{"id":72508,"date":"2010-07-26T00:01:44","date_gmt":"2010-07-25T22:01:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=72508"},"modified":"2022-03-06T19:49:39","modified_gmt":"2022-03-06T18:49:39","slug":"klaustrophobie","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2010\/07\/26\/klaustrophobie\/","title":{"rendered":"Klaustrophobie"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schwarzer Rauch. Die Leiche des Wirtschaftsbosses liegt auf der Strasse. Eine St\u00f6rung unterbricht den gewohnten Ablauf. Ein Hinweisschild verschafft dem Erkl\u00e4rungsnotstand eine Atempause\u2026 schon l\u00e4uft der Kontext: Die emp\u00f6rte Politikerin lehnt sich weit aus dem Fernseher. Ist sich ihrer Medienpr\u00e4senz bewusst. Ihre Kleidung ist auf das Ereignis abgestimmt. Die Abgeordnete schaut ihren W\u00e4hlerInnen vertrauensvoll ins Angesicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Herrmann schaltet um. Seine Verbindung zur Aussenwelt besteht aus einer Briefmarkensammlung. Per Knopfdruck ruft er die Programme ab. Hat 42 Kan\u00e4le zur Verf\u00fcgung. M\u00f6chte alles sehen. H\u00f6rt endlosen Sprachdurchfall. Glaubersalz reicht f\u00fcr diese Bl\u00e4hungen nicht. Es scheint ein Trend der Gegenwart zu sein, unter dem Vorwand von Neuentdeckungen Altbekanntes aufzutischen. Herrmann sieht ungesund aus, blass und aufgedunsen, wie gerade aus dem Wasser gezogen. Mit keinem Angebot ist er l\u00e4nger als 23 sec zufrieden. Das Interessante wird umturnt vom Beliebigen. F\u00fcr Zapper ist Mobilit\u00e4t keine zwanghafte Reaktion und die Fl\u00fcchtigkeit ihrer Interessen kein Vers\u00e4umnis. Wer sich von Wurzeln nicht trennt, versinkt in der Informationsflut. Dieses Medium produziert als wahrer Buddha des Westens an jedem Abend eine tief empfundene Bedeutungslosigkeit, ein grosses beleuchtetes Nichts.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erika ist s\u00fcchtig nach Gl\u00fcck. Sie sammelt Gewinnspiel\u2013Karten. In Superm\u00e4rkten grast sie Regale ab, sammelt bunte Werbekarten, wie andere Leute Bonuspunkte. Vor allem wenn attraktive Preise locken. Beim Wunsiedel\u2013Gewinnspiel gibt es einen Smart Coup\u00e9, drei Kurztrips ins Disneyland Paris und vier Reisen zu einem nach Urlaub nach Mallorca zu gewinnen. Sie hat die Karten auf den Schreibtisch gepackt und st\u00fcrzt sich auf die Arbeit. Erika zieht zuerst den bunten Wellkarton im A4\u2013Format aus einem Schrank. Dann schreibt sie den L\u00f6sungsspruch auf die R\u00fcckseite der 64 Karten, die sie im Supermarkt abgezogen hat. Auf die Vorderseite klebt sie bunte Adress\u2013Sticker mit f\u00fcnf verschiedenen Namen: Mal in Gold, das ist ihre Farbe, mal in Blau, der Farbe ihres Herrm\u00e4nnchens. Ihr Sohn Bj\u00f6rn ist Gr\u00fcn, Tochter Jarna kupferfarben. Seit einigen Tagen hat der k\u00fcnftige Schwiegersohn Einar einen roten Aufkleber. Die pr\u00e4parierten Originalkarten klebt Erika paarweise auf jeweils einen Wellkarton, so dass Vorder\u2013 und R\u00fcckseite zu sehen sind. Dadurch kann sie zwar nur die H\u00e4lfte der Karten an den Veranstalter schicken. Aber das zahlt sich ihrer Erfahrung nach aus. Gr\u00f6ssere Karten mit griffigem Karton fielen auf und haben bessere Chancen bei der Ziehung als die d\u00fcnnen Originalkarten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wo die Gem\u00fctlichkeit zu Hause ist, lebt das Unheimliche zur Untermiete. Es lugt aus Sofaritzen und Plastikblumenarrangements, verbirgt sich in Teppich\u2013 und Tapetenmustern, es kriecht durch jede Ritze und jeden T\u00fcrspalt, und lauert es unterm Ehebett. Im n\u00e4chsten Spot schreitet ein beleibter Volksschauspieler durch eine Kulturlandschaft, die von