcmpel mit k\u00fchlem Schlamm erfrischt, nimmt Zeros das Leben leicht. So leicht, dass seine 58 Kilo einfach nicht auf den Boden plumpsen wollen. Er schwebt wie ein Fesselballon im Wind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seine Mutter Norma zwinkert mit den kleinem Augen, richtet ihre grossen, ausrichtbaren Ohren aus. Als f\u00fcrsorgliche Mutter will sie ihren Sohn zu sich heranziehen und ihn mit Milch f\u00fcttern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbHoppala, das kitzelt!\u00ab, ruft Zeros, als seine Mutter an der Nabelschnur zieht und sch\u00fcttelt sich vor Lachen. Seine Haut ist durch Falten in einzelne Bereiche unterteilt, die wie Teile einer Panzerung wirken. Beim Lachen wackelt er so, dass sich der Panzer st\u00e4ndig verschiebt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als seine Mutter Norma sieht, dass dies ihrem Kind Spass bereitet, wickelt sie die Nabelschnur um ihr Horn. Geschw\u00e4cht durch die Geburt hat sie nicht die Kraft ihren Luftikus herunter zu ziehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbBrauchst Du Hilfe? \u00ab, erkundigt sich Kalinda, das hilfsbereite Kranichm\u00e4dchen,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Norma zwinkert dankbar mit den kleinen Augen. Kalinda greift die Nabelschnur und gemeinsam versuchen sie Zeros auf den Boden zu ziehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbChiik\u2026\u00ab, kreischt Kalinda als sich ihr rechter Fuss in der Schnur verheddert. Vor Schreckt l\u00e4sst Norma los. Langsam beginnen sie zu schweben\u2026 h\u00f6her und h\u00f6her\u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Schatten legt sich \u00fcber das junge Panzernashorn. Zweige schlingen sich um seinen Kopf, mit seinem Horn st\u00f6sst es in einen Ast und prallt gegen den Stamm. Der nietenartige Hornbuckel mindert den Aufprall.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbUnversch\u00e4mtheit! Wer st\u00f6rt mich bei meinem Mittagsschlaf?\u00ab, mault Joschka, der alte Affe. Richtet sich auf und trommelt sich \u00e4rgerlich mit den F\u00e4usten auf den Brustkorb. Mit seinem langen Schwanz bricht er einen Zweig ab, um ihn als Kn\u00fcppel gegen die Eindringlinge zu gebrauchen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbTschu\u2026 Tschu\u2026 Tschulligung!\u00ab, ruft Zeros, als h\u00e4tte er eine verstopfte Nase. Er stemmt sich mit seinen Beinen gegen den Mangrovenbaum und versucht sich vom Baumstamm loszumachen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbGehst du wohl sofort wieder von meinem Baum herunter!\u00ab, kreischt Joschka und klopft mit dem Ast gegen den Stamm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbVers\u2026 Vers\u2026 Versuch&#8216; ich doch!\u00ab, brummelt Zeros und zerrt am Baumstamm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbAm besten, ich breche dir das Horn aus der Nase\u00ab, schl\u00e4gt der Affe vor, hebt den Ast \u00fcber den Kopf und will zuschlagen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbChiik, das wirst du gef\u00e4lligst sein lassen\u2026\u00ab, zickt Kalinda, flattert aufgeregt mit den Fl\u00fcgeln und versucht weiterhin sich aus der Schlinge zu befreien, \u00bbWir Tiere m\u00fcssen zusammenhalten, sonst rotten uns die J\u00e4ger noch alle aus.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbSchakalack! War ja nur so eine Idee\u00ab, mault Joschka. Er mag es nicht, wenn man ihm Vorschriften macht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbHoppala, das kitzelt!\u00ab, ruft Zeros als ihm Kalinda mit den flauschigen Fl\u00fcgelfedern \u00fcber den Panzer streicht. Dabei ruckelt sich sein Horn aus dem Ast.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbIch falle nach oben\u00ab, lacht Zeros erstaunt dar\u00fcber, dass er so aus der Art geschlagen ist. Reaktionsschnell h\u00e4lt er sich an einer Astgabel fest und st\u00fctzt sich mit den Vorderbeinen auf die \u00c4ste des weitl\u00e4ufigen Baumes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbNichts abreissen!\u00ab, ist Joschka um seine Mangrove besorgt. Er ist auf diesem Baum aufgewachsen und mag nicht, wenn jemand auf den stelzenartigen Luftwurzeln oder den spargelartigen Atemwurzeln herumtrampelt, weil bei manchen Wurzeln die Samen schon in der Frucht keimen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbChiik, dann musst Du helfen!\u00ab, ruft Kalinda. Ihr schmerzt so sehr der Fuss, dass sie mit dem Schnabel auf die Nabelschnur pickt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die alte Affe sieht, dass sich hier nichts mehr enttucken l\u00e4sst. Er nimmt den Kn\u00fcppel, holt aus und schl\u00e4gt die Nabelschnur genau an der Stelle durch, auf die Kalinda bereits eingehakt hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbDanke. Und wie helfen wir unserem kleinen Freund weiter?\u00ab, erkundigt sich Kalinda als sie die Fessel abstreift.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbDu setzt dich auf seine Schultern und ich ziehe an seinen F\u00fcssen!