{"id":7183,"date":"2021-07-07T00:01:00","date_gmt":"2021-07-06T22:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=7183"},"modified":"2022-03-13T13:11:50","modified_gmt":"2022-03-13T12:11:50","slug":"suchbild-3","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/07\/07\/suchbild-3\/","title":{"rendered":"R\u00e4ume und Zwischenr\u00e4ume"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-102226 alignright\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Weigoni_Perform-e1647173401313.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"218\" \/><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer sich in einer Zeit des forcierten Ausverkaufs k\u00fcnstlerischer Ideen den Luxus erlaubt, ausschliesslich mit authentischem Material zu arbeiten und dabei auf die skulpturale Kraft der Arbeiten vertraut, hat Mut.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Material: Holz als organische Komponente, Stahl als Stabilisator und Beton, der ja eigentlich nur drei Schritte vom Urgestein entfernt ist.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine der Arbeiten tr\u00e4gt den Titel \u201cDas Rotationsprinzip oder v\u00f6lkerwandern bildet\u201d. Das Rotationsprinzip leitet sich von der Form der Erde ab. Eine Rotation findet durch den Menschen statt, wenn er wandert, dies sollte er grenzenlos tun, ohne Grenzpf\u00e4hle, Z\u00e4une und Stacheldraht zu beachten. Universell. Nun gibt es unterschiedliche Rotationen. Etwas, was sich um uns herum bewegt und das, was sich durch unser Denken bewegt.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier sind ja keine Spiralen dargestellt, die sich sowieso bewegen k\u00f6nnen, oder die den Ausgangspunkt darstellen. Schon allein die Umsetzung vom Aufnehmen \u00fcber das Denken bis zur Wiedergabe ist eine Rotation.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Um es auf die Spitze zu treiben: Auch eine Schraube l\u00e4sst sich drehen und \u00fcberdrehen&#8230; dann dreht sie durch&#8230;<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Es geht nicht darum, dass man in einen K\u00f6rper einen festen Punkt hineinsetzt, das f\u00fchrt zu einem Kolbenfresser. Dies hier funktioniert so \u00e4hnlich wie der Wasserkreislauf, also in Bewegung.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Arbeit bewegt sich, wie etwa kinetische Objekte nicht um sich selbst. Wenn man das Wort Rotation von der Mechanik her sieht, etwas, dass sich auf einer Achse dreht, wie ein Kugellager oder ein Motor&#8230;<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Nat\u00fcrlich ist das von der rein physikalischen Lehre her die eigentliche Rotation.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Rotation bei dieser Skulptur geht davon aus, dass verschiedene Gegenst\u00e4nde in einem anderen Material abgebildet werden, die in der Mechanik nicht durch dieses Material funktionieren kann.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Dadurch, dass man diesen abgenommenen Raumk\u00f6rper in den Raum stellt, merkt der Betrachter: <em>&#8218;Das ist die Ecke eines Raums&#8216;<\/em>. Es soll sich das Gef\u00fchl \u00f6ffnen: <em>&#8218;Es ist isoliert, ich kann mir also den Raum wegdenken&#8216;<\/em>. Eben weil der Raum im Raum schon projiziert ist!<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer sich auf diese Plastiken einl\u00e4sst, wird sehr schnell einer Wechselwirkung gewahr, ein Spannungsfeld, in dem sich das Selbst-Verst\u00e4ndliche neu artikuliert.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">K\u00fcnstler und Betrachter werden nicht aus dem sozialen Umfeld in einen keimfreien Ausstellungsraum abgezogen, sondern finden in den gedanklichen R\u00e4umen der Utopie zueinander.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p align=\"center\">* * *<\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\" align=\"center\"><span style=\"color: #999999;\">Eine Hommage von A.J. Weigoni an den K\u00fcnstler Marcel Hardung aus der Reihe <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1996\/01\/18\/bildnisse-2\/\"><span style=\"color: #ff0000;\"><em>Bildnisse<\/em><\/span><\/a>.<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"960\" height=\"986\" class=\"wp-image-68239\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/club-d-strassenbahner.jpg\" alt=\"\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/club-d-strassenbahner.jpg 960w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/club-d-strassenbahner-292x300.jpg 292w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/club-d-strassenbahner-768x789.jpg 768w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/club-d-strassenbahner-560x575.jpg 560w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/club-d-strassenbahner-260x267.jpg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/club-d-strassenbahner-160x164.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><\/figure>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer sich in einer Zeit des forcierten Ausverkaufs k\u00fcnstlerischer Ideen den Luxus erlaubt, ausschliesslich mit authentischem Material zu arbeiten und dabei auf die skulpturale Kraft der Arbeiten vertraut, hat Mut. 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