einem Modelleisenbahner erdacht wurde. Finger greifen zu einer Tasse Kaffee. Der Schmierenschauspieler l\u00e4chelt und zieht seine Begeisterung mit Gem\u00fctsbiederkeit in die L\u00e4nge. Bringt einen gleichg\u00fcltig routinierten Enthusiasmus auf. Seine St\u00e4rke ist, f\u00fcr alles die gleiche Begeisterung aufzubringen. Nicht zu z\u00f6gern, sondern vollen Herzens zu bejahen. Er sagt einen Werbeslogan auf. Blickt dem K\u00e4ufer vertrauensvoll in die Augen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Locken interessante Preise, greift Erika zu einer Zackenschere. Das Schneiderwerkzeug, mit dem sich S\u00e4ume vor dem Ausfransen sch\u00fctzen lassen, ist ihre Wunderwaffe im Kampf um die Gewinne. Damit verziert sie die R\u00e4nder der Karten, die sie an die Veranstalter von Preisausschreiben verschickt. Bei der Ziehung sp\u00fcrt die Gl\u00fccksfee die Spitzen. Die Teilnahme kostet Erika lediglich das Porto. Zwar gibt es auch online Gl\u00fccksspiele, doch Erika bevorzugt den Postversand. Mit ihren gezackten Karten wurde sie eine der erfolgreichsten Gewinnspielerinnen. Seit die gelernte Sekret\u00e4rin ihren Job verlor, bei einem mobilen Telefonanbieter verlor, findet sie fast jede Woche im Briefkasten eine Gewinnmitteilung. Sie hat schon fast alles bekommen, wovon Gewinnspiel\u2013Fans tr\u00e4umen: Hunderte Sachpreise, sechs Fahrr\u00e4der, f\u00fcnf Fernsehger\u00e4te, einen sprechenden Globus, ein Gummiboot, Reisen nach Paris, gratis auf Kreuzfahrt am Nil, und ein Abenteuerurlaub auf Mallorca. Ihren bisher gr\u00f6ssten Coup landete sie im letzten Jahr: ein gr\u00fcner Audi. Was sie davon nicht braucht oder mag, verkauft oder verschenkt sie. Etwa den Strandkorb, zu breit f\u00fcr den Balkon. Sie fand eine Pension auf Langeoog, die das gute St\u00fcck eher nutzen konnte. Erika und Herrmann packten den Strandkorb aufs Autodach, fuhren an die Nordsee, machten auf Langeoog zu einem verg\u00fcnstigten Preis Urlaub.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Herrmann kauert in seinem K\u00f6rper wie in einem Auto. Steht auf geschmeidigen H\u00fcften, ist nicht nur gelenkig, er ist ganz Gelenk. Weicht dem Leben aus. Seine Ehe ist eine Geschichte der Vermeidungen. Zuerst umgingen sie nur die heissen Themen, am Ende umgingen sie einander. Herrmann ist ein durchl\u00e4ssiger Mann, ein Virtuose des Sich\u2013h\u00e4ngen\u2013Lassens, fliessende Bewegungen, einw\u00e4rts gebogene Gelenke; ein konkaves Wesen, nach innen gew\u00f6lbt. In die \u00c4rmel ziehen sich die H\u00e4nde zur\u00fcck, und mit seiner K\u00f6rpersprache will er annullieren, was er seiner Frau Erika antut. Wie bei vielen M\u00e4nnern ist sein Leben nur noch souver\u00e4ne Schuldableitung: vertuschen, ablenken, Zeit gewinnen. Er sieht sich Arschwackel\u2013Clips mit bulligen Goldkettentr\u00e4gern, die an brennenden \u00d6lf\u00e4ssern aufgewachsen sind und nun das Leben mit Champagnerflasche und Haremanbindung verbringen. Er fragt sich: \u201eWie bekommen h\u00e4ngende Hosenb\u00f6den in enorm fetten Turnschuhen so viele h\u00fcbsche M\u00e4dchen dazu, sich f\u00fcr sie halb nackt auszuziehen und ihre Hintern kreisen zu lassen?\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erika sitzt am Ende des Monats, wenn f\u00fcr 80 Prozent der Gewinnspiele die Einsendefrist abl\u00e4uft, oft bis in die fr\u00fchen Morgenstunden an ihrem K\u00fcchentisch, stempelt und beschreibt die Teilnahmekarten. Gl\u00fccklicherweise ist es von Wanne\u2013Eickel nicht weit bis nach Holland. Deshalb f\u00e4hrt sie mit Herrmann einmal pro Monat zum Einkaufen und Tanken mit einer grossen T\u00fcte \u00fcber die Grenze, stopfen b\u00fcndelweise Karten in die Briefk\u00e4sten. Die Post bef\u00f6rdert die Karten f\u00fcr knapp die H\u00e4lfte des deutschen Portos.