{"id":72415,"date":"2010-01-26T00:01:53","date_gmt":"2010-01-25T23:01:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=72415"},"modified":"2022-03-06T18:35:20","modified_gmt":"2022-03-06T17:35:20","slug":"eiszeit-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2010\/01\/26\/eiszeit-2\/","title":{"rendered":"Eiszeit"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Karl Richter hat knochenhart gearbeitet. Der Fahrstuhl der Wohnmaschine spuckt ihn in den Flur aus. Er will seine Wohnungst\u00fcr \u00f6ffnen, als sich Eleonore Knippenk\u00f6tters Kopf in den Hausflur reckt. Sie ist ein kaprizi\u00f6ses Puppenwesen, das Glamour mehr behauptet als verk\u00f6rpert, zupft ihr Gesicht ebenso rabiat vor dem Spiegel zurecht wie Str\u00fcmpfe, die von der W\u00e4scheleine gefallen sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbHaben Sie schon geh\u00f6rt?\u00ab, r\u00fcckt sie die Sorgenfalten im Dekollet\u00e9 zurecht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbDie Welt ist untergegangen\u00ab, schnoddert er ein <em>flop of the pops<\/em> herunter und gibt ein Stelldichein zwischen Ewigkeit und Spiessigkeit:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbNoch schlimmer. Die Heizung ist ausgefallen!\u00ab, kreischt das aggressive Nervenwrack. Ihre S\u00e4tze sind so bohrend spitz und gef\u00e4hrlich wie die Abs\u00e4tze ihrer Pumps. Wie zur Best\u00e4tigung senkt sie die Lider \u00fcber ihrem Grabplattenteint und verh\u00fcllt mit einem Schwung die Butzenritze. Frauen wie sie scheitern gr\u00fcndlicher, weil sie vom guten Leben tr\u00e4umen, insbesondere von der Liebe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbWas denn, im ganzen Haus?\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbMeinen Sie etwa, nur bei mir?\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbWir wohnen in komischen K\u00e4figen\u00ab, gibt sich der Quirkyalone gewohnt lakonisch und dreht den Schl\u00fcssel im Schloss herum.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbAber wir haben doch jetzt Wochenende, da kommt doch kein Handwerker mehr\u00ab, leistet sie Schwerstarbeit im Steinbruch deprimierender Fakten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbHat denn jemand die Hausverwaltung verst\u00e4ndigt?\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbWas denken Sie denn?\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbDann brauchen wir uns ja keine Sorgen zu machen\u00ab, kanzelt er sie ab. L\u00e4sst die Wohnungst\u00fcr aufschnacken. Ihm ekelt vor dem Pathos der falschen moralischen Entr\u00fcstung. Er betritt schnell seine Wohnung, um vor weiteren Nachfragen sicher zu sein. Seine Nachbarin geh\u00f6rt zu dem Typ der gealterten Blondine, die sich wahrscheinlich immer noch fragt, warum sie in ihrer Bl\u00fctezeit der Jugend kein Filmproduzent entdeckt hat. Eleonore als Sch\u00f6nheit zu bezeichnen hiesse, die H\u00f6flichkeit sehr weit zu treiben. Sie ist ein Porzellanp\u00fcppchen von gespreizter Noblesse, ihr Parfum ist zu schwer, das Make\u2013up aufgespachtelt, mit der aufgebauschten Haartracht mumifiziert sie sich selbst. Mehr und mehr schottet sie sich gegen die Wirklichkeit ab, bis sie kein Zweifel mehr erreicht. Eine tragische, aber auch eine unertr\u00e4gliche Gestalt: hochfahrend und halsstarrig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf Zehenspitzen der Nostalgie. Eleonore Knippenk\u00f6tter hat eine auf den Platz fixierte, immobile Art, ihr Leben zu f\u00fchren, der einen Sinn f\u00fcrs Minuti\u00f6se und Minimale lehrt. Weil ihr gekochte Eier nicht gelingen wollten, hatte ihr Gatte vor dem Ableben eine z\u00fcndende Idee. Sie solle seine Asche in eine Eieruhr f\u00fcllen\u2026 Seine \u00dcberreste f\u00fchren in der Sonderanfertigung eines Glasbl\u00e4sers