{"id":72425,"date":"2010-02-26T00:01:23","date_gmt":"2010-02-25T23:01:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=72425"},"modified":"2022-03-06T18:36:11","modified_gmt":"2022-03-06T17:36:11","slug":"der-auftrag","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2010\/02\/26\/der-auftrag\/","title":{"rendered":"Der Auftrag"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">N@sty B. robbt weiter. Sie kommt daher mit einer fiebrigen Verr\u00fccktheit, die in eine brennende Intensit\u00e4t umschlagen kann. Eine Sehnsucht, das Leben zu fassen, um jeden Preis, auch den der Zerst\u00f6rung, der Selbstzerst\u00f6rung. Unterleib und Oberk\u00f6rper sind in den Dreck gedr\u00fcckt, sie st\u00f6sst sich mit den F\u00fcssen zentimeterweise vorw\u00e4rts. Rechtes Bein anwinkeln, vorw\u00e4rtsdr\u00fccken. Linkes Bein. Anwinkeln. \u00dcber der Erde dampft ihr Atem. Es sind nur ein paar Grad \u00fcber Null. Morgens liegt noch Raureif auf dem Schlamm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zigarettenpause. Nach einem l\u00e4ngeren Marsch sitzt sie in einem Unterschlupf unter Kiefern. Sie hat die Wachen passiert. Geht in Deckung. Sieht durch das Infrarot\u2013Fernrohr auf die Villa. Legt an. Wartet auf den geeigneten Moment. N@sty B. beobachtet den Morgenlauf des Kandidaten. Macht einen Liegest\u00fctz. Ahmt in Gedanken seinen schwerf\u00e4lligen Schritt nach, um hinter seine Fassade blicken zu k\u00f6nnen. Demokratische Politiker haben den staatspolitischen Ernst verlernt und f\u00fchren das Land wie eine Ortskrankenkasse. Der Kandidat hat sich dieses Image als Tarnung zugelegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum Niederknien. N@sty B. beherrscht ihren K\u00f6rper perfekt. Macht Sit\u2013ups und Klimmz\u00fcge, um Fasern und Muskeln zu trainieren, muss die Muskulatur st\u00e4ndig unter Spannung halten. Sie hat den Willen und die Kraft, sich nichts anmerken zu lassen, wenn es ihr schlecht geht. Hat gelernt, dass sie sich selbst zur\u00fccknehmen und ihre Bed\u00fcrfnisse vergessen muss, um eine perfekte Arbeit abzuliefern. In ihrer Welt ist Coolness Trumpf, sie verf\u00fcgt \u00fcber eine virile Pr\u00e4senz, die jedes Anzeichen von Innerlichkeit sofort \u00fcberw\u00e4ltigt. Als <em>Mindhunter<\/em> denkt sie sich in die Welt ihres Opfers hinein, sucht seiner Logik auf die Spur zu kommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcberzeugende Metaphern entstehen durch die Exaktheit des Blicks. Scharf ist dieser Blick, aber nicht beissend; unbestechlich, aber nicht unerbittlich \u2013 sie sucht zu verstehen, nicht zu verteidigen oder zu verdammen. Eine \u00dcberwindung, die sie reflektiert m\u00fcndet ins blanke Furiosum. Verst\u00e4ndnis setzt Reife voraus. N@sty B. besitzt die Reife des T\u00f6tens. Die leise Intensit\u00e4t der Selbstbesinnung kann bei ihr sofort in das Pathos der Selbstverausgabung kippen. In einer gef\u00fchlsentleerten Welt, in der es allein um Fassaden und Objekte geht, blieb ihr nur mehr eine Chance, um einen Rest W\u00fcrde zu bewahren: Sie legt sie in Schutt und Asche.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zonker, der Datendandy, hat sie in der Fremdenlegion ausgebildet. N@sty B. hat gelernt, ihren Kopf vor dem Kampf leer zu machen. Nur so erreicht sie die maximale Konzentration, die wundersch\u00f6ne, fliessende Bewegung des Siegers. Am Ende ist Kampf eine Art Meditation. In der W\u00fcste fand sie ihr eigentliches Selbst. Nahm Wildnis in sich auf. In der Sahara fand sie zu ihrer eigentlichen Bestimmung: dem T\u00f6ten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ideenbesessene M\u00e4nner treffen