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mediensurfing. Herrmann bleibt h\u00e4ngen. Auf einem Kommerzsender l\u00e4uft gerade eine Verlosung. Er will seine Frau rufen, als sich die Gl\u00fccksfee an einer gezackten Karte tief in den Finger schneidet. Bevor er sie herbeirufen kann, wird ein Werbeblock geschaltet. Er klickt weiter. Das Zappen ist eine Kunstform der Vermeidung. Er betrachtet, was man nicht sieht. Der Tastschalter f\u00fcr <em>Lautst\u00e4rke<\/em> sch\u00fctzt ihn vor dem Pegel aus der Nachbarwohnung. Er h\u00f6rt eine gellende Stimme. Der Schall dieser Stimme kommt nicht aus dem Lautsprecher:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbDat Essen ist fertig!\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bevor er eine Sehnenzerrung herbeizappen kann, schaltet Herrmann ab. Hievt sich aus dem \u00e4chzenden Fernsehsessel. Bel\u00e4sst die Elektronik auf <em>Standby<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die falbe Ehefrau streicht dem m\u00fcden Papierkrieger \u00fcber den Kopf. Ihr Ehekrieg ist eine besonders raffinierte Form von Alterserotik, ein sadomasochistisches Liebesspiel, nach dessen Ekstasen man entspannt ein Friedenspfeifchen miteinander raucht. Familienleben ist die Kunst, Erinnerungen so lange nachzubehandeln, bis man mit ihnen leben kann. Das Ehepaar befindet sich in einer Beziehungs\u2013Zeitschleife. F\u00e4ngt t\u00e4glich neu an, weil es zu feige ist, aus dem Geborgenheitsgef\u00e4ngnis auszubrechen. Hat sich in eine teppichflauschige Welt gefl\u00fcchtet und h\u00e4lt sich an das Motto: &#8222;Sparen hilft W\u00fcnsche erf\u00fcllen.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Patriarch setzt sich zwischen die Zierpflanzen unter das Geweih. Ihm f\u00e4llt ein neuer Motto\u2013Teller auf, mit dem seine Frau die Wand geschm\u00fcckt hat. Wenn das Herz leer ist, stopft man die Wohnung voll. Auch die Platzdeckchen sind neu. Daf\u00fcr klebt Knaas am Besteck. Er wischt ihn am Hemds\u00e4rmel ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erika ist blass, in sich gekehrt. Eingesperrt in dieses Haus und eingesperrt in einen K\u00f6rper, den sie st\u00e4ndig diszipliniert, damit er nicht verr\u00e4t, was sie verheimlichen will. Meist verschr\u00e4nkt sie die Arme vor der Brust, dr\u00e4ngt sich zur Ruhe. Von ihrer Stirn biegt sich ein Haar bis hinab zum Brustbein und teilt ihren Horizont, schwingt als Antenne in ihren Blick. Von diesem F\u00fchler bezieht sie ihre Informationen, das Hexenstr\u00e4hnchen ist Symbol all dessen, was in ihr eingesponnen bleibt. Sie ist grazi\u00f6s und starr, eine geheime Energie brennt in ihr, der Stolz auf das ungelebte, aber von ihr leuchtend ausgedachtes Leben. Erika sitzt sehr aufrecht, ihre Augen peilen in die Dunkelheit hinter seinem R\u00fccken. Ihr entstr\u00f6mt der Geruch von s\u00fcssem Parf\u00fcm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erika und Herrmann sind nebeneinander herlebende Autisten, die f\u00fcreinander da sind, einander in erprobter Lebensverweigerung zugetan. Erika tischt Herrmann das lauwarme Essen auf. Herrmann schaufelt den Frass in sich hinein, sp\u00fclt mit einem k\u00fchlen Weizenbier nach. M\u00e4nner essen Fleisch. Frauen essen Gem\u00fcse, mit einer Ausnahme: Sie verschlingen M\u00e4nner. Der Rest ist S\u00e4ttigungsbeilage.