ein bewegtes Dasein. Immer wenn die Eieruhr durchgelaufen ist, denkt Eleonore an ihren Mann und obendrein ist das Fr\u00fchst\u00fccks\u2013Ei butterweich. Passend zum braunen Toast, der gleichfalls nicht l\u00e4nger braucht. Alles hat wieder seine Ordnung, fehlt lediglich der passende Kerl dazu. Eleonore Knippenk\u00f6tter begr\u00fcsst Karl Richter in regelm\u00e4ssigen Abst\u00e4nden an der Haust\u00fcr, wenn er von der Arbeit nach Hause kommt, sie hat ihn als Nachfolger ausersehen und pr\u00e4sentiert ihm unter durchsichtigen Hauskleidern ihre Miederwaren. Diese N\u00e4he ist ihm peinlich, was sie voneinander wissen, verl\u00e4sst nie die Sph\u00e4re eines Ger\u00fcchts.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbVielleicht schaun&#8216; Sie ja sp\u00e4ter auf &#8217;nen Schnaps &#8218;rein!\u00ab, macht sie einen letzten Versuch, bevor er die T\u00fcr zuzieht. Sie zuckt mit den Schultern und fragt sich bei jeder neuen Begegnung, ob diese das Wagnis des Weiterlebens lohnt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So sehr er unter ihrem Eindringen in sein reduziertes Leben leidet, die Warnung von Miss Ele ist angemessen. Seine Wohnung atmet ihm tiefk\u00fchl entgegen. Den zus\u00e4tzlichen Grund daf\u00fcr findet er in die K\u00fcche. Inmitten von Glasscherben liegt ein Lederball auf dem Fussboden. Er stellt die Arbeitsschuhe ab, streift die Filzschuhe \u00fcber und ist auf leisen Sohlen unterwegs. Reinschl\u00fcpfen und Wohlf\u00fchlen. Der Stoffpantoffel, glaubt er, ist das Beste, was man nach Feierabend anziehen kann. Der Lederschuh brennt am Abend an den F\u00fcssen, der Pantoffel hingegen ist etwas Leichtes am Fuss, wenn man die Strassenschuhe auszieht. Als Pantoffel\u2013Liebhaber sch\u00e4tzt er \u00fcberdies keine modischen Experimente. Grau\u2013, gr\u00fcn\u2013 oder braun\u2013karierter Filz und weinrotes Polyester, das sind die Farben und Materialien, die in jeder Saison f\u00fcr Puschen gefragt sind und von seinem Orthoph\u00e4dieschuhmacher passgenau f\u00fcr seine l\u00e4dierten F\u00fcsse angefertigt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Karl ist eine Durchgangsstation f\u00fcr Gegenst\u00e4nde. Dinge kommen zu ihm, und dann gehen sie wieder. Er will den Fussball l\u00e4ssig mit dem Aussenrist wieder nach draussen bef\u00f6rdern. Trifft nur den <em>Torpfosten<\/em>. Vom Fensterrahmen prallt der Ball ungl\u00fccklich zur\u00fcck. Streift die Kaffeemaschine. R\u00e4umt den Automaten vom Tisch. Vorsichtig steigt Karl \u00fcber die Scherben. \u00d6ffnet den K\u00fchlschrank. Greift nach der Flasche Rum. Setzt den Kessel auf die Herdplatte. Bereitet einen Grog nach dem Motto: Rum muss, Wasser kann, Tee darf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Cosmos Clandestin. Karl l\u00e4sst die erste Tasse \u00fcber den Gaumen in den Magen hinuntergleiten. Da das Wasser weiterhin dampft, greift er nach den Teebeuteln. Setzt die n\u00e4chste Tasse auf. Schl\u00fcrft. Denkt nach. In seiner Sinndiagnose baut er auch das Zuf\u00e4llige und Sinnlose in fragw\u00fcrdige Gesamtdeutungen ein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Marmor des 20. Jahrhunderts. Sein Blick streift standardisierte Wohnmaschinen: Orthogonal organisierte Punkthochh\u00e4user stehen in der Landschaft wie halbverfaulte Zahnstummel herum, Supermarktgeschw\u00fcre, die sich breiig in die nicht vorhandenen Stadtzentren ergiessen. Tr\u00fcbsinnige, am j\u00e4mmerlichen Raster der Wohnraumspekulation ausgerichtete Zeilenbauten aus Waschbeton. Architektur ist zust\u00e4ndig f\u00fcr die r\u00e4umliche Begr\u00fcndung von Identit\u00e4ten. Diese heruntergewohnten Silos sind ein Produktionsversuch menschlicher Heimat. Im Stahlbetonskelett wirken die Wohnungen so, als seien sie nur die