auf emotionssichere Frauen. N@sty B. ist eine geisteswache femme fatale, eine Verwandlungsk\u00fcnstlerin mit der stolzen Eleganz eines Laufstegwesens, Zonker ein spr\u00f6der Selbstverberger. Freundschaft ist ihnen heilig, Sex ein angenehmes Nebenprodukt. Sie fielen hinein in den n\u00e4chsten Schmelzofen symbiotischer Liebe. Zwei Menschen, die nicht zusammen passen, aber auch nicht zu trennen sind. Sie wurden der Liebe unterworfen, wie einem Belastungstest in der Druckkammer, wobei die Spielkunst eine der Implosionen ist, der gestauten Eruptivit\u00e4t.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Kandidat vergr\u00f6ssert die Schrittweite und verschwindet im Birkenwald. Zur atmenden Totalit\u00e4t eines Ortes geh\u00f6ren ihrer Anschauung nach drei Faktoren: die Geb\u00e4ude, die den Geist der Menschen pr\u00e4gen, die Landschaft, welche all das umgibt, die Menschen, mit denen man sich umgibt. N@sty B. f\u00fchlt sich als Fremde in vertrauter Natur. Dramatisch sich t\u00fcrmende Wolken. Der ewig gleich str\u00f6mende Fluss. Jeden morgen dreht der Kandidat zur gleichen Zeit die gleiche Runde. Sie wartet auf die Kehre. Schmerzhaft ist das Hinbringen jeder Sekunde und Minute. Jegliche Zeit, die nicht gestaltet werden kann, vervielfacht sich im Erleben, das Bewusstsein des Wartens qu\u00e4lt. Unter dem Druck dieses Erwartens werden bisher g\u00fcltige Werte mit jeder Minute neu definiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcberlebens\u2013Uniform. N@sty B. setzt den Kopfh\u00f6rer auf und klickt ein subtiles Versprechen an, das den iPod so einzigartig macht: die Erfahrung einer Ungleichzeitigkeit von Raum und Klang. Die M\u00f6glichkeit, mit Augen und Ohren gleichzeitig an verschiedenen Orten zu sein. Sie h\u00f6rt stampfende Schlagwerker. Unterirdisch wummernde B\u00e4sse. Kreiss\u00e4genkreischende Gitarren. Es muss nicht heavy klingen, um einem Song Kraft zu geben. Es ist nicht N@sty B.s Job, analytisch zu denken, sondern in Kl\u00e4ngen zu denken. Sie forscht in kleinen Netzen, aus denen sich das Ger\u00fcst der \u00dcberlegungen ergibt. Dabei beginnt sie mit einer Emotion, einem Gef\u00fchl, um das herum sie die Netze spinnt. Der Sinn von Musik ist es, Emotionen zu erschaffen. Neue k\u00fcnstliche Zust\u00e4nde, um das Spektrum ihrer Emotionen zu erweitern. Wenn sie aufregende Musik h\u00f6rt, f\u00fchlt sie die Erweiterung des eigenen Sensoriums. Musik ist Selbstzweck. Selbstzweck entzieht sich jeder Beschreibung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Dauerl\u00e4ufer erreicht die Wendemarke seines Fr\u00fchsports. H\u00e4ngt die Leibw\u00e4chter keuchend ab. Sie g\u00f6nnen ihrem Chef den lokalen Triumph. Er liebt Menschen, aber nur als Mitarbeiter. Eine Geliebte zuerst als Publikum. F\u00fcr ihn ist jedes Gespr\u00e4ch ein Bewerbungsgespr\u00e4ch, weil er jedes Gegen\u00fcber auf seine Verwertbarkeit abklopft. Er gibt sich machtbewusst, selbstgerecht und sich selbst gegen\u00fcber vollkommen distanzlos. In seiner Rolle ist der Kandidat ausgesprochen sympathisch. Er glaubt, was er sagt und ahnt nicht im Geringsten, wie er bei anderen ankommt. Der Kandidat ist gern ein Vision\u00e4r, aber nur ungern einer, der seiner Zeit zu weit voraus ist. Er will die <em>freie Welt<\/em> verteidigen und hat deshalb keine b\u00f6sen Absichten, ist keineswegs der Mann, den man zu lieben hasst, sondern der Arsch, den man zu hassen liebt. Politik war f\u00fcr den Kandidaten stets ein Machtkampf, und die h\u00f6chste Form der Macht ist Gewalt. Seine Einflusssph\u00e4re ist dort zu finden, wo Politik und Gewalt einander treffen, in der Hoffnung, Macht zu