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zweisamkeitszumutung. Erika und Herrmann sind schon so lange zusammen, dass ihre S\u00e4tze ineinander haken wie die Teile eines Reissverschlusses. Die Institution Ehe ist zu nichts anderem gut, als aneinander zu leiden. Wirklich gek\u00e4mpft und gerungen haben sie schon lange nicht mehr. Sie sehen aus, als habe die Macht der Gewohnheit l\u00e4ngst \u00fcber sie gesiegt und ihre menschlichen Abgr\u00fcnde versch\u00fcttet. Der Egoist und die Wahnwitzige. Beide in der Krise. Und dies lebenslang. Denn so sehr sie einander auch das Dasein schwer machen: ein seltsames Begehren kettet sie aneinander. Die Lust am Kontrollverlust kann Erika nur mit jemandem teilen, f\u00fcr den jedes Gef\u00fchl eine Zumutung ist. Sie haben es sich in ihrem gemeinsamen Gef\u00e4ngnis gem\u00fctlich gemacht. Sind \u00fcbergl\u00fccklich, dass sie das TV haben, weil es ihnen erm\u00f6glicht, jahrelang in einem Raum zu sitzen, ohne sich gegenseitig umzubringen. Dieses Ger\u00e4t ist ein Bilderschrein, der ihnen f\u00fcr den Rest des Lebens eine g\u00e4hnende Routine garantiert. Nur das Vorabendprogramm \u00e4ndert sich alle 13 Wochen. Eine neue Serienstaffel steht an. Erika erstickt an Tr\u00e4nen, die nicht mehr vergossen werden k\u00f6nnen, weil der Quell versiegt ist. Sie isst hastig. Pichelt dazu einen Moselwein. Sie schmatzen. Mehr haben sie sich nicht zu sagen, weil sie ihren Frieden in der eigenen Ausl\u00f6schung gefunden und ihr Gl\u00fcck in der Schwundstufe der Zufriedenheit gefunden haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zombies<\/strong>, Erz\u00e4hlungen von A. J. Weigoni, Edi\u00adtion Das Labor, M\u00fclheim an der Ruhr 2010.<\/p>\n<div id=\"attachment_97950\" style=\"width: 217px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-97950\" class=\"wp-image-97950 size-full\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Zombies-e1645795065341.jpeg\" alt=\"\" width=\"207\" height=\"300\" \/><p id=\"caption-attachment-97950\" class=\"wp-caption-text\">Coverphoto: Anja Roth<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>W<\/strong><strong>eiterf\u00fchend\u00a0\u2192<\/strong> KUNO \u00fcbernimmt einen Artikel von Karl Feldkamp aus <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/08\/07\/tote-lebende\/\">Neue Rheinische Zeitung<\/a> und von Jo Wei\u00df von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2010\/02\/18\/turbokapitalistischer-realismus\/\">fixpoetry<\/a>. Enrik Lauer stellt den Band unter <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2010\/09\/01\/unter-kanonverdacht\/\">Kanonverdacht<\/a>. Betty Davis sieht darin die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2010\/03\/18\/zur-gegenwartslage-der-literatur\/\">Gegenwartslage der Literatur<\/a>, Margaretha Schnarhelt kennt den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1990\/01\/18\/bissfest\/\">Ausgangspunkt<\/a> und Constanze Schmidt erkennt literarische <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2010\/10\/23\/polaroids-von-den-schattenseiten-der-gesellschaft\/\">Polaroids<\/a>. Holger Benkel beobachtet <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/10\/25\/kleine-damonen-auf-tour\/\">Kleine D\u00e4monen auf Tour<\/a>. Ein Essay \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2010\/01\/18\/der-sudelbuchschreiber\/\">Unlust am Leben, Angst vor\u2019m Tod<\/a>. F\u00fcr Jesko Hagen bleiben die Untoten <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/01\/12\/die-untoten-sind-lebendig\/\">lebendig<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Schwarzer Rauch. Die Leiche des Wirtschaftsbosses liegt auf der Strasse. Eine St\u00f6rung unterbricht den gewohnten Ablauf. Ein Hinweisschild verschafft dem Erkl\u00e4rungsnotstand eine Atempause\u2026 schon l\u00e4uft der Kontext: Die emp\u00f6rte Politikerin lehnt sich weit aus dem Fernseher. 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