mit belanglosem M\u00fcll vollgestopften Schubladen in einem Regal, das schon vor einiger Zeit im Keller der Gesellschaft vergessen wurde. Wohlstandsschrott. Kein B\u00fchnenbildner h\u00e4tte sich diesen <em>Brutalismus<\/em> besser ausdenken k\u00f6nnte, um die geistige Verwahrlosung dieser Zeit r\u00e4umlich zu inszenieren: vorgeh\u00e4ngte Balkone, endlose Klingelschilder, schmucklose Lochfassaden, d\u00fcnnste Fassadenapplikationen, raumlose Eing\u00e4nge, flache D\u00e4cher und sockellose Kuben. Das Leben in diesem Ghetto ist gekennzeichnet durch die Ballung von Bedr\u00e4ngnis. Hier lebt eine Unterklasse von Aussortierten, die weder eine Chance am Arbeitsmarkt haben noch f\u00fcr die Reichtumsproduktion ben\u00f6tigt werden. Bisher gab es immer einen Gegenvorschlag, im 18. Jahrhundert war es das B\u00fcrgertum, das sich gegen die F\u00fcrstenherrschaft auflehnte, sp\u00e4ter begehrte das Proletariat auf. Heutigentags steht keine <em>Schicht<\/em> mehr bereit, die den Fortschritt vorantreiben k\u00f6nnte. Karl vermisst den Resonanzboden f\u00fcr eine Debatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beim Blick auf die ausgl\u00fchhende Herdplatte kommt ihm die Erleuchtung. Wenn der Herd funktioniert, muss der Durchlauferhitzer selbstverst\u00e4ndlich auch die erforderliche W\u00e4rme liefern, weil dieses Ger\u00e4t gleichfalls elektrisch betrieben wird. Er geht in das Badezimmer. Dreht den Wasserhahn auf. L\u00e4sst die Wanne mit heissem Wasser vollaufen. Durch den Nebel, den das Aufeinandertreffen von kalter Luft und heissem Wasser verursacht, geht er zur\u00fcck in die K\u00fcche. Dreht die Schnellkochplatte auf. Braut eine Thermoskanne voll mit Grog.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbIn der Badewanne bin ich Kapit\u00e4n\u00ab, gr\u00f6lt er, nachdem er sich mit dem Inhalt der Thermoskanne von innen her gew\u00e4rmt und entspannt hat. Karls Problem ist nicht der Alkohol. Seine Schwierigkeit ist das Leben, das er f\u00fchrt. Er sch\u00e4mt sich gewisser Gef\u00fchle, trinkt, weil die Drinks ihm schlagartig die Angst nehmen. Raus aus der Schwermutsh\u00f6hle. Seine Art, mit Trauer umzugehen, hat sich wesentlich ge\u00e4ndert. Er hat einen Ort gefunden, ganz tief in sich, aus dem spricht jemand, und zwar anders als jemals zuvor. Hier ist die Einsamkeit ged\u00e4chtnislos. Dinge gewinnen eine zus\u00e4tzliche Daseins\u2013 und Sinndimension, weil sie immer auch so wie etwas anderes sind. Das schenkt ihm eine grosse Freiheit, die seinem Leben den Schmerz nimmt. Sein Problem ist nicht, traurig zu sein. Karls Handikap ist, sich daf\u00fcr selbst zu hassen. Er ist derart stimuliert von den Dingen, die um ihn herum passieren, dass er fast die F\u00e4higkeit verloren hat, in sich hineinzulauschen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von Zeit zu Zeit bet\u00e4tigt er den Wasserhahn. L\u00e4sst heisses Wasser aus dem Durchlauferhitzer nachlaufen. In einer somnambulen Stimmung schl\u00e4ft er ein. L\u00e4sst sich in die Schwerelosigkeit herabsinken. Empfindet sich als losgel\u00f6st, fragmentarisch und verantwortlich f\u00fcr das, was er von seiner Geburt an bis zum Tod mit sich selbst macht. Ist ein Spielball im Lebenskalk\u00fcl der anderen und weiss sich schlitzohrig zu wehren. Muss nicht mehr best\u00fcrzend authentisch in eine Rolle schl\u00fcpfen. Erlebt sich in einer melancholischen Geschichte von verlorener Unschuld und Erwachsen\u2013Werden. Empfindet das Leben als einen harten Beruf, der von seinem Herzen gemeistert wird. Tr\u00e4umt davon, auf einem Skateboard die Strasse entlang zu fahren, w\u00e4hrend es langsam dunkel wird, die Luft ist lau, der K\u00f6rper erhitzt\u2026 phantasiert von einem tropischen Strand. Angesichts der Palmwedel im Wind glaubt er, die