erlangen. Er strebt nach der Macht, zu dominieren, zu erzwingen, einzusch\u00fcchtern, zu kontrollieren, um schliesslich einen fundamentalen Wandel zu bewirken. Gewalt ist seine Conditio sine qua non, da er unersch\u00fctterlich davon \u00fcberzeugt ist, dass seine Sache nur so triumphieren kann. Im 21. Jahrhundert beherrschen Rache und Brutalit\u00e4t die Welt. Der Kandidat verf\u00fcgt \u00fcber Geld, technische M\u00f6glichkeiten und die Macht, um jeden Staat in die Weichteile zu treffen. Er hasst den freien Markt, die liberale Ordnung, die Freiheit zur Selbstbestimmung, die Trennung von Kirche und Staat. Dass jedermann nach seiner Fasson selig werden k\u00f6nne, ist ihm v\u00f6llig fremd. Er befindet sich in einem System von Begierde und Profit, diese Kr\u00e4fte sind keineswegs so fein zu synchronisieren \u2013 nicht obwohl, sondern weil sie einander so verwandt sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Leben ist die Begegnung mit dem Anderen. Sie macht Erniedrigung kenntlich, die Beleidigung zum Nom de Guerre. Kontrollierter R\u00fcckzug, niedergehaltene Begierde. Leidenschaftlich wird N@sty B. nur in den selbstvergessenen Momenten. In ihren Gedanken umkreist sie jene sprachliche Ortlosigkeit, wie sie jemand erleben kann, der einer Welt ausgeliefert ist, deren Zeichen und Worte auf nichts Vertrautes zur\u00fcckzubeziehen sind. Sie ist die Chefin der Schlachtplatte, die Ausf\u00fchrung ihres Auftrags zeichnet sich durch eine austarierte Mischung von diagnostischer Intelligenz und grundsolidem Schwachsinn aus. N@sty B. nimmt den Souver\u00e4n ins Visier. Magische \u00d6ffnung des Blicks.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbDeine Augen blicken mich an. Hundem\u00fcde von der Zeit. Du bist m\u00fcrbe. Es ist soweit\u00ab, haucht sie ein oszillierendes Psychogramm in den Morgennebel. Einatmen, ausatmen, Luft anhalten, Schuss. Der R\u00fcckschlag des Gewehrs zuckt durch ihren ausgestreckten K\u00f6rper. Wer mit der Schulter nicht dagegenh\u00e4lt, holt sich blaue Flecken. F\u00fcr einen Moment h\u00e4lt sie den Atem an. Zerfleischungen in Wort und Tat, es passieren Morde, um der Weltangst Herr zu werden oder einer endlichen Beruhigung wegen. Sie entspannt sich, l\u00e4sst die Schultern sacken und atmet durch, um sich f\u00fcr den n\u00e4chsten Schuss erneut zu sammeln. Setzt den Benzintank in Flammen. Das verwirrt die Wachen. Sie hechten in Deckung, fluchen, weil ihre Holster in der Umkleide am Haken h\u00e4ngen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Abschied von der \u00c4rmelschonerwelt der Einflussforschung. Staatsm\u00e4nner manipulieren den Glauben von Menschen, sie benutzen die Unsicherheit und Verletzlichkeit f\u00fcr ihre Zwecke. Es ist nicht Schuld des Kandidaten, sich politisch geirrt zu haben. Verbrechen zu ver\u00fcben oder an ihnen teilzunehmen, w\u00e4re es auch nur durch Duldung. Er muss auf der Weltb\u00fchne des historischen Geschehens das Dirigentenpult verlassen und im Zuschauersaal Platz nehmen. Der Kandidat fragt sich, ob sein Gehirn noch f\u00e4hig ist, sich selbst zu erkennen, was in seinem Kopf geschieht, wie Bewusstsein die Vorstellung seines Ich generiert. Seine Netzhaut verwandelt das Bild in ein Erregungsmuster. Sein visuelles Verarbeitungssystem nimmt Gegenst\u00e4nde noch wahr\u2026 die Verbindung zu den Ged\u00e4chtnisinhalten ist gest\u00f6rt. Ausweglos. Von links und von rechts fahren die fahlen Mauern auf ihn zu. Erbarmungslos wie ein Fallbeil in Zeitlupe senkt sich eine Metallwand eisengrau vor seine Lider. Er versucht sich zu retten, erklimmt glatte W\u00e4nde, rutscht ab. Sein Ende wird zum Blick ins Leere