\u00ab, neigt der alte Affe zu einfachen L\u00f6sungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber so sehr sie sich auch bem\u00fchen, Zeros bleibt ein Luftikus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbIch will auch\u2026\u00ab, brummelt Zeros und sein Magen grummelt mit. Neidisch schaut er auf seine Schwester, die von der Mutter mit einer weissen Fl\u00fcssigkeit gef\u00fcttert wird. Auch er m\u00f6chte diese Milch trinken, aber er kann sich nicht nach unten bewegen und sich auf den Boden plumpsen lassen. Das \u00e4rgert ihn langsam.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbDann muss ich uns etwas besorgen\u00ab, macht sich Kalinda auf den Weg und organisiert eine abwechslungsreiche Kost aus Bl\u00fcten, Samen und Beeren. F\u00fcr sich bringt sie Heuschrecken und K\u00e4fer mit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbM\u00f6chtest du eine Banane?\u00ab, erkundigt sich Joschka bei Zeros. Das Nashorn sieht neugierig dabei zu, wie der Affe die Frucht von einer Staude bricht, sie sorgsam sch\u00e4lt, und mit einem verz\u00fcckten Grinsen hineinbeisst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbIst das Milch am St\u00fcck?\u00ab, befragt Zeros das Angebot. Wie seine Schwester Rhina, ist Zeros ein Vegetarier. Besonders gern isst er die hohen, schilfartige Gr\u00e4ser, garniert mit Kr\u00e4utern und Bambus. Um Wasserpflanzen zu erreichen, m\u00fcsste er so oft komplett untertauchen wie seine Schwester. Zeros hat zuerst Angst um seine Schwester, dann beneidet er sie. Zu gern w\u00fcrde er von ihr Schwimmen lernen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbWollt ihr etwa in meinem Baum wohnen bleiben?\u00ab, forscht Joschka bei seinen G\u00e4sten nach, als Kalinda mit den Leckerbissen landet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbDu kennst das alte Sprichwort: Wenn du etwas was du sicher hast, aufgibst<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">f\u00fcr etwas, das unsicher ist, dann ist das, was sicher war, nicht mehr sicher und was unsicher war, war schon vorher verloren\u00ab, besteht Kalinda auf Gastrecht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbLass niemanden, der vom Schicksal geschlagen ist, in faule Selbstzufriedenheit versinken\u00ab, erwidert Joschka, kratzt sich am Hinterkopf und gew\u00e4hrt seinem Besucht das heilige Gastrecht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zeros und Kalinda bleiben nicht nur eine Nacht. Nicht nur eine Woche. Sie bleiben einen Monat. Joschka wird langsam sauer, weil das Nashorn die Bl\u00e4tter von seinem Baum verspeist und die Deckung dadurch immer schlechter wird. Er fragt sich, wie er seine ungebetenen G\u00e4ste loswerden kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zeros sieht Rhina neidisch dabei zu, wie sie im Wasser und planscht, vor allem im tiefen Schlamm suhlen, aus denen oft nur noch ihr Horn und die Ohren herausragt. Auf diese Weise ist Rhina vor Parasiten gesch\u00fctzt und entlastet durch den Auftrieb des Wassers ihre Gelenke.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Rhina spielt gern stundenlang mit ihrer Mutter Norma. Dabei wedelt sie mit dem Schwanz und die Ohren flattern wie Propeller. Dabei stellt sie fest, dass sie nicht so hoch fliegen kann wie ihr Bruder und beneidet ihn darum.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei Vollmond werden sie von einem lauten Knall geweckt. Zeros glaubt, der Krach sei ein Gewitter, doch er wird von Kalinda eines besseren belehrt:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbChiik, der J\u00e4ger stiehlt deiner Mutter das Horn!\u00ab, weckt Kalinda die Gef\u00e4hrten. Die Menschen glauben, dass das Horn der Panzernash\u00f6rner ihnen Zauberkraft verleiht, deshalb bet\u00e4uben sie Nash\u00f6rner und s\u00e4gen es ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbDeine Mutter ist bet\u00e4ubt. Der J\u00e4ger hat ihr das Nashorn abges\u00e4gt\u00ab, kommentiert Joschka resigniert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbAber ich muss meine Schwester Rhina retten\u00ab, beharrt Zeros.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbGegen die J\u00e4ger hast du keine Chance!\u00ab, resigniert Joschka.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Rhina ist im See untergetaucht. Sie kann die Luft lange anhalten. Aber irgendwann wird sie wieder auftauchen m\u00fcssen um zu atmen. Der J\u00e4ger steht mit einem Gewehr am Ufer und wartet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbIch werde sie angreifen!\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbNiemand hat es bisher gewagt, die Menschen anzugreifen\u00ab, ist Kalinda \u00fcber den Mut von Zeros erschrocken,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbDeshalb wird es funktionieren!\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie haben keine Zeit, um sich einen Plan zu \u00fcberlegen. Zeros l\u00e4sst den Ast los. Joschka h\u00e4lt sich an den F\u00fcssen des Nashorns fest. Kalinda setzt sich auf seine Schultern und steuert die Richtung mit den Fl\u00fcgeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie fliegen auf den R\u00fccken den J\u00e4gers zu. Der sieht sie im Spiegel des Wasser auf sich zukommen. Erschrickt, noch nie hat es ein fliegendes Nashorn gesehen. \u00c4ngstlich l\u00e4sst er sein Gewehr ins Wasser fallen und l\u00e4uft fort.