k\u00fchlende Brise auf hitzefeuchter Haut zu sp\u00fcren. Vollbusige M\u00e4dchen mit Bambusr\u00f6ckchen tragen kleidsame Blumen im Haar. Das Verlangen ist Flux. Beim Sex im Netz entk\u00f6rperlicht sich die Begierde. Aus der subversiven Nymphe wird eine Frau zwischen Hexenkraft und <em>Hystorien<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Pralle Gegenw\u00e4rtigkeit, gelackte Oberfl\u00e4che mit schrillen Farben. Roter Sonnenschirm. Grellgelber Strand. T\u00fcrkisfarbenes Meer. Er springt hinein. Schmeckt das Salz. Taucht tief hinab. Sieht den mannigfaltigen Fischarten dabei zu, wie sie sich gegenseitig fressen. Als er endlich auftaucht, bemerkt er ein paar Pinguine, die auf einer Scholle spazieren gehen. Die Tiere winken ihm zu. Abrupt erwacht er in einem neuen Traum.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Karl Richter liegt in der Badewanne. Kann sich nicht mehr bewegen. Ist in sich selbst zur\u00fcckgesunken. Ein Rohrbruch verwandelt die Betonw\u00fcste namens Realit\u00e4t in eine Oase der Gegenwirklichkeit. Das Wasser ist zu einem Eisblock gefroren. Sein Kopf schaut heraus. Die H\u00e4nde sind handlungsunf\u00e4hig. Er f\u00fchlt sich doppelt betrogen. Erst nimmt ihm der Wandel der Optionen in der Geschichte des Bewusstseins die Transzendenz, dann weigert sich die beste aller Welten auch noch, in den Stand des Hier und Jetzt einzutreten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zombies<\/strong>, Erz\u00e4hlungen von A. J. Weigoni, Edi\u00adtion Das Labor, M\u00fclheim an der Ruhr 2010.<\/p>\n<div id=\"attachment_20097\" style=\"width: 152px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/ZombiesCover3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-20097\" class=\"wp-image-20097 size-full\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/ZombiesCover3.jpg\" alt=\"\" width=\"142\" height=\"207\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-20097\" class=\"wp-caption-text\">Coverphoto: Anja Roth<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>W<\/strong><strong>eiterf\u00fchend\u00a0\u2192<\/strong> KUNO \u00fcbernimmt einen Artikel von Karl Feldkamp aus <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/08\/07\/tote-lebende\/\">Neue Rheinische Zeitung<\/a> und von Jo Wei\u00df von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2010\/02\/18\/turbokapitalistischer-realismus\/\">fixpoetry<\/a>. Enrik Lauer stellt den Band unter <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2010\/09\/01\/unter-kanonverdacht\/\">Kanonverdacht<\/a>. Betty Davis sieht darin die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2010\/03\/18\/zur-gegenwartslage-der-literatur\/\">Gegenwartslage der Literatur<\/a>, Margaretha Schnarhelt kennt den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1990\/01\/18\/bissfest\/\">Ausgangspunkt<\/a> und Constanze Schmidt erkennt literarische <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2010\/10\/23\/polaroids-von-den-schattenseiten-der-gesellschaft\/\">Polaroids<\/a>. Holger Benkel beobachtet <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/10\/25\/kleine-damonen-auf-tour\/\">Kleine D\u00e4monen auf Tour<\/a>. Ein Essay \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2010\/01\/18\/der-sudelbuchschreiber\/\">Unlust am Leben, Angst vor\u2019m Tod<\/a>. F\u00fcr Jesko Hagen bleiben die Untoten <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/01\/12\/die-untoten-sind-lebendig\/\">lebendi<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Karl Richter hat knochenhart gearbeitet. Der Fahrstuhl der Wohnmaschine spuckt ihn in den Flur aus. Er will seine Wohnungst\u00fcr \u00f6ffnen, als sich Eleonore Knippenk\u00f6tters Kopf in den Hausflur reckt. 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