seiner eigenen Seele. Eine Fledermaus flattert davon. Asrael, der Geometer der Unendlichkeit, zieht seine Umlaufbahn mit Fl\u00fcgelschl\u00e4gen \u00fcber seinem Kopf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die aufgehende Sonne hat die Farbe von gl\u00fchendem Stahl. Der Rabe flattert in Richtung M\u00fcllverbrennungsanlage davon, um sich einen fetten Happen aus dem Abfall zu picken. N@sty B. zieht sich von einem Moment auf den andern. Robbt unter der Alarmanlage hindurch. Steigt auf ihr angerostetes Damenfahrrad. F\u00e4hrt einen Umweg durch das Moorland. Versenkt die Camouflage\u2013Kleidung und die Waffe im Sumpf. Wer mit Amokl\u00e4ufern um die Wette rennt, muss am Ende wegen Seitenstechens aufgeben. Deshalb tarnt sich N@sty B. als Freizeitaktivistin und kehrt in das tote Herz der Stadt zur\u00fcck, um den Urbanozid zu betrachten, ohne wieder ganz zu dieser Welt zu geh\u00f6ren. Killer haben keine Schattenbilder, die sie zu Menschen machen k\u00f6nnten. Ihr Ausdruck ist das T\u00f6ten. Der Tod wurde an den Rand des pers\u00f6nlichen Erlebens gedr\u00e4ngt, um \u00fcber die Abendnachrichten zur\u00fcckzukehren und mit diesem <em>Memento mori<\/em>Sprachlosigkeit zu hinterlassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zombies<\/strong>, Erz\u00e4hlungen von A. J. Weigoni, Edi\u00adtion Das Labor, M\u00fclheim an der Ruhr 2010.<\/p>\n<div id=\"attachment_20097\" style=\"width: 152px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/ZombiesCover3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-20097\" class=\"wp-image-20097 size-full\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/ZombiesCover3.jpg\" alt=\"\" width=\"142\" height=\"207\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-20097\" class=\"wp-caption-text\">Coverphoto: Anja Roth<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>W<\/strong><strong>eiterf\u00fchend\u00a0\u2192<\/strong> KUNO \u00fcbernimmt einen Artikel von Karl Feldkamp aus <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/08\/07\/tote-lebende\/\">Neue Rheinische Zeitung<\/a> und von Jo Wei\u00df von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2010\/02\/18\/turbokapitalistischer-realismus\/\">fixpoetry<\/a>. Enrik Lauer stellt den Band unter <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2010\/09\/01\/unter-kanonverdacht\/\">Kanonverdacht<\/a>. Betty Davis sieht darin die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2010\/03\/18\/zur-gegenwartslage-der-literatur\/\">Gegenwartslage der Literatur<\/a>, Margaretha Schnarhelt kennt den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1990\/01\/18\/bissfest\/\">Ausgangspunkt<\/a> und Constanze Schmidt erkennt literarische <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2010\/10\/23\/polaroids-von-den-schattenseiten-der-gesellschaft\/\">Polaroids<\/a>. Holger Benkel beobachtet <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/10\/25\/kleine-damonen-auf-tour\/\">Kleine D\u00e4monen auf Tour<\/a>. Ein Essay \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2010\/01\/18\/der-sudelbuchschreiber\/\">Unlust am Leben, Angst vor\u2019m Tod<\/a>. F\u00fcr Jesko Hagen bleiben die Untoten <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/01\/12\/die-untoten-sind-lebendig\/\">lebendig<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; N@sty B. robbt weiter. Sie kommt daher mit einer fiebrigen Verr\u00fccktheit, die in eine brennende Intensit\u00e4t umschlagen kann. Eine Sehnsucht, das Leben zu fassen, um jeden Preis, auch den der Zerst\u00f6rung, der Selbstzerst\u00f6rung. 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