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Rhina und ihre Ohren flattern wie Propeller, als sie auftaucht und ihren Bruder sieht. Sie l\u00e4chelt, als auch ihre Mutter aus der Bet\u00e4ubung erwacht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbIch mag hier nicht l\u00e4nger bleiben\u00ab, quengelt das Nashorn traurig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbKommt doch mit in die Mongolei und wir besuchen dort Yussuf, das Yak\u00ab, schl\u00e4gt Kalinda vor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbEin Yak?\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbYussuf, das Yak, wird wegen seines Grunzens auch Grunzochse genannt.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbWorauf warten wir noch?\u00ab, erkundigt sich Zeros, l\u00e4sst sich in den Wind fallen und treiben. Joschka, Rhina und Norma winken ihnen nach. Kalinda setzt sich auf seine Schultern und steuert ihre Richtung mit den Fl\u00fcgeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie verlassen das Grasland mit den S\u00fcmpfen, fliegen \u00fcber das Dorf Gandruk hinweg, das am Steilhang des Annapurna-Massivs liegt, auf eine Hochgebirgslandschaft mit schneebedeckten Bergen zu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbWas sind das gezackte Steine, dort, ganz weit hinten?\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbDas sind die schneebedeckten Gipfel des Himalaja!\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zeros und Kalinda \u00fcberqueren die kahlen Gebirgst\u00e4ler und felsenreiche Hochweiden des Himalaja\u2013Gebirges. Die Luft wird immer d\u00fcnner. Mit einem Mal f\u00fchlt Zeros eine Schwere, die er bisher vermisst hat. Er weist auf den h\u00f6chsten Berg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbDort m\u00f6chte ich landen!\u00ab, ruft Zeros seiner erstaunten Begleiterin zu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf dem Mount Everest, wo die Luft so d\u00fcnn ist, dass er sein Gewicht sp\u00fcren kann,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">ber\u00fchrt Zeros, das Nashorn, zum ersten Mal die Erde. Er reisst mit seinem Horn die Eisschicht auf und suhlt sich im Schnee, so wie er das bei seiner Schwester Rhina im Schlamm immer neidvoll beobachtet hat. Weisser Schlamm, der erfrischt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbChick-a-dee-dee-dee, Sturm kommt auf, wir m\u00fcssen weiter!\u00ab, mahnt Kalinda.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbHier bin ich zuhause\u00ab, jauchzt Zeros, das Nashorn, fr\u00f6hlich und verschwindet im Schneegest\u00f6ber.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<div id=\"attachment_73364\" style=\"width: 1855px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Schnee.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-73364\" class=\"wp-image-73364 size-full\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Schnee.jpg\" alt=\"\" width=\"1845\" height=\"1297\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Schnee.jpg 1845w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Schnee-300x211.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Schnee-1024x720.jpg 1024w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Schnee-768x540.jpg 768w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Schnee-1536x1080.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1845px) 100vw, 1845px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-73364\" class=\"wp-caption-text\">Caspar David Friedrich: Das Eismeer, 1823\/24<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nash\u00f6rner sind Zeitgenossen der Dinosaurier und haben sie \u00fcberlebt. Fossilen Funden zufolge existierten \u00fcber die Jahrmillionen m\u00f6glicherweise 170 verschiedene Nashorn\u2013Species. Das Nashorn kann damit als ein besser gelungener Teil der Sch\u00f6pfung betrachtet werden. Von seinen entwicklungsgeschichtlichen Verwandten leben heute nur noch der Tapir und das Pferd.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dieser, in Prosa verfassten Erz\u00e4hlung greift A.J. Weigoni auf das Genre der Tierfabel zur\u00fcck, die durch Jean de La Fontaine zur Bl\u00fcte gebracht wurde. Der Franzose La Fontaine ersetzt die allzu belehrenden Fabeln und die damit verloren gegangene Einfalt und Nat\u00fcrlichkeit durch geistigen Witz und spielerische Anmut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zeros, das weisse Panzernashorn, ist von Geburt an behindert. Das Albino nimmt das Leben so leicht, dass er nach der Geburt an der Nabelschnur \u00fcber seiner Mutter wie Fesselballon im Wind schwebt. Von oben betrachtet erscheint ihm die Welt als etwas wunderbar Leichtes. Bis die J\u00e4ger kommen und sich die Freundschaft zum Kranichm\u00e4dchen\u00a0 Kalinda bew\u00e4hrt\u2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Luft ist das Wasser, das Zeros, das Albino, atmet. Er schwebt an der Nabelschnur \u00fcber seiner Mutter und l\u00e4sst sich den Wind um